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Welches SAP Modul/Thema mit hinblick auf Selbstständigkeit

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WiWi Gast

Welches SAP Modul/Thema mit hinblick auf Selbstständigkeit

Hi zusammen,

mein Traum wäre es jetzt nach meinem UNI Wirtschaftsingenieur in die SAP Beratung ein zu steigen. Da ein paar Jahre mich in neuen Themen "durchackern" um mich dann irgendwann selbständig zu machen.

Wo seht ihr hohes Potenzial - HANA?
Persönlich würde mich HCM interessieren, aber das ist halt nichts neues und gefühlt überlaufen.

Mir ist bewusst, dass ich zu Anfang schon viel Reisen muss und viel Engagement mitbringen werde.

Ist die Vorstellung umsetzbar. Ziel ist es nicht mein leben Lang 4 Tage die Woche im Hotel zu leben. Wohne hier in Stuttgart und es gibt viele SAP Jobs. Kann ich mir dann als spezialisierter Aufträge heraussuchen wo ich nicht mehr so viel Reisen muss und wenn die Überstunden teils faktuieren kann?

Oder ist SAP eher ein Abstellgleis, halbwertszeit eines SAP Beraters liegt bei 15 Jahren hab ich gehört :-/

DANKE!

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WiWi Gast

Re: Welches SAP Modul/Thema mit hinblick auf Selbstständigkeit

Dein Traum wäre SAP - Ich hätte andere Träume :D FiCo/HR geht immer. All das andere ist Kosmetik und Wünsch-Dir-Was. Insb. Konkurrenz durch Salesforce o.ä.

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WiWi Gast

Re: Welches SAP Modul/Thema mit hinblick auf Selbstständigkeit

Okay, also HCM geht schon gut?

Naja der Traum ist es als Freelancer in ein paar Jahren zu arbeiten.
Wo ist es heute schon möglich selbständig zu sein und einen einigermaßen sicheren Markt zu bearbeiten?

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WiWi Gast

Re: Welches SAP Modul/Thema mit hinblick auf Selbstständigkeit

HCM successfactors geht im Moment ganz gut habe ich von Kollegen gehört, ist aber wieder was anderes als das klassische SAP.

Du solltest dir einen Bereich wie MM/SD, FI/CO, BI oder PP/WM/eWM suchen. Gerade PP/eWM ist gerade sehr beliebt. HANA ist auch ein großes Thema, hier gibt es definitiv Bedarf aber es gibt halt noch nicht viele Berater die da viel Erfahrung haben weil das ganze noch neu bzw. nicht so sehr verbreitet ist.

Ich mache nun im vierten Jahr FI/CO und bis ich mir zutraue Freelancer zu werden brauch ich noch einige Jahre. Ich denke minimum 5 Jahre Berufserfahrung und ein Netzwerk sollte man dafür schon haben. Kommt allerdings auch immer drauf an, manch ein Entwickler wird schon nach 1-2 Jahren Freelancer, hier wird aber auch etwas anderes gefordert. Neben dem SAP-Wissen musst du auch Prozess- und Branchenwissen haben.

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WiWi Gast

Re: Welches SAP Modul/Thema mit hinblick auf Selbstständigkeit

5 Jahre? Das ist schon eine Ansage.
Ist 4 Tage im Hotel echt IMMER die Regel?

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WiWi Gast

Re: Welches SAP Modul/Thema mit hinblick auf Selbstständigkeit

Ich kann dir als selbständiger SAP Berater mit 10 Jahren Berufserfahrung den Tipp geben, dich nicht auf ein Trendmodul zu stürzen, sondern eine Mischung aus klassischem Modul und "Trendmodul" anzustreben bzw. dich breiter aufzustellen.

Aus meiner Erfahrung heraus sind die klassischen Module zwar nicht immer so gut dotiert, dafür aber über Jahrzehnte immer wieder gefragt. Ich habe aktuell immer noch Anfragen mit klassischem SAP MM und mache Projekte darin. Mein zweites Standbein ist Stammdatenmanagement. Dort habe ich u.a. MDG gemacht. Aktuell laufen dort sehr viele Implementierungsprojekte mit hohen Sätzen. Erfahrungsgemäß ist aber nach dieser Neuimplementierungswelle bei speziellen Modulen erstmal Schluß.

