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Promotion, PHD & DBACoronavirus

Promotion wegen Corona

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WiWi Gast

Promotion wegen Corona

Also, ich bin Momentan im Master (Finance an der FS) und ich überlege mir mal, falls 2022 der Arbeitsmarkt noch beschissen ist, als ultima ratio zu promovieren. Wäre das dann eine gute Alternative? Wenn ja, an welchen Unis?

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WiWi Gast

Promotion wegen Corona

Kommt meiner Meinung nach total auf deine Ziele an.
Willst du ins Investment Banking (was ein FS Master ja nahelegt), dann eher nicht, weil das dort meiner Erfahrung nach nicht als so wichtig empfunden wird.
Willst du in der Beratung, dann kann man das machen, aber dort kommt die Branche ja ganz gut durch Corona.
Willst du in die Industrie, dann kommt es auch stark auf den Bereich an

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WiWi Gast

Promotion wegen Corona

WiWi Gast schrieb am 17.10.2020:

Kommt meiner Meinung nach total auf deine Ziele an.
Willst du ins Investment Banking (was ein FS Master ja nahelegt), dann eher nicht, weil das dort meiner Erfahrung nach nicht als so wichtig empfunden wird.
Willst du in der Beratung, dann kann man das machen, aber dort kommt die Branche ja ganz gut durch Corona.
Willst du in die Industrie, dann kommt es auch stark auf den Bereich an

Promotion lohnt sich nur wenn du in die Forschung willst oder eine forschungsnahe Stelle anstrebte, wie bei der EZB/IWF oder die eine oder andere Stelle als Quant etc. Eine Schmalspurpromotion a la Beratung die keine publikationsfähigen Papiere hervorbringt, bringt außerhalb der Beratung nicht viel. Entweder richtig promovieren oder was anderes machen.

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WiWi Gast

Promotion wegen Corona

Also wenn ich so die Geschäftsführung der erfolgreichsten Unternehmen in DE (Dax, MDAX, SDAX, + X Mittelständler sowie kommunale Unternehmen) ansehe, liegt der Anteil der Promovierten bei ~ 40-45%.

Ergo: Promotion lohnt sich nicht nur für die Forschung.

WiWi Gast schrieb am 17.10.2020:

WiWi Gast schrieb am 17.10.2020:

Kommt meiner Meinung nach total auf deine Ziele an.
Willst du ins Investment Banking (was ein FS Master ja nahelegt), dann eher nicht, weil das dort meiner Erfahrung nach nicht als so wichtig empfunden wird.
Willst du in der Beratung, dann kann man das machen, aber dort kommt die Branche ja ganz gut durch Corona.
Willst du in die Industrie, dann kommt es auch stark auf den Bereich an

Promotion lohnt sich nur wenn du in die Forschung willst oder eine forschungsnahe Stelle anstrebte, wie bei der EZB/IWF oder die eine oder andere Stelle als Quant etc. Eine Schmalspurpromotion a la Beratung die keine publikationsfähigen Papiere hervorbringt, bringt außerhalb der Beratung nicht viel. Entweder richtig promovieren oder was anderes machen.

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WiWi Gast

Promotion wegen Corona

  1. Kausalität vs. Korrelation. Sind diese Leute wegen der Promotion erfolgreich oder machen ambitionierte erfolgsorientierte Leute eher eine Promotion?

  2. Alter. In den Zeiten bevor MBAs auch in D in Mode gekommen sind, war eine beliebte Abgrenzung von anderen Diplomern die Promotion. Das ändert sich aber, da die jüngere Generation mehr Möglichkeiten hat sich abzugrenzen.

  3. Aufwand vs. Ertrag. Nur für den Titel ist der Aufwand den man mittlerweile betreiben muss, Lehrstuhlpromotion wie Graduiertenkolleg, sehr hoch. Das lohnt sich nicht, wenn man schon vor Promotion weiß, dass man das eigentlich nur für die Karriere macht, Da gibt es dann einfach zielführendere und ebsser passende Möglichkeiten und Weiterbildungen.

Eine Beraterpromotion mag wie ein gutes Mittelding erscheinen, letztendlich hat man dann aber zwei Jahre mehr oder weniger sinnlos in eine Schmalspurpromotion investiert. Entweder richtig investieren oder eher gar nicht. Kein anständig Promovierter nimmt solche Promotionen ernst.

Eine Promotion macht auch im Privatsektor Sinn, wenn sich für eine Stelle qualifizieren will, die besondere Fachkenntnisse erfordert. Solche Stelle gibt es beispielsweise im Finanzsektor oder auch im öffentlichen Sektor (EZB und co.). Für diese Fachkenntnisse muss man aber richtig investieren, sprich eine Schmalspurpromotion wird nicht ausreichen.

Nur für die Karrie, weil man ein schwieriges Jahr auf dem Arbeitsmarkt überbrücken will, halte ich als promovierter Volkswirt für keine gute Idee. Externe Doktoranden an unserem Lehrstuhl, die aus der Beratung kamen, sind auch alle wieder zurBeratung zurück. Zur EZB, IWF, WB, OECD ist keiner, obwhl Gehalt und Arbeitsbedingungen dort (teiweise) besser sind (oder zumindest ebenbürtig). In eine der beliebten Fachstelle im Finanz- oder Versicherungssektor ist auch keiner.

WiWi Gast schrieb am 17.10.2020:

Also wenn ich so die Geschäftsführung der erfolgreichsten Unternehmen in DE (Dax, MDAX, SDAX, + X Mittelständler sowie kommunale Unternehmen) ansehe, liegt der Anteil der Promovierten bei ~ 40-45%.

Ergo: Promotion lohnt sich nicht nur für die Forschung.

WiWi Gast schrieb am 17.10.2020:

WiWi Gast schrieb am 17.10.2020:

Kommt meiner Meinung nach total auf deine Ziele an.
Willst du ins Investment Banking (was ein FS Master ja nahelegt), dann eher nicht, weil das dort meiner Erfahrung nach nicht als so wichtig empfunden wird.
Willst du in der Beratung, dann kann man das machen, aber dort kommt die Branche ja ganz gut durch Corona.
Willst du in die Industrie, dann kommt es auch stark auf den Bereich an

Promotion lohnt sich nur wenn du in die Forschung willst oder eine forschungsnahe Stelle anstrebte, wie bei der EZB/IWF oder die eine oder andere Stelle als Quant etc. Eine Schmalspurpromotion a la Beratung die keine publikationsfähigen Papiere hervorbringt, bringt außerhalb der Beratung nicht viel. Entweder richtig promovieren oder was anderes machen.

