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Praktikawahn in Deutschland

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

Wie kommt es eigentlich, dass in DE die Unternehmen alle so vernarrt auf Praktika sind? Ich habe einen 1,2 B.Sc. VWL einer sehr guten Uni und trotzdem werden "Hardos" mit 5 Praktika bevorzugt?

Ich möchte damit nicht den Horden an WHUler, die mit 18 wussen, dass sie ins IB wollen ihre Skills absprechen. Aber wie kann man da heutzutage noch konkurrenzfähig bleiben? Ein akademisches Studium ist doch keine Berufsausbildung. Alleine schon mit der Zeit, die für sauphieren und studieren aufgewendet werden sind die drei Jahre Bachelor doch sehr schnell vorbei.

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

Naja also wenn du auf der VWLer Schiene bleiben willst, dann brauchst du nicht wirklich Praktika. Schön guten Master, PhD und dann ab in die Forschung bei Staat, Zentralbank, Internationaler Organisation oder auch Research Abteilungen. Da kannst du deine akademischen Skills aus dem Studium nutzen.

Wenn du aber in die freie Wirtschaft willst, um im Investmentbanking Company Profiles von Peer Groups zu bauen, oder in der Beratung Transformationsprojekte in verständlicher Weise auf PowerPoint Slides zu klatschen, dann bringen dir deine Ökonometrie Skills oder die Herleitung der NKPC nach dem NKM von Galí aus deinem VWL Studium halt genau 0.

Stattdessen sind eben andere Skills gefragt, die du eben nicht im Studium, sondern in Praktika lernst.

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

Nein, er hat schon recht. Wir machen mittlerweile alle 4-6 Praktika und arbeiten damit zwei Jahre lang auf Hungerslohn. Man hinterfragt es auch gar nicht mehr. Selbst für diverse Industriepraktika werden 1-2 vorherige Praktika im ähnlichen Bereich gefordert. Diese Entwicklung ist völlig verrückt. Am Ende feiert man sein "Einstiegsgehalt", aber ist bereits 25-28. Die Jahre, die man in etlichen Praktikas für Mindestlohn oder sogar weniger verbracht hat, vergisst man dann gerne. Die Amis steigen mit 22 nach dem vierjährigen Bachelor ein, da müssen wir erst mal auf Praktikasuche gehen. Und die Unternehmen freuen sich einen Ast, weil man fertig studierte Absolventen für einen Spottpreis bekommt.

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

Ich hab sogar insgesamt 8 Praktika in Bachelor Gap Year und Master gemacht, aber nicht nur wegen meines CV's oder so, sondern hauptsächlich um verschiedene Industrien und Firmen kennen zu lernen.

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

WiWi Gast schrieb am 07.03.2021:

Nein, er hat schon recht. Wir machen mittlerweile alle 4-6 Praktika und arbeiten damit zwei Jahre lang auf Hungerslohn. Man hinterfragt es auch gar nicht mehr. Selbst für diverse Industriepraktika werden 1-2 vorherige Praktika im ähnlichen Bereich gefordert. Diese Entwicklung ist völlig verrückt. Am Ende feiert man sein "Einstiegsgehalt", aber ist bereits 25-28. Die Jahre, die man in etlichen Praktikas für Mindestlohn oder sogar weniger verbracht hat, vergisst man dann gerne. Die Amis steigen mit 22 nach dem vierjährigen Bachelor ein, da müssen wir erst mal auf Praktikasuche gehen. Und die Unternehmen freuen sich einen Ast, weil man fertig studierte Absolventen für einen Spottpreis bekommt.

Ich weiß ja nicht wofür ihr Praktika macht aber ich nutzte dass um Unternehmen kennen zu lernen und einen Fuss in die Tür zu setzen. Nicht um billig zu arbeiten

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

WiWi Gast schrieb am 02.02.2021:

Wie kommt es eigentlich, dass in DE die Unternehmen alle so vernarrt auf Praktika sind? Ich habe einen 1,2 B.Sc. VWL einer sehr guten Uni und trotzdem werden "Hardos" mit 5 Praktika bevorzugt?

Ich möchte damit nicht den Horden an WHUler, die mit 18 wussen, dass sie ins IB wollen ihre Skills absprechen. Aber wie kann man da heutzutage noch konkurrenzfähig bleiben? Ein akademisches Studium ist doch keine Berufsausbildung. Alleine schon mit der Zeit, die für sauphieren und studieren aufgewendet werden sind die drei Jahre Bachelor doch sehr schnell vorbei.

Finde es geht auch in die falsche Richtung. Mir kommt es so vor als wäre das ein deutsches Ding. Wenn ich nach UK oder Holland blicke, haben die meisten Studenten ein Praktikum und steigen dann in den Beruf ein.

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

Ich hau mal einen raus: Ich mache Praktika um zu sehen, wie mir ein Beruf gefällt.

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

WiWi Gast schrieb am 08.03.2021:

Ich hau mal einen raus: Ich mache Praktika um zu sehen, wie mir ein Beruf gefällt.

Same here. Habe zwar noch nicht meinen Traumberuf gefunden, aber schon einige Sachen ausschließen können, die ich mir vorher vorgestellt habe (UB unter anderem)

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

Liegt zum Teil auch daran, dass gerade die BWL etc. B.Sc. eigentlich kein akademisches Studium mehr sind sondern die neue Ausbildung.

Da geht es nicht mehr darum den breit gebildeten Akademiker nach humanistischem Weltbild am Ende stehen zu haben. Die Leute sollen so schnell wie möglich dazu ausgebildet werden, gut in den Arbeitsmarkt zu passen. Da fehlt dann aber die Praxiserfahrung, die sie in einer Ausbildung bekommen hätten. Also braucht man Praktika.
Und wenn wir ehrlich sind braucht man die Skills aus dem Praktikum, Folien basteln, Peer Groups bauen, Daten zusammentragen, in den Einstiegsjobs auch mehr als das Unwissen.

Und das andere ist der Wettbewerb. Der Andrang in die WiWis ist groß. Die Leute versuchen sich vom Rest abzugeben und viele machen das über Praktika. Und klar haben diese Leute dann wenn ansonsten alles vergleichbar ist bessere Chancen auf einen Job.

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

WiWi Gast schrieb am 07.03.2021:

Nein, er hat schon recht. Wir machen mittlerweile alle 4-6 Praktika und arbeiten damit zwei Jahre lang auf Hungerslohn. Man hinterfragt es auch gar nicht mehr. Selbst für diverse Industriepraktika werden 1-2 vorherige Praktika im ähnlichen Bereich gefordert. Diese Entwicklung ist völlig verrückt. Am Ende feiert man sein "Einstiegsgehalt", aber ist bereits 25-28. Die Jahre, die man in etlichen Praktikas für Mindestlohn oder sogar weniger verbracht hat, vergisst man dann gerne. Die Amis steigen mit 22 nach dem vierjährigen Bachelor ein, da müssen wir erst mal auf Praktikasuche gehen. Und die Unternehmen freuen sich einen Ast, weil man fertig studierte Absolventen für einen Spottpreis bekommt.

Also ich habe insgesamt sogar 8 Praktika gemacht, primär allerdings um verschiedene UN kennen zu lernen, Industrien zu sehen, Kontakte zu knüpfen und allgemein was zu lernen. Deine Aussage mit dem Alter verstehe ich nicht. Ich weiß nicht wann ihr eure Praktika macht, ich habe sie in den Semesterferien gemacht (mit Ausnahme von 3 Stück während meines Gap Years). Ich hab mit 19 Abitur gemacht, habe dann insgesamt 5 Jahre studiert + 1 Jahr Gap Year, bin also auch mit 25 eingestiegen. Trotz 8 Praktika!

Viele meiner Freunde sind übrigens direkt nach Bachelor eingestiegen, auch das ist absolut nichts ungewöhnliches, insofern passt dein Absatz zu den USA auch nicht. Meine Erfahrung viel mehr ist das viele heutzutage einfach direkt den Master dran hängen weil sie keine Lust haben so früh schon mit dem arbeiten anzufangen. Und während des Bachelors ist locker Zeit für 2-3 Praktika und Werkstudent während des Studiums.

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

Ich sehe das tendenziell auch als Problem. Bin akademisch ähnlich stark unterwegs wie du und habe erst relativ spät mit Praktika begonnen. Gott sei Dank konnte ich auf Grund meines akademischen Profils ein paar Steps überspringen und bekam relativ schnell UB Angebote - IBD ist aber nochmal eine ganz andere Hausnummer bzg. Vorpraktika.

Sehe das Thema auch aus dem Blickwinkel aus der immer größer werdenden Ungleichheit in der Gesellschaft. Damit du die entsprechenden Vorpraktika fürs IBD/Consulting sammelst musst du wirklich schon sehr früh in die gewisse Richtung genudget werden. Das funktioniert meistens dann, wenn deine Verwandschaft schon aus Beratern, Bankern und anderen Karrieremenschen besteht. Dann weißt du auch von Beginn wie der Hase läuft. Alternativ natürlich, dass du an der WHU/FS studierst und von Anfang an darauf getrimmt wirst.

An einer "normalen" Universität bekommt man sowas i.d.r nicht mit. Ganz im Gegenteil - 95% der Kohorte werden nie IBD/Consulting von innen sehen und dementsprechend wird einem der Weg auch so nicht aufgezeigt.

Für mich selber war wirklich WiWiTreff + Linkedin der Eye Opener um mal zu verstehen was es braucht um begehrte Jobs zu bekommen. Ab da konnte ich dann Stück für Stück mein Profil heraus meißeln um für MBB/IBD interessant zu werden ... also wirklich Step by Step, Noten ... -> Praktika -> Ausland -> GMAT -> Target Master.

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

Praktika dienen der Risikoreduktion.

Ich lerne ein Berufsfeld kenne und weiß dann, ob mir der Beruf gefällt oder nicht. Ich reduziere also die Gefahr, dass ich mich für einen Beruf entscheide, der mir nicht gefällt.

Die Unternehmen wissen bei Bewerbern mit entsprechenden Praktika, dass diese wissen, worauf sie sich einlassen. Die Unternehmen reduzieren also das Risiko, dass der Bewerber nach wenigen Monaten wieder weg ist, weil er sich den Beruf kann anders vorgestellt hat.

Zudem haben mir Praktika auch für das Studium motiviert. Ich wusste nun, warum ich studiere und hatte ein konkretes Ziel vor Augen.

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

Ich werfe mal die These ein, dass 95% der Studierenden gar nicht ins Consulting oder ins IB wollen. Das ist vielleicht in deinem Mikrokosmos begehrlich, aber nicht in der breiten Masse der BWL-Studierenden.

WiWi Gast schrieb am 08.03.2021:

Ich sehe das tendenziell auch als Problem. Bin akademisch ähnlich stark unterwegs wie du und habe erst relativ spät mit Praktika begonnen. Gott sei Dank konnte ich auf Grund meines akademischen Profils ein paar Steps überspringen und bekam relativ schnell UB Angebote - IBD ist aber nochmal eine ganz andere Hausnummer bzg. Vorpraktika.

Sehe das Thema auch aus dem Blickwinkel aus der immer größer werdenden Ungleichheit in der Gesellschaft. Damit du die entsprechenden Vorpraktika fürs IBD/Consulting sammelst musst du wirklich schon sehr früh in die gewisse Richtung genudget werden. Das funktioniert meistens dann, wenn deine Verwandschaft schon aus Beratern, Bankern und anderen Karrieremenschen besteht. Dann weißt du auch von Beginn wie der Hase läuft. Alternativ natürlich, dass du an der WHU/FS studierst und von Anfang an darauf getrimmt wirst.

