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PhD - Wie, Wo und bei Wem?

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WiWi Gast

PhD - Wie, Wo und bei Wem?

Hallo alle zusammen,

Hallo alle zusammen,

ich befinde mich derzeit am Ende meines Mathestudiums und überlege wie es nun weitergehen soll. Innerhalb der nächsten fünf Jahren möchte ich promoviert haben und Berufserfahrung sammeln, dafür bieten sich verschiedene Modelle an. 


  1. UB - educational Leave
  2. Externe Promotion - Teilzeit Beschäftigung
  3. Vollzeit Promotion

Nach genug BE und einer Promotion möchte ich als Hochschuldozent (FH) Fuß fassen. Ich finde die Lehre wirklich sehr schön, aber würde ungern immer Research betreiben.
Dabei sind mir Gehalts einbüße nicht sehr wichtig.

Die Qual der Wahl ist es, herauszufinden welche Option am sinnvollsten ist. Ich interessiere mich sehr für Valuation und bin in einem kleinen research Haus auch schon seit längerem Tätig. Gibt es irgendwelche größeren Adressen die PhD - Programme anbieten und mich zu einem Gespräch einladen würden? Ich bin wohl eher der Durchschnittsstudent, mein Profil:

  • Abi: 1,8
  • BA: 2,3 TU
  • MA: 1,6 TU
  • Auslandssemester: an einer guten Uni vorhanden
  • Praktika/ Werkstudentenstelle: 4Monate Big4 Consulting, 1,5 Jahre Valuation research Haus

Zu den oben genannten Optionen folgende Informationen:

  1. Denke mal mein Profil ist nicht ausreichend für Beratungen, die ein PhD-Leave anbieten, oder gibt es welche die mich einladen würden?
  2. Wäre so weit arrangiert, aber ist eine Beschäftigung bei einem nicht bekannten Arbeitgeber nicht Nachteilhaft
  3. Ich wäre den Nachteil, dass ich keine BE sammeln, welche für FH sehr wichtig sind.

Ich freue mich auf eure Anregungen.

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WiWi Gast

PhD - Wie, Wo und bei Wem?

Ich würde an der Uni promovieren.
Dort kannst du bereits erste Übungen halten, Vorlesungen betreuen und schleifst an deinen Fähigkeiten für den Alltag als FH-Prof.
Die Lehrerfahrung ist sehr wichtig für die spätere Bewerbung.

Danach dann eine kurze Karriere in der Industrie machen und nebenbei als Dozent an einer Hochschule lehren.

Viel Glück haben und Berufen werden.
Mit Mathe hat man es aber nicht ganz so schwer wie als BWLer an einen der Posten zu kommen.
Deshalb die Frage ob du nicht Mathe unterrichten willst anstatt irgendein BWL-Kram.

Wenn es Mathe werden soll dann wieso um Himmels Willen in die Beratung? Das hat dann später null mit deinem Job als Mathe-Prof. zu tun und die Berufserfahrung ist quasi nichts wert.
Der Einstieg in die Beratung um später BWL-Prof zu werden ist auch nicht zu empfehlen.
BWLer haben die ganze Theorie mitgenommen aus dem Studium - Du nicht.

-> Ich würde also definitiv nicht in die Beratung.

Wie ich es machen würde:
Mach den Doktor an der Uni (am besten mit Auszeichnung). Geh in einen Konzern als Mathematiker, arbeite in irgendwas technischem, werde Teamleiter und werde dann Mathe Prof für die Ings oder BWLer an der FH. Während der ganzen Zeit nebenberuflich noch Lehre betreiben und du solltest eine mittlere Chance auf die Stelle als Prof haben. Du merkst das ist nicht planbar!

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WiWi Gast

PhD - Wie, Wo und bei Wem?

ich habe ebenfalls mathe studiert und stand an der gleichen stelle. ich hatte minimal schlechteres abi, leicht besseren bachelor und bestnote im master - denke man kann unsere profile vergleichen. ich habe mich damals für eine vollzeitpromotion entschieden. willst du die promotion in mathematik machen?

wenn ja, würde ich von einer industriepromotion absehen. wenn du jetzt nicht bei google oder facebook im research landest, wovon ich jetzt mal ausgehe, sind die fragestellungen in der industrie meiner erfahrung nach einfach viel zu weit weg von dem was einen typischen mathematiklehrstuhl interessiert. am ende interessiert sich der mathematiklehrstuhl salopp gesagt dafür, dass du paper in hochrangigen journals veröffentlichst und dazu teilweise sehr komplizierte theoreme beweist, die in der wirtschaft niemanden interessieren. in der industrie nimmt man pragmatisch den algorithmus der läuft und der billig zu haben ist. ob es da ein verfahren gibt was in der theorie 10% schneller ist, wo du aber 3 jahre mit konvergenzbeweisen und implementierung von halbwegs schnellem code zubringst, der evtl noch fehleranfällig ist und nicht in die vorhandene infrastruktur passt, interessiert dort niemanden.

falls du aber nicht in mathe sondern in der anwendung promovieren möchtest kann ich mir den austausch mit unternehmen schon sehr fruchtbar vorstellen. ist dann aber vmtl auch weniger mathematik, weniger beweisen sondern eher anwendungsgetrieben.
vom freundeskreis habe ich den eindruck, dass eine quantitative promotion sich nur schwer mit der (vollzeit) arbeit in einer firma verträgt - selbst die konzerne die soetwas fördern, bieten dann meist einen sehr engen rahmen und man hat kaum zeit mal rechts und links vom projekt zu schauen. auf der anderen seite ist ein wenig druck vielleicht auch ganz gut, damit man nicht den fokus verliert.

