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Corona ein "Strohfeuer" für Beratungsalltag? Oder nachhaltige Veränderung?

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WiWi Gast

Corona ein "Strohfeuer" für Beratungsalltag? Oder nachhaltige Veränderung?

Hallo zusammen,

ich arbeite nun seit knapp 3 Jahren bei einer der großen Beratungen (T2), zuerst in London, mittlerweile in Frankfurt. Über diese 3 Jahre eigentlich durchgehend den ganz normalen Berateralltag mitgemacht, i.e. Montag-Donnerstag unterwegs, Freitag im Office (mal von 3-4 Transaktionen abgesehen, die aus dem Office liefen). Logischerweise durch Corona nun seit knapp drei Monaten komplett remote von zu Hause - & es funktioniert.

Was denkt Ihr, wird diese Situation den gewöhnlichen Berateralltag wirklich dahingehend verändern, dass zukünftig nicht / kaum mehr on-prem gearbeitet wird, sondern höchstens mal für finale read-outs / SteerCos eingeflogen wird? Oder ist die ganze Situation nun eher ein temporäres Ding, was sich langfristig wieder hin zum klassischen Alltag entwickeln wird? Bzw. etwas in der Mitte?

Freue mich über Einschätzungen!

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ExBerater

Corona ein "Strohfeuer" für Beratungsalltag? Oder nachhaltige Veränderung?

Ich bezweifele, dass Unternehmen bereit sind, Hunderttausende oder Millionen auf den Tisch zu legen, für Berater die sich nicht im Unternehmen sehen lassen und nur per Telefon, Email oder Videochat operieren.
Die allermeisten Beratungsprojejte erfordern Vor-Ort Präsenz, Diskussionen und Workshops,... Ganz abgesehen vom besseren Kundenkontakt der entsteht, wenn man mal mit dem Kundenseitigen Projektteam in die Kantine geht, oder Abends einen trinkt.

Wenn überhaupt, dann lehrt die aktuelle Situation, dass gerade das in Zukunft noch mehr gemacht wird.

Anders wird es in der Industrie sein. Dort wo noch nicht üblich, wird man vermutlich in Zukunft flexibler sein und auch mal Home office erlauben

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WiWi Gast

Corona ein "Strohfeuer" für Beratungsalltag? Oder nachhaltige Veränderung?

Ich sehe das auch noch nicht.

Zum einen aus Kundenperspektive: Wir (MBB) haben mittlerweile schon einige Kunden, die - animiert von den allgemeinen Lockerungen - langsam wieder nach Präsenz fragen. Das wird sicher bei zunehmender Entspannung auch zunehmen.

Zum anderen aus interner Perspektive: Nicht nur, dass viele Consultants nun mal einfach gerne reisen, gefühlt werden im Home Office auch noch mehr Stunden gearbeitet als eh schon. Nimm dazu noch Themen wie "Zoom fatigue" und ich glaube es gibt wenig Interesse an einem dauerhaften Home Office Model.

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WiWi Gast

Corona ein "Strohfeuer" für Beratungsalltag? Oder nachhaltige Veränderung?

Ich glaube Corona zeigt, dass es funktioniert. Da widerspreche ich dem "ExBerater".

Ich glaube aber nicht, dass es umgesetzt wird. Kein Partner riskiert auch nur um 0,1% sein Projekt. Am Besten die Berater wären auch Freitags vor Ort.

Ich denke in aktueller Situation funktioniert remote gut, weil auch der Kunde remote ist. Sobald er aber vor Ort ist, wird man als Berater auch da sein müssen. Termine mit Kunden zu bekommen ist schwierig, wenn man telefonisch es versucht noch schwieriger. Nichts geht über, einfach mal zum Kunden rüberlaufen und nach XYZ zwischen Tür und Angel fragen. Für Sachen die vielleicht 3 Tage gedauert hätten bekommt diese schon innerhalb von 15 Minuten.

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WiWi Gast

Corona ein "Strohfeuer" für Beratungsalltag? Oder nachhaltige Veränderung?

Ich persönlich kann nur das Gegenteil hoffen. Ich bin auch seit Corona im Home Office und finde es ganz schrecklich. Ich finde man geht vollkommen ein weil man keinen echten Kontakt mehr hat, nur noch zu hause hockt etc.

So nervig wie das reisen ist, es ist mental schon eine krasse Erleichterung zu wechseln zwischen Freizeit und Arbeitsmodus

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WiWi Gast

Corona ein "Strohfeuer" für Beratungsalltag? Oder nachhaltige Veränderung?

Bin selbstständiger Berater, der auch schon vor Corona, einen Fokus auf Remote Beratertätigkeit hatte. Oder besser gesagt vertrete ich einen gesunden Mix aus beiden. Deutlich mehr Remote als MBB und Co. aber da wo nötig auch in persona. Wurde bisher eigentlich auch sehr gut angenommen, wobei man dazu sagen muss, dass ich das auch aktiv so bewerbe, also ich bereits Kunden anziehen, die dem positiv gegenüber eingestellt sind. Preislich bin ich auch nicht billiger, als die Konkurenz. Alles eine Frage der Einstellung und der praktischen Umsetzung. Man kann Remote Beratung ja so oder so machen.

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WiWi Gast

Corona ein "Strohfeuer" für Beratungsalltag? Oder nachhaltige Veränderung?

Ist meiner derzeitigen Erfahrung nach ein Typ- ggf. auch Generationenfrage. Insbesondere die älteren Manager und Partner wollen unbedingt wieder zurück zum Kunden und in die Büros. Die Jüngeren sehen das eher entspannt. Genau so ist es auch auf Kundenseite. Gerade bei den DAX-Unternehmen sind die Projektverantwortlichen eigentlich recht entspannt, aber vielleicht habe ich einfach nur Glück.

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WiWi Gast

Corona ein "Strohfeuer" für Beratungsalltag? Oder nachhaltige Veränderung?

Ich denke vor allen Dingen wird sich die Frage stellen, ob die gebeutelte Wirtschaft überhaupt noch Beraterkosten in erheblichem Umfang zahlen können/wollen wird. Bei den meisten Unternehmen kommt jetzt erst einmal ein harter Sparkurs. Da wird zu allererst einmal das Beraterbudget zurückgefahren. Vielleicht kommt erst ein kurzes Strohfeuer (Beratung in Richtung Massenentlassungen, Insolvenz etc), aber dann kommt eine lange Durststrecke..

