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If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

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WiWi Gast

If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

Dieser Thread richtet sich an all diejenigen, die bereits im Berufsleben sind. Da man als BWLer ja zu einer Massenbrut gehört und es schwer ist sich zu differenzieren: Was würdet ihr, wenn ihr die Zeit zurückdrehen könntet, ändern?
Mehr studieren für bessere Noten?
Mehr Praktika?
Networking? Wenn ja, wie?

Also allgemein: Was könnt ihr all denjenigen, die gerad noch auf den Berufseinstieg hinarbeiten, mitgeben?

Beste Grüße! :)

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WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

Kein Marketing Master nach einem Poitik Studium ;D :(

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WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

Erster Schritt: Englisch verbessern!

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WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

Networking ist so mit das Sinnbefreiteste, was es gibt. Als ob es Vorteile bringt mit iwelchen Vertriebsheinis auf Messen oder Campusevents zu labern...

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WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

Gegen den Strom schwimmen. Etwas machen was dich interessiert. Etwas machen worin du gut bist. Nicht deine Schwächen bearbeiten, sondern deine Stärken ausbauen und auf die Schwächen sch****. Nicht konform werden, sondern dich von der Menge (geistig) unterscheiden :)

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WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

Stimmt Networking ist absoluter Quatsch. Entweder man hat ein gutes Profil oder nicht.

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WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

Da haben wohl einige was grundsätzlich falsch verstanden.
Ein gutes Profil allein ist gar nix wert wenn man vom Charakter her ein absoluter Idiot ist.
Networking hat nix mit dem Profil zu tun.

Lounge Gast schrieb:

Stimmt Networking ist absoluter Quatsch. Entweder man hat ein
gutes Profil oder nicht.

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WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

Ich mag die Fragestellung nicht, weil er etwas suggeriert, was es überhaupt nicht mehr gibt: Die schöne alte Bildungswelt und die Entwicklung darin.

In den letzten 5 - 10 Jahren hat sich das Bildungssystem extrem verändert. Aus einem Studium für die Besten wurde ein Studium für Alle.

Tipps von Alt-Diplomern sind völlig nutzlos und selbst die ersten Bachelors haben noch auf höherem Niveau studiert, als die heute. Es gab eine Niveauabsenkung in mehreren Stufen. Heute ist das Studium Massenware. Jeder mit einem IQ über 80 kann eines bestehen (und für die unter 80 findet man bestimmt eine Sonderregelung).

Daher mag ich den Thread nicht, auch wenn er gut gemeint ist. Aber die heutigen Absolventen haben völlig andere Voraussetzungen und treffen auf eine andere Marktsituation. Die alten Rezepte, mal von Vitamin B ausgenommen, taugen keinen Schuß Pulver mehr.

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WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

  1. Off the beaten Track gehen.
  2. Langfristig denken (10 - 15 Jahresziele setzen)
  3. Alles außer Unternehmertun bringt keine Zufriedenheit und kein Geld.
  4. Es geht nur darum "@!#$ You Money" aufzubauen. Materieller Konsum bringt auf Dauer keine Zufriedenheit.
  5. Investiere in eine stabile Basis (Familie, Freunde, Gesundheit)
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WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

Noten sind egal, hauptsache nicht total schlecht... relevante Praxiserfahrung ist wichtig

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WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

Lounge Gast schrieb:

Networking ist so mit das Sinnbefreiteste, was es gibt. Als
ob es Vorteile bringt mit iwelchen Vertriebsheinis auf Messen
oder Campusevents zu labern...

Du hast keine Ahnung was es bedeutet, oder?

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WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

Immer mit den Kommilitonen in die Mensa gehen!

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WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

Freimachen vom 'immer höher, immer weiter' und sich ganz ehrlich fragen, ob man die besten Jahre zwischen 20 und 35 für einen Karriereweg opfern möchte.

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WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte hätte ich früher angefangen, an meiner Persönlichkeit zu arbeiten

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WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

Na sind denn die besten Jahre wirklich zwischen 20 und 35?! Was bringt es dir in jungen Jahren zu "underperformen" (ich hasse das Wort), dafür aber im Alter zu wenig zu haben?

Mal einen kleinen Exkurs bzw. eine kleine Denkanregung, um vielleicht eine interessante Diskussion anzuregen:

Nehmt mal an, die Medizin/Biotechnologie macht die erwartbaren Fortschritte in Richtung Zellverjüngung und Lebensverlängerung binnen der nächsten 30 Jahre. Es gibt im Silicon Valley jetzt schon einige Biotech-Startups (unter andere Calico von Alphabet), welche sich intensiv mit dieser Forschung beschäftigen und einige Investoren, welche alles daran setzen irgendwie die nächsten 25 Jahre zu überleben, da sie danach mit bahnbrechenden Fortschritten in der Genetik rechnen.

Wenn man jetzt davon ausgeht, dass diese Medikamente bzw. Therapien voraussichtlich nur Besserverdienern zugänglich sein werden, macht es dann nicht Sinn in jungen Jahren Gas zu geben, um ein Wohlstandsniveau zu erreichen, welches einem den Zugang ermöglicht? Hypothetisch, aber möglicherweise hat man dann z.B. ein gesetztes Alter, sieht 30 Jahre jünger aus und hat trotzdem genügend Geld, um einen langen Lebensabend in vollen Zügen gesund zu genießen.

Natürlich kann man derzeit schwer voraussagen, wie schnell sich die Fortschritte einstellen werden, aber wenn man die Entwicklung in der Prozessorentechnologie innerhalb der letzten 50 Jahre verfolgt, können sich gewaltige Innovationen schneller einstellen als erwartet. Quantencomputer stehen ebenfalls in den Startlöchern, sobald diese verfügbar sind, werden medizinische Fortschritte stark beschleunigt werden, da langwierige Versuchsreihen nicht mehr an Tier oder Mensch durchgeführt werden müssen, sondern am Computer modelliert werden können.

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WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

Dem stimme ich überhaupt nicht zu. Es ist schlichtweg falsch zu behaupten, dass ein 1.0er Master heutzutage geschenkt ist - an einer guten und staatlichen Uni vorausgesetzt.

Abgesehen davon ist ein sehr guter Master heutzutage lange keine Garantie mehr, einen guten Job zu bekommen. Während früher ein gutes Diplom Gewicht hatte, zählt heute das Profil, und zwar unter mehreren Gesichtspunkten (sinnvolle und zielgerichtete Praktika, zügiges und sehr gutes Studium, Verantwortungsübernahme in der Freizeit, Auslandsstudium etc). Sich ein Profil aufzubauen, was jemanden aus der Masse herausstechen lässt, ist sehr schwer und sollte honoriert werden.

Mein Tipp für Studienanfänger: Achtet darauf, was euch WIRKLICH interessiert und lasst euch nicht von Oberflächlichkeiten lenken. Achtet darauf, was ihr in eurer Freizeit lest - Daraus kann man gute Rückschlüsse darauf ziehen, welche Studienrichtung/Spezialisierung passt und welche nicht. Macht viele Praktika, um euch zu orientieren (Großes/Kleines Unternehmen, UB/IB/Industrie/usw.).

Lounge Gast schrieb:

Ich mag die Fragestellung nicht, weil er etwas suggeriert,
was es überhaupt nicht mehr gibt: Die schöne alte
Bildungswelt und die Entwicklung darin.

In den letzten 5 - 10 Jahren hat sich das Bildungssystem
extrem verändert. Aus einem Studium für die Besten wurde ein
Studium für Alle.