An einer "normalen" Universität bekommt man sowas i.d.r nicht mit. Ganz im Gegenteil - 95% der Kohorte werden nie IBD/Consulting von innen sehen und dementsprechend wird einem der Weg auch so nicht aufgezeigt.

Für mich selber war wirklich WiWiTreff + Linkedin der Eye Opener um mal zu verstehen was es braucht um begehrte Jobs zu bekommen. Ab da konnte ich dann Stück für Stück mein Profil heraus meißeln um für MBB/IBD interessant zu werden ... also wirklich Step by Step, Noten ... -> Praktika -> Ausland -> GMAT -> Target Master.

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

WiWi Gast schrieb am 08.03.2021:

Praktika dienen der Risikoreduktion.

Ich lerne ein Berufsfeld kenne und weiß dann, ob mir der Beruf gefällt oder nicht. Ich reduziere also die Gefahr, dass ich mich für einen Beruf entscheide, der mir nicht gefällt.

Die Unternehmen wissen bei Bewerbern mit entsprechenden Praktika, dass diese wissen, worauf sie sich einlassen. Die Unternehmen reduzieren also das Risiko, dass der Bewerber nach wenigen Monaten wieder weg ist, weil er sich den Beruf kann anders vorgestellt hat.

Zudem haben mir Praktika auch für das Studium motiviert. Ich wusste nun, warum ich studiere und hatte ein konkretes Ziel vor Augen.

Was soll daran Risikoreduktion sein wenn man für ein gescheites IB Praktikum 3-4x IB ähnliche Vorpraktika braucht? Das ist eher sogar Risiko Clustering.

Sag mir bitte einen Bereich wo es heutzutage möglich ist, durch die Bank verschiedene Industrien sich anzuschauen? Du brauchst mittlerweile für die meisten Praktika schon Vorpraktika in einer gewissen Industrie und wirst dann auch ziemlich schnell in dem Bereich gefangen bleiben.

Bei mir z.B.: erstes Praktikum im FS, zweites Praktikum in anderen Industrien den kürzeren gezogen weil es dafür schon Praktis gab mit Industriewissen, dementsprechend bei mir zweites Praktikum wieder im FS (mit einigen Zusagen), drittes Praktikum dann bei einer UB und guess what in welchem Bereich ich da arbeiten durfte? Im FS.

Wenn es so einfach wäre, mal ein Praktikum in der Pharma Industrie zu machen, dann im Investmentbanking und dann vielleicht noch im Consulting ...

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

WiWi Gast schrieb am 07.03.2021:

Nein, er hat schon recht. Wir machen mittlerweile alle 4-6 Praktika und arbeiten damit zwei Jahre lang auf Hungerslohn. Man hinterfragt es auch gar nicht mehr. Selbst für diverse Industriepraktika werden 1-2 vorherige Praktika im ähnlichen Bereich gefordert. Diese Entwicklung ist völlig verrückt. Am Ende feiert man sein "Einstiegsgehalt", aber ist bereits 25-28. Die Jahre, die man in etlichen Praktikas für Mindestlohn oder sogar weniger verbracht hat, vergisst man dann gerne. Die Amis steigen mit 22 nach dem vierjährigen Bachelor ein, da müssen wir erst mal auf Praktikasuche gehen. Und die Unternehmen freuen sich einen Ast, weil man fertig studierte Absolventen für einen Spottpreis bekommt.

Bei den Amis sind aber 3-5 Praktika oft auch im Curriculum bis zum Abschluss vorgesehen. Sprich die kriegen Credits dafür und müssen nicht noch parallel Vorlesungen besuchen oder Klausuren schreiben.
In Deutschland kriegt man, wenn man Glück hat, 1x3 Monate im Master angerechnet. Den Rest muss man neben dem Studium machen. Das mag in einigen Studienfächern gehen, aber wenn man etwas mit harten Grundlagenfächern studiert, dann kann man mehrere Praktika im Bachelor knicken.

Deutsche Unis sind halt immer noch theorieverliebt und sehen den Sinn von Unternehmenspraktika immer noch nur eingeschränkt.

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

Das gilt aber nicht pauschal für alle Bereiche. Ich bin z.B. im IT-Consulting unterwegs und bei uns sind Praktika eher unüblich, da die meisten Leute während der Uni als Werkstudent einsteigen und direkt zum Bachelor / Master ein Offer bekommen.

Praktika macht man wenn überhaupt, wenn man noch gar keine Ahnung hat, in welche Richtung es gehen soll. Also von meinen Projekt-Kollegen (8 Leute) hat nie jemand ein Praktikum gemacht.

Ist das bei UB / IB echt so krass?

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

Das ist auch besonders bei den WiWis, bzw. BWL und artverwandten Fächern ausgeprägt. Die Erfahrungen aus meinem Freundeskreis sind, dass bei MINT-Studiengängen so gut wie niemand ein Praktikum in der Industrie macht und bei Ingenieuren vielleicht mal eins gemacht wird oder auch nur ein Industrieprojekt.

Liegt aber auch glaube ich daran, dass es in den Bereichen mehr auf die gelernten Hardfacts aus dem Studium ankommt als bei BWL. Und auch der Wettbewerbsdruck ist da niedriger als bei BWL.

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

Um Himmels WIllen, aber wer macht den 4 - 6 Praktika? Das ist doch eine winzige Minderheit, genauso wie diejenigen die ins IB/UB wollen. Das kennen wahrscheinlich 98% der Absolventen nicht einmal wirklich. Hier werden wieder Extremfälle als Norm verkauft.

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

WiWi Gast schrieb am 08.03.2021:

Das gilt aber nicht pauschal für alle Bereiche. Ich bin z.B. im IT-Consulting unterwegs und bei uns sind Praktika eher unüblich, da die meisten Leute während der Uni als Werkstudent einsteigen und direkt zum Bachelor / Master ein Offer bekommen.

Praktika macht man wenn überhaupt, wenn man noch gar keine Ahnung hat, in welche Richtung es gehen soll. Also von meinen Projekt-Kollegen (8 Leute) hat nie jemand ein Praktikum gemacht.

Ist das bei UB / IB echt so krass?

Erstens ist IT-Consulting auch Consulting und zweitens arbeitest du vermutlich schlicht bei einer Beratung, die es sich nicht leisten kann, Kandidaten mit gutem Profil, ergo mit Praktikums-Erfahrungen, einzustellen. Denn in guten bis soliden Beratungen sind Praktika sehr wichtig und die Norm - GERADE im IT-Bereich.

Grüße, ein IT-Strategieberater mit mehreren studienbegleitenden Praktika

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

WiWi Gast schrieb am 08.03.2021:

Praktika dienen der Risikoreduktion.

Ich lerne ein Berufsfeld kenne und weiß dann, ob mir der Beruf gefällt oder nicht. Ich reduziere also die Gefahr, dass ich mich für einen Beruf entscheide, der mir nicht gefällt.

Die Unternehmen wissen bei Bewerbern mit entsprechenden Praktika, dass diese wissen, worauf sie sich einlassen. Die Unternehmen reduzieren also das Risiko, dass der Bewerber nach wenigen Monaten wieder weg ist, weil er sich den Beruf kann anders vorgestellt hat.

Zudem haben mir Praktika auch für das Studium motiviert. Ich wusste nun, warum ich studiere und hatte ein konkretes Ziel vor Augen.

Was soll daran Risikoreduktion sein wenn man für ein gescheites IB Praktikum 3-4x IB ähnliche Vorpraktika braucht? Das ist eher sogar Risiko Clustering.

Sag mir bitte einen Bereich wo es heutzutage möglich ist, durch die Bank verschiedene Industrien sich anzuschauen? Du brauchst mittlerweile für die meisten Praktika schon Vorpraktika in einer gewissen Industrie und wirst dann auch ziemlich schnell in dem Bereich gefangen bleiben.

Bei mir z.B.: erstes Praktikum im FS, zweites Praktikum in anderen Industrien den kürzeren gezogen weil es dafür schon Praktis gab mit Industriewissen, dementsprechend bei mir zweites Praktikum wieder im FS (mit einigen Zusagen), drittes Praktikum dann bei einer UB und guess what in welchem Bereich ich da arbeiten durfte? Im FS.

Wenn es so einfach wäre, mal ein Praktikum in der Pharma Industrie zu machen, dann im Investmentbanking und dann vielleicht noch im Consulting ...

Habe Winfo Background. Erstes Praktikum Big 4 FS Technology Consulting, 2. Praktikum OEM Inhouse IoT Consulting, 3. Praktikum Data Science Consulting, 4. Praktikum FMCG IT
--> Der Bereich, in dem das möglich ist, ist IT

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

WiWi Gast schrieb am 08.03.2021:

Praktika dienen der Risikoreduktion.

Ich lerne ein Berufsfeld kenne und weiß dann, ob mir der Beruf gefällt oder nicht. Ich reduziere also die Gefahr, dass ich mich für einen Beruf entscheide, der mir nicht gefällt.

Die Unternehmen wissen bei Bewerbern mit entsprechenden Praktika, dass diese wissen, worauf sie sich einlassen. Die Unternehmen reduzieren also das Risiko, dass der Bewerber nach wenigen Monaten wieder weg ist, weil er sich den Beruf kann anders vorgestellt hat.

Zudem haben mir Praktika auch für das Studium motiviert. Ich wusste nun, warum ich studiere und hatte ein konkretes Ziel vor Augen.

Was soll daran Risikoreduktion sein wenn man für ein gescheites IB Praktikum 3-4x IB ähnliche Vorpraktika braucht? Das ist eher sogar Risiko Clustering.

Sag mir bitte einen Bereich wo es heutzutage möglich ist, durch die Bank verschiedene Industrien sich anzuschauen? Du brauchst mittlerweile für die meisten Praktika schon Vorpraktika in einer gewissen Industrie und wirst dann auch ziemlich schnell in dem Bereich gefangen bleiben.

Bei mir z.B.: erstes Praktikum im FS, zweites Praktikum in anderen Industrien den kürzeren gezogen weil es dafür schon Praktis gab mit Industriewissen, dementsprechend bei mir zweites Praktikum wieder im FS (mit einigen Zusagen), drittes Praktikum dann bei einer UB und guess what in welchem Bereich ich da arbeiten durfte? Im FS.

Wenn es so einfach wäre, mal ein Praktikum in der Pharma Industrie zu machen, dann im Investmentbanking und dann vielleicht noch im Consulting ...

Also bei mir als nicht-WiWi war es genauso;
einmal IB, UB und Industrie DAX30.
Aber leider nicht GS und MBB, sondern immer nur T2/3 in dem Bereich.

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

WiWi Gast schrieb am 07.03.2021:

Stattdessen sind eben andere Skills gefragt, die du eben nicht im Studium, sondern in Praktika lernst.

das ist eben das theoretische gerede dahinter. aber wie sieht das in wirklichkeit aus? wie genau transferiert sich denn, was ich in einem bestimmten praktikum gelernt habe, auf eine bestimmte andere stelle? also ich kann nicht sagen, dass eine erfahrung aus einem praktikum oder einem job in irgendeiner konkreten weise hilfreich bei einer anderen stelle gewesen wäre. selbst innerhalb der gleichen branche nicht. alles ist individuell und machbar. in vielen anderen industrienationen sind praktika völlig unüblich. offenbar ein deutsches ding. der deutsche ist wohl ohne seine selbst geschaffene ordnung verloren. daher wohl auch der zeugniswahn. für viele jobs, für die man früher einfach angelernt wurde, wurden nun dreijährige ausbildungen erfunden. hauptsache man bekommt ein stück papier zum schluss.