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Ceterum censeo

Promotion wegen Corona

Ich kann hiervon ebenfalls nur abraten. Ein Promotionsvorhaben aus Mangel an Alternativen hat meiner Erfahrung nach eine wesentlich geringere Aussichten auf Erfolg als ein solches Vorhaben aus z. B. intrinsischer Motivation.
Liebe Grüße

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WiWi Gast

Promotion wegen Corona

Dein Beitrag ist zum Teil ganz interessant, allerdings zeigt er auch, dass du die Thematik etwas durcheinander bringst und naja, es wirkt nicht so richtig koscher.. Bist du wirklich ein promovierter Volkswirt..?

Ich habe tatsächlich (auch..?) promoviert und als jemand, der den Lehrstuhlweg hinter sich hat und neben entsprechenden Kolloquien schon häufig den Austausch mit anderen Doktoranden/Promovierten hatte, finde ich deine Behauptungen teilweise Käse.

Um bei deiner Struktur zu bleiben aber gerne noch etwas weiter abzugrenzen:

  1. Ja... die Korrelation/Kausalität Problematik..davon erzählt mir nach dem zweiten Semester immer jeder 3. Student in seinen Seminararbeiten...nun ja: Selten promovieren die klassischen erfolgsorientierten Leute an den Lehrstühlen sondern einfach Studenten, die Bock auf die Materie haben und zudem auch den entsprechenden Intellekt mitbringen. Früher wurde nicht nur wegen der Abgrenzung promoviert (hier war ein Studium bereits Abgrenzung genug) sondern es wurde grundsätzlich auch eine wissenschaftliche Karriere angestrebt. Das war insbesondere in De deutlich einfacher als heute, da das angelsächsische System um die Peer-Reviews (Stichwort: Publikation in A Journals...) noch gar nicht so etabliert in der deutschen WiWi Welt war. Aber ja..wer damals ne Promotion geschafft hat, hat trotzdem wohl schon gutes Rüstzeug für andere Wege mitgebracht.

  2. Du sprichst vom Alter und Abgrenzung.. wenn man es auf die Abgrenzung bezieht, dann stimmt das. Auf das Alter bezogen ist heute die Promotion ja umso mehr zu empfehlen, da man ja dank G8 und fehlendem Wehrdienst schon zum Teil mit 22-24 in die Promotion starten kann. Zudem hat man früher noch sehr häufig vor einem WiWi oder Jura Studium die klassische und damals prestigeträchtige kaufmännische Ausbildung in Anspruch genommen (Bank- oder Industriekaufmann). Daneben ist es heute dank strukturierten Programmen sowie der Informationsverfügbarkeit insgesamt doch noch einen Schritt "einfacher", sich für einen solchen Weg zu entscheiden.

  3. Bei diesem Punkt bin ich sehr skeptisch geworden, was deine Erfahrungen angeht. Siehe auch Punkt 2...Nenne mir eine "zielführendere und passendere" Weiterbildung. Den MBA? Bitte, 50-100k kosten selbst die europäischen Topprogramme und in Deutschland genießt der Doktor nach wie vor deutlich mehr Anerkennung. Ein MBA von einer Ivy mag da vielleicht gleichziehen, aber mit einem NOVA oder ESADE-MBA hängt man dann doch deutlich hinter dem Herrn Dr. hinterher. Klar, man kann schneller wieder in den Beruf starten, aber wenn ich mir anschaue, dass INSEAD mittlerweile auch 1000 Absolventen p.a. an Output hat... ich weiß ja nicht... Unabhängig davon ist aber eine pauschale Aussage sowieso nicht zielführend, da es auf den Typ Mensch ankommt. Manche können sich halt gut 1-2 Jahre wegschließen und eine Diss schreiben, andere haben Bock auf Netzwerk und halt auch entsprechende BE. Am Ende sind es sehr unterschiedliche Programme, eine Dissertation für die Karriere kommt eigentlich immer auf den Bereich an, das sagst du ja sogar selber... Bei den MBB nimmt sich beides nichts, für IB ist der MBA wohl insbesondere drüben besser. Im Konzern und F&E sowie Pharma und Chemie generell der Dr.. Für eher Econ geprägte Berufe wie im IWF, EZB etc braucht man auch einen Doktor, warum macht es da wenig Sinn, einen schnellen Titel zu holen?! Da widersprichst du dir ja mit diesem Punkt. Ja, man konkurriert um die Stellen fast ausschließlich mit Promovierten und da erhöht auch ein "Schmalspurdoktor" die Chancen... Es hängt von so vielen Faktoren ab.

Übrigens: In den seltensten Fällen werden Promotionen eines Gegenübers nicht ernst genommen. Auch wenn dieses Vorurteil immer mal wieder unter ambitionierten Studenten oder hier im Forum kursiert, so ist es trotzdem falsch. Auch im VWL Bereich. Egal ob Lehrstuhlpromotion oder "Schmalspur-Beraterpromotion", man unterhält sich maximal 5-10 Minuten über das Thema und dann geht es eigentlich 100% um den persönlichen Leidensweg. Zumal eine Beraterpromotion natürlich nicht den gleichen wissenschaftlichen Anspruch hat wie eine Lehrstuhlpromotion, was aber vollkommen legitim ist. Aber auch das kann man eigentlich schon wieder relativieren, wenn man sich mal so die Dissertationen vom durchschnittlichen Lehrstuhl in Deutschland anschaut. Da ist selten ein wirklicher Mehrwert zu erkennen, geschweige denn das Potential für eine anständige (B-B+) Publikation. Solche "nicht ernst nehmen" Punkte kommen wirklich immer nur von irgendwelchen Studenten, die gerade im Master oder am Anfang ihrer Diss sind. Darüber hinaus kann man aufgrund der hohen Spezifikation meist eh nicht einschätzen, ob das was der andere da macht, wirklich so relevant ist. Selbst wenn man im selben Themenbereich unterwegs ist, kann nicht eindeutig auf die Qualität geschlossen werden. Bisschen Variance- und R-Square Game kann ich auch spielen..wow, jetzt habe ich empirisch quantitativ gearbeitet und bin total fancy und anständig promoviert. So läuft es einfach nicht. Habe auch empirisch gearbeitet und sogar genügend Theory contribution gehabt und naja, versteht trotzdem nicht jeder.

Die einzige Ausnahme, wo eventuell die Augenbrauen hochgezogen werden, sind Doktoranden die von ominösen privatwirtschaftlichen Instituten kommen, die irgendwie an eine Uni in Bratislava oder Spanien vermitteln.. aber selbst da wird man nicht wirklich despektierlich behandelt oder "die Diss nicht ernst genommen".

