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Studium und WLB

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WiWi Gast

Studium und WLB

Mein Erststudium habe ich - in meinen Augen - versemmelt: ganz passable bis gute Noten, keine berufl. Perspektive, nichts fürs Studium gemacht (Lernen o.ä.). Nun möchte ich (natürlich) bei meinem Zweitstudium alles besser machen und frage mich: wie sinnvoll ist es, während des Studiums die WLB so unausgeglichen wie möglich zugunsten der W zu halten, so dass man die meiste Zeit für Studium/Lernen und ein bisschen für Sport nutzt und relativ wenig bspw. für Partys, Freunde, Kommilitonen, andere Annehmlichkeiten etc. "verschwendet"? Kann dieser 'harte Weg' wirklich zu gute bis sehr gute Noten führen? Lohnt es sich, sich anzustrengen und jeden Tag wirklich stundenlang zu lernen?

Selbstverständlich ist es letztendlich meine Entscheidung, die mitunter auch von der Motivation und der Disziplin abhängt. Zurzeit bezweifle ich nicht, dass ich diesen 'harten' Weg gehen kann, mache mir aber trotzdem hin und wieder Gedanken, wie ich damit umgehen soll, wenn ich zu straucheln beginne und meine Motivation flöten geht.

Wahrscheinlich verstehen manche von euch nicht, wieso ich die Frage bzgl. des Lohnens stelle.
In meinem bisherigen Leben bin ich mit einem unfassbaren Minimalismus sowohl in der Schule als auch in der Uni immer durchgekommen. Auf der einen Seite hat mich dieser faule Minimalismus wirklich abgef**kt, auf der anderen Seite hatte ich das Gefühl, dass es sich nicht lohnen würde davon abzukommen. Es war äußerst bequem und Mitschüler oder Kommilitonen erhielten teilweise dieselben Noten wie ich und teilweise hatte ich sogar weitaus bessere, obwohl ich keinen Finger gekrümmt hatte. In meiner Schullaufbahn bekam ich oft das Gefühl vermittelt, dass es schlecht ist, wenn ich mich wirklich anstrengte. Außerdem fehlte mir allgemein meistens die Motivation mich mehr mit den Dingen auseinanderzusetzen und zu lernen.
Mittlerweile habe ich - wie gesagt - meinen Weg und die Motivation gefunden. Trotzdem denke ich über worst-cases nach und frage mich, ob es wirklich so sinnvoll ist oder ich es mir nur einrede, um - in meinen Augen - etwas zu schaffen.

Wahrscheinlich brauche ich einfach nur die Bestätigung von anderen Menschen, dass mein Vorhaben nicht super komisch ist und dass es da draußen auch andere gibt, die so verfahren.
Bin gelinde gesagt etwas exzentrisch/"anders" und komme damit bisher immer noch nicht sonderlich gut klar.

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MaWi

Studium und WLB

Ich habe einen recht ähnlichen Weg bestritten - erstes Studium verhauen, da es mir auch inhaltlich keinen Spaß gemacht hat und ich zudem super faul war, dann nach 4 Semestern die Reißleine gezogen und sowohl Studiengang als auch Hochschule gewechselt. Ich war auch während meines Abis bereits faul bzw. "minimalistisch", wie du es nennst.

In meinem zweiten Studium habe ich dann Gas gegeben, viel als Werkstudent gearbeitet und meine Noten deutlich verbessert. Dafür haben natürlich auch einige soziale Kontakte gelitten - die freie Zeit reicht dann halt nur noch für die engeren Freunde und Hobbies.

Ich denke auch hier gilt es, wie überall, die Balance zu halten. Du solltest nicht komplett ausgebrannt aus dem Studium kommen, sondern auch eine erlebnisreiche Zeit (Festivals, Urlaube, Kurztrips etc.) gehabt haben. Sowas trägt nämlich, auch wenn das gegen die "High-Performer-Kultur" von WiWiTreff geht, zur Persönlichkeitsentwicklung bei und kann deshalb auch beruflich viel wert sein.

Außerdem solltest du auch überlegen, wo du hinwillst. Um im KMU in der Heimat zu arbeiten brauchst du keinen 1,2er Bachelor - für IB/UB hingegen müssen die Noten (und der Rest) natürlich top sein.
Meine Meinung: Fokussier' dich auf dein Studium als Prio 1, nimm' dir aber auch bewusste Auszeiten - Stichwort ist hier *bewusst* und erleb etwas oder schalte ab. Spontan mit den Jungs in den Urlaub fliegen wird nach dem Studium immer schwieriger, wenn man Urlaub langfristig einreichen muss und man selbst/die Freunde ggf. bereits Familie zuhause haben.

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