DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
MedienmanagementBerufseinstieg

Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Autor
Beitrag
Grete M.

Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Hey liebe Community!

Keine Sorge, das hier wird kein Jammerbericht meinerseits. Ich möchte nur mal kurz meine Situation schildern und ein kleines Feedback von der Außenwelt erhalten, weil ich mittlerweile echt am Verzweifeln bin.

Also: Ich bin 24 Jahre alt, habe im Januar diesen Jahres mein Studium (offiziell: Diplom-Kauffrau für Medienwirtschaft) abgeschlossen und finde partout keinen Berufseinstieg.

Ich habe mittlerweile...ach keine Ahnung 150 Bewerbungen (ist im Prinzip auch egal)...geschrieben, stellenweise auch Vermittlungsangebote von der Agentur für Arbeit. Und die meisten gehen einfach unter, denke ich.

Zu meinem Profil:
24 Jahre, Diplomabschluss im Bereich Medien (2,2), Schwerpunkte Controlling und Unternehmensführung, ein Praktikum im Eventmanagement, ein Praktikum in der Logistik, eines im Vertrieb und eines als Lektorin.

Man sieht, alles ist bunt zusammengewürfelt, deshalb vermute ich, dass hier der Hauptgrund für den Regen an Absagen liegt.

Meine Zielvorgabe ist eindeutig nicht erkennbar, was vor allem daran liegt, dass ich durch das ein- oder andere Praktikum festgestellt habe, was mir liegt und was nicht und dass ich natürlich auch ausgetestet habe, was ich mir beruflich vorstellen könnte.

Nun sieht es folgender Maßen aus:
Egal, wo ich mich bewerbe, ich bekomme meist nicht einmal eine Eingangsbestätigung. Die Leute aus dem Controlling wollen mich nicht, die Leute vom Eventmanagement auch nicht, nicht mal die Medienleute (da auch im Controlling oder Eventmanagement) können was mit mir anfangen.
Dabei versuche ich mir wirklich Stellen rauszusuchen, die zu mir und meinem Profil passen.
Die einzigen, die scheinbar was für mich übrig haben, sind die Projektmanager. In dem Bereich hatte ich jetzt schon 4 Gespräche.

Ein Coach hat auch mal über meine Unterlagen geschaut und mir gesagt, dass es eigentlich alles gut gemacht ist, der Schreibstil flüssig ist und nur ein paar kleine Sachen am Layout geändert werden sollten.

Ich würde ja auch ein Praktikum machen. Wirklich gerne sogar, einfach nur um etwas zu tun und um Berufserfahrung zu sammeln. Aber das kann ich nicht finanzieren. Ich habe durch eine lustige gesetzliche Regelung keine Ansprüche auf staatliche Leistungen, werde also von meinen Eltern finanziert und sitze dazu noch in einem Kuhkaff fest. Kein Auto, zwei Busse am Tag. Ein unbezahltes Praktikum in einer großen Stadt oder überhaupt irgendwo funktioniert also nicht. Und ein unterbezahltes auch nicht. (Es ist echt zum Mäuse melken!)

Natürlich stellt sich mir die Frage, warum es einfach nicht klappt. Wie ich schon sagte, vermute ich, dass es am Wirrwarr in meinem Profil liegt, an nicht so guten Noten in der Mathematik (wofür ich mich wirklich selbst in Grund und Boden schäme, das könnt ihr mir glauben) und einem Overload in der Branche.

Ich bin am Verzweifeln. (Was natürlich auch damit einhergeht, dass alle meine Kommilitonen innerhalb von 2 Monaten Jobs bekommen und ich infrastrukturell die größte Niete überhaupt gezogen habe.) Habe ich eine Perspektive? Wie soll es weitergehen? Und vor allem wo? Mir gehen wirklich die Ideen aus, was das Bewerben angeht. Vielleicht könnt ihr mir helfen.

Ich freue mich auf ehrliche und konstruktive Antworten.

Liebe Grüße
Grete M

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

hallo,

das die firmen sich nicht melden das ist nun einmal so. diese erfahrung habe ich auch gemacht.
durch das coaching sind deine unterlagen ok.

du mußt aus deinem kaff raus und dich in der umgebung bewerben. versuche es mit einer dritten seite / dem motivationsschreiben. dort kannst du sachlich (nicht unterwürfig) deine situation darstellen und nochmal klar darlegen was du möchtest.

und habe ruhig mal den mut zurückzufragen warum es nach dem gespräch nicht geklappt hat.
hast du bei monster deinen lebenslauf hinterlegt?

gruss
dirk

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

hum...2009 wärest du durchgedreht...

nein, ehrlich, haben die meisten von uns alles hinter uns, selbst mit besseren profilen

ähm, projektmanager im eventbereich... wenn ja, nur wenn du nicht in der kneipe kellnern kannst.

praktikum wirst du ohnehin NIE finanziert, da sagen die du stündest nicht dem arbeitsmarkt zur verfügung und du bekommst nicht einmal einen zuschuss zur krankenkasse (es sei denn es ist eine maßnahme)

das mit "alle haben nen job nur ich nicht" kenne ich seit drei jahren von verschiedensten leuten... nur: bei vielen ANDEREn ist der job der letzte dreck und / oder die suchen sofort weiter (strukturvertrieb, zeitarbeit, personalvermittler...)
setze dir klare grenzen nach unten und unterschreite die nicht.

für den rest, bewerben, bewerben, bewerben... mehr kann dir keiner raten.

Ausland, außerhalb der branche, übergangslösungen (oberhalb der gesteckten grenze), online portale (bei mir glühen da die leitungen momentan ohne das die gleichen firmen mich 2008/2009 auch nur eingeladen hätten)

ich bin im November 2008 fertig geworden und bekam erst im April 2010 was ordentliches.
kellnern in der zeit, besser als herumsitzen und den mist vom amt.

letzteres nutzte ich nur für fahrtkosten oder wenn ich im winter weniger arbeiten musste

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Wenn du vermutest, dass es an deiner "bunten" Mischung liegt: Hast du die Praktika während der Semesterferien gemacht, so dass du vielleicht einfach nur die angibst, die für die Stelle relevant ist, auf die du dich bewirbst? Ich kann aus deinem Post leider nicht erkennen, welcher Bereich wirklich dein Traumbereich ist. Vielleicht bewirbst du dich auch einfach zu sehr mit der Gießkanne, so dass du nicht vermitteln kannst, dass du genau die Stelle haben möchtest, die ausgeschrieben ist, dass du genau auf die Stelle passt, die ausgeschrieben ist und dass du auch genau zu diesem Unternehmen passt.

Konnte dir der "Coach" denn keine vernünftigen Tipps geben? Hast du die Gründe für die Absagen bei den Projektmanagementstellen erfahren? Im Zweifel würde ich einfach mal zum Hörer greifen und bei den Personalern anrufen und fragen. Mehr als "nein" sagen können sie nicht, und je nach persönlicher Sympathie in den Gesprächen haben sie vielleicht auch noch ein paar Tipps für dich auf Lager. Ein unbezahltes Praktikum würde ich als Absolvent auf keinen Fall machen. Ein bezahltes nur im äußersten Notfall. Wenn es doch so kommt: Hast du Freunde in Großstädten, die in Frage kommen, wo du zumindest für die ersten paar Wochen unterkommen könntest?

Ich hoffe meine Fragen helfen dir als Denkanstoß ein bisschen weiter. Und immer positiv denken, auch wenn es schwer fällt. Meine Freundin musste nach ihrem Diplom auch zunächst Hartz4 beantragen und war jeden zweiten Abend am heulen und von Selbstzweifeln geplagt, aber am Ende haben sich auch die Erfahrungen aus den Absagen bezahlt gemacht, so dass sie am Ende ihre Traumstelle im Marketing bekommen hat, und das sogar in der gleichen Stadt :-)

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

...am wichtigsten ist erstmal, den Kopf nicht hängen zu lassen. Bestimmt einfacher gesagt als getan, aber so ist es! Es dauert halt, bei mir hat es auch knapp ein Jahr gedauert mit zig Bewerbungen, und bei meine Kommilitonen meinst noch länger. Ein Problem bei dir sehe ich nur an dem Zeitpunkt zu dem du dich bewirbst, zum Ende des Jahres ist immer schlecht... vor dem 01.02. wird es schwierig mit Bewerbungen die du zur Zeit schreibt. Trotzdem, Kopf nicht hängen lassen!

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

du bist doch noch jung.. wenn du jetzt genau weisst welcher bereich für dich der richtige ist, hänge doch noch den master in dem fach dran und geh parallel dazu als werkstudent arbeiten,dann rutschst du da schon rein,

viel erfolg!

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Hallo Grete. Schreibe 2 oder 3 Zeitarbeitsbuden an, warte auf ein passendes Angebot und schlag zu. Erstmal Praxis bekommen.

antworten
Grete M.

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Ganz lieben dank für deinen Beitrag.

Ich hätte noch eine Frage zur dritten Seite. Ich hab davon gehört und auch schon mal versuchsweise eine entworfen, nur leider klingt es wie das Anschreiben in Kombination mit dem Lebenslauf, also quasi alles nochmal.

Meinst du, ich sollte im Motivationsschreiben vielleicht solche Dinge wie Soft Skills (also schnelle Auffassungsgabe, kommunikationsstark, teamfähig etc.) weiter ausbauen? Oder was kommt da so rein?

Liebe Grüße
Grete

antworten
Grete M.

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Deswegen wollte ich auch klarmachen, dass ich nach Eindrücken von Außenstehenden suche. Ich muss ganz ehrlich sagen (auch wenn es unfair und ziemlich selbstsüchtig klingt), es hilft mir, wenigstens zu hören, dass es anderen Leuten auch so geht. Das hilft bei den Selbstzweifeln.^^

Bewerben werde ich mich natürlich weiter. Ich möchte nicht zuhause rumhocken und nichts tun. Aber ich freue mich für dich, dass du so lange durchgehalten hast und (wenn auch zwei Jahre später) etwas bekommen hast. Das motiviert sehr. Dass es denn doch irgendwann klappt.

Ich hätte noch eine Frage zu den Online Portalen. Du sagtest, da glühen die Leitungen? Ich habe ein Xing Profil und kontrolliere regelmäßig solche Suchmaschinen wie Yasni und 123people.de. Meinst du solche wie monster und Stepstone? Hast du dort Profile? Und meinst du, das kommt daher, dass du jetzt einen guten Job hast?

Danke nochmals für deinen Beitrag.

antworten
Grete M.

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Ja, vielen Dank für die ganzen Beiträge.

Eure Anmerkungen helfen mir tatsächlich sehr.
Ich werde mich also weiterhin bemühen, versuchen, die Stellen noch passgenauer zu finden und mich nicht "mit der Gießkanne" zu bewerben.

Mal sehen, was draus wird.

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Bewirb dich doch mal auf diese Stelle:

http://www.zenithmedia.de/en/jobs-karriere/stellenangebote/bzenithmediab/trainee-media-planning-mf-duesseldorf/

Denke da passt dein Profil sehr gut. Das Praktikum in der Logistik würde ich nicht im Lebenslauf führen. Das Vertriebspraktikum vielleicht als "Sales" bezeichnen.

Als Motivation schreibst du, dass du gerne analytisches Arbeiten mit einem Medienumfeld verbinden möchtest.

Viel Erfolg!

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Ich würde dir auch empfehlen, das anonyme online-bewerben zu umgehen, wenn deine Bewerbung inhaltlich sich nicht von der Masse absetzt. Halte Ausschau nach Job-Messen, Absolventenkongressen und setz dich zur Not in einen Mietwagen und fahr dort hin. Sprich infrage kommende Arbeitgeber direkt an und hinterlasse einen Eindruck. Das ein oder andere VG wirds dir hoffentlich dann bescheren.

Des Weiteren kann keiner von deinen Kommilitonen dich vermitteln, die einen ähnlichen Abschluss haben? Nicht mal zumindest für ein Praktikum? Ansonsten wirklich die Möglichkeit nach einen Zweitstudium (Master) in Betracht ziehen. Deine Lücke im Lebenslauf wird zu groß und nachher zum Killer in jedem Bewerbungsprozess!

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

An welcher Hochschule hast du denn studiert? Dachte es gibt gar keine 24 jährigen Diplomer mehr...

antworten
checker

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Kein grund zum verzweifeln. Du suchst seit 8 Monaten. Das ist lang aber nicht ungewöhnlich. Eine bekannte hat als Medienwissenschaftlerin erst nach über einem Jahr einen guten Job gefunden.

  1. Deine Daten sind gut. Denke das die "bunte mischung" dich zwar nicht zu einer spezialistin gemacht hat aber so hat du etwas
    mehr gesehen als bei einem Einseitigen Praktika-verlauf. Sei selbstbewusst, dein Lebenslauf ist gut. Einziges Problem ist, dass du offensichtlich kein Praktikum in deinem Schwerpunkt (Controlling) gemacht hast.

  2. du hast in 8 Monaten 150 Bewerbungen geschrieben. Das sind 22 pro Monat also fast eine pro Tag. Hier liegt meiner meinung nach das Problem. Ich habe ca. 3 Bewerbungen pro Monat geschrieben. Diese dann sehr zielgerichtet. Die restliche zeit habe ich recherchiert, mich informiert u einen kleinen relevanten (!) Nebenjob gemacht.
    Nach 10 Bewerbungen habe ich 3 Einlandungen und 1 Zusage bekommen.
    DU BEWIRBST DICH ZUVIEL!!!! Darunter leidet die Qualität der Bewerbung und der Stellen auf die du dich bewirbst.

Lösungsvorschläge:

  1. Überlege was du kannst (Controlling)
  2. wo du erfahrungen hast (Medien/Event und Logistik und Vertrieb)
  3. Überlege WAS du arbeiten willst (Stelle, z.b. Controlling oder Vertrieb)
  4. in welcher BRANCHE (z.B. Medien oder Logistik)
  5. frage dich WO du arbeiten willst (Region, z.B. Großraum Hamburg)

Jetzt fass zusammen: Bsp.:

Du suchst eine Stelle im Vertriebscontrolling bei einem Logistikunternehmen im Großraum Hamburg. oder eine Stelle als Assistent der Geschäftsführung eines Medien/Eventunternehmens in HH.
--> Nur auf solche Stellen bewirbst du dich! AUF SONST NIX!!!

Normalerweise wirst du da nur wenig stellen finden. Vielleicht 3 pro Monat. Na und? Du musst dich geziel auf diese Bewerben und agumentieren warum gerade du mit deinem Profil auf die Stelle passt. Dazu musst du dich genau über das unternehmen informieren. Das dauert und eine Bewerbung kann dann schon mal 2 Tage dauern!

Setzte dir Fristen: wenn du nach z.B. 3 monaten keine Zusage hast, weiche deine Kriterien auf. Z.B. würdest du auch in Berlin arbeiten wollen oder eine Stelle im Vertrieb annehmen.

Warum führt das zum Erfolg? Du konzentierst du auch bestimmte Stellen, eine Region und Branche. Durch diese Recherche baust du ein bestimmtes Know-how darüber auf und findest immer neue Unternehmen in der Region die ihre stellen nur in der regionales Tageszeitung oder auf ihrer Internetseite bringen. Das ist tiefgründiger als Stepstone oder die AA. Außerdem "kennst du dich dann aus" und kannst in einem Vorstellungsgespräch mit "Fachwissen" punkten.

Recherchequellen: Regionale Presse, Verbände der Region/Branche, Fachzeitschriften (!) ...

Aufpeppen kannst du das durch einen RELEVANTEN nebenjob, z.B. als Aushilfe in einem Logistikunternehmen.

"Finanzierung": Hartz 4 ist für sowas keine Schande

ALTERNATIVE wenn du bis nächstest Jahr nix findest:

Master in einem bereich der dich interessiert und der entsprechend bessere Zukunftschancen hat. Zum Bsp. Master in Logistik. Damit kannst du eine Einbahnstraße in eine Autobahn verwandeln! Mit 24 bist du jung. Da fangen andere mit ihrem ersten Studium an. Also keine Angst!!!

Viel erfolg und gibt mal Feedback!

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

hallo grete,

ich wollte noch etwas zur dritten seite schreiben: ich bewerbe mich als systemadministrator.
die sieht bei mir (etwas verkürzt) so aus:
zur person ...
[wie ich zur IT gekommen bin ...]
am Abendgymnasium hatten wir die Aufgabe alle Kombinationen herauszufinden mit der sich ein Markstück zerlegen läßt. Hier habe ich mit einem computer.

[Projekte ...]
Storagemigration, rz Umzug ...