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

WiWi Gast schrieb am 08.03.2021:

Stattdessen sind eben andere Skills gefragt, die du eben nicht im Studium, sondern in Praktika lernst.

das ist eben das theoretische gerede dahinter. aber wie sieht das in wirklichkeit aus? wie genau transferiert sich denn, was ich in einem bestimmten praktikum gelernt habe, auf eine bestimmte andere stelle? also ich kann nicht sagen, dass eine erfahrung aus einem praktikum oder einem job in irgendeiner konkreten weise hilfreich bei einer anderen stelle gewesen wäre. selbst innerhalb der gleichen branche nicht. alles ist individuell und machbar. in vielen anderen industrienationen sind praktika völlig unüblich. offenbar ein deutsches ding. der deutsche ist wohl ohne seine selbst geschaffene ordnung verloren. daher wohl auch der zeugniswahn. für viele jobs, für die man früher einfach angelernt wurde, wurden nun dreijährige ausbildungen erfunden. hauptsache man bekommt ein stück papier zum schluss.

Kann ich mir echt nicht vorstellen. Wenn du z.B. mal mehrere Monate ein UB Praktikum gesehen hast und auch fleißig an den Folien mitschrubben darfst und auch sonst von deinen Vorgesetzten sehr viel lernen darfst (was nicht immer der Fall ist) ist die Lernkurve schon exponentiell.

Mir haben die Praktika in der Hinsicht wirklich extrem viel gebracht. Meine Corporate Praktika waren teilweise auch eher meh. Der große Unterschied: die UB ist i.d.r eine extrem effizient arbeitende Maschinerie im Recruiting. Es ist ganz was normales für die Berater, dass regelmäßig Praktikanen ins Team kommen und entsprechend gibt es auch einige Arbeit für dich. Im Corporate Umfeld kann es teilweise sein, dass du der einzige Praktikant in einer Abteilung seit Ewigkeiten bist. Dann läuft es entweder so ab, dass du mal Wochenlang so gut wie garnix machst weil niemand sich den Aufwand antun will dich einzulernen oder, dass irgendwelche Arbeiten gefunden werden die total irrelevant sind aber dich zumindest beschäftigen.

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

WiWi Gast schrieb am 08.03.2021:

Praktika dienen der Risikoreduktion.
Die Unternehmen wissen bei Bewerbern mit entsprechenden Praktika, dass diese wissen, worauf sie sich einlassen. Die Unternehmen reduzieren also das Risiko, dass der Bewerber nach wenigen Monaten wieder weg ist, weil er sich den Beruf kann anders vorgestellt hat.

Dafür gibt es eine Probezeit im Arbeitsvertrag. Aber in Deutschland sind viele so dumm und lassen sich ausbeuten. In der Zeit zeigt sich, ob man da gut klarkommt oder nicht.

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

WiWi Gast schrieb am 08.03.2021:

Praktika dienen der Risikoreduktion.
Die Unternehmen wissen bei Bewerbern mit entsprechenden Praktika, dass diese wissen, worauf sie sich einlassen. Die Unternehmen reduzieren also das Risiko, dass der Bewerber nach wenigen Monaten wieder weg ist, weil er sich den Beruf kann anders vorgestellt hat.

versimpeltes schubladendenken. trotzdem ist es gang und gäbe dass viele nach ein paar monaten wieder weg sind. kein unternehmen ist wie das andere, auch nicht in der gleichen branche oder mit gleichem arbeitsschwerpunkt.

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

WiWi Gast schrieb am 07.03.2021:

Nein, er hat schon recht. Wir machen mittlerweile alle 4-6 Praktika und arbeiten damit zwei Jahre lang auf Hungerslohn. Man hinterfragt es auch gar nicht mehr. Selbst für diverse Industriepraktika werden 1-2 vorherige Praktika im ähnlichen Bereich gefordert. Diese Entwicklung ist völlig verrückt. Am Ende feiert man sein "Einstiegsgehalt", aber ist bereits 25-28. Die Jahre, die man in etlichen Praktikas für Mindestlohn oder sogar weniger verbracht hat, vergisst man dann gerne. Die Amis steigen mit 22 nach dem vierjährigen Bachelor ein, da müssen wir erst mal auf Praktikasuche gehen. Und die Unternehmen freuen sich einen Ast, weil man fertig studierte Absolventen für einen Spottpreis bekommt.

Hungerlohn? Ich habe in 4/6 Praktika zwischen 2-3k im Monat verdient. Kam damit ganz gut über die Runden

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

WiWi Gast schrieb am 08.03.2021:

Praktika dienen der Risikoreduktion.
Die Unternehmen wissen bei Bewerbern mit entsprechenden Praktika, dass diese wissen, worauf sie sich einlassen. Die Unternehmen reduzieren also das Risiko, dass der Bewerber nach wenigen Monaten wieder weg ist, weil er sich den Beruf kann anders vorgestellt hat.

Dafür gibt es eine Probezeit im Arbeitsvertrag. Aber in Deutschland sind viele so dumm und lassen sich ausbeuten. In der Zeit zeigt sich, ob man da gut klarkommt oder nicht.

+1

Kann den TE echt verstehen. Ein Praktikum verstehe ich ja noch. Aber warum es 5 thematisch identiche Praktika sein müssen um zu einer BB ins M&A zu kommen leuchtet mir nicht ein. Ein Akademiker sollte auch nach einem Praktikum in der Lage sein die Aufgaben im IB zu bewätligen.

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

Zitat Partner meiner T2 UB: Ich nehme nur Leute mit mind. 3 Praktika oder STEM Studium in Oxbridge/dergleichen, ich muss ja schließlich von Tag 1 den CV des Beraters in Angebote reinpacken und dem Kunden erklären, weshalb diese Person Tagessätze jenseits 2000 € wert ist, obwohl sie Berufseinsteiger ist. Wenn da nicht mindestens 3-5 relevante Projekte aufgeführt werden können, oder ein wirklich erstaunliches akademisches Achievement, dann will der Kunde ein anderes (=besseres) Team, und das können wir und nicht leisten.

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

Hungerlohn? Ich habe in 4/6 Praktika zwischen 2-3k im Monat verdient. Kam damit ganz gut über die Runden

Ich weiß nicht wo du deine Praktika gemacht hast...Ich habe durchschnittlich 1000-1600 verdient

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

WiWi Gast schrieb am 08.03.2021:

Hungerlohn? Ich habe in 4/6 Praktika zwischen 2-3k im Monat verdient. Kam damit ganz gut über die Runden

Ich weiß nicht wo du deine Praktika gemacht hast...Ich habe durchschnittlich 1000-1600 verdient

Wurde hier auch schon in der Breite diskutiert. Viele Dax Unternehmen 800€, Big4 unter 3 Monaten 1000€, länger als dass gibt es dann Mindestlohn ~1600.
Ja cool einige Boutiquen zahlen vllt 3k aber das betrifft vielleicht 150 Praktikanten in Deutschland pro Jahr.

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

Also ich habe insgesamt sogar 8 Praktika gemacht, primär allerdings um verschiedene UN kennen zu lernen, Industrien zu sehen, Kontakte zu knüpfen und allgemein was zu lernen. Deine Aussage mit dem Alter verstehe ich nicht. Ich weiß nicht wann ihr eure Praktika macht, ich habe sie in den Semesterferien gemacht (mit Ausnahme von 3 Stück während meines Gap Years). Ich hab mit 19 Abitur gemacht, habe dann insgesamt 5 Jahre studiert + 1 Jahr Gap Year, bin also auch mit 25 eingestiegen. Trotz 8 Praktika!

Viele meiner Freunde sind übrigens direkt nach Bachelor eingestiegen, auch das ist absolut nichts ungewöhnliches, insofern passt dein Absatz zu den USA auch nicht. Meine Erfahrung viel mehr ist das viele heutzutage einfach direkt den Master dran hängen weil sie keine Lust haben so früh schon mit dem arbeiten anzufangen. Und während des Bachelors ist locker Zeit für 2-3 Praktika und Werkstudent während des Studiums.

Magst du auflisten, wo du deine Praktika gemacht hast?

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

WiWi Gast schrieb am 08.03.2021:

Praktika dienen der Risikoreduktion.
Die Unternehmen wissen bei Bewerbern mit entsprechenden Praktika, dass diese wissen, worauf sie sich einlassen. Die Unternehmen reduzieren also das Risiko, dass der Bewerber nach wenigen Monaten wieder weg ist, weil er sich den Beruf kann anders vorgestellt hat.

Dafür gibt es eine Probezeit im Arbeitsvertrag. Aber in Deutschland sind viele so dumm und lassen sich ausbeuten. In der Zeit zeigt sich, ob man da gut klarkommt oder nicht.

+1

Kann den TE echt verstehen. Ein Praktikum verstehe ich ja noch. Aber warum es 5 thematisch identiche Praktika sein müssen um zu einer BB ins M&A zu kommen leuchtet mir nicht ein. Ein Akademiker sollte auch nach einem Praktikum in der Lage sein die Aufgaben im IB zu bewätligen.

Angebot und Nachfrage. Wahrscheinlich könnten es auch genug andere Absolventen ohne Praktikum oder nur einem. Aber so lange es genug Bewerber gibt, die gute Zeugnisse und viele Praktika mitbringen, warum dann den nehmen, der nur gute Zeugnisse hat?

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

WiWi Gast schrieb am 08.03.2021:

Hungerlohn? Ich habe in 4/6 Praktika zwischen 2-3k im Monat verdient. Kam damit ganz gut über die Runden

Ich weiß nicht wo du deine Praktika gemacht hast...Ich habe durchschnittlich 1000-1600 verdient

1000 bis 1500 ist in Deutschland das Gängige. 2-3k gibt es oft im Ausland in London und Co.

Diesen Praktikumswahn gibt es vor allem bei deutschen Studenten, und da vor allem bei BWLlern. Habe viele US Bekannte und finden das, was hier in D so abgeht ziemlich befremdlich. Vor allem dafür einie längere Studiendauer in Kauf zu nehmen (was wohl aber auch daran liegen mag, dass man dort seine Studiengebüren weiter zahlen müsste, wer will das schon).

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

Verstehe ich auch nicht. Bei vielen Praktika bekommt man ~2.5k und aufwärts.

WiWi Gast schrieb am 08.03.2021:

Hungerlohn? Ich habe in 4/6 Praktika zwischen 2-3k im Monat verdient. Kam damit ganz gut über die Runden

Ich weiß nicht wo du deine Praktika gemacht hast...Ich habe durchschnittlich 1000-1600 verdient

antworten
WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

WiWi Gast schrieb am 08.03.2021:

Verstehe ich auch nicht. Bei vielen Praktika bekommt man ~2.5k und aufwärts.

WiWi Gast schrieb am 08.03.2021:

Hungerlohn? Ich habe in 4/6 Praktika zwischen 2-3k im Monat verdient. Kam damit ganz gut über die Runden

Ich weiß nicht wo du deine Praktika gemacht hast...Ich habe durchschnittlich 1000-1600 verdient

Das ist einfach eine dreiste Lüge, bitte untermauere das mit Fakten? Ich würde sogar soweit gehen zu sagen, dass bei >95% der absolvierten Praktika (weit) unter 2.000 bezahlt wird.

