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Recruiting-Events

Studie: Recruiting Trends 2008

Aus der Studie zu den Recruiting-Trends 2008 geht hervor, dass neun von zehn Firmen für das Jahr 2008 offene Stellen erwarten.

Mehrere Schließfächer mit Schlüssel, die zum Teil offen stehen.

Studie: Recruiting Trends 2008
Die Weichen für 2008 sind gestellt: Die wirtschaftliche Lage in Deutschland ist nach wie vor gut, und die Unternehmen blicken optimistisch ins nächste Jahr. Neun von zehn Firmen erwarten für das Jahr 2008 offene Stellen. Das ist ein Ergebnis der neuen Studie »Recruiting Trends 2008«, einer Befragung unter den Top-1.000-Unternehmen in Deutschland (Rücklaufquote: 16,6 Prozent), die kürzlich durch das Centre of Human Resources (CHRIS) der Universitäten Frankfurt am Main und Bamberg sowie dem Online-Karriereportal Monster Worldwide in Frankfurt präsentiert wurde. Die Besetzung dieser Vakanzen wiederum bedeutet zusätzliche Arbeit für die Personalabteilungen: Trotzdem sind laut der Studie durch einen ganzheitlichen Personalbeschaffungsansatz in Verbindung mit dem Einsatz von Informationstechnologie zeitliche und finanzielle Effizienzgewinne möglich.

Die »Recruiting Trends 2008« zeigen, dass schon jetzt 88,8 Prozent der offenen Stellen von den befragten Unternehmen auf der eigenen Webseite und etwas mehr als zwei Drittel in Internet-Stellenbörsen veröffentlicht werden. Die Printmedien spielen hierbei mit 27,3 Prozent aller veröffentlichten Vakanzen nur eine geringe Rolle. Auch in allen anderen Teilprozessen der Personalbeschaffung wie der Vorselektion oder dem Bewerbermanagement halten die antwortenden Unternehmen den Einsatz von IT für sinnvoll. Doch noch klaffen Lücken zwischen Wunsch und Realität: So würden zwar fast 90 Prozent der Unternehmen eine starke IT-Unterstützung für ihr Bewerbermanagement optimal finden, aber nur gut die Hälfte der an der Studie teilnehmenden Firmen setzen dies schon um. Ähnlich sieht es beim Thema »Employer Branding« aus: Hier wünschen sich 62 Prozent der Befragten einen verstärkten IT-Einsatz, aber lediglich 24 Prozent greifen bislang darauf zurück.

Der Wunsch nach IT-Unterstützung äußert sich auch in der Präferenz für bestimmte Bewerbungsformen. So hat die elektronische Bewerbung die klassische papierbasierte Bewerbungsmappe mittlerweile deutlich verdrängt: Bereits mehr als die Hälfte der befragten Großunternehmen bevorzugt eine Formularbewerbung. »Hintergrund für die Präferenz der strukturierten elektronischen Bewerbungen ist, dass die Bewerberdaten ohne weitere Zwischenverarbeitungsschritte in einer internen Datenbank abgespeichert werden können. Das verbessert den Workflow und ermöglicht eine bessere Zusammenarbeit zwischen Personalwesen und den Fachabteilungen«, erklärt Prof. Dr. Tim Weitzel vom Lehrstuhl für Informationssysteme in Dienstleistungsbereichen der Universität Bamberg. Tatsächlich geben fast zwei Drittel der antwortenden Unternehmen an, dass sie durch IT die Zeit zwischen der Identifikation einer Vakanz und der tatsächlichen Besetzung in den letzten Jahren reduzieren konnten.

Dass es einen Trend zum internationalen Recruiting gibt, haben bereits die Studien aus den vergangenen Jahren gezeigt. Auch die aktuelle Befragung lässt erkennen, dass die deutschen Großunternehmen zunehmend im Ausland nach Fachkräften suchen. Über ein Drittel der Befragten gibt an, dass internationales Recruiting für ihre Firma wichtig ist. Doppelt so viele Unternehmen erwarten, dass die grenzüberschreitende Personalbeschaffung bis 2012 an Bedeutung gewinnen wird. Angestellte des mittleren Managements und Young Professionals sind dabei die am stärksten nachgefragten Zielgruppen, die aus dem Ausland für Deutschland rekrutiert werden. »Im zunehmenden Wettbewerb um die besten Talente und Fachkräfte bietet E-Recruiting neue Ansprache- und Suchmöglichkeiten«, sagt Marco Bertoli, Geschäftsführer Central Europe bei Monster Worldwide. »Diese Methoden können in Zukunft auch für die grenzüberschreitende Personalbeschaffung hilfreich sein«, so Bertoli weiter.

Eine ganz neue Methode der Bewerberselektion ist das Online-Assessment-Center. Es soll Auswahlverfahren wie Eignungs- und Intelligenztests sowie Assessment-Center zusammenführen und somit die Bewerberselektion weiter vereinfachen und effizienter gestalten. Die Erwatungen der Unternehmen an dieses Instrument der Bewerberauswahl sind hoch: Die Hälfte der befragten Unternehmen glaubt, dass durch den Einsatz von Online-Assessment-Centern die Bewerberauswahl beschleunigt wird. 59,4 Prozent könnten sich vorstellen, E-Assessments als erste Stufe im Personalbeschaffungsprozess einzusetzen, und 38,7 Prozent der teilnehmenden Unternehmen sind der Meinung, dass so bereits früh im Selektionsprozess die so genannten »Softskills« der Bewerber erfasst und beurteilt werden können. Noch steht der Einsatz von Online-Asssessments in der Personalbeschaffung jedoch ganz am Anfang: Die Studie zeigt, dass momentan vier Prozent der befragten Top-1.000 Unternehmen in Deutschland vor dem offiziellen Bewerbungseingang Online-Assessment-Center einsetzen. Weitere 5,6 Prozent planen, dies in Zukunft zu tun. Nach dem offiziellen Bewerbungseingang nutzen zurzeit 7,6 Prozent der Unternehmen Online-Assessment-Center. Demnach bleibt es spannend, wie sich dieser Trend entwickeln wird, und ob sich die optimistischen Erwartungen der Unternehmen in den kommenden Jahren bestätigen.

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