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WiWi Gast

Corona ein "Strohfeuer" für Beratungsalltag? Oder nachhaltige Veränderung?

Ich bin ebenfalls als selbstständiger Berater im Bereich Beschaffung/Einkauf (indirekte Materialien) unterwegs. Schon vor Corona habe ich 3/4 meiner Zeit im "Remote-Modus" gearbeitet. Das hat über die Jahre ganz gut funktioniert.

Der persönliche Kundenkontakt ist aber gerade bei Neukunden wichtig und nicht zu ersetzen. Zumindest nicht für mich. Das Kennenlernen geht persönlich nun mal besser als via Skype, Telefon usw.

Mir ist die letzten ein oder zwei Jahre aber aufgefallen, das viele Unternehmen mittlerweile deutlich mehr auf das Thema Nachhaltigkeit achten (Stichwort CSR). Auch weil ein verkleinerten CO2-Fußabdruck nach Außen hin besser aussieht.

Da werden Geschäftsreisen mittlerweile vielfach mit der Bahn bei gemacht und auch nur, wenn es unbedingt notwendig ist. Das überträgt sich dann auch auf die externen Berater. Die werden nur noch persönlich ins Haus geholt, wenn es unbedingt notwendig ist.

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WiWi Gast

Corona ein "Strohfeuer" für Beratungsalltag? Oder nachhaltige Veränderung?

ich glaube auch eher, dass das Berater Strohfeuer an sich jetzt erstmal ausgebrannt hat.
Man merkt, dass es teilweise auch gut ohne sie geht und über Budgets brauchen wir denke ich nicht reden.

Das sage ich als Ex-Consultant, der auf die "Buy-Side" gewechselt ist.

Sogar MBB gehen gerade aktuell richtig schön runter im Preis.

Würden wirkliche Top Leute für einen Hammer Preis kriegen....

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listrea

Corona ein "Strohfeuer" für Beratungsalltag? Oder nachhaltige Veränderung?

Also, um mal das System zu erklären:

Der "Wert" eines Junior- oder Senior-Consultant (und Assistant-Manager) einer großen Unternehmensberatung bemisst sich aus Partner(!) Sicht nicht anhand der Qualität der Arbeit (die ist natürlich immer gleich), sondern durch die Interaktionszeit mit dem Kunden. Denn da sitzen die Tagessätze die abgerechnet werden können und die das System am laufen halten. Also den Partner/Senior-Manager-Wasserkopf.

Ein Partner hat überhaupt kein Interesse daran, seine Beratermannschaft von zu Hause aus arbeiten zu lassen, denn dann könnte der Kunde ja auf die Idee kommen, daraus weniger Aufwand und damit niedrigere Projektkosten zu sehen. Der Nutznießer der Stunden, die ein Junior oder Senior abrechnet geht ja nur zu einem kleinen Teil in sein eigenes Gehalt.
Da wir ja alle wissen, wie hierarchisch das System ist, wird sich also nichts ändern.

Ein selbstständiger Berater hat dieses Problem nicht, daher wird er immer Homeoffice favorisieren. Evtl. ist er dadurch auch effizienter und kann mehrere Projekte bearbeiten, die dann günstiger für den Kunden sind, in Summe aber seinen Umsatz erhöhen.

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ExBerater

Corona ein "Strohfeuer" für Beratungsalltag? Oder nachhaltige Veränderung?

Glaubt hier echt jemand, dass die Berater Budgets nachhaltig runtergefahren werden?
Ich habe das schon bei zig Krisen gedacht, aber es passiert einfach nicht.

Gerade WENN die großen Unternehmen sparen müssen, beschäftigen sie erst mal Unmengen von Beratern um das umzusetzen.

  • Dann kommt die Phase der Restrukturierungsberatung bei denen die es trotz Einsparungen nicht geschafft haben (bzw,. die entgültig an den teuren Beratern zugrunde gegangen sind)
  • Dann kommen Transformationsprojekte, dann Strategie.
  • Dann merkt man, dass man viele Mitarbeiter entlassen hat, und jetzt mehr Berater braucht um bei allem zu helfen.

Es ist ein perpetuum mobile (positiv gesehen) oder Teufelskreis (negativ betrachtet)

Nein, es wird mit den Topberatungen nicht nachhaltig nach unten gehen.

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WiWi Gast

Corona ein "Strohfeuer" für Beratungsalltag? Oder nachhaltige Veränderung?

WiWi Gast schrieb am 14.05.2020:

ich glaube auch eher, dass das Berater Strohfeuer an sich jetzt erstmal ausgebrannt hat.
Man merkt, dass es teilweise auch gut ohne sie geht und über Budgets brauchen wir denke ich nicht reden.

Das sage ich als Ex-Consultant, der auf die "Buy-Side" gewechselt ist.

Sogar MBB gehen gerade aktuell richtig schön runter im Preis.

Würden wirkliche Top Leute für einen Hammer Preis kriegen....

Interessant, woran "man" das merkt. In meiner T2 läuft die Mehrheit der Projekte nach wie vor weiter; verkauft wird ebenfalls gut (natürlich unter Vorjahres-Niveau). Das System der Berater, als kurzfristige verlängerte Werkbank bei strategischen/operativen Themen nur als variable Kosten aufzutauchen, wird weiterhin funktionieren.

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ExBerater

Corona ein "Strohfeuer" für Beratungsalltag? Oder nachhaltige Veränderung?

Fairerweise muss man sagen (in Bezug auf den Kollegen jetzt auf der Buy-Side):
Deal business ist scheinbar vorübergehend runter auf nahezu Null.

Also was ich so sehe und lese:

  • Corporate cases liefern großteils weiter; wobei aber auch da die Partner sagen, die schwierige Zeit werden die nächsten 6 Monate weil weniger verkauft wurde/wird. Sonst würde ja nicht so krass gebremst bei den Einstellungen
  • PE cases / Due Diligence: Ziemlich tot im Moment. Wird aber vermutlich um so mehr zurückkommen sobald etwas Land in Sicht ist in den Märkten
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WiWi Gast

Corona ein "Strohfeuer" für Beratungsalltag? Oder nachhaltige Veränderung?

Wird nicht langfristig runtergehen, wenn man in manchen Unternehmen unterwegs ist, hat man langsam den Eindruck, dass ohne Berater gar nichts mehr geht. Berater werden zudem zunehmend als temporärer, projektbezogener Ersatz für reguläre Mitarbeiter eingesetzt.