Quelle: Praktika bei UB, Bank, Industrie. Und auch Freunde aus anderen Industrien. Und die Praktika waren alle bei Top Brands. Viele machen ihre Praktika bei No Name KMUs wo es teilweise nicht mal 1000 Euro dafür gibt.

Die Gehälter von 2.5k-3k bekommt man dann, wenn die Stunden die man im Praktikum schrubben muss exponentiell steigen. Ja, du bekommst deine 1.6k für 40h bei der Commerzbank aber auch 2.5k für 80h bei Lazard.

Diese Gehälter treffen genau auf IBD Praktika zu und ganz vereinzelte Consulting Praktika wie Stern Steward und eventuell T1-T2.

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

Ich verstehe überhaupt nicht das rumgeheule hier im Thread. Niemand zwingt euch Praktika zu machen und schon gar nicht dafür länger zu studieren?! Und es werden nicht explizit Bewerber mit X Praktika euch vorgezogen, sondern schlicht und ergreifend Bewerber die das UN für erfahrener/besser geeignet hält. Wenn ich als Chef die Wahl habe zwischen 1,6 Note und 5 Praktika oder 1,2 Note und 1 Praktika wüsste ich auch wer mir lieber ist.

Warum soll die Note mehr Gewicht haben als berufliche Erfahrung? Wenn ich meine Praktika zusammenrechne, komme ich auf fast 2 Jahre Praktika + 2x Werkstudent im Anschluss, ergo >2 Jahre BE. Natürlich ist so ein Profil interessanter wie jemand der zwar einen besseren Abschluss hat aber dafür kein halbes Jahr in der Berufswelt unterwegs war?

Unternehmen suchen sich aus allen Bewerbern immer diejenigen aus, die das Maximum an Potential versprechen. Genauso wie Absolventen immer das maximale rausholen wollen und sich aus mehreren Angeboten auch das beste für sich raussuchen. Das war und ist schon immer so gewesen und wird sich auch nicht ändern. Wenn es euch also stört dass eure gute Note allein nicht ausreicht, um an die Top Stellen zu kommen, hängt euch rein und macht Praktika. Aber beschwert euch doch nicht dass es andere gibt die neben guten Studienleistungen zusätzlich noch bei Praktika Gas geben und somit euer Profil schlicht und ergreifend ausstechen.

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

WiWi Gast schrieb am 09.03.2021:

Ich verstehe überhaupt nicht das rumgeheule hier im Thread. Niemand zwingt euch Praktika zu machen und schon gar nicht dafür länger zu studieren?! Und es werden nicht explizit Bewerber mit X Praktika euch vorgezogen, sondern schlicht und ergreifend Bewerber die das UN für erfahrener/besser geeignet hält. Wenn ich als Chef die Wahl habe zwischen 1,6 Note und 5 Praktika oder 1,2 Note und 1 Praktika wüsste ich auch wer mir lieber ist.

Warum soll die Note mehr Gewicht haben als berufliche Erfahrung? Wenn ich meine Praktika zusammenrechne, komme ich auf fast 2 Jahre Praktika + 2x Werkstudent im Anschluss, ergo >2 Jahre BE. Natürlich ist so ein Profil interessanter wie jemand der zwar einen besseren Abschluss hat aber dafür kein halbes Jahr in der Berufswelt unterwegs war?

Unternehmen suchen sich aus allen Bewerbern immer diejenigen aus, die das Maximum an Potential versprechen. Genauso wie Absolventen immer das maximale rausholen wollen und sich aus mehreren Angeboten auch das beste für sich raussuchen. Das war und ist schon immer so gewesen und wird sich auch nicht ändern. Wenn es euch also stört dass eure gute Note allein nicht ausreicht, um an die Top Stellen zu kommen, hängt euch rein und macht Praktika. Aber beschwert euch doch nicht dass es andere gibt die neben guten Studienleistungen zusätzlich noch bei Praktika Gas geben und somit euer Profil schlicht und ergreifend ausstechen.

Natürlich zwingt einen niemand, Praktika zu machen. Es zwingt einen ja auch niemand zu studieren oder überhaupt arbeiten zu gehen.

Dennoch entsteht ein indirekter Zwang, Praktika zu machen, wenn man halbwegs gute Chancen im Bewerbungsprozess haben will.

Genau diese Konkurrenzsituation entsteht eben dadurch, dass viele Leute immer mehr Praktika machen. Praktische Erfahrung schon vorm eigentlichen Berufseinstieg zu sammeln wird also mehr oder weniger vorausgesetzt. Und eben dieser Trend wird hier kritisiert.

Ob die Praktika überhaupt noch Sinn machen und bei der Berufsfindung helfen (wozu sie ja gedacht sind) oder einfach nur noch CV-Pimping sind ist dann die große, rhetorische Frage (fun fact: In einem mir gerade vorgeschlagenen Thread auf Wiwi-Treff wird von einer "Praktika Karriere" gesprochen - nur um mal zu zeigen, wie weit es schon gekommen ist).

Dass es bei anderen Branchen (z.B. IT) ganz anders läuft wurde hier ja auch schon erwähnt. Da sind Praktika sicherlich nice to have, aber kein wirkliches Kriterium.

antworten
WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

WiWi Gast schrieb am 10.03.2021:

Ich verstehe überhaupt nicht das rumgeheule hier im Thread. Niemand zwingt euch Praktika zu machen und schon gar nicht dafür länger zu studieren?! Und es werden nicht explizit Bewerber mit X Praktika euch vorgezogen, sondern schlicht und ergreifend Bewerber die das UN für erfahrener/besser geeignet hält. Wenn ich als Chef die Wahl habe zwischen 1,6 Note und 5 Praktika oder 1,2 Note und 1 Praktika wüsste ich auch wer mir lieber ist.

Warum soll die Note mehr Gewicht haben als berufliche Erfahrung? Wenn ich meine Praktika zusammenrechne, komme ich auf fast 2 Jahre Praktika + 2x Werkstudent im Anschluss, ergo >2 Jahre BE. Natürlich ist so ein Profil interessanter wie jemand der zwar einen besseren Abschluss hat aber dafür kein halbes Jahr in der Berufswelt unterwegs war?

Unternehmen suchen sich aus allen Bewerbern immer diejenigen aus, die das Maximum an Potential versprechen. Genauso wie Absolventen immer das maximale rausholen wollen und sich aus mehreren Angeboten auch das beste für sich raussuchen. Das war und ist schon immer so gewesen und wird sich auch nicht ändern. Wenn es euch also stört dass eure gute Note allein nicht ausreicht, um an die Top Stellen zu kommen, hängt euch rein und macht Praktika. Aber beschwert euch doch nicht dass es andere gibt die neben guten Studienleistungen zusätzlich noch bei Praktika Gas geben und somit euer Profil schlicht und ergreifend ausstechen.

Natürlich zwingt einen niemand, Praktika zu machen. Es zwingt einen ja auch niemand zu studieren oder überhaupt arbeiten zu gehen.

Dennoch entsteht ein indirekter Zwang, Praktika zu machen, wenn man halbwegs gute Chancen im Bewerbungsprozess haben will.

Genau diese Konkurrenzsituation entsteht eben dadurch, dass viele Leute immer mehr Praktika machen. Praktische Erfahrung schon vorm eigentlichen Berufseinstieg zu sammeln wird also mehr oder weniger vorausgesetzt. Und eben dieser Trend wird hier kritisiert.

Ob die Praktika überhaupt noch Sinn machen und bei der Berufsfindung helfen (wozu sie ja gedacht sind) oder einfach nur noch CV-Pimping sind ist dann die große, rhetorische Frage (fun fact: In einem mir gerade vorgeschlagenen Thread auf Wiwi-Treff wird von einer "Praktika Karriere" gesprochen - nur um mal zu zeigen, wie weit es schon gekommen ist).

Dass es bei anderen Branchen (z.B. IT) ganz anders läuft wurde hier ja auch schon erwähnt. Da sind Praktika sicherlich nice to have, aber kein wirkliches Kriterium.

Machen sie Sinn? Ja!
Praktika ermöglichen dir ohne Bewerbung Jobs zu bekommen.
Hab 2 Praktika - 2 Angebote - 1 Angenommen.
Während die Leute aus meinem Studium ohne ein einziges ungläubig gucken und 3 Monate nach Abschluss nach der Weltreise erst anfangen ein CV zu basteln und sich dann beschweren, wie unfair und hart es ist, ein guten Job zu bekommen.

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

WiWi Gast schrieb am 09.03.2021:

Ich verstehe überhaupt nicht das rumgeheule hier im Thread. Niemand zwingt euch Praktika zu machen und schon gar nicht dafür länger zu studieren?! Und es werden nicht explizit Bewerber mit X Praktika euch vorgezogen, sondern schlicht und ergreifend Bewerber die das UN für erfahrener/besser geeignet hält. Wenn ich als Chef die Wahl habe zwischen 1,6 Note und 5 Praktika oder 1,2 Note und 1 Praktika wüsste ich auch wer mir lieber ist.

Warum soll die Note mehr Gewicht haben als berufliche Erfahrung? Wenn ich meine Praktika zusammenrechne, komme ich auf fast 2 Jahre Praktika + 2x Werkstudent im Anschluss, ergo >2 Jahre BE. Natürlich ist so ein Profil interessanter wie jemand der zwar einen besseren Abschluss hat aber dafür kein halbes Jahr in der Berufswelt unterwegs war?

Unternehmen suchen sich aus allen Bewerbern immer diejenigen aus, die das Maximum an Potential versprechen. Genauso wie Absolventen immer das maximale rausholen wollen und sich aus mehreren Angeboten auch das beste für sich raussuchen. Das war und ist schon immer so gewesen und wird sich auch nicht ändern. Wenn es euch also stört dass eure gute Note allein nicht ausreicht, um an die Top Stellen zu kommen, hängt euch rein und macht Praktika. Aber beschwert euch doch nicht dass es andere gibt die neben guten Studienleistungen zusätzlich noch bei Praktika Gas geben und somit euer Profil schlicht und ergreifend ausstechen.

also ich bin unternehmer und ich wüsste nicht wieso ich jemanden mit mehreren praktika eher einstellen sollte als einen mit einem praktikum. warum sollte die menge an erfahrungen relevant sein? es kommt eher drauf an, was konkret er "erfahren" hat und ob es für die stelle passt. anzunehmen, das maximum an potenzial ließe sich nicht durch die anzahl der praktika erkennen ist reine einbildung. ich könnte nun genau so sagen, dass jemand, der so viele praktika macht, wohl immer auf nummer sicher gehen will. auch im job. um in der geschäftswelt zu bestehen muss man aber immer wieder den sicheren bereich verlassen. leute die auf sicherheit getrimmt sind geht das schlecht.

antworten
WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

Praktikanten sind ein noch billigerer Azubiersatz, daher muss man die Leute ja irgendwie dazu motivieren.