Tipps von Alt-Diplomern sind völlig nutzlos und selbst die
ersten Bachelors haben noch auf höherem Niveau studiert, als
die heute. Es gab eine Niveauabsenkung in mehreren Stufen.
Heute ist das Studium Massenware. Jeder mit einem IQ über 80
kann eines bestehen (und für die unter 80 findet man bestimmt
eine Sonderregelung).

Daher mag ich den Thread nicht, auch wenn er gut gemeint ist.
Aber die heutigen Absolventen haben völlig andere
Voraussetzungen und treffen auf eine andere Marktsituation.
Die alten Rezepte, mal von Vitamin B ausgenommen, taugen
keinen Schuß Pulver mehr.

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WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

An den Kritiker des Threads: Vielleicht war die Frage unglücklich formuliert, aber ich dachte, dass ich durch "Massenbrut" bereits klargemacht habe, dass ein Abschluss nichts besonderes mehr ist - wie du auch schon sagst: Die Bildungswelt hat sich definitiv geändert. Genau deswegen aber auch die Frage, was man heutzutage anders machen sollte, um auf der einen Seite Erfolg zu haben, aber (und das hab ich vorher nicht gefragt), welche Entschlüsse manche vlt. für sich selbst bereuen (wie dem Geld nachjagen, nicht genug Mut aufbringen, sich für diverse, fachfremde Jobs zu bewerben, selbständig machen, etc...).
Trotzdem interessant zu wissen: Was waren denn die alten Rezepte?

Kannst du "an meiner Persönlichkeit arbeiten" noch weiter ausführen?

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WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

den tipp mit den stärken ausbauen und nicht auf die schwächen fokussieren habe ich schon öfters gehört/gelesen. leider jedoch: was genau heißt das bzw. wie kann man seine stärken identifizieren? dinge, die man gerne macht?
Re: If only I had known...
ums mal auf mich zu bertragen: ich muss für meine (leicht überdurchschnittlichen) leistungen, wesentlich härter arbeiten/lernen als viele kommilitonen. auf der anderen seite habe ich bezüglich emotionaler intelligenz den meisten definitiv was voraus. was würde das nun für die arbeit an meinen stärken (kommunikationsskills) bedeuten?

und was genau wären nun stärken/schwächen? beziehst du das auf die mikro-ebene (marketing konzepte, rechnungslegungsstandards, excel kenntnisse) oder auf die makro ebene (persönlichkeit, berufswahl [bspw selbständigkeit vs industrie oder fokus auf einen job, bei dem ich viel mit menschen arbeite anstatt nur mit dem pc])

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WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

Ich würde alles wieder so machen.
Ich habe einen Weg eingeschlagen, den ich nach 3,5 Jahren wieder verlassen habe um woanders mein Glück zu finden.
Audit -> Consulting.
Bis jetzt kämpfe ich immer noch damit mich dort durchzusetzen, bin aber auf einem guten Weg.
Das war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte.

Fazit:
Starres Denken bringt einen auf Dauer nicht weiter.
Man muss immer interessiert bleiben und sich auch außerhalb des Jobs weiterbilden.
Manchmal ist ein Schritt zurück die Voraussetzung für zwei nach vorne.
Die Fähigkeit über den Tellerrand zu schauen und das auch noch interessant zu finden ist aus meiner Sicht elementar für langfristigen Erfolg.

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WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

Zum Start: Sich überlegen, was man eigentlich machen möchte. Und was man nicht machen möchte. Bei der Wahl des Studiengangs Vorlesungspläne und Modulbeschreibungen betrachten. Später: Mehr freiwillige Weiterbildungsangebote und Seminare in Bezug auf Persönlichkeitsbildung, Präsentations- und Verhandlungstechniken oder für Bewerbungssituationen und Assessment besuchen. Bei der studentischen Unternehmensberatung mitmachen. Das Studium mit einer gewissen Ernsthaftigkeit angehen, aber auch nicht vollkommen übertreiben. An den Studienort ziehen, erleichtert die Kontaktpflege ungemein.

Aus meiner Sicht als frischer Wirtschaftsinformatiker für die Kollegen der wichtigste Tipp: An eigenen Projekten arbeiten, mehr Werkstudententätigkeiten oder gleich ein Duales Studium bei einer guten Firma. Sinnvolle und lehrreiche Praxiserfahrung in Kombination mit einem Netzwerk erleichtert den Jobeinstieg ungemein. All die Theorie, Tutorien, Scheinleistungen und Vorlesungen sind ja ganz nett, können aber richtige Projekte und Erfahrung im Tagesgeschäft nicht gleichwertig ersetzen. Oftmals hinken die Hochschulen den technischen Entwicklungen hinterher und die Unternehmen haben immer weniger darauf Lust, profillose Studenten fit für den Beruf zu machen.

PS an den Vorposter: Auch an den Schwächen arbeiten, bei mir sind das z.B. leider meine Präsentationsfähigkeiten (Aufregung).

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WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

Es gibt auch andere Karrieremöglichkeiten als MBB und BB

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WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

i. mehr Praktika machen
ii. hätte evtl. ein chilligeres Studium nehmen sollen (fh) da nahezu gleiches Geld.
iii. Evtl. (beamteter) Grundschullehrer werden^^ verdient man fast das gleiche oder sogar mehr als in der Wirtschaft und hat ein schönes Leben...

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WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

Das Studium sehr ernst nehmen, viel lernen, da gute Noten trotzdem sehr wichtig sind! Sich seine Zukunft zu planen, um zu wissen, wo man hin will. Versuchen, viel praktische Erfahrung sammeln. Auslandssemester/Auslandspraktikum auch wichtig. Kontakte, Networking usw...

Aber am wichtigsten ist es zu wissen, was man eigentlich selber will und deshalb auch seinen eigenen Weg gehen

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WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

"Na sind denn die besten Jahre wirklich zwischen 20 und 35?! Was bringt es dir in jungen Jahren zu "underperformen" (ich hasse das Wort), dafür aber im Alter zu wenig zu haben?"

Deine Ausführung zu Altersforschung in Ehren, aber das ist pure Spekulation. Man kann 1000 Gründe finden, warum man besonders am Anfang beruflich Gas geben sollte und möglichst viel sparen, gerne wird hier das Argument Eigenkapitalanteil des geplanten Immobilienkaufs oder das Argument des geplanten Nachwuchses angebracht. Ich sehe das anders, zwischen 20 und 35 ist die "flexibelste" Lebensphase eines Menschen, in der man alles mitnehmen sollte, was nur irgendwie möglich ist. Sabbatjahr, Start-Up gründen, Weltreise usw. macht man später nicht mehr. Mein Leben findet hier und jetzt statt und nicht ind er Zukunft. Deswegen reicht es mir, einen angemessenen (!) Betrag zu sparen und keinefalls den maximal möglichen.

"Genau deswegen aber auch die Frage, was man heutzutage anders machen sollte, um auf der einen Seite Erfolg zu haben, aber..."

