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Doppelte Haushaltsführung

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WiWi Gast

Doppelte Haushaltsführung

Guten Morgen!

Hat jemand Erfahrungen damit gemacht, zum Berufseinstieg eine doppelte Haushaltsführung geltend zu machen?

Welche Nachweise habt ihr konkret erbringen müssen?

Danke!

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WiWi Gast

Doppelte Haushaltsführung

Mache ich seit Jahren. Als Nachweis war hier primär der Mietvertrag einzureichen. Man muss halt aufpassen, wo man melderechtlich seinen Hauptwohnsitz hat und dass der Zweitwohnsitz weit genug von diesem entfernt ist (Richtung Arbeitsplatz).

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WiWi Gast

Doppelte Haushaltsführung

Problem ist, ich würde am Hauptwohnsitz noch bei meinen Eltern wohnen.

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WiWi Gast

Doppelte Haushaltsführung

Hier wird es etwas kompliziert:
Wenn du noch sehr jung bist (vermute ich mal, da "Berufseinstieg), dann sagt das FA ggf., du unterhältst keinen eigenen Hausstand am Wohnsitz deiner Eltern. Hierfür wäre z. B. eine angemessene Beteiligung an den Kosten etc. notwendig. Wenn du aber einfach weiter bei Mami+Papi im Kinderzimmer wohnen bleibst, dann ist meist Essig mit doppelter Haushaltsführung.

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WiWi Gast

Doppelte Haushaltsführung

War bei mir ebenfalls so. Wenn man allerdings die rechtlichen Rahmenbedingungen beachtet, bekommt man Sie schon durch. Ich habe die Steuererklärung problemlos anerkannt bekommen. Ich musste einen Nachweis für die Kostenbeteiligung im elterlichen Haushalt erbringen (Überweisung der monatlichen Kostenbeteiligung) und nachweisen, dass ich meinen Lebensmittelpunkt am Heimatort habe, was jedoch durch Sportverein und anderes soziales Engagement möglich war. Hauptwohnsitz habe ich im übrigen am Beschäftigungsort.

WiWi Gast schrieb am 02.08.2018:

Hier wird es etwas kompliziert:
Wenn du noch sehr jung bist (vermute ich mal, da "Berufseinstieg), dann sagt das FA ggf., du unterhältst keinen eigenen Hausstand am Wohnsitz deiner Eltern. Hierfür wäre z. B. eine angemessene Beteiligung an den Kosten etc. notwendig. Wenn du aber einfach weiter bei Mami+Papi im Kinderzimmer wohnen bleibst, dann ist meist Essig mit doppelter Haushaltsführung.

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WiWi Gast

Doppelte Haushaltsführung

WiWi Gast schrieb am 02.08.2018:

War bei mir ebenfalls so. Wenn man allerdings die rechtlichen Rahmenbedingungen beachtet, bekommt man Sie schon durch. Ich habe die Steuererklärung problemlos anerkannt bekommen. Ich musste einen Nachweis für die Kostenbeteiligung im elterlichen Haushalt erbringen (Überweisung der monatlichen Kostenbeteiligung) und nachweisen, dass ich meinen Lebensmittelpunkt am Heimatort habe, was jedoch durch Sportverein und anderes soziales Engagement möglich war. Hauptwohnsitz habe ich im übrigen am Beschäftigungsort.

Wie sah deine Wohnsituation bei deinen Eltern aus und bei welchen Kosten hast du dich wie hoch beteiligt?

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WiWi Gast

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WiWi Gast

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WiWi Gast

Doppelte Haushaltsführung

Ich bewohne das Dachgeschoss bei meinen Eltern, habe mit meinen Geschwistern ein eigenes Bad, jedoch keine eigene Küche. Beteiligt habe ich mich mit 160 EUR im Monat. Vewendungszweck: Nebenkosten und Haushaltsführung

Wie die Wohnsituation ist, ist allerdings mittlerweile nicht mehr relvant. Wichtig ist nur, dass man sich mit 10% beteiligt, auch an den Lebensmitteln...

Erstellen lassen habe ich die Erklärung über doppeltehaushaltsfuehrung.com. Nicht ganz billig, jedoch wurde auf alle Argumente des Finanzamtes bereits von vornherein eingegangen.

