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Entfernungspauschale bei Homeoffice

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WiWi Gast

Entfernungspauschale bei Homeoffice

Hallo zusammen,

mich würde mal interessieren, wie ihr bei der Steuererklärung 2020 das Thema Homeoffice wegen Corona bzgl. des Ansetzens der Entfernungspauschale behandeln wollt.
Ehrlich, normalerweise mache ich im Jahr vielleicht 5 Tage Homeoffice und die gebe als ganz normale Arbeitstage an. Ich vermute in 2020 werden es bei mir mind. 60 Tage werden. Mal abgesehen davon, dass das natürlich mehr sind als die paar wenigen die Jahre vorher, denkt ihr, das Thema wird in der Steuererklärung dann auch besonders geprüft? Es ist ja klar, dass in 2020 viele zuhause waren, zumindest bei typischen Bürojobs würde ich als Finanzbeamter da schon mal nachfragen, wenn da 220 Tage drinstehen.

Was korrekt wäre ist mir klar, finde es aber trotzdem interessant, dieses Thema zu diskutieren.

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WiWi Gast

Entfernungspauschale bei Homeoffice

Ist doch klar, was will man da groß Fragen?

Option 1) erheblich sein -alles klar

Option 2) z.b. 220 Tage angeben
Case 2.1 Finanzamt sagt nichts -alles klar
Case 2.2. Finanzamt frägt nach und will z.b. eine Bescheinigung deines Arbeitgebers wie viele Tage im Jahr du vor Ort gearbeitet hast
Case 2.2.1 deinem Chef/HR ist alles egal und sie stellen dir ne Bescheinigung für 220 Tage aus - alles klar
Case 2.2.2. sie tun es nicht. Dann kannst du ja ausrechnen (in Abhängigkeit deiner Entfernung) um wie viele euro du versucht hast Steuerbetrug zu begehen und ein Anwalt kann dir sicher Erfahrungswerte dazu geben, was die Konsequenzen sind.

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WiWi Gast

Entfernungspauschale bei Homeoffice

WiWi Gast schrieb am 16.04.2020:

Case 2.2.2. sie tun es nicht. Dann kannst du ja ausrechnen (in Abhängigkeit deiner Entfernung) um wie viele euro du versucht hast Steuerbetrug zu begehen und ein Anwalt kann dir sicher Erfahrungswerte dazu geben, was die Konsequenzen sind.

Der war gut. Die Konsequenzen sind maximal, dass das Finanzamt statt der 220 Tage nur bspw. 160 anerkennt und die Rückzahlung entsprechend geringer ausfällt. Darüber hinaus hast du nichts zu befürchten.

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WiWi Gast

Entfernungspauschale bei Homeoffice

WiWi Gast schrieb am 16.04.2020:

Case 2.2.2. sie tun es nicht. Dann kannst du ja ausrechnen (in Abhängigkeit deiner Entfernung) um wie viele euro du versucht hast Steuerbetrug zu begehen und ein Anwalt kann dir sicher Erfahrungswerte dazu geben, was die Konsequenzen sind.

Die Frage an der Stelle wäre, wie gut man sich da rausreden kann. Wenn jemand z.B. gewohnt ist, einfach die Zahl aus dem Zeiterfassungssystem des Arbeitgebers zu übernehmen, dann kann schon mal vergessen werden, ist dann schließlich fast ein Jahr her.
Ob dann ein "sorry, ich hab verpennt, dass ich ja vor einem Jahr coronabedingt eine Zeit lang zuhause war" durchgeht und man dann einfach nachliefern kann?

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know-it-all

Entfernungspauschale bei Homeoffice

WiWi Gast schrieb am 16.04.2020:

Hallo zusammen,

mich würde mal interessieren, wie ihr bei der Steuererklärung 2020 das Thema Homeoffice wegen Corona bzgl. des Ansetzens der Entfernungspauschale behandeln wollt.

Werbungskosten in der Steuererklärung sind dafür da, das zu versteuernde Einkommen um tatsächliche Kosten, die im Zusammenhang mit der Erwerbstätigkeit entstanden sind, zu reduzieren. Insofern sollte man da IMHO ehrlich sein und nur solche Kosten ansetzen, die man - sofern vom Finanzamt angefordert - auch nachweisen kann.