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WiWi Gast

Corona ein "Strohfeuer" für Beratungsalltag? Oder nachhaltige Veränderung?

Moin,

aktuell bin ich nun auch seit 8 Wochen im HO und nur alle 2-3 Wochen für 1-2 Tage beim Kunden vor Ort. Es ist tatsächlich anders geworden und es war letztens wieder befremdlich ins Auto einzusteigen und zum Kunden zu fahren. Ich bin nicht der größte Fan von 4 Tage vor Ort, jedoch finde ich 5 Tage daheim noch schlimmer.

Was ich jedoch in den Projekten merke ist, dass viele Kunden vom 4 Tage vor Ort Modus langsam abweichen. Schon vor Corona waren 1-2 Tage HO kein Problem, wenn keine wichtigen Termine anstanden. Wir sind noch sehr weit weg von 5 Tage HO, jedoch geht der Schritt, auch teilweise dank Corona, in diese Richtung.
Kurz- und Mittelfristig wird sich nichts ändern. Solange die gleichen Herrschaften über das Budget entscheiden, wie auch noch vor 5 Jahren, wird es weiter so gehandhabt. Vielleicht wird es langsam aber sicher eine Änderung in der Denke geben, wenn eine neue Generation über Budgets entscheiden darf/kann/muss.
Langfristig (~10 Jahre) sehe ich die Beraterwoche mit 2 Tage die Woche vor Ort als realistisch an. Bei der Reduzierung der Tagessätze bin ich beim "ExBerater". Ich sehe keinen Rückgang der Tagessätze. Eher das Gegenteil ist zu sehen.

VG

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WiWi Gast

Corona ein "Strohfeuer" für Beratungsalltag? Oder nachhaltige Veränderung?

WiWi Gast schrieb am 14.05.2020:

ich glaube auch eher, dass das Berater Strohfeuer an sich jetzt erstmal ausgebrannt hat.
Man merkt, dass es teilweise auch gut ohne sie geht und über Budgets brauchen wir denke ich nicht reden.

Das sage ich als Ex-Consultant, der auf die "Buy-Side" gewechselt ist.

Sogar MBB gehen gerade aktuell richtig schön runter im Preis.

Würden wirkliche Top Leute für einen Hammer Preis kriegen....

Interessant, woran "man" das merkt. In meiner T2 läuft die Mehrheit der Projekte nach wie vor weiter; verkauft wird ebenfalls gut (natürlich unter Vorjahres-Niveau). Das System der Berater, als kurzfristige verlängerte Werkbank bei strategischen/operativen Themen nur als variable Kosten aufzutauchen, wird weiterhin funktionieren.

Hmmm das merkt man daran, dass unsere CapEx quasi über nacht verschwunden ist und plötzlich ganz andere Preise/hochkarätigere Besetzung und Risk Sharing möglich ist.

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beraterleben

Corona ein "Strohfeuer" für Beratungsalltag? Oder nachhaltige Veränderung?

Hallo,

wie meine Vorposter rechne ich auch damit, dass sobald die Betriebe ihre Mitarbeiter wieder vor Ort haben, auch die Berater wieder präsent sein sollen.

Für bestimmte Erstgespräche, Workshops, etc. finde ich die Möglichkeit vor Ort zu sein auch sehr gut. Beratung ist immer noch ein Beziehungsgeschäft und manche Beziehungen lassen sich vor Ort viel besser verstehen und stärken.

Viele Grüße
Andreas

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WiWi Gast

Corona ein "Strohfeuer" für Beratungsalltag? Oder nachhaltige Veränderung?

ExBerater schrieb am 14.05.2020:

Glaubt hier echt jemand, dass die Berater Budgets nachhaltig runtergefahren werden?
Ich habe das schon bei zig Krisen gedacht, aber es passiert einfach nicht.

Gerade WENN die großen Unternehmen sparen müssen, beschäftigen sie erst mal Unmengen von Beratern um das umzusetzen.

  • Dann kommt die Phase der Restrukturierungsberatung bei denen die es trotz Einsparungen nicht geschafft haben (bzw,. die entgültig an den teuren Beratern zugrunde gegangen sind)
  • Dann kommen Transformationsprojekte, dann Strategie.
  • Dann merkt man, dass man viele Mitarbeiter entlassen hat, und jetzt mehr Berater braucht um bei allem zu helfen.

Es ist ein perpetuum mobile (positiv gesehen) oder Teufelskreis (negativ betrachtet)

Nein, es wird mit den Topberatungen nicht nachhaltig nach unten gehen.

Aus der Perspektive der IT Beratung: niemals. Es gibt einen Haufen an Mittelstaender, die irgendwo in der Pampa stationiert sind, und absolut keine Chance haben IT Spezialisten fuer sich zu begeistern.

Diese Firmen sind durch die Bank darauf angewiesen Externe einzustellen um IT-Transformationsprojekte durchzudruecken.

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WiWi Gast

Corona ein "Strohfeuer" für Beratungsalltag? Oder nachhaltige Veränderung?

WiWi Gast schrieb am 14.05.2020:

Berater werden zudem zunehmend als temporärer, projektbezogener Ersatz für reguläre Mitarbeiter eingesetzt.

Kann man auch Zeitarbeit nennen.

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ExBerater

Corona ein "Strohfeuer" für Beratungsalltag? Oder nachhaltige Veränderung?

Das ist nun mal schon ewig ein Teil der Rationale für den Beratereinsatz.
Welche gibt es?

  1. Outside-in view: Kaum relevant. Die junior Leute kurz nach ihrem Master haben meist keine Industrieerfahrung, und Knowledge von anderen Kunden/Projekten darf ja gar nicht eingesetzt werden oder liegt oft nicht mal strukturiert vor. Immer mehr sorgen Expertennetzwerke für echte externe Expertise

  2. Starke, smarte Analysefähigkeiten inkl Frameworks: Haben heute meist auch interne Leute die die gleiche Ausbildung haben, oder gleich ehemalige Berater sind. Frameworks taugen fast nie etwas im Projekteinsatz

  3. Verkünden unangenehmer Wahrheiten im Auftrag des Managements: Jepp, das ist immer noch so

  4. Flexible Kapazitäten: Einer der wesentlichen Gründe für Berater. Anstatt dir teure Teams als Fixkosten an die Backe zu binden, hast du halt sehr smarte, professionell organisierte und auftretende flexible Teams. Die können zwar nix besser als deine eigenen Leute, aber im besten Fall machen sie sich schnell mit der Materia vertraut und stören nicht zu sehr während sie ihren Excel-Weg zu 3) finden.