Außerdem sollte auch gesagt werden, dass Hochschulen wie die HHL oder FS mittlerweile deutlich in der Forschung aufgeholt haben. Der Output lässt sich sehen und man muss sagen, dass dort auch top Kollegen in ihrem Fach am Werk sind. Wer dort nebenberuflich promoviert, wird mit sehr großer Sicherheit nicht nicht ernstgenommen..

Darüber hinaus: Wieso sollte jemand die nebenberufliche Promotion als Anlass für einen Stellenwechsel nehmen? Klar, zum Testen des Marktwertes macht das schon Sinn. Häufig arbeiten nebenberuflich Promovierende aber schon in guten Positionen und machen das für die Prestigerhöhung im eigenen Unternehmen. Zumal hier auch wieder bisschen die Berufe durcheinandergebracht werden: Ein Top-Berater exitet sowieso seltener zu einer Institution wie OECD etc sondern wird für die Promotion oft bezahlt freigestellt und macht danach dann bei seiner Beratung weiter...

Naja, sei es drum. Die Grundmotivation zur Überbrückung eines schlechten Jahres halte ich auch für falsch. Wer allerdings eh mit dem Gedanken einer Promotion spielt, für den kann so etwas natürlich ein Pro Argument sein. Für Berufe wie IB halte ich eine Promotion zur Überbrückung aus eigener Erfahrung aber für falsch, da man wirklich nahezu keinen Bonus durch die Promotion erlangt und wirklich sehr hohe Opportunitätskosten hat. Kommt auch immer auf den Lehrstuhl an, ich für meinen Teil hatte höchste Flexibilität: Wenn die Lehre lief, konnte ich ansonsten machen was ich wollte. Egal von wo arbeiten, auch mal 3 Tage nichts machen und dann dafür mal 3 Tage mehr. War eine schöne Zeit. Allerdings war mein DV sehr anspruchsvoll und der dadurch entstehende Stress war auch irgendwo sehr eklig. Fast schon existenziell. Aber am Ende eine schöne Erfahrung.

WiWi Gast schrieb am 17.10.2020:

  1. Kausalität vs. Korrelation. Sind diese Leute wegen der Promotion erfolgreich oder machen ambitionierte erfolgsorientierte Leute eher eine Promotion?

  2. Alter. In den Zeiten bevor MBAs auch in D in Mode gekommen sind, war eine beliebte Abgrenzung von anderen Diplomern die Promotion. Das ändert sich aber, da die jüngere Generation mehr Möglichkeiten hat sich abzugrenzen.

  3. Aufwand vs. Ertrag. Nur für den Titel ist der Aufwand den man mittlerweile betreiben muss, Lehrstuhlpromotion wie Graduiertenkolleg, sehr hoch. Das lohnt sich nicht, wenn man schon vor Promotion weiß, dass man das eigentlich nur für die Karriere macht, Da gibt es dann einfach zielführendere und ebsser passende Möglichkeiten und Weiterbildungen.

Eine Beraterpromotion mag wie ein gutes Mittelding erscheinen, letztendlich hat man dann aber zwei Jahre mehr oder weniger sinnlos in eine Schmalspurpromotion investiert. Entweder richtig investieren oder eher gar nicht. Kein anständig Promovierter nimmt solche Promotionen ernst.

Eine Promotion macht auch im Privatsektor Sinn, wenn sich für eine Stelle qualifizieren will, die besondere Fachkenntnisse erfordert. Solche Stelle gibt es beispielsweise im Finanzsektor oder auch im öffentlichen Sektor (EZB und co.). Für diese Fachkenntnisse muss man aber richtig investieren, sprich eine Schmalspurpromotion wird nicht ausreichen.

Nur für die Karrie, weil man ein schwieriges Jahr auf dem Arbeitsmarkt überbrücken will, halte ich als promovierter Volkswirt für keine gute Idee. Externe Doktoranden an unserem Lehrstuhl, die aus der Beratung kamen, sind auch alle wieder zurBeratung zurück. Zur EZB, IWF, WB, OECD ist keiner, obwhl Gehalt und Arbeitsbedingungen dort (teiweise) besser sind (oder zumindest ebenbürtig). In eine der beliebten Fachstelle im Finanz- oder Versicherungssektor ist auch keiner.

WiWi Gast schrieb am 17.10.2020:

Also wenn ich so die Geschäftsführung der erfolgreichsten Unternehmen in DE (Dax, MDAX, SDAX, + X Mittelständler sowie kommunale Unternehmen) ansehe, liegt der Anteil der Promovierten bei ~ 40-45%.

Ergo: Promotion lohnt sich nicht nur für die Forschung.

WiWi Gast schrieb am 17.10.2020:

WiWi Gast schrieb am 17.10.2020:

Kommt meiner Meinung nach total auf deine Ziele an.
Willst du ins Investment Banking (was ein FS Master ja nahelegt), dann eher nicht, weil das dort meiner Erfahrung nach nicht als so wichtig empfunden wird.
Willst du in der Beratung, dann kann man das machen, aber dort kommt die Branche ja ganz gut durch Corona.
Willst du in die Industrie, dann kommt es auch stark auf den Bereich an

Promotion lohnt sich nur wenn du in die Forschung willst oder eine forschungsnahe Stelle anstrebte, wie bei der EZB/IWF oder die eine oder andere Stelle als Quant etc. Eine Schmalspurpromotion a la Beratung die keine publikationsfähigen Papiere hervorbringt, bringt außerhalb der Beratung nicht viel. Entweder richtig promovieren oder was anderes machen.

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WiWi Gast

Promotion wegen Corona

Punkt ist aber, dass man mit einer regulären Promotion Gehalt einbüßt. Es muss also erstmal einen anderen Grund geben.
Das gilt sowohl für Lehrstuhlpromotionen, wo man gerne für ein paar Jährchen für den Prof schuftet, oder für Graduiertenprogramme, wo man nochmal 180 Credits machen muss, typischerweise in Kursen, die einen kräftig durch die Mangel nehmen, sodass es kaum Leute gibt, die das in weniger als 5 Jahren schaffen.

Dazu kommt natürlich der spezielle Stress und die Unsicherheit der ganzen Situation. Das ständige Arbeiten, niemals abschalten können, Zeitdruck trotz mehrjährigen Projekten etc. Zumal man während der ganzen Zeit die niedrigste Statusstufe innehat und auf Knien überall hinkriecht.