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WiWi Gast

PhD - Wie, Wo und bei Wem?

Habe damals am Lehrstuhl/Forschungsinstitut angefangen und bin mit der Kultur nicht klar gekommen: Unmotivierte Kollegen, gelangweilte Studenten. desinteressierte Profs. Und ich war nicht an einer irgendeiner Klitsche, sondern an einem ziemlich renommierten Institut.

Mein anekdotischer/subjektiver Eindruck: wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni werden eher mid bis low performer, die zwar gute Noten haben, aber keine Lust auf Praxis oder davor Hiwi waren. War auch am Recruiting beteiligt und es ist unheimlich schwierig, geignete Kandidaten zu finden, zumindest in Informatik/Wirtschaftsinformatik/BWL.

Mache meinen PhD. jetzt extern und bin bei einem Techunternehmen eingestiegen.

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WiWi Gast

PhD - Wie, Wo und bei Wem?

Hier TE:

Ich habe als Nebenfach Wirtschaft und bewege mich auch an einem eher wirtschaftsnahen Mathematikbereich. Ich würde gerne Grundlagen der Mathematik und Teile der Mikorökonomik lehren. Deshalb frage ich mich, was der Nachteil/Vorteil ist wenn ich beispielweise einfach in VWL promoviere.


Das mit der Beratung ist für mich nur spannend, da man schon Einblicke in die freie Wirtschaft erhält und im leave promovieren kann. Finanziell ist es natürlich auch reizend.
Wobei ich eher weniger der Typ bin, der bis 22 Uhr arbeiten möchte.

Welche Tech Unternhemen kommen in Frage, allgemeiner; Welche Unternehmen bieten Promotionsmodelle an? Durftest du selber dein Gebiet aussuchen oder hast du dich explizit auf eine Stelle beworben?

Ich bin 25 Jahre alt, als Info am Rande. 


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WiWi Gast

PhD - Wie, Wo und bei Wem?

Mathe: Promotion schwierig. Man sagt, für die besten 30 % der Mathe-Masterabsolventen zu empfehlen

BWL: Promotion bis auf ganz wenige Ausnahmen niveaulos. Doktoranden werden aber gebraucht, um den Lehrbetrieb aufrechtzuerhalten. Deshalb sind die Profs auch nicht an Kurzpromotionen interessiert. Der Deal ist 5 Jahre Studentenbetreuung gegen Titel.

FH-Prof wird man übrigens am besten, wenn man nie plant FH-Prof zu werden. Dort werden nämlich gerade Praktiker gesucht und keine verhinderten Uni-Profs.

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WiWi Gast

PhD - Wie, Wo und bei Wem?

WiWi Gast schrieb am 25.01.2022:

FH-Prof wird man übrigens am besten, wenn man nie plant FH-Prof zu werden. Dort werden nämlich gerade Praktiker gesucht und keine verhinderten Uni-Profs.

selten sowas unqualifiziertes gelesen. Bereits im ersten Kommentar wurde auf die langjährige Erfahrung in der Lehre hingewiesen. Ohne diese brauch man sich nicht mal bewerben.
Der pure Praktiker, der also jahre lang nichts mehr mit der FH/Uni zu tun hatte und auch nicht "geforscht" hat (ja das wird für FHs auch immer wichtiger), Drittmittel einwerben kann usw hat in den heutigen AUswahlgesprächen keine Chance mehr.

Man sollte sein Profil zum FH Prof also schon sehr früh formen und sich die Hintertüre offen lassen und nicht alle Verbindungen kappen nur um dann Praktiker zu werden.

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WiWi Gast

PhD - Wie, Wo und bei Wem?

WiWi Gast schrieb am 25.01.2022:

WiWi Gast schrieb am 25.01.2022:

FH-Prof wird man übrigens am besten, wenn man nie plant FH-Prof zu werden. Dort werden nämlich gerade Praktiker gesucht und keine verhinderten Uni-Profs.

selten sowas unqualifiziertes gelesen. Bereits im ersten Kommentar wurde auf die langjährige Erfahrung in der Lehre hingewiesen. Ohne diese brauch man sich nicht mal bewerben.
Der pure Praktiker, der also jahre lang nichts mehr mit der FH/Uni zu tun hatte und auch nicht "geforscht" hat (ja das wird für FHs auch immer wichtiger), Drittmittel einwerben kann usw hat in den heutigen AUswahlgesprächen keine Chance mehr.

Man sollte sein Profil zum FH Prof also schon sehr früh formen und sich die Hintertüre offen lassen und nicht alle Verbindungen kappen nur um dann Praktiker zu werden.

Ok, wahrscheinlich haben sich die FHs in den letzten Jahren verändert. Zu Didaktik- und Wissenschaftsmanagementorganisationen für Leute, die ihr Leben lang nicht von der Hochschule loskommen, weil ihnen die Welt da draußen nicht so gefällt oder ihre Qualifikationen dort nicht gefragt sind. Dieser Kreis ist immer größer geworden und es macht für die FHs durchaus Sinn, daraus zu rekrutieren. Kantige Leute aus der Berufspraxis, die den Studenten erzählen könnten, wie man etwas voranbringt, sind dann eben nicht mehr vorgesehen.

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