Und das wird eben nach Corona genau so weitergehen - oder sogar noch verstärkt

antworten
WiWi Gast

Corona ein "Strohfeuer" für Beratungsalltag? Oder nachhaltige Veränderung?

ExBerater schrieb am 25.05.2020:

Das ist nun mal schon ewig ein Teil der Rationale für den Beratereinsatz.
Welche gibt es?

  1. Outside-in view: Kaum relevant. Die junior Leute kurz nach ihrem Master haben meist keine Industrieerfahrung, und Knowledge von anderen Kunden/Projekten darf ja gar nicht eingesetzt werden oder liegt oft nicht mal strukturiert vor. Immer mehr sorgen Expertennetzwerke für echte externe Expertise

  2. Starke, smarte Analysefähigkeiten inkl Frameworks: Haben heute meist auch interne Leute die die gleiche Ausbildung haben, oder gleich ehemalige Berater sind. Frameworks taugen fast nie etwas im Projekteinsatz

  3. Verkünden unangenehmer Wahrheiten im Auftrag des Managements: Jepp, das ist immer noch so

  4. Flexible Kapazitäten: Einer der wesentlichen Gründe für Berater. Anstatt dir teure Teams als Fixkosten an die Backe zu binden, hast du halt sehr smarte, professionell organisierte und auftretende flexible Teams. Die können zwar nix besser als deine eigenen Leute, aber im besten Fall machen sie sich schnell mit der Materia vertraut und stören nicht zu sehr während sie ihren Excel-Weg zu 3) finden.

Und das wird eben nach Corona genau so weitergehen - oder sogar noch verstärkt

Ich kann das ganze nur aus einer PE Sicht beurteilen: Das ist deutlich zu kurz gegriffen.

Das mag vielleicht stimmen für DAX Konzerne die mit Trainee Programmen Top Absolventen holen und gleichzeitig starke Inhouse Strategie Abteilung haben.

Wenn man von da aber mal 1-2 Stufen weiter runter blickt gibt es genug Mittelständler, teilweise mit mehreren 1000 Mitarbeitern oder schlecht integriertet Abteilungen in Großkonzernen mit hohem Technischen Know how aber ohne jegliche betriebswirtschaftliche Kompetenz

Da wurden kompetente WiWis entweder bewusst von einem starken aber nicht an Veränderung interessierten Management raus gehalten oder spielten die belächelte 2. Geige hinter den Technikern. Häufig kommt da ein großer Teil der kaufmännischen Kompetenz aus der Ausbildung oder aus lokalen FHs und würde noch nicht mal ein sauberes Strategiepaper erkennen wenn es vor ihm liegt, geschweige denn die Ideen für große Veränderungsprozesse anzustoßen

Und bei solchen Läden ist auch das Geld da um große Summen für MBB Projekte auszugeben.

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WiWi Gast

Corona ein "Strohfeuer" für Beratungsalltag? Oder nachhaltige Veränderung?

ExBerater schrieb am 25.05.2020:

Das ist nun mal schon ewig ein Teil der Rationale für den Beratereinsatz.
Welche gibt es?

  1. Outside-in view: Kaum relevant. Die junior Leute kurz nach ihrem Master haben meist keine Industrieerfahrung, und Knowledge von anderen Kunden/Projekten darf ja gar nicht eingesetzt werden oder liegt oft nicht mal strukturiert vor. Immer mehr sorgen Expertennetzwerke für echte externe Expertise

  2. Starke, smarte Analysefähigkeiten inkl Frameworks: Haben heute meist auch interne Leute die die gleiche Ausbildung haben, oder gleich ehemalige Berater sind. Frameworks taugen fast nie etwas im Projekteinsatz

  3. Verkünden unangenehmer Wahrheiten im Auftrag des Managements: Jepp, das ist immer noch so

  4. Flexible Kapazitäten: Einer der wesentlichen Gründe für Berater. Anstatt dir teure Teams als Fixkosten an die Backe zu binden, hast du halt sehr smarte, professionell organisierte und auftretende flexible Teams. Die können zwar nix besser als deine eigenen Leute, aber im besten Fall machen sie sich schnell mit der Materia vertraut und stören nicht zu sehr während sie ihren Excel-Weg zu 3) finden.

Und das wird eben nach Corona genau so weitergehen - oder sogar noch verstärkt

Ich frage mich wirklich was diese Branche dir angetan hat, dass du konstant und in jeden Beitrag negativ argumentierst.

Allein der Punkt 1 disqualifiziert ja so sehr, weil du wissen solltest, dass der Anteil von Neueinsteigern an operativen Berater (ich spreche nicht von Partnern, MDs, VP, wie auch immer sie bei welcher Beratung heißen) nicht hoch ist - und du in der Realität auch nach 1-3 Jahre ein Level an Expertise aufbauen kannst / haben solltest, das eine Aussenseiterperspektive rechtfertigt.

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ExBerater

Corona ein "Strohfeuer" für Beratungsalltag? Oder nachhaltige Veränderung?

ja aber das passt ja dann in meine Kategorie 4 und sogar 1 und 2, oder?
Diese großen Mittelständler brauchen oft auch keine Strategieabteilung etc also wird das flexibilisiert.
Ich habe viele Projekte bei Mittelständlern gemacht, und ich würde nicht sagen, dass es dort an betriebswirtschaftlicher Kompetenz fehl. Die betriebswirtschaftlichen Kernfunktionen (Buchhaltung, Finanzierung) beherschen die oft völlig ausreichend - aber für Strategie-Schnick Schnack und Wölkchen-Charts hatten die oft keine Notwendigkeit ;-)

Allerdings höre ich doch immer dass MBB nicht so viel bei kleinen Mittelständlern macht. Also haben diese das Geld, oder sind es die investierten PEs die Portfolioprojekte bezahlen und dafür MBB holen?

Egal

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WiWi Gast

Corona ein "Strohfeuer" für Beratungsalltag? Oder nachhaltige Veränderung?

WiWi Gast schrieb am 27.05.2020:

ExBerater schrieb am 25.05.2020:

Das ist nun mal schon ewig ein Teil der Rationale für den Beratereinsatz.
Welche gibt es?