Kurzum, Promotion (außer Schmalspur und gekauft in Osteuropa etc.) macht halt Sinn wenn man forschen will. Denn dann überwindet man den ganzen bullshyt gern und es macht Spaß.

Ansonsten kenne ich auch genug, die das Mental nicht durchgestanden haben und sich ordentliche psychische Probleme abgeholt haben. Ich würde es daher einfach lassen, wenn man nicht an der Forschung interessiert ist.

antworten
WiWi Gast

Promotion wegen Corona

WiWi Gast schrieb am 18.10.2020:

Punkt ist aber, dass man mit einer regulären Promotion Gehalt einbüßt. Es muss also erstmal einen anderen Grund geben.
Das gilt sowohl für Lehrstuhlpromotionen, wo man gerne für ein paar Jährchen für den Prof schuftet, oder für Graduiertenprogramme, wo man nochmal 180 Credits machen muss, typischerweise in Kursen, die einen kräftig durch die Mangel nehmen, sodass es kaum Leute gibt, die das in weniger als 5 Jahren schaffen.

Dazu kommt natürlich der spezielle Stress und die Unsicherheit der ganzen Situation. Das ständige Arbeiten, niemals abschalten können, Zeitdruck trotz mehrjährigen Projekten etc. Zumal man während der ganzen Zeit die niedrigste Statusstufe innehat und auf Knien überall hinkriecht.

Kurzum, Promotion (außer Schmalspur und gekauft in Osteuropa etc.) macht halt Sinn wenn man forschen will. Denn dann überwindet man den ganzen bullshyt gern und es macht Spaß.

Ansonsten kenne ich auch genug, die das Mental nicht durchgestanden haben und sich ordentliche psychische Probleme abgeholt haben. Ich würde es daher einfach lassen, wenn man nicht an der Forschung interessiert ist.

Stimme dem grundsätzlich zu, nur leider ist es doch so, dass die wirklich spannenden Jobs in der Industrie und im öffentlichen Sektor eine Promotion voraussetzen. Und zwar nicht nur formal, sondern auch und vor allem inhaltlich.

antworten
WiWi Gast

Promotion wegen Corona

WiWi Gast schrieb am 18.10.2020:

Übrigens: In den seltensten Fällen werden Promotionen eines Gegenübers nicht ernst genommen. Auch wenn dieses Vorurteil immer mal wieder unter ambitionierten Studenten oder hier im Forum kursiert, so ist es trotzdem falsch. Auch im VWL Bereich. Egal ob Lehrstuhlpromotion oder "Schmalspur-Beraterpromotion", man unterhält sich maximal 5-10 Minuten über das Thema und dann geht es eigentlich 100% um den persönlichen Leidensweg. Zumal eine Beraterpromotion natürlich nicht den gleichen wissenschaftlichen Anspruch hat wie eine Lehrstuhlpromotion, was aber vollkommen legitim ist. Aber auch das kann man eigentlich schon wieder relativieren, wenn man sich mal so die Dissertationen vom durchschnittlichen Lehrstuhl in Deutschland anschaut. Da ist selten ein wirklicher Mehrwert zu erkennen, geschweige denn das Potential für eine anständige (B-B+) Publikation. Solche "nicht ernst nehmen" Punkte kommen wirklich immer nur von irgendwelchen Studenten, die gerade im Master oder am Anfang ihrer Diss sind. Darüber hinaus kann man aufgrund der hohen Spezifikation meist eh nicht einschätzen, ob das was der andere da macht, wirklich so relevant ist. Selbst wenn man im selben Themenbereich unterwegs ist, kann nicht eindeutig auf die Qualität geschlossen werden. Bisschen Variance- und R-Square Game kann ich auch spielen..wow, jetzt habe ich empirisch quantitativ gearbeitet und bin total fancy und anständig promoviert. So läuft es einfach nicht. Habe auch empirisch gearbeitet und sogar genügend Theory contribution gehabt und naja, versteht trotzdem nicht jeder.

Irgendwie verstehe ich deinen Beitrag bzw. deine Argumentation nicht so recht. Wenn Beraterpromotion legitim sein sollen, dann kann soll man sie machen lassen aber dafür das einen "Dr. consult." verleihen. Dann ist das Geschrei natürlich wieder groß weil sofort die Entwertung da ist, weil keiner das Ding ernst nimmt.

Du stellst die Frage nach der Fortbildungsart, ich frage eher wann es denn mal sein lassen kann mit der Fortbildung, nur damit man etwas auf dem Papier hat. Darauf kommt es weder im Job noch im Leben ab. Es bringt niemandem aus dem Ego etwas, das man ein "Projekt" ganz alleine brav im Keller bearbeitet hat damit man später voller Stolz sich Doktor nennen kann. Einen "echten" Doktor erkennt man in Gesprächen an seiner Argumentationsweise. Verstehet natürlich nur nicht jeder. Dunning Kruger und so.

Wer eine Promotion zum Überwintern startet wird - zumindest mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit - scheitern.

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WiWi Gast

Promotion wegen Corona

Du hast gut gezeigt das du von der Materie nicht viel verstehst. Beim Punkt IO wird es besonders deutlich.

IWF & co stellen dich nicht wegen dem Doktortitel an, sondern dem Wissen und Fachkenntnissen, die du dir in der Promotion erarbeitet hast. Diese Fachkenntnisse werden im Interview abgefragt, ohne publikationsfähige Papiere wirst du auch nicht eingeladen. Eine Schmallspurpromotion nur des Titels willen bringen dir nicht diese Fachkenntnisse, wenn du überhaupt eingeladen wirst, ist deine Chance gleich Null das Interview mit jemanden aus einer Fachabteilung, >10J Berufserfahrung und der einen oder Toppublikation, zu überleben.

Der durchschnittliche Promotionsstudent in Bonn, Mannheim, LMU und Co waren die besten ihres Jahrgangs, das als nicht erfolgorientiert darstellen zu wollen ist merkwürdig.

WiWi Gast schrieb am 18.10.2020:

Dein Beitrag ist zum Teil ganz interessant, allerdings zeigt er auch, dass du die Thematik etwas durcheinander bringst und naja, es wirkt nicht so richtig koscher.. Bist du wirklich ein promovierter Volkswirt..?

Ich habe tatsächlich (auch..?) promoviert und als jemand, der den Lehrstuhlweg hinter sich hat und neben entsprechenden Kolloquien schon häufig den Austausch mit anderen Doktoranden/Promovierten hatte, finde ich deine Behauptungen teilweise Käse.

