DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
ManagergehälterÖffentliche Unternehmen

Öffentliche Unternehmen zahlen Geschäftsführern deutlich weniger

Geschäftsführer und Vorstände in öffentlichen Unternehmen verdienen deutlich weniger als ihre Kollegen in der Privatwirtschaft. 21 Prozent der öffentlichen Arbeitgeber zahlen ihren Geschäftsführern und Vorständen ein Jahresgehalt von weniger als 100.000 Euro. 62 Prozent verdienen zwischen 100.000 und 300.000 Euro im Jahr.

Ein Hand hält ein Bündel 100 Euro Geldscheine.

Öffentliche Unternehmen zahlen ihren Geschäftsführern deutlich weniger als private Firmen
Gummersbach, 11.03.2014  Geschäftsführer und Vorstände in öffentlichen Unternehmen verdienen deutlich weniger als ihre Kollegen in der Privatwirtschaft: 21 Prozent der öffentlichen Arbeitgeber zahlen ihren Geschäftsführern und Vorständen ein durchschnittliches Jahresgehalt von weniger als 100.000 Euro. 62 Prozent verdienen zwischen 100.000 und 300.000 Euro im Jahr. Nur 17 Prozent erhalten mehr als 300.000 Euro jährlich und fünf Prozent verdienen mehr als 500.000 Euro im Jahr. Das ergab eine aktuelle Studie der Managementberatung Kienbaum zu den Vorstands- und Geschäftsführerbezügen in öffentlichen Unternehmen. Die Studie basiert auf Daten von 2.266 Geschäftsführern und Vorständen aus 1.055 öffentlichen Unternehmen in Deutschland.

In der Privatwirtschaft sind die Gehälter der obersten Führungsetage hingegen im Schnitt doppelt so hoch wie die in öffentlichen Unternehmen: In Firmen mit bis zu 25 Mitarbeitern erhalten Geschäftsführer und Vorstände in der Privatwirtschaft zum Beispiel Jahresgesamtbezüge von durchschnittlich 182.000 Euro, während ihre Kollegen in einem öffentlichen Unternehmen gleicher Größe lediglich 92.000 Euro im Jahr verdienen. „Geschäftsführer und Vorstände in öffentlichen Unternehmen beziehen im Vergleich zu ihren Kollegen aus der freien Wirtschaft noch immer deutlich niedrigere Gehälter. Auffällig ist jedoch: Je stärker die wirtschaftliche Tätigkeit im Unternehmen ausgeprägt ist und je stärker Ertragsaspekte dort eine Rolle spielen, desto geringer sind die Vergütungsunterschiede“, sagt Martin von Hören, Mitglied der Geschäftsleitung bei Kienbaum und zuständig für Vergütungsfragen im öffentlichen Bereich.

Unternehmensgröße beeinflusst die Höhe der Gehälter
Die Bezüge der Geschäftsführer und Vorstände werden in öffentlichen Unternehmen auch von der Unternehmensgröße beeinflusst: Zum Beispiel liegen die durchschnittlichen Pro-Kopf-Bezüge in Unternehmen mit mehr als 5.000 Beschäftigten bei 657.000 Euro im Jahr.

Energieunternehmen vergüten am besten
Signifikante Unterschiede bestehen auch zwischen den einzelnen Branchen: Geschäftsführer und Vorstände aus Energie- und Wasserversorgungs-unternehmen erhalten mit durchschnittlich 349.000 Euro fast vier Mal so hohe Pro-Kopf-Gesamtbezüge wie die Geschäftsleiter in den meist kleineren Unternehmen der Bäder- und Freizeitwirtschaft sowie der Sozialwirtschaft.