Ich habe den Stichpunkt mit der Persönlichkeitsentwickelung gegeben, konkret meine ich damit:

  • Für sich selbst festzustellen, was "Erfolg" ist
  • Darauf aufbauend (klingt zwar banal, ist aber wahr): Nicht die Angst vor dem Scheitern als den eigenen Antrieb betrachten, sondern den Hunger auf Erfolg
  • Vergleiche mit Anderen nur anstellen, um charakteritische Merkmale eines Vorbildes zu analysieren, nicht aber aus Konkurrenzdenken und Neid
  • Sich selbst in den Mittelpunkt des eigenen Lebens stellen, nicht Andere (oder Erwartungen von Anderen)
  • Bei Entscheidungen nicht Gründe GEGEN etwas suchen, sondern Gründe FÜR etwas (das ist eine generelle Haltung: Wenn ich die Wahl zwischen Kaffee und Tee habe sollte ich nicht Tee wählen, weil ich keinen Kaffee mag, sondern in diesem Moment meine Gedanken so steuere, dass ich in dem Moment gerne einen Tee hätte)

Das alles waren jetzt sehr abstrakte Gründe, konkret kann ich folgendes nennen:

  • Aktiv an freiwiliigen Seminaren für Studenten teilnehmen (Kommunikationstechniken, Sportmöglichkeiten, ggf. Sprachkurse usw.)
  • Auslandsemester einlegen ohne bekannte Leute von der eigenen Uni
  • In einer WG wohnen und diese ab und an wechseln
  • Praktika aktiv gestalten, d.h. lieber viele kürzere Praktika, aber dafür die Gelegenheit nutzen, die dort arbeitenden Leute zu befragen über das Berufsbild, worauf es ankommt usw.
  • Übertriebenen Respekt vor bestimmten Autoritäten ablegen (Professoren, Chefs, Polizei, Richter, Ärzte usw.) Alles sind normale Menschen, mit denen man normal reden kann, kein grund, plötzlich unterwürfig zu werden (war lange ein Problem von mir)

Der allerwichtiste Punkt ist allerdings folgender: soziale Kompetenz entwickeln.

Ich habe irgendwann angefangen, mir tonnenweise Material über Kommunikation, Körpersprache, Positives Denken, Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl, Gruppendynamiken usw. reinzuziehen und möglichst viel anzuwenden, das allermeiste unbewusst.
Ich war früher ein relativ schüchterner und zurückhaltender Mensch, heute habe ich "herausragende kommunikative Eigentschaften" (Zitat meiner Chefs). Oder andersrum formuliert: Ich finde es erstaunlich bzw. fast erschreckend wie sich das Kommunikationsverhalten der Menschen zum negativen verändert hat:

  • Beruflich wie privat schreibt man lieber Chat-Nachrichten als jemanden anzurufen
  • Man baut sich sein virtuelles Ich auf und kümmert sich mehr um irgendwelche "Likes" und Komplimente online als im realen Leben.
  • Man sucht seine Partner inzwischen online und kann dort die besten Komplimente geben, aber auf der Straße bekommt man den Mund nicht auf

Wer an seinen kommunikativen Fähigkeiten so früh wie möglich arbeitet hebt sich von der Riesen-Masse, die fast nur noch online kommuniziert, deutlich ab. Schaut mal die gängigen Statistiken an, auf was Personalchefs bei der Einstellung achten, da steht "Persönlichkeit" ganz oben. Und die hängst zum größten Teil vom Kommunikationsverhalten ab.

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WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

Ich würde noch entspannter sein während des Studiums. Jeder in meinem Umfeld von damals (Dipl 2002-2008) hat innerhalb von sechs bis neun Monaten nach dem Abschluss einen Job gefunden.

Mit einer Ausnahme ohne Zeitarbeit, ohne Kettenbefristung und bei guter Bezahlung. Lediglich eine hat unter 40k zum Einstieg verdient (das war 2008/9 so die Marke die man schon haben sollte, um von einem gelungenen Einstieg zu sprechen. vllt vergleichbar mit heute 45k) und nur einer musste sich mit Zeitarbeit durchschlagen. Das war aber auch eine absolute Flachpfeife (intellektuell, wie menschlich) und hat ein Dipl mit 3,x gemacht.

Studium war schon sehr entspannt, erst als so ab 2006 bei uns die Bacheloretten an die Uni kamen ging so dieses "man muss ja ein Profil haben, Praktika machen, Elite sein Stress-Ding los, von dem habe ich mich zugegebener Maßen etwas verunsichern lassen. War eigentlich der Grund für mein einziges 6-Wochen-Praktikum.

Ich würde außerdem zwei Mal zwei Semester ins Ausland gehen statt nur einmal zwei Semester. Einmal nach dem Grundstudium im 4. oder 5. Semester und einmal zwei Semester vor Ende des Studiums so im 10. oder 11. Semester. Da man im Ausland keine oder nur wenige Scheine macht dauert es dann zwar ein Jahr länger, aber wen interessiert das schon.

Ich würde direkt nach dem Studium promovieren anstatt erst nach einer gewissen Zeit im Job. Einerseits ist man zwar mit Anfang 30 reifer und zieht so was viel abgebrühter durch; außerdem hat man das Geld es sich richtig gut gehen zu lassen. Andererseits ist man nahe dran den Anschluss an die ganz jungen Leute zu verlieren bzw. sie kommen einem so kindisch vor, dass man keinen Anschluss will. Direkt nach der Uni ist es da schon einfacher.

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WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

Wenigstens hast du schöne winfo studiert!

Ich bin "Vollblut"-BWLer und entdecke gerade wie spannend technologische / IT Themen sind. Leider fehlt mir bei fast allem der Background und sich neben der Arbeit in IT Themen einlesen ist gar nicht so einfach, wenn man Berater ist.

Deshalb: nicht auf ITler als Nerds herabschauen, sondern erkennen, dass ohne IT heute nichts mehr läuft. Aus der Erkenntnis für einen selbst Schlüsse ziehen.

@All: wenn jemand Buchtipps / Webseiten für einen guten Einstieg ins Thema IT hat (zB Bücher der Einfuhrungsveranstaltung an der Uni / FH), würde ich mich über Ideen freuen. Versuche intern gerade den Wechsel in unsere IT Sparte zu ermöglichen und möchte wenigstens mit Basics klar kommen.

Lounge Gast schrieb:

Zum Start: Sich überlegen, was man eigentlich machen möchte.
Und was man nicht machen möchte. Bei der Wahl des
Studiengangs Vorlesungspläne und Modulbeschreibungen
betrachten. Später: Mehr freiwillige Weiterbildungsangebote
und Seminare in Bezug auf Persönlichkeitsbildung,
Präsentations- und Verhandlungstechniken oder für
Bewerbungssituationen und Assessment besuchen. Bei der
studentischen Unternehmensberatung mitmachen. Das Studium mit
einer gewissen Ernsthaftigkeit angehen, aber auch nicht
vollkommen übertreiben. An den Studienort ziehen, erleichtert
die Kontaktpflege ungemein.

Aus meiner Sicht als frischer Wirtschaftsinformatiker für die
Kollegen der wichtigste Tipp: An eigenen Projekten arbeiten,
mehr Werkstudententätigkeiten oder gleich ein Duales Studium
bei einer guten Firma. Sinnvolle und lehrreiche
Praxiserfahrung in Kombination mit einem Netzwerk erleichtert
den Jobeinstieg ungemein. All die Theorie, Tutorien,
Scheinleistungen und Vorlesungen sind ja ganz nett, können
aber richtige Projekte und Erfahrung im Tagesgeschäft nicht
gleichwertig ersetzen. Oftmals hinken die Hochschulen den
technischen Entwicklungen hinterher und die Unternehmen haben
immer weniger darauf Lust, profillose Studenten fit für den
Beruf zu machen.

PS an den Vorposter: Auch an den Schwächen arbeiten, bei mir
sind das z.B. leider meine Präsentationsfähigkeiten
(Aufregung).

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WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

Der Weg zum erfolgreichen Karrierebeginn ist auch heute noch relativ gut planbar. Fest steht, ein Studienabschluss alleine reicht nicht aus. Aber ich würde dennoch jedem empfehlen, ein studium aufzunehmen, der karriere machen will und keine ausbildung. Eine ausbildung, bspw. als bankkaufman vor einem studium ist m.e. aber eine solide Grundlage und möglichkeit, um herauszufinden, was man später mal wirklich machen will. Sehr viele erkennen das erst während des dritten oder vierten Semesters und verlieren 2 sehr kostbare Jahre. Zudem wird einem ein abbruch immer negativ ausgelegt, selbst wenn man danach ein anderes Studium erfolgreich abschließt.

