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SteuerangelegenheitenVerlustvortrag

Berufseinstieg verschieben, da Verlustvortrag sonst "verschwendet"

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WiWi Gast

Berufseinstieg verschieben, da Verlustvortrag sonst "verschwendet"

Hallo zusammen,

da ich dieses Jahr mein SIP erfolgreich abgeschlossen habe und mich in Gesprächen bezüglich eines Einstiegs in 09/2021 befinde, wollte ich fragen, wie ich am Besten mit dem Thema Verlustvortrag umgehen sollte. Ich werde aufgrund meines kostenpflichtigen Masters rund 25k Verlustvortag aufbauen bis 2021, d.h., wenn ich 09/21 einsteigen sollte mit 6k pro Monat, dann habe ich meinen Verlustvortrag bei einem ohnehin relativ geringen Steuersatz verschwendet.

Sollte ich demnach meinen Einstieg nach hinten verlagern, um noch mehr vom Verlustvortrag zu profitieren? Gibt es andere Lösungsmöglichkeiten?

Besten Dank an Euch!

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WiWi Gast

Berufseinstieg verschieben, da Verlustvortrag sonst "verschwendet"

Rechne dir eben aus was der Unterschied nach allem wäre, wie lange du jeweils gearbeitet hast und was für dich jeweils einen größeren Nutzen hat. Gut Feeling: lohnt sich nicht. Abgerissene Arbeitszeit ist ja gerade in den ersten Jahren nicht unbedingt reiner Disnutzen. Du "verschwendest" auch die niedrig (bzw mit deduction überhaupt nicht) besteuerten ersten Einkommenseuros für das Jahr 2021 wenn du wartest.

Überschlag: In 2021 bekommst du für 3 Monate mit Deduction Netto 18k raus. Dei 25k Deduction könnte der Einfachheit halber als obere Schranke bei Höchststeuersatz maximal 25k*45%=11.25k wert sein. Dein Call ob dir 3 Monate arbeiten für wenigstens 18k-11.25k = 6.75k = 2.25k/Monat Netto es wert sind.

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WiWi Gast

Berufseinstieg verschieben, da Verlustvortrag sonst "verschwendet"

Kannst den VV nicht einfach 2022 verwenden?

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WiWi Gast

Berufseinstieg verschieben, da Verlustvortrag sonst "verschwendet"

WiWi Gast schrieb am 26.08.2020:

Kannst den VV nicht einfach 2022 verwenden?

Warum meldet man sich ohne jede Ahnung zu Steuerangelegenheiten mit sowas zu Wort? Nein, man kann sich natürlich nicht aussuchen, in welchem Jahr man den Verlustvortrag verwendet. Das sollte einem doch schon mit grundlegenstem Wissen zu Steuern klar sein.

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WiWi Gast

Berufseinstieg verschieben, da Verlustvortrag sonst "verschwendet"

WiWi Gast schrieb am 26.08.2020:

Rechne dir eben aus was der Unterschied nach allem wäre, wie lange du jeweils gearbeitet hast und was für dich jeweils einen größeren Nutzen hat. Gut Feeling: lohnt sich nicht. Abgerissene Arbeitszeit ist ja gerade in den ersten Jahren nicht unbedingt reiner Disnutzen. Du "verschwendest" auch die niedrig (bzw mit deduction überhaupt nicht) besteuerten ersten Einkommenseuros für das Jahr 2021 wenn du wartest.

Überschlag: In 2021 bekommst du für 3 Monate mit Deduction Netto 18k raus. Dei 25k Deduction könnte der Einfachheit halber als obere Schranke bei Höchststeuersatz maximal 25k*45%=11.25k wert sein. Dein Call ob dir 3 Monate arbeiten für wenigstens 18k-11.25k = 6.75k = 2.25k/Monat Netto es wert sind.

18k netto für 3 Monate? Den (Einstiegs-)job will ich sehen ;-)

Sagen wir mal du verdienst 70k p.a. Das sind monatlich ca. 5833 € brutto bzw. 3200€ netto. Also ca. 12.800€ netto, die du in 4 Monaten (Sept-Dez) verdienen könntest. Das entspricht ca. 23.300€ brutto. Das würde deinen Verlustvortrag fast komplett vernichten. Wenn du den Verlustvortrag im nächsten Jahr (ab Januar) verwenden würdest, wäre er bei einem Einkommen von 70k ca. 9.500€ wert.

Würdest du eher anfangen, hättest du sozusagen immer noch ein Plus von 3.300€ (+ Rest vom Verlustvortrag) + weitere Benefits wie Einzahlungen in die Rentenkasse, Arbeitserfahrung, etc. - zusätzlich würde ich noch mögliche Beförderungszyklen im Auge behalten.

Zu beachten gilt auch, dass du natürlich mit dem neuen Job auch zusätzliche Kosten generierst, die du entsprechend in der Steuererklärung angeben kannst. Stichworte die mir hier sofort einfallen wären Fahrtkosten, doppelter Wohnsitz, Umzug. Ggf. könntest du so auch schon im November anfangen und deine Kosten in dem Einstiegsjahr entsprechend nach oben drücken.

Ich persönlich würde die 4 Monate zum Reisen nutzen und mich auf die Steuererstattung freuen :-) schau auch mal, ob du die 25k nicht noch weiter nach oben pushen kannst (Heimfahrten, Verpflegungspauschalen im Ausland, Gegenstände wie Laptop, Aktentasche usw.)

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