Wenn du also dieses Jahr 60 Tage Home Office machst, dann freue dich doch viel mehr, dass dir an diesen Tagen keine reale Kosten für die Fahrt zur Arbeit entstehen. Das bringt netto mehr als die Steuerrückerstattung 0,35 €/Entfernungskilometer Pendlerpauschale (neuer Satz ab 2020) für Tage, an denen du tatsächlich zur Arbeit gefahren bist.
Denn legt man diesen Satz auf die gefahrenen Kilometer um (--> 0,175 €/km) dann erhält man je nach individuellen Steuersatz höchstens ~44% (mit SolZ) als Steuerrückzahlung = ~7,8 ct/km.
Dieser Betrag reicht so gerade eben um bei einem recht sparsamen Auto die Spritkosten zu bezahlen ohne jeglichen Deckungsbeitrag für weitere Kosten (Versicherung, Wartung, Wertverlust). Wie immer in der Steuer: Kostenvermeidung bringt mehr als die steuerliche Anrechnung entstandener Kosten.

Bei tatsächlich entstandenen und auch nachweisbaren Kosten, kann man natürlich kreativer sein (bspw. privat erworbener Computer angesetzt mit 100% dienstlicher Nutzung usw.) :-)

Ich habe übrigens meinen Steuerbescheid für 2019 schon erhalten - nur ca. 2 Wochen nach Abgabe der Steuererklärung. Ich habe es das erste Mal ausschließlich digital abgegeben, d.h. ohne Belege, ohne Anschreiben und mit Elster-Zertifikat unterschrieben.
Das war ein Tipp einer Bekannten (Steuerberater), dass diese Steuererklärungen eine gute Chance haben, durch die automatisierte Steuerprüfung zu laufen, ohne, dass da jemals ein Beamter noch drauf schaut.
Wenn man dann keine besonderen Risikokriterien erfüllt (u.a. keine erheblich abweichenden Werbungskosten im Vergl. mit Vorjahren etc.), dann ist die Chance auf automatisierte Prüfung und Anerkennung recht hoch. Bei mir gab es in diesem Jahr auch keine Beanstandungen - alles vom Finanzamt anerkannt.

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WiWi Gast

Entfernungspauschale bei Homeoffice

mal dazu ne andere frage. hab 2018 noch bei eltern gewohnt und der weg zur arbeit war 25 km. dann 2019 eigene wohnung und der weg zur arbeit sind nur noch 7 km. ich möchte gerne trotzdem noch 25 km strecke angeben (von eltern aus der weg). fällt das auf? die wissen ja nicht dass ich umgezogen bin, habe nichts umgemeldet, zuhause kann ja noch mein 1. wohnsitz sein?

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WiWi Gast

Entfernungspauschale bei Homeoffice

WiWi Gast schrieb am 16.04.2020:

mal dazu ne andere frage. hab 2018 noch bei eltern gewohnt und der weg zur arbeit war 25 km. dann 2019 eigene wohnung und der weg zur arbeit sind nur noch 7 km. ich möchte gerne trotzdem noch 25 km strecke angeben (von eltern aus der weg). fällt das auf? die wissen ja nicht dass ich umgezogen bin, habe nichts umgemeldet, zuhause kann ja noch mein 1. wohnsitz sein?

Das frage ich mich auch, ob das geht

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WiWi Gast

Entfernungspauschale bei Homeoffice

WiWi Gast schrieb am 16.04.2020:

mal dazu ne andere frage. hab 2018 noch bei eltern gewohnt und der weg zur arbeit war 25 km. dann 2019 eigene wohnung und der weg zur arbeit sind nur noch 7 km. ich möchte gerne trotzdem noch 25 km strecke angeben (von eltern aus der weg). fällt das auf? die wissen ja nicht dass ich umgezogen bin, habe nichts umgemeldet, zuhause kann ja noch mein 1. wohnsitz sein?

Du hast eine Pflicht dich umzumelden.

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WiWi Gast

Entfernungspauschale bei Homeoffice

WiWi Gast schrieb am 26.08.2020:

mal dazu ne andere frage. hab 2018 noch bei eltern gewohnt und der weg zur arbeit war 25 km. dann 2019 eigene wohnung und der weg zur arbeit sind nur noch 7 km. ich möchte gerne trotzdem noch 25 km strecke angeben (von eltern aus der weg). fällt das auf? die wissen ja nicht dass ich umgezogen bin, habe nichts umgemeldet, zuhause kann ja noch mein 1. wohnsitz sein?

Du hast eine Pflicht dich umzumelden.

Es besteht die Pflicht zur Anmeldung der Wohnung. Tust du es nicht, ist das eine Ordnungswidrigkeit.

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