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Soziale Netzwerke als Karrierebremse

Soziale Netzwerke taugen aus Sicht vieler deutscher Fach- und Führungskräfte nur bedingt für Karrierezwecke. Das ist das Ergebnis des StepStone-Bewerbungsreports 2009 für den 4.446 Menschen befragt wurden.

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Soziale Netzwerke als Karrierebremse
Düsseldorf, 27.08.2009 (ots) - Soziale Netzwerke taugen aus Sicht vieler deutscher Fach- und Führungskräfte nur bedingt für Karrierezwecke. Das ist das Ergebnis des StepStone-Bewerbungsreport 2009 für den 4.446 Menschen befragt wurden. Demnach verzichten 21,9 Prozent der Teilnehmer aus Karrieregründen komplett auf eine Mitgliedschaft in Netzwerken wie xing, Facebook oder LinkedIn. Weitere 35,7 Prozent achten penibel darauf, in diesen Communities nicht zu viel von sich preis zu geben, um in einer späteren Bewerbungsphase keine Nachteile zu haben. Erst kürzlich hatte eine Studie der Bundesregierung ergeben, dass 28 Prozent der Unternehmen bei der Auswahl von Bewerbern gezielt das Internet zur Recherche und dabei in erster Linie soziale Netzwerke heranziehen. Die StepStone-Umfrage beleuchtet nun die Einstellung der Kandidaten.

»Unsere Ergebnisse zeigen: Viele Kandidaten haben erkannt, dass soziale Netzwerke nicht unbedingt als Karrieretreiber dienen. Daher schränken sie deren Nutzung erheblich ein, wenn es darum geht, den nächsten Karriereschritt zu machen. Zielführender ist der Eintrag in Lebenslaufdatenbanken auf Online-Jobbörsen wie auf Stepstone. Hier werden nur jobrelevante Daten von Personalern abgerufen und ausgewertet,« so Frank Hensgens, Vorstand der StepStone Deutschland AG.

Viele Internetuser nutzen soziale Netzwerke, um private Kontakte zu halten. Dazu gehört das private Partyfoto genauso wie der Erlebnisbericht vom letzten Badeurlaub. Da viele Netzwerkprofile auch von eigentlich Unbeteiligten eingesehen werden können, sind Personaler in der Lage auf solche Inhalte zuzugreifen - nicht immer ein Vorteil für Kandidaten, die nicht auf die entsprechenden Inhalte achten. Bei Stepstone haben derzeit mehr als 236.000 Kandidaten ihren Lebenslauf hinterlegt, um selbst von Unternehmen auf einen möglichen Jobwechsel hin kontaktiert zu werden.  

Leser-Kommentare

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WiWi Gast

Soziale Netzwerke als Karrierebremse

Eine Studie von StepStone hat also ergeben - ich interpretiere da mal etwas hinein - dass man selbst viel besser sei als die Konkurrenz - na bravo!

Zum Thema Fotos und Foreneinträge: Die sind privat. Wenn die Firmen meinen, sie müssten schnüffeln (weil die Personaler wahrscheinlich noch nie Partys gefeiert haben o. ä.), bitteschön. Dann wäre ich doch aber froh, von so einer Firma gar nicht erst eingeladen zu werden. Und man könnte die Bundesregierung auch so verstehen: Seien Sie vorsichtig, wenn Sie im Internet frei Ihre Meinung äußern.

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