Ich habe den großen Fehler gemacht, dass ich an einer Uni studiert habe, die kaum einer kennt, kaum unternehmen an dieser engagiert sind und daher bereits Praktika mit harten bewerbungsprozessen verbunden waren. Dass ich einen erfolgreichen berufseinstieg schaffte, ist rückblickend sehr glücklich gewesen. Kenne viele, die es schwerer, trotz besserer Noten als ich hatten.

Möglichst viele Vorlesungen/Module besuchen, die von unternehmern aus der praxis gehalten werden. Interessiert sein und nach der Vorlesung Kontakt aufbauen durch fragen zur Vorlesung, Tätigkeit, unternehmen usw. An großen und Bekannten unis gibt es eigentlich jedes Semester so eine Vorlesung. Bei meiner Uni gab es in 5 Jahren max. eine handvoll. Wenn man sich nicht blöd anstellt, ist so zumindest ein Praktikum in einem bekannten unternehmen möglich.

Am besten zwei bis drei Praktika machen und dann bei dem besten unternehmen ein Werkstudium anschließen lassen. Wer während der Praktika halbwegs vernünftig engagiert war, bekommt auch die Gelegenheit. D.h. Aber auch gammeln während der kompletten vorlesungsfreien zeit ist nicht drin. Aber ich fand, dass man in den ersten vorlesungswochen eh genug rumgammeln und feiern kann, bevor es dann in die klausurenphase geht.

Nach der Uni in dem entsprechenden Unternehmen einsteigen. Wenn es nicht klappen sollte, dann bei den anderen Unternehmen vorbei schauen, bei denen man ein Praktikum gemacht hat.

Im besten Fall sind die ganzen Etappen fließend im Übergang.

Bloß nicht den Fehler machen, zu versuchen, durch irre Kombinationen aus der Masse heraus stechen zu wollen. Finance im bachelor und Marketing im Master wirkt unstrukturiert. Genauso praktikum 1 im personal und Praktikum 2 im Controlling. Sollte man nicht machen.

Halbwegs zügig studieren. D.h. Max. 1 Semester überziehen.

Klingt alles sehr einfach, aber zwischen Abi und Master liegen 5 bis 6 Jahre. Sehr viele schaffen es nicht eine halbwegs geordnete Struktur während des Studiums hinzukriegen. Wer das schafft braucht auch nicht unbedingt eine 1,0. Ausnahmen gelten natürlich für extrem beliebte stellen für sog. High Potentials. Aber wer nach dem studium mit einer 2,3 max 2,5 keine Stelle kriegt, der hat eines der oben aufgeführten Sachen nicht erfüllt. Und selbst mit 1,8 oder 1,6 währe es schwierig, weil die anderen Aspekte viel stärker ins Gewicht fallen.

antworten
WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

Lounge Gast schrieb:

Na sind denn die besten Jahre wirklich zwischen 20 und 35?!
Was bringt es dir in jungen Jahren zu
"underperformen" (ich hasse das Wort), dafür aber
im Alter zu wenig zu haben?

Mal einen kleinen Exkurs bzw. eine kleine Denkanregung, um
vielleicht eine interessante Diskussion anzuregen:

Nehmt mal an, die Medizin/Biotechnologie macht die
erwartbaren Fortschritte in Richtung Zellverjüngung und
Lebensverlängerung binnen der nächsten 30 Jahre. Es gibt im
Silicon Valley jetzt schon einige Biotech-Startups (unter
andere Calico von Alphabet), welche sich intensiv mit dieser
Forschung beschäftigen und einige Investoren, welche alles
daran setzen irgendwie die nächsten 25 Jahre zu überleben, da
sie danach mit bahnbrechenden Fortschritten in der Genetik
rechnen.

Wenn man jetzt davon ausgeht, dass diese Medikamente bzw.
Therapien voraussichtlich nur Besserverdienern zugänglich
sein werden, macht es dann nicht Sinn in jungen Jahren Gas zu
geben, um ein Wohlstandsniveau zu erreichen, welches einem
den Zugang ermöglicht? Hypothetisch, aber möglicherweise hat
man dann z.B. ein gesetztes Alter, sieht 30 Jahre jünger aus
und hat trotzdem genügend Geld, um einen langen Lebensabend
in vollen Zügen gesund zu genießen.

Natürlich kann man derzeit schwer voraussagen, wie schnell
sich die Fortschritte einstellen werden, aber wenn man die
Entwicklung in der Prozessorentechnologie innerhalb der
letzten 50 Jahre verfolgt, können sich gewaltige Innovationen
schneller einstellen als erwartet. Quantencomputer stehen
ebenfalls in den Startlöchern, sobald diese verfügbar sind,
werden medizinische Fortschritte stark beschleunigt werden,
da langwierige Versuchsreihen nicht mehr an Tier oder Mensch
durchgeführt werden müssen, sondern am Computer modelliert
werden können.

Obwohl oder vielleicht auch gerade weil ich selbst aus der Medizinbranche bin, halte ich dieses gekünsteltverlängerte Leben für ein gefährliches Spiel gegen die Natur.

Ich glaube, wann die besten Jahre sind, muss jeder subjektiv für sich selbst entscheiden. Aber gerade für eine Frau mit der Absicht, ein Kind in die Welt zu setzen (und nein, bitte nicht das Eizellen-Einfrieren-Argument, um das erste Mal mit 45 Mutter zu werden), ist der Zeitraum nunmal beschränkt und das aus verdammt gutem Grund.

Das sollte auch kein Angriff gegen unsere gesellschaftlichen 'Highperformer' sein. Meine Highperformance spielt sich nur nicht mehr in der Arbeitswelt ab, weil sie das m.E. einfach nicht wert ist. Und deshalb der Rat, das Ganze gründlich zu hinterfragen, BEVOR man u.U. gesundheitliche oder soziale Einbußen wegen eines dämlichen Jobs als Konsequenz trägt.

antworten
WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

@Kommunikationsverhalten-Riesentext-Menschen:

Was an "Material über Kommunikation, Körpersprache, Positives Denken, Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl, Gruppendynamiken usw." würdest du empfehlen?

antworten
WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

Nicht so viel auf Regelstudienzeit geben sondern sich etwas Profil erarbeiten (22/23 Jährige Bachelor-Absolventen mit den absolut gleichen Lebensläufen gibt es mittlerweile wie Sand am Meer).

Auslandssemester mitnehmen.
Mehr Praktika (gerne auch im Ausland).
Werkstudententätigkeit.

Ansonsten für die persönlichen Kompetenzen:
Nach dem Abi vielleicht 1 Jahr nach Australien
Uni statt FH wählen
Uni wählen die nicht im Dunstkreis meiner Eltern liegt

antworten
WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

Erstmal solltest du das BWLer denken ablegen :) Das schöne an IT ist dass man mit relativ wenig (Notebook) anfangen kann. Also leg los. Überleg dir was du lernen willst und fang an. Wenn du nicht weiterkommt googlen und weiter probieren. Du wirst tausendmal scheitern und dir am Ende den Arsch abfreuen wenn du irgendwas eigenes erschaffen hast ;)

Viel Spass

Ein Winfo

Lounge Gast schrieb:

Wenigstens hast du schöne winfo studiert!

Ich bin "Vollblut"-BWLer und entdecke gerade wie
spannend technologische / IT Themen sind. Leider fehlt mir
bei fast allem der Background und sich neben der Arbeit in IT
Themen einlesen ist gar nicht so einfach, wenn man Berater ist.