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

WiWi Gast schrieb am 08.03.2021:

Zitat Partner meiner T2 UB: Ich nehme nur Leute mit mind. 3 Praktika oder STEM Studium in Oxbridge/dergleichen, ich muss ja schließlich von Tag 1 den CV des Beraters in Angebote reinpacken und dem Kunden erklären, weshalb diese Person Tagessätze jenseits 2000 € wert ist, obwohl sie Berufseinsteiger ist. Wenn da nicht mindestens 3-5 relevante Projekte aufgeführt werden können, oder ein wirklich erstaunliches akademisches Achievement, dann will der Kunde ein anderes (=besseres) Team, und das können wir und nicht leisten.

Klar, weil ja auch die Breite Masse der T1 oder T2 Berater Oxbridge im Lebenslauf haben... man merkt du hast Ahnung.

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

WiWi Gast schrieb am 08.03.2021:

Also ich habe insgesamt sogar 8 Praktika gemacht, primär allerdings um verschiedene UN kennen zu lernen, Industrien zu sehen, Kontakte zu knüpfen und allgemein was zu lernen. Deine Aussage mit dem Alter verstehe ich nicht. Ich weiß nicht wann ihr eure Praktika macht, ich habe sie in den Semesterferien gemacht (mit Ausnahme von 3 Stück während meines Gap Years). Ich hab mit 19 Abitur gemacht, habe dann insgesamt 5 Jahre studiert + 1 Jahr Gap Year, bin also auch mit 25 eingestiegen. Trotz 8 Praktika!

Viele meiner Freunde sind übrigens direkt nach Bachelor eingestiegen, auch das ist absolut nichts ungewöhnliches, insofern passt dein Absatz zu den USA auch nicht. Meine Erfahrung viel mehr ist das viele heutzutage einfach direkt den Master dran hängen weil sie keine Lust haben so früh schon mit dem arbeiten anzufangen. Und während des Bachelors ist locker Zeit für 2-3 Praktika und Werkstudent während des Studiums.

Magst du auflisten, wo du deine Praktika gemacht hast?

Gern:

Bachelor:
nach 3. Semester Big 4 mit anschließendem WS
nach 4. Semester T3 UB
nach 5. Semester T2 UB

Gap Year:
"Start Up" (zu dem Zeitpunkt schon fast unicorn gewesen)
VC London
Dax30 Inhouse mit einem Projekt was sowohl In als auch Ausland beinhaltet hat

Master:
Als Werkstudent in der Abteilung die vom Projekt berührt war bei Dax30 geblieben
Nach 2. Semester anderes Dax30 Strategy
Nach 3. Semester MBB

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

WiWi Gast schrieb am 10.03.2021:

Ich verstehe überhaupt nicht das rumgeheule hier im Thread. Niemand zwingt euch Praktika zu machen und schon gar nicht dafür länger zu studieren?! Und es werden nicht explizit Bewerber mit X Praktika euch vorgezogen, sondern schlicht und ergreifend Bewerber die das UN für erfahrener/besser geeignet hält. Wenn ich als Chef die Wahl habe zwischen 1,6 Note und 5 Praktika oder 1,2 Note und 1 Praktika wüsste ich auch wer mir lieber ist.

Warum soll die Note mehr Gewicht haben als berufliche Erfahrung? Wenn ich meine Praktika zusammenrechne, komme ich auf fast 2 Jahre Praktika + 2x Werkstudent im Anschluss, ergo >2 Jahre BE. Natürlich ist so ein Profil interessanter wie jemand der zwar einen besseren Abschluss hat aber dafür kein halbes Jahr in der Berufswelt unterwegs war?

Unternehmen suchen sich aus allen Bewerbern immer diejenigen aus, die das Maximum an Potential versprechen. Genauso wie Absolventen immer das maximale rausholen wollen und sich aus mehreren Angeboten auch das beste für sich raussuchen. Das war und ist schon immer so gewesen und wird sich auch nicht ändern. Wenn es euch also stört dass eure gute Note allein nicht ausreicht, um an die Top Stellen zu kommen, hängt euch rein und macht Praktika. Aber beschwert euch doch nicht dass es andere gibt die neben guten Studienleistungen zusätzlich noch bei Praktika Gas geben und somit euer Profil schlicht und ergreifend ausstechen.

also ich bin unternehmer und ich wüsste nicht wieso ich jemanden mit mehreren praktika eher einstellen sollte als einen mit einem praktikum. warum sollte die menge an erfahrungen relevant sein? es kommt eher drauf an, was konkret er "erfahren" hat und ob es für die stelle passt. anzunehmen, das maximum an potenzial ließe sich nicht durch die anzahl der praktika erkennen ist reine einbildung. ich könnte nun genau so sagen, dass jemand, der so viele praktika macht, wohl immer auf nummer sicher gehen will. auch im job. um in der geschäftswelt zu bestehen muss man aber immer wieder den sicheren bereich verlassen. leute die auf sicherheit getrimmt sind geht das schlecht.

Soweit stimme ich dir zu. Aber wie würdest du verfahren, wenn du so viele Bewerbungen bekommst, dass du mehr Leute mit super Noten und mindestens einem Praktikum hast, als du zu Vorstellungsgesprächen einladen kannst?

Also nur mal als Beispiel: Unter allen Bewerbern sind 15 Bewerber, alle mit Abschluss besser als 1,5 von einer guten Uni, alle mit Auslandssemester, alle mit mindestens einem Praktikum, manche aber mit deutlich mehr. Und von denen will man 5 Einladen. Würdest du dann jemand mit 1 Praktikum einladen, jemand anders mit ansonsten gleicher Qualifikation aber 4 Praktika nicht? (Mal vorausgesetzt beide haben ein ähnlich passendes Praktikum gemacht)

Würdest du dann jemanden mit einem Praktikum dem mit vier Praktika vorziehen?

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

WiWi Gast schrieb am 10.03.2021:

Ich verstehe überhaupt nicht das rumgeheule hier im Thread. Niemand zwingt euch Praktika zu machen und schon gar nicht dafür länger zu studieren?! Und es werden nicht explizit Bewerber mit X Praktika euch vorgezogen, sondern schlicht und ergreifend Bewerber die das UN für erfahrener/besser geeignet hält. Wenn ich als Chef die Wahl habe zwischen 1,6 Note und 5 Praktika oder 1,2 Note und 1 Praktika wüsste ich auch wer mir lieber ist.

Warum soll die Note mehr Gewicht haben als berufliche Erfahrung? Wenn ich meine Praktika zusammenrechne, komme ich auf fast 2 Jahre Praktika + 2x Werkstudent im Anschluss, ergo >2 Jahre BE. Natürlich ist so ein Profil interessanter wie jemand der zwar einen besseren Abschluss hat aber dafür kein halbes Jahr in der Berufswelt unterwegs war?

Unternehmen suchen sich aus allen Bewerbern immer diejenigen aus, die das Maximum an Potential versprechen. Genauso wie Absolventen immer das maximale rausholen wollen und sich aus mehreren Angeboten auch das beste für sich raussuchen. Das war und ist schon immer so gewesen und wird sich auch nicht ändern. Wenn es euch also stört dass eure gute Note allein nicht ausreicht, um an die Top Stellen zu kommen, hängt euch rein und macht Praktika. Aber beschwert euch doch nicht dass es andere gibt die neben guten Studienleistungen zusätzlich noch bei Praktika Gas geben und somit euer Profil schlicht und ergreifend ausstechen.

also ich bin unternehmer und ich wüsste nicht wieso ich jemanden mit mehreren praktika eher einstellen sollte als einen mit einem praktikum. warum sollte die menge an erfahrungen relevant sein? es kommt eher drauf an, was konkret er "erfahren" hat und ob es für die stelle passt. anzunehmen, das maximum an potenzial ließe sich nicht durch die anzahl der praktika erkennen ist reine einbildung. ich könnte nun genau so sagen, dass jemand, der so viele praktika macht, wohl immer auf nummer sicher gehen will. auch im job. um in der geschäftswelt zu bestehen muss man aber immer wieder den sicheren bereich verlassen. leute die auf sicherheit getrimmt sind geht das schlecht.

Angenommen du suchst einen Controller, du hast 2 Kandidaten. Beide Bachelor und Master mit 1,5 abgeschlossen, selbe Uni, je 2x Auslandssemester.

  • Person A: Ein Praktikum a 6 Monate, Controlling Dax

  • Person B: 1 Praktikum Bachelor mit anschließendem WS im Controlling, 2 Praktika a 6 Monate im Gap Year, davon 1x Accounting/Finance/UB/Irgendwas, 1x Controlling Dax, während Master Werkstudent in relevanten Bereich, 1 Praktikum Finance Bereich, andere Industrie/Branche/Firma

Da willst du mir sagen du würdest A ggü. B vorziehen? Natürlich bringen viele Praktika an sich erstmal nichts, aber wenn man sich z.B. auf eine HR Stelle bewirbt und ein Bewerber hat 1 Praktikum im HR, ein weiterer Bewerber hat 4 in versch. UN / Industrien und versch. Bereichen von HR (Recruiting, Learning, Compensation etc.) ist dieser Bewerber von den Formalien einfach besser geeignet. Gleiches gilt für UB, Controlling, Finance...

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

WiWi Gast schrieb am 10.03.2021:

Also ich habe insgesamt sogar 8 Praktika gemacht, primär allerdings um verschiedene UN kennen zu lernen, Industrien zu sehen, Kontakte zu knüpfen und allgemein was zu lernen. Deine Aussage mit dem Alter verstehe ich nicht. Ich weiß nicht wann ihr eure Praktika macht, ich habe sie in den Semesterferien gemacht (mit Ausnahme von 3 Stück während meines Gap Years). Ich hab mit 19 Abitur gemacht, habe dann insgesamt 5 Jahre studiert + 1 Jahr Gap Year, bin also auch mit 25 eingestiegen. Trotz 8 Praktika!

Viele meiner Freunde sind übrigens direkt nach Bachelor eingestiegen, auch das ist absolut nichts ungewöhnliches, insofern passt dein Absatz zu den USA auch nicht. Meine Erfahrung viel mehr ist das viele heutzutage einfach direkt den Master dran hängen weil sie keine Lust haben so früh schon mit dem arbeiten anzufangen. Und während des Bachelors ist locker Zeit für 2-3 Praktika und Werkstudent während des Studiums.

Magst du auflisten, wo du deine Praktika gemacht hast?

Gern:

Bachelor:
nach 3. Semester Big 4 mit anschließendem WS
nach 4. Semester T3 UB
nach 5. Semester T2 UB

Gap Year:
"Start Up" (zu dem Zeitpunkt schon fast unicorn gewesen)
VC London
Dax30 Inhouse mit einem Projekt was sowohl In als auch Ausland beinhaltet hat

Master:
Als Werkstudent in der Abteilung die vom Projekt berührt war bei Dax30 geblieben
Nach 2. Semester anderes Dax30 Strategy
Nach 3. Semester MBB

Danke :)
Wow Respekt. Sind einige tolle Sachen dabei.

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

Wie viele hier den Punkt einfach nicht raffen. Ich denke niemand widerspricht, dass ein Kandidat mit sehr vielen Praktika tendenziell attraktiver für den Arbeitgeber ist als ein Kandidat mit ähnlicher Ausbildung aber weniger Praktika.

Was hier in diesem Post bekritelt wird ist das "Race to the bottom" was man sich in Deutschland selbst auferlegt hat und welches einen zwingt für einen Top Berufseinstieg bis Ende Master um die 4-5 Praktika absolviert zu haben. Die Angebotsseite (also wir als Berufseinsteiger) haben uns das über die Zeit einfach selber eingebrockt. Das ganze ist natürlich auch ein strukturelles Problem da immer mehr Leute ein Universitätsstudium beginnen und der Signaling Effekt allein dadurch nicht mehr so groß ist.