Anteil der variablen Vergütung steigt mit der Unternehmensgröße
Die Bedeutung der variablen Vergütung in öffentlichen Unternehmen steigt kontinuierlich: Im Durchschnitt sind 22 Prozent der Geschäftsführer- bzw. Vorstandsbezüge in öffentlichen Unternehmen an die persönliche Leistung und den Unternehmenserfolg gekoppelt. Der Anteil der variablen Vergütung ist aber stark von der Größe des Unternehmens abhängig: Der variable Anteil an der Gesamtvergütung in Unternehmen mit bis zu 100 Beschäftigten liegt bei lediglich 14 Prozent, während er bei Geschäftsführern und Vorständen in Unternehmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitern immerhin 41 Prozent beträgt.

„Vergütungskomponenten mit mittel- und langfristiger Anreizwirkung spielen – anders als in der Privatwirtschaft – bislang in der Vergütungspraxis öffentlicher Unternehmen noch eine relativ geringe Rolle. Angesichts allgemein steigender Anforderungen an eine nachhaltige Unternehmensführung nimmt die Verbreitung mittel- und langfristiger Vergütungsbestandteile von Jahr zu Jahr zu“, sagt Kienbaum-Vergütungsexperte Martin von Hören.

Im Forum zu Öffentliche Unternehmen

10 Kommentare

Medizin oder BWL

WiWi Gast

Hallo, Ich hab mein Abi mit 1,5 gemacht und habe mich für Wiwi und Medizin in Erlangen beworben. Überraschender Weise habe ich jetzt doch noch den Medizinstudienplatz erhalten (hatte ein sehr gutes TM ...

31 Kommentare

Gehaltsvergleiche im privaten Umfeld.

WiWi Gast

Wie geht ihr damit um, wenn ihr euch mit anderen aus dem privaten Umfeld, was das Gehalt angeht, vergleicht? Oder lasst ihr es durch Geheimhaltung gar nicht erst dazu kommen? Ich verdiene schätzungswe ...

52 Kommentare

Werden Pflegeberufe schlecht bezahlt?

WiWi Gast

Hallo zusammen, ich habe `vor einigen monaten ein dreimonatiges Praktikum in der WP absolviert, bei dem ich im Wesentlichen bei der Prüfung von Pflegeheimen, Behindertenwerkstätten usw. assistiert ha ...

1 Kommentare

Hamburg Wasser - Gehalt, WLB, Erfahrungen?

WiWi Gast

Kann mir jemand berichten, wie dort die Arbeit ist? Bezahlung, Work-Life-Balance, Kollegen?

49 Kommentare

Arzt vs Gymnasiallehrer

WiWi Gast

Wer verdient eurer Meinung nach auf das Berufsleben gerechnet mehr. Ein verbeamteter Gymnasiallehrer in Bayern oder ein Arzt (inklusive Dienste, Notarzt, Bescheinigungen, Pool)?

3 Kommentare

ERA Bewertung Stelle <-> ERA Einstufung

WiWi Gast

Hallo zusammen, ich hätte eine Frage an euch bezüglich der Einstufung im IG Metall Tarif Bayern. Zu mir: Ende Zwanzig Master (Uni) IT-Consultant (SAP) 4 Jahre BE Raum München Möchte mich aus dem Cons ...

90 Kommentare

Frau Lehrerin vs. Mann mit Promotion

WiWi Gast

Meine Frau ist Lehrerin, verbeamtet A12 Stufe 6. Sie verdient Netto 3.130 EUR. Ich bin Anfang 30, einschlägig promoviert (mit Auszeichnung) und in der Finanzbranche tätig. Ich verdiene über 60k Brutto ...

Artikel kommentieren

Als WiWi Gast oder Login

Zum Thema Öffentliche Unternehmen

Chefs in öffentlichen Unternehmen verdienen 2015 rund zwei Prozent mehr

Öffentliche Unternehmen erhöhen 2015 die Gehälter ihrer Geschäftsführer und Vorstände um rund zwei Prozent: Die Grundbezüge steigen im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich 1,8 Prozent, die Gesamtbezüge inklusive Bonuszahlungen um 2,4 Prozent. 64 Prozent der Unternehmen zahlen ihren Vorständen und Geschäftsführern zwischen 100.000 Euro und 300.000 Euro.

