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Schwächen des Businessplans

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TCW

Schwächen des Businessplans

Hallo zusammen,

Ich überlege schon seit einiger Zeit, mich Selbstständig zu machen. Ich habe auch damit angefangen, einen Businessplan zu schreiben. Allerdings habe ich einige Bücher gelesen, in denen der Businessplan als ein Dokument beschrieben wird, dass einem Gründer selber nicht wirklich weiterhilft und nur dazu da ist Fördermittel zu bekommen. Ist das tatsächlich so?

Sicherlich gibt es hier und da Probleme mit einem Businessplan, denn sonst würden ja nicht so viele Unternehmen in den ersten Jahren scheitern. Ich wurde aber aus den Büchern nicht schlau woran das genau liegt? Liegt es an falscher Planung? Vielleicht zu optimistisch? Halten sich viele einfach nicht an den Plan?

Liegt es vielleicht auch an dem Instrument "Businessplan". Schließlich gibt es ja durchaus formale Erwartungen und die sind möglicherweise nicht auf jede Unternehmensidee anwendbar.

Ich habe auch gelesen, dass es Alternativen zum Businessplan gibt, die in der Praxis besser sein sollen. Von einem einfachen "Man ergänzt den Businessplan um verschiedene Notfallpläne mit Eskalationsstufen" bis hin zu den Instrumenten "Business Model
Canvas", "Design Thinking", "Bricolage" und "Blue Ocean Strategy". Jedenfalls weiß ich jetzt nicht, ob das wirklich gut ist und ich bin ein wenig verunsichert.

Eventuell hat hier ja jemand Erfahrung mit diesen Instrumenten gemacht oder kann sagen, inwiefern der Businessplan eine Hilfe bei der Unternehmensgründung war.

Vielen Dank.

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WiWi Gast

Schwächen des Businessplans

Als ich mich vor etwa 5 Jahren selbstständig gemacht habe, wollte ich zunächst auch auf einen Businessplan verzichten. Ich dachte mir, dass ich den sowieso nicht brauche, weil ich das Geschäft mit meinem Ersparten aufgebaut habe. Die Umsätze waren gut und ich hatte eigentlich auch immer viel Geld in der Kasse. Da dachte ich, alles sei in Ordnung, bis irgendwann ein Kunde Probleme gemacht hat. Ich möchte nicht zu sehr ins Detail gehen, aber ich hatte plötzlich ein übervolles Lager und nicht mehr ganz so viel Geld in der Kasse.

Um das Unternehmen zu sanieren brauchte ich einen Kredit von der Bank und dafür brauchte ich einen Businessplan. Ich bin mir sicher, dass dies der genaueste Businessplan der Welt ist, was die Prognosen angeht, denn ich hatte ja vorher bereits Umsätze und Zahlen. Jedenfalls habe ich da festgestellt, dass es da noch einige andere Probleme mit meinem Geschäft gab. Das kann man aber nicht wissen, wenn man sich blauäugig in so ein Abenteuer begibt. Man muss also vorher schon planen.

Mein Geschäft ist mittlerweile wieder auf einem guten Weg.

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WiWi Gast

Schwächen des Businessplans

WiWi Gast schrieb am 17.02.2020:

Mein Geschäft ist mittlerweile wieder auf einem guten Weg.

Dank dem Businessplan?

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WiWi Gast

Schwächen des Businessplans

Das das sind alles hochgerade individuelle Dinge. Wenn du in einem Bereich gründen willst, unter dem man sich etwas verstellen kann bzw. der bereits etabliert ist, nehmen wir bspw. einen Foodtruck oder eine App die irgendwas tolles für den Retail macht, dann bietet es sich definitiv an. Denn der Markt ist abgrenzbar, das potenzial abschätzbar, der finanzielle Bedarf und das Risiko ebenso. Ergo benötigst du einen Businessplan, weil du dann deinen individuellen Vorteil gegenüber Mittwettbewerbern herausarbeiten kannst und so die Schwächen deines Unternehmens besser aufdeckst. So wie der Vorposter oben.
Das selbe gilt, wenn du Ingenieur bist und - ganz profan - eine Maschine entwickelst, die bei gleichen Kosten einen höheren Output liefert. Oder eine Software, die irgendwas besser macht, als der Status Quo.

