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Fair Company – was bedeutet das Gütesiegel für Berufseinsteiger und Praktikanten?

Fairness im Unternehmen ist nicht immer selbstverständlich. Dafür ist Transparenz ein wichtiger Schlüssel. Nach dem Aufschrei der Generation Praktikum hat sich einiges getan. Die Fair-Company-Initiative setzt sich für klar definierte und gerecht bezahlte Praktika ein. Das ermöglicht Studenten, einfacher und gezielter das richtige Praktikum zu finden – ganz ohne Ausbeutung und Kaffee kochen.

Das Fair Company Gütesiegel steht für Firmen die keine Absolventen als Praktikanten nehmen.

Fair Company – das Gütesiegel für Berufseinsteiger und Praktikanten
Seit 2005 klagt die Generation Praktikum über Ausbeutung, Unterbezahlung und berufliche Hoffnungslosigkeit. Hat sich das mit dem Mindestlohngesetz geändert? Einige sagen ja, andere sagen nein. Praktika sind nach wie vor relevant, um den Berufseinstieg nach dem Studium zu schaffen. Aber nicht jedes Praktikum kann die gesetzten Ansprüche erfüllen. Damit sich zukünftige Praktikanten vorab ein Bild von Unternehmen machen können, wurde die Initiative Fair Company entwickelt. Das Gütesiegel Fair Company wurde ehemals von dem Job- und Wirtschaftsmagazin „Junge Karriere“, seit 2011 von der Redaktion karriere.de vergeben. Mittlerweile gilt die Fair-Company-Initiative als größte und bekannteste, um Studenten und Young Professionals den Berufseinstieg zu erleichtern.

Unternehmen, die das Fair Company Siegel erhalten wollen, müssen sich an die vorgefertigten Qualitätsstandards und an das Regelwerk halten. Das gilt für die teilnehmenden Unternehmen als selbstverpflichtend. Zu den Regeln zählt unter anderem, dass Absolventen, die sich auf eine Festanstellung bewerben, kein Praktikum angeboten bekommen. Damit wird unterbunden, dass Bewerber mit Aussichten auf eine Festanstellung geködert werden.

Um die Transparenz für die Praktikumssuchende weiter zu verbessern, gibt es seit 2013 das Praktikantenfeedback. Ehemalige Praktikanten, die ein freiwilliges Praktikum oder Pflichtpraktikum bei einer Fair Companie absolviert haben, können einen vorgefertigten Fragebogen ausfüllen. Darin werden Fragen zu den Aufgaben, zur Betreuung, zum Lernerfolg und Karrierechancen gestellt. Ausführliche Berichte von Praktikanten können auf der Homepage nachgelesen werden. Welche Unternehmen aktuell das Gütesiegel Fair Company tragen, kann in der Unternehmensdatenbank recherchiert werden. Zusätzlich erscheint der Fair Company Guide einmal jährlich.

Fair Company Regeln

  1. Fair Companies bieten berufliche Orientierungspraktika
  2. Die Aufgabe und Ziele eines Praktikums in einer Fair Companie sind klar definiert.
  3. Praktikanten erhalten einen festen Ansprechpartner.
  4. Die Praktikumslänge beträgt maximal sechs Monate und kann danach in einen Arbeitsvertag übergehen.
  5. Bewerber auf eine Festanstellung werden nicht mit einem Praktikum vertröstet.
  6. Fair Companies zahlen ihren Praktikanten eine gerechte Aufwandsentschädigung.
  7. Fair Companies schaffen Transparenz über Aufgaben und Zielsetzung.

Ausführliches Fair Company Regelwerk [PDF, 2 Seiten – 458 KB]
http://www.faircompany.de/fileadmin/pdf/2015_fair_company_regelwerk.pdf

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Warum sind Praktika sinnvoll?

Ein Praktikum dient zum Erwerb erster Berufserfahrungen. Daher legen die Unternehmen viel Wert auf vorzeigbare Praktika. Warum hat der Bewerber dieses Praktikum gemacht? Welche Erfahrungen konnte er während der Praktikumszeit sammeln? Praktika helfen den Lebenslauf eine persönliche Note zu geben und Unternehmen erfahren, von welchen Fähigkeiten sie profitieren können.

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Praktika sind im Wirtschaftsstudium wesentlich für den erfolgreichen Berufseinstieg nach dem Hochschulabschluss. Während einige Praktika verpflichtend sind, gelten andere als freiwillig, sodass andere Gesetzmäßigkeiten gelten. Sinnvoll sind beide, denn Praktika sind für Wirtschaftsstudierende im Lebenslauf ein Muss. Unternehmen wollen erkennen, dass zukünftige Nachwuchskräfte Initiative zeigen und bereits zusätzlich zu ihrem Abschluss praktische Erfahrungen mitbringen.

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