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CHE-Masterprognose 2013: Bedarf an Masterstudienplätzen steigt dramatisch

Die Entwicklung der Nachfrage nach Masterstudienplätzen in den nächsten Jahren wird bisher planerisch an den Hochschulen und hochschulpolitisch in den Ländern unterschätzt. Nach Modellrechnungen des CHE wird die Nachfrage nach Masterstudienplätzen kontinuierlich steigen bis im Jahr 2016 ein Höchstwert erreicht wird.

Modellrechnung zum Nachfragepotenzial bei  Masterstudienanfänger in Deutschland - Cover der Studie vom C HE gemeinnütziges Centrum für Hochschulentwicklung

CHE-Masterprognose 2013: Bedarf an Masterstudienplätzen steigt dramatisch
Der Bedarf an Masterstudienplätzen wird in den nächsten Jahren dramatisch steigen. Gegenüber den bisher vom Hochschulpakt eingeplanten Masterstudienplätzen könnten allein im Spitzenjahr 2016 rechnerisch 36.000 Bachelorabsolvierende auf den Beginn des Masterstudiums verzichten müssen, sollte das höchste von drei Berechnungsszenarien der Studie eintreffen. Die CHE-Modellrechnung zeigt den Korridor des zu erwartenden Nachfragepotenzials bei Übertrittsquoten von 50, 69,4 und 85 Prozent Bachelorabsolvent(innen) in ein Masterstudium auf. Selbst bei der vorsichtigen Annahme, dass nur jeder zweite Bachelorabsolvent und jede zweite Bachelorabsolventin ein Masterstudium anschließt, ist mit einem deutlich höheren Anstieg der Nachfrage zu rechnen, als es bisher ausfinanzierte Masterstudienplätze gibt. „Fakt ist, dass der Hochschulpakt 2020 kein geeignetes Instrumentarium enthält, um den erforderlichen Ausbau von Masterstudienplätzen zu stimulieren“, sagt CHE-Geschäftsführer Prof. Dr. Frank Ziegele.

Die Entwicklung der Nachfrage nach Masterstudienplätzen in den nächsten Jahren wird bisher planerisch an den Hochschulen und hochschulpolitisch in den Ländern unterschätzt. Nach Modellrechnungen des CHE wird die Nachfrage nach Masterstudienplätzen kontinuierlich steigen bis im Jahr 2016 ein Höchstwert erreicht wird, der, je nachdem, welches Szenario betrachtet wird, zwischen 175.000 und 265.00 Masteranfänger(innen) liegt – falls genügend Masterangebote zur Verfügung stehen werden. Zum Vergleich: Im Jahr 2011 gab es 113.737 Masterstudienanfänger(innen).

„Die berechneten Szenarien zeigen die Dramatik auf, die nun im Masterbereich auf die Hochschulen zukommt. Das Hoch der Studienanfänger für das Erststudium bleibt uns noch länger erhalten. Dazu kommt schon bald spürbar die Welle der Bachelorabsolventen, die einen Master anschließen möchten und für die bisher noch nicht ausreichend Plätze geschaffen wurden. Und das alles bei einer bevorstehenden Schuldenbremse“, mahnt Prof. Dr. Frank Ziegele, Geschäftsführer des CHE, mit Blick auf die Daten der Modellrechnung.

Die Szenarien, die von CHE Consult berechnet wurden, gelten für Übergangsquoten vom Bachelorabschluss in ein Masterstudium von 50, 69,4 und 85 Prozent. Das Szenario, in dem eine Übertrittsquote von 85 Prozent angenommen wird, ist aktuell am besten geeignet, um die bisherigen Zahlen der Anfänger(innen) im Master zu erklären. Unter dieser Annahme würden allein im Spitzenjahr 2016 rechnerisch 36.000 Bachelor jedoch auf den Beginn des Masterstudiums verzichten müssen, wenn allein die über das Hochschulpaktszenario berechneten Masterstudienplätze bis dahin geschaffen würden.

Prof. Dr. Ziegele mahnt mehr Aufmerksamkeit für das Problem von fehlenden Masterstudienplätzen ein, wenn die Erfolge der höheren Beteiligung an akademischer Bildung nicht gefährdet werden sollen: „Die Mittel für den Hochschulpakt haben für etwa zwei von drei Bachelorabsolventen einen Masterplatz mitfinanziert, jedoch haben die Hochschulen bisher hauptsächlich in Bachelorstudiengänge investiert, was auch sinnvoll war. Jetzt gibt es aber deutlich mehr Studierende, als durch den Hochschulpakt abgedeckt wird. Es muss nun dringend in den Masterbereich investiert werden und dafür müssen zusätzliche Mittel von der Politik bereit gestellt werden. Der Hochschulpakt 2020 enthält derzeit jedenfalls kein geeignetes Instrumentarium, um den erforderlichen Ausbau von Masterkapazitäten zu stimulieren.“

Als weiteren Ansatz für die Hochschulen sieht Ziegele eine Förderung des lebenslangen Lernens: Wenn Professor(inn)en ihre Studierenden mehr ermutigen würden, mit dem Bachelor erste Erfahrungen im Berufsleben zu sammeln und gleichzeitig weiterbildendende Masterangebote forcierten, würde die Nachfrage nach Masterstudienplätzen zeitlich gestreckt und lebenslanges Lernen gefördert.

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CHE AP 159 Masterprognose 2013

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