DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
Off & Online-MarketingOnline-Werbung

Rekordjahr 2012: Online-Werbung erstmals über 1 Milliarde Euro

Die Einnahmen der Werbung verbreitenden Online-Dienste in der Bundesrepublik haben erstmals in der deutschen Internetgeschichte die Hürde von 1 Mrd € Nettoumsatz übersprungen. Noch immer aber dominieren die gedruckten Werbeträger mit 68 Prozent Marktanteil, meldet der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft ZAW.

Rekordjahr 2012: Online-Werbung erstmals über 1 Milliarde Euro
Berlin, 27.05.2013 (zaw) - Die Einnahmen der Werbung verbreitenden Online-Dienste in der Bundesrepublik haben erstmals in der deutschen Internetgeschichte die Hürde von 1 Mrd € Nettoumsatz übersprungen. Noch immer aber dominieren die gedruckten Werbeträger mit 68 Prozent Marktanteil, meldet der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft ZAW anlässlich seiner jetzt in Berlin veröffentlichten Studie 'Werbung in Deutschland'.

"Die Netto-Werbeeinnahmen im Wirtschaftsjahr 2012 der 13 vom ZAW untersuchten gedruckten und gesendeten Medienarten sind auf 18,42 Mrd € gesunken. Das waren 3,2 Prozent und damit 600 Mio € weniger als im Jahr zuvor. Der Rückgang betraf neun Mediengruppen, ausweiten konnten ihre Werbeerlöse vier: Online-Dienste, TV, Hörfunk und Filmtheater", sagte Manfred Parteina, Hauptgeschäftsführer des ZAW.
Fernsehen führt in der monetären Rangfolge

Die Jahresergebnisse der Netto-Erlöse (bereinigt um Rabatte und Mittlergebühren) 2012 im Werbegeschäft der Medien führen laut ZAW-Studie die Fernsehveranstalter mit einem Volumen von 4 051 Mio € an (+1,8 Prozent). Davon verteilen sich 93 Prozent (3 762 Mio €) auf das Privatfernsehen, die restlichen 7 Prozent auf die ARD-Sender (154 Mio €) und das ZDF (135 Mio €). Die Tageszeitungen büßten erhebliche Anzeigenumsätze ein. Sie kamen auf 3 233 Mio € (-9,1 Prozent). An dritter Stelle der Medienmilliardäre im Werbegeschäft steht die Werbung per Post. Dort schrumpften die Werbeeinnahmen auf 2 864 Mio € (-4,1 Prozent). Auch die Anzeigenblätter auf Platz vier mussten Rückgänge verkraften - ihr Werbeumsatz schmolz auf 2 001 Mio € zusammen (-2,9 Prozent). Bedeutsam war der Werbeeinbruch bei den Publikumszeitschriften. Ihre Anzeigenerlöse rutschten auf 1 281 Mio € (-11,1 Prozent). Die Auskunfts- und Verzeichnismedien erzielten nur einen Netto-Betrag von 1 096 Mio € (-3,8 Prozent).

Werbung in Online-Angeboten konnten ihr Werbegeschäft 2012 erfolgreich abschließen. Das Netto-Werbevolumen betrug 1 079 Mio € (+9 Prozent) und befindet sich damit diesseits der Milliardensumme. Dass die Zuwachsrate nicht mehr zweistellig ausfiel, erklärt der ZAW mit der Konjunkturdelle, die sich belastend auch auf den Werbemarkt gelegt hatte und zyklische Werbeplanung forcierte.

Die weiteren Arten von Werbeträgern lagen 2012 mit ihren Werbeerlösen unter 1 Mrd € Umsatz im Werbegeschäft: Außenwerbung erreichte 868 Mio € (-3,2 Prozent), Fachzeitschriften 858 Mio € (-1,9 Prozent), Hörfunk 720 Mio € (+1,5 Prozent), Wochenzeitungen 199 Mio € (-6,7 Prozent), Kino 88 Mio € (+4,3) sowie Supplements 82 Mio € (-3,8 Prozent).

Gesamte Investitionen in Werbung im Minus
Die Medieninvestitionen für die Verbreitung von Werbung sind mit 62 Prozent der größte betriebswirtschaftliche Kostenfaktor im Bereich Markt-Kommunikation. Hinzu kommen 38 Prozent Aufwendungen für die Produktion von Spots, Anzeigen, Prospekten, Katalogen sowie für Honorare und Gehälter. Aus der Addition beider Kostengruppen ergibt sich ein Gesamtaufwand für mediale Werbung im Jahr 2012 von 29,74 Mrd € - ein Rückgang um 0,9 Prozent gegenüber dem Jahr zuvor (30,01 Mrd €; +1,6 Prozent).