In anderen Ländern (vor allem im angloamerikanischen Raum) wird dieses Signaling vorwiegend durch die Universität getätigt. Das ist auch der Grund warum jemand mit Oxbridge Bachelor nach dem 3. Semester ein Top BB Praktikum in der City absolviert und nach dem Bachelor FT einsteigt während der Deutsche Michel im Bachelor erstmal zu B4 Audit, TAS und einer MM muss um dann nach einem Gap Year in einem Top Target Master das selbe Praktikum zu bekommen, dass der Oxbridge Typ nach dem 3. Semester erhalten hat.

Kann man beurteilen wie man will, tendenziell ermöglicht das deutsche System auch für nicht super smarte/priveligierte die ihren Bachlor nicht an einer absoluten Top Universität beginnen den Weg nach oben in eine FO IBD/MBB Position. In den USA und UK ist das so gut wie unmöglich wenn du an irgendeiner 0815 Universität beginnst.

Dennoch halte ich dieses Intern System schon für sehr kritisch wenn man mal schaut wie viele Praktis RTH z.B. im Jahr einstellt und dort 70-80 h + schrubben lässt. Ist dann halt wirklich eine günstige Arbeitskraftbeschaffung - wo sonst würdest du bitte Leute finden die sich für einen niedrigen Stundenlohn 80h "knechten" lassen?

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

WiWi Gast schrieb am 11.03.2021:

Wie viele hier den Punkt einfach nicht raffen. Ich denke niemand widerspricht, dass ein Kandidat mit sehr vielen Praktika tendenziell attraktiver für den Arbeitgeber ist als ein Kandidat mit ähnlicher Ausbildung aber weniger Praktika.

Was hier in diesem Post bekritelt wird ist das "Race to the bottom" was man sich in Deutschland selbst auferlegt hat und welches einen zwingt für einen Top Berufseinstieg bis Ende Master um die 4-5 Praktika absolviert zu haben. Die Angebotsseite (also wir als Berufseinsteiger) haben uns das über die Zeit einfach selber eingebrockt. Das ganze ist natürlich auch ein strukturelles Problem da immer mehr Leute ein Universitätsstudium beginnen und der Signaling Effekt allein dadurch nicht mehr so groß ist.

In anderen Ländern (vor allem im angloamerikanischen Raum) wird dieses Signaling vorwiegend durch die Universität getätigt. Das ist auch der Grund warum jemand mit Oxbridge Bachelor nach dem 3. Semester ein Top BB Praktikum in der City absolviert und nach dem Bachelor FT einsteigt während der Deutsche Michel im Bachelor erstmal zu B4 Audit, TAS und einer MM muss um dann nach einem Gap Year in einem Top Target Master das selbe Praktikum zu bekommen, dass der Oxbridge Typ nach dem 3. Semester erhalten hat.

Kann man beurteilen wie man will, tendenziell ermöglicht das deutsche System auch für nicht super smarte/priveligierte die ihren Bachlor nicht an einer absoluten Top Universität beginnen den Weg nach oben in eine FO IBD/MBB Position. In den USA und UK ist das so gut wie unmöglich wenn du an irgendeiner 0815 Universität beginnst.

Dennoch halte ich dieses Intern System schon für sehr kritisch wenn man mal schaut wie viele Praktis RTH z.B. im Jahr einstellt und dort 70-80 h + schrubben lässt. Ist dann halt wirklich eine günstige Arbeitskraftbeschaffung - wo sonst würdest du bitte Leute finden die sich für einen niedrigen Stundenlohn 80h "knechten" lassen?

Also ich habe den Punkt sehr wohl verstanden, verstehe allerdings nicht so ganz das Problem. Seid ihr der Meinung dass alle Studenten, vorrangig die Wiwis, einfach in Zukunft nur noch ein Praktikum machen sollten? Man lernt doch bereits in Makro 1 dass das nie funktioniert :D Es bricht immer einer aus der Vereinbarung aus und macht 2 Praktika usw.

Abgesehen davon gilt doch diese ganze man braucht mindestens 5 Praktika Geschichte nur für die absoluten Top Stellen (MBB, IB, Dax Trainee etc.) Aber hier konkurriert man ja auch mit den besten Absolventen ganz Deutschlands, ist doch logisch dass es hierfür ein bisschen mehr braucht als nur top Noten und 1 Pflichtpraktikum? Wie gesagt, wenn es heutzutage normal wäre nur 1 Praktikum zu machen, würde irgendwann jemand 2 machen, dann 3 usw. Man versucht ja immer das eigene Profil zu verbessern und damit die Chancen zu erhöhen. Wenn man schon top Noten hat sind Praktika der logische Schritt. Abgesehen davon dass viele es auch einfach aus Interesse machen.

Letztlich verstehe ich hier jeden Punkt und verstehe auch das einige Leute das ganze kritisch sehen. Im Endeffekt aber verstehe ich das Problem nicht. Niemand zwingt euch >5 Praktika zu machen. Wenn ihr aber in die beliebtesten Absolventenpositionen wollt, ist das nun mal Grundvoraussetzung.

Gleiches gilt doch für ein Medizinstudium, da weiß ich in der Oberstufe auch schon dass ich 1,2 oder eher 1,0 im Abi brauche um reinzukommen. Da beschwert sich doch auch niemand dass das blöd und eigentlich bescheuert ist? Es ist nun mal die Grundvoraussetzung und die ist hinlänglich bekannt, insofern kann jeder, der Medizin studieren will, darauf hinarbeiten.

Gleiches gilt für Studenten die im IB/MBB anfangen wollen: Gute Noten von Anfang an und nebenbei relevante Praktika absolvieren. Wer darauf kein bock hat und in den Semesterferien lieber vereisen will darf sich dann aber auch nicht beschweren, dass er keinen Platz bekommt. Gleiches gilt fürs Medizinstudium, wenn ich fürs Abi kaum lerne und lieber Party mache und mit Freunden chille und am Ende eben "nur" 1,8 rauskommt.

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

WiWi Gast schrieb am 10.03.2021:

Ich verstehe überhaupt nicht das rumgeheule hier im Thread. Niemand zwingt euch Praktika zu machen und schon gar nicht dafür länger zu studieren?! Und es werden nicht explizit Bewerber mit X Praktika euch vorgezogen, sondern schlicht und ergreifend Bewerber die das UN für erfahrener/besser geeignet hält. Wenn ich als Chef die Wahl habe zwischen 1,6 Note und 5 Praktika oder 1,2 Note und 1 Praktika wüsste ich auch wer mir lieber ist.

Warum soll die Note mehr Gewicht haben als berufliche Erfahrung? Wenn ich meine Praktika zusammenrechne, komme ich auf fast 2 Jahre Praktika + 2x Werkstudent im Anschluss, ergo >2 Jahre BE. Natürlich ist so ein Profil interessanter wie jemand der zwar einen besseren Abschluss hat aber dafür kein halbes Jahr in der Berufswelt unterwegs war?

Unternehmen suchen sich aus allen Bewerbern immer diejenigen aus, die das Maximum an Potential versprechen. Genauso wie Absolventen immer das maximale rausholen wollen und sich aus mehreren Angeboten auch das beste für sich raussuchen. Das war und ist schon immer so gewesen und wird sich auch nicht ändern. Wenn es euch also stört dass eure gute Note allein nicht ausreicht, um an die Top Stellen zu kommen, hängt euch rein und macht Praktika. Aber beschwert euch doch nicht dass es andere gibt die neben guten Studienleistungen zusätzlich noch bei Praktika Gas geben und somit euer Profil schlicht und ergreifend ausstechen.

also ich bin unternehmer und ich wüsste nicht wieso ich jemanden mit mehreren praktika eher einstellen sollte als einen mit einem praktikum. warum sollte die menge an erfahrungen relevant sein? es kommt eher drauf an, was konkret er "erfahren" hat und ob es für die stelle passt. anzunehmen, das maximum an potenzial ließe sich nicht durch die anzahl der praktika erkennen ist reine einbildung. ich könnte nun genau so sagen, dass jemand, der so viele praktika macht, wohl immer auf nummer sicher gehen will. auch im job. um in der geschäftswelt zu bestehen muss man aber immer wieder den sicheren bereich verlassen. leute die auf sicherheit getrimmt sind geht das schlecht.

Angenommen du suchst einen Controller, du hast 2 Kandidaten. Beide Bachelor und Master mit 1,5 abgeschlossen, selbe Uni, je 2x Auslandssemester.

  • Person A: Ein Praktikum a 6 Monate, Controlling Dax

  • Person B: 1 Praktikum Bachelor mit anschließendem WS im Controlling, 2 Praktika a 6 Monate im Gap Year, davon 1x Accounting/Finance/UB/Irgendwas, 1x Controlling Dax, während Master Werkstudent in relevanten Bereich, 1 Praktikum Finance Bereich, andere Industrie/Branche/Firma

Da willst du mir sagen du würdest A ggü. B vorziehen? Natürlich bringen viele Praktika an sich erstmal nichts, aber wenn man sich z.B. auf eine HR Stelle bewirbt und ein Bewerber hat 1 Praktikum im HR, ein weiterer Bewerber hat 4 in versch. UN / Industrien und versch. Bereichen von HR (Recruiting, Learning, Compensation etc.) ist dieser Bewerber von den Formalien einfach besser geeignet. Gleiches gilt für UB, Controlling, Finance...

anhand dieser angaben würde ich weder a noch b bevorzugen. das prüfe ich erst. denk doch mal intensiv über das wort ERFAHRUNG nach. was ist das wirklich in einem konkreten kontext? was sagt es aus? "erfahren" kann man viel und das kommt auch teils von alleine. entscheidend ist, was genau erfahren wurde und vor allem, was daraus gelernt wurde. viele "erfahren" was im praktikum, aber wurde auch was gelernt? zu was genau iste derjenige fähig?

und es kommt auch auf die persönlichkeit an. jemand der nur sein pflichtpraktikum macht, macht nur das nötigste und das kann sehr gut sein, denn solche leute verplempern keine arbeitszeit für unrelevantes. A kann also durchaus besser für die stelle passen als als B mit seinen vielen praktika.

und manchmal ist es sogar besser, wenn jemand keine erfahrung hat, sondern komplett neu an die sache herangeht. in deutschland ist ein schlimmes schubladendenken weit verbreitet. man glaubt, jemand könne nur das, was auf einem zeugnis steht.

antworten
WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

WiWi Gast schrieb am 11.03.2021:

Angenommen du suchst einen Controller, du hast 2 Kandidaten. Beide Bachelor und Master mit 1,5 abgeschlossen, selbe Uni, je 2x Auslandssemester.

