DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
SteuerangelegenheitenSabbatical

Abgeltungssteuer Kapitalerträge 25% oder nach persönlichem Steuersatz

Autor
Beitrag
WiWi Gast

Abgeltungssteuer Kapitalerträge 25% oder nach persönlichem Steuersatz

Aktuell gibt es ja Pläne, nach der Wahl die pauschale 25% Abgeltungssteuer abzuschaffen und wieder nach persönlichem Steuersatz zu berechnen. Für viele Gutverdiener in Stkl. 1 erst einmal ein Nachteil.
Wäre es nach eurer Einschätzung aber dann möglich, sein Aktiendepot während eines Sabbaticals aufzulösen um so einen sehr niedrigen Steuersatz wirksam zu machen?

antworten
WiWi Gast

Abgeltungssteuer Kapitalerträge 25% oder nach persönlichem Steuersatz

Klar wieso nicht.

Würde generell aber Kauf/Verkauf Entscheidungen grundsätzlich von Steuer entkoppeln da man sonst evtl noch mehr Verlust macht. Also z.B. unterbewertete Aktien die du hast nicht wegen 20% Steuerersparnis verkaufen obwohl die im nächsten Jahr gute Chancen haben noch 50% zu steigen.

antworten
WiWi Gast

Abgeltungssteuer Kapitalerträge 25% oder nach persönlichem Steuersatz

WiWi Gast schrieb am 06.09.2021:

Aktuell gibt es ja Pläne, nach der Wahl die pauschale 25% Abgeltungssteuer abzuschaffen und wieder nach persönlichem Steuersatz zu berechnen. Für viele Gutverdiener in Stkl. 1 erst einmal ein Nachteil.
Wäre es nach eurer Einschätzung aber dann möglich, sein Aktiendepot während eines Sabbaticals aufzulösen um so einen sehr niedrigen Steuersatz wirksam zu machen?

Das funktioniert jetzt schon nach § 32 d IV EStG hat man jetzt schon ein Veranlagungswahlrecht, durch welches man den pers. ESt Satz für Kapitalerträge statt den Abgeltungssteuersatz verwenden kann. Deshalb ist auch die von den politischen Parteien angebrachte Begründung, dass die Besteuerung mit dem ESt-Satz (wie von Dir beschrieben) Geringverdiener besser stellen würde schlichtweg falsch, da eine solche Besteuerung derzeit schon möglich ist.

Keine Steuerberatung!

antworten
WiWi Gast

Abgeltungssteuer Kapitalerträge 25% oder nach persönlichem Steuersatz

kann mir nicht vorstellen, dass das verfassungsrechtlich einfach so i.O. ist. dann müsste schon eine extrem umfangreiche reform her. ansonsten hast du auf dividenden eine belastung von 75%. erst 30% im unternehmen und dann nochmal 50% bei der ausschüttung. das wäre jenseits von gut und böse.

antworten
WiWi Gast

Abgeltungssteuer Kapitalerträge 25% oder nach persönlichem Steuersatz

WiWi Gast schrieb am 12.11.2021:

kann mir nicht vorstellen, dass das verfassungsrechtlich einfach so i.O. ist. dann müsste schon eine extrem umfangreiche reform her. ansonsten hast du auf dividenden eine belastung von 75%. erst 30% im unternehmen und dann nochmal 50% bei der ausschüttung. das wäre jenseits von gut und böse.

warum sollte das Verdassungsrechtlich nicht i.O. sein - es wäre ziemlich dämlich es zu tun, aber das hat die dt. Politik noch nie von was abgehalten

antworten
Ceterum censeo

Abgeltungssteuer Kapitalerträge 25% oder nach persönlichem Steuersatz

WiWi Gast schrieb am 12.11.2021:

kann mir nicht vorstellen, dass das verfassungsrechtlich einfach so i.O. ist. dann müsste schon eine extrem umfangreiche reform her. ansonsten hast du auf dividenden eine belastung von 75%. erst 30% im unternehmen und dann nochmal 50% bei der ausschüttung. das wäre jenseits von gut und böse.