  1. Outside-in view: Kaum relevant. Die junior Leute kurz nach ihrem Master haben meist keine Industrieerfahrung, und Knowledge von anderen Kunden/Projekten darf ja gar nicht eingesetzt werden oder liegt oft nicht mal strukturiert vor. Immer mehr sorgen Expertennetzwerke für echte externe Expertise

  2. Starke, smarte Analysefähigkeiten inkl Frameworks: Haben heute meist auch interne Leute die die gleiche Ausbildung haben, oder gleich ehemalige Berater sind. Frameworks taugen fast nie etwas im Projekteinsatz

  3. Verkünden unangenehmer Wahrheiten im Auftrag des Managements: Jepp, das ist immer noch so

  4. Flexible Kapazitäten: Einer der wesentlichen Gründe für Berater. Anstatt dir teure Teams als Fixkosten an die Backe zu binden, hast du halt sehr smarte, professionell organisierte und auftretende flexible Teams. Die können zwar nix besser als deine eigenen Leute, aber im besten Fall machen sie sich schnell mit der Materia vertraut und stören nicht zu sehr während sie ihren Excel-Weg zu 3) finden.

Und das wird eben nach Corona genau so weitergehen - oder sogar noch verstärkt

Ich kann das ganze nur aus einer PE Sicht beurteilen: Das ist deutlich zu kurz gegriffen.

Das mag vielleicht stimmen für DAX Konzerne die mit Trainee Programmen Top Absolventen holen und gleichzeitig starke Inhouse Strategie Abteilung haben.

Wenn man von da aber mal 1-2 Stufen weiter runter blickt gibt es genug Mittelständler, teilweise mit mehreren 1000 Mitarbeitern oder schlecht integriertet Abteilungen in Großkonzernen mit hohem Technischen Know how aber ohne jegliche betriebswirtschaftliche Kompetenz

Da wurden kompetente WiWis entweder bewusst von einem starken aber nicht an Veränderung interessierten Management raus gehalten oder spielten die belächelte 2. Geige hinter den Technikern. Häufig kommt da ein großer Teil der kaufmännischen Kompetenz aus der Ausbildung oder aus lokalen FHs und würde noch nicht mal ein sauberes Strategiepaper erkennen wenn es vor ihm liegt, geschweige denn die Ideen für große Veränderungsprozesse anzustoßen

Und bei solchen Läden ist auch das Geld da um große Summen für MBB Projekte auszugeben.

Naja, der ExBerater ist ja auch bekannt dafür, die Branche so schlecht reden zu wollen wie nur irgend möglich. Selbst bei den hochgelobten DAX Trainees merkt man dann doch noch einen deutlichen Qualitätsunterschied zu MBB. Und ja, das kann sich auch auf der Juniorebene bereits durchschlagen - sind ja auch die einzigen, die sich bei Analysen etc. mal etwas ins Detail eingraben. Da habe ich es nun schon mehrfach erlebt, dass ein Junior Analyst fundamentale Fuckups in den Modellen aufgedeckt hat und ähnliches.

Mal abgesehen davon, dass die Punkte da oben also hart biased sind, sind sie auch unvollständig. Die großen Beratungen haben Tools, Industrieexpertise und häufig viel mehr Ahnung was im Markt gerade passiert - traurig, aber wahr.

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ExBerater

Corona ein "Strohfeuer" für Beratungsalltag? Oder nachhaltige Veränderung?

Ja wenn man so lange in der Branche ist und mit ihr zu tun hat, darf man auch etwas nüchtern-zynisch sein. Aber dennoch halte ich meine Aufzählung sachlich für richtig.

Was Industrieexpertise angeht, da widerspreche ich heftig - gerade weil ich jeden Tag damit zu tun habe. Es ist ein völiger Irrglaube nach einigen Projekten in einer Industrie von einer echten Expertise zu sprechen. Hinzu kommt noch, dass gerade MBB ja nicht wirklich auf den unteren Ebenen spezialisiert. Habe es auch als Kunde schon erlebt, dass die eine große Expertise versprochen wird, und dann ein Team von 8 Leute kommt, von denen keiner auch nur ein Projekt in der Branche gemacht hat.
Auf Partnerebene kann das - muss aber nicht - anders sein, aber die Leute arbeiten halt nicht in den Projekten.

Also: Ich weiß sehr wohl, dass Berater Sinn machen können und das alles auch meist super schlaue Leute sind. Aber die Gründe um Beratungen zu engagieren sind oft die die ich genannt habe

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WiWi Gast

Corona ein "Strohfeuer" für Beratungsalltag? Oder nachhaltige Veränderung?

ExBerater schrieb am 27.05.2020:

Ja wenn man so lange in der Branche ist und mit ihr zu tun hat, darf man auch etwas nüchtern-zynisch sein. Aber dennoch halte ich meine Aufzählung sachlich für richtig.

Was Industrieexpertise angeht, da widerspreche ich heftig - gerade weil ich jeden Tag damit zu tun habe. Es ist ein völiger Irrglaube nach einigen Projekten in einer Industrie von einer echten Expertise zu sprechen. Hinzu kommt noch, dass gerade MBB ja nicht wirklich auf den unteren Ebenen spezialisiert. Habe es auch als Kunde schon erlebt, dass die eine große Expertise versprochen wird, und dann ein Team von 8 Leute kommt, von denen keiner auch nur ein Projekt in der Branche gemacht hat.
Auf Partnerebene kann das - muss aber nicht - anders sein, aber die Leute arbeiten halt nicht in den Projekten.

Also: Ich weiß sehr wohl, dass Berater Sinn machen können und das alles auch meist super schlaue Leute sind. Aber die Gründe um Beratungen zu engagieren sind oft die die ich genannt habe

Hier der Vorposter. Ich gebe dir recht, dass gerade auf Juniorebene häufig kaum Industrieexpertise vorhanden ist. Ab Projektleiterebene gibt es dann in meinen Augen ein sehr heterogenes Feld - es gibt Projektleiter, die sehr fundiertes Wissen mitbringen, da sie im jeweiligen Bereich vorher gearbeitet, promoviert, etc. haben und es gibt solche, die merken, dass sie sich nun langsam mal spezialisieren müssen und dann eine Industrie auswählen, in der sie bisher eine Hand voll Projekte gemacht haben (was ich dann an der Stelle nicht als umfassende Industrieexpertise bezeichnen würde).