[So sehen mich Kollegen ...]
geht auch nach 18:00 an's Telefon, mach am Freitag Abend noch einen Change, hat immer einen Ratschlag

[Wo sehe ich mich in einigen Jahren ...]
als Change manager oder Projektleiter

So kannst du auch deine verschiedenen Praktika begründen. Stelle dich als Person dar.

gruss
dirk

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Mir gehts nicht anders, bin im Januar mit meinem Logistik-Studium mit Schwerpunkt BWL fertig geworden. Nicht mal die Zeitarbeitsfirmen können mir was anbieten (außer einem Sachbearbeiterjob mit 1300 brutto).
Viele Jobs wurden schon vorm Vorstellungsgespräch intern vergeben.
Lass den Kopf nicht hängen, irgendwann wird auch der richtige Job für dich kommen! Vom Gieskannenprinzip rate ich auch ab. Am besten man informiert sich über das Unternehmen sehr gut und überlegt, welche Anforderungen der Job bringen könnte bzw warum man genau der/die richtige für den Job ist. Je mehr Zeit ich in eine Bewerbung investiert habe, desto eher wurde ich zum VG eingeladen. Je nach Job, würde ich evt das ein oder andere unpassende Praktikum nicht angeben.

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

"Ich würde dir auch empfehlen, das anonyme online-bewerben zu umgehen, wenn deine Bewerbung inhaltlich sich nicht von der Masse absetzt. Halte Ausschau nach Job-Messen, Absolventenkongressen und setz dich zur Not in einen Mietwagen und fahr dort hin. Sprich infrage kommende Arbeitgeber direkt an und hinterlasse einen Eindruck. Das ein oder andere VG wirds dir hoffentlich dann bescheren.

Des Weiteren kann keiner von deinen Kommilitonen dich vermitteln, die einen ähnlichen Abschluss haben? Nicht mal zumindest für ein Praktikum? Ansonsten wirklich die Möglichkeit nach einen Zweitstudium (Master) in Betracht ziehen. Deine Lücke im Lebenslauf wird zu groß und nachher zum Killer in jedem Bewerbungsprozess!"

Das meiste in diesen obigen Beitrag ist Nonsens, Firmen gehen selbst bei Ingenieursfachmessen mit mehreren Kisten Bewerbungen von der Veranstaltung weg.
der Großteil davon wird schon auf dem Weg zum Auto entsorgt, es gab da das eine oder andere Skandälchen schon mit top ten Firmen.

Praktikum sollte man auch nicht machen, in der Regel kann man falls überhaupt Bezahlung vorhanden davon kaum leben UND an Bewerbungen teilhaben und staatlich setzt man sich dadurch massiv in den Nachteil, weil man selbst Anspruch an Fahrtkostenunterstützung verliert.

Und wer meint, nur weil man zum VG kommt, wäre das dann ein Job, der hat den Knall nicht gehört.
ich war schon auf Firmen da warteten ganze Raucherkolonnen auf den Flur, dass der nächste ins Interview musste.

Die "LÜCKE" im Lebensverlauf ist auch nur eine Lüge auf die man sich beruft, damit man härter aussieben kann.
nach dem Desaster von 2009 hatte ich 2010 genug Firmen denen ich kein Wort erklären musste, wie die Branche aussah damals und wie die Absolventenarbeitslosigkeit in allen Bereichen war.

Kritisch wird, wenn man garnichts vorweisen kann, 1 Jahr und länger komplett raus ist.
Arbeitslosigkeit ist in OPrdnung unter gewissen Umständen, wenn man den Kontakt zur Theorie behält.
Praxis selbst von Praktika ist meist vollkommen irrelvant, insbesondere wenn diese weniger als drei Monate dauern. praktika sind ein nice to have um sich von der Masse abzusetzen, mehr nicht.
Das kannst du ja.

*****************

"Ich hätte noch eine Frage zu den Online Portalen. Du sagtest, da glühen die Leitungen? Ich habe ein Xing Profil und kontrolliere regelmäßig solche Suchmaschinen wie Yasni und 123people.de. Meinst du solche wie monster und Stepstone? Hast du dort Profile? Und meinst du, das kommt daher, dass du jetzt einen guten Job hast?"

Xing und monster, später im Beruf noch jobleads sind wichtige online Portale.

Auf Monster und Stepstone einen job zu suchen solltest du vergessen, das ist Massenabfertigung mit monatealten Anzeigen.

Wichtig, lege dir auf Xing und Monster profile an, ohne foto, ohne vollständigen Lebenslauf und ohne viele private Informationen.

selbst was du studiert hast interessiert am ende keinen!

Die Schlagworte was du suchst, was du kennst, software, arbeitsmethodiken, besondere Studieninteressen, private Weiterbildung...

90% der Personaler / Personaldienstleister suchen nur nach Schlagworten, bauen dann den Erstkontakt ggf auf.

Das geht soweit das mir als Projektmitarbeiter (WIWI) jede Menge Ingenieursstellenangeboten werden, aber auch Anfragen ob ich nach weniger als 18 Monaten in nächst höhere Ebenen wechseln möchte, obwohl ich unter den drei bis fünf Jahren geforderter Erfahrung bleibe.

Es geht für dich wirklich nur darum den Kontakt in die Firma zu haben, ohne mit dem Stigmata ABSOLVENT herum zu laufen.

Und ganz wichtig, wenn du als U25 ja ohnehin keine Unterstützung erhälst, dann mach dir keine Panik. Niemand hält dir ein Messer an die Kehle DU MUSST-DU MUSST...
mit der falschen Sachbearbeiterin war das für mich die Hölle, selbst Fahrtkosten (weil Firmen nichts erstatteten trotz Gesetz) wollte die noch an Bedingungen binden

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Evtl. liegt's ja auch an der eigenen Persönlichkeit. In dieser Richtung wäre ein Coaching bestimmt auch nicht schlecht.;)

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

sehr nettes und auch zu meiner situation passender beitrag. bin ebenfalls seit anfang des jahres mit meinem logistikstudium fertig. scheinbar als praktikant noch sehr gefragt und mit überzeugender leistung verläuft momentan alles im sand.
von nicht beantworteten bewerbungen bis kontaktverlust nach dem vorstellungsgespräch hab ich schon alles erlebt. es baut mich auf zu lesen, dass ich nicht der einizige in dieser verzwichkten situation bin.
bin mitlerweile so genervt von den einzelnen firmen, deren verhalten i.d.r. doch sehr ähnlich ist: keine eingangsbestätigung, schlechte vorbereitung auf das gespräch ("sie haben im ausland studiert?"), keine rückmeldung nach dem gespräch und auch niemand mehr zu erreichen - alles in allem wirklich traurig.

gruß

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

"Die "LÜCKE" im Lebensverlauf ist auch nur eine Lüge auf die man sich beruft, damit man härter aussieben kann.
nach dem Desaster von 2009 hatte ich 2010 genug Firmen denen ich kein Wort erklären musste, wie die Branche aussah damals und wie die Absolventenarbeitslosigkeit in allen Bereichen war.

Kritisch wird, wenn man gar nichts vorweisen kann, 1 Jahr und länger komplett raus ist.
Arbeitslosigkeit ist in OPrdnung unter gewissen Umständen, wenn man den Kontakt zur Theorie behält."

Dein Post ist aber auch völliger Nonsens :-) Lies dir mal den Widerspruch durch, den du da fabriziert hast. Sie hält ja weder Kontakt zur Theorie & Praxis, sondern sitzt at home und bewirbt sich. Und diese Lücke wird fast 1 Jahr, weswegen das ganze kritisch wird.

*****************

Des Weiteren die pauschale Aussage, auf Karrieremessen werden nur Bewerbungen gesammelt und geschreddert, ist auch Nonsens. Es wird klar, dass du noch nie auf den großen Absolventenkongressen wie z.B. in Köln warst. An den meisten Ständen können direkt VG`s geführt werden oder zumindest ein persönlicher Kontakt direkt zu den Verantwortlichen gestellt werden. Des Weiteren gibt es in der Form der "Consulting Days", die parallel zu dem Absolventenkongress in Köln gehalten werden, ein extra Recruiting Event, wo zu VG's eingeladen wird. Ich war selbst da. Case Studies mit mehreren Unternehmen gehabt, u.a. PwC, am Abend gabs dann noch ein Networking Dinner mit allen und siehe da, wenige Tage später ein Angebot bekommen.

Also sag ihr bitte nicht pauschal, Messen sind alle für den A... Insbesondere wenn du nur 1-2 Erfahrungen von schlechteren Messen, die es bestimmt gibt, schildern kannst.

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

@ die Threadstellerin
Zum Thema Seite 3: Ich möchte Dir sehr klar von der Seite 3 abraten!!! Eine dritte Seite braucht kein Mensch und kein/die wenigsten Personaler wollen sowas lesen. Ein Personaler hat jeden Tag einen ganzen Stapel Bewerbungen auf dem Tisch liegen und aus diesem Stapel möchte er möglichst effektiv die geeigneten Kandidaten herausfiltern. Das heißt, er möchte mit geringem Aufwand die entsprechenden Qualifikationen beurteilen können. Je mehr er also lesen muss, um die Qualifikation einschätzen zu können, desto schlechter! Gerade mit deinem recht kurzen bisherigen Karriereweg (du bist ja erst 24) hast du in Deinem Lebenslauf und Deinem Anschreiben ausreichend Raum, Dich angemessen zu präsentieren. Kein Mensch braucht eine dritte Seite!! Du schreibst ja selbst, dass du nicht so recht weißt, was du da schreiben sollst und die dritte Seite stark deinem Anschreiben ähnelt. Das einzige, was du mit einer dritten Seite zum Ausdruck bringen würdest ist ein überzogenes Maß an Selbstdarstellung und vor allem, dass du nicht in der Lage bist, einen Sachverhalt ? in diesem Fall deine berufliche Eignung ? zu präzisieren und auf den Punkt zu bringen.

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Mal was ganz anderes: Wie sieht Dein Anschreiben aus?
Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie wichtig das ist. Nachdem ich mein Anschreiben komplett neu gemacht habe und wirklich individuell auf Position, Unternehmen usw. zugeschnitten habe, kamen plötzlich fast nur Einladungen zu Vorstellungsgesprächen. An jedem Anschreiben habe ich einige Tage geschrieben und gepfeilt, früher habe ich nur Textpassagen kopiert und ein paar Sätze neu gemacht und umgestellt.

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Das Anschreiben ist wirklich sehr wichtig, geht mir genauso. Wenn ich das sehr gut ausgearbeitet habe, bekam ich meistens ein VG. Wenn ich lieblos kopiert habe und nur 2-3 Sätze neu geschrieben habe, bekam ich immer eine Absage.

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Ich rate auch wie mein Vorredner: individualisiert die Anschreiben! Es kostet weit weniger Zeit als man denkt, man kann sich ruhig mal die eine oder andere Stunde Zeit nehmen, um die Anschreiben wirklich genau auf Anforderungen und Profil anzupassen. Stell die Teile in deinem Studium/Lebenslauf heraus, von denen du meinst dass sie für die Stelle wichtig sind.

Im Anschreiben ist es wichtig, wie schon öfter gesagt, Sachverhalte punktgenau zu beschreiben und treffend zu formulieren. Zu lange Anschreiben sind fast noch schlimmer als zu kurze. Geschwafel will keiner lesen.

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Frauen haben es generell wesentlich schwerer einen Job zu bekommen. Warum und weshalb ist ein anderes Thema, Tatsache bleibt es trotzdem. Manchmal denke ich, dass es sogar sinnvoll wäre in der Bewerbung DEZENT darauf hinzuweisen, dass man karriereorientiert ist und nicht bald schwanger werden will (ob's stimmt oder nicht, sei mal dahingestellt), denn genau diese Gedanken kommen jedem Personaler, wenn er die Bewerbung einer Frau liest.

Viel Glück und Erfolg!

antworten
Grete M.

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Hm... ich stell hier mal ein Anschreiben rein. Das ging an eine Firma, die im Bereich Eventmanagemant, Casting, Projektmanagement tätig ist und einen Eventmanager/Projektleiter suchte.

Bewerbung als Eventmanagerin
Ihre Ausschreibung auf XYZ.de

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit sende ich Ihnen meine vollständigen Bewerbungsunterlagen für eine Stelle als Eventmanagerin in XYZ. Erste praktische Erfahrungen im Projekt- und Veranstaltungsmanagement habe ich bereits während meines Praktikums als Projektassistentin bei der ABC GmbH gesammelt. Dabei war ich neben der Unterstützung der Projektleitung bei der Konzeption, Organisation und Durchführung von Kongressen und Tagungen eigenverantwortlich im Sponsoring und der damit verbundenen telefonischen Kundenberatung und Neukundenakquise tätig. Ebenfalls führte ich Recherchearbeiten zur Teilnehmerakquirierung und die Kalkulation und Angebotserstellung des Rahmenprogrammes durch. Desweiteren kümmerte ich mich um die Pflege der projektbezogenen Kongresshomepages und war im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit tätig. Bei der Messebetreuung vor Ort war ich zudem zentraler Ansprechpartner für Vortragende, ausstellende Unternehmen und Teilnehmer.

Innerhalb meines Studiums (hier normalerweise genaue Bezeichnung) an der ABC Universität habe ich besonders die Schwerpunkte Controlling und Unternehmensführung vertieft, allerdings auch Seminare zu den Themen Projektmanagement, Marketing, Finanzierung, Medientechnik und Wirtschaftsinformatik besucht.

Neben der täglichen interessensbedingten Arbeit mit MS Office sowie diverser Audio-, Video- und Bildbearbeitungssoftware habe ich auch während meines Studiums medientechnische Praktika und wissenschaftliche Arbeiten beispielsweise in den Bereichen E-Learning, MS Office, zum Wählerverhalten bei Online-Wahlen sowie im Bereich Adobe Photoshop und Audio- und Videostudiotechnik absolviert bzw. angefertigt.

In meiner Diplomarbeit zum Thema ?XYZ? analysierte ich die Aktien- und Kapitalmärkte im Zuge der Finanzkrise hinsichtlich der Veränderung unternehmensrelevanter Faktoren und deren Konsequenzen für die interne Wertermittlung.

Studienbegleitend war ich im QRS e.V., dem Förderverein für Wirtschaftswissenschaften der ABC Universität, unter anderem beim Aufbau eines Unternehmensstammtisches und bei der Organisation eines Promovendentreffens tätig.

Gute Englischkenntnisse bringe ich ebenso mit wie ein offenes und freundliches Auftreten. Für ein persönliches Gespräch stehe ich gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

So viel dazu. Ich versuche normalerweise schon, die Anschreiben (und auch den Lebenslauf) an die Stelle und das Unternehmen anzupassen, wobei ich die konventionelle Variante (wie diese oben) bevorzuge. Ich würde auch gern mal etwas Kreativeres wagen, allerdings bin ich nicht so sicher, wie das bei einem Personaler ankommt.

Lasst euch aus. Kritisiert ruhig, was gut ist und was nicht. Wenn ich mich ein wenig verbessern kann, dann würde mir das schon sehr helfen.

Liebe Grüße
Grete M

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Hallo Grete,

wo hast du denn Deinen Abschluss gemacht? Bin nämlich auch Medienwirtin, seit März fertig. Mein CV sieht ähnlich bunt aus. Habe jetzt zwar was, aber ich hab es mir auch leichter vorgestellt muss ich sagen. Ich hab die Erfahrung gemacht, dass allgemeinere Stellen eher in Frage kommen. Wie du schon sagtest, PM, vllt. Vortstandsassi, oder allg. gehaltene Trainees.

Viele Grüße und Erfolg
Marleen

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Anschreiben wird total überbewertet. Der erste Blick geht immer auf den CV. Wenn der soweit passt, kommt nur ein flüchtiger Blick ins Anschreiben. Wenn der CV nicht passt, dann kannst du schreiben was du willst - interessiert keinen.

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Anschreiben und CV sollten übersichtlich sein und die wichtigsten (!!!) Schlagworte aus der Anzeige enthalten.

Wenn also ein Materialdisponent gesucht wird sollte im Anschreiben bei bisherigen Tätgigkeiten (auch Praktika) nicht "Supply Chain Planner" oder "Material Planner" stehen.
Wenn ein "Sales Manager" gesucht wird sollte nicht im Lebenslauf "Vertriebssachbearbeiter" stehen.
Genauso bei den Tätigkeiten:
Wenn Bestellabwicklung verlangt wird ändere ich mein bisheriges "Order Fulfillment" ab in Bestellabwicklung.
Sonst ist man raus, weil kaum ein Personaler sich die Zeit nimmt, die bisherigen Tätigkeiten zum geforderten Anforderungsprofil zu interpretieren. Oftmals kennt er auch gar nicht alle Fachbegriffe und artverwandte Tätigkeiten.