ZAW fordert Universitäten zur Forschung auf
"Die Quelle der gegenwärtigen monetären Schwäche des deutschen Werbemarkts entspringt nicht einer schwindenden Bedeutung von Werbung bei werbenden Unternehmen", sagte Manfred Parteina. Mediale Veränderungen, konjunkturelle Aspekte, politisch verfügte Werbeeinschränkungen oder demografische Trends spielten verknüpfte Rollen. Parteina rief die Universitäten in Deutschland dazu auf, das komplexe individuelle Verhalten von Akteuren im Werbemarkt ebenso wissenschaftlich zu durchdringen wie die rationale und emotionale Kompetenz der Kunden in Deutschland sowie die Konsequenzen für die Wettbewerbswirtschaft durch politische Eingriffe in die Markt-Kommunikation. "Diese politische Manipulation der Werbung der Wirtschaft nimmt zu", so Parteina, untermauert mit Ergebnissen der ZAW-Studie der werbepolitischen Vorgänge in Brüssel und Berlin. Es sei ein eklatanter Widerspruch, wenn die politischen Instanzen vor allem in der Europäischen Union ein großes nachhaltiges Programm zur Förderung der Kreativwirtschaft auflegen und gleichzeitig deren monetär stärksten Teil, die Werbung, durch dirigistische Eingriffe immer weiter einengen.

Prognose Werbemarkt 2013
Für das laufende Jahr rechnet der ZAW auf der Grundlage der Frühjahrsbefragung unter seinen 41 Mitgliedsverbänden der werbenden Wirtschaft, Medien, Agenturen und Forschung mit gesamten Investitionen in Werbung von 1 Prozent auf 30,04 Mrd €. Der Anteil der Netto-Werbeumsätze der Medien daran wird nach ZAW-Einschätzung kaum über die Stagnationslinie in die Wachstumszone hineinreichen - also bestenfalls bei der Umsatzhöhe des Jahres 2012 (18,4 Mrd €) verharren.

Im Forum zu Online-Werbung

3 Kommentare

Excel Skills Bücher

WiWi Gast

Hi, wie der Titel schon recht ausführlich sagt suche ich nach Büchern und co. um meine excel Skills in Bezug auf Financial Modeling zu erweitern. Ich freu mich über jeden Tipp :)

1 Kommentare

Mann?Whitney U test

WiWi Gast

Hallo zusammen, ich würde gerne mittels G Power die Sample Size für ein Experiment errechnen. Das Experiment läuft folgendermaßen ab: Die Teilnehmer sehen 6 Mal eines aus zwei bzw. drei zuälligen Bi ...

2 Kommentare

Frage Hinzurechnungsbesteuerung

WiWi Gast

Hallo, ich habe mir zur Übungszwecken selber eine Aufgabe "gebaut" und wollte euch mal fragen, ob ich alles richtig verstanden und auch beantwortet habe. A GmbH hat eine 100 % Beteiligung ...

4 Kommentare

Mehrfaktorielles Experiment

WiWi Gast

Hallo zusammen, ich möchte ein Online-Experiment durchführen bei dem die Teilnehmer 6 Fragen beantworten (Antwort jeweils auf einer Wahrscheinlichkeitsskala). Bei jeder Frage wird eines von X zufälli ...

1 Kommentare

Freeware: Excel-Projekthandbuch

WiWi Gast

Danke

4 Kommentare

DCF Wachstumsrate

WiWi Gast

Hallo, ich wollte fragen wie man die Wachstumsrate für den Umsatz in den zukünftigen Perioden bestimmt? Ich wollte so vorgehen, und zwar den Durchschnitt der letzten 5 Jahre nehmen und den fortführen

Artikel kommentieren

Als WiWi Gast oder Login

Zum Thema Online-Werbung

Weiteres zum Thema Off & Online-Marketing

Heribert-Meffert Marketing-Lifetime-Award 2015

Marketing-Pionier Heribert Meffert mit Marketing Lifetime Award 2015 ausgezeichnet

Der Marketing-Pionier Heribert Meffert hat für sein Lebenswerk den neu ausgelobten Marketing Lifetime Award 2015 erhalten. Meffert gründete den ersten Marketing-Lehrstuhl in Deutschland und hat das Marketing über vier Jahrzehnte wesentlich geprägt. Der Deutsche Marketing Verband und die Marketing Zeitschrift absatzwirtschaft ehrten Heribert Meffert im Rahmen des Deutschen Marketing Tages am 3. Dezember 2015 in Stuttgart für seine herausragenden Verdienste.

Drei Schlangen mit ineinander geschobenen Einkaufswagen.

Know-How im Bereich Marktforschung erweitern: Professionelle Erstellung von Marktanalysen

Marktanalysen und Wettbewerbsanalysen sind in vielen Unternehmen unbeliebt, was weniger daran liegt, dass diese Analysen nicht als wichtig angesehen werden. Der Wert solcher Analysen ist Firmeninhabern und Mitarbeitern bekannt. Doch was in deutschen Unternehmen vielen Kopfzerbrechen bereitet, wenn diese Aufgaben anstehen, ist das fehlende Fachwissen dafür bei Unternehmern und Angestellten.