Bezüglich der Kombinationsthemen solltest du Themen nehmen die nah beieinander liegen, z.B.:

MM-PUR/SRM
PP/APO
Stammdaten ERP, Datenmigration / MDG
SD/GTS
WM/EWM

Die früheren Kombinationen wie MM/SD, FI/CO haben auch ihren Reiz, jedoch würde ich immer aktuell und klassisch mischen für eine optimale Marktabdeckung.

Wenn du dich auf eine bestimmte Region sepzialisieren willst würde ich auch schon mal auf die Branche schauen. Ich bin in der Chemie/Pharma und im GR Frankfurt fast voll ausgelastet. Im GR Stuttgart macht vielleicht ein Fokus auf andere Branchen Sinn. Denn das Modul ist eins, die Branchenausrichtung aber nochmal ganz was anderes. Wenn du nur in einer Region arbeiten willst bist du bezüglich Themen und Tagessatz evtl. eingeschränkt. D.h. du bekommst nicht immer die thematisch interessantesten Projekte zur Zeit wenn du ein Projekt suchst. Das sollte dir als Konsequenz bekannt sein.

Darüber hinaus solltest du dir Gedanken machen eine modulübergreifende Spezialisierung anzustreben, z.B. Projektmanagement, Integrationsmanagement, Testmanagement, Cutovermanagement um dein Portfolio zu perfektionieren.

Ich habe z.B. neben meinen Spezialistenrollen auch immer mal den Teamleiter oder eine Teilprojektleitung übernommen.

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WiWi Gast

Re: Welches SAP Modul/Thema mit hinblick auf Selbstständigkeit

Woaw, danke für die kompetente Auskunft!

Wie sieht die Work/Life Balance aus.
Kann man als selbständiger SAP Berater versuchen lokale Aufträge zu erhalten und auch öfters mal zuhause zu schlafen?
Sind die 60 Stunden die Woche eher die Ausnahme oder die Regel?

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WiWi Gast

Re: Welches SAP Modul/Thema mit hinblick auf Selbstständigkei

Hier nochmal der im vierten Jahr FICO.
@Themenstarter: Vier Tage im Hotel sind häufig, gibt aber auch Projekte am Wohnort bzw Office Standort. Macht auch eher Sinn weil Flüge und Hotels schon viel kosten können. Ich mache zB Freitags Home Office, manch eine Beratung besteht aber darauf dass die Leute sich einen Anzug anziehen und Freitags im Büro sitzen.

5 Jahre deshalb weil du als Freiberufler einfach ein tiefes Wissen mitbringen solltest. Als Analyst oder Consultant in Festanstellung hast du ja Zugriff auf erfahrene Kollegen und deren Wissen, als Freelancer unter Umständen nicht. Da bleibt dir nur das Internet oder Bücher. Es ist auch eher selten dass du 2-3 Jahre intensiv an einem Thema arbeitest, kommt auch vor dass du in verschiedenen Untermodulen mal ein bisschen arbeitest und dann direkt wieder ein anderes Untermodul oder Thema bearbeitest. Dadurch hast du vieles vielleicht mal oberflächlich kennengelernt aber nichts richtig ausführlich gelernt.

@10 Jahre Freelancer: Wie sieht das mit den Stundensätzen aus? Habe immer wieder was von 80-90 all in für Module wie FICO gehört. Wenn man davon noch Flüge und Hotels zahlen muss, wird es knapp, da lohnt es sich bald nicht Freelancer zu werden.

Wie lange gehen deine Projekte so und bist du eher länger als ein Jahr bei einem Kunden? Ich fände es attraktiv pro Jahr 8 Monate bzw 160 Tage zu arbeiten und den Rest des Jahres mit angenehmeren Dingen zu verbringen und von erspartem zu leben. Vorausgesetzt der Tagessatz ermöglicht mir das. Ist sowas realistisch? Könnte mir auch Vorstellen mal für einige Zeit als Freelancer ins Ausland zu gehen wenn die Rahmenbedingungen passen (UAE, Qatar, Singapore, Australien...) Würde mich über einige Infos freuen, im Netz habe ich bislang nicht viel gefunden zu diesen Fragen.