  • Person A: Ein Praktikum a 6 Monate, Controlling Dax

  • Person B: 1 Praktikum Bachelor mit anschließendem WS im Controlling, 2 Praktika a 6 Monate im Gap Year, davon 1x Accounting/Finance/UB/Irgendwas, 1x Controlling Dax, während Master Werkstudent in relevanten Bereich, 1 Praktikum Finance Bereich, andere Industrie/Branche/Firma

Da willst du mir sagen du würdest A ggü. B vorziehen? Natürlich bringen viele Praktika an sich erstmal nichts, aber wenn man sich z.B. auf eine HR Stelle bewirbt und ein Bewerber hat 1 Praktikum im HR, ein weiterer Bewerber hat 4 in versch. UN / Industrien und versch. Bereichen von HR (Recruiting, Learning, Compensation etc.) ist dieser Bewerber von den Formalien einfach besser geeignet. Gleiches gilt für UB, Controlling, Finance...

anhand dieser angaben würde ich weder a noch b bevorzugen. das prüfe ich erst. denk doch mal intensiv über das wort ERFAHRUNG nach. was ist das wirklich in einem konkreten kontext? was sagt es aus? "erfahren" kann man viel und das kommt auch teils von alleine. entscheidend ist, was genau erfahren wurde und vor allem, was daraus gelernt wurde. viele "erfahren" was im praktikum, aber wurde auch was gelernt? zu was genau iste derjenige fähig?

und es kommt auch auf die persönlichkeit an. jemand der nur sein pflichtpraktikum macht, macht nur das nötigste und das kann sehr gut sein, denn solche leute verplempern keine arbeitszeit für unrelevantes. A kann also durchaus besser für die stelle passen als als B mit seinen vielen praktika.

und manchmal ist es sogar besser, wenn jemand keine erfahrung hat, sondern komplett neu an die sache herangeht. in deutschland ist ein schlimmes schubladendenken weit verbreitet. man glaubt, jemand könne nur das, was auf einem zeugnis steht.

Oh wow, mit dir ist diskutieren auch wirklich sinnlos, du findest ja wirklich immer irgendwas um Leute mit weniger Praktika zu pushen. Auf einmal ist mehr BE nicht gleich Erfahrung und weniger Erfahrung ist auf einmal besser als mehr Erfahrung. Das man sich in den VG ein Bild von Persönlichkeit und den Erfahrungen und dem gelernten macht sollte klar sein, aber gut dass du es nochmal erwähnt hast ;)

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

Ich glaube auch dass zusätzliche 1 bis x Praktika in den seltensten Fällen den Ausschlag geben ob jemand eingestellt wird oder nicht.

Gibt es viele Bewerber mit ähnlichem Profil, können sie aber deutlich eher den Ausschlag geben, ob man zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird oder nicht. Und ohne Chance sich vorzustellen gibt es auch keine Chance auf den Job.

Bei begehrten Stellen, bspw. High Tier UB oder IB, etc., wird es immer so sein, dass sich viele Bewerber auf jede Stelle kommen. Und deshalb wird es immer Leute geben, die versuchen sich auf die ein oder andere Weise von der Masse abzuheben um bessere Chancen zu haben. Und da ist mir mir ehrlichgesagt lieber das läuft über Praktika und Mehrarbeit wie in Deutschland, wodurch man sich auch von einer weniger angesehenen Uni hocharbeiten kann als wie in USA/UK, wo es darum geht in welche Uni man es rein schafft und ob man die bezahlen kann.

Das deutsche System wird meiner Meinung nach dem Leistungsprinzip eher gerecht.

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

WiWi Gast schrieb am 11.03.2021:

Also ich habe den Punkt sehr wohl verstanden, verstehe allerdings nicht so ganz das Problem. Seid ihr der Meinung dass alle Studenten, vorrangig die Wiwis, einfach in Zukunft nur noch ein Praktikum machen sollten? Man lernt doch bereits in Makro 1 dass das nie funktioniert :D Es bricht immer einer aus der Vereinbarung aus und macht 2 Praktika usw.

Gleiches gilt für Studenten die im IB/MBB anfangen wollen: Gute Noten von Anfang an und nebenbei relevante Praktika absolvieren. Wer darauf kein bock hat und in den Semesterferien lieber vereisen will darf sich dann aber auch nicht beschweren, dass er keinen Platz bekommt. Gleiches gilt fürs Medizinstudium, wenn ich fürs Abi kaum lerne und lieber Party mache und mit Freunden chille und am Ende eben "nur" 1,8 rauskommt.

anstatt die welt aus perspektive von büchern mit abstrakten inhalten zu sehen, wäre es besser mal die welt selbst kennenzulernen und sich selbst ein bild zu schaffen.
eines tages liegst du todkrank im bett, dann wirst du dich beschweren, dass du nicht doch mehr party und chillen mit freunden gemacht hast.

antworten
WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

WiWi Gast schrieb am 11.03.2021:

Ich glaube auch dass zusätzliche 1 bis x Praktika in den seltensten Fällen den Ausschlag geben ob jemand eingestellt wird oder nicht.

Gibt es viele Bewerber mit ähnlichem Profil, können sie aber deutlich eher den Ausschlag geben, ob man zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird oder nicht. Und ohne Chance sich vorzustellen gibt es auch keine Chance auf den Job.

Bei begehrten Stellen, bspw. High Tier UB oder IB, etc., wird es immer so sein, dass sich viele Bewerber auf jede Stelle kommen. Und deshalb wird es immer Leute geben, die versuchen sich auf die ein oder andere Weise von der Masse abzuheben um bessere Chancen zu haben. Und da ist mir mir ehrlichgesagt lieber das läuft über Praktika und Mehrarbeit wie in Deutschland, wodurch man sich auch von einer weniger angesehenen Uni hocharbeiten kann als wie in USA/UK, wo es darum geht in welche Uni man es rein schafft und ob man die bezahlen kann.

Das deutsche System wird meiner Meinung nach dem Leistungsprinzip eher gerecht.

"Eher" sollte aber fett unterstrichen werden. Vergleiche wenn du an einer normalen 0815 staatlichen studierst vs. WHU wo du in der ersten Woche schon auf Praktika, Ausland und Co gedrillt wirst. Das ist schon ein extremes Edge das mit den gewissen Universitäten einhergeht.

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

WiWi Gast schrieb am 11.03.2021:

Oh wow, mit dir ist diskutieren auch wirklich sinnlos, du findest ja wirklich immer irgendwas um Leute mit weniger Praktika zu pushen. Auf einmal ist mehr BE nicht gleich Erfahrung und weniger Erfahrung ist auf einmal besser als mehr Erfahrung. Das man sich in den VG ein Bild von Persönlichkeit und den Erfahrungen und dem gelernten macht sollte klar sein, aber gut dass du es nochmal erwähnt hast ;)

Die Qualität der Erfahrung ist wichtig, nicht die Quantität.
(Es gibt genug Leute, die reichlich Praktika machen, aber trotzdem nichts drauf haben)

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

WiWi Gast schrieb am 11.03.2021:

Angenommen du suchst einen Controller, du hast 2 Kandidaten. Beide Bachelor und Master mit 1,5 abgeschlossen, selbe Uni, je 2x Auslandssemester.

  • Person A: Ein Praktikum a 6 Monate, Controlling Dax

  • Person B: 1 Praktikum Bachelor mit anschließendem WS im Controlling, 2 Praktika a 6 Monate im Gap Year, davon 1x Accounting/Finance/UB/Irgendwas, 1x Controlling Dax, während Master Werkstudent in relevanten Bereich, 1 Praktikum Finance Bereich, andere Industrie/Branche/Firma

Da willst du mir sagen du würdest A ggü. B vorziehen? Natürlich bringen viele Praktika an sich erstmal nichts, aber wenn man sich z.B. auf eine HR Stelle bewirbt und ein Bewerber hat 1 Praktikum im HR, ein weiterer Bewerber hat 4 in versch. UN / Industrien und versch. Bereichen von HR (Recruiting, Learning, Compensation etc.) ist dieser Bewerber von den Formalien einfach besser geeignet. Gleiches gilt für UB, Controlling, Finance...

anhand dieser angaben würde ich weder a noch b bevorzugen. das prüfe ich erst. denk doch mal intensiv über das wort ERFAHRUNG nach. was ist das wirklich in einem konkreten kontext? was sagt es aus? "erfahren" kann man viel und das kommt auch teils von alleine. entscheidend ist, was genau erfahren wurde und vor allem, was daraus gelernt wurde. viele "erfahren" was im praktikum, aber wurde auch was gelernt? zu was genau iste derjenige fähig?

und es kommt auch auf die persönlichkeit an. jemand der nur sein pflichtpraktikum macht, macht nur das nötigste und das kann sehr gut sein, denn solche leute verplempern keine arbeitszeit für unrelevantes. A kann also durchaus besser für die stelle passen als als B mit seinen vielen praktika.

und manchmal ist es sogar besser, wenn jemand keine erfahrung hat, sondern komplett neu an die sache herangeht. in deutschland ist ein schlimmes schubladendenken weit verbreitet. man glaubt, jemand könne nur das, was auf einem zeugnis steht.

Oh wow, mit dir ist diskutieren auch wirklich sinnlos, du findest ja wirklich immer irgendwas um Leute mit weniger Praktika zu pushen. Auf einmal ist mehr BE nicht gleich Erfahrung und weniger Erfahrung ist auf einmal besser als mehr Erfahrung. Das man sich in den VG ein Bild von Persönlichkeit und den Erfahrungen und dem gelernten macht sollte klar sein, aber gut dass du es nochmal erwähnt hast ;)

diskutieren ist es für dich wohl nur so lange wie du das letzte wort hast!
viele leute mit berufserfahrung haben durchaus den nachteil, dass sie sich eine arbeitsweise fest angeeignet haben, von der sie nicht mehr abweichen. auch in einem neuen unternehmen nicht. da ist es durchaus sinnvoller jemanden ohne erfahrung auf die stelle zu setzen, da er sich ganz auf die neuen aufgaben einstellen kann.

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

WiWi Gast schrieb am 11.03.2021:

jemand der nur sein pflichtpraktikum macht, macht nur das nötigste und das kann sehr gut sein, denn solche leute verplempern keine arbeitszeit für unrelevantes. A kann also durchaus besser für die stelle passen als als B mit seinen vielen praktika.

Interessant, wie du das auslegst. Sehe ich gegensätzlich. Für mich ist jemand, der nur das Pflichtpraktikum vorzuweisen hat, einer, der immer nur das absolute Minimum an Leistung erbringt - das wäre zumindest meine erste Assoziation. Und jemandem, der freiwillige Praktika absolviert, um weiterzukommen und sein Profil zu schärfen, pauschal vorzuwerfen, er könnte Relevantes nicht von Irrelevantem unterscheiden (das unterstellst du implizit: "Leute mit nur Pflichtpraktikum verplempern keine Zeit für Irrelevantes."): gewagte These. Auch der widerspreche ich.

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

Ein Praktikum ist keine Berufserfahrung. Dazu fehlt dort einiges. Nicht nur die Zeit auch beim Inhalt. Ein Direkteinstieg ist natürlich wertvoller als viele Praktika.

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

Naja, Auszubildende verdienen jetzt auch nicht die Welt und müssen 2,5-3 Jahre voll im Unternehmen mitarbeiten.

Von daher ist Deine Klage nicht statthaft.

WiWi Gast schrieb am 07.03.2021:

Nein, er hat schon recht. Wir machen mittlerweile alle 4-6 Praktika und arbeiten damit zwei Jahre lang auf Hungerslohn. Man hinterfragt es auch gar nicht mehr. Selbst für diverse Industriepraktika werden 1-2 vorherige Praktika im ähnlichen Bereich gefordert. Diese Entwicklung ist völlig verrückt. Am Ende feiert man sein "Einstiegsgehalt", aber ist bereits 25-28. Die Jahre, die man in etlichen Praktikas für Mindestlohn oder sogar weniger verbracht hat, vergisst man dann gerne. Die Amis steigen mit 22 nach dem vierjährigen Bachelor ein, da müssen wir erst mal auf Praktikasuche gehen. Und die Unternehmen freuen sich einen Ast, weil man fertig studierte Absolventen für einen Spottpreis bekommt.