Ebenso mit Softwareprogrammen: Wenn Excel verlangt wird schreibe ich nicht: MS Office - Kentnisse.

Direkt als ich angefangen habe, meine Bewerbung genau den Anforderungen der Stelle anzupassen bzw. genau die gleiche Wortwahl zu nutzen hat es sehr viele Einladungen gehagelt.
Zumal Bezeichnungen oftmals sehr schwammig und wenig griffig sind.

Vorher habe ich mich gewundert, weshalb ich denn nur Absagen bekam, obwohl ich dachte, alle Anforderungen zu erfüllen.
Das war auch so, allerdings habe ich schlichtweg oftmals nicht die gleiche Bezeichnung wie in der Anzeige verwendet, benutzt.

Ist zwar aufwendig, zahlt sich aber aus!
Wie schon oft erwähnt, Personaler sieben nach Schlagworten aus.

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Das Anschreiben find ich gut, allerdings etwas lang. Passt es auf eine Seite mit Schriftgröße 12?
Den ersten Absatz evt etwas kürzen.
Die Diplomarbeit würde ich nicht im Anschreiben erwähnen, zumal sie nichts mit der Stelle für die du dich bewirbst zu tun hat.
Den Förderverein und die Englischkenntnisse im Lebenslauf unterbringen, falls das Anschreiben nicht auf eine Seite passt.
Vielleicht könntest du noch etwas mehr auf Softskills eingehen, falls davon etwas in der Stellenanzeige stand, also so etwas wie Organisationstalent.

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Hi Grete,

ich finde, du fängst gut an und hörst schwach auf. Dein erster Absatz passt mMn gut zur Stelle und zeigt auf, was du alles kannst.
Deine Seminare zu anderen Themen sind nur unnützes Beiwerk -> würde ich komplett streichen. Nenne deinen Studiengang und die Schwerpunktfächer.
Der dritte Absatz ist auch gut, würde ich ans ziemlich ans Ende stellen.
Wenn deine DA nix mit der angestrebten Stelle zu tun hat, dann würde ich sie komplett aus dem Anschreiben rauslassen.
Dein studienbegleitendes Gedöns hat auch nix mit der Stelle zu tun, würde ich ebenfalls komplett streichen.
Warum "gute" Englischkenntnisse? Hast du Englisch mal im Auslandssemester oder Praktika angewandt? Wenn ja, dann hast du deine "Kommunikationsfähigkeit in englischer Sprache unter Beweis gestellt". Ansonsten sind sie natürlich "sehr gut" und nicht "gut".
Ein bisschen mehr schleimen würde nicht schaden.
Deine praktische Erfahrungen wie blblalba setzen dich in die Lage, die Anforderungen der Stelle 1A zu erfüllen und gerne möchtest du diese Kenntnisse anwenden um dem Unternehmen weiterzuhelfen.

Viel Erfolg!

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Oh also da muss ich meinem Vorredner widersprechen. Ich hab das im Praktikum auch so gelernt, erst CV, Anschreiben ist fast egal. Aber ich hab jetzt schon umgekehrte Erfahrungen gemacht! Und bin damit sehr auf die Nase gefallen! Also Anschreiben zählt doch. Vllt. in manchen Unternehmen nicht so sehr!

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Es stimmt, dass das Anschreiben ueberbewertet wird. Aber dein hier zitiertes halte ich fuer bearbeitungsbeduerftig. Der abschnitt ueber das praktikum ist viel zu lang (es gibt doch sicher einzeugnis wo all die taetigkeiten drinn stehen).
Aus deinem anschreiben geht keinerlei motivation hervor. Weiterhin ist sehr wichtig, dass du dich auf die spezielle stelle und die in der ausschreibung genannten aufgaben beziehst.

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Hallo Grete,

Zu deinem Anschreiben denke ich:
Insgesamt finde ich, dass du inhaltlich springst (erst sprichst du vom Praktikum, dann von privat angeeigneten Softwarekenntnissen und plötzlich wieder von der Diplomarbeit) und ich finde auch, dass du umständlich textest. Selbst nach mehrmaligem Lesen, kann ich teilweise nicht zuordnen, welche Wörter sinngemäß zusammengehören und was sich worauf bezieht. Und dann würde ich deine Bewerbung auch etwas entrümpeln. Insgesamt könntest du klarer gliedern: 1. für den Job relevante Praxiskenntnisse, 2. Studium, 3. zusätzliche Kenntnisse (zB Software), 4. Schluss. Achja: Du bist Absolventin, d.h. das wichtigste an deinem Lebenslauf ist dein Studium. Deshalb würde ich überlegen, das an den Anfang zu stellen, kommt aber sicherlich auch auf die Stelle an.

Ich habe mal eben etwas umgetextet - wenn dabei inhaltlich was falsches rausgekommen ist, liegt das daran, dass ich Deine Sätze nicht kapiert hab :).

Schreib in den Betreff einfach NUR »Eventmanagerin«
»Bewerbung als« RAUS! Dass das eine Bewerbung ist, brauchst du nicht dazu schreiben! Das gleiche gilt für »Ihre Ausschreibung auf XYZ.de« RAUS! Es interessiert keinen, wo du das gelesen hast!

Sehr geehrte Damen und Herren, [natürlich immer den jeweiligen Namen einsetzen]

[Den ersten Satz RAUS: »hiermit sende ich Ihnen meine vollständigen Bewerbungsunterlagen für eine Stelle als Eventmanagerin in XYZ.« > >> Dass du denen die Bewerbung sendest, hat der Personaler zu dem Zeitpunkt wohl verstanden. Fang direkt an mit:]
Erste praktische Erfahrungen im Projekt- und Veranstaltungsmanagement sammelte ich bereits während meines Praktikums als Projektassistentin bei der ABC GmbH. Hier habe ich die Projektleitung bei der Konzeption, Organisation und Durchführung von Kongressen und Tagungen unterstützt. Im Bereich Sponsoring habe ich die telefonische Kundenberatung und Neukundenakquise verantwortet, führte Recherchen zur Teilnehmerakquise durch [ich denke Akquise ist eleganter als Akquirierung] und erstellte Kalkulationen und Angebote für die Rahmenprogramme. Darüber hinaus war ich mit der Pflege verschiedener Kongresshomepages [was sollen »projektbezogene Kongresshomepages« sein?] betraut und im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit tätig. [»im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit« klingt sehr schwammig > was soll man sich darunter vorstellen? hast du PR-Texte geschrieben oder in der Fußgängerzone Flyer+Bonbons verteilt?] Als zentrale Ansprechpartnerin für Referenten und ausstellende Unternehmen im Rahmen der Messebetreuung, habe ich ....was auch immer...... gelernt.
Schon während meines studienbegleitenden Engagemenst im QRS e.V. - Förderverein für Wirtschaftswissenschaften der ABC Universität - konnte ich meine organisatorischen Fähigkeiten unter Beweis stellen: Beim Aufbau eines Unternehmensstammtisches und der Organisation eines Promovendentreffens habe ich federführend mitgewirkt.

Während meines WasAuchImmer-Studiums an der ABC Universität profitierte ich besonders von meinen Schwerpunkten Controlling und Unternehmensführung. Darüber hinaus habe ich mein Fachwissen in den Fächern Projektmanagement, Marketing, Finanzierung, Medientechnik und Wirtschaftsinformatik vertieft.
In meiner Diplomarbeit mit dem Thema ?XYZ? analysierte ich die Aktien- und Kapitalmärkte im Zuge der Finanzkrise hinsichtlich der Veränderung unternehmensrelevanter Faktoren und deren Konsequenzen für die interne Wertermittlung.

Neben soliden MS Office-Kenntnissen verfüge ich über gutes Anwenderwissen in den Programmen Adobe Photoshop, Video-ProgrammXY sowie Audio-ProgrammXY .... und was weiß ich noch. Gute Englischkenntnisse runden mein Profil ab.

Von meinem offenen und freundlichen Wesen überzeuge ich Sie gerne in einem persönlichen Gespräch. Ich freue mich über Ihre Rückmeldung.

Mit freundlichen Grüßen

--------

Ich hoffe ich konnte dir helfen. Gruß, Elli
(Ich bin die, die dir ein paar Posts vorher schonmal von der 3. Seite abgeraten hat :)

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

1: Lasst mal die Anschreiben, die liest sowieso keiner.
2: Medien, Controlling, Unt. Führung, Praktikum im Vertrieb, Eventmanagement, Logistik...

Was erwartest du denn? Im Controlling hast du denke ich sowieso keine gute Chancen. Unt. Führung - komplett unbrauchbar und überflüssig. Warum hast du solche Schwerpunkte und Praktika gewählt? Echt unfassbar.
Wenn etwas, dann in den Medien oder selbständig im Vertrieb.

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

na das wird ihr sicher mut machen, dass sie die komplett falschen schwetpunkte gewählt hat angeblich... so ein blödsinn.

lass dich nicht emtnutige, grete:)

ich denke der obige poster ein paar vor mir hat recht : erwarte nicht zu viel von den personalern. pass die worte GENAU an. :) kreatives formulieren und biegen ist meiner meinung ncah erlaubt, komplett erlügen nicht.

das studienbegleitende zeug , wenn überhaupt, in den cv. ich persönlich bin der meinung, es ist weniger schlimm, wenn er lang ist, als wenn irgendwas entscheidendes nicht drinsteht. bei praktika etc. paar unterpunkte abgeben, was hast du da gemacht, etc. praktischerweise natürlich genau das , was gefragt ist ;) (wörtlich!!)

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

richtig, das mit den Anschreiben ist saisonell bedingt. Zur Zeit, wo sich haufenweise "Frischlinge" bewerben, liest die Dinger keiner! Alles was zählt ist der Lebenslauf, und der scheint ja zu ok zu sein. (Ich rate von bunten Bildchen und Wordart ab! es sein denn du bewirbst dich bei ganz funkigen Leuten)

Versuchs mal bei der Proske Group in Rosenheim, wenn du nichts gegen ein Alpenpanorama hast ;)

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

»1: Lasst mal die Anschreiben, die liest sowieso keiner.
2: Medien, Controlling, Unt. Führung, Praktikum im Vertrieb, Eventmanagement, Logistik...

Was erwartest du denn? Im Controlling hast du denke ich sowieso keine gute Chancen. Unt. Führung - komplett unbrauchbar und überflüssig. Warum hast du solche Schwerpunkte und Praktika gewählt? Echt unfassbar.
Wenn etwas, dann in den Medien oder selbständig im Vertrieb.«

Natürlich werden Anschreiben gelesen, weil anhand verschiedener Kriterien wie Struktur, Wortwahl, fachlicher Schwerpunkte etc. die potenzielle Arbeitsleistung und persönliche Selbsteinschätzung eines Kandidaten eingeschätzt wird.

Was überflüssig ist, sind solche destruktiven Kommentare.

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Hallo Grete!

Das Anschreiben ist wichtig!!! Aus meiner Bewerbungsphase und den Vorstellungsgesprächen mit Personalern weiß ich, dass der Stellenwert total unterschätzt wird. Das Anschreiben ist WICHTIG, bei jedem VG kam es irgendwie zur Sprache. Wer sich da keine Mühe gibt oder das aus Textpassagen zusammen kopiert, braucht sich nicht zu wundern.

Zum Anschreiben von Grete:

Das Anschreiben ist für mich nicht überzeugend, begeistert nicht und ist auch nicht individuell auf die Position zugeschnitten. An vielen Stellen wird nur der Lebenslauf (etwas ausführender) aufgezählt, oft nur Aufzählungen, keine/zu wenig Beispiele aus der Praxis.

Überdenke mal folgende Punkte:

  • Anrede:
    Versuche den Namen herauszukommen (notfalls telefonieren und nachfragen), das ist 1000 x besser als "sehr geehrte Damen und Herren...",

  • Anfang:
    "hiermit...." das klingt so mechanisch und abgedroschen wie bei 99 % aller Bewerbungen, fast wie "gezwungen", auch nicht aussagefähig. Der Personaler weiß, dass er Bewerbungsunterlagen bekommt. Schlechter Einstieg.
    Im ersten Abschnitt soll der Personaler erfahren: Wie bin ich auf das Angebot aufmerksam geworden? Warum möchte ich in dieser Position arbeiten? Warum in diesem Unternehmen? Was hat mich veranlasst, mich zu bewerben? Alles das fehlt!!!

  • Dann fängst Du sofort (!) (ohne Absatz, Einrückung) mit Deinen Erfahrungen an: Welche davon sind für die Position relevant? Was habe ich da konkret schon gemacht?
    Gehe das Anforderungsprofil der Anzeige durch und vergleiche jeden Punkt: Ist das wichtig? Welche Erfahrungen incl. Beispielen habe ich? Wo und wobei erworben?
    Alles andere kann man dem Lebenslauf entnehmen.
    Der 1. Abschnitt ist zudem durch relativ lange Sätze und viele Aufzählungen schwer lesbar. Mir fehlen auch konkrete Tätigkeiten, das ist alles zu viel an Aufzählungen, z. B.: Recherche: Welches Thema? Welche Datenbanken/Medien benutzt? Welche persönlichen Erfahrungen dabei gemacht? Was gelernt? usw.

  • Dann springst Du innerhalb des Schreiben oft hin und her: Erst praktische Erfahrungen, dann Studium, dann Praktika, dann wieder was vom Studium. Anstrengend zu lesen und hinsichtlich der Logik/Chronologie schwer zu verfolgen.

Im 2. Abschnitt: "...allerdings auch Seminare..." - das unterstützt noch den Negativeindruck: Du wertest Dich selber ab!! Nach dem Motto: Fehlentscheidung oder habe nichts Besseres bekommen. Positiv schreiben!! Ist es nicht super, mehrere Bereiche belegt zu haben? Offen zu sein? Neue Kenntnisse, breites Fachwissen?

  • Diplomarbeit: Ist das relevant für die Position? Wenn ja, kurzes Fazit statt einer Themenbeschreibung (macht neugierig).

  • Sprachkenntnisse: Woher? Wie ist der aktive Wortschatz?
  • Soft Skills: Hier sind nur Aufzählungen, aber wo angewendet? Wo bewiesen?

  • Schluss: Kommt zu plötzlich. Wann kannst Du anfangen? Es fehlt außerdem die aktive Form! Du willst eine Einladung zum VG erreichen, also schreibe das auch: Ich freue mich über Ihre Einladung...

Du musst das Schreiben neu überarbeiten. Mit diesem Schreiben hebst Du Dich nicht ab, das ist in großen Teilen austauschbar. Mehr Persönlichkeit reinbringen.
Mach' Dir wirklich mal die Arbeit und schreibe individuell auf das Anforderungsprofil, die Firma und Position. Alles andere in den Lebenslauf. Arbeite ruhig ein paar Tage daran und laß' es auch von anderen gegenlesen. Ich weiß, dass das viel Arbeit und Zeit ist und das ein 08/15-Schreiben schneller gemacht ist. Ich weiß, wovon ich spreche, denn ich mußte meine Arbeitsweise auch komplett umstellen. Plötzlich bekam ich zu jeder Bewerbung eine Einladung, sonst oft keine Reaktion oder Absagen. Das Anschreiben ist wichtig!!! Die Mühe lohnt sich! Schreib' positiv und individuell, nicht aus Vorlagen kopieren, selber entwickeln.

Viel Erfolg!
Dieter

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Karrieremessen wie zB jobcon ist eine gute Möglichkeit direkt mit Unternehmen in Kontakt zu kommen

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Zitat Dieter: »Im ersten Abschnitt soll der Personaler erfahren: Wie bin ich auf das Angebot aufmerksam geworden? Warum möchte ich in dieser Position arbeiten? Warum in diesem Unternehmen? Was hat mich veranlasst, mich zu bewerben? Alles das fehlt!!!«.

Ich stimme Dieter weitestgehend zu. Möchte aber noch ergänzen: Es ist nicht wichtig, wie du darauf aufmerksam geworden bist im Sinne von wo du das Angebot gelesen hast. Und nenne nur einen Grund für deine Bewerbung für ausgerechnet diese Position in dieser Firma, wenn du auch ein überzeugendes Argument hast. Verzichte auf Beteuerungen a la »schon immer hat mich der Beruf des Projektmanagers interessiert«. Wenn du keinen überzeugenden Grund hast, baust du dich mit jenen Kenntnissen und Fähigkeiten so auf, dass du bestmöglich auf die Jobposition passt. Es ist dann die Aufgabe des Personalers, deine Eignung aus den Informationen herauszulesen. Und im Vorstellungsgespräch lässt sich einfacher vermitteln, warum du dich gut in der jeweiligen Position sehen kannst, denn vor Ort bekommst du weitere handfeste Argumente auf die du dich dann beziehen kannst.
Elli

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Sorry, aber ich finde das Anschreiben auch nicht sonderlich gelungen und denke, dass es auch daran liegt, dass du bislang wenig Erfolg hattest. Es kommt keine Begeisterung für die Stelle und das Unternehmen rüber, sondern könnte für jedes x-beliebige Unternehmen sein und zudem wird . Gerade in den ersten 2 Sätzen kannst du den Personaler m.E. für dich einnehmen. Das klappt aber nur, wenn du ihm mit Enthusiasmus mitteilst, dass du das Unternehmen und die Stelle klasse findest und dass du die perfekte Frau für diese Position bist. Ich weiss aus eigener Erfahrung, wie schwer das ist und habe für ein Anschreiben dann am Ende auch immer gut und gerne ein Wochenende investiert (natürlich nicht ausschließlich). Ich verspreche dir aber, dass sich diese Investition letztendlich lohnt!