Deshalb: nicht auf ITler als Nerds herabschauen, sondern
erkennen, dass ohne IT heute nichts mehr läuft. Aus der
Erkenntnis für einen selbst Schlüsse ziehen.

@All: wenn jemand Buchtipps / Webseiten für einen guten
Einstieg ins Thema IT hat (zB Bücher der
Einfuhrungsveranstaltung an der Uni / FH), würde ich mich
über Ideen freuen. Versuche intern gerade den Wechsel in
unsere IT Sparte zu ermöglichen und möchte wenigstens mit
Basics klar kommen.

Lounge Gast schrieb:

Zum Start: Sich überlegen, was man eigentlich machen
möchte.
Und was man nicht machen möchte. Bei der Wahl des
Studiengangs Vorlesungspläne und Modulbeschreibungen
betrachten. Später: Mehr freiwillige
Weiterbildungsangebote
und Seminare in Bezug auf Persönlichkeitsbildung,
Präsentations- und Verhandlungstechniken oder für
Bewerbungssituationen und Assessment besuchen. Bei der
studentischen Unternehmensberatung mitmachen. Das
Studium mit
einer gewissen Ernsthaftigkeit angehen, aber auch nicht
vollkommen übertreiben. An den Studienort ziehen,
erleichtert
die Kontaktpflege ungemein.

Aus meiner Sicht als frischer Wirtschaftsinformatiker
für die
Kollegen der wichtigste Tipp: An eigenen Projekten
arbeiten,
mehr Werkstudententätigkeiten oder gleich ein Duales
Studium
bei einer guten Firma. Sinnvolle und lehrreiche
Praxiserfahrung in Kombination mit einem Netzwerk
erleichtert
den Jobeinstieg ungemein. All die Theorie, Tutorien,
Scheinleistungen und Vorlesungen sind ja ganz nett, können
aber richtige Projekte und Erfahrung im Tagesgeschäft
nicht
gleichwertig ersetzen. Oftmals hinken die Hochschulen den
technischen Entwicklungen hinterher und die Unternehmen
haben
immer weniger darauf Lust, profillose Studenten fit für
den
Beruf zu machen.

PS an den Vorposter: Auch an den Schwächen arbeiten, bei
mir
sind das z.B. leider meine Präsentationsfähigkeiten
(Aufregung).

antworten
WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

Lounge Gast schrieb:

den tipp mit den stärken ausbauen und nicht auf die schwächen
fokussieren habe ich schon öfters gehört/gelesen. leider
jedoch: was genau heißt das bzw. wie kann man seine stärken
identifizieren?

Das Thema Stärken spielt erst eine Rolle, wenn man eine Zeit lang im Job ist. Ein Absolvent kann gar nicht solche Stärken haben, die ihn wirklich von anderen abheben und eine Rolle spielen würden. Manche Schwächen können dagegen dazu führen, dass man nach 10 Sekunden Überfliegen des Lebenslaufs schon draußen ist. Oftmals ist es auch so, dass Stärken erst mit der Zeit auffallen bzw. man diese erst in der ersten Zeit im Job aufbaut. Beispiel: Ein BWL-Absolvent ist ein "Tüftler", fuchst sich gerne in Neues rein und übernimmt mit der Zeit Aufgaben in der Betreuung von kaufmännischen IT-Systemen. Dadurch hat er seinen Kollegen etwas voraus und wird wertvoll für das Unternehmen. Sowas ist nach dem Studium aber nicht zu erkennen bzw. alleine mit Zeugnissen, Lebenslauf und Vorstellungsgespräch auch nicht zu belegen, dass offenbart sich erst später.

antworten
WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

Rückblickend hätte ich nur meine damalige Traumfrau an der Uni klarmachen müssen. Das zählt doch am Ende des Tages wirklich. Wen jucken irgendwelche schwachsinnigen Karriere-Etappen, wenn man Ü30 alleine im seinem Yuppie-Kabuff dahinvegetiert.

antworten
WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

So schauts aus!

Rückblickend hätte ich nur meine damalige Traumfrau an der Uni klarmachen müssen. Das zählt doch am Ende des Tages wirklich. Wen jucken irgendwelche schwachsinnigen Karriere-Etappen, wenn man Ü30 alleine im seinem Yuppie-Kabuff dahinvegetiert.

antworten
WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

Defintiv ein Auslandssemester machen und Sprachkenntnisse verbessern.
Ich habe meiner Freundin zu Liebe auf das Ausland verzichtet, bin mittlerweile getrennt von ihr und bereue es. Für die Persönlichkeit und den Charakter sind ein paar Monate Ausland sicherlich hilfreich...

antworten
WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

@ Vollblut-BWLer:

Ich kann dir nur empfehlen den Online-Kurs (CS50) der Harvard University zu machen. Ist quasi der Grundlagen IT-Kurs und sehr beliebt. Kannst du kostenlos über edx.org machen, mit verifiziertem Zertifikat kostet es ein bisschen Geld. Der Kurs ist sehr durchdacht und auf das Online-Lernen ausgelegt.

Stichwort für die Suche: CS50

Darüber hinaus empfehle ich dir auch die anderen Learnings aus der IT mal anzuschauen auf Plattformen wie coursera, edx.org usw.

antworten
WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

Nach dem Studium wartet die Universität des Lebens auf euch!!! Also immer schön gechillt bleiben. Die, welche sich abrackern, werden am Ende sowieso nichts bewegen.

antworten
WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

Da wäre ich aber mehr als vorsichtig. "Übertrieben" ist oftmals sehr subjektiv und wenn man solche Amtsinhaber kränkt, machen die einem aus verletztem Stolz das Leben zur Hölle.
Sehr viele "alte Hasen" empfehlen sogar genau das Gegenteil für Berufseinsteiger - erstmal eine gehörige Portion Respekt.

Lounge Gast schrieb:

  • Übertriebenen Respekt vor bestimmten Autoritäten ablegen
    (Professoren, Chefs, Polizei, Richter, Ärzte usw.) Alles sind
    normale Menschen, mit denen man normal reden kann, kein
    grund, plötzlich unterwürfig zu werden (war lange ein Problem
    von mir)
antworten
WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

Danke für den Tipp!

Lounge Gast schrieb:

@ Vollblut-BWLer:

Ich kann dir nur empfehlen den Online-Kurs (CS50) der Harvard
University zu machen. Ist quasi der Grundlagen IT-Kurs und
sehr beliebt. Kannst du kostenlos über edx.org machen, mit
verifiziertem Zertifikat kostet es ein bisschen Geld. Der
Kurs ist sehr durchdacht und auf das Online-Lernen ausgelegt.

Stichwort für die Suche: CS50

Darüber hinaus empfehle ich dir auch die anderen Learnings
aus der IT mal anzuschauen auf Plattformen wie coursera,
edx.org usw.

antworten
DAX Einkäufer

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

Mein Tipp: Im Wirtschaftsleben kommt es weniger darauf an, gute Ideen und Lösungen zu haben, und mehr darauf, dass Menschen einem glauben. Wer persönlich glaubwürdig ist, kann es selbst ohne jeden Intellekt sehr weit bringen. Das Kapital wird von Menschen verwaltet, nicht von Maschinen. Das persönliche Vertrauen ist durch nichts zu ersetzen.

antworten
WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

Lieber ein bis zwei Praktika mehr als Regelstudienzeit erzwingen.
Früh über die Richtung in die man gehen will klar werden und darauf hinarbeiten.

