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Promotion, PHD & DBAöD

Im den öffentlichen Dienst mit 29 und Doktor - sinnvoll?

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WiWi Gast

Im den öffentlichen Dienst mit 29 und Doktor - sinnvoll?

Liebe Wiwiler,

ich bin frischer Absolvent eines Promotionsstudiums im Bereich Sustainable Finance, der aktuell im M&A arbeitet. In den Bereich M&A/PE durfte ich bereits während des Studiums hineinschnuppern, weswegen ein Einstieg dort nahelag. Jetzt stört mich allerdings die inhaltlich weit entfernte Arbeit von meinem Promotionsthema und die inhaltslose Arbeit generell.

Ich bin auf eine sehr interessante Stelle im öffentlichen Dienst gestossen, die wohl E13 eingestuft wäre. Meine WiMi Zeit könnte ggf. anerkannt werden. Meine Frage deswegen lautet, ob es aus karrieretechnischer Sicht sinnvoll ist, bereits in so jungem Jahrem in den öF zu wechseln? Verbrenne ich damit meinen CV? Zur Info: ich werde wahrscheinlich irgendwann eine Professur anstreben.

VG

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WiWi Gast

Im den öffentlichen Dienst mit 29 und Doktor - sinnvoll?

hier fehlen einfach zu viele Infos.

Prof an einer Uni oder FH?
FH wollen, dass du in der Wirtschaft deine Erfahrungen sammelst.
Wenn du in die Uni willst sollte es ein Postdoc an der Uni oder Fraunhofer sein.

Was genau machst du bei der Stelle im öD?
Interessiert sich später irgendwer für die Tätigkeiten wenn du dich auf eine Professur bewirbst?

Mit einem Dr in den ÖD und dann nur TVL13 wäre für mich nicht akzeptabel.
Verbeamtet im höheren Dienst wäre okay.

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listrea

Im den öffentlichen Dienst mit 29 und Doktor - sinnvoll?

Prof an der Uni hat sich natürlich damit erledigt. Das strebt man nicht "irgendwann vielleicht" an, sondern sofort. Anders hat man auch gar keine Chance.
FH kann funktionieren, kommt darauf an, was für ein Bereich es ist und ob du nebenbei noch ein wenig Lehre machen kannst.

Wenn die Stelle E13 ist, dann wird dir auf jeden Fall deine Zeit vorher angerechnet. Sollte das nicht so sein, dann erst garnicht anfangen. Das wäre ja Wahnsinn.

Allerdings, und das muss man im Hinterkopf haben, dass E13 in der Regel nur aus der Uni-Sicht heraus vermeintlich vorteilhaft sein kann. Gerade wenn man an die FH später will, braucht es evtl. doch einen Job mit etwas mehr Gestaltungsspielraum.
Ist aber alles sehr individuell. Mir hatte man damals noch einmal zu einem späteren Zeitpunkt nach der Diss (und als ich schon in der Wirtschaft war) eine E13 angeboten und ich habe höflich abgelehnt. Das passte einfach nicht mehr und wäre ein Rückschritt gewesen - auch mit Bezug auf eine potenziellen FH-Professur.

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WiWi Gast

Im den öffentlichen Dienst mit 29 und Doktor - sinnvoll?

WiWi Gast schrieb am 23.02.2022:

Liebe Wiwiler,

ich bin frischer Absolvent eines Promotionsstudiums im Bereich Sustainable Finance, der aktuell im M&A arbeitet. In den Bereich M&A/PE durfte ich bereits während des Studiums hineinschnuppern, weswegen ein Einstieg dort nahelag. Jetzt stört mich allerdings die inhaltlich weit entfernte Arbeit von meinem Promotionsthema und die inhaltslose Arbeit generell.

Ich bin auf eine sehr interessante Stelle im öffentlichen Dienst gestossen, die wohl E13 eingestuft wäre. Meine WiMi Zeit könnte ggf. anerkannt werden. Meine Frage deswegen lautet, ob es aus karrieretechnischer Sicht sinnvoll ist, bereits in so jungem Jahrem in den öF zu wechseln? Verbrenne ich damit meinen CV? Zur Info: ich werde wahrscheinlich irgendwann eine Professur anstreben.

VG

von PE / M&A in öD...
und deine Arbeit empfindest du derzeit als langweilig? Viel Spaß...
Gehaltstechnisch kann das natürlich cool sein... Prof Fh + öD

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WiWi Gast

Im den öffentlichen Dienst mit 29 und Doktor - sinnvoll?