Um bei deiner Struktur zu bleiben aber gerne noch etwas weiter abzugrenzen:

  1. Ja... die Korrelation/Kausalität Problematik..davon erzählt mir nach dem zweiten Semester immer jeder 3. Student in seinen Seminararbeiten...nun ja: Selten promovieren die klassischen erfolgsorientierten Leute an den Lehrstühlen sondern einfach Studenten, die Bock auf die Materie haben und zudem auch den entsprechenden Intellekt mitbringen. Früher wurde nicht nur wegen der Abgrenzung promoviert (hier war ein Studium bereits Abgrenzung genug) sondern es wurde grundsätzlich auch eine wissenschaftliche Karriere angestrebt. Das war insbesondere in De deutlich einfacher als heute, da das angelsächsische System um die Peer-Reviews (Stichwort: Publikation in A Journals...) noch gar nicht so etabliert in der deutschen WiWi Welt war. Aber ja..wer damals ne Promotion geschafft hat, hat trotzdem wohl schon gutes Rüstzeug für andere Wege mitgebracht.

  2. Du sprichst vom Alter und Abgrenzung.. wenn man es auf die Abgrenzung bezieht, dann stimmt das. Auf das Alter bezogen ist heute die Promotion ja umso mehr zu empfehlen, da man ja dank G8 und fehlendem Wehrdienst schon zum Teil mit 22-24 in die Promotion starten kann. Zudem hat man früher noch sehr häufig vor einem WiWi oder Jura Studium die klassische und damals prestigeträchtige kaufmännische Ausbildung in Anspruch genommen (Bank- oder Industriekaufmann). Daneben ist es heute dank strukturierten Programmen sowie der Informationsverfügbarkeit insgesamt doch noch einen Schritt "einfacher", sich für einen solchen Weg zu entscheiden.

  3. Bei diesem Punkt bin ich sehr skeptisch geworden, was deine Erfahrungen angeht. Siehe auch Punkt 2...Nenne mir eine "zielführendere und passendere" Weiterbildung. Den MBA? Bitte, 50-100k kosten selbst die europäischen Topprogramme und in Deutschland genießt der Doktor nach wie vor deutlich mehr Anerkennung. Ein MBA von einer Ivy mag da vielleicht gleichziehen, aber mit einem NOVA oder ESADE-MBA hängt man dann doch deutlich hinter dem Herrn Dr. hinterher. Klar, man kann schneller wieder in den Beruf starten, aber wenn ich mir anschaue, dass INSEAD mittlerweile auch 1000 Absolventen p.a. an Output hat... ich weiß ja nicht... Unabhängig davon ist aber eine pauschale Aussage sowieso nicht zielführend, da es auf den Typ Mensch ankommt. Manche können sich halt gut 1-2 Jahre wegschließen und eine Diss schreiben, andere haben Bock auf Netzwerk und halt auch entsprechende BE. Am Ende sind es sehr unterschiedliche Programme, eine Dissertation für die Karriere kommt eigentlich immer auf den Bereich an, das sagst du ja sogar selber... Bei den MBB nimmt sich beides nichts, für IB ist der MBA wohl insbesondere drüben besser. Im Konzern und F&E sowie Pharma und Chemie generell der Dr.. Für eher Econ geprägte Berufe wie im IWF, EZB etc braucht man auch einen Doktor, warum macht es da wenig Sinn, einen schnellen Titel zu holen?! Da widersprichst du dir ja mit diesem Punkt. Ja, man konkurriert um die Stellen fast ausschließlich mit Promovierten und da erhöht auch ein "Schmalspurdoktor" die Chancen... Es hängt von so vielen Faktoren ab.

Übrigens: In den seltensten Fällen werden Promotionen eines Gegenübers nicht ernst genommen. Auch wenn dieses Vorurteil immer mal wieder unter ambitionierten Studenten oder hier im Forum kursiert, so ist es trotzdem falsch. Auch im VWL Bereich. Egal ob Lehrstuhlpromotion oder "Schmalspur-Beraterpromotion", man unterhält sich maximal 5-10 Minuten über das Thema und dann geht es eigentlich 100% um den persönlichen Leidensweg. Zumal eine Beraterpromotion natürlich nicht den gleichen wissenschaftlichen Anspruch hat wie eine Lehrstuhlpromotion, was aber vollkommen legitim ist. Aber auch das kann man eigentlich schon wieder relativieren, wenn man sich mal so die Dissertationen vom durchschnittlichen Lehrstuhl in Deutschland anschaut. Da ist selten ein wirklicher Mehrwert zu erkennen, geschweige denn das Potential für eine anständige (B-B+) Publikation. Solche "nicht ernst nehmen" Punkte kommen wirklich immer nur von irgendwelchen Studenten, die gerade im Master oder am Anfang ihrer Diss sind. Darüber hinaus kann man aufgrund der hohen Spezifikation meist eh nicht einschätzen, ob das was der andere da macht, wirklich so relevant ist. Selbst wenn man im selben Themenbereich unterwegs ist, kann nicht eindeutig auf die Qualität geschlossen werden. Bisschen Variance- und R-Square Game kann ich auch spielen..wow, jetzt habe ich empirisch quantitativ gearbeitet und bin total fancy und anständig promoviert. So läuft es einfach nicht. Habe auch empirisch gearbeitet und sogar genügend Theory contribution gehabt und naja, versteht trotzdem nicht jeder.

Die einzige Ausnahme, wo eventuell die Augenbrauen hochgezogen werden, sind Doktoranden die von ominösen privatwirtschaftlichen Instituten kommen, die irgendwie an eine Uni in Bratislava oder Spanien vermitteln.. aber selbst da wird man nicht wirklich despektierlich behandelt oder "die Diss nicht ernst genommen".

Außerdem sollte auch gesagt werden, dass Hochschulen wie die HHL oder FS mittlerweile deutlich in der Forschung aufgeholt haben. Der Output lässt sich sehen und man muss sagen, dass dort auch top Kollegen in ihrem Fach am Werk sind. Wer dort nebenberuflich promoviert, wird mit sehr großer Sicherheit nicht nicht ernstgenommen..

Darüber hinaus: Wieso sollte jemand die nebenberufliche Promotion als Anlass für einen Stellenwechsel nehmen? Klar, zum Testen des Marktwertes macht das schon Sinn. Häufig arbeiten nebenberuflich Promovierende aber schon in guten Positionen und machen das für die Prestigerhöhung im eigenen Unternehmen. Zumal hier auch wieder bisschen die Berufe durcheinandergebracht werden: Ein Top-Berater exitet sowieso seltener zu einer Institution wie OECD etc sondern wird für die Promotion oft bezahlt freigestellt und macht danach dann bei seiner Beratung weiter...