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WiWi Gast

Re: Welches SAP Modul/Thema mit hinblick auf Selbstständigkeit

Hier nochmal der "10-Jährige". :)

Also zur Frage nach der Work-Life-Balance. Üblicherweise sind meine Verträge Vollzeit 40 Stunden und ich fakturiere auf Stundenbasis. Das ist dahingehend komfortabel dass du abhängig vom Projektstress entweder mehr fakturierst und der Kunde vertraglich das Kontigent erweitern muss (= Mehreinnahmen für Mehrarbeit), du entweder nach 40 Stunden den Stift fallen lässt oder aber du gewisse Stunden nicht fakturierst. Das letztere ist für mich keine Option. Es gibt aber auch Verträge am Markt die Tagessätze auf 9-Stunden-Basis anbieten oder einen Tagessatz all inc. wollen. Da kannste dann davon ausgehen dass das analog zu "Vertrauensarbeitszeit" läuft. In der Chemie und Pharma sind solche Verträge aber eher unüblich. In anderen Branchen weiß ich das nicht. 60-Stunden-Wochen können deshalb bei mir nur selten vorkommen, da ich auch 60 faturieren würde. Das würde langfristig dazu führen dass der Kunde entweder nachschießen muss oder du sozusagen deine Überstunden durch Abwesenheit ausgleichen musst. Die Kunden sind aber schon clever und machen oft Kontingente ohne den Urlaub einzubeziehen. So hast du automatisch 15% Spielraum nach oben. Bei mir ist es so dass ich aber aktuell 32 Stunden arbeite (4-Tage-Basis). Die ersten Jahre als Freelancer habe ich aber voll reingehauen um auch Rücklagen zu bilden. Mittlerweile hab ich meine Wohnung abbezahlt und gute Rücklagen und wollte mal testen wie das Leben so ist mit 32 Stunden. Muss man aber schon gute Verhältnisse zu seinen Kunden haben.

Dann zum FICO-ler. Also ich nehme 95-100 Euro pro Stunde all inc. Wobei ich wie geschrieben eigentlich nur Heimschläferprojekte habe und daher als Kosten vorwiegend mein Firmenfahrzeug. Eine Zeit lang (zu Beginn der Freiberuflichkeit) habe ich in München für 95 die Stunde gearbeitet. Da gehen 2000 Euro im Monat ab für Kosten. Das ist jetzt nicht die Welt wenn du 15000 fakturierst aber tut schon weh. Wenn du dann noch schaust dass du viele Risiken trägst und deshalb Rückstellungen brauchst + Altersvorsorge und das ganze Zeug dann klingen die 15 bzw. 13k auch nicht mehr ganz so mega-prall. Vor allem wenn man überlegt dass man in gewisssen spezialisierten Beratungshäusern als Senior-Spezialist durchaus die 100k-Marke knacken kann. Daher sage ich immer: Heimprojekte sind die besten, für den Freelancer und den Kunden. Das bedeutet aber auch dass man zumindest ins Umfeld einer Großstadt ziehen sollte um nicht allzu weit täglich fahren zu müssen.
Meine Projekte gehen unterschiedlich lang. In München könnte ich heute noch sein, wollte dann aber ein Projekt zu Hause. Bei einem anderen Kunden bin ich gerade wieder. Dort war ich ein 3/4-Jahr, dann kurz woanders und jetzt wieder 9 Monate da. Großprojekte sind Langläufer (allerdings bist du damit auch weniger flexibel, da ist nix mit einfach mal 2 Monate frei), es gibt aber auch durchaus Angebote mit Kontingent 10 Tage. Wenn man es gern abwechsungsreich mag bzw. einen neuen potentiellen Kunden akquirieren macht das vielleicht Sinn. Akquise ist allerdings aufwändig, daher strebe ich Engagements 6 Monate+ an.