Bei unserer Uni hatten die Leute im Bereich Wiwi, die gerade promovieren, 100% E13-Stellen. Also direkt nach dem Master, vor/während der Promotion

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WiWi Gast

Im den öffentlichen Dienst mit 29 und Doktor - sinnvoll?

An welcher Uni? Das kenne ich eigentlich nur aus dem Ingenieursbereich, weil der in Deutschland mit Geld überschwemmt wird.

WiWi Gast schrieb am 27.02.2022:

Bei unserer Uni hatten die Leute im Bereich Wiwi, die gerade promovieren, 100% E13-Stellen. Also direkt nach dem Master, vor/während der Promotion

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WiWi Gast

Im den öffentlichen Dienst mit 29 und Doktor - sinnvoll?

Als jemand der die Erfahrung bereits gemacht hat, die Schiene mit der Professur ist abgefahren, dafür hättest du dich gleich darin verbeißen müssen. Wünsche dir trotzdem viel Glück.

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WiWi Gast

Im den öffentlichen Dienst mit 29 und Doktor - sinnvoll?

WiWi Gast schrieb am 27.02.2022:

Bei unserer Uni hatten die Leute im Bereich Wiwi, die gerade promovieren, 100% E13-Stellen. Also direkt nach dem Master, vor/während der Promotion

Welche Uni!?
100% ist schon edel

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WiWi Gast

Im den öffentlichen Dienst mit 29 und Doktor - sinnvoll?

WiWi Gast schrieb am 27.02.2022:

Bei unserer Uni hatten die Leute im Bereich Wiwi, die gerade promovieren, 100% E13-Stellen. Also direkt nach dem Master, vor/während der Promotion

Bei uns an der Wiwi haben nur Winfos 100%-Stellen

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WiWi Gast

Im den öffentlichen Dienst mit 29 und Doktor - sinnvoll?

Wo ich promoviert habe (Fraunhofer) haben alle 100% Stellen bekommen. Dafür musste man aber auch Vollzeit nebenher arbeiten auf Industrieprojekten.

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WiWi Gast

Im den öffentlichen Dienst mit 29 und Doktor - sinnvoll?

Hier nochmal der TE:

Danke schon mal für den Input bisher! Ich bin mir dessen bewusst, dass UniProf meistens über den klassischen postDoc/JuniorProf Weg geht. Da ich mir aber auch die FH-Laufbahn offen halten möchte, da der Weg zum UniProf von vielen tlw. nicht beeinflussbaren Variablen abhängt, habe ich mich entschlossen, zunächst in die Praxis zu gehen und die Pflichtjahre abzubuckeln. Mein Forschungsoutput während des PhDs dürfte bereits für eine FH-Professur ausreichen (ca. 10 Publikationen, davon mind. 4 in VHB-B Journals) und ich werde zur gegebenen Zeit wieder die Lehre als Externer aufnehmen.

Die Frage, die sich mir stellt, ob eine Tätigkeit in jungen jahren im öD ggf. nachteilig für eine spätere FH-Professur wäre, da keine "wirkliche" Praxiserfahrung gesammelt wurden ist. Der Vorteil an der öD-Stelle wäre, dass man dort im zukunftsträchtigen Green Economy-Bereich arbeiten würde, was ja durchaus Relevanz hat.

Bin auf weiteren Input sehr gespannt und hoffe, dass die Diskussion auch weiteren Mitlesern hier hilft.

VG

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WiWi Gast

Im den öffentlichen Dienst mit 29 und Doktor - sinnvoll?

WiWi Gast schrieb am 28.02.2022:

Hier nochmal der TE:

Danke schon mal für den Input bisher! Ich bin mir dessen bewusst, dass UniProf meistens über den klassischen postDoc/JuniorProf Weg geht. Da ich mir aber auch die FH-Laufbahn offen halten möchte, da der Weg zum UniProf von vielen tlw. nicht beeinflussbaren Variablen abhängt, habe ich mich entschlossen, zunächst in die Praxis zu gehen und die Pflichtjahre abzubuckeln. Mein Forschungsoutput während des PhDs dürfte bereits für eine FH-Professur ausreichen (ca. 10 Publikationen, davon mind. 4 in VHB-B Journals) und ich werde zur gegebenen Zeit wieder die Lehre als Externer aufnehmen.