WiWi Gast schrieb am 02.08.2018:

WiWi Gast schrieb am 02.08.2018:

War bei mir ebenfalls so. Wenn man allerdings die rechtlichen Rahmenbedingungen beachtet, bekommt man Sie schon durch. Ich habe die Steuererklärung problemlos anerkannt bekommen. Ich musste einen Nachweis für die Kostenbeteiligung im elterlichen Haushalt erbringen (Überweisung der monatlichen Kostenbeteiligung) und nachweisen, dass ich meinen Lebensmittelpunkt am Heimatort habe, was jedoch durch Sportverein und anderes soziales Engagement möglich war. Hauptwohnsitz habe ich im übrigen am Beschäftigungsort.

Wie sah deine Wohnsituation bei deinen Eltern aus und bei welchen Kosten hast du dich wie hoch beteiligt?

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WiWi Gast

Doppelte Haushaltsführung

WiWi Gast schrieb am 09.08.2018:

Ich bewohne das Dachgeschoss bei meinen Eltern, habe mit meinen Geschwistern ein eigenes Bad, jedoch keine eigene Küche. Beteiligt habe ich mich mit 160 EUR im Monat. Vewendungszweck: Nebenkosten und Haushaltsführung

Wie die Wohnsituation ist, ist allerdings mittlerweile nicht mehr relvant. Wichtig ist nur, dass man sich mit 10% beteiligt, auch an den Lebensmitteln...

Jetzt muss ich doch mal mit dem Halbwissen hier aufräumen: Die Wohnsituation ist sehr wohl relevant. Es handelt sich hier um ein zwingendes Tatbestandsmerkmal der DOPPELTEN Haushaltsführung. Wie der Name sagt, benötigt der TE 2(!) Wohnungen iSd dt. Steuerrechts, eine am Beschäftigungsort und eine am "Wohnort".
Eine eigene Wohnung setzt grundsätzlich eine gewisse räumliche Abtrennung sowie das Vorhandensein sanitärer Anlagen und einer Kochmöglichkeit voraus. Allerdings gibt es hier Ausnahmen, z. B. bei Mitbenutzung von Bad/Küche mit anderen Familienmitgliedern. Es kommt jedoch stets auf die Umstände des Einzelfalls an, dass FA darf daher hier Entscheidungen im Rahmen seines pflichtgemäßen Ermessens treffen (anerkennen oder nicht).

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WiWi Gast

Doppelte Haushaltsführung

Man kann jedoch auch mit seinen Eltern in einer WG wohnen. Es ist dann ausreichend, wenn man sein Kinderzimmer bewohnt und sich an den Kosten beteiligt und den gemeinsamen Haushalt mitbestimmen kann. Du sprichst von der alten Rechtslage...

VG ein Steuerberater

WiWi Gast schrieb am 09.08.2018:

WiWi Gast schrieb am 09.08.2018:

Ich bewohne das Dachgeschoss bei meinen Eltern, habe mit meinen Geschwistern ein eigenes Bad, jedoch keine eigene Küche. Beteiligt habe ich mich mit 160 EUR im Monat. Vewendungszweck: Nebenkosten und Haushaltsführung

Wie die Wohnsituation ist, ist allerdings mittlerweile nicht mehr relvant. Wichtig ist nur, dass man sich mit 10% beteiligt, auch an den Lebensmitteln...

Jetzt muss ich doch mal mit dem Halbwissen hier aufräumen: Die Wohnsituation ist sehr wohl relevant. Es handelt sich hier um ein zwingendes Tatbestandsmerkmal der DOPPELTEN Haushaltsführung. Wie der Name sagt, benötigt der TE 2(!) Wohnungen iSd dt. Steuerrechts, eine am Beschäftigungsort und eine am "Wohnort".
Eine eigene Wohnung setzt grundsätzlich eine gewisse räumliche Abtrennung sowie das Vorhandensein sanitärer Anlagen und einer Kochmöglichkeit voraus. Allerdings gibt es hier Ausnahmen, z. B. bei Mitbenutzung von Bad/Küche mit anderen Familienmitgliedern. Es kommt jedoch stets auf die Umstände des Einzelfalls an, dass FA darf daher hier Entscheidungen im Rahmen seines pflichtgemäßen Ermessens treffen (anerkennen oder nicht).

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WiWi Gast

Doppelte Haushaltsführung

WiWi Gast schrieb am 09.08.2018:

Man kann jedoch auch mit seinen Eltern in einer WG wohnen. Es ist dann ausreichend, wenn man sein Kinderzimmer bewohnt und sich an den Kosten beteiligt und den gemeinsamen Haushalt mitbestimmen kann. Du sprichst von der alten Rechtslage...