Beides habe ich zu wenig gemacht und habe aktuell richtig Probleme etwas zu finden. Trotz Bachelor und Master mit je 1,x, zweimal Ausland, und Regelstudienzeit.

antworten
WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

"Sehr viele "alte Hasen" empfehlen sogar genau das Gegenteil für Berufseinsteiger - erstmal eine gehörige Portion Respekt."

Absolut, das hat man mir auch geraten, dass man gerade am Berufseinstieg nicht mit theoretischem Fachwissen von der Uni protzen sollte, sondern erstmal die Arbeitsumgebung, die Prozesse, Systeme usw. kennen lernen sollte. Generell ist es nicht ratsam im Büro mit "An der Uni...." zu argumentieren.

Es ging mir auch nicht darum, dass man solche Amtsinhaber kränken soll, sondern einfach ganz normal benehmen. Mir fällt es im Büro jedes Mal aufs Neue auf, wie Leute ihr Körperhaltung, Wortwahl bzw. ihr ganzes Wesen komplett ändern, wenn jemand "Höheres" zu Besuch ist. Das hat nichts mit "anpassen" zu tun, sondern mit Unterwürfigkeit. Ich habe dann einige Male versucht, mit eben solchen Höheren bei passender Gelegenheit (Kantine, auf dem Flur, Getränkeautomat, Parklpatz usw.) ganz normal zu reden. Vermutlich dachten die dann, dass ich mir ihres Ranges nicht bewusst bin, aber ich denke, solche Leute genießen es auch mal, wenn jemand ganz normal mit ihnen redet und nicht nur dieses angepasste, verlogene Arschkriechertum.

antworten
WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

Mehr für die KLausuren lernen.Vorlesungen vor- und nachbreiten. Andere Schwerpunkte im Hauptstudium.

Nach dem Studium: weniger Rücksicht auf Arbeitgeber nehmen. Im Vorstellungsgespräch nie nach Vereinbarkeit von Beruf und Familie fragen, da das meist ein K.O.-Kriterium ist.

antworten
WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

Eigentlich gibt es nur zwei Regeln, die man auf jeden Fall beachten muss:

  1. Teile die Geheimnisse deines Erfolgs mit niemandem!

*SCNR*

antworten
WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

Folgende Fehler würde ich nicht wiederholen:

  1. Nicht in eine WG ziehen. Habe während des Studiums bei meinen Eltern gelebt und bin gependelt.

  2. Nicht zu Studentenparties gehen. Ich habe keine einzige besucht.

  3. Nur lernen und keine Hobbys pflegen

  4. Keine Frauen kennenlernen. Bin heute fast 30 und hatte noch keine Beziehung. Es wird nach dem Berufseinstieg noch schwieriger.

  5. Sehr weit weg von zu Hause ziehen und Freunde/Familie hinter sich lassen.

  6. Bei einer Beratungsklitsche einsteigen und mehr als 60 Std./Woche arbeiten, während man ständig reist und nur im Hotel lebt.

  7. Und dieser ganze Schwachsinn von Networking und Social Skills. Bitte vergesst das einfach.

Am Ende zählen die Dinge, die nach Feierabend passieren und die Menschen, mit denen du diese Zeit verbringst

antworten
WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

1) Ich hätte ins Ausland gehen sollen, habe ich aber nicht - weder im Bachelor noch im Master. Auslandserfahrung habe ich mir dann später über mein Trainee-Programm im Job reingeholt. Da habe ich erst begriffen, was ich zweimal verpasst habe...

2) Ich hätte schon fürs Bachelor von zu Hause ausziehen sollen bzw. in eine fremde Stadt studieren sollen. Indem ich zu Hause geblieben bin und ich aus meinem gewohnten Umfeld nicht ausgestiegen bin, habe ich während des Bachelor-Studiums relativ wenig neue Leute kennengelernt. Zum Glück habe ich das im Master besser gemacht. Noch heute habe ich mit mehr Leuten aus meiner Master-Zeit zu tun, als mit denen, die ich vom Bachelor kenne. Und das obwohl der Bachelor länger dauert als der Master.

antworten
WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

Das klingt ja nach einem blanken Horror so wie du das gemacht hast.

Was man auf jeden Fall nicht machen sollte, ist, die Vorzüge eines Studiums nicht zu genießen. Man kann auch hervorragende Leistungen bringen und trotzdem die ein oder andere Party mitnehmen und generell Student sein.

Mir persönlich waren die Leute während der Uni sehr suspekt, die bereits zu Beginn des Semesters in der Woche regelmäßig um spätestens 22.00 Uhr nach Hause gingen, damit sie sich am nächsten Tag noch vor der ersten Vorlesung, die um 10 Uhr war noch vorher um 8 uhr für ca. 2 std. vorbereiten konnten. Das Engagement aller Ehren wert. Aber trotzdem sehr strange diese Leute. Und da wären wir wieder bei der vom Dax Einkäufer angesprochenen Persönlichkeit.

Lounge Gast schrieb:

Folgende Fehler würde ich nicht wiederholen:

  1. Nicht in eine WG ziehen. Habe während des Studiums bei
    meinen Eltern gelebt und bin gependelt.

  2. Nicht zu Studentenparties gehen. Ich habe keine einzige
    besucht.

  3. Nur lernen und keine Hobbys pflegen

  4. Keine Frauen kennenlernen. Bin heute fast 30 und hatte
    noch keine Beziehung. Es wird nach dem Berufseinstieg noch
    schwieriger.

  5. Sehr weit weg von zu Hause ziehen und Freunde/Familie
    hinter sich lassen.

  6. Bei einer Beratungsklitsche einsteigen und mehr als 60
    Std./Woche arbeiten, während man ständig reist und nur im
    Hotel lebt.

  7. Und dieser ganze Schwachsinn von Networking und Social
    Skills. Bitte vergesst das einfach.

Am Ende zählen die Dinge, die nach Feierabend passieren und
die Menschen, mit denen du diese Zeit verbringst

antworten
WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

Gechilltes, lockeres Studentenleben mit Party und Larifari muss man sich aber auch leisten können. Wenn man aus reichem Elternhaus kommt und eh erben wird und Taschengeld ohne Ende bekommt, ist man eine ganze Ecke entspannter als derjenige für den das Studium quasi ein Kampf auf gesellschaftlichen Leben und Tod ist.

antworten
WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

  1. Unbedingt eins oder mehrere Praktika machen (ich hab mein erstes Praktikum erst 3 Jahre nach Studienabschluss gemacht und hatte dadurch viele Probleme)
  2. WENIGER lernen. Meine Noten waren top, aber es bringt gar nichts und war nie Thema im Vorstellungsgespräch , jetzt sehe ich zusammen mit HR bereits in der 2. Firma massig Bewerbungen und auf die Noten wird 0,00000 geschaut. Ein 2,5 oder 3,0 Schnitt reichen locker, dann hätte man ein viel entspannteres Leben im Studium gehabt.
  3. Mehr sinnvolles, praxisorientiertes lernen, nicht nur den trockenen sinnlosen Stoff für die Prüfungen.
  4. Eine ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit entwickeln, z.B. Vorträge sollte man extrem souverän halten können und bei jeder kritischen Nachfrage geschickt kontern können. Das ist später im Berufsleben extrem wichtig, vor allem wenn man mal aufsteigen will.
antworten
WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

Kommst sehr drauf an, was Du machen willst. Ich hab einen guten, aber nicht sehr guten Abschluss (Wi-Ing Diplom mit 1.7), das fällt mir heute noch manchmal auf die Füße, ob Du es glaubst oder nicht.

Und ich hätte bei der Auswahl meiner Auslandsstation mehr auf das Renommee der Uni geachtet (meine Frau hat einer der Top-US Unis studiert - ist schon erstaunlich, was einem das an Türen öffnet).

