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Nach einem Jahr Berufserfahrung doch noch PhD

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WiWi Gast

Nach einem Jahr Berufserfahrung doch noch PhD

Hi,

Ich bin jetzt ca. ein Jahr in der Strategieberatung tätig und bin am überlegen noch einen PhD zu machen. Mir macht wissenschaftliches Arbeiten sehr viel Spaß und hatte auch einen Offer für eine PhD position in Entrepreneurship vor dem Berufseinstieg- jedoch abgelehnt. Was würdet ihr tun? Den Schritt nochmal zurück an die Uni zu gehen?

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WiWi Gast

Nach einem Jahr Berufserfahrung doch noch PhD

WiWi Gast schrieb am 21.06.2024:

Hi,

Ich bin jetzt ca. ein Jahr in der Strategieberatung tätig und bin am überlegen noch einen PhD zu machen. Mir macht wissenschaftliches Arbeiten sehr viel Spaß und hatte auch einen Offer für eine PhD position in Entrepreneurship vor dem Berufseinstieg- jedoch abgelehnt. Was würdet ihr tun? Den Schritt nochmal zurück an die Uni zu gehen?

Musst du doch wissen, worauf du Bock hast!?
Beruflich fährst du idR fast immer besser, wenn du die Promotion nicht machst. Das Mehr an BE wiegt den Doktorgrad 10 mal auf. Wenn du Bock auf die 2 Buchstaben vor deinem Namen hast und es für dich ok ist, dass du beruflich theoretisch hättest weiter sein können, dann mach es.

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WiWi Gast

Nach einem Jahr Berufserfahrung doch noch PhD

Promoviere doch nebenberuflich und frage, ob fu Daten aus deinem derzeitigen Job dafür nehmen kannst.

WiWi Gast schrieb am 21.06.2024:

Hi,

Ich bin jetzt ca. ein Jahr in der Strategieberatung tätig und bin am überlegen noch einen PhD zu machen. Mir macht wissenschaftliches Arbeiten sehr viel Spaß und hatte auch einen Offer für eine PhD position in Entrepreneurship vor dem Berufseinstieg- jedoch abgelehnt. Was würdet ihr tun? Den Schritt nochmal zurück an die Uni zu gehen?

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WiWi Gast

Nach einem Jahr Berufserfahrung doch noch PhD

WiWi Gast schrieb am 21.06.2024:

Promoviere doch nebenberuflich und frage, ob fu Daten aus deinem derzeitigen Job dafür nehmen kannst.

Nebenberufliche Promotion würde ich abraten. Ist nichts halbes, nichts ganzes und du kannst Freizeit für die nächsten 3-4 Jahre vergessen. Mach es in Vollzeit oder gar nicht.

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WiWi Gast

Nach einem Jahr Berufserfahrung doch noch PhD

Habe nach 1.5 Jahren im Finanzsektor promoviert, intern eng einen Lehrstuhl. Hat auch sehr gelohnt, ich habe einen Job im Asset Management bekommen, dem ich so nie bekommen hätte, dazu ein Gehalt das vorher nicht erreichbar war.

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wfitrader09

Nach einem Jahr Berufserfahrung doch noch PhD

Als jemand, der nach 6 jahren immer noch nicht fertig ist würde ich dir abraten. reddit.com/r/PhD/ ist auch voll von Leuten, die durch die Hölle gehen. Ist einfach ein großes Glückspiel, ob du mit dem Betreuer harmonierst, ihr etwa dieselben Vorstellungen und Denkweisen habt. Die Zeiten (kann hier nur von den Geisteswissenschaften inkl. BWL) reden, haben sich auch geändert ggü. 10-20 Jahren. Es wird v.a. mit quantitativer Forschung schwieriger noch sinnvolle Beiträge zu liefern und die Ansprüche an methodische Rigorosität und Signifikanz sind in Folge der "replication crisis" auch gestiegen. Der Bereich ist einfach sehr "mature", d.h. man muss gut begründen, warum die eigene Contribution, welche die Moderation M des Einfluss X auf Y unter Bedingung Z bei Vollmond untersucht, überhaupt wissenswert ist. Das ist z.B. bei Medizin und Pharmazie ganz anders. Hier gibt es unendlich viele offene Fragen, die man mit entsprechendem Funding "nur" durchführen und runterschreiben muss.
Vor 20 Jahren kam man ja häufig noch durch, einfach indem man irgendein Management-Konzept aus den USA auf Deutschland angewendet hat o.ä.
Qualitative, interpretavistische Forschung mit Interviews scheint dagegen etwas planbarer, weil sie von vornherein von der Prämisse ausgeht subjektiv und kontextabhängig zu sein. D.h. du verkaufst einfach deine eigene Subjektivität, die gar nicht den Anspruch hat universelle Gültigkeit über deinen eigenen speziellen Kontext hinaus zu haben und kommst damit durch. Für die Forschung hat das Vorteil, dass solche anekdotischen Beobachten natürlich tiefer schauen können, als wenn man quantitativ (z.B. via Survey oder Archivdaten) die Breite untersucht.
Schau dir einfach ein paar der neuesten Studien aus den Top-Journals in deinem Bereich an und frage dich, ob du dir vorstellen kannst, darauf aufbauend mit deiner eigenen Forschungsfrage anzuknüpfen. Wenn ja, go for it, aber ich denke dieser Approach dürfte viele entmutigen.

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WiWi Gast

Nach einem Jahr Berufserfahrung doch noch PhD

Danke für eure Einblicke. Nebenberuflich würde für mich persönlich nicht in Frage kommen, würde mich dem gerne schon ganz widmen. 6 Jahre ist natürlich sehr lange, hatte mir Programme angeschaut bei denen es 3-4 Jahre dauern würde.

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wfitrader09

Nach einem Jahr Berufserfahrung doch noch PhD

WiWi Gast schrieb am 22.06.2024:

6 Jahre ist natürlich sehr lange, hatte mir Programme angeschaut bei denen es 3-4 Jahre dauern würde.

Ja mit 6 Jahren plant keiner. Das Ziel ist i.d.R. überall ca. 3 Jahre, aber das ist recht undurchsichtig, weil es neben den offiziellen Abbrechern Scheinabrecher gibt, d.h. Karteileichen, die nach 2-5 Jahren am Lehrstuhl in die Praxis gehen, offiziell nebenberuflich weiterpromovieren trotz Vollzeitjob und dann manchmal tatsächlich noch irgendwann abgeben oder auch nicht. Leider braucht man auch zu Beginn länger als man denkt um reinzukommen, sodass ich mehr Abbrüche nach 1-2 Jahren als nach 6 Monaten gesehen habe.

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WiWi Gast

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