VG ein Steuerberater

Beinahe. Es KANN ausreichend sein. Es kommt hier immer auf die Umstände des Lebenssachverhaltes an. Mit ist die Rechtsprechung in diesem Falle wohl geläufig, jedoch wäre es vermessen, hieraus eine allgemeingültige steuerliche Empfehlung abzuleiten. Ich zitiere dir gerne das Urteil:

Weiter sind aber auch die persönlichen Lebensumstände, Alter und Personenstand des Steuerpflichtigen zu berücksichtigen. So wird regelmäßig ein junger Steuerpflichtiger, der nach Schulabschluss gerade eine Ausbildung begonnen hat, noch eher in den Haushalt seiner Eltern eingegliedert sein, wenn er im Haus der Eltern wohnt, selbst wenn er dort auch eigene Räume zur Verfügung hat. Hatte der Steuerpflichtige dagegen schon - etwa im Rahmen einer gefestigten Beziehung oder Ehe - andernorts einen eigenen Hausstand geführt, ist es regelmäßig nicht fernliegend, dass er einen solchen auch dann weiter unterhalten und fortführen wird, wenn er diesen aufgibt und wieder eine Wohnung im Haus seiner Eltern bezieht oder gar den elterlichen Haushalt über- und seine Eltern wegen Krankheit oder Pflegebedürftigkeit in den vormals elterlichen, nunmehr eigenen Haushalt aufnimmt.

Liebe Grüße
ein Steuerberater (u. A.)

antworten
WiWi Gast

Doppelte Haushaltsführung

Ich kenne das Urteil auch. Ist aus dem Jahr 2013, oder?
--> alte Rechtslage!

Neue Rechtslage: Nachweis durch Übernahme von 10% der Kosten!

VG ein Steuerberater

WiWi Gast schrieb am 09.08.2018:

WiWi Gast schrieb am 09.08.2018:

Man kann jedoch auch mit seinen Eltern in einer WG wohnen. Es ist dann ausreichend, wenn man sein Kinderzimmer bewohnt und sich an den Kosten beteiligt und den gemeinsamen Haushalt mitbestimmen kann. Du sprichst von der alten Rechtslage...

VG ein Steuerberater

Beinahe. Es KANN ausreichend sein. Es kommt hier immer auf die Umstände des Lebenssachverhaltes an. Mit ist die Rechtsprechung in diesem Falle wohl geläufig, jedoch wäre es vermessen, hieraus eine allgemeingültige steuerliche Empfehlung abzuleiten. Ich zitiere dir gerne das Urteil:

Weiter sind aber auch die persönlichen Lebensumstände, Alter und Personenstand des Steuerpflichtigen zu berücksichtigen. So wird regelmäßig ein junger Steuerpflichtiger, der nach Schulabschluss gerade eine Ausbildung begonnen hat, noch eher in den Haushalt seiner Eltern eingegliedert sein, wenn er im Haus der Eltern wohnt, selbst wenn er dort auch eigene Räume zur Verfügung hat. Hatte der Steuerpflichtige dagegen schon - etwa im Rahmen einer gefestigten Beziehung oder Ehe - andernorts einen eigenen Hausstand geführt, ist es regelmäßig nicht fernliegend, dass er einen solchen auch dann weiter unterhalten und fortführen wird, wenn er diesen aufgibt und wieder eine Wohnung im Haus seiner Eltern bezieht oder gar den elterlichen Haushalt über- und seine Eltern wegen Krankheit oder Pflegebedürftigkeit in den vormals elterlichen, nunmehr eigenen Haushalt aufnimmt.

Liebe Grüße
ein Steuerberater (u. A.)

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WiWi Gast

Doppelte Haushaltsführung

Und das geht dann auch mit dem Zweitwohnsitz im Elternhaus?

WiWi Gast schrieb am 02.08.2018:

War bei mir ebenfalls so. Wenn man allerdings die rechtlichen Rahmenbedingungen beachtet, bekommt man Sie schon durch. Ich habe die Steuererklärung problemlos anerkannt bekommen. Ich musste einen Nachweis für die Kostenbeteiligung im elterlichen Haushalt erbringen (Überweisung der monatlichen Kostenbeteiligung) und nachweisen, dass ich meinen Lebensmittelpunkt am Heimatort habe, was jedoch durch Sportverein und anderes soziales Engagement möglich war. Hauptwohnsitz habe ich im übrigen am Beschäftigungsort.