Verfassungsrechtlich ohne weiteres möglich, war es doch die Rechtslage bis Ende 2008. In diesen Fällen (Gewinnausschüttung & Co.) würde dann doch das - hier offensichtlich nicht bekannte - Teileinkünfteverfahren greifen (wie derzeit auch bereits in bestimmten Fällen und/oder auf Antrag).

Weiterhin krankt deine Betrachtung leider an der simplen Addition der beispielhaften Steuersätze; eine seriöse Betrachtung würde hier ein korrektes "durchrechnen" erfordern.
Liebe Grüße

antworten
know-it-all

Abgeltungssteuer Kapitalerträge 25% oder nach persönlichem Steuersatz

Ceterum censeo schrieb am 12.11.2021:

Verfassungsrechtlich ohne weiteres möglich, war es doch die Rechtslage bis Ende 2008. In diesen Fällen (Gewinnausschüttung & Co.) würde dann doch das - hier offensichtlich nicht bekannte - Teileinkünfteverfahren greifen (wie derzeit auch bereits in bestimmten Fällen und/oder auf Antrag).

Weiterhin krankt deine Betrachtung leider an der simplen Addition der beispielhaften Steuersätze; eine seriöse Betrachtung würde hier ein korrektes "durchrechnen" erfordern.
Liebe Grüße

Rein sachlich betrachtet, hat das derzeitige Verfahren der Abgeltungssteuer durchaus seinen Reiz, da in den meisten Fällen durch den Steuerabzug bei der Bank das Thema durch ist, und man keine Steuererklärung benötigt, um die endgültige Steuerschuld zu bemessen.
Eine Besteuerung mit dem individuellen Steuersatz würde vermutlich dazu führen, dass bei der Auszahlung von Kapitalerträgen zunächst 42% Steuer (=Spitzensteuersatz) einbehalten würden - Steuerzahler mit einem gerineren Steuersatz müssten sich also die zu viel entrichtete Steuer immer umständlich und bürokratisch über die Steuererklärung erstatten lassen.

Ob nun ein pauschaler Steuersatz auf Kapitaleinkünfte von 25% "gerecht" ist, darüber kann man sich lange streiten. Meinetwegen kann man den Steuersatz auch erhöhen. Um eine Mehrbelastung der Kleinsparer und "Mittelschicht" zu verhindern, wäre es aber nett, wenn dann die Freibeträge deutlich nach oben angepasst würden, und, noch besser, die Freibeträge auch jährlich inflationsangepasst würden. :-)

antworten

Artikel zu Sabbatical

57 Prozent der Berufstätigen könnten sich berufliche Auszeit vorstellen

Für viele Menschen hat eine flexiblere Ausgestaltung der Lebensarbeitszeit eine große Bedeutung. Laut einer repräsentativen FORSA-Umfrage im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung wünschen sich 57 Prozent aller Befragten die Möglichkeit, berufliche Auszeiten nehmen zu können.

Soli-Ende: Es geht auch ohne Solidaritätszuschlag

Kommentar zum Solidaritätszuschlag vom INSM-Geschäftsführer Hubertus Pellengahr

Der Finanzausschuss des Deutschen Bundestags debattiert am 27. Juni 2018 über die Zukunft des Solidaritätszuschlags. Im Zentrum steht dabei die Frage, ob der „Soli“, wie von der Bundesregierung geplant, auch nach 2020 weiter erhoben werden darf und ob die geplante Beibehaltung ab 2021 für Jahreseinkommen über 61.000 Euro verfassungskonform ist.

Bitcoin-Gewinne: Nach Höhenflug droht Ärger mit Finanzamt

Zwei Bitcoin-Münzen auf einer beleuteten Computer-Tastatur.