PS: Sorry, wollte eigentlich was mit copy & paste machen, aber das scheint in diesem Steinzeitforum nicht möglich zu sein.

Grete M. schrieb:

Jammerbericht meinerseits.
Ich möchte nur mal kurz meine Situation schildern und ein
kleines Feedback von der Außenwelt erhalten, weil ich
mittlerweile echt am Verzweifeln bin.

Also: Ich bin 24 Jahre alt, habe im Januar diesen Jahres mein
Studium (offiziell: Diplom-Kauffrau für Medienwirtschaft)
abgeschlossen und finde partout keinen Berufseinstieg.

Ich habe mittlerweile...ach keine Ahnung 150 Bewerbungen (ist
im Prinzip auch egal)...geschrieben, stellenweise auch
Vermittlungsangebote von der Agentur für Arbeit. Und die
meisten gehen einfach unter, denke ich.

Zu meinem Profil:
24 Jahre, Diplomabschluss im Bereich Medien (2,2),
Schwerpunkte Controlling und Unternehmensführung, ein
Praktikum im Eventmanagement, ein Praktikum in der Logistik,
eines im Vertrieb und eines als Lektorin.

Man sieht, alles ist bunt zusammengewürfelt, deshalb vermute
ich, dass hier der Hauptgrund für den Regen an Absagen liegt.

Meine Zielvorgabe ist eindeutig nicht erkennbar, was vor
allem daran liegt, dass ich durch das ein- oder andere
Praktikum festgestellt habe, was mir liegt und was nicht und
dass ich natürlich auch ausgetestet habe, was ich mir
beruflich vorstellen könnte.

Nun sieht es folgender Maßen aus:
Egal, wo ich mich bewerbe, ich bekomme meist nicht einmal
eine Eingangsbestätigung. Die Leute aus dem Controlling
wollen mich nicht, die Leute vom Eventmanagement auch nicht,
nicht mal die Medienleute (da auch im Controlling oder
Eventmanagement) können was mit mir anfangen.
Dabei versuche ich mir wirklich Stellen rauszusuchen, die zu
mir und meinem Profil passen.
Die einzigen, die scheinbar was für mich übrig haben, sind
die Projektmanager. In dem Bereich hatte ich jetzt schon 4
Gespräche.

Ein Coach hat auch mal über meine Unterlagen geschaut und mir
gesagt, dass es eigentlich alles gut gemacht ist, der
Schreibstil flüssig ist und nur ein paar kleine Sachen am
Layout geändert werden sollten.

Ich würde ja auch ein Praktikum machen. Wirklich gerne sogar,
einfach nur um etwas zu tun und um Berufserfahrung zu
sammeln. Aber das kann ich nicht finanzieren. Ich habe durch
eine lustige gesetzliche Regelung keine Ansprüche auf
staatliche Leistungen, werde also von meinen Eltern
finanziert und sitze dazu noch in einem Kuhkaff fest. Kein
Auto, zwei Busse am Tag. Ein unbezahltes Praktikum in einer
großen Stadt oder überhaupt irgendwo funktioniert also nicht.
Und ein unterbezahltes auch nicht. (Es ist echt zum Mäuse
melken!)

Natürlich stellt sich mir die Frage, warum es einfach nicht
klappt. Wie ich schon sagte, vermute ich, dass es am Wirrwarr
in meinem Profil liegt, an nicht so guten Noten in der
Mathematik (wofür ich mich wirklich selbst in Grund und Boden
schäme, das könnt ihr mir glauben) und einem Overload in der
Branche.

Ich bin am Verzweifeln. (Was natürlich auch damit einhergeht,
dass alle meine Kommilitonen innerhalb von 2 Monaten Jobs
bekommen und ich infrastrukturell die größte Niete überhaupt
gezogen habe.) Habe ich eine Perspektive? Wie soll es
weitergehen? Und vor allem wo? Mir gehen wirklich die Ideen
aus, was das Bewerben angeht. Vielleicht könnt ihr mir helfen.

Ich freue mich auf ehrliche und konstruktive Antworten.

Liebe Grüße
Grete M

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Deinen Lebenslauf immer auf die aktuelle Stelle optimieren, dh nicht einen für alles. Die richtigen Schwerpunkte setzen, passende Tätigkeiten detaillierter darstellen und unpassende Praktika weglassen! So kannst du den roten Faden deutlicher herausheben.

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Grete,
mir fällt da noch etwas auf - je nachdem, in welchem Unternehmen, aber meiner Meinung nach ist eine Stelle als Eventmanager keine Einstiegsposition, sondern es braucht dafür nervenstarke Profis - und das musst du erstmal beweisen. Bewirb dich doch erstmal als Assistentin, Event-Koordinatorin etc. und arbeite dich intern hoch.
Ich hatte damals auch den Fehler gemacht, bei den Bewerbungen zu hoch zu greifen - kein Wunder, wenn es dann Absagen hagelt. Wie wäre es mit einer Stelle als Mediaplanerin in einer Agentur?
VG
Bigi

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Die tipps meiner vorredner fand ich gut.
Das Anschreiben ist zu lang, packe nur rein was die Leute für diese Stelle wirklich interessiert - alles, was nichts mit der Stelle zu tun hat, reicht im Lebenslauf (und dort gekürzt, bzw. bei den nicht-relevanten Praktika die Tätigkeiten hervorheben, die auch für die Aktuelle Stelle interessant sind - z.B. Lektorin -> management verschiedener projekte & deadlines.)
Überlege dir wirklich was du gerne machen möchtest, und wo, und dann suchst du dort gezielt - schau, wie du in Kontakt mit Zielunternehmen kommen kannst z.b. auf Messen, oder schau das Ausstellerverzeichnis durch und geh dann direkt auf die Homepage / initiativ. Und am besten nicht bei monster, stepstone... sondern über stellenangebote in regionalen tageszeitungen und spezialisierten fachportalen.
Wie oben schon geschrieben, frage dich mal kritisch, ob du dich wirklich auf Einstiegspositionen bewirbst? Würde alles mit "manager" im Titel mal streichen, es sei denn es ist ein sehr kleines Unternehmen. Wichtig ist, überhaupt mal in ein interessantes Unternehmen zu kommen, ohne klares Profil / Berufserfahrung: versuche es als Sachbearbeiter oder Assistentin, mach dir einen Namen dann klappt es auch mit dem Aufstieg oder Wechsel.
Zum Unternehmen: Kleinunternehmen und Mittelstand stellt leichter und flexibler mal ein, als Großunternehmen. Und schon mal an Zeitarbeit gedacht? Wenn du keinen eigenen Hausstand hast bzw. Wohnung die du kündigen musst, ist da doch fast kein Risiko dabei; nimmst dir vor Ort ein möbliertes Zimmer für den Anfang und fertig.

Gruß

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

zum einstieg braucht es gelegenheiten. die wirst du in einem kuhkaff mit zweimal täglich busanschluss nicht bekommen. vor ort gibts dort sicher auch keine konzerne oder nennenswerte events in denen es was zu controllen gibt. dein hauptproblem ist der standort. setz alles daran in eine großstadt zu kommen in der eine kritische masse an potentiellen arbeitgebern sitzt und in der auch was los ist. nimm zur not auch einen hilfsjob an um ein wg zimmer zu finanzieren damit du überhaupt DA bist wo Jobs sind. Nur wenn du vor Ort bist kannst du Anschluss in der relevanten Szene finden und sofort reagieren wenn sich was im Dunstkreis ergibt. Warum sollten Agenturchefs Sachen ausschreiben und jemand aus der Pampa einladen wenn sie sich nur mal abends in der Stammtränke blicken lassen müssen und Leute angeln können. Ausserdem IMAGE! Top Unterlagen aber wohnt in der Prärie? Das verhält sich zu Ganz und Glamour wie ein Kuhfladen, riecht piefig, provinziell und ist garantiert ein Beweis für keine Erfahrung. Wenn du in einer Stadt bist bekommst du einfacher Informationen und direkte Kontakte. Die sicherste Garantie nichts zu bekommen ist dort zu bleiben wo du bist und drauf zu hoffen dass sich irgendwer um zugesandtes, hübsch bedrucktes Papier kümmert. geh auch nicht in so was mittelgrosses machs gleich fett: Hamburg, Berlin, Köln/Düsseldorf München der Rest ist Dunkeldeutschland.

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Ist die Positon als Eventmanagerin nach dem Studium zu hoch gegriffen? Da ich neben dem Studium als Hostess und Promoterin arbeite, kenne ich viele Agenturen. Dort arbeiten viele Akademiker. Je nach Event reisen die in ganz DE rum um zu koordinieren. Sind das Eventmanager? Da ich in vielen Agenturen in der Datenbank bin, bekomme ich immer mal wieder Jobangebote von intern. Hast du gar keine Kontakte zu solchen Agenturen oder ist das gar nicht dein Gebiet?

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Nimm das eventmanagement raus und dann bspw. Compliance oder Internal Audit bei Medienunternehmen Pro7Sat1 in München oder Bertelsmann oder RTL. Die uschen alle. Auch Big4 U-Beratung in diesem Bereich mag an Medienstandorten wie Köln, Luxemburg, Hamburg oder vor allem München aktuell gehen. Das sind nun die Städte, wo die Verwaltung sitzt, bevor nun jemand mit "Luxemburg???" daher kommt. München geht eigentlich aktuell immer. kann das geschilderte Problem so nicht richtig glauben. Nicht im Sommer 2011.

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Hallo Grete,
über die Compliance Idee kann ich nicht viel sagen. Sie scheint mir recht hoch gegriffen für den Einstieg, aber wenn Du daran Spaß hast und entsprechende Felder im Studium belegt, einfach mal probieren.

Zu Eventagenturen: geh an Schulen, wo das gelehrt wird, stelle Kontakte her (ob ohne oder mit Weiterbildung dort) und schau dort an die schwarzen Bretter, teils online. Ich rate eher zu firmeninternem Eventmanagement mit Produktbezug zB eine Marke. Von den großen Eventagenturen würde ich persönlich ausdrücklich abraten (Marcus Evans, IQPC)

http://www.wiwi-treff.de/home/lounge/read.php?ukatid=14&f=15&i=5543&t=5543&collapse=1
Schlag sie auch mal auf kununu.com nach (besser bei jeder Bewerbung übrigens, die Du raushaust).

Einige Unternehmen sind unseriös und Du bekommst keinen guten Start in die Arbeitswelt. Das würde ich Dir gerade bei Deinem Lebenslauf nicht wünschen.

Schau nach etwas Solidem, wo Du die Firma wirklich einschätzen kannst.

antworten
checker

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Na endlich ist mein Beitrag vom 24.8. drin. Dachte schon der ist verloren gegangen.

Die Ideen mit den Berufsmessen sind gut. Dort kannst du auch nach einem konkreten Anforderungsprofil fragen. Aber tritt selbstbewusst auf! ;)

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Eigentlich ist es ganz einfach, heutzutage muss man damit rechnen, dass sich auf jede Stelle ca. 100 Leute beworben haben. Eingeladen werden dann die 5, deren Profil am besten zum gesuchten Profil passt. Davon wird dann einer genommen. Wenn du nicht zu diesen 5 gehörst, dann hast du verloren. (Noten sind scheißegal! nur Erfahrungen/Kenntnisse zählen)

Ich hab auch den Fehler gemacht, mich mit der Gießkanne zu bewerben. Egal welche Stadt, egal welche Branche, wenns auch nur irgendwas mit Controlling zu tun hatte, hab ich mich beworben. Hab aber trotz 2,0 Uni BWL Diplom (0 Praktika, kein Ausland) über 4 Jahre gebraucht und in der Zeit 280 Bewerbungen geschrieben. Hab praktisch 0 Resonanz bekommen. (In der Zwischenzeit, als ich arbeitslos war, hab ich mich verstärkt beworben, als ich sinnlose Hilfsjobs hatte, aus Zeitmangel weniger) Dann hab ich was geändert: Hab nur noch ganz wenig Bewerbungen geschrieben, aber nur auf solche Stellen, die exotische Spezialkenntnisse verlangt haben, die ich mir zuvor angeeignet habe (VBA und SQL) und siehe da 4 weitere Bewerbungen und gleich 4 VGS, die alle zum Zweitgespräch geführt haben und eine Stelle davon hab ich bekommen. Ich wollte mir echt in den Arsch treten, dass ich das nicht schon früher umgestellt habe, alle Bewerbungen davor waren sinnlos.

Bewirb dich also viel weniger, am besten nur auf Stellen, wo du 100% ins Profil passt und zu den Top 5 Leuten gehören wirst, alles andere ist sinnlos.

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Em, VBA und SQL sind aber nicht wirklich exotisch?!

Lounge Gast schrieb

Stellen, die exotische Spezialkenntnisse verlangt haben, die ich mir zuvor angeeignet habe (VBA und SQL)

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

evtl. liegts an deiner persönlichkeit --> coaching vorschlag

Quatsch! Lass die Finger von sowas. Gerade in einer wackelnden Situation kriegst du da Zeter & Mordio aufgeschwatzt. Finger weg! Es sei denn du hast bedürfnis echten psychologen zu sehen. Dann such dir auch solch einen. Alle anderen ziehen dir an der stelle nur den Zaster aus der Tasche. Situation ist ja klar im Markt begründet und deinem vielfältigen CV.

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Compliance bei Bertelsmann oder RTL oder P7S1

Mnaja! Da müsste man ja schon ein eigenes Risiko Management allein für die Programmgestaltung einführen... Meine 2 Cents.

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

hallo grete,

schau doch mal bei monster in die bewerbungsforen. eventuell postest du da mal deine bewerbung rein.
nichts gegen dieses forum aber was dir hier berufsanfänger zu bewerbungen erzählen muß nicht immer zu 100% richtig sein.

du hattest ein coaching. war das professionell? ich frage deshalb: hiermit bewerbe ich mich ... ist eigentlich ein satz den personaler nicht so sehr mögen

viel glück
dirk

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Lounge Gast schrieb:

Em, VBA und SQL sind aber nicht wirklich exotisch?!

für einen BWLer schon :D
Ich lach mich tot

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

hallo dirk, sah ein paar deiner kommentare hier, die sinn machen. aus welcher branche kommst du bzw. kannst du deinen rat auch mit blick auf branchen geben? bin aus dem b2b marketing bzw. medizintechnologie will da aber raus, da die untrnehmen meist sehr klein sind und der aufsteig doch sehr lange dauert.

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

hallo,

danke für (die sinn machen)
also ich bin 50 auf jobsuche. komme aus einer big 4, die mit dem probezeitmanagement und auch noch einigen anderen sachen.

wie willst du das anstellen und wohin willst du?
du müßtest etwas neues lernen, ggf. eine lehre machen, erneut studieren. dann bist du berufsanfänger und wirst mit dem entsprechenden einstiegsgehalt abverhandelt.

meistens bleibt man dann doch lebenslänglich in der eigenen branche

in großen unternehmen ist der aufstieg genauso problematisch / langsam. wenn du wechselst (in ein größeres Unternehmen) dann fängst du auch wieder bei 0 an. eventuell hast du pech und kommst dort nicht zurecht.

wenn das gehalt einigermaßen stimmt, das betriebsklima ok ist, dann hast du beim weggang des vorgesetzten mehr chancen.

gruss
dirk

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

"schau doch mal bei monster in die bewerbungsforen. eventuell postest du da mal deine bewerbung rein."

privates so öffentlich auf die boards stellen finde ich doch eher abwegig. wer weiß, wer da alles so raufglotzt. weiß nicht.