Beliebtes zum Thema News

Eine Frau mit blonden, langen Haaren hält ein Handy in der Hand.

Arbeitswelt 4.0: Digitalisierung im Job belastet Familienleben und Gesundheit

Die Digitalisierung und permanente Erreichbarkeit für E-Mails und Anrufe per Smartphone belastet die Gesundheit und schadet dem Familienleben. Das Risiko an Burnout zu erkranken steigt und knapp ein Viertel der Beschäftigten fühlen sich durch die Arbeit emotional erschöpft. Dies sind Ergebnisse der Studie „Auswirkungen der Digitalisierung der Arbeit auf die Gesundheit von Beschäftigten“.

Ein Mann mit Kopftaschenlampe sieht sich den Sternenhimmel an.

Digitalstrategen: Chief Digital Officer (CDO) – das Einhorn unter den Top-Managern

Das Berufsbild des Chief Digital Officer (CDO) ist brandneu. Aktuell haben erst lediglich zwei Prozent der großen Unternehmen die Position eines CDO geschaffen. Der digitale Wandel muss jedoch in der Unternehmensspitze verankert werden. Dies ist Aufgabe des Chief Digital Officers, welcher eine Digitalstrategie erarbeiten und die Digitalisierung von Unternehmen und Geschäftsmodellen vorantreiben und gestalten soll.

Industrie 4.0

Industrie 4.0: Weltweite Rekord-Investitionen bis 2020 von 900 Milliarden US-Dollar pro Jahr

Für die Digitalisierung entlang der Wertschöpfungskette wollen branchenbezogene Unternehmen bis 2020 mehr als 900 Milliarden US-Dollar investieren. Von der Industrie 4.0 versprechen sich die Unternehmen signifikante Vorteile bei Kosten, Effizienz und Gewinn; das zeigt die neue globale Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC).

Jahreswirtschaftsbericht 2017 - Bruttoinlandsprodukt wächst um 1,4 Prozent

Nach dem Verzicht auf seine Kanzlerkandidatur stellte Sigmar Gabriel den aktuellen Jahresbericht 2017 vor. Aus dem Bericht mit dem Titel „Für inklusives Wachstum in Deutschland und Europa“ geht hervor, dass das Bundeskabinett eine Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts von 1,4 Prozent erwartet. Grund für den Rückgang im Vergleich zum Vorjahr von 1,7 auf 1,4 Prozent ist die geringere Anzahl von Arbeitstagen.

Drei übereinander gestapelte Pakete von adidas,amazon und outletcity.

Unternehmensranking 2016: Die Top 100 deutschen E-Commerce-Händler

Im Bereich E-Commerce ist Amazon weiterhin der umsatzstärkste Onlinehändler in Deutschland. Mit 7,8 Mrd. Euro Umsatz befindet sich der Internet-Gigant weit vor Otto.de mit 2,3 Mrd. Euro und Zalando.de mit 1 Mrd. Euro Umsatz. Alle Top 100 E-Commerce-Händler erwirtschafteten 2015 zusammen einen Jahrsumsatz von 24,4 Mrd. Euro und eine Umsatzsteigerung von 13 Prozent. Das geht aus der aktuellen EHI-Studie "E-Commerce-Markt Deutschland 2016" hervor.

Ein Mann im grauen Pullover stützt sich auf einer Fensterbank ab und schaut nach draußen.

Beraterhonorare: Tagessätze von Unternehmensberatern gestiegen

Deutsche Unternehmensberater verzeichneten 2015 und 2016 einen Anstieg ihrer Honorare von durchschnittlich 1,3 Prozent. Für 2017 wird von einer ähnlichen Erhöhung der Tagessätze ausgegangen. In der Strategieberatung variiert der Tagessatz für einen Projektleiter der Hierarchiestufe Manager und Senior Manager über alle Größenklassen gesehen von 1.150 bis 2.275 Euro. Vergleichbare Tagessätze in der IT-Beratung liegen zwischen 950 und 1.800 Euro, wie die Studie "Honorare in der Unternehmensberatung 2015/2016" vom Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) zeigt.

Industrie 4.0

Industrie 4.0: Viele deutsche Unternehmen ohne Strategie

Neun von zehn deutschen Unternehmen sehen Industrie 4.0 als Chance. Aber nur jedes fünfte Unternehmen hat eine Strategie und Verantwortlichkeiten für die Industrie 4.0 definiert. 44 Prozent können zudem keine Fortschritte beim Thema verzeichnen. Vorreiter investieren im Schnitt 18 Prozent ihres Forschungs- und Entwicklungsbudgets im Bereich Industrie 4.0, wie eine aktuelle McKinsey-Studie zeigt.

Feedback +/-

Feedback