WiWi Gast schrieb am 02.08.2018:

Hier wird es etwas kompliziert:
Wenn du noch sehr jung bist (vermute ich mal, da "Berufseinstieg), dann sagt das FA ggf., du unterhältst keinen eigenen Hausstand am Wohnsitz deiner Eltern. Hierfür wäre z. B. eine angemessene Beteiligung an den Kosten etc. notwendig. Wenn du aber einfach weiter bei Mami+Papi im Kinderzimmer wohnen bleibst, dann ist meist Essig mit doppelter Haushaltsführung.

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WiWi Gast

Doppelte Haushaltsführung

Jep, da Melderecht und Steuerrecht zwei paar Stiefel sind. Melderecht: Ort an dem du häufiger bist ist Erstwohnsitz. Steuerrecht: Lebensmittelpunkt nicht Anzahl der Tage

WiWi Gast schrieb am 09.08.2018:

Und das geht dann auch mit dem Zweitwohnsitz im Elternhaus?

WiWi Gast schrieb am 02.08.2018:

War bei mir ebenfalls so. Wenn man allerdings die rechtlichen Rahmenbedingungen beachtet, bekommt man Sie schon durch. Ich habe die Steuererklärung problemlos anerkannt bekommen. Ich musste einen Nachweis für die Kostenbeteiligung im elterlichen Haushalt erbringen (Überweisung der monatlichen Kostenbeteiligung) und nachweisen, dass ich meinen Lebensmittelpunkt am Heimatort habe, was jedoch durch Sportverein und anderes soziales Engagement möglich war. Hauptwohnsitz habe ich im übrigen am Beschäftigungsort.

WiWi Gast schrieb am 02.08.2018:

Hier wird es etwas kompliziert:
Wenn du noch sehr jung bist (vermute ich mal, da "Berufseinstieg), dann sagt das FA ggf., du unterhältst keinen eigenen Hausstand am Wohnsitz deiner Eltern. Hierfür wäre z. B. eine angemessene Beteiligung an den Kosten etc. notwendig. Wenn du aber einfach weiter bei Mami+Papi im Kinderzimmer wohnen bleibst, dann ist meist Essig mit doppelter Haushaltsführung.

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WiWi Gast

Doppelte Haushaltsführung

Da hier ja gerade scheinbar einige Steuerberater versammelt sind mal eine Frage:
Wie sieht die Rechtslage bei einer doppelten Haushaltsführung mit einer Wohnung im Ausland aus?
Szenario:
Berufseinsteiger nach Auslandsstudium beginnt Arbeit in Deutschland - primärer Wohnsitz in nahem Ausland (gemeinsam mit Partner, daher wäre hier wsl der Lebensmittelpunkt) und bewohnt gleichzeitig während der Woche das Kinderzimmer im Elternhaus (und beteiligt sich hier).
Danke im Voraus

antworten
WiWi Gast

Doppelte Haushaltsführung

WiWi Gast schrieb am 09.08.2018:

Ich kenne das Urteil auch. Ist aus dem Jahr 2013, oder?
--> alte Rechtslage!

Neue Rechtslage: Nachweis durch Übernahme von 10% der Kosten!

VG ein Steuerberater

*Seufz*
Das Urteil mag aus 2013 sein, die entschiedene Rechtsfrage gilt jedoch auch für die Regelung ab 2014. Hier kam es übrigens zu einer Verschärfung (!) der Rechtslage und mitnichten zu einer Erleichterung. Eine pauschale Aussage iSv "10% der Kosten übernehmen und gut ist" halte ich für fahrlässig. Wie so oft, ist eine dezidierte Subsumtion erforderlich. Der Gesetzestext lautet (seit 2014):
"Werbungskosten sind auch:
notwendige Mehraufwendungen, die einem Arbeitnehmer wegen einer beruflich veranlassten doppelten Haushaltsführung entstehen.
Eine doppelte Haushaltsführung liegt nur(!) vor, wenn der Arbeitnehmer außerhalb des Ortes seiner ersten Tätigkeitsstätte einen eigenen Hausstand(!) unterhält und auch am Ort der ersten Tätigkeitsstätte wohnt. Das Vorliegen eines eigenen Hausstandes setzt das Innehaben einer Wohnung(!) sowie eine finanzielle Beteiligung(!) an den Kosten der Lebensführung voraus.

Also, wir benötigen: Eigene Wohnung + Finanzielle Beteiligung! Was unter einer eigenen Wohnung zu verstehen ist, wurde mittlwerweile abschlißend durch die Rechtsprechung geklärt, siehe exemplarisch BFH VI R 60/05, BFH VI R 46/12, VI R 8/04, VI R 16/14.
Weiterhin die einschlägige Kommentierung: Krüger in Schmidt zu § 9, Rn. 222 ff., Thürmer in Blümich zu § 9, Rn. 420 ff., Lochte in Frotscher zu § 9, Rn. 163 ff.