Lounge Gast schrieb:

Noten sind egal, hauptsache nicht total schlecht... relevante
Praxiserfahrung ist wichtig

antworten
WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

Gechilltes Studentenleben bedeutet nicht regelmäßig Party zu machen, bis um 14.00 zu schlafen, nach 10 Semestern irgendwie den bachelor mit 3,x zu ende zu bringen und sich zu denken, dass man schlimmsten falls im Unternehmen von Papa unterkommt.

Selbst wenn man gar keine Unterstützung von zuhause bekommt, hat man in der Zwischenzeit soviel Bafög, dass man zumindest seine laufenden Kosten decken kann. In Städten wie München kann es zwar knapp werden, aber die Möglichkeiten nebenbei pro Woche nochmal 8 Std. Zu arbeiten und monatlich zusätzlich ca. 400 eur zu verdienen sind enorm. Man muss zwar ein bisschen mehr machen als Leute, die alles von ihren Eltern bezahlt bekommen, aber trotzdem hat man immer noch so viel Freizeit, die man als solche für seine persönliche entwicklung auch nutzen sollte.

Wenn ich schon lese, das ganze wäre ein kampf ums gesellschaftliche überleben kann ich solche Leute nur bemitleiden. Denn in der Regel rentiert sich diese komplette Aufopferung während des Studiums danach nicht. Bzw. anders ausgedrückt ist diese nicht nötig, um erfolg zu haben. Ich kenne einige, die so an die ganze Sache rangegangen sind. Die charakterliche Entwicklung dieser Leute war schon während des Studiums sehr fraglich. Es entstand eine absolute Missgunst gegenüber Leuten, die ohne ständig von morgens bis abends zu lernen, gleiche Noten schrieben. Mit diesen Leuten vor der Prüfung zusammen lernen war quasi unmöglich, weil sie ihr wissen komplett für sich behalten wollten, den mitstudenten als Gegner ansahen. Über Leichen gehen war schon während des Studiums deren Devise.

Im Berufsleben hatten es die meisten der Uni karrieristen dann total schwer, weil sie erstmal lernen mussten mit anderen zusammen zu arbeiten, ohne stets auf den eigenen Vorteil bedacht zu sein. Bei vielen war es aber zu spät, weil sie ihr denkmuster nicht mehr ablegen konnten und auch während der Arbeit alle Kollegen als Konkurrenten ansahen. Die Folge ist, dass es keine oder kaum Akzeptanz für diese Leute gibt. Das führt bei vielen, die ich kenne zu Frustration und Verbitterung. Die wird sogar dadurch gefördert, dass in den ersten 2 bis 3 Jahren im Berufsleben das Uni leben während der Mittagspausen ein häufiges Thema ist, weil es eben so schon war.

Man muss sich zunächst selbst fragen, WER man sein will. WAS man beruflich wird folgt dann an zweiter Stelle.

Lounge Gast schrieb:

Gechilltes, lockeres Studentenleben mit Party und Larifari
muss man sich aber auch leisten können. Wenn man aus reichem
Elternhaus kommt und eh erben wird und Taschengeld ohne Ende
bekommt, ist man eine ganze Ecke entspannter als derjenige
für den das Studium quasi ein Kampf auf gesellschaftlichen
Leben und Tod ist.

antworten
WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

Nur im HQ eines Unternehmens beginnen, sonst zu wenig Visibility.

antworten
WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

Erinnert mich an Frank Grimes von den simpsons :)

Lounge Gast schrieb:

Gechilltes Studentenleben bedeutet nicht regelmäßig Party zu
machen, bis um 14.00 zu schlafen, nach 10 Semestern irgendwie
den bachelor mit 3,x zu ende zu bringen und sich zu denken,
dass man schlimmsten falls im Unternehmen von Papa unterkommt.

Selbst wenn man gar keine Unterstützung von zuhause bekommt,
hat man in der Zwischenzeit soviel Bafög, dass man zumindest
seine laufenden Kosten decken kann. In Städten wie München
kann es zwar knapp werden, aber die Möglichkeiten nebenbei
pro Woche nochmal 8 Std. Zu arbeiten und monatlich zusätzlich
ca. 400 eur zu verdienen sind enorm. Man muss zwar ein
bisschen mehr machen als Leute, die alles von ihren Eltern
bezahlt bekommen, aber trotzdem hat man immer noch so viel
Freizeit, die man als solche für seine persönliche
entwicklung auch nutzen sollte.

Wenn ich schon lese, das ganze wäre ein kampf ums
gesellschaftliche überleben kann ich solche Leute nur
bemitleiden. Denn in der Regel rentiert sich diese komplette
Aufopferung während des Studiums danach nicht. Bzw. anders
ausgedrückt ist diese nicht nötig, um erfolg zu haben. Ich
kenne einige, die so an die ganze Sache rangegangen sind. Die
charakterliche Entwicklung dieser Leute war schon während des
Studiums sehr fraglich. Es entstand eine absolute Missgunst
gegenüber Leuten, die ohne ständig von morgens bis abends zu
lernen, gleiche Noten schrieben. Mit diesen Leuten vor der
Prüfung zusammen lernen war quasi unmöglich, weil sie ihr
wissen komplett für sich behalten wollten, den mitstudenten
als Gegner ansahen. Über Leichen gehen war schon während des
Studiums deren Devise.

Im Berufsleben hatten es die meisten der Uni karrieristen
dann total schwer, weil sie erstmal lernen mussten mit
anderen zusammen zu arbeiten, ohne stets auf den eigenen
Vorteil bedacht zu sein. Bei vielen war es aber zu spät, weil
sie ihr denkmuster nicht mehr ablegen konnten und auch
während der Arbeit alle Kollegen als Konkurrenten ansahen.
Die Folge ist, dass es keine oder kaum Akzeptanz für diese
Leute gibt. Das führt bei vielen, die ich kenne zu
Frustration und Verbitterung. Die wird sogar dadurch
gefördert, dass in den ersten 2 bis 3 Jahren im Berufsleben
das Uni leben während der Mittagspausen ein häufiges Thema
ist, weil es eben so schon war.

Man muss sich zunächst selbst fragen, WER man sein will. WAS
man beruflich wird folgt dann an zweiter Stelle.

Lounge Gast schrieb:

Gechilltes, lockeres Studentenleben mit Party und Larifari
muss man sich aber auch leisten können. Wenn man aus
reichem
Elternhaus kommt und eh erben wird und Taschengeld ohne
Ende
bekommt, ist man eine ganze Ecke entspannter als derjenige
für den das Studium quasi ein Kampf auf gesellschaftlichen
Leben und Tod ist.

antworten
DAX Einkäufer

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

"Es ging mir auch nicht darum, dass man solche Amtsinhaber kränken soll, sondern einfach ganz normal benehmen. Mir fällt es im Büro jedes Mal aufs Neue auf, wie Leute ihr Körperhaltung, Wortwahl bzw. ihr ganzes Wesen komplett ändern, wenn jemand "Höheres" zu Besuch ist. Das hat nichts mit "anpassen" zu tun, sondern mit Unterwürfigkeit. Ich habe dann einige Male versucht, mit eben solchen Höheren bei passender Gelegenheit (Kantine, auf dem Flur, Getränkeautomat, Parklpatz usw.) ganz normal zu reden. Vermutlich dachten die dann, dass ich mir ihres Ranges nicht bewusst bin, aber ich denke, solche Leute genießen es auch mal, wenn jemand ganz normal mit ihnen redet und nicht nur dieses angepasste, verlogene Arschkriechertum."