Die Frage, die sich mir stellt, ob eine Tätigkeit in jungen jahren im öD ggf. nachteilig für eine spätere FH-Professur wäre, da keine "wirkliche" Praxiserfahrung gesammelt wurden ist. Der Vorteil an der öD-Stelle wäre, dass man dort im zukunftsträchtigen Green Economy-Bereich arbeiten würde, was ja durchaus Relevanz hat.

Bin auf weiteren Input sehr gespannt und hoffe, dass die Diskussion auch weiteren Mitlesern hier hilft.

VG

Hier nochmal der Prof, öD ist eine schlechte Referenz für eine FH-Professur. Ich sehe aber ohnehin aufgrund deines Profils keine großen Chancen auf diese Laufbahn, ich würde die öD Stelle nehmen, E13 ist dafür schon sehr großzügig. Beste Grüße

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WiWi Gast

Im den öffentlichen Dienst mit 29 und Doktor - sinnvoll?

Das Problem ist ja auch, dass FHs gestandene Persönlichkeiten aus der Wirtschaft wollen, die auch dort Karriere gemacht haben.
Also Teamleiter und im Optimalfall auch Abteilungsleiter.
Als ganz normaler Sachbearbeiter ist man nicht gerade der Wunschkandidat.
Und im ÖD sind die Strukturen sehr festgefahren, eine schnelle Karriere oft ausgeschlossen.

Ich bleibe dabei:
Wer eine FH-Professur will, der geht nicht in den ÖD. Erst recht nicht als WiWi oder Ing.
Du konkurrierst nacher mit Beratern, die den Exit suchen und Abteilungsleitern aus Konzernen. Also Menschen, die wirklich was erreicht haben.
ÖD stinkt dagegen halt echt ab...

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WiWi Gast

Im den öffentlichen Dienst mit 29 und Doktor - sinnvoll?

listrea schrieb am 27.02.2022:

Wenn die Stelle E13 ist, dann wird dir auf jeden Fall deine Zeit vorher angerechnet. Sollte das nicht so sein, dann erst garnicht anfangen. Das wäre ja Wahnsinn.

Die E13 sagt nichts darüber aus, ob die Berufserfahrung anerkannt wird. Das sieht man erst an den Erfahrungsstufen. Wenn er nachweislich relevante BE hat,,, würde er zB auf E13-2 einsteigen.

Allerdings ist die 13 das Einstiegsamt höherer Dienst, in den man mit dem Master einsteigt. Da hätte man(n) sich die komplette Promotion sparen können.

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WiWi Gast

Im den öffentlichen Dienst mit 29 und Doktor - sinnvoll?

Ich kenne folgende Fälle, beide aus Wiwi/WInfo:

  • nach Promotion in den ÖD und dann von dort auf FH-Professur
  • nach Promotion als Post Doc im Institut geblieben und dann von dort auf FH-Professur, ohne jede Praxiserfahrung (sollte m.E. natürlich nicht sein, kommt ab und zu leider trotzdem vor)

Das ist die anekdotische Evidenz von mir - keine Ahnung, ob das irgendwie weiterhilft. Im Zweifel gibt es nichts, dass es nicht gibt. Nicht überall im ÖD sitzt man nur im Elfenbeinturm oder im staubigen Keller, warum sollte das nicht als Praxisrelevanz zählen?

WiWi Gast schrieb am 28.02.2022:

Die Frage, die sich mir stellt, ob eine Tätigkeit in jungen jahren im öD ggf. nachteilig für eine spätere FH-Professur wäre, da keine "wirkliche" Praxiserfahrung gesammelt wurden ist. Der Vorteil an der öD-Stelle wäre, dass man dort im zukunftsträchtigen Green Economy-Bereich arbeiten würde, was ja durchaus Relevanz hat.

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WiWi Gast

Im den öffentlichen Dienst mit 29 und Doktor - sinnvoll?

Ich bin FH-Prof. Und ich kann auch sagen, wer aus meinem Promotions- und Kollegenkreis FH-Prof geworden ist.

Die FH-Profs rekrutieren sich sowohl aus der Wirtschaft als auch aus dem öD. Aber die Stelle passte immer zur FH-Professur.