Wer aber mal selbst im Consulting gearbeitet hat, sollte wissen, dass die Leitplanken der Inhalte maßgeblich von den Partnern vorgegeben werden. Auch ein Projektleiter operationalisiert da häufig nur noch die Guidance der Partner. Und genau diese Partner kennen nach meiner Erfahrung häufig die jeweilige Industrie besser, als das Top-Management selbst - da sie eben kein Silodenken mitbringen, mit allen möglichen Wettbewerbern sprechen, massiv in Thought Leadership investieren. Das sind alles Dinge, die sie inhaltlich in die Projekte mit einbringen können und die nach meiner Erfahrung auch absolut geschätzt werden. Diese kritische Einstellung findet man tatsächlich nur hier im Forum, kaum aber da draußen in der echten Welt, wo es in jedem DAX Konzern total usus ist, hunderte Berater vor Ort zu haben.

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Ein KPMGler

Corona ein "Strohfeuer" für Beratungsalltag? Oder nachhaltige Veränderung?

Im Gegensatz zu vielen anderen hier gehe ich tatsächlich davon aus, dass sich der Berateralltag recht deutlich ändern wird.
Eventuell nicht auf den Junior-Leveln, definitiv aber auf den Senior-Leveln.
Mal eben für ein 60-minütiges SteerCo von Berlin nach München zu fliegen, wird es nicht mehr oder nur noch sehr wenig geben. Kunden werden auch mehr und mehr explizit danach bitten, NICHT physisch vor-Ort zu sein für solche Termine.
Das bringt natürlich gewisse Schwierigkeiten für das Relationship Management mit sich.

Im Projektalltag muss man 3 Situationen unterscheiden:
Habe ich ein 3-5 Personen Team, das FÜR den Kunden etwas entwickelt: die Nachfrage nach Arbeit vor-Ort beim Kunden wird drastisch zurück gehen, bzw. Kunden fragen uns jetzt schon explizit danach, NICHT vor-Ort zu sein. Im Schwerpunkt aus dem eigenen Büro arbeiten und nur für wichtige Abstimmungen und Workshops physisch treffen. Das hat auch sehr viel mit Kosten für die Kunden zu tun. Beraterbüros verschlingen eine ganze Menge Budget und administrativen Aufwand, insb. seit den Neuerungen zum Arbeitnehmerüberlassungsschutzgesetz.

Habe ich ein kleines Projekt mit hohem Kooperationsanteil (etwas MIT dem Kunden entwickeln) wird zumindest die 4-Tage-Woche endlich ein festes und nicht diskutierbares Element werden, ansonsten wird sich aber wenig verändern.

Habe ich die großen Transformationsprojekte mit >10 Leuten und starkem IT-Bezug wird sich vermutlich ebenfalls nicht viel ändern, Remotearbeit wird aber viel stärker akzeptiert werden.

Einer unserer größten Beratungskunden hat uns jetzt gerade gebeten, ein allgemeingültiges Konzept zu entwickeln, wie die physische Anwesenheit von Beratern grundsätzlich stark reduziert werden kann um Kosten zu senken.

Ich bin mir sicher, diese aktuelle Phase wird unser Beratungsgeschäft definitiv verändern und den Digitalisierungsgrad und die "virtuelle Kollaboration" stark nach vorne treiben.

antworten
WiWi Gast

Corona ein "Strohfeuer" für Beratungsalltag? Oder nachhaltige Veränderung?

WiWi Gast schrieb am 27.05.2020:

Wer aber mal selbst im Consulting gearbeitet hat, sollte wissen, dass die Leitplanken der Inhalte maßgeblich von den Partnern vorgegeben werden. Auch ein Projektleiter operationalisiert da häufig nur noch die Guidance der Partner. Und genau diese Partner kennen nach meiner Erfahrung häufig die jeweilige Industrie besser, als das Top-Management selbst - da sie eben kein Silodenken mitbringen, mit allen möglichen Wettbewerbern sprechen, massiv in Thought Leadership investieren. Das sind alles Dinge, die sie inhaltlich in die Projekte mit einbringen können und die nach meiner Erfahrung auch absolut geschätzt werden. Diese kritische Einstellung findet man tatsächlich nur hier im Forum, kaum aber da draußen in der echten Welt, wo es in jedem DAX Konzern total usus ist, hunderte Berater vor Ort zu haben.

Der ExBerater weiß sicherlich genau, dass in jedem DAX-Konzern hunderte Berater rumlaufen. Ob das aber am "Thought Leadership" (entspricht Nummer 1 der Gründe für den Beratereinsatz von oben) liegt? Im Allgemeinen eher nicht, vor allem nicht in dieser Masse. Den meisten Unternehmen fehlen einfach die personellen Kapazitäten für Projekte jenseits der Linientätigkeit, und da sind wir wieder bei Nummer 4.

Natürlich interessieren sich die Unternehmen durchaus für den Blick der erfahrenen Berater auf die gesamte Branche, da gebe ich Dir recht. Das wird aber eher so nebenbei verkauft und ist ein Thema für die Kaffeerunde des Kunden mit dem Projektleiter. Die eigentliche Projektarbeit, die die weniger erfahrenen Berater leisten, ist in den meisten Fällen sehr gut bezahlte Leiharbeit unter einem anderen Namen.

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WiWi Gast

Corona ein "Strohfeuer" für Beratungsalltag? Oder nachhaltige Veränderung?

WiWi Gast schrieb am 27.05.2020:

WiWi Gast schrieb am 27.05.2020:

ExBerater schrieb am 25.05.2020:

Das ist nun mal schon ewig ein Teil der Rationale für den Beratereinsatz.
Welche gibt es?

  1. Outside-in view: Kaum relevant. Die junior Leute kurz nach ihrem Master haben meist keine Industrieerfahrung, und Knowledge von anderen Kunden/Projekten darf ja gar nicht eingesetzt werden oder liegt oft nicht mal strukturiert vor. Immer mehr sorgen Expertennetzwerke für echte externe Expertise

  2. Starke, smarte Analysefähigkeiten inkl Frameworks: Haben heute meist auch interne Leute die die gleiche Ausbildung haben, oder gleich ehemalige Berater sind. Frameworks taugen fast nie etwas im Projekteinsatz

  3. Verkünden unangenehmer Wahrheiten im Auftrag des Managements: Jepp, das ist immer noch so

  4. Flexible Kapazitäten: Einer der wesentlichen Gründe für Berater. Anstatt dir teure Teams als Fixkosten an die Backe zu binden, hast du halt sehr smarte, professionell organisierte und auftretende flexible Teams. Die können zwar nix besser als deine eigenen Leute, aber im besten Fall machen sie sich schnell mit der Materia vertraut und stören nicht zu sehr während sie ihren Excel-Weg zu 3) finden.