Als Selbständiger bist du relativ frei. Deine Vorstellungen von 8 Monate arbeiten und 4 Monate frei sind also realisierbar. Man muss halt immer schauen wie. Zum einen müsstest du ein Projekt finden dass genau 8 Monate läuft. Landest du auf einem wo der Kunde schwer verliebt in dich ist hast die vielleicht erstmal 5 Jahre Vollauslastung da. Da ist nix mit abhauen und 4 Monate frei. Außer du willst nicht wieder kommen. Du musst da etwas flexibler sein. Ein guter Zeitpunkt mal durchzuschnaufen ist zwischen Projekten. So 2 Monate könntest du auch noch mit Neukunden-Akquise begründen. Alles andere könnte bei einem Kunden zu Fragen führen. Wobei du als Freelancer bis auf wenige Abhängigkeiten (wie den Anforderungen des Kunden wenn du unter Vertrag stehst) relativ frei bist. Und umso besser du bist und umso mehr deine Kunden dich brauchen desto mehr Freiheiten hast du auch. Wie gesagt arbeite ich aktuell 4 Tage und habe davon sogar noch einen Tag Homeoffice. Und mich fragt der Kunde ob ich noch bleiben möchte. Du siehst also dass wenn du was anbietest was gebraucht wird und du ganz gut darin bist gewisse Privilegien da sind die viele Angestellte nicht haben.
Zum Thema Ausland: das ist auf Großprojekten öfter gegeben, z.B. bei Roll-outs. Ich hatte aber auch schon Angebote über ausländische Vermittler für Israel, Niederlande, Schweiz etc. Gerade hatte ich ein Angebot 50% DE, 50% Israel. Für jemanden der gerne reist sicherlich attraktiv.

Ein bekannter Freelancer war auf Airlines spezialisiert. Das würde ja perfekt zu den Ländern passen.

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WiWi Gast

Re: Welches SAP Modul/Thema mit hinblick auf Selbstständigkeit

Bin auch kurz vor Ende des Studiums und interessiere mich für einen Einstieg in die SAP-Welt, jedoch ist es ohne Erfahrung und detailliertes Hintergrundwissen für mich sehr schwierig in diesem Themenkomplex durchzusteigen.

Hintergrund: Interessiere mich für Traineeprogramme, weiß aber nicht für welche Spezialisierung ich mich entscheiden soll. HANA, "klassische Module", ABAP, Fiori, BI/BW, CRM, HCM...

  • Macht es noch Sinn, jetzt in ein "klassisches" SAP ERP 6.0 Modul wie FI/CO einzusteigen? Bzw. nutzt einem das "klassische" Modulwissen in S4/HANA noch was oder ist das völlig anders? Hintergrund: SAP ERP 6.0 Support-Ende 2025!?

  • Macht es Sinn, sich auf ABAP / Fiori zu spezialisieren? Oder zeigt der Trend hier zum Offshoring nach Indien?

  • Wäre CRM / C4C eine Idee, oder läuft hier SalesForce SAP den Rang ab?

Möchte wenn möglich vermeiden, dass ich mich direkt zum Einstieg auf einen absteigenden Ast spezialisiere.

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WiWi Gast

Re: Welches SAP Modul/Thema mit hinblick auf Selbstständigkeit

Lege dir das Prozesswissen zu einem Modul deiner Wahl zu, also verstehe den Geschäftsprozess der hinter einem FI, SD, CO, ... steht, denn dieses Wissen bleibt bestehen, auch wenn der technische Unterbau sich verändert. Module wie BW oder reine Technologiethemen wie Fiori eignen sich dafür jedoch nur eingeschränkt.

Deshalb lieber Geschäftsprozesse bis Customizing verstehen, als jetzt der abap oder html König in irgendeinem Modul sein.

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WiWi Gast

Re: Welches SAP Modul/Thema mit Hinblick auf Selbstständigkeit

Ich habe früher Steuererklärungen für MINT-Freelancer gemacht (über eine Agentur, die diese vermittelt hat). Das waren keine SAP-Consulatants, aber irgendwas im technischen Bereich (Ingenieure). Die Stundensätze waren selten 80 Euro oder mehr und wenn man die Kosten für doppelte Haushaltsführung und die Sozialversicherung vom Honorar abzieht, blieb gar nicht so viel übrig. Das war dann vom Verdienst her unterer BWLer-Bereich.

Mein Eindruck war auch, dass die meisten dieser Freelancer im Anschluss an den Auftrag keine Folgeaufträge erhielten. Ich hatte teilweise noch Kontakt zu denen (wegen der Steuer) und viele sind dann in eine Festanstellung gewechselt. Manche haben aber länger gar keine Arbeit mehr gefunden, was für sie bitter war.