Wenn du hingegen tatsächlich Neuland betrittst und es überhaupt nicht klar ist, wie groß das Marktpotenzial wird, dann wird es schwieriger. In diesem Fall musst du gezwungenermaßen deine Idee Schritt für Schritt nach den Anforderungen der Kunden ausbauen und daraus dann versuchen zu skalieren. Da dies dann aber sehr stark von den belangen der Kunden abhängig ist, funktionieren ein Businessplan nicht.

Das Wichtigste ist aber, dass Unternehmen nie in der Theorie entstehen, sondern immer in der Praxis. ;-)

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WiWi Gast

Schwächen des Businessplans

Sicherlich gibt es hier und da Probleme mit einem Businessplan, denn sonst würden ja nicht so viele Unternehmen in den ersten Jahren scheitern.

Hatten all diese gescheiterten Firmen denn einen Businessplan? Oder sind sie gescheitert, weil sie keinen (guten) hatten und Risiken zu spät/nicht erkannt haben?

Ein Businessplan sollte in erster Linie für den Gründer sein, seine Geschäftsidee zu strukturieren und auf Chancen und Risiken zu untersuchen. Je genauer diese Analyse umso besser kann er einschätzen, wie seine Erfolgschancen sind. Erst danach sollte ein Businessplan helfen, Investoren zu überzeugen.

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WiWi Gast

Schwächen des Businessplans

Sehr theoretisch. Am Ende entscheidet der Markt und dein Marktverhalten. Völlig egal, ob du einen BP hast oder ob er gut ist oder nicht.

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WiWi Gast

Schwächen des Businessplans

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WiWi Gast

Schwächen des Businessplans

Also ich fand das Business Model Canvas sehr schön. Es gibt nur einen Zettel und auf dem steht alles drauf, was man braucht. Leider hat die Bank auf einen klassischen Businessplan bestanden und deshalb musste ich mir dann doch diese zusätzliche Arbeit machen.

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WiWi Gast

Schwächen des Businessplans

Design Thinking kenne ich nur aus dem Software Bereich. Andererseits kann ich mir schon vorstellen, dass man eine Idee immer wieder an den Kunden anpasst, bevor man tatsächlich ein Geschäft eröffnet hat bestimmt Vorteile. Das ist für mich aber kein Planen und ich denke, es ist keine gute Alternative zu einem Businessplan. Es fehlt halt einfach eine Orientierung, ein ist/Soll vergleich.

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WiWi Gast

Schwächen des Businessplans

WiWi Gast schrieb am 17.02.2020:

Mein Geschäft ist mittlerweile wieder auf einem guten Weg.

Dank dem Businessplan?

Eher wegen des Bankkredits und kleinen Anpassungen am Vertriebskonzept. Letztendlich bin ich da aber nur dank des Plans darangekommen.

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WiWi Gast

Schwächen des Businessplans

Vor einigen Jahren wollte unser Geschäftsführer einen weiteren Geschäftsbereich aufzubauen. Wir Abteilungsleiter haben dann so ein Meeting gehabt, bei dem wir ein Business Model Canvas auf einem Flipchart hatten und sollten das mit Post-its ausfüllen. Am ende haben wir dann die Ideen, die da drauf Stand noch mal diskutiert und haben den komplett ausgefüllt. Später wurde noch mal eine genauere Finanzplanung erstellt.

Die Idee war damals Wärmepumpen und dazu gehören Systeme für die Hausbeheizung und Kühlung zu entwickeln, die in China herstellen zu lassen und dann hier zu vertreiben. Der Plan war auch sehr gut. Es hat sich nur in der Praxis gezeigt, dass die Wärmepumpen aus China nicht der Qualität entsprachen, die wir haben wollten.

Daran hatte natürlich beim Planen keiner gedacht. Letztendlich mussten wir den Lieferanten wechseln und damit sind die Pumpen etwas teurer geworden.

An sich fand ich das Business Model Canvas sehr gut, weil man ein bisschen kreativ sein kann und schnell zu einem Ergebnis kommt. Letztendlich macht man hier aber nichts anderes als bei einem Businessplan. Man ist nur sehr viel schneller.

Leider haben diese Methoden alle das Problem, dass sie nur Pläne sind und damit immer versuchen die Zukunft vorherzusagen. Eventuell wäre es gut, wenn man bestimmte Alternativen hat. Wenn Variante A nicht funktioniert, dann macht man Variante B und so weiter. Bei uns haben wir das ja letztendlich so gemacht. Vielleicht wäre es aber sinnvoll, das bereits vorher mit zu bedenken.

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