Für viele Anleger in Kryptowährungen wie den Bitcoin oder Ethereum sprudelten im vergangenen Jahr die Gewinne. Wer die Bitcoin-Gewinne aus dem Jahr 2017 bei der Einkommensteuer nicht ordnungsgemäß versteuert, dem droht Ärger mit dem Finanzamt. Erst nach einer Haltedauer von einem Jahr unterliegen Gewinne aus dem Handel mit Kryptowährungen nicht mehr der Steuerpflicht. Gewinne aus dem Bitcoin-Mining sind ebenfalls steuerpflichtig,

Berufseinstieg: Von Anfang an Steuern sparen

Kreise-Schriftzug "STEUERN SPAREN" auf einer schwarzen Tafel.

Berufsanfänger haben viele Möglichkeiten, von Anfang an Steuern zu sparen. Zusammen mit steuertipps.de hilft WiWi-TReFF, dass möglichst viel vom hart verdienten Geld in den eigenen Taschen bleibt.

Auslandsreisekosten 2017: Neue Spesensätze & Pauschalen für Auslandsdienstreisen

Ab 2017 gelten neue Spesensätze und Pauschalbeträge für Dienstreisen ins Ausland. Das Bundesfinanzministerium hat dazu die Regeln für die steuerliche Behandlung von Reisekosten und Reisekostenvergütungen bei betrieblich und beruflich veranlassten Auslandsreisen veröffentlicht.

Steuererklärung: Wie Studenten die Kosten im Studium absetzen

Steuererklärung: Das Bild zeigt ein Gebäude mit der Aufschrift Universität, einen Studierenden und ein Formular für die Steuererklärung.

Auf Studierende zukommen im Studium etliche Kosten zu. Von der Miete für die Studentenwohnung bis hin zu Ausgaben für die Fachliteratur oder den Computer. Können Studentinnen und Studenten ihre Aufwendungen steuerlich absetzen? Lohnt es sich für Studierende, eine Steuererklärung einzureichen?

Broschüre »Steuern von A bis Z«

Screenshot vom Cover der Broschüre "Einkommensteuer und Lohnsteuer" vom Bundesministerium der Finanzen (BMF).

Die neue Broschüre »Steuern von A bis Z« des Bundesministeriums der Finanzen von 2017 gibt einen Überblick der verschiedenen Steuerarten in Deutschland und erläutert, was besteuert wird und wer welche Steuern zahlt.

Guthabenkarte vom Chef: Mehr Netto vom Bruttogehalt

Steuertipps: Prepaid-Guthabenkarten vom Arbeitgeber

Eine Win-win-Situation für Arbeitgeber und Arbeitnehmer: Immer mehr Unter-nehmen überreichen ihren Mitarbeitern Prepaid-Guthabenkarten. Auf diese zahlt der Chef einen Betrag ein, der die sogenannte Freigrenze für Sachbezüge in Höhe von monatlich 44 Euro nicht übersteigt. Der Vorteil: Das Geld, über das der Arbeitnehmer dank seiner Karte frei verfügen kann, ist steuer- und abgabenfrei. Doch wie funktioniert das Modell und was ist dabei zu beachten?

IHK-Merkblatt „Steuerfreier Ersatz von Reisekosten“

Ein Schild für die Business und First Class im Flughafen Münster/Osnabrück.

Das Online-Merkblatt „Steuerfreier Ersatz von Reisekosten“ der Industrie- und Handelskammer (IHK) Stuttgart liefert einen kompakten Überblick über die Reisekosten, die der Arbeitgeber steuerfrei absetzen kann.

BMF-Broschüre: Einkommensteuer und Lohnsteuer

Screenshot vom Cover der Broschüre "Einkommensteuer und Lohnsteuer" vom Bundesministerium der Finanzen (BMF).