Und das wird eben nach Corona genau so weitergehen - oder sogar noch verstärkt

Ich kann das ganze nur aus einer PE Sicht beurteilen: Das ist deutlich zu kurz gegriffen.

Das mag vielleicht stimmen für DAX Konzerne die mit Trainee Programmen Top Absolventen holen und gleichzeitig starke Inhouse Strategie Abteilung haben.

Wenn man von da aber mal 1-2 Stufen weiter runter blickt gibt es genug Mittelständler, teilweise mit mehreren 1000 Mitarbeitern oder schlecht integriertet Abteilungen in Großkonzernen mit hohem Technischen Know how aber ohne jegliche betriebswirtschaftliche Kompetenz

Da wurden kompetente WiWis entweder bewusst von einem starken aber nicht an Veränderung interessierten Management raus gehalten oder spielten die belächelte 2. Geige hinter den Technikern. Häufig kommt da ein großer Teil der kaufmännischen Kompetenz aus der Ausbildung oder aus lokalen FHs und würde noch nicht mal ein sauberes Strategiepaper erkennen wenn es vor ihm liegt, geschweige denn die Ideen für große Veränderungsprozesse anzustoßen

Und bei solchen Läden ist auch das Geld da um große Summen für MBB Projekte auszugeben.

Naja, der ExBerater ist ja auch bekannt dafür, die Branche so schlecht reden zu wollen wie nur irgend möglich. Selbst bei den hochgelobten DAX Trainees merkt man dann doch noch einen deutlichen Qualitätsunterschied zu MBB. Und ja, das kann sich auch auf der Juniorebene bereits durchschlagen - sind ja auch die einzigen, die sich bei Analysen etc. mal etwas ins Detail eingraben. Da habe ich es nun schon mehrfach erlebt, dass ein Junior Analyst fundamentale Fuckups in den Modellen aufgedeckt hat und ähnliches.

Mal abgesehen davon, dass die Punkte da oben also hart biased sind, sind sie auch unvollständig. Die großen Beratungen haben Tools, Industrieexpertise und häufig viel mehr Ahnung was im Markt gerade passiert - traurig, aber wahr.

Die Qualität der MBB ist teilweise aber schon sehr enttäuschend, wenn man das etwa mit den Leuten der großen Law Firms vergleicht. Habe mal eine MBB in einem Projekt mit einer Magic Circle erlebt. Haben natürlich unterschiedliche Aufgaben. War aber krass, wie viel überzeugender die Anwälte rüberkamen und die Consultants teilweise in deren Aufgabenbereich den Rang abgelaufen haben. Ich hatte auch den Eindruck, dass die Anwälte vom Management deutlich ernster genommen wurden.

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WiWi Gast

Corona ein "Strohfeuer" für Beratungsalltag? Oder nachhaltige Veränderung?

Falls es sich bei den Beratern nicht deutlich ändern wird, tuts mir leid für euch jungs. Ich glaube in vielen Bereichen, wird das HO massiv zunehmen. Für mich ist das absolut positiv. Ich möchte zwar nicht jeden Tag ins HO aber, öfter als jetzt und wenn ich das einfach viel freier und flexibler entscheiden kann und auch mal ne ganze Woche o.ä. ist das doch perfekt für die WLB.

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WiWi Gast

Corona ein "Strohfeuer" für Beratungsalltag? Oder nachhaltige Veränderung?

WiWi Gast schrieb am 28.05.2020:

ExBerater schrieb am 25.05.2020:

Ich kann das ganze nur aus einer PE Sicht beurteilen: Das ist deutlich zu kurz gegriffen.

Das mag vielleicht stimmen für DAX Konzerne die mit Trainee Programmen Top Absolventen holen und gleichzeitig starke Inhouse Strategie Abteilung haben.

Wenn man von da aber mal 1-2 Stufen weiter runter blickt gibt es genug Mittelständler, teilweise mit mehreren 1000 Mitarbeitern oder schlecht integriertet Abteilungen in Großkonzernen mit hohem Technischen Know how aber ohne jegliche betriebswirtschaftliche Kompetenz

Da wurden kompetente WiWis entweder bewusst von einem starken aber nicht an Veränderung interessierten Management raus gehalten oder spielten die belächelte 2. Geige hinter den Technikern. Häufig kommt da ein großer Teil der kaufmännischen Kompetenz aus der Ausbildung oder aus lokalen FHs und würde noch nicht mal ein sauberes Strategiepaper erkennen wenn es vor ihm liegt, geschweige denn die Ideen für große Veränderungsprozesse anzustoßen

Und bei solchen Läden ist auch das Geld da um große Summen für MBB Projekte auszugeben.

Naja, der ExBerater ist ja auch bekannt dafür, die Branche so schlecht reden zu wollen wie nur irgend möglich. Selbst bei den hochgelobten DAX Trainees merkt man dann doch noch einen deutlichen Qualitätsunterschied zu MBB. Und ja, das kann sich auch auf der Juniorebene bereits durchschlagen - sind ja auch die einzigen, die sich bei Analysen etc. mal etwas ins Detail eingraben. Da habe ich es nun schon mehrfach erlebt, dass ein Junior Analyst fundamentale Fuckups in den Modellen aufgedeckt hat und ähnliches.

Mal abgesehen davon, dass die Punkte da oben also hart biased sind, sind sie auch unvollständig. Die großen Beratungen haben Tools, Industrieexpertise und häufig viel mehr Ahnung was im Markt gerade passiert - traurig, aber wahr.

Die Qualität der MBB ist teilweise aber schon sehr enttäuschend, wenn man das etwa mit den Leuten der großen Law Firms vergleicht. Habe mal eine MBB in einem Projekt mit einer Magic Circle erlebt. Haben natürlich unterschiedliche Aufgaben. War aber krass, wie viel überzeugender die Anwälte rüberkamen und die Consultants teilweise in deren Aufgabenbereich den Rang abgelaufen haben. Ich hatte auch den Eindruck, dass die Anwälte vom Management deutlich ernster genommen wurden.

Das ist doch ne naturelle Informationsasymmetrie. Von dem was die Anwälte tun haben die Kunden (man den Inhouse Councel ausgenommen) überhaupt keine Ahnung. Die Arbeit der Berater kann viel einfacher hinterfragt und gechallenget werden. Einfach weil der Kunde mehr davon versteht.