Vergütungsstudien 2015: Geschäftsführer, Führungskräfte und Spezialisten in Deutschland

Die deutschen Unternehmen erhöhen die Gehälter ihrer Spezialisten stärker als die Vergütung ihrer Führungskräfte: Spezialisten verdienen im Schnitt 3,8 Prozent mehr als im Vorjahr, bei den Führungskräften sind es rund 3,6 Prozent. Die Gehälter der Geschäftsführer steigen mit durchschnittlich drei Prozent etwas langsamer. Unternehmen vergüten ihre Mitarbeiter dabei je nach Branche sehr unterschiedlich. Je höher die Hierarchieebene, desto höher ist jedoch der Bonus.

Weiteres zum Thema Managergehälter

Ein kleiner, roter Reisewecker mit einem Kreuz und der Innschrift Switzerland.

Kadersalär-Studie 2017: Bonus im Topmanagement von 85.000 CHF

Die Managersaläre in der Schweiz stagnieren. Vorsitzende der Geschäftsführung verdienen durchschnittlich 398.000 Schweizer Franken. Die Topverdiener unter den Schweizer Führungskräften sind dabei die Vorsitzenden von Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitenden. Ihr Salär beträgt im Schnitt 552.000 Schweizer Franken. Das Topmanagement erhält 2017 einen Bonus von durchschnittlich 85.000 Schweizer Franken.

Vergütungsstudie 2016: Gehälter von Führungskräften steigen um 3,2 Prozent

Die Führungskräfte-Gehälter sind in Deutschland um 3,2 Prozent gestiegen und liegen im Jahr 2016 durchschnittlich bei 122.000 Euro. Vor allem das Managementlevel einer Führungskraft ist dabei für das Gehalt entscheidend. Während Führungskräfte im mittleren Management 105.000 Euro verdienen, erhalten Top-Manager mit 166.000 Euro rund die Hälfte mehr. Die operative Führungsebene verdient mit 76.000 Euro hingegen im Schnitt etwa 30 Prozent weniger.

Ein Werbeplakat der Allianz mit einem Mann auf einem Roller auf einem Feldweg, der Aufschrift: Lösungen für jede Lebenslage, steht im Grünen von Gräsern und Büschen umgeben.

Gehälter 2016: Kaufmännische Führungskräfte verdienen 3,5 Prozent mehr und am besten bei Versicherungen

Der aktuelle Vergütungsreport „Führungskräfte und Spezialisten in kaufmännischen Funktionen 2016“ der Personalberatung Kienbaum zeigt, dass insbesondere kaufmännische Führungskräfte bei Versicherungen am besten verdienen. Das durchschnittliche Jahresgehalt liegt dort bei 173.000 Euro. Es folgen pharmazeutische Führungskräfte mit 167.000 Euro. Insgesamt betrachtet sind die Gehälter im kaufmännischen Bereich um 3,3 Prozent gestiegen.

Der Berliner Fernsehturm spiegelt sich in den Fenstern eines Hochhauses.

Managergehälter: Top-Manager in 2015 stärker aktienkursbasiert vergütet

Die Gehälter der Top-Manager und Vorstände der DAX- und MDAX-Unternehmen orientierten sich im Jahr 2015 stärker an der Entwicklung des Aktienkurses. Den Top-Verdiener stellt erstmals der MDAX. Mit 9,6 Millionen Euro erhielt Axel-Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner das höchste Gehalt unter den deutschen Top-Managern. Während die Gehälter der Dax-Vorstände leicht fielen, legten die Vorstandsgehälter im MDAX um 10 Prozent zu, so das Ergebnis der Vorstandsvergütungsstudie 2016 der Deutschen Schutzvereinigung Wertpapierbesitz (DSW) und der Technischen Universität München (TUM).

Mobiles Arbeiten zuhause am macbook mit Kaffee.