Die Broschüre »Einkommensteuer und Lohnsteuer« vom Bundesministerium der Finanzen ist ein praktisches Nachschlagewerk, das umfassende Informationen zur Einkommensteuer und zur Lohnsteuer bereithält. Im Oktober 2017 wurde die Broschüre »Einkommensteuer und Lohnsteuer« aktualisiert und neu aufgelegt.

Finanzstarke Zukunft: Steuern sparen 2018

Auf Geldscheinen und einem Zettel zur Einkommenssteuererklärung liegen Würfel, die die Worte: Gehälter und Marketing ergeben.

Auch im Jahr 2017 wurde in Deutschland wieder der eine oder andere Steuersünder „enttarnt“, der sich auf nicht ganz legale Weise einen Vorteil gegenüber dem Fiskus verschafft hat. Das muss aber nicht sein, denn in der Praxis lassen sich Steuern im Jahr 2018 an vielen Stellen einsparen. Wie das genau geht und was dabei zu beachten ist, zeigt der folgende Artikel. Die gute Nachricht vorweg: Auf unzähligen Papierkram kann getrost verzichtet werden.

Bundesfinanzhof: Kosten für Erststudium steuerlich absetzbar

Anwalt, Recht un Gesetz - Das  Paragrafenzeichen einer Schreibmaschine ist angeschlagen.

Berufstätige können die Kosten für ein Erststudium steuerlich absetzen, falls bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Dies hat der Bundesfinanzhof (BFH) jetzt mit einem neuen Urteil entschieden.

Steuer- und Abgabenbelastung 2014 in Deutschland, Österreich und Schweiz stabil

Formular vom Finanzamt zur Einkommensteuererklärung.

Der Anteil von Steuern und Abgaben an den Gesamtarbeitskosten ist in Deutschland 2014 im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben. Das Einkommen eines unverheirateten Angestellten ohne Kind wurde durchschnittlich mit 49,3 Prozent belastet, das waren 0,09 Prozentpunkte mehr als 2013. Dies geht aus der OECD-Studie “Taxing Wages 2015” hervor, die den Steuerkeil für acht Familienkonstellationen modellhaft berechnet.

Auslandssemester oder Auslandsstudium: Wie und was kann ich von der Steuer absetzen?

Auslandsstudium von der Steuer absetzen: Big Ben und Buckingham Palace an der Themse in London.

Auslandserfahrung gilt nach wie vor als ein Schlüssel für späteren beruflichen Erfolg. Gerade in den Wirtschafts- und IT-Studienfächern setzen Studenten deshalb auf Auslandssemester. Ein kleiner Teil geht dabei noch einen Schritt weiter – und studiert komplett im Ausland. Aufgrund der Bedeutung, welche der Auslandserfahrung in Wirtschaftskreisen immer wieder beigemessen wird, zieht es von den mehr als 2,8 Millionen Studenten in Deutschland jedes Jahr knapp 140.000 ins Ausland. So viele Auslandsstudenten sind es doch am Ende gar nicht. Wer dieses Argument aus dem Hut zieht, darf zwei Punkte nicht vergessen.

Studienkosten: Wie Eltern von Studenten Steuern sparen

Steuererklärung: Das Bild zeigt Eltern die ihr Kind beim Studium finanziell unterstützen.

Ein Studium ist teuer. Viele Studierenden können die Kosten für ein Studium nicht aus eigener Kraft bestreiten. Daher müssen oft die Eltern das Studium finanzieren – ein Einsatz, den der Fiskus würdigt. So können Eltern, die ihren Kindern das Studium finanzieren, meist Steuern sparen. Wie das funktioniert und was dabei zu beachten ist, erklärt der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V. (VLH).

Antworten auf Abgeltungssteuer Kapitalerträge 25% oder nach persönlichem Steuersatz

Als WiWi Gast oder Login

Forenfunktionen

Kommentare 7 Beiträge

Diskussionen zu Sabbatical

Weitere Themen aus Steuerangelegenheiten