Naja, sei es drum. Die Grundmotivation zur Überbrückung eines schlechten Jahres halte ich auch für falsch. Wer allerdings eh mit dem Gedanken einer Promotion spielt, für den kann so etwas natürlich ein Pro Argument sein. Für Berufe wie IB halte ich eine Promotion zur Überbrückung aus eigener Erfahrung aber für falsch, da man wirklich nahezu keinen Bonus durch die Promotion erlangt und wirklich sehr hohe Opportunitätskosten hat. Kommt auch immer auf den Lehrstuhl an, ich für meinen Teil hatte höchste Flexibilität: Wenn die Lehre lief, konnte ich ansonsten machen was ich wollte. Egal von wo arbeiten, auch mal 3 Tage nichts machen und dann dafür mal 3 Tage mehr. War eine schöne Zeit. Allerdings war mein DV sehr anspruchsvoll und der dadurch entstehende Stress war auch irgendwo sehr eklig. Fast schon existenziell. Aber am Ende eine schöne Erfahrung.

WiWi Gast schrieb am 17.10.2020:

  1. Kausalität vs. Korrelation. Sind diese Leute wegen der Promotion erfolgreich oder machen ambitionierte erfolgsorientierte Leute eher eine Promotion?

  2. Alter. In den Zeiten bevor MBAs auch in D in Mode gekommen sind, war eine beliebte Abgrenzung von anderen Diplomern die Promotion. Das ändert sich aber, da die jüngere Generation mehr Möglichkeiten hat sich abzugrenzen.

  3. Aufwand vs. Ertrag. Nur für den Titel ist der Aufwand den man mittlerweile betreiben muss, Lehrstuhlpromotion wie Graduiertenkolleg, sehr hoch. Das lohnt sich nicht, wenn man schon vor Promotion weiß, dass man das eigentlich nur für die Karriere macht, Da gibt es dann einfach zielführendere und ebsser passende Möglichkeiten und Weiterbildungen.

Eine Beraterpromotion mag wie ein gutes Mittelding erscheinen, letztendlich hat man dann aber zwei Jahre mehr oder weniger sinnlos in eine Schmalspurpromotion investiert. Entweder richtig investieren oder eher gar nicht. Kein anständig Promovierter nimmt solche Promotionen ernst.

Eine Promotion macht auch im Privatsektor Sinn, wenn sich für eine Stelle qualifizieren will, die besondere Fachkenntnisse erfordert. Solche Stelle gibt es beispielsweise im Finanzsektor oder auch im öffentlichen Sektor (EZB und co.). Für diese Fachkenntnisse muss man aber richtig investieren, sprich eine Schmalspurpromotion wird nicht ausreichen.

Nur für die Karrie, weil man ein schwieriges Jahr auf dem Arbeitsmarkt überbrücken will, halte ich als promovierter Volkswirt für keine gute Idee. Externe Doktoranden an unserem Lehrstuhl, die aus der Beratung kamen, sind auch alle wieder zurBeratung zurück. Zur EZB, IWF, WB, OECD ist keiner, obwhl Gehalt und Arbeitsbedingungen dort (teiweise) besser sind (oder zumindest ebenbürtig). In eine der beliebten Fachstelle im Finanz- oder Versicherungssektor ist auch keiner.

WiWi Gast schrieb am 17.10.2020:

Also wenn ich so die Geschäftsführung der erfolgreichsten Unternehmen in DE (Dax, MDAX, SDAX, + X Mittelständler sowie kommunale Unternehmen) ansehe, liegt der Anteil der Promovierten bei ~ 40-45%.

Ergo: Promotion lohnt sich nicht nur für die Forschung.

WiWi Gast schrieb am 17.10.2020:

WiWi Gast schrieb am 17.10.2020:

Kommt meiner Meinung nach total auf deine Ziele an.
Willst du ins Investment Banking (was ein FS Master ja nahelegt), dann eher nicht, weil das dort meiner Erfahrung nach nicht als so wichtig empfunden wird.
Willst du in der Beratung, dann kann man das machen, aber dort kommt die Branche ja ganz gut durch Corona.
Willst du in die Industrie, dann kommt es auch stark auf den Bereich an

Promotion lohnt sich nur wenn du in die Forschung willst oder eine forschungsnahe Stelle anstrebte, wie bei der EZB/IWF oder die eine oder andere Stelle als Quant etc. Eine Schmalspurpromotion a la Beratung die keine publikationsfähigen Papiere hervorbringt, bringt außerhalb der Beratung nicht viel. Entweder richtig promovieren oder was anderes machen.

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WiWi Gast

Promotion wegen Corona

Einen echten Doktor erkennt man an seiner Argumentationsweise? Und andere auch noch frech als unbewusst inkompetent framen, weil sie das nicht erkennen und mit DK begründen? Oh man.

Bei uns führt niemand groß den Doktor bis auf der Visitenkarte und kein Laie (wenn du hier schon mit Kognition und Sozialpsychologie anfängst) erkennt einen Doktor an seiner Argumentationsweise. Ja, das sind eher logisch stringent eingestellte Menschen, davon gibt es aber unzählige Kollegen in Unternehmen, die keinen Doktortitel besitzen. Eine solche Denkweise ist nicht nur äußerst naiv, sondern zeigt, dass du wahrscheinlich noch nie mit promovierten Kollegen gearbeitet hast.

Ich finde diese Überzeugung deiner eigenen Argumentation -obgleich sie so offensichtlich falsch ist - wirklich verblüffend. So könnte man hier doch tatsächlich den Dunning Kruger Effekt vermuten..;-)

Ein wissenschaftliches Projekt von A-Z durchzuarbeiten fördert neben dem strukturierten Vorgehen auch den eigenen Intellekt nochmal auf eine ganz andere Art und Weise. Allein das bringt der Keller, auch für eine Beraterpromotion. In der deutschen Forschungslandschaft - wo schon 50% der Lehrstuhlabsolventen den Titel nur bekommen, weil sie für den Herrn Professor ALLES gemacht haben - sollen Lehrstuhlpromotionen also eine nachweislich höhere Wertigkeit besitzen als nebenberufliche Promotionen. Puh. Absolviere dein 3. Semester, arbeite erstmal am Lehrstuhl und dann sprechen wir weiter.