Wen man berücksichtigt, dass man evtl. nach einem Auftrag viele Monate ohne Einnahmen dasitzt, waren die Angebote dieser Agentur in Wirklichkeit voll die Abzocke. Mein Eindruck ist daher, dass man diese Idee mit der 1-Mann-Freelancer-Sache total vergessen kann, wenn man auf Geld angewiesen ist. Das können sich nur Leute leisten, die eben wirklich schon das Haus abbezahlt haben und wo der Partner zusätzlich Geld verdient (fast immer in Festanstellung). Aber solche Leute könnten auch gleich nur einen Halbtagsjob in Festanstellung machen, hätten weniger Stress und finanziell würde mind. das gleiche herauskommen.

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WiWi Gast

Re: Welches SAP Modul/Thema mit Hinblick auf Selbstständigkeit

Wir sprechen hier aber von SAP Beratung. Das MINT CAD gibt es bei Dienstleistern schon für 40? die Stunde..

SAP FiCo wird keiner unter 80-109? den Finger krumm machen..

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WiWi Gast

Re: Welches SAP Modul/Thema mit hinblick auf Selbstständigkeit

Zur Frage nach den technischen Spezialisierungen für Einsteiger: wenn jemand die Zukunft voraussagen könnte, könnte er dir auch deine Fragen beantworten. Sprich: man kann spekulieren, abschätzen aber nichts garantieren. Als Anfänger würde ich mich auch mehr darauf fokussieren, was dich konkret interessiert. Mit den paar Schlagwörtern, die du da raugehauen hast deckst du bereits ein riesiges Feld an Themen ab die nur ganz gering etwas miteinander zu tun haben. Da würde ich mir erstmal klar werden was hinter den Begriffen steht und was dich thematisch davon ansprich.

Der Markt wird sich immer an die Nachfrage anpassen. Es ist als Angestellter nicht dein Problem, ob die dich jemand mit HANA in 10 Jahren noch verkauft bekommt oder noch Projekte da sind. Es wird aber evtl. Projekte mit Bezug dazu geben. Der Hinweis auf Prozess-know-how ist ja schon gegeben worden, d.h. wenn du den Prozess kennst ist das erstmal unabhängig von der Technologie wichtig. Bei neuen Technologien ist es oft so dass niemand die Skills hat (vielleicht bis auf die SAP) und alle Beratungen versuchen in neuen Technologien Leute zu etablieren. Das sind dann oftmal Leute die Vorgängertechnologien implementiert haben und daher schon 80% Know-how mitbringen. Das Customizing im SAP mit konkretem Technologiebezug ist in den meisten Modulen sowieso vielleicht 5-10% deiner Tätigkeit.

Bei mir ist es so, dass ich die neuen Technologien oftmals automatisch mtbekomme, weil ich beim Kunden nun mal Projekte mache aber eben nicht nur Projekte bei denen ich 100% technologisch schon gemacht habe. Ins MDG z.B. bin ich gekommen indem ich vorher schon viel im Stammdatenbereich gemacht hatte. Ins GBT bin ich gekommen weil ich ein ähnliches Projekt schon mal gemacht habe bevor die SAP ein Standardprodukt dazu entwickelt hat. Andere Möglichkeiten bei Neukundenakquise ist über einen reduzierten Stundensatz reinzukommen. Bzgl. 2025 Support-Ende für ECC: mach dir keine Sorgen. Zum einen prophezeihe ich heute schon dass die SAP den Support verlängern wird (bzw. muss). Die HANA-Projekte werden weltweit deutlich länger dauern. Viele Kunden eiern noch auf 5.0 rum, kenne sogar einen mit 4.6C. Die haben Sondervereinbarungen mit der SAP bzgl. Support. Daran würde ich mich nicht halten.

Bzgl. ABAP: das ist tatsächlich ein Thema von dem ich dir konkret abraten würde. Deutsche Programmierer in ABAP sind weitgehend ein Auslaufmodell. Der Trend geht klar zum Offshoring. Selbst wenn man Projekte bekommt ist man sehr eingeschränkt und die Raten (und somit Gehälter) sind enorm unter Druck. Nicht nur aus Indien, sondern auch aus Rumänien, Polen, etc. Auch im Beratungssektor ist der klassische Spezialist bzw. Modulguru kaum noch gefragt. Da geht der Trend vom klassischen Berater hin zum Berater/Projektmanager. Es wird also vermehrt auf Detailkenntnisse verzichtet und es werden sogenannte Softskills gefragt bzw. die Fähigkeit Kunden, Projekte und Teams zu steuern. So machen viele deutsche Programmierer mittlerweile nur noch Teamleads oder Development-Koordinatoren.