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

hallo dirk,
danke für die antwort. auch die macht sinn (konnte nicht widerstehen ;)

ich wollte gerne auf einigen der jobs bleiben, doch das war mir nicht vergönnt, um es weiter vorwärts zu schaffen. auchnicht mit zähne zusammen beißen. ich hatte die vergangenen jahre durchweg chefs, die gingen gar nicht. schade, denn meine referenzen waren bis dahin ohne einen makel. jetzt trete ich auf der stelle und die branche ist auch begrenzt. ich habe an sehr viele türen geklopft seit jahren. doch nichts. unterlagen, auftreten gut. werdegang ansonsten ähnlich zerrissen wie TE, daher stieß ich drauf. Und da muss ich mir eben auch die Gretchenfrage stellen (danke Grete, dass Du es aufbrachtest!).

Also entweder an etwas Altes anknüpfen, doch da herrscht besagtes Chaos oder in der aktuellen Situation/Branche auf der Stelle treten. Da gehe ich lieber das (nb: unverschuldete) Chaos an (musste aus Geldgründen karrieretechnisch stückeln und es werden von Personalern heute so viele unterschiedliche Kompetenzen gefordert, da braucht es Zeit und Koordination, manchmal über ganz unterschiedliche Jobs und Lebenslagen hinweg, das zu erreichen).

wie sieht es da in UB's aus? Kommt man da nach gewissem Alter noch rein? Hatte mal, aber keine Kontakte mehr und mochte die dortige Kultur auch nicht. Wohl immer Partner abhängig.

Du sagst Du bist auch auf Jobsuche. Geht das denn in UB in dem Alter (soll nicht respektlos klingen, bin auch kein jüngster Hüpfer)? Oder schaust Du nach anderer Branche? Ich möchte nicht wo rein, wo ich nach 2 Jahren wieder abgesägt werde. Suche was Dauerhaftes, auch wenn mein Lebenslauf das nicht zeigt.

Vielen Dank,
natalie

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

@ forenbeiträger 31.8.

mach einen master, geh ins ausland wenn das optionen sind.

wie sind deine noten, deine referenzen, positionierung?

nicht die ohren schlappen lassen!

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Heute herrscht CV-Faschismus in Reinform. Noch nie, war das so krass wie heute. Früher konnte die Leute mit befriedigend und nach 20 Semestern abschließen und bekamen alle trotzdem einen guten Job. Manche haben es sogar bis in Führungspositionen geschafft.

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Hi Natalie,
komme aus einem anderen aber auch technischen Bereich und habe die Kurve über Selbständigkeit gekriegt. Wollte da raus und habe mein eigenes Design Label aufgelegt, dann auch ein paar Leute beschäftigt. Durch die Krise waren wir aber klammer als geplant und so habe ich parallel nach einem Festjob umgeblickt und durch Zufall hat sich was bei einm guten Markenartikler ergeben. Habe mein Design auch Richtung Marke ausgebaut. Vielleicht ist das ja eine Idee für Dich, da ich sah, dass Du auch hier zu Marken gepostet hast (glaube ich zumindest wg Medizin und so?).

Viel Glück,
Chica Buena

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

hallo natalie,

ich sehe das so:
mit 50 etwas anderes machen schwierig. das wird die argentur nicht bezahlen. wir haben nur eine möglichkeit job oder h4.

das mit dem dauerhaften ist schwierig. bei der big 1 (vorausdenker) wirtschaftsprüfung wurde in der wirtschaftskrise einige hundert probezeitlern gekündigt. zur falschen zeit am falschen ort.

in meinem monster profil habe ich aus spaß als arbeitsort schweiz mit angegeben. da hat sich wirklich mal ein rosa telekommunikationsunternehmen gemeldet. vielleicht eine alternative.

bis die personaler es raffen, das jung dynamisch in der heutigen arbeitswelt nicht mehr funktioniert = fachkräftemangel wird noch einige zeit vergehen.

viel glück
dirk

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

hallo chica buena,
das klingt nach einem plan bei dir! danke für die idee. selbständigkeit hatte ich auch schon überlegt, doch ich denke, ich bin eher sicherheitsorientiert, wenngleich auch unternehmerisch denkend und handelnd. ich hatte einige ideen durchgespielt, die waren aber nicht tragfähig. wollte nicht auf 4,5 jahre hinaus mit nullkommanichts dastehen, und parallel in anderen marktsegmenten bewerbungswert verlieren (weiß nicht wie ich's anders ausdrücken soll). bin garantiert kein angsthase und habe schon viel riskiert, eher der kämpfertyp, aber ich muss ehrlich sagen: mich hat wohl die wirtschaftskrise abgeschreckt.

trotzdem vielen dank für den tipp, ich werde es mir noch einmal durch den kopf gehen lassen. :-)

vd,
natalie

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

hallo dirk,

auch dir dank für das feedback!

ich habe kein problem damit zu arbeiten, überhaupt nicht! doch dem stehen auf dem markt scheinbar nicht soviele stellen entgegen. ich glaube allerdings auch nicht an den fachkräftemangel auch wenn vielbeschworen. die konkreten zahlen der agentur f.a. (alle rausrechnungen und beschönigungen statistisch) sagen was anderes in pto. arbeitslosenzahlen usw.

bin zwar erst ende 30, von daher ist dieses forum hier oft eher zum verweilen und ermuntern für mich, aber ein paar dinge finde ich hilfreich.

hier werden z.B. viele UB diskutiert, doch die individuellen UB profile erschließen sich mir trotz vielem querlesen online nicht. klar, strategie tier 1, dann viele ops und prozesse und it big 4, dann die vielen mittelständler und marketing und kleine und inhouse consulter. da schwirrt mir der kopf. lünendonk und alles abgeklappert. brauche dringend ein gefühl für die kultur. mck gefällt mir (wegen sozialer themen), doch dafür bin ich sicher zu 'alt'.

doch werde wohl auch mal live treffen wie perso messen oder sowas ansehen. bin ich aufgrund meines alters einfach nicht so gewöhnt, derlei fleischmarkt. ;-)

du kommst wenn ich es richtig verstehe aus big 1, also strategie? und gehst jetzt zum rosa riesen? sonst bitte korrigieren.

wie weit wird da auch marketing strategie beratung betrieben, denn das ist meine ecke? it habe ich zwar auch gemacht, doch weniger. das finde ich zwar auch sehr interessant, doch unklar wieweit die firmen in der krisenlage neue darauf schulen. und der reiseanteil ist mir auch nicht immer klar.

schweiz klingt interessant. bis vor kurzem war das mein ziel aus privaten gründen, doch jetzt ist das anders und ich schau nach allen relevanten regionen. kannst du die schweiz aus deutscher AN-sicht empfehlen (verzeihung, aber ich hatte gedankenlos einfach angenommen, dass du deutsch bist)

und *g* bin zwar ende 30, sehe mich aber trotzdem als jung und dynamisch an ;-). ich denke auch mit 50 kann man das sehr wohl sein. verstehe manchmal die AG nicht. da geb ich dir recht.

vielen dank,
natalie

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

hey grete,

danke auch dir, dass ich deinen thread einfach so hijacken durfte. hat mir schon sehr geholfen. ich hoffe, das klappt bei dir mit dem medieneinstieg oder wofür du dich sonst entscheidest. ich finde, deine kombination klingt interessant. als personaler oder fachler würde ich dich vielleicht gerade wegen der vielfalt einladen, denn sture einseitigkeit bringt ja auch keine innvoation.

diese spezialisierungsverpflichtung ist wohl etwas sehr, sehr deutsches. hat vorteile. trotzdem schade eigentlich...

ich drücke die daumen,
natalie

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

hallo grete m
deine bewerbung ist etwas `zu viel` aufgrund des umfangs neigt man dazu zu überlesen, der erste absatz sollte von der Länge genügen(unterteilt in ca. 3-4 Absätze)
ich würde an deiner stelle einfach kurz beschreiben, was du derzeit machst, dann kurz welchen nutzen und erfahrungen du dem unternehmen bietest und warum du dich auf die stelle bewirbst

keine überflüsigen platzhalter,d.h. langweilige aufzählungen + übertriebene förmlichkeiten

  • lebenslauf auf die stelle anpassen bzw. hervorheben

1.) was mache ich gerade oder z.Zt. beendest z.B. studium
2.) zähle kurz auf, was du für die Position mitbringst (nicht teamfähigkeit oder anderen käse,sondern harte Faktoren, Erfolge vorangeganer jobs, Akquise=Umsatz
3.) warum du dich auf die stelle bewirbst
nicht weil produkte des U, so toll sind,sondern du dich langfristig beruflich entwickeln möchtest
4.) ab wann zur Verfügung + Gehaltsvorstellungen

Grete M. schrieb:

Hey liebe Community!

Keine Sorge, das hier wird kein Jammerbericht meinerseits.
Ich möchte nur mal kurz meine Situation schildern und ein
kleines Feedback von der Außenwelt erhalten, weil ich
mittlerweile echt am Verzweifeln bin.

Also: Ich bin 24 Jahre alt, habe im Januar diesen Jahres mein
Studium (offiziell: Diplom-Kauffrau für Medienwirtschaft)
abgeschlossen und finde partout keinen Berufseinstieg.

Ich habe mittlerweile...ach keine Ahnung 150 Bewerbungen (ist
im Prinzip auch egal)...geschrieben, stellenweise auch
Vermittlungsangebote von der Agentur für Arbeit. Und die
meisten gehen einfach unter, denke ich.

Zu meinem Profil:
24 Jahre, Diplomabschluss im Bereich Medien (2,2),
Schwerpunkte Controlling und Unternehmensführung, ein
Praktikum im Eventmanagement, ein Praktikum in der Logistik,
eines im Vertrieb und eines als Lektorin.

Man sieht, alles ist bunt zusammengewürfelt, deshalb vermute
ich, dass hier der Hauptgrund für den Regen an Absagen liegt.

Meine Zielvorgabe ist eindeutig nicht erkennbar, was vor
allem daran liegt, dass ich durch das ein- oder andere
Praktikum festgestellt habe, was mir liegt und was nicht und
dass ich natürlich auch ausgetestet habe, was ich mir
beruflich vorstellen könnte.

Nun sieht es folgender Maßen aus:
Egal, wo ich mich bewerbe, ich bekomme meist nicht einmal
eine Eingangsbestätigung. Die Leute aus dem Controlling
wollen mich nicht, die Leute vom Eventmanagement auch nicht,
nicht mal die Medienleute (da auch im Controlling oder
Eventmanagement) können was mit mir anfangen.
Dabei versuche ich mir wirklich Stellen rauszusuchen, die zu
mir und meinem Profil passen.
Die einzigen, die scheinbar was für mich übrig haben, sind
die Projektmanager. In dem Bereich hatte ich jetzt schon 4
Gespräche.

Ein Coach hat auch mal über meine Unterlagen geschaut und mir
gesagt, dass es eigentlich alles gut gemacht ist, der
Schreibstil flüssig ist und nur ein paar kleine Sachen am
Layout geändert werden sollten.

Ich würde ja auch ein Praktikum machen. Wirklich gerne sogar,
einfach nur um etwas zu tun und um Berufserfahrung zu
sammeln. Aber das kann ich nicht finanzieren. Ich habe durch
eine lustige gesetzliche Regelung keine Ansprüche auf
staatliche Leistungen, werde also von meinen Eltern
finanziert und sitze dazu noch in einem Kuhkaff fest. Kein
Auto, zwei Busse am Tag. Ein unbezahltes Praktikum in einer
großen Stadt oder überhaupt irgendwo funktioniert also nicht.
Und ein unterbezahltes auch nicht. (Es ist echt zum Mäuse
melken!)

Natürlich stellt sich mir die Frage, warum es einfach nicht
klappt. Wie ich schon sagte, vermute ich, dass es am Wirrwarr
in meinem Profil liegt, an nicht so guten Noten in der
Mathematik (wofür ich mich wirklich selbst in Grund und Boden
schäme, das könnt ihr mir glauben) und einem Overload in der
Branche.

Ich bin am Verzweifeln. (Was natürlich auch damit einhergeht,
dass alle meine Kommilitonen innerhalb von 2 Monaten Jobs
bekommen und ich infrastrukturell die größte Niete überhaupt
gezogen habe.) Habe ich eine Perspektive? Wie soll es
weitergehen? Und vor allem wo? Mir gehen wirklich die Ideen
aus, was das Bewerben angeht. Vielleicht könnt ihr mir helfen.

Ich freue mich auf ehrliche und konstruktive Antworten.

Liebe Grüße
Grete M

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Tier 1 auch für Ältere??

Hallo Natalie,

danke! Das mit dem Umschwenken auf UB im Einstiegsbereich im "mittleren" Alter würde ich mir (leider) an Deiner Stelle nochmal überlegen, vor allem was MK betrifft. Das sind auf den ersten Blick sicher alles ganz interessante Unternehmen, doch überleg Dir genauer die Realität: die Leute da in Deinem Alter haben dann schon eine sehr, sehr fortgeschrittene Karriere in dem Umfeld. Aus meiner Erfahrung kommt da außerdem ein deutliches "ich bin wer" Verhalten (soll man es Arroganz nennen?) und Dominanzgebärden dazu.

Die Firmen haben sicher alle ein tolles Portfolio an Beratungsangeboten, doch wenn Du nicht schon Spezialistin bist, wirst Du dort vermutlich nicht zu einer ausgebildet werden. Die Kurzsichtigkeit was Talentförderung jenseits der jungen Hüpfer betrifft, ist doch bei deutschen Unternehmen immer noch sehr stark. Da muss ich Dirck leider zustimmen. Doch das weißt Du ja vermutlich selbst, da Du aus Deiner eigenen Sparte rauswillst weil ohne Fortkommen.

An den Mythos des Fachkräftemangels glaube ich leider so auch nicht.

Klar, MK hat ein paar wirklich sympathische soziale Themen, doch meine persönliche Erfahrung dort ist leider, obwohl sie recht progressiv sind, dass eben Neueinsteiger bereits Spezialisten zu sein haben oder aber gerade einen Master an einer Renommee Uni gemacht haben und direkt danach einsteigen.

Sie haben sicher viele Anfragen und verknappen so die Einstiegsmöglichkeiten um logischerweise zu sieben. Ob das wirklich die beste Methode ist, stelle ich mal dahin.

Ich lasse mich auch gern eines anderen belehren. Gebt doch mal Feedback, bitte!

Chica Buena

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

ich hab da mal auf der seite geschaut. offiziell nehmen sie wohl auch spezialisten, die 'älter' sind. was auch immer das heißen mag.

weiß nicht, ob ich das glaube. auf einer messe mal testen. die haben auch verschiedene events mit vorselektion. da kannst du schon im vorfeld erkennen, ob dein cv überhaupt in frage kommt.

vom gefühl her würde ich nichtsdestotrotz auch sagen: eher elitär als bodenständig / 'wir sind wirklich offen'. wohl teil der markenwahrnehmung.

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

hallo chica buena,

danke für das feedback. es sind eben genau die faktoren, die ich so noch nicht einschätzen kann, weil ich bisher nur im ausland zu ihnen kontakt hatte (bain, booz, mck). da waren sie wirklich eher abgehoben und unangenehm. vordergründig aber eingehend. das fand ich etwas gewöhnungsbedürftig. war allerdings auch mitten in der krise, wo wirklich alle welt händeringend suchte (noch mehr als jetzt so das möglich ist). da konnten sie sicher sehr selektiv sein.

doch ich mache mir auch nichts vor, dass das in meinem alter wirklich einfach wäre, da reinzukommen. zumal mich vor allem eher ein wechsel richtung leadership themen oder soziale unternehmensverantwortung interessiert. ich würde also noch nicht einmal meine medizintechnik spezialisierung voranstellen wollen.

hmmm

viele grüße,
natalie

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Chica Buena wo arbeitest du denn? Könntest du mir ein Praktium bei deinem UNternehmen besorgen?Du gibst hier wirklich passende Tipps und bist lehrreich .

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Natalie,

vielleicht wäre der rosa Riese ja doch eine Option für Dich? Hatte ganz vergessen, dass Claudia Nemat von McKinsey ja jetzt ab Herbst auch bei der Telekom ist. Und die scheint ganz fitte Ansichten zu haben. Sah auch die Pressevorstellung der beiden und die Personalerin Marion Schick hat eine sehr sympathische ruhige Art, herzliche Ausstrahlung. Musst Du mal googeln.

Hab grad nur das zur Hand.

http://www.youtube.com/watch?v=3Gd0pHZZja8

Schönen Abend!
Chica Buena

da hat sich wirklich mal ein rosa telekommunikationsunternehmen gemeldet. vielleicht eine alternative.

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

"zumal mich vor allem eher ein wechsel richtung leadership themen oder soziale unternehmensverantwortung interessiert"

Solche Orchideen-Themenfelder werden in den Unternehmen meist informell vergeben.

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Lounge Gast schrieb:

Chica Buena wo arbeitest du denn? Könntest du mir ein Praktium bei deinem UNternehmen besorgen? Du gibst hier wirklich passende Tipps und bist lehrreich .