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

WiWi Gast schrieb am 11.03.2021:

Oh wow, mit dir ist diskutieren auch wirklich sinnlos, du findest ja wirklich immer irgendwas um Leute mit weniger Praktika zu pushen. Auf einmal ist mehr BE nicht gleich Erfahrung und weniger Erfahrung ist auf einmal besser als mehr Erfahrung. Das man sich in den VG ein Bild von Persönlichkeit und den Erfahrungen und dem gelernten macht sollte klar sein, aber gut dass du es nochmal erwähnt hast ;)

Wann ist denn diskutieren sinnvoll für dich? Wenn du das letzte Wort hast, weil es beim Diskutieren um gewinnen geht?
Wenn jemand immer wieder Argumente findet, gerade dann ist das diskutieren erst sinnvoll. Sonst lernt man ja nichts.

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hamburgerinbayern

Praktikawahn in Deutschland

Ein Praktikum ist sog. "erste" Berufserfahrung, aber keine "fundierte" Berufserfahrung, richtig.

WiWi Gast schrieb am 11.03.2021:

Ein Praktikum ist keine Berufserfahrung. Dazu fehlt dort einiges. Nicht nur die Zeit auch beim Inhalt. Ein Direkteinstieg ist natürlich wertvoller als viele Praktika.

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

Der Praktikawahn ist ja nur ein Teilaspekt des generell recht toxischen deutschen Arbeitsmarktes. Bei jeder noch so unwichtigen Stelle muss das Profil zu 100% passen, schön stromlinienförmig mit den “richtigen” Praktika ausgeschmückt und mit einem Haufen nichtssagender Arbeitszeugnisse untermauert sein. Darauf versteifen sich dann die Personaler und sortieren gnadenlos alles aus, was nicht ins Schema F passt, könnte ja schief gehen (wozu gibt es nochmal die Probezeit?). So ist es dann auch nicht verwunderlich, dass Tunnelblick, Engstirnigkeit und das berühmte “Fachidiotentum” in D weit verbreitet sind.

Habe ganz entspannt im Ausland studiert, ein Praktikum gemacht und noch vor Abschluss einen guten Job gefunden. Natürlich zog es mich damals nach D, aber als ich den Praktikawahn in meinem Freundeskreis mitbekommen habe, bin ich dem deutschen Arbeitsmarkt lieber fern geblieben, die Abgabenlast ist ja auch nicht ohne...

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ExBerater

Praktikawahn in Deutschland

Sorry aber ich finde, das ist doch eine sehr sehr einseitige Sicht.
Ich finde der Jobmarkt in Deutschland ist hoch rational. Deutschland ist ein Land was mehr als die meisten davon geprägt ist, dass Kompetenz, Zuverlässigkeit und Eignung im Job zählen - und deshalb ist (anders als hier im Forum an mancher Stelle vermittelt) auch Deutschland höchst angesehen in der Welt für seine Qualitätsarbeit.

In Deutschland ist es halt so, dass Firmen genau wissen wollen wen sie einstellen wollen da es idealerweise eine Entscheidung für viele Jahre ist. Wie mann man ernsthaft kritisieren, dass man dabei darauf Wert legt, dass es passt?
Man kann es auch wie in den USA machen: Keine Zeugnisse sondern nur euphemistische Bullshit Bingo Empfehlungsschreiben, Probezeit brauch man nicht da man eh jeden rausschmeißen kann, wenn er nicht nach wenige Wochen funktioniert im Job. Da hat man dann am Ende Leute die nicht viel gelernt haben, aber in jedem Job sich mal versucht haben. Na großartig.

HIngegen läuft der deutsche Job Markt seit vielen Jahren wie am Schnürchen und ist auch in Krisen robust.

Ganz abgesehen davon: Praktika gibt es nicht nur in Deutschland. in den allermeisten Ländern sind die Jobsituationen VIEL prekärer. Und nein! Es gibt auch hierzulande FIrmen und Jobs wo man nicht an einer Pseudo-Elite Unit einen "Top Management Master" gemacht haben muss, garniert mit 25 Praktika.

WiWi Gast schrieb am 12.03.2021:

Der Praktikawahn ist ja nur ein Teilaspekt des generell recht toxischen deutschen Arbeitsmarktes. Bei jeder noch so unwichtigen Stelle muss das Profil zu 100% passen, schön stromlinienförmig mit den “richtigen” Praktika ausgeschmückt und mit einem Haufen nichtssagender Arbeitszeugnisse untermauert sein. Darauf versteifen sich dann die Personaler und sortieren gnadenlos alles aus, was nicht ins Schema F passt, könnte ja schief gehen (wozu gibt es nochmal die Probezeit?). So ist es dann auch nicht verwunderlich, dass Tunnelblick, Engstirnigkeit und das berühmte “Fachidiotentum” in D weit verbreitet sind.

Habe ganz entspannt im Ausland studiert, ein Praktikum gemacht und noch vor Abschluss einen guten Job gefunden. Natürlich zog es mich damals nach D, aber als ich den Praktikawahn in meinem Freundeskreis mitbekommen habe, bin ich dem deutschen Arbeitsmarkt lieber fern geblieben, die Abgabenlast ist ja auch nicht ohne...

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

ExBerater schrieb am 13.03.2021:

In Deutschland ist es halt so, dass Firmen genau wissen wollen wen sie einstellen wollen da es idealerweise eine Entscheidung für viele Jahre ist. Wie mann man ernsthaft kritisieren, dass man dabei darauf Wert legt, dass es passt?

Das kann eben auch einigen zum Verhängnis werden. Ein paar Jahre zu lange in der falschen Nische unterwegs oder als Führungskraft unverschuldet gekündigt worden und dann nicht genug Erfahrung als Führungskraft, aber auch schon zu lange vom normalen Tagesgeschäft als einfach Mitarbeiter weg. Danach will dich keiner mehr und du kannst Taxi fahren, egal wie geeignet du für den Job wärst.

antworten
WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

WiWi Gast schrieb am 13.03.2021:

ExBerater schrieb am 13.03.2021:

In Deutschland ist es halt so, dass Firmen genau wissen wollen wen sie einstellen wollen da es idealerweise eine Entscheidung für viele Jahre ist. Wie mann man ernsthaft kritisieren, dass man dabei darauf Wert legt, dass es passt?

Das kann eben auch einigen zum Verhängnis werden. Ein paar Jahre zu lange in der falschen Nische unterwegs oder als Führungskraft unverschuldet gekündigt worden und dann nicht genug Erfahrung als Führungskraft, aber auch schon zu lange vom normalen Tagesgeschäft als einfach Mitarbeiter weg. Danach will dich keiner mehr und du kannst Taxi fahren, egal wie geeignet du für den Job wärst.

Ein genau passendes Profil kann der AG nur verlangen, wenn er so viele Bewerber hat, das er davon ausgehen kann, so eins auch zu finden. Ich seit also in einem hoch kompetetiven Bereich unterwegs und wundert euch das die Anforderungen hoch sind? Merkt ihr selbst oder?

In meiner Branche sind wir froh überhaupt jemanden mit Erfahrung zu bekommen, es geht daher auch anders.

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

ExBerater schrieb am 13.03.2021:

Sorry aber ich finde, das ist doch eine sehr sehr einseitige Sicht.
Ich finde der Jobmarkt in Deutschland ist hoch rational. Deutschland ist ein Land was mehr als die meisten davon geprägt ist, dass Kompetenz, Zuverlässigkeit und Eignung im Job zählen - und deshalb ist (anders als hier im Forum an mancher Stelle vermittelt) auch Deutschland höchst angesehen in der Welt für seine Qualitätsarbeit.

In Deutschland ist es halt so, dass Firmen genau wissen wollen wen sie einstellen wollen da es idealerweise eine Entscheidung für viele Jahre ist. Wie mann man ernsthaft kritisieren, dass man dabei darauf Wert legt, dass es passt?
Man kann es auch wie in den USA machen: Keine Zeugnisse sondern nur euphemistische Bullshit Bingo Empfehlungsschreiben, Probezeit brauch man nicht da man eh jeden rausschmeißen kann, wenn er nicht nach wenige Wochen funktioniert im Job. Da hat man dann am Ende Leute die nicht viel gelernt haben, aber in jedem Job sich mal versucht haben. Na großartig.

Ich war eine Zeit lang in den USA. Diese "euhpemischen Bullshit Bingo Empfehlungsschreiben", wie du es bezeichnest, oder einfach korrekt Refernzen, sind meiner Erfahrung nach viel autentischer und ehrlicher, als Arbeitszeugnisse bei uns, die häufig nur Floskeln und die schlimmsten Verklausulierungen enthalten, nur weil man auch negative Dinge hier nicht auch einfach beim Namen nennen kann.

HIngegen läuft der deutsche Job Markt seit vielen Jahren wie am Schnürchen und ist auch in Krisen robust.

Ganz abgesehen davon: Praktika gibt es nicht nur in Deutschland. in den allermeisten Ländern sind die Jobsituationen VIEL prekärer. Und nein! Es gibt auch hierzulande FIrmen und Jobs wo man nicht an einer Pseudo-Elite Unit einen "Top Management Master" gemacht haben muss, garniert mit 25 Praktika.

WiWi Gast schrieb am 12.03.2021:

Der Praktikawahn ist ja nur ein Teilaspekt des generell recht toxischen deutschen Arbeitsmarktes. Bei jeder noch so unwichtigen Stelle muss das Profil zu 100% passen, schön stromlinienförmig mit den “richtigen” Praktika ausgeschmückt und mit einem Haufen nichtssagender Arbeitszeugnisse untermauert sein. Darauf versteifen sich dann die Personaler und sortieren gnadenlos alles aus, was nicht ins Schema F passt, könnte ja schief gehen (wozu gibt es nochmal die Probezeit?). So ist es dann auch nicht verwunderlich, dass Tunnelblick, Engstirnigkeit und das berühmte “Fachidiotentum” in D weit verbreitet sind.

Habe ganz entspannt im Ausland studiert, ein Praktikum gemacht und noch vor Abschluss einen guten Job gefunden. Natürlich zog es mich damals nach D, aber als ich den Praktikawahn in meinem Freundeskreis mitbekommen habe, bin ich dem deutschen Arbeitsmarkt lieber fern geblieben, die Abgabenlast ist ja auch nicht ohne...

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WiWi Gast

Praktikawahn in Deutschland

Was halt zurecht kritisiert wird, ist die "Leiter", die man innerhalb der Praktika gehen muss. Diverse etlichen Vorpraktika, um überhaupt die Chance auf eine Einladung zu bekommen. Praktika an sich sind super, um Bereiche kennen zu lernen. Als BWLer macht man dann eins in Operations, eins im Banking, eins im Marketing und eins im Consulting, als Beispiel. Aber das ist leider nur die Theorie, stattdessen braucht man für jeden Weg 3 Top-Vorpraktika und kann somit nicht mal die gesamte Bandbreite kennenlernen. Und ja, natürlich gibt es auch euch Target-Hengste, die schon nach dem Abi bei einer Big 4 waren und keinerlei Vorpraktika brauchten, um Roland Bergers Profit Margins für 3 Monate zu versüßen. Wir wissen es. Ihr seid nicht die Norm, genauso wenig wie €2-3k die Norm sind.

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