Wie viele Magnas ich schon gesehen habe, die eigentlich ein cum laude bis Rite waren.. das nimmt sich nicht viel zum MBB Guy, der für 18 Monate beurlaubt ist und da seine Monographie durchzieht. Zumal die Kollegen auch oft einiges an Talent und Biss mitbringen. Extrinsische Motivation bewirkt einiges.

Ich weiß, viele mittelmäßige Doktoranden reden sich ein, dass man so etwas nicht unter 3-5 Jahren schafft. Es geht aber bei Durchschnittsqualität leider doch auch schneller. Ich bin ja selbst einer von den klassischen Lehrstuhldoktoranden, aber es gibt immer jemanden, der besser ist. Ja, es gibt hochwertige Lehrstuhlpromotionen oder den klassischen top notch Stipendiat für das Graduiertenkolleg, der wissenschaftlich wirklich was reißt. In Deutschland ist das aber im wirtschaftswissenschaftlichen Bereich nach wie vor selten und von der Beraterdiss schwer abzugrenzen.

Eine solche Naivität zu haben, dass im Berufsleben eine Differenzierung möglich ist, ist wirklich verblüffend. Trust me! Solltest du jemals promovieren und danach ins Berufsleben einsteigen, werden mir deine zukünftigen Erfahrungen recht geben.

WiWi Gast schrieb am 18.10.2020:

Übrigens: In den seltensten Fällen werden Promotionen eines Gegenübers nicht ernst genommen. Auch wenn dieses Vorurteil immer mal wieder unter ambitionierten Studenten oder hier im Forum kursiert, so ist es trotzdem falsch. Auch im VWL Bereich. Egal ob Lehrstuhlpromotion oder "Schmalspur-Beraterpromotion", man unterhält sich maximal 5-10 Minuten über das Thema und dann geht es eigentlich 100% um den persönlichen Leidensweg. Zumal eine Beraterpromotion natürlich nicht den gleichen wissenschaftlichen Anspruch hat wie eine Lehrstuhlpromotion, was aber vollkommen legitim ist. Aber auch das kann man eigentlich schon wieder relativieren, wenn man sich mal so die Dissertationen vom durchschnittlichen Lehrstuhl in Deutschland anschaut. Da ist selten ein wirklicher Mehrwert zu erkennen, geschweige denn das Potential für eine anständige (B-B+) Publikation. Solche "nicht ernst nehmen" Punkte kommen wirklich immer nur von irgendwelchen Studenten, die gerade im Master oder am Anfang ihrer Diss sind. Darüber hinaus kann man aufgrund der hohen Spezifikation meist eh nicht einschätzen, ob das was der andere da macht, wirklich so relevant ist. Selbst wenn man im selben Themenbereich unterwegs ist, kann nicht eindeutig auf die Qualität geschlossen werden. Bisschen Variance- und R-Square Game kann ich auch spielen..wow, jetzt habe ich empirisch quantitativ gearbeitet und bin total fancy und anständig promoviert. So läuft es einfach nicht. Habe auch empirisch gearbeitet und sogar genügend Theory contribution gehabt und naja, versteht trotzdem nicht jeder.

Irgendwie verstehe ich deinen Beitrag bzw. deine Argumentation nicht so recht. Wenn Beraterpromotion legitim sein sollen, dann kann soll man sie machen lassen aber dafür das einen "Dr. consult." verleihen. Dann ist das Geschrei natürlich wieder groß weil sofort die Entwertung da ist, weil keiner das Ding ernst nimmt.

Du stellst die Frage nach der Fortbildungsart, ich frage eher wann es denn mal sein lassen kann mit der Fortbildung, nur damit man etwas auf dem Papier hat. Darauf kommt es weder im Job noch im Leben ab. Es bringt niemandem aus dem Ego etwas, das man ein "Projekt" ganz alleine brav im Keller bearbeitet hat damit man später voller Stolz sich Doktor nennen kann. Einen "echten" Doktor erkennt man in Gesprächen an seiner Argumentationsweise. Verstehet natürlich nur nicht jeder. Dunning Kruger und so.

Wer eine Promotion zum Überwintern startet wird - zumindest mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit - scheitern.

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WiWi Gast

Promotion wegen Corona

WiWi Gast schrieb am 18.10.2020:

Punkt ist aber, dass man mit einer regulären Promotion Gehalt einbüßt. Es muss also erstmal einen anderen Grund geben.
Das gilt sowohl für Lehrstuhlpromotionen, wo man gerne für ein paar Jährchen für den Prof schuftet, oder für Graduiertenprogramme, wo man nochmal 180 Credits machen muss, typischerweise in Kursen, die einen kräftig durch die Mangel nehmen, sodass es kaum Leute gibt, die das in weniger als 5 Jahren schaffen.

Dazu kommt natürlich der spezielle Stress und die Unsicherheit der ganzen Situation. Das ständige Arbeiten, niemals abschalten können, Zeitdruck trotz mehrjährigen Projekten etc. Zumal man während der ganzen Zeit die niedrigste Statusstufe innehat und auf Knien überall hinkriecht.

Kurzum, Promotion (außer Schmalspur und gekauft in Osteuropa etc.) macht halt Sinn wenn man forschen will. Denn dann überwindet man den ganzen bullshyt gern und es macht Spaß.

Ansonsten kenne ich auch genug, die das Mental nicht durchgestanden haben und sich ordentliche psychische Probleme abgeholt haben. Ich würde es daher einfach lassen, wenn man nicht an der Forschung interessiert ist.

Immer dieses Durchschnittsdenken... Wenn man selbst äußerst ambitioniert, motiviert und intellektuell fähig ist, dann kann man mit einer Promotion nichts falsch machen und wird sicher keine Gehaltseinbußen haben.

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WiWi Gast

Promotion wegen Corona

WiWi Gast schrieb am 19.10.2020:

Punkt ist aber, dass man mit einer regulären Promotion Gehalt einbüßt. Es muss also erstmal einen anderen Grund geben.
Das gilt sowohl für Lehrstuhlpromotionen, wo man gerne für ein paar Jährchen für den Prof schuftet, oder für Graduiertenprogramme, wo man nochmal 180 Credits machen muss, typischerweise in Kursen, die einen kräftig durch die Mangel nehmen, sodass es kaum Leute gibt, die das in weniger als 5 Jahren schaffen.

Dazu kommt natürlich der spezielle Stress und die Unsicherheit der ganzen Situation. Das ständige Arbeiten, niemals abschalten können, Zeitdruck trotz mehrjährigen Projekten etc. Zumal man während der ganzen Zeit die niedrigste Statusstufe innehat und auf Knien überall hinkriecht.