Ich bin FH-Prof im Rechtsbereich. In meiner Tätigkeit im öD hatte ich genau mit diesen Rechtsgebieten zu tun. Von daher war ich auch gut geeignet für die Stelle. Das war aber auch Zufall. Ich habe im öD angefangen und dann wurde ich einfach diesem Referat zugeteilt und drei Jahre später habe ich die Ausschreibung für die FH-Professur gesehen.

Und man darf auch nicht vergessen, dass je höher die Leute in der freien Wirtschaft aufsteigen, desto höher ist auch die finanzielle Fallhöhe. Von Abteilungsleiter bei Dax40 auf W2 kann schon hart sein.

Ergo: Die FH-Professur ist sicherlich eine Option, aber nicht planbar. Gerade im Berufungsverfahren kommt es auch auf Sympathie an. (Anmerkung: Ich habe zuvor eine FH-Professur abgelehnt, weil ich das gesamte Berufungsverfahren sehr unsympathisch fand). Wenn man sich für den öD entscheidet, sollte man sich bewusst sein, dass man dies für immer macht. Innerhalb der ersten Berufsjahre kann man sicherlich noch wechseln, aber irgendwann ist der Zug abgefahren.

Mit Promotion käme für mich nur eine Beamtenstelle in Frage. Alles andere lohnt sich nicht.

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WiWi Gast

Im den öffentlichen Dienst mit 29 und Doktor - sinnvoll?

Immer diese Missgunst...wo hat der TE mit seinem Profil bitte keine großen Chancen auf eine FH-Professur?

Mit entsprechender Arbeitserfahrung und Promotion mit Summa cum laude, sollte das gut möglich sein.

WiWi Gast schrieb am 28.02.2022:

Hier nochmal der TE:

Danke schon mal für den Input bisher! Ich bin mir dessen bewusst, dass UniProf meistens über den klassischen postDoc/JuniorProf Weg geht. Da ich mir aber auch die FH-Laufbahn offen halten möchte, da der Weg zum UniProf von vielen tlw. nicht beeinflussbaren Variablen abhängt, habe ich mich entschlossen, zunächst in die Praxis zu gehen und die Pflichtjahre abzubuckeln. Mein Forschungsoutput während des PhDs dürfte bereits für eine FH-Professur ausreichen (ca. 10 Publikationen, davon mind. 4 in VHB-B Journals) und ich werde zur gegebenen Zeit wieder die Lehre als Externer aufnehmen.

Die Frage, die sich mir stellt, ob eine Tätigkeit in jungen jahren im öD ggf. nachteilig für eine spätere FH-Professur wäre, da keine "wirkliche" Praxiserfahrung gesammelt wurden ist. Der Vorteil an der öD-Stelle wäre, dass man dort im zukunftsträchtigen Green Economy-Bereich arbeiten würde, was ja durchaus Relevanz hat.

Bin auf weiteren Input sehr gespannt und hoffe, dass die Diskussion auch weiteren Mitlesern hier hilft.

VG

Hier nochmal der Prof, öD ist eine schlechte Referenz für eine FH-Professur. Ich sehe aber ohnehin aufgrund deines Profils keine großen Chancen auf diese Laufbahn, ich würde die öD Stelle nehmen, E13 ist dafür schon sehr großzügig. Beste Grüße

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WiWi Gast

Im den öffentlichen Dienst mit 29 und Doktor - sinnvoll?

Kann das bestätigen. Verdiene mit 38 ca. 8.500 netto im Monat. FH-Professur ist ca die Hälfte (je nach Bundesland mehr oder weniger). Attraktive Stellen sind zudem selten. Will halt nicht irgendwo in der Provinz leben. Eine zweite Wohnung für unter der Woche gibt es auch nicht umsonst. Da verlieren die FH-Professuren durchaus an Reiz. Berufungsverfahren sind nach meiner Erfahrung intransparent. Mitunter scheint es mir, als käme es primär auf Frauenquoten und Kontakte an.

WiWi Gast schrieb am 01.03.2022:

Ich bin FH-Prof. Und ich kann auch sagen, wer aus meinem Promotions- und Kollegenkreis FH-Prof geworden ist.

Die FH-Profs rekrutieren sich sowohl aus der Wirtschaft als auch aus dem öD. Aber die Stelle passte immer zur FH-Professur.

Ich bin FH-Prof im Rechtsbereich. In meiner Tätigkeit im öD hatte ich genau mit diesen Rechtsgebieten zu tun. Von daher war ich auch gut geeignet für die Stelle. Das war aber auch Zufall. Ich habe im öD angefangen und dann wurde ich einfach diesem Referat zugeteilt und drei Jahre später habe ich die Ausschreibung für die FH-Professur gesehen.