Siehst du im PE genauso, CDD read-outs gehen zum Teil über 5+ Stunden. Legal DDs sind gewöhnlicherweise in einer Stunde abgehandelt

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WiWi Gast

Corona ein "Strohfeuer" für Beratungsalltag? Oder nachhaltige Veränderung?

WiWi Gast schrieb am 27.05.2020:

Der ExBerater weiß sicherlich genau, dass in jedem DAX-Konzern hunderte Berater rumlaufen. Ob das aber am "Thought Leadership" (entspricht Nummer 1 der Gründe für den Beratereinsatz von oben) liegt? Im Allgemeinen eher nicht, vor allem nicht in dieser Masse. Den meisten Unternehmen fehlen einfach die personellen Kapazitäten für Projekte jenseits der Linientätigkeit, und da sind wir wieder bei Nummer 4.

Natürlich interessieren sich die Unternehmen durchaus für den Blick der erfahrenen Berater auf die gesamte Branche, da gebe ich Dir recht. Das wird aber eher so nebenbei verkauft und ist ein Thema für die Kaffeerunde des Kunden mit dem Projektleiter. Die eigentliche Projektarbeit, die die weniger erfahrenen Berater leisten, ist in den meisten Fällen sehr gut bezahlte Leiharbeit unter einem anderen Namen.

Sehe ich anders ;) Also zunächst mal verstehe ich den Punkt 1 vom Ex-Berater anders, da er vom "outside-in" view redet und vor allem auf Juniors eingeht - das ist für mich etwas anderes als ein erfahrener Senior Partner mit 20+-Jahren Industrieerfahrung.

Bezüglich deines Arguments, dass Inhalte nachrangig seien ggü. der "Body leasing"-Dimension: Klares disagree. Ich meine, wenn wir Consulting auf reine Leiharbeit reduzieren, dann würden sich Beratungen sich ja nur über den Preispunkt differenzieren - das passiert in der Realität aber nunmal nicht. Es würde Activist HFs geben, die sich nichts anderes zur Aufgabe machen als große Konzerne mit hohem Consulting Spend dazu zu bewegen, ihre Berater gegen Leiharbeiter auszutauschen - passiert ebenfalls nicht. Die großen Konzerne besitzen außerdem größtenteils auch größere Inhouse Consulting Einheiten, die sowas günstiger abfangen könnten - dennoch werden weiterhin auch externe Beratungen reingeholt.

Ich sage nicht, dass kapazitäre Spitzen in der Auslastung nicht auch ein Argument dafür sein kann sich Berater ins Haus zu holen, aber wer es darauf reduziert oder einen Großteil dessen darauf zurückführen möchte, hat in meinen Augen keinen Blick für die Realität noch die Implikationen seines Arguments durchdacht.

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WiWi Gast

Corona ein "Strohfeuer" für Beratungsalltag? Oder nachhaltige Veränderung?

WiWi Gast schrieb am 28.05.2020:

Falls es sich bei den Beratern nicht deutlich ändern wird, tuts mir leid für euch jungs. Ich glaube in vielen Bereichen, wird das HO massiv zunehmen. Für mich ist das absolut positiv. Ich möchte zwar nicht jeden Tag ins HO aber, öfter als jetzt und wenn ich das einfach viel freier und flexibler entscheiden kann und auch mal ne ganze Woche o.ä. ist das doch perfekt für die WLB.

Ok und was willst du mit diesem Beitrag ausdrücken?

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WiWi Gast

Corona ein "Strohfeuer" für Beratungsalltag? Oder nachhaltige Veränderung?

Mal aus eigenr Erfahrung als T1-T3 Berater.

Gefühlt alle Kollegen berichten, dass sie in dieser Konstellation im HO viel mehr arbeiten, viel weniger Pausen machen und man gefühlt noch früher erreichbar ist/sein muss und es später ist. Auch wenn es vorher nie ein Zuckerschlecken war, war man am Donnerstagabend dann eben in der Bahn oder im Flugzeug auf Rückreise und hatte dort möglichst wenig bis keine Termine. Heute gehen diese Termine auch am Donnerstag bis spät abends um am Montag geht es um 8 Uhr mit Terminen los. Natrülich fällt dadurch das frühere Aufstehen um zum Flughafen zu kommen weg. Es ist also nicht alles schlecht.

Termine werden aber knallhart auch in Slots von 12-13 Uhr gespresst, weil man zu Hause ja flexibel zum Kühlschrank kann. Viele essen viel unregelmäßiger.

Homeoffice ist gut und ich fände es auch super, wenn es in Zukunft statt 4 Tage vor Ort beim Kunden vielleicht in Richtung 3 geht, aber pur HO ist in dem Job aktuell eine Verschlechterung. Es liegt aber sicher auch daran, dass die aktuelle Lage weltweit Business Druck erhöht.

antworten
WiWi Gast

Corona ein "Strohfeuer" für Beratungsalltag? Oder nachhaltige Veränderung?

WiWi Gast schrieb am 28.05.2020:

Mal aus eigenr Erfahrung als T1-T3 Berater.

Gefühlt alle Kollegen berichten, dass sie in dieser Konstellation im HO viel mehr arbeiten, viel weniger Pausen machen und man gefühlt noch früher erreichbar ist/sein muss und es später ist. Auch wenn es vorher nie ein Zuckerschlecken war, war man am Donnerstagabend dann eben in der Bahn oder im Flugzeug auf Rückreise und hatte dort möglichst wenig bis keine Termine. Heute gehen diese Termine auch am Donnerstag bis spät abends um am Montag geht es um 8 Uhr mit Terminen los. Natrülich fällt dadurch das frühere Aufstehen um zum Flughafen zu kommen weg. Es ist also nicht alles schlecht.

Termine werden aber knallhart auch in Slots von 12-13 Uhr gespresst, weil man zu Hause ja flexibel zum Kühlschrank kann. Viele essen viel unregelmäßiger.

Homeoffice ist gut und ich fände es auch super, wenn es in Zukunft statt 4 Tage vor Ort beim Kunden vielleicht in Richtung 3 geht, aber pur HO ist in dem Job aktuell eine Verschlechterung. Es liegt aber sicher auch daran, dass die aktuelle Lage weltweit Business Druck erhöht.

Die von dir genannten Punkte, haben aber ja nicht konkret etwas mit dem Home Office zu tun, sondern eher damit, das diese Situation jetzt ausgenutzt wird. Man kann auch bei einem Home Office Team klare Strukturen und Meetingzeiträume definieren. Das ist Frage des Wollens und nicht des nicht könnens.

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