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Master vs. BerufseinstiegKarrierechancen

Bachelor-Absolventen geht es besser als gedacht

Arbeitslosigkeit niedrig, Mobilität hoch. Schavan: "Das nimmt den notorischen Kritikern an der Bologna-Reform den Wind aus den Segeln."

An einem Faden hängen kleine Würfel mit Buchstaben, die das Wort Bachelor ergeben und dahinter ist eine Tafel mit einer Diagrammkurve.

Bachelor-Absolventen geht es besser als gedacht
Berlin, 11.10.2010 (bmbf) - Bachelor-Absolventen stehen besser da, als es die zahlreichen Alarm-Meldungen zum neuen Studienabschluss vermuten lassen. Das ist das Ergebnis einer Studie, die das Internationale Zentrum für Hochschulforschung (INCHER -Kassel) mit der Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) durchgeführt hat. Die Studie wurde am Donnerstag auf einer zweitägigen Konferenz zur Mobilität und zum Berufsstart von Bachelor-Absolventen in Berlin vorgestellt.

 

Das INCHER wertete für die Studie die Erhebungen von 50 Universitäten aus. 70.000 Absolventinnen und Absolventen der Prüfungsjahrgänge 2007 und 2008 waren hierfür etwa eineinhalb Jahre nach dem Studienabschluss zu ihrer Situation befragt worden. Demnach war die Zahl der Arbeitslosen unter den BachelorAbsolventen eineinhalb Jahre nach dem Abschluss genauso gering wie bei den Absolventen der alten Studiengänge.

 

Rund 78 Prozent der Bachelor-Absolventen von deutschen Universitäten studieren nach dem Abschluss weiter, und zwar zu 90 Prozent in Master-Studiengängen. Von den Fachhochschulabsolventen haben 43 Prozent ein weiteres Studium aufgenommen. Fast die Hälfte davon absolviert ein Masterstudium neben dem Beruf.

 

Auch die Befürchtung, Studenten könnten sich nach der Studienreform ein Semester im Ausland aus Zeitgründen nicht mehr leisten, trifft nicht zu. Im Gegenteil: Mehr als ein Viertel ( 27 Prozent ) aller Bachelor- und Masterstudenten haben eine Zeit lang im Ausland studiert. Das bedeutet eine Zunahme von 50 Prozent gegenüber den "alten" Studiengängen, von deren Absolventen nicht einmal jeder Fünfte (19 Prozent) ein Teil seines Studiums im Ausland absolviert hat.

 

"Mit dieser Studie wird den notorischen Kritikern an der Bologna-Reform der Wind aus den Segeln genommen", sagte Bundesbildungsministerin Annette Schavan. "Eines der Ziele des Bologna Prozesses lautet, dass bis 2020 mindestens 20 Prozent der Studierenden ein Auslandssemester oder ein Praktikum in einem anderen Land absolviert haben sollen. Dieses Ziel haben wir schon zehn Jahre früher erreicht."

 

Auch aus Sicht der Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz Margret Wintermantel bestätigt die Studie, dass die Hochschulen die Studienreform erfolgreich umgesetzt haben. Angesichts der Untersuchungsergebnisse forderte Sie dazu auf, das Vertrauen der Studierenden in den Bachelor zu stärken. "Die jungen Menschen müssen ermutigt werden, ihre Bildungs- und Berufsbiographie nach ihren Neigungen und ihrer persönlichen Eignung zu planen. Dabei ist der Bachelor ein solides Fundament", betonte Wintermantel.

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