Danke schön! Aber leider muss ich da passen.

Viele Grüße,
Chica Buena

P.S.:
Ob ich da in allem wirklich so lehrreich bin, weiß ich nicht. An manchen Stellen motze ich einfach, weil mir was nicht passt und ich meine Sichtweise (oder manchmal Erfahrung) beisteuern möchte ;-).
Aber ich sehe das immer nur als ein Puzzleteil, was zu den anderen dazukommt. Aber als Realitätscheck versuche ich mir auch immer selbst auf die Finger zu klopfen, um das Gesamtziel nicht aus den Augen zu verlieren. Egal in welcher Führungsposition oder Meinungsaustausch, tut man gut, auch das hier im Hinterkopf zu behalten:

http://www.business-wissen.de/unternehmensfuehrung/ceo-und-vorstand-als-team-der-fuehrung/

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Orchideen-Fächer... Also ich mag Blumen. Und man kann dauerhaft was wachsen sehen, muss aber auch von langer Hand an das Thema rangehen. ;-)

Hey Natalie, ein guter Grund mehr, an diesen informellen Treffen dort vor Ort teilzunehmen und zu Messen zu gehen! :-)

Lounge Gast schrieb:

zumal mich vor allem eher ein wechsel richtung leadership themen oder soziale unternehmensverantwortung interessiert

Solche Orchideen-Themenfelder werden in den Unternehmen meist informell vergeben.

antworten
Grete M.

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Hallo,

ich melde mich nochmal mit einem Update von der Bewerbungsfront.
Und ich muss mich natürlich zunächst einmal für die vielen Tipps und Tricks, die Ratschläge und das Feedback bedanken.

Ich habe mich an drei Anschreiben gesetzt, gefeilt, gebastelt und ausformuliert und hm...was soll ich sagen? Zwei Vorstellungsgespräche und für die dritte eine Eingangsbestätigung.

Ich bin völlig baff. Ich habe vorher schon darauf geachtet, dass die Anschreiben zu den Stellenangeboten passen und möglichst individuell sind. Allerdings habe ich mich nun bewusst nur nach Stellen umgesehen, die wirklich zu mir und meinem Profil passen und die ich wirklich gern machen würde. Und ich habe mich zudem ausführlich und tiefgründig mit den Unternehmen auseinandergesetzt.
Dadurch wurde das Anschreiben natürlich passender und wirkte, denke ich, nicht wie 08/15-Standardbewerbung.

Ja...ähm...trotzdem bin ich völlig geplättet, was das doch alles ausmacht. Mein besonderer Dank geht an Dieter und Elli für das Auseinandernehmen meines Anschreibens. Eure Tipps haben mir beim Neuanfertigen sehr geholfen.

Liebe Grüße
Grete M

antworten
checker

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Das ist schön zu hören! :) Freut mich und danke für dein Feedback.

Kann es immer nur wieder sagen wie wichtig es ist sich selektiv zu bewerben!

Kannst ja mal berichten was aus den Gespächen geworden ist.

Grete M. schrieb:

Hallo,

ich melde mich nochmal mit einem Update von der
Bewerbungsfront.
Und ich muss mich natürlich zunächst einmal für die vielen
Tipps und Tricks, die Ratschläge und das Feedback bedanken.

Ich habe mich an drei Anschreiben gesetzt, gefeilt, gebastelt
und ausformuliert und hm...was soll ich sagen? Zwei
Vorstellungsgespräche und für die dritte eine
Eingangsbestätigung.

Ich bin völlig baff. Ich habe vorher schon darauf geachtet,
dass die Anschreiben zu den Stellenangeboten passen und
möglichst individuell sind. Allerdings habe ich mich nun
bewusst nur nach Stellen umgesehen, die wirklich zu mir und
meinem Profil passen und die ich wirklich gern machen würde.
Und ich habe mich zudem ausführlich und tiefgründig mit den
Unternehmen auseinandergesetzt.
Dadurch wurde das Anschreiben natürlich passender und wirkte,
denke ich, nicht wie 08/15-Standardbewerbung.

Ja...ähm...trotzdem bin ich völlig geplättet, was das doch
alles ausmacht. Mein besonderer Dank geht an Dieter und Elli
für das Auseinandernehmen meines Anschreibens. Eure Tipps
haben mir beim Neuanfertigen sehr geholfen.

Liebe Grüße
Grete M

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Erstmal möchte ich sagen, sorry das ich den alten Thread wieder hochhebe, aber ich muss mich jetzt einfach auskotzen.

Ich bin gerade in der ach so tollen Hausier... äh, Bewerbungsphase.

Ich habe mich bevor ich anfing Bewerbungen zu schreiben richtig gut über das ganze Thema informiert. Also fing ich an, rethorisch stolpernd, meine ersten Bewerbungen zu formulieren und abzuschicken. Aber erst mal der Reihe nach.

Ich habe vor Jahren meine Berufsausbildung zum Kaufmann erfolgreich (1,8) abgeschlossen. In dieser Zeit entdeckte ich mein faible für die Wirtschaft, Finanzen und alles drum herum. Daher entschloß ich mich kurzer Hand zu studieren, nur wie ohne Abitur? Österreich! Genial! Mit einer guten Berufsausbildung und dem anschließenden Ablegen einer, zugegeben nicht ganz so herausfordernden, Maturaprüfung (=österreichisches Abitur) kann man sein Studium beginnen.

Da ich vorher nur einen Realschulabschluß hatte war gerade die höhere Mathematik für mich anfangs ein riesen Stolperstein. Jedoch schaffte ich es von mageren 60% in der ersten mathematischen Klausur 2 Jahre später zum Jahrgangsbesten mit 94% in der Dritten. Darauf bin ich auch heute noch sehr stolz, vor allem dar dies nur mit unbedingten Bereitschaft auf Verzicht von Alkohol möglich war ;-).

Mein Praktikum absolvierte ich in einem der weltgrößten Pharmakonzerne in der Schweiz. Hier bekam ich ein dreimonatiges Projekt, ziemlich Anspruchsvoll. Ich hielt Telefonkonferenzen mit Werksleitern auf der ganzen Welt in Englisch und brachte letztendlich mein Projekt so gut zu Ende, dass ich auf ein Leadership-Treffen nach Spanien eingeladen wurde.

Nach dem ich meinen FH Bachelor (2,1) abgeschloßen hatte, mit Auslandssemster in Mexico, wollte ich eigentlich noch ein paar Praktika machen und mich dann in den Master stürzen. Leider weigern sich Firmen, Praktikanten zu entlohnen, wenn es sich nicht um ein Pflichtpraktikum handelt. Daher reiste ich 9 Monate alleine mit meinem Rucksack durch Asien um pünkltich zu meinem Master wieder zurück zu sein.

Ich studierte wieder BWL, allerdings an einer Universität in England. Meine Zeit auf Insel lässt sich in zwei Wörtern beschreiben: Schlafen und lernen. Ohne Unterbrechnung, den ich war ehrgeizig, es hat mir riesig Spaß gemacht und ich wollte natürlich schnell einen Job nach meinem Studium ergattern. Weiter zog ich viele Prüfungen vor, um noch einen Auslandsterm in Rotterdam für mich zu ermöglichen. Das Studium schloß ich als Jahrgangszweiter mit 1,6 ab und bekam für meine Masterarbeit zum Thema Marketing (ich Depp) eine 1,4.

Nach dem Studium begann ich mit einem Freund eine online Firma zu gründen, nach einem Jahr (Vor-)Gründungsphase stellte sich leider heraus, dass das Projekt gescheitert war und so entschied ich mich eben für die Privatwirtschaft. In dieser Zeit lernte ich jedoch jede Menge über kostenorientiertes Arbeiten, etwas Projektmanagement, Marktanalyse und Konzeption, erste Schritte auf dem professionellen Parkett eben. Ich sage hier nicht ich habe ein millionen schweres Unternehmen geführt, aber man könnte sagen es war ein ziemlich intensives Praktikum ... nur alleinverantwortlich eben.

Eigentlich alles bestens, nur keiner stellt mich ein.

Ich habe nun insgesamt 50 Bewerbungen geschrieben und war nur bei einem Vorstellungsgespräch. Ich weiß einfach nicht warum. Ich habe keinen Schimmer.

Gehalt? Ich schaue an wie eine Einstiegsstelle auf der jeweiligen Position vergütet wird, dann die Branche und anschließend die Größe des Unternehmens. So schwankte meine Vorstellung zwischen 42.000 und 48.000 Euro. Ich glaube das ist angemessen und vor allem ist dies ein Motivator sich für eine Firma zu entscheidne, aber für mich nicht der Grund. Wichtiger wäre für mich eine Gehaltsentwicklung zu sehen, da ich die Sichtweise einer Firma und das mit einer Einstellung verbundene Risiko durchaus nachvollziehen kann.

Jobs? Hauptsächlich Controlling, ein paar Unternehmensberatungen (wohl zu alt, kein Problem), im Marketingbereich und am liebsten im Bereich Lean-Management und Prozesse. In diesen letzten Bereichen hatte ich auch die besten Noten, wobei ich in den anderen Bereichen eigentlich auch nur zwischen 95%-85% schwanke.

Sprachen? Deutsch, na klar, Englisch jetzt auch, Spanisch angemessen und Grundkenntnisse in Portugiesisch. Sollte eigentlich auch was dabei sein, denke ich.

IT-Fertigkeiten? Praktische Erfahrung mit MS Access, MS Excel (SVREWEIS, Pivot, WVERWEIS, dynamische Diagramme, Datenbanken importieren, exportieren), Grundlagen MS MySQL, SAP R/3 und der "Finanzapplikation" BEx Alanyzer. Bin ja kein ITler.

Auslandserfahrung? Inklusive Österreich und Reisen ... 6 Jahre.

Alter? Ohje oje ojeeeeeeee. Ich bin 30, also Langzeitarbeitsloser?

Arbeitszeugnisse? Mehrere. Vom Spartenleiter des Pharmaunternehmens für mein Praktikum, von der Ausbildung, von meinen Jobs im Controlling (mehrere), von Nebenjobs und Zivildienst auch. Alle sind top-notch! Und darauf bin ich auch sehr stolz.

Charakter? Ich bin nicht arrogant, ich will einfach nur arbeiten! Siemens? Ok. Mittelstand? Ok. KMUs? Ok. Öffentlicher Dienst? Ok. Ich will nur Arbeiten. Ich bin fleißig, ehrgeizig, lernbereit, etc.
Ich wurde auch insgesamt 6 mal vom selben Konzern wieder eingestellt, also kann ich ja keinen schlechten Eindruck hinterlassen haben. Dieser Konzern hat mich übrigens erst wieder gefragt ob ich nicht kurz aushelfen könnte. Leider ist hier gerade Einstellungsstop. :-(

Nach den ersten ~25(!) fehlgeschlagenen Bewerbungen dann ein Vorstellungsgespräch bei einer Personalvermittlung um eine Stelle bei BMW zu ergattern. Das war ein einziger Witz. Ich bekam Fragen gestellt wie "Wie viele Rückläufer hatten Sie bei Ihrer ersten BA-Arbeit?". "Warum haben Sie nicht an der LMU in München Ihren Master gemacht, finden Sie die Uni schlecht?". "Wieso haben Sie kein Abitur?". "Sie haben in Ihrem Lebenslauf geschrieben, dass Sie Auslastungen für verschiedene Prozesse berechnet haben, was haben Sie in dieser Zeit getan?". "Welche Schwächen haben Sie?" - "Diese und das und diese" - "Aber das können doch nicht alle sein?". "Wieso ist ihr Projekt gescheitert?" - "Finanzielle Gründe." - "Können Sie das genauer erläutern?".

Also wirklich super seltsam. Brauche wohl nicht erwähnen, dass ich den Job nicht bekommen habe ;-).

Ich habe anschließend einen Personaler und einen Unternehmensberater, welcher viele Einstellungsentscheidungen getroffen hat, meine Anschreiben und meinen Lebenslauf vorgelegt. Einstimmige Antwort: So solls sein.

Was ist es also? Bewerbe ich mich jetzt bei einem Unternehmen oder beim Personaler? Ich überlege mittlerweile ob ich ins Ausland wechseln sollte. Ich bekomme langsam Angst. Ich bin bei der 50 Bewerbung mit einem Interview. Ich weiß nicht was ich falsch mache, alle sagen mir es ist richtig so und mein Lebenslauf ist gut etc.

Ich habe einfach eine scheiß Angst davor monatelang nur zu jobben und mir Gedanken darüber machen zu müssen wann mein Leben endlich losgeht, bzw. ob es überhaupt losgeht.

Verdammt, das tat gut. Ging es jemandem schon ähnlich? Wie habt ihr darauf reagiert, oder was habt ihr besser gemacht? Wie lange musstet ihr mit dem Ofenrohr ins Gebirge schauen?

Liebe Grüße,

Amigo Pobre

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Lounge Gast schrieb:

Erstmal möchte ich sagen, sorry das ich den alten Thread
wieder hochhebe, aber ich muss mich jetzt einfach auskotzen.

Ich bin gerade in der ach so tollen Hausier... äh,
Bewerbungsphase.

Ich habe mich bevor ich anfing Bewerbungen zu schreiben
richtig gut über das ganze Thema informiert. Also fing ich
an, rethorisch stolpernd, meine ersten Bewerbungen zu
formulieren und abzuschicken. Aber erst mal der Reihe nach.

Ich habe vor Jahren meine Berufsausbildung zum Kaufmann
erfolgreich (1,8) abgeschlossen. In dieser Zeit entdeckte ich
mein faible für die Wirtschaft, Finanzen und alles drum
herum. Daher entschloß ich mich kurzer Hand zu studieren, nur
wie ohne Abitur? Österreich! Genial! Mit einer guten
Berufsausbildung und dem anschließenden Ablegen einer,
zugegeben nicht ganz so herausfordernden, Maturaprüfung
(=österreichisches Abitur) kann man sein Studium beginnen.

Da ich vorher nur einen Realschulabschluß hatte war gerade
die höhere Mathematik für mich anfangs ein riesen
Stolperstein. Jedoch schaffte ich es von mageren 60% in der
ersten mathematischen Klausur 2 Jahre später zum
Jahrgangsbesten mit 94% in der Dritten. Darauf bin ich auch
heute noch sehr stolz, vor allem dar dies nur mit unbedingten
Bereitschaft auf Verzicht von Alkohol möglich war ;-).

Mein Praktikum absolvierte ich in einem der weltgrößten
Pharmakonzerne in der Schweiz. Hier bekam ich ein
dreimonatiges Projekt, ziemlich Anspruchsvoll. Ich hielt
Telefonkonferenzen mit Werksleitern auf der ganzen Welt in
Englisch und brachte letztendlich mein Projekt so gut zu
Ende, dass ich auf ein Leadership-Treffen nach Spanien
eingeladen wurde.

Nach dem ich meinen FH Bachelor (2,1) abgeschloßen hatte, mit
Auslandssemster in Mexico, wollte ich eigentlich noch ein
paar Praktika machen und mich dann in den Master stürzen.
Leider weigern sich Firmen, Praktikanten zu entlohnen, wenn
es sich nicht um ein Pflichtpraktikum handelt. Daher reiste
ich 9 Monate alleine mit meinem Rucksack durch Asien um
pünkltich zu meinem Master wieder zurück zu sein.

Ich studierte wieder BWL, allerdings an einer Universität in
England. Meine Zeit auf Insel lässt sich in zwei Wörtern
beschreiben: Schlafen und lernen. Ohne Unterbrechnung, den
ich war ehrgeizig, es hat mir riesig Spaß gemacht und ich
wollte natürlich schnell einen Job nach meinem Studium
ergattern. Weiter zog ich viele Prüfungen vor, um noch einen
Auslandsterm in Rotterdam für mich zu ermöglichen. Das
Studium schloß ich als Jahrgangszweiter mit 1,6 ab und bekam
für meine Masterarbeit zum Thema Marketing (ich Depp) eine 1,4.

Nach dem Studium begann ich mit einem Freund eine online
Firma zu gründen, nach einem Jahr (Vor-)Gründungsphase
stellte sich leider heraus, dass das Projekt gescheitert war
und so entschied ich mich eben für die Privatwirtschaft. In
dieser Zeit lernte ich jedoch jede Menge über
kostenorientiertes Arbeiten, etwas Projektmanagement,
Marktanalyse und Konzeption, erste Schritte auf dem
professionellen Parkett eben. Ich sage hier nicht ich habe
ein millionen schweres Unternehmen geführt, aber man könnte
sagen es war ein ziemlich intensives Praktikum ... nur
alleinverantwortlich eben.

Eigentlich alles bestens, nur keiner stellt mich ein.