Kurzum, Promotion (außer Schmalspur und gekauft in Osteuropa etc.) macht halt Sinn wenn man forschen will. Denn dann überwindet man den ganzen bullshyt gern und es macht Spaß.

Ansonsten kenne ich auch genug, die das Mental nicht durchgestanden haben und sich ordentliche psychische Probleme abgeholt haben. Ich würde es daher einfach lassen, wenn man nicht an der Forschung interessiert ist.

Immer dieses Durchschnittsdenken... Wenn man selbst äußerst ambitioniert, motiviert und intellektuell fähig ist, dann kann man mit einer Promotion nichts falsch machen und wird sicher keine Gehaltseinbußen haben.

Wenn es eine richtige Promotion sein soll, dann schon. Wir reden hier ja von Leuten, die dank exzellenter Noten typischerweise lukrative Outside Optionen haben.

Übrigens: der Überdurchschnittliche macht heute den PhD auf Stipendium an einen der wenigen vollwertigen Graduiertenschulen. Das geht als Berater natürlich nicht, da man sich spätestens im Master auf die Forschung konzentrieren muss.
Der Durchschnitt liegt hier, auch zB bei zwei Leuten aus Bonn, die dieses Jahr als Profs bei Harvard und Harvard Business School angefangen haben, zwischen vier und fünf Jahren Arbeit. Eher fünf.

Aber klar, das sind ja Durschnittsdenker. Du hingegen spielst mit ner Beraterpromotion ganz oben mit.

antworten
WiWi Gast

Promotion wegen Corona

WiWi Gast schrieb am 17.10.2020:

Kommt meiner Meinung nach total auf deine Ziele an.
Willst du ins Investment Banking (was ein FS Master ja nahelegt), dann eher nicht, weil das dort meiner Erfahrung nach nicht als so wichtig empfunden wird.
Willst du in der Beratung, dann kann man das machen, aber dort kommt die Branche ja ganz gut durch Corona.
Willst du in die Industrie, dann kommt es auch stark auf den Bereich an

Promotion lohnt sich nur wenn du in die Forschung willst oder eine forschungsnahe Stelle anstrebte, wie bei der EZB/IWF oder die eine oder andere Stelle als Quant etc. Eine Schmalspurpromotion a la Beratung die keine publikationsfähigen Papiere hervorbringt, bringt außerhalb der Beratung nicht viel. Entweder richtig promovieren oder was anderes machen.

Quatsch. Eine Promotion zahlt sich - wie auch ein Masterstudium - zwar erst ab einer gewissen Flughöhe aus, aber sie zahlt sich eben aus und das immer. "Das lohnt sich nicht" kommt immer von Leuten, die entweder keine Ahnung haben, oder die nach dem Bachelor arbeiten gegangen sind und meinen, das Ende der Gehaltsbänder erreicht zu haben.

Allerdings ist eine Promotion, "weil man gerade nichts besseres findet" so ziemlich das Dümmste, was man machen kann. Ohne Witz, geh lieber kellnern. Wenn du nicht aus Überzeugung promovierst, dann frisst dich die Diss entweder auf oder du kommst eben nicht zum Abschluss.

antworten
WiWi Gast

Promotion wegen Corona

Falsch, der Ratschlag kommt von einem Promovierten, der am Lehrstuhl genuegend interne Doktoranden gesehen hat. Nicht jeder hatte da 100-ig Bock auf Forschung und Materie, die Mehrzahl der Halbherzigen hat das aus Bequemlichkeit getan, weil man die Traumstelle nicht bekommen hat oder nach dem Master immer noch keine Idee hatte was man eigentlich machen wollte (gute Note vorausgesetzt).

Der absolute Grossteil der Halbherzigen hat sich durch die Promotion keinen Gefallen getan. Zum Einen weil eine anstaendige Promotion auch an einer Wald-und Wiesenuni eine riesige Huerde darstellt, sehr belastend ist und gute 3-4 Jahre braucht. Zum anderen weil in der Forschung und bei den Stellen, die forschungsnahes Wissen brauchen (Quant, die hier schon genannte EZB etc.) die Konkurrenz -wegen der exzellenten Bezahlung und Bedingungen- einfach auch riesig ist. Ein Graduiertenkolleg ist auch nochmal eine andere Hausnummer, wie ein Vorredner schon meinte. Wer nochmal 1-2 Jahre in pure Theorie investieren will, sollte schon ein gr. Interesse an Forschung haben.

Der Dr. macht sich natuerlich schoen auf dem Klingelschild und im Pass wenn einem das wichtig ist, aber ob man +4 Jahre seines Lebens investieren sollte um dann mit anderen Master-Absolventen ein Traineeprogramm in einem DAX30 Konzern zu absolvieren, sei dahin gestellt. Genau das haben die Mehrzahl derer dann gemacht, die sich die Promotion geschleppt haben ohne tiefes Interesse an der Materie.

WiWi Gast schrieb am 20.10.2020:

Kommt meiner Meinung nach total auf deine Ziele an.
Willst du ins Investment Banking (was ein FS Master ja nahelegt), dann eher nicht, weil das dort meiner Erfahrung nach nicht als so wichtig empfunden wird.
Willst du in der Beratung, dann kann man das machen, aber dort kommt die Branche ja ganz gut durch Corona.
Willst du in die Industrie, dann kommt es auch stark auf den Bereich an

Promotion lohnt sich nur wenn du in die Forschung willst oder eine forschungsnahe Stelle anstrebte, wie bei der EZB/IWF oder die eine oder andere Stelle als Quant etc. Eine Schmalspurpromotion a la Beratung die keine publikationsfähigen Papiere hervorbringt, bringt außerhalb der Beratung nicht viel. Entweder richtig promovieren oder was anderes machen.

Quatsch. Eine Promotion zahlt sich - wie auch ein Masterstudium - zwar erst ab einer gewissen Flughöhe aus, aber sie zahlt sich eben aus und das immer. "Das lohnt sich nicht" kommt immer von Leuten, die entweder keine Ahnung haben, oder die nach dem Bachelor arbeiten gegangen sind und meinen, das Ende der Gehaltsbänder erreicht zu haben.

Allerdings ist eine Promotion, "weil man gerade nichts besseres findet" so ziemlich das Dümmste, was man machen kann. Ohne Witz, geh lieber kellnern. Wenn du nicht aus Überzeugung promovierst, dann frisst dich die Diss entweder auf oder du kommst eben nicht zum Abschluss.

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Hi zusammen, Momentan bin ich nicht wahnsinnig happy in meinem Job, da ich den Umgang unserer Geschäftsführung mit der aktuelle ...

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