Gehaltsreport 2016: Digital-Firmen zahlen Innovationsmanagern am meisten

Innovationsmanager mit mindestens fünf Jahren Berufserfahrung sind mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 100.000 Euro die Top-Verdiener unter den Fachkräften in der digitalen Wirtschaft. Ihnen folgen die Business Development Manager und die Sales Manager mit je 80.000 Euro Jahresgehalt. Das zeigen die aktuellen Ergebnisse einer Studie des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. und der Beratungsgesellschaft Kienbaum.

Buchstabenwürfel ergeben das Wort: Gehälter, welches sich auf einer roten, glatten Oberfläche wiederspiegelt.

Spitzengehälter: Hohe Einkommenskonzentration durch Top-Verdiener in Deutschland

Der Einkommensanteil der Spitzenverdiener in Deutschland ist im Jahr 2011 Jahren auf 13 Prozent angestiegen. Zu diesem Top-Ein-Prozent der Gesamteinkommen zählen Verdiener mit einem Bruttojahreseinkommen ab 150.000 Euro. Die Einkommenskonzentration liegt damit auf einem historisch hohen Niveau, so lautet das Ergebnis einer Studie des Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin.

Beliebtes zum Thema Gehalt

Titelblatt StepStone Gehaltsreport 2017

StepStone Gehaltsreport 2017: Was Fach- und Führungskräfte mit Wirtschaftsstudium verdienen

In Deutschland verdienen Fachkräfte und Führungskräfte durchschnittlich 57.100 Euro. Akademiker verdienen im Schnitt 37 Prozent mehr. Mit einem Wirtschaftsstudium beträgt das Brutto-Jahresgehalt inklusive variablem Anteil in "BWL, VWL und Wirtschaftswissenschaften" im Schnitt 65.404 Euro, in Wirtschaftsinformatik 68.133 Euro und in Wirtschaftsingenieurwesen sogar 70.288 Euro.

Titelblatt StepStone Gehaltsreport 2017

Absolventen-Gehaltsreport 2017: Wirtschaftsingenieure mit 48.200 Euro die Spitzenverdiener

Die Wirtschaftsingenieure verdienen unter den Absolventen der Wirtschaftswissenschaften mit durchschnittlich 48.238 Euro am meisten. Auch bei den Einstiegsgehältern aller Studiengänge liegen die Wirtschaftsingenieure hinter den Medizinern auf Rang zwei im StepStone Gehaltsreport für Absolventen 2017. Wirtschaftsinformatiker erhalten 45.449 Euro, Absolventen der BWL, VWL und Wirtschaftswissenschaften steigen mit 42.265 Euro ein.

Ein aufgeschlagener Atlas, alte Bücher und eine Tasse.

Gehaltsatlas 2016: Berufseinsteiger mit BWL-Abschluss verdienen durchschnittlich 43.788 Euro

Akademische Berufseinsteiger mit einem Abschluss in Betriebswirtschaftslehre verdienen aktuell rund 43.800 Euro im Jahr. Das ist knapp unter dem deutschen Durchschnittsgehalt junger Akademiker mit 45.397 Euro im Jahr. Am besten verdienen BWL-Absolventen in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen. In welchen Städten akademischen Berufseinsteigern am meisten gezahlt wird, zeigt der diesjährige Gehaltsatlas 2016 von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z.) und Gehalt.de.

OECD-Datenbank zu Wohnkosten in Deutschland

Die Deutschen geben rund 20 Prozent ihres Einkommens für die Miete oder Hypotheken aus. Damit liegen die Wohnkosten in Deutschland im OECD-Schnitt. Schwerer belastet sind einkommensschwache Haushalte, die rund 27 Prozent ihres Einkommens für Mieten aufwenden müssen. Die interaktive OECD-Datenbank zu Wohnkosten veranschaulicht im Ländervergleich die Unterschiede in Eigentum vs. Miete, Wohnverhältnisse, Wohngeld und sozialer Wohnungsbau.

Feedback +/-

Feedback