Und man darf auch nicht vergessen, dass je höher die Leute in der freien Wirtschaft aufsteigen, desto höher ist auch die finanzielle Fallhöhe. Von Abteilungsleiter bei Dax40 auf W2 kann schon hart sein.

Ergo: Die FH-Professur ist sicherlich eine Option, aber nicht planbar. Gerade im Berufungsverfahren kommt es auch auf Sympathie an. (Anmerkung: Ich habe zuvor eine FH-Professur abgelehnt, weil ich das gesamte Berufungsverfahren sehr unsympathisch fand). Wenn man sich für den öD entscheidet, sollte man sich bewusst sein, dass man dies für immer macht. Innerhalb der ersten Berufsjahre kann man sicherlich noch wechseln, aber irgendwann ist der Zug abgefahren.

Mit Promotion käme für mich nur eine Beamtenstelle in Frage. Alles andere lohnt sich nicht.

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WiWi Gast

Im den öffentlichen Dienst mit 29 und Doktor - sinnvoll?

WiWi Gast schrieb am 01.03.2022:

Kann das bestätigen. Verdiene mit 38 ca. 8.500 netto im Monat. FH-Professur ist ca die Hälfte (je nach Bundesland mehr oder weniger). Attraktive Stellen sind zudem selten. Will halt nicht irgendwo in der Provinz leben. Eine zweite Wohnung für unter der Woche gibt es auch nicht umsonst. Da verlieren die FH-Professuren durchaus an Reiz. Berufungsverfahren sind nach meiner Erfahrung intransparent. Mitunter scheint es mir, als käme es primär auf Frauenquoten und Kontakte an.

Ich bin FH-Prof. Und ich kann auch sagen, wer aus meinem Promotions- und Kollegenkreis FH-Prof geworden ist.

Die FH-Profs rekrutieren sich sowohl aus der Wirtschaft als auch aus dem öD. Aber die Stelle passte immer zur FH-Professur.

Ich bin FH-Prof im Rechtsbereich. In meiner Tätigkeit im öD hatte ich genau mit diesen Rechtsgebieten zu tun. Von daher war ich auch gut geeignet für die Stelle. Das war aber auch Zufall. Ich habe im öD angefangen und dann wurde ich einfach diesem Referat zugeteilt und drei Jahre später habe ich die Ausschreibung für die FH-Professur gesehen.

Und man darf auch nicht vergessen, dass je höher die Leute in der freien Wirtschaft aufsteigen, desto höher ist auch die finanzielle Fallhöhe. Von Abteilungsleiter bei Dax40 auf W2 kann schon hart sein.

Ergo: Die FH-Professur ist sicherlich eine Option, aber nicht planbar. Gerade im Berufungsverfahren kommt es auch auf Sympathie an. (Anmerkung: Ich habe zuvor eine FH-Professur abgelehnt, weil ich das gesamte Berufungsverfahren sehr unsympathisch fand). Wenn man sich für den öD entscheidet, sollte man sich bewusst sein, dass man dies für immer macht. Innerhalb der ersten Berufsjahre kann man sicherlich noch wechseln, aber irgendwann ist der Zug abgefahren.

Mit Promotion käme für mich nur eine Beamtenstelle in Frage. Alles andere lohnt sich nicht.

Kannst du deine Laufbahn kurz beschreiben? Und was die jeweils ausschlaggebenden Punkte waren für den Aufstieg. 8500 netto mit 38 ist ja schon eine Hausnummer (15k brutto?).

antworten
WiWi Gast

Im den öffentlichen Dienst mit 29 und Doktor - sinnvoll?

Das Gehalt kannst du als FH-Prof auch erreichen über lukrative Nebentätigkeiten.

Mein Vater war lange in der Entwicklung im Automotive Bereich und ist dann an eine FH gewechselt als Professor. Parallel dazu hatte er noch Gutachten oder Projekte in der Industrie gemacht. Am Ende des Monats war er im Durchschnitt nie unter 10k.

Aber das ist mittlerweile auch einige Jahre her, da er jetzt in Rente / Pension ist. Die Nebenverdienste waren aber zumindest damals extrem lukrativ für ihn.