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WiWi Gast

Re: Welches SAP Modul/Thema mit hinblick auf Selbstständigkeit

Ich kann euch allen nur davon abraten. Die Nachfrage sinkt und es ist auch kaum jemand mehr bereit, deutsche Saläre zu zahlen.

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WiWi Gast

Re: Welches SAP Modul/Thema mit hinblick auf Selbstständigkeit

Und worauf basiert deine Aussage bezüglich der Nachfrage und der Saläre ?

Bezüglich der Nachfrage bin ich seit einigen Jahren als Freelancer in SAP aktiv und kann mich über die Projektlage nur positiv äußern. Dazu kommen Berichte wie vor kurzem von Hays die 2016 wieder auf dem Niveau von vor 2007 sehen. Die letzten Ergebnisse zeigen auch Top-Entwicklungen am Freelancer-Markt, z.B. hier:

http://www.computerwoche.de/a/freiberuflermarkt-waechst-ungebrochen,3226350

Bezüglich der Stundensätze kommt es stark auf den Bereich an. Die Stundensätze sind seit Jahren stabil bis steigend in fast allen Bereich. Dazu muss man sagen dass im SAP-Bereich die Raten sowieso recht teuer im Vergleich zu anderen IT-Bereich sind.

Ich kann also deine Aussage sowohl aus eigener Erfahrung der Praxis von mir und auch Kollegen als auch von der aktuellen Marktsituation von Vermittlern analysiert 0,0% nachvollziehen. Auch der Ausblick sieht alles andere als düster aus.

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WiWi Gast

Re: Welches SAP Modul/Thema mit hinblick auf Selbstständigkeit

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WiWi Gast

Re: Welches SAP Modul/Thema mit hinblick auf Selbstständigkeit

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WiWi Gast

Re: Welches SAP Modul/Thema mit hinblick auf Selbstständigkeit

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WiWi Gast

Re: Welches SAP Modul/Thema mit hinblick auf Selbstständigkeit

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WiWi Gast

Re: Welches SAP Modul/Thema mit hinblick auf Selbstständigkeit

WiWi Gast schrieb am 25.08.2021:

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Auf Freelancer Börsen gehen, dort SAP in der Suche eintippen und dann analysieren, welches Modul am häufigsten gefragt ist.

Von der Bezahlung her:

  • Häufig verwendete Module -> mehr Projektaufträge, geringere Stundensätze, da mehr Konkurrenz

  • Nischenmoduel -> wenig Projektaufträge, höhere Stundensätze

Sucht es euch aus. Viel Glück!

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WiWi Gast

Re: Welches SAP Modul/Thema mit hinblick auf Selbstständigkeit

Kann jemand über GTS berichten? Stundensätze?

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WiWi Gast

Re: Welches SAP Modul/Thema mit hinblick auf Selbstständigkeit

Denke SAP CO-PA etc könnte gut laufen. Der Markt scheint leer gefegt.

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WiWi Gast

Re: Welches SAP Modul/Thema mit hinblick auf Selbstständigkeit

WiWi Gast schrieb am 10.09.2021:

Denke SAP CO-PA etc könnte gut laufen. Der Markt scheint leer gefegt.

Das stimmt, aber leider verschlechtern sich die (politischen) Rahmenbedingungen für Freelancer, Stichwort Scheinselbstständigkeit. Es gibt bereits einige große Unternehmen, die keine Freelancer aus diesem Grund beauftragen wollen.

Die einzigen sind dann noch Consulting-Unternehmen, wobei auch da der Trend zur ANÜ geht, aber selbst wenn sie Freelancer nehmen, muss der Freelancer dann einen geringeren Stundensatz akzeptieren, weil die Marge mit mehr Unternehmen teilen muss (Consulting-Unternehmen und Vermittler).

Als ANÜ steht man im Prinzip schlechter da, wie als Festangestellter. Die guten Zeiten als Freelancer sind (leider) vorbei, Dank der dt. Politik.

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