Vorsicht mit dieser Einstellung. Hochrangige Führungskräfte haben oft eine ausgeprägte Freund-Feind-Denke, weil sie durch genau diese Einstellung nach oben gekommen sind. "Freunde" sind diejenigen, denen ich vertrauen kann, weil sie mir zuhören und mir folgen. "Feinde" sind diejenigen, denen ich nicht vertrauen kann, weil sie ihr eigenes Ding machen und nicht auf mich hören. Das ganze lässt sich nur nachvollziehen, wenn man die grundlegenden Charakteristika eines Narzissten nachvollziehen kann. Die meisten Menschen in hochrangigen Führungsaufgaben sind Narzissten, denn nur Narzissten haben ausgeprägte Freude daran, für ein paar Euros mehr im Monat im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen und den ganzen Tag Anweisungen zu geben und Untergebene anzuleiten.

Es mag zwar ein supertolles Gefühl sein, einem hochrangigen Kollegen vollkommen cool auf Augenhöhe zu begegnen, aus Sicht des Narzissten kann diese Art des Umgangs trotzdem zwischen den Zeilen eine ungewöhnlich geringe Respektbezeugung vermitteln und Dich damit unbewußt bei den "Feinden" einordnen. Derjenige mag Dich zwar ganz freundlich auf Augenhöhe behandeln, im inneren aber freut er sich überhaupt nicht über den natürlich-lässigen Umgang, sondern ärgert sich darüber, dass sein narzisstisches Bedürfnis nicht erfüllt ist. Nach oben bringt er dann nicht Dich, sondern den unterwürfigen Kollegen neben Dir, der immer schön genickt und "genau!" gerufen hat, wenn der Topmanager eine Weisheit zum besten gegeben hat.

Mein "Karriere"-Tipp ist daher: Sei nicht so ein widerspenstiger Kollege, der im tiefen Inneren eine Abneigung gegen Führungskräfte hat und sich deshalb nicht führen lässt. Einige Deiner Chefs sind Narzissten und die achten sehr genau darauf, ob sie Dir vertrauen können oder nicht. Das heißt nicht, dass Du nicht widersprechen darfst. Aber eindeutig vorgetragene Respektverweigerung merken diese Leute sehr deutlich und dafür bekommst Du irgendwann die entsprechende Quittung.

antworten
WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

Mein Tipp in den Zeiten des Massenabschlusses BWL: So früh wie möglich einen roten Faden in seine Ausrichtung bringen. Einschlägige Schwerpunkte setzen und dazu passende Praktika absolvieren.

Sprunghafte Kandidaten haben bei uns im Sichtungsprozess der Unterlagen immer die schlechteren Karten und bekommen oft gar nicht erst die Gelegenheit sich vorzustellen. Dazu zählen thematisch unterschiedliche Bachelor und Master Abschlüsse, Schwerpunktsetzung anders als Berufserfahrung oder Praktikas.

Dazu gibt es Schwerpunkte, in denen der Berufseinstieg deutlich schwerer ist als in anderen Bereichen. Dazu zählen Marketing und HR (sind auch oft schlechter vergütet). Besser unterkommen kann man nach meiner Erfahrung mit Finanzschwerpunkten, egal ob Steuern, FiBu, Controlling, aber auch im Bereich Einkauf sehe ich immer viele Vakanzen und Juniorstellen.

antworten
WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

  1. nicht nur ein, sondern zwei Praktika in verwandtem Feld machen (Materialwirtschaft und Logistik dazu vllt noch)
  2. Abschlussarbeit (Bachelor sowie Master) UNBEDINGT im Praxisverbund!!
  3. Anderes Bachelorstudium, oder anderen Schwerpunkt im Bachelor. (WInf oder WIng statt WiWi)
  4. Auslandsstudium
  5. Kontakte mit mitstudenten Pflegen, Fachschaft etc.
  6. Unbedigt Universität!
  7. Arbeit in der Universitären Lehre über das Semester
antworten
WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

"...vollkommen cool auf Augenhöhe zu begegnen..."

"Das heißt nicht, dass Du nicht widersprechen darfst. Aber eindeutig vorgetragene Respektverweigerung merken diese Leute sehr deutlich und dafür bekommst Du irgendwann die entsprechende Quittung."

Danke für deine Erklärung, du bringst mal wieder einen Aspekt in meine Denkweise, den ich so bisher nicht bedacht hatte. Hat meinen Horizont erweitert und ich werde in Zukunft mal auf diese Persönlichkeitsmerkmale achten.

Das Wort "Augenhöhe" habe ich absichtlich vermieden, weil es (hierarchisch) schlichtweg nicht zutrifft. Was ich teilweise betreibe ist keinesfalls eine eindeutig vorgetragene Respektverweigerung, im Gegenteil. Wenn ich einen hochrangigen Manager treffe und die Situation es erlaubt (!) suche ich das Gespräch mit ihm. Das ist eine große Respektbekundung, ich könnte auch mit jemand anderem reden oder ihn schlichtweg ignorieren. Und beim Inhalt des Gesprächs achte ich darauf, dass es authentisch bleibt, d.h. positive Aspekte benenne ich genauso wie negative. Beides natürlich vergleichsweise vorsichtig formuliert. Dass ich da ab und an das richtige Maß getroffen habe zeigt mir die Tatsache, dass 2 solcher Manager mich zu einem Teamleiter in ihren Teams machen wollten, u.a. weil ich "auch in einem Raum, in dem mehr als 3 Leute sitzen meine Meinung aussprechen und begründen könne."
Um auf des Thema des TEs zurückzukommen: Genau dies hätte ich mir viel früher zutrauen und umsetzen sollen, nicht erst mit knapp über 30.

antworten
WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

  1. Anderes Bachelorstudium, oder anderen Schwerpunkt im
    Bachelor. (WInf oder WIng statt WiWi)
  2. Auslandsstudium

Punkt 3. finde ich persönlich schwachsinnig als Ansatz. Wer seine Interessen im Bereich wiwi hat, sollte auch klassisch wiwi studieren. Mich interessiert Info bspw. 0,0 und entsprechend würden auch die Noten aussehen. Das gleiche gilt für den ingenieurpart im wing Studium.

Im Ausland zu studieren kann sich nicht jeder leisten. Ist auch nicht zwingend notwendig. Auch heute noch reicht ein Semester im Ausland aus. Ist teuer genug. Aber mit dem entsprechenden finanziellen Background würde ich es auch machen.

antworten
WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

naja, kommt eben auf die Schwerpunktswahl an. Wenn man in Einkauf, Materialwirtschaft, Logistik oder Produktion will, ist man mit WInf oder WIng deutlich besser aufgestellt. Technik sollte jeden interessieren...

AUsland ist heutzutage so einfach wie noch nie, ich selbst hab es getan, und hatte keine sonderlich wohlhabenden Eltern die mich utnerstützt haben. Klar, der ein oder andere Studienkredit war von Nöten, aber es hat sich gelohnt!

achja, mit Auslandsstudium meinte ich Auslandssemester

antworten
WiWi Gast

Re: If only I had known... Karriere-Tipps für Studienanfänger

  1. Feier jede Party zu Ende und genieße das Single-Dasein. Wenn die Arbeit kommt werden die Partys weniger ...

  2. Mache Praktika, Hackathons und Werkstudententätigkeiten, solange du noch kannst. Auch wenn du nur Kaffee kochst, kannst du nachher von der Erfahrung und deinem Wissen prahlen.

  3. Finde dein Place to be, sonst ziehe weiter solange du noch jung bist und kannst.

  4. Baue dir Erfahrungen und Wissen auf, die sonst keiner hat. Dann wirst du in 10 Jahren extrem wertvoll ...

  5. Mache dich selbständig, alles andere ist Bullshit
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