Ich habe nun insgesamt 50 Bewerbungen geschrieben und war nur
bei einem Vorstellungsgespräch. Ich weiß einfach nicht warum.
Ich habe keinen Schimmer.

Gehalt? Ich schaue an wie eine Einstiegsstelle auf der
jeweiligen Position vergütet wird, dann die Branche und
anschließend die Größe des Unternehmens. So schwankte meine
Vorstellung zwischen 42.000 und 48.000 Euro. Ich glaube das
ist angemessen und vor allem ist dies ein Motivator sich für
eine Firma zu entscheidne, aber für mich nicht der Grund.
Wichtiger wäre für mich eine Gehaltsentwicklung zu sehen, da
ich die Sichtweise einer Firma und das mit einer Einstellung
verbundene Risiko durchaus nachvollziehen kann.

Jobs? Hauptsächlich Controlling, ein paar
Unternehmensberatungen (wohl zu alt, kein Problem), im
Marketingbereich und am liebsten im Bereich Lean-Management
und Prozesse. In diesen letzten Bereichen hatte ich auch die
besten Noten, wobei ich in den anderen Bereichen eigentlich
auch nur zwischen 95%-85% schwanke.

Sprachen? Deutsch, na klar, Englisch jetzt auch, Spanisch
angemessen und Grundkenntnisse in Portugiesisch. Sollte
eigentlich auch was dabei sein, denke ich.

IT-Fertigkeiten? Praktische Erfahrung mit MS Access, MS Excel
(SVREWEIS, Pivot, WVERWEIS, dynamische Diagramme, Datenbanken
importieren, exportieren), Grundlagen MS MySQL, SAP R/3 und
der "Finanzapplikation" BEx Alanyzer. Bin ja kein
ITler.

Auslandserfahrung? Inklusive Österreich und Reisen ... 6 Jahre.

Alter? Ohje oje ojeeeeeeee. Ich bin 30, also
Langzeitarbeitsloser?

Arbeitszeugnisse? Mehrere. Vom Spartenleiter des
Pharmaunternehmens für mein Praktikum, von der Ausbildung,
von meinen Jobs im Controlling (mehrere), von Nebenjobs und
Zivildienst auch. Alle sind top-notch! Und darauf bin ich
auch sehr stolz.

Charakter? Ich bin nicht arrogant, ich will einfach nur
arbeiten! Siemens? Ok. Mittelstand? Ok. KMUs? Ok.
Öffentlicher Dienst? Ok. Ich will nur Arbeiten. Ich bin
fleißig, ehrgeizig, lernbereit, etc.
Ich wurde auch insgesamt 6 mal vom selben Konzern wieder
eingestellt, also kann ich ja keinen schlechten Eindruck
hinterlassen haben. Dieser Konzern hat mich übrigens erst
wieder gefragt ob ich nicht kurz aushelfen könnte. Leider ist
hier gerade Einstellungsstop. :-(

Nach den ersten ~25(!) fehlgeschlagenen Bewerbungen dann ein
Vorstellungsgespräch bei einer Personalvermittlung um eine
Stelle bei BMW zu ergattern. Das war ein einziger Witz. Ich
bekam Fragen gestellt wie "Wie viele Rückläufer hatten
Sie bei Ihrer ersten BA-Arbeit?". "Warum haben Sie
nicht an der LMU in München Ihren Master gemacht, finden Sie
die Uni schlecht?". "Wieso haben Sie kein
Abitur?". "Sie haben in Ihrem Lebenslauf
geschrieben, dass Sie Auslastungen für verschiedene Prozesse
berechnet haben, was haben Sie in dieser Zeit getan?".
"Welche Schwächen haben Sie?" - "Diese und das
und diese" - "Aber das können doch nicht alle
sein?". "Wieso ist ihr Projekt gescheitert?" -
"Finanzielle Gründe." - "Können Sie das
genauer erläutern?".

Also wirklich super seltsam. Brauche wohl nicht erwähnen,
dass ich den Job nicht bekommen habe ;-).

Ich habe anschließend einen Personaler und einen
Unternehmensberater, welcher viele Einstellungsentscheidungen
getroffen hat, meine Anschreiben und meinen Lebenslauf
vorgelegt. Einstimmige Antwort: So solls sein.

Was ist es also? Bewerbe ich mich jetzt bei einem Unternehmen
oder beim Personaler? Ich überlege mittlerweile ob ich ins
Ausland wechseln sollte. Ich bekomme langsam Angst. Ich bin
bei der 50 Bewerbung mit einem Interview. Ich weiß nicht was
ich falsch mache, alle sagen mir es ist richtig so und mein
Lebenslauf ist gut etc.

Ich habe einfach eine scheiß Angst davor monatelang nur zu
jobben und mir Gedanken darüber machen zu müssen wann mein
Leben endlich losgeht, bzw. ob es überhaupt losgeht.

Verdammt, das tat gut. Ging es jemandem schon ähnlich? Wie
habt ihr darauf reagiert, oder was habt ihr besser gemacht?
Wie lange musstet ihr mit dem Ofenrohr ins Gebirge schauen?

Liebe Grüße,

Amigo Pobre

Liegt nicht an dir. Es studiert heute bloß jeder. Wirklich jeder. Laut der Statistik im anderen Thread sind es schon 60% bei den Jüngsten. Da braucht man ne ganze Portion Glück oder VItamin B, soviel Ausnahmen haben die Unternehmen. Und jung bist du leider auch nicht mehr.

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Willkommen in der Realität. Weiterbewerben. Viel Erfolg!

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

HRler sind einfache Menschen. Der typische HRler bearbeitet Lebensläufe wie folgende

  • Abitur
  • Bachelor an UNI xyz
  • Master an UNI abc
  • Praktikum bei DAX1
  • Praktikum bei KMU2
  • Auslandssemster in def
  • Hobbies: Lesen, reiten, fahradfahren

Was bitte sollen die mit so einem buntem CV anfangen?

Zudem, was man aus der Länge deines Beitrages schließen könnte, scheinst du sehr redsam zu sein. Ich hatte selber einige Bewerbungsgespräche, wurde aber nie so ausführlich zu einzelnen Punkten gefragt wie du, in wirklich keinem Vorstellungsgerpäch wurde ich gefragt, was das Thema meiner Abschlussarbeiten war oder was ich genau bei einem Praktikum gemacht habe. Die Story mit dem "6x im Konzern eingestellt" ist auch etwas strange.

Mein Tipp:
Pass deinen CV so an, dass ein roter Faden drin ist. Lass Dinge, die für das Unternehmen nicht interessant sind (wie zb dein StartUp) weg und erwähne es auch nicht beim Vorstellungsgespräch. Da du es ja schon in einige Gespräche geschafft hast, liegt es vielleicht doch an dir. Nimm dir professionelles Bewerbercoaching um mögliche Schwachstellen rauszufiltern (vll hast du ja irgendeinen "Tick" dem bisher noch keinem aufgefallen ist).

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Ich muss mich hier auch mal äußern. Derzeit bewerbe ich mich nur für Praktika, aber hatte genau dasselbe Problem in meinen letzten Bewerbungsphasen. Nun hab ich aber meine Dokumente nochmal komplett erneuert und eine sehr gute Rückmeldungsquote. Und meine Absagen sind meistens im Sinne von "Gerne können Sie sich nochmal für einen anderen Zeitraum bewerben, denn das war das einzige Problem mit Ihrem Profil" (was ich vorher wirklich nie hatte).

Was ich in der Zwischenzeit geändert hab, ist vor allem das Layout und es scheint eine MASSIVE Rolle zu spielen, obwohl sowas eigentlich kaum gelten sollte. Damit meine ich:

  • eine Seite Lebenslauf maximal als Berufsanfänger
  • ein professionelles Foto
  • Lebenslauf nach sauberem Standard

Sowas bewirkt allein schon Wunder, so typisch es auch klingen mag. Bei mir hat es in jedem Fall gewirkt.

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Lounge Gast schrieb:

Nach den ersten ~25(!) fehlgeschlagenen Bewerbungen dann ein
Vorstellungsgespräch bei einer Personalvermittlung um eine
Stelle bei BMW zu ergattern. Das war ein einziger Witz. Ich
bekam Fragen gestellt wie "Wie viele Rückläufer hatten
Sie bei Ihrer ersten BA-Arbeit?". "Warum haben Sie
nicht an der LMU in München Ihren Master gemacht, finden Sie
die Uni schlecht?". "Wieso haben Sie kein
Abitur?". "Sie haben in Ihrem Lebenslauf
geschrieben, dass Sie Auslastungen für verschiedene Prozesse
berechnet haben, was haben Sie in dieser Zeit getan?".
"Welche Schwächen haben Sie?" - "Diese und das
und diese" - "Aber das können doch nicht alle
sein?". "Wieso ist ihr Projekt gescheitert?" -
"Finanzielle Gründe." - "Können Sie das
genauer erläutern?".

Also wirklich super seltsam. Brauche wohl nicht erwähnen,
dass ich den Job nicht bekommen habe ;-).

Verstehe nicht, was an den Fragen so seltsam sein soll, sind ein bißchen Stressfragen aber finde die alle sehr gängig und keinesfalls komisch.

50 Bewerbungen sind zwar viel, aber es hängt natürlich von den Stellen ab auf die du dich bewirbst, insbesondere bei DAX Unternehmen sind hunderte Bewerber mit high pot Profil.

War deine Uni in England denn bekannt, also kennt man diese in Deutschland (LSE, LBS, Ox usw) oder eher unbekannt? Oftmals ist einem Personaler ne gute, große deutsche Uni lieber als etwas das er nicht kennt (insbesondere bei KMUs). Ein Uni Alumni Netzwerk kann sehr hilfreich sein wenn, habe so z.b. selbst meinen job gefunden.

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Also ich finde, du hast ein sehr interessantes Profil. Ein ausgeprägter Leistungswille ist für mich (ohne frage) klar ersichtlich. Vor dem Studium noch eine abgeschlossen Ausbildung, keine schlechten Noten und 30 finde ich bei dem CV nun wahrlich nicht zu alt. Finde das Gesamtpaket auf jeden Fall ansprechender als diese typischen stromlinienförmigen CV´s... Auch wenn es hart ist, einfach weiter bewerben. Irgendwann sagt der CV einem Perso-Mäuschen zu ;)

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Irgendjemand meinte hier, ich wäre sehr redseelig. Das bin ich eigentlich nur ab 2 Bier oder wenn ich meine Probleme loswerden will. Hier war letzteres der Fall.

Ich versuche mal der Reihe nach auf die netten Beiträge zu antworten, falls es etwas zu antworten gibt.

"Willkommen in der Realität. Weiterbewerben. Viel Erfolg! " - Danke, werd ich machen.

"Die Story mit dem "6x im Konzern eingestellt" ist auch etwas strange. " - Damit wollte ich ausdrücken, dass sie mich nicht 6x eingestellt hätten, wenn ich unfähig, unfreundlich etc. wäre. Sollte nur ein Signal sein, dass ich mich auch innerhalb eines Unternehmens zumindest so bewegen kann, dass sie mich nicht gleich wieder raus schmeissen. Es ist die Controlling Abteilung dieser Firma und während meiner Studienzeit haben sie regelmäßig angerufen ob ich nicht nebenher aushelfen könnte. Denke das zeigt ein bisserl was."

Verstehe nicht, was an den Fragen so seltsam sein soll, sind ein bißchen Stressfragen aber finde die alle sehr gängig und keinesfalls komisch. " - Als Streßfragen habe ich das nicht mal aufgefasst. Der Interviewer hatte 1 Jahr Erfahrung laut seiner Aussage und seine Kollege hat noch studiert.

  • Nach finanziellen Details zu einer Firmenauflösung zu fragen ist nicht nur tabu sondern absolut nicht angebracht. Hier ging es um mehrere zehntausend Euro, das geht die Firma nichts an.
    Wenn mir eine 26 jährige Masterstudentin im Praktikum versucht Streßfragen zu stellen, an die sich sich vor lauter Nervosität nur erinnern kann weil sie die Fragen notiert hat, dann funktioniert das einfach nicht. Das liegt nicht an meiner Coolness, sondern weil es einfach nicht funktioniert.

Nein, meine Uni war nicht bekannt in England. Es ist eine der besseren Privatunis gewesen, wobei man dabei bedenken muss, dass fast alle Universitäten einen privaten Trägen im UK haben. Ausserdem wollte ich nicht mehr als 15.000 Euro für einen Master ausgeben, damit haben sich leider alle von dir erwähnten Unis erledigt. :-)

Ich habe kein direktes Alumni-Netzwerk außer dieses Beta Gamma Sigma. Das bietet allerdings nichts.

"- eine Seite Lebenslauf maximal als Berufsanfänger

  • ein professionelles Foto
  • Lebenslauf nach sauberem Standard"

Daran habe ich auch schon gedacht. Ich habe eine Seite mit der akademischen Ausbildung, Zivi, Berufsschule und Realschule. Auf der zweiten Seite stehen alle meine Details zu den einzelnen beruflichen Stationen. Auf der Dritten nur ein bisschen über IT, Auszeichnung, Sprachen und Hobbies. Ca. 0,5 Seiten.

Ich werde morgen alles im Bereich akademischer Ausbildung stutzen. Die Auslandssemester nicht einzeln aufzählen sondern integrieren. Meine explizite Erwähnung meiner Arbeit zurücknehmen etc.

Vielleicht ist es einfach "too much".

Danke an alle :)

Lounge Gast schrieb:

HRler sind einfache Menschen. Der typische HRler bearbeitet
Lebensläufe wie folgende

  • Abitur
  • Bachelor an UNI xyz
  • Master an UNI abc
  • Praktikum bei DAX1
  • Praktikum bei KMU2
  • Auslandssemster in def
  • Hobbies: Lesen, reiten, fahradfahren

Was bitte sollen die mit so einem buntem CV anfangen?

Zudem, was man aus der Länge deines Beitrages schließen
könnte, scheinst du sehr redsam zu sein. Ich hatte selber
einige Bewerbungsgespräche, wurde aber nie so ausführlich zu
einzelnen Punkten gefragt wie du, in wirklich keinem
Vorstellungsgerpäch wurde ich gefragt, was das Thema meiner
Abschlussarbeiten war oder was ich genau bei einem Praktikum
gemacht habe. Die Story mit dem "6x im Konzern
eingestellt" ist auch etwas strange.

Mein Tipp:
Pass deinen CV so an, dass ein roter Faden drin ist. Lass
Dinge, die für das Unternehmen nicht interessant sind (wie zb
dein StartUp) weg und erwähne es auch nicht beim
Vorstellungsgespräch. Da du es ja schon in einige Gespräche
geschafft hast, liegt es vielleicht doch an dir. Nimm dir
professionelles Bewerbercoaching um mögliche Schwachstellen
rauszufiltern (vll hast du ja irgendeinen "Tick"
dem bisher noch keinem aufgefallen ist).

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg bei den weiteren Bewerbungen.
Ich finde deinen Lebenslauf echt interessant und würde dich einladen, wenn ich was zu sagen hätte. ;) Blöde Frage, aber irgendwelche tückischen Rechtschreib- oder Grammatikfehler haben sich nicht in deine Bewerbungen eingeschlichen? So etwas kann selber man leicht mal übersehen.

Darf ich fragen, an welcher englischen Uni du warst? Ich mache gerade meinen Master in England und von Noten im 80er oder gar 90er Bereich können wir hier alle nur träumen. Bei courseworks ist selten etwas über 75% drinne. Bei Klausuren ist über 70% die absolute Ausnahme.

Hast du dich denn auch in England beworben? Ich habe schon öfter gehört, dass die englischen Arbeitgeber sehr viel flexibler sind als die deutschen, was das Profil ihrer Bewerber angeht (sieht man ja auch, wenn man sich mal die Stellenausschreibungen anschaut) und sich wirklich noch für den individuellen Lebenslauf interessieren.

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Der TE scheint irgendwie ein Problem mit sich selber zu haben, wenn er die Absagen alle persönlich nimmt! Die Firmen kennen die Personen die sich bewerben doch gar nicht, wie kann man da dann traurig über eine Absage sein?

Also ich habe in meiner nun 6-Jahre andauernden Arbeitslosigkeit bisher mehr als 1000 Absagen kassiert, nur mach ich mir deshalb keinen Stress. Ein Studienabschluss schützt halt nicht vor Arbeitslosigkeit, das kann ich als langjähriger Kunde beim Jobcenter sagen. Bei verschiedenen Maßnahmen des Jobcenters saßen neben mir (WiWi) auch schon Juristen, Biologen, Ingenieure, Physiker, Geistenswissenschiftler und sogar Mediziner.