WiWi Gast schrieb am 01.03.2022:

Kann das bestätigen. Verdiene mit 38 ca. 8.500 netto im Monat. FH-Professur ist ca die Hälfte (je nach Bundesland mehr oder weniger). Attraktive Stellen sind zudem selten. Will halt nicht irgendwo in der Provinz leben. Eine zweite Wohnung für unter der Woche gibt es auch nicht umsonst. Da verlieren die FH-Professuren durchaus an Reiz. Berufungsverfahren sind nach meiner Erfahrung intransparent. Mitunter scheint es mir, als käme es primär auf Frauenquoten und Kontakte an.

WiWi Gast schrieb am 01.03.2022:

Ich bin FH-Prof. Und ich kann auch sagen, wer aus meinem Promotions- und Kollegenkreis FH-Prof geworden ist.

Die FH-Profs rekrutieren sich sowohl aus der Wirtschaft als auch aus dem öD. Aber die Stelle passte immer zur FH-Professur.

Ich bin FH-Prof im Rechtsbereich. In meiner Tätigkeit im öD hatte ich genau mit diesen Rechtsgebieten zu tun. Von daher war ich auch gut geeignet für die Stelle. Das war aber auch Zufall. Ich habe im öD angefangen und dann wurde ich einfach diesem Referat zugeteilt und drei Jahre später habe ich die Ausschreibung für die FH-Professur gesehen.

Und man darf auch nicht vergessen, dass je höher die Leute in der freien Wirtschaft aufsteigen, desto höher ist auch die finanzielle Fallhöhe. Von Abteilungsleiter bei Dax40 auf W2 kann schon hart sein.

Ergo: Die FH-Professur ist sicherlich eine Option, aber nicht planbar. Gerade im Berufungsverfahren kommt es auch auf Sympathie an. (Anmerkung: Ich habe zuvor eine FH-Professur abgelehnt, weil ich das gesamte Berufungsverfahren sehr unsympathisch fand). Wenn man sich für den öD entscheidet, sollte man sich bewusst sein, dass man dies für immer macht. Innerhalb der ersten Berufsjahre kann man sicherlich noch wechseln, aber irgendwann ist der Zug abgefahren.

Mit Promotion käme für mich nur eine Beamtenstelle in Frage. Alles andere lohnt sich nicht.

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WiWi Gast

Im den öffentlichen Dienst mit 29 und Doktor - sinnvoll?

In Kombination mit Nebentätigkeiten kann eine FH-Professur auch finanziell durchaus lukrativ sein. Banal ist das Thema aber doch nicht. Man muss erstmal entsprechende Einnahmen generieren können. Wie leicht das gelingt, hängt von vielen Faktoren ab. Je mehr man nebenher macht, desto mehr schmilzt zudem ein großer Vorteil der FH-Professur dahin: mehr Freizeit und höhere Selbstbestimmtheit. Zuletzt sind berufsrechtlich Nebentätigkeiten nur bis 8 h/Woche erlaubt. Wie streng das kontrolliert wird, lasse ich mal dahingestellt. Vorsichtig wäre ich gerade als junger Prof aber schon.
Ingesamt bleibt die FH-Professur also interessant. Man sollte die Nachteile aber im Blick haben.

WiWi Gast schrieb am 01.03.2022:

Das Gehalt kannst du als FH-Prof auch erreichen über lukrative Nebentätigkeiten.

Mein Vater war lange in der Entwicklung im Automotive Bereich und ist dann an eine FH gewechselt als Professor. Parallel dazu hatte er noch Gutachten oder Projekte in der Industrie gemacht. Am Ende des Monats war er im Durchschnitt nie unter 10k.

Aber das ist mittlerweile auch einige Jahre her, da er jetzt in Rente / Pension ist. Die Nebenverdienste waren aber zumindest damals extrem lukrativ für ihn.

WiWi Gast schrieb am 01.03.2022:

Kann das bestätigen. Verdiene mit 38 ca. 8.500 netto im Monat. FH-Professur ist ca die Hälfte (je nach Bundesland mehr oder weniger). Attraktive Stellen sind zudem selten. Will halt nicht irgendwo in der Provinz leben. Eine zweite Wohnung für unter der Woche gibt es auch nicht umsonst. Da verlieren die FH-Professuren durchaus an Reiz. Berufungsverfahren sind nach meiner Erfahrung intransparent. Mitunter scheint es mir, als käme es primär auf Frauenquoten und Kontakte an.

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