Deshalb wäre es auch an der Zeit dass Arbeitslosigkeit endlich dieses negative Stigma verliert.

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Du hast kein Abitur bewirbst dich aber auf Akademikerstellen...
Dazu kommt, dass du 30 Jahre alt bist. Das müsstest du doch auch schon selbst gemerkt haben?

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Dein Lebenslauf ist beeindruckend, lässt aber eine Menge Fragen aufkommen. Ich bin selbst kein Personaler, aber hier mal ein paar Punkte warum diese (oder auch Fachkräfte die deine Bewerbung sehen) es sich zweimal überlegen.

  1. Dich hält es nirgendwo lange (Ausbildung, FH, England, Mexico, Rotterdam, Schweiz): Auslandserfahrung ist gut, zu viel davon als Absolvent aber eher hinderlich.
  2. Wenn es Probleme gibt, scheints du immer den einfacheren weg zu gehen (kein abitur->österreich, kein bezahltes praktikum -> Asien, Master in England ?? )
  3. Keine klare Linie erkennbar: Du kannst viele Sachen ein bisschen (Marketing, Controlling, Finanzen, Mathe), nichts aber wirklich gut.

Ich könnte hier noch ein paar weitere Punkte aufführen, das waren aber erstmal die wichtigsten.
Versuche für diese Punkte Erklärungen bzw. Antworten parat zu haben. Gerade der erste Punkt ist wichtig; würde mich wundern wenn das bisher in deinen Vorstellungsgesprächen noch nicht Angesprochen wurde. In etwa "Sie sind ja schon sehr viel in der Welt rumgekommen, aber scheinbar hat es Sie nirgendwo lange gehalten. Müssen wir uns sorgen machen, dass Sie auch unser Unternehmen nach kurzer Zeit wieder verlassen ?"

Und zu der Frage mit den finaziellen Details zur Firmenauflösung: Das könnte eine klassische Compliance Frage gewesen sein. Wer darauf nur irgendwie eingeht, kann im Prinzip gleich gehen. Globale Firmen wie u.a. auch BMW legen hier mehr und mehr Wert darauf und prüfen dies auch vermehrt in Vorstellungsgesprächen.

Lass dich nicht unterkriegen, weiter dran bleiben und Absagen nicht persönlich nehmen. Mit deinen Erfahrungen ist 30 durchaus noch im Rahmen.

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Zu dem ersten Punkt verstehe ich einiges nicht. Ich habe meine Ausbildung nach 2,5 Jahren erfolgreich beendet. Also habe ich es ja ausgehalten. Dann bin ich auf die FH (2 Jahre) gewechselt, das stimmt, daran ist erstmal nichts verkehrt. In Mexico (6 Monate) war ich wegen meinem Pflichtauslandssemester und in der Schweiz wegen meine Auslandspraktikum (6 Monate), dass auch Pflicht war. Dann bin ich nach England um meinen Master zu machen (9 Monate) und in Rotterdam, weil es eine der besseren Unis Europas ist (4 Monate).

Ich sehe darin kein Problem, auch wenn ich deinen Gesichtspunkt verstehen kann.

Wenn es Probleme gibt gehe ich nicht den einfacheren Weg. Mein Weg ist und war scheiße. Was glaubst du denn was es ist mit Realschule Mathe auf die FH zu gehen und höhere Mathematik an den Kopf geworfen zu bekommen? Andere haben 2 Jahre lang gefeiert, ich habe mir den Arsch wund gelernt. Das war alles andere als der einfache Weg. Der wäre gewesen nach der Ausbildung bei der Sparkasse am Schalter anzufangen. Es war auch nicht einfach mein Studium statt in 6 Jahren in 5 zu machen. Das ist alles andere als einfach.

Das Leute ein Jahr verreisen ist heute fast Standard. In meinem Freundeskreis gibt es nur eine handvoll Leute die nicht über 6 Monate verreist sind.

"Marketing, Controlling, Finanzen, Mathe". Streich mal das Marketing und dann hast du FI CO und Mathe. Was brauch ich denn mehr als Controller? Ich habe übrigens zusätzlich noch Process Controlling und Qualitäts Controlling mit im Portfolio, ganz neben dem Accounting/Controlling nach HGB bzw. IFRS Grundlagen.

Ich sehe nicht wirklich einen Grund. Seltsamer Weise habe ich plötzlich Einladungen zu Iviews aus dem Ausland bekommen, da ich mich auch hier beworben habe. In Deutschland ist es einfach so, du trägst die Uniform oder nicht. Ecken und Kanten? Nicht erwünscht. Aber so gehe ich halt wohl nach London, wenn ich hier nach 50 Bewerbungen kein Angebot bekomme und im Ausland 30% positive Rückmeldungen habe.

Sehr seltsam.

Lounge Gast schrieb:

Dein Lebenslauf ist beeindruckend, lässt aber eine Menge
Fragen aufkommen. Ich bin selbst kein Personaler, aber hier
mal ein paar Punkte warum diese (oder auch Fachkräfte die
deine Bewerbung sehen) es sich zweimal überlegen.

  1. Dich hält es nirgendwo lange (Ausbildung, FH, England,
    Mexico, Rotterdam, Schweiz): Auslandserfahrung ist gut, zu
    viel davon als Absolvent aber eher hinderlich.
  2. Wenn es Probleme gibt, scheints du immer den einfacheren
    weg zu gehen (kein abitur->österreich, kein bezahltes
    praktikum -> Asien, Master in England ?? )
  3. Keine klare Linie erkennbar: Du kannst viele Sachen ein
    bisschen (Marketing, Controlling, Finanzen, Mathe), nichts
    aber wirklich gut.

Ich könnte hier noch ein paar weitere Punkte aufführen, das
waren aber erstmal die wichtigsten.
Versuche für diese Punkte Erklärungen bzw. Antworten parat zu
haben. Gerade der erste Punkt ist wichtig; würde mich wundern
wenn das bisher in deinen Vorstellungsgesprächen noch nicht
Angesprochen wurde. In etwa "Sie sind ja schon sehr viel
in der Welt rumgekommen, aber scheinbar hat es Sie nirgendwo
lange gehalten. Müssen wir uns sorgen machen, dass Sie auch
unser Unternehmen nach kurzer Zeit wieder verlassen ?"

Und zu der Frage mit den finaziellen Details zur
Firmenauflösung: Das könnte eine klassische Compliance Frage
gewesen sein. Wer darauf nur irgendwie eingeht, kann im
Prinzip gleich gehen. Globale Firmen wie u.a. auch BMW legen
hier mehr und mehr Wert darauf und prüfen dies auch vermehrt
in Vorstellungsgesprächen.

Lass dich nicht unterkriegen, weiter dran bleiben und Absagen
nicht persönlich nehmen. Mit deinen Erfahrungen ist 30
durchaus noch im Rahmen.

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Alles Gute in London! Ich bin auch ins Ausland gegangen und habe es nicht bereut. Dt. Unternehmen möchte Weltklasse sein, denken und handeln aber zuweilen wie ein Dorf... Ich finde auch diese Anforderungen an Bewerber immer völlig überzogen. Kann man nur mit dem Kopf schütteln ;)

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Lounge Gast schrieb:

Alles Gute in London! Ich bin auch ins Ausland gegangen und
habe es nicht bereut. Dt. Unternehmen möchte Weltklasse sein,
denken und handeln aber zuweilen wie ein Dorf... Ich finde
auch diese Anforderungen an Bewerber immer völlig überzogen.
Kann man nur mit dem Kopf schütteln ;)

Tja, mit der Industrienation England kann so ein Wirtschaftszwerg nicht wie Deutschland natürlich nicht mithalten. Gerade, wenn man so wirtschaftlich schwach ist, sollte man sich am Starken orientieren. Aber, wenn es dich beruhigt, gerade werden die Anforderungen ja schon kräftig heruntergesetzt..

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Da du keine Auslandserfahrung an einer tier2 oder besseren business School hast sehe ich hier schwarz.

antworten
WiWi Gast

Re: Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Keinen Druck machen mit den Bewerbungen. Wenns klappt dann klappts, wenn nicht dann eben nicht.

Also wenn ich die Zeiten, in denen ich gearbeitet habe mit den Zeiten meiner Arbeitslosigkeit vergleiche nimmt sich das nicht viel.

Und als Absolvent einer Uni (Wiwi) hat mir auch niemand ein Salär von über 24.000? geboten. Bis heute nicht.

Ich prognostiziere mal, dass in etwa 30 Jahren Menschen Geld dafür zahlen werden, um arbeiten zu dürfen.

antworten

Artikel zu Berufseinstieg

Studie: Hochschulabsolventen starten erfolgreich ins Berufsleben

Berufsstart: Ein Vogel landet im Getümmel.

Die Arbeitslosenquote liegt sowohl für Fachhochschul- als auch für Universitätsabsolventen mit traditionellen Abschlüssen – Diplom, Magister, Staatsexamen - nach einem Jahr bei 4 Prozent. Bachelors sind sogar noch seltener arbeitslos (3 Prozent, FH bzw. 2 Prozent Uni). Das zeigt die aktuelle Absolventenstudie des HIS-Instituts für Hochschulforschung (HIS-HF).

Broschüre: Startklar - Tipps und Infos für Uni-Absolventen

Berufseinstieg: Ein Lego-Männchen steht am Start in einem Labyrint.

Wie gelingt der Start in den Beruf am besten? Hilfestellung leistet die Broschüre »Startklar«, die vom Informationszentrum der deutschen Versicherer ZUKUNFT klipp + klar neu aufgelegt wurde. Uni-Absolventen finden dort nützliche Tipps, wie sie ihrem Traumjob näher kommen.

Millenials mit Angst um Arbeitsplatz durch holprigen Berufsstart

Eine Frau klettert - wie nach dem Berufseinstieg - in einer Halle nach oben.

Die Generation Y, der zwischen 1980 und 1999 Geborenen, ist durch Probleme beim Berufseinstieg geprägt. Die Konsequenzen sind ein Gefühl der Unsicherheit und Angst um den Arbeitsplatz. Die unter 35-Jährigen Millenials denken zudem überwiegend individualistisch, zeigt eine von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Studie.

Bildung auf einen Blick 2016: Start ins Berufsleben funktioniert

Blick auf Berufseinstieg: Der Gesichtsausschnitt einer Frau mit Auge und Augenbraue.

Die aktuelle OECD-Studie „Bildung auf einen Blick 2016“ bestätigt: Die deutsche Erwerbslosenquote liegt in allen Bildungsbereichen unter dem OECD-Durchschnitt. Das berufliche Bildungssystem in Deutschland beweist seine Stärke durch den reibungslosen Übergang von der Ausbildung in den Beruf. Der Bericht zeigt, wer einen Studienabschluss ergreift, hat einen Gehaltsvorteil von mehr als 50 Prozent. Im Ländervergleich sind in Deutschland besonders MINT-Studiengänge beliebt.

Junge Menschen starten immer später ins Berufsleben

Ein Gemälde an einer geschlossenen Garage von Menschen, die in einer Kneipe sitzen und der Schrift:...what else?!

Anteil der Erwerbstätigen unter den jungen Menschen im Alter von 15 bis 29 Jahren von April 1991 bis Mai 2003 deutlich von 63% auf 48% gesunken.

Jobsuche: Bayern, NRW und BW sind für Absolventen attraktiv

Berufseinstieg in NRW: Die NRW-Flagge flattert im Wind.

Absolventen, Fachkräfte und Führungskräfte suchen bundesweit Jobs. Besonders beliebt sind jedoch Arbeitgeber in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen. Am unattraktivsten empfinden Fachkräfte und Führungskräfte Mecklenburg-Vorpommern und das Saarland. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie „Attraktive Arbeitgeber 2016“ der Jobbörse Berufsstart.de.

Karrierestart mit Unterstützung von Dienstleistern für professionelle Personalvermittlung

Ein Playmobilmännchen als Flieger mit Helm sitzt in einem Cockpit vor blauem Himmel.

Nach der schulischen Verwirklichung können viele junge Menschen den Karrierestart kaum abwarten. Doch nach langer Suche findet nicht jeder einen Job, der zu seinem Charakter, seinen Fähigkeiten und persönlichen Wünschen passt. Professionelle Personalvermittler können beim Karrierestart helfen.

Die ersten Tage im Berufsleben – diese fünf Sätze sollten niemals fallen

„Also im Studium haben wir das aber anders gelernt, und wenn ich mich an meine letzte Vorlesung noch recht erinnere, so ist Ihr Vorgehen auch schon veraltet.“ Solche Sätze machen im neuen Unternehmen keinen besonders guten ersten Eindruck. Gut gemeinte Ratschläge sollte man zunächst für sich behalten und sich eher zurückhaltend, aufmerksam und interessiert zeigen.

Nach der Uni ohne Job?!

Jobsuche: Tastatur mit der Aufschrift "Find your job" auf einer Taste.

Endlich alle Prüfungen geschafft und die Abschlussarbeit gemeistert. Mit dem Bachelor oder sogar Master in die Tasche kann es nun losgehen. Leider ist das oft einfacher gesagt als getan, denn viele Absolventen finden nicht gleich nach dem Studium einen Job.

Startschuss ins Berufsleben

Für fast alle Universitäts- oder Ausbildungs-Absolventen stellt sich nach dem erfolgreichen Abschluss die gleiche Situation dar: Wo will man die ersten Schritte ins Berufsleben unternehmen?

Literatur-Tipp: Berufseinstieg - Ich bin neu hier

Berufseinstieg Probezeit Holst

Tipps und Strategien für die erfolgreich absolvierte Probezeit von Ulrich Holst

Chief Digital Officer: Digitalchefs definieren Rolle selbst

Der Ausschnitt einer Computertastatur zeigt die Buchstaben CDO für Chief Digital Officer.

Bis 2025 muss jede Führungskraft ein digitales Verständnis mitbringen. Verantwortlich für die Digitalstrategie und den digitalen Wandel von Unternehmen ist der Chief Digital Officer (CDO). Die Digitalchefs definieren ihre Rolle und ihre Aufgaben dabei meist selbst. Zentrale Aufgaben sind das Trendscouting, das Formulieren einer Digitalstrategie und und die Digitalisierung interner Prozesse. Die wichtigsten Kompetenzen des CDO sind Innovationskraft, Veränderungswillen und die Fähigkeit zur Kollaboration. Das zeigt eine Studie der Unternehmensberatung Kienbaum zu Profil, Rolle und Kernkompetenzen des CDO.

3,4 Millionen Jobs von Digitalisierung bedroht

Ein Kompass symbolisiert die Digitalstrategien von Unternehmen in Zeiten der Digitalisierung.

Jedes vierte deutsche Unternehmen sieht seine Existenz durch die Digitalisierung gefährdet und 60 Prozent sehen sich bei der Digitalisierung als Nachzügler. 85 Prozent der Unternehmen erwarten von der Bundesregierung eine klare Digitalstrategie und dass die Digitalisierung zum Top-Thema gemacht wird. So lauten die Ergebnisse einer Studie vom Digitalverband Bitkom. "Die Digitalisierung wartet nicht auf Deutschland.", warnt Bitkom-Präsident Berg.

Online-Petition: Digitalminister (m/w) für Deutschland gesucht

Petition für Digitalministerium in Deutschland: Blick durch ein Fernglas mit Wlan-Symbol auf den Bundestag in Berlin.

Unter »digitalministerium.org« ist die Online-Petition »Digitalminister (m/w)« auf Initiative des Bundesverbandes Deutsche Startups e.V. gestartet. Der Verband sieht in der Digitalisierung die größte Chance und Herausforderung der Gegenwart. Er fordert die Parteivorsitzenden von CDU, CSU und SPD daher dazu auf, einen Digitalminister oder eine Digitalministerin für Deutschland zu benennen. Zahlreiche Digitalverbände und Ökonomen haben sich der Forderung bereits angeschlossen.

Digitalstrategen: Chief Digital Officer (CDO) – das Einhorn unter den Top-Managern

Ein Mann mit Kopftaschenlampe sieht sich den Sternenhimmel an.

Das Berufsbild des Chief Digital Officer (CDO) ist brandneu. Aktuell haben erst lediglich zwei Prozent der großen Unternehmen die Position eines CDO geschaffen. Der digitale Wandel muss jedoch in der Unternehmensspitze verankert werden. Dies ist Aufgabe des Chief Digital Officers, welcher eine Digitalstrategie erarbeiten und die Digitalisierung von Unternehmen und Geschäftsmodellen vorantreiben und gestalten soll.

Antworten auf Am Rand der Verzweiflung - Nur Absagen.

Als WiWi Gast oder Login

Forenfunktionen

Kommentare 95 Beiträge

Diskussionen zu Berufseinstieg

Weitere Themen aus Medienmanagement