Liebe Grüße
ein Steuerberater (u. A.)

antworten
WiWi Gast

Doppelte Haushaltsführung

WiWi Gast schrieb am 09.08.2018:

Da hier ja gerade scheinbar einige Steuerberater versammelt sind mal eine Frage:
Wie sieht die Rechtslage bei einer doppelten Haushaltsführung mit einer Wohnung im Ausland aus?
Szenario:
Berufseinsteiger nach Auslandsstudium beginnt Arbeit in Deutschland - primärer Wohnsitz in nahem Ausland (gemeinsam mit Partner, daher wäre hier wsl der Lebensmittelpunkt) und bewohnt gleichzeitig während der Woche das Kinderzimmer im Elternhaus (und beteiligt sich hier).
Danke im Voraus

Die Wohnung im Elternhaus sollte den Kriterien einer Wohnung iSd regelung entsprechen (Bad, etc.) und du solltest Verfügungsgewalt hierüber haben (am besten vertraglich). Weiterhin ist eine Beteiligung an den Kosten nötig, d. h. mindestens anteilige Kosten für Strom, Heizung, Wasser, etc.
Und selbst dann kann das FA dir noch ordentlich Knüppel zwischen die Beine werfen (Bestimmung des Lebensmittelpunktes etc.)

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WiWi Gast

Doppelte Haushaltsführung

WiWi Gast schrieb am 09.08.2018:

WiWi Gast schrieb am 09.08.2018:

Ich kenne das Urteil auch. Ist aus dem Jahr 2013, oder?
--> alte Rechtslage!

Neue Rechtslage: Nachweis durch Übernahme von 10% der Kosten!

VG ein Steuerberater

*Seufz*
Das Urteil mag aus 2013 sein, die entschiedene Rechtsfrage gilt jedoch auch für die Regelung ab 2014. Hier kam es übrigens zu einer Verschärfung (!) der Rechtslage und mitnichten zu einer Erleichterung. Eine pauschale Aussage iSv "10% der Kosten übernehmen und gut ist" halte ich für fahrlässig. Wie so oft, ist eine dezidierte Subsumtion erforderlich. Der Gesetzestext lautet (seit 2014):
"Werbungskosten sind auch:
notwendige Mehraufwendungen, die einem Arbeitnehmer wegen einer beruflich veranlassten doppelten Haushaltsführung entstehen.
Eine doppelte Haushaltsführung liegt nur(!) vor, wenn der Arbeitnehmer außerhalb des Ortes seiner ersten Tätigkeitsstätte einen eigenen Hausstand(!) unterhält und auch am Ort der ersten Tätigkeitsstätte wohnt. Das Vorliegen eines eigenen Hausstandes setzt das Innehaben einer Wohnung(!) sowie eine finanzielle Beteiligung(!) an den Kosten der Lebensführung voraus.

Also, wir benötigen: Eigene Wohnung + Finanzielle Beteiligung! Was unter einer eigenen Wohnung zu verstehen ist, wurde mittlwerweile abschlißend durch die Rechtsprechung geklärt, siehe exemplarisch BFH VI R 60/05, BFH VI R 46/12, VI R 8/04, VI R 16/14.
Weiterhin die einschlägige Kommentierung: Krüger in Schmidt zu § 9, Rn. 222 ff., Thürmer in Blümich zu § 9, Rn. 420 ff., Lochte in Frotscher zu § 9, Rn. 163 ff.

Liebe Grüße
ein Steuerberater (u. A.)

In den Fällen, in denen der AN mit den Eltern eine Wohnung bewohnt, hier mitbestimmen kann und sich an den Kosten beteiligt liegt jedoch eine EIGENE Wohnung vor. Habe jetzt mal kurz die Urteile und den Schmidt überflogen, finde jetzt auch nichts, was dagegen spricht. Dass man natürlich den Lebensmittelpunkt noch beweisen muss ist klar.

Anbei der Auszug ausm Schmidt:
aa) Eigener Hausstand. – (1) Haupthaushalt. Der „eigene Hausstand“ außerhalb des Orts der ersten Tätigkeitsstätte muss der Haupthaushalt des ArbN sein; sonst fehlt es an der berufl Veranlassung (s Rz 221). Das Vorhalten einer Wohnung zu Besuchszwecken oder für Ferienaufenthalte genügt nicht (BFH VI R 46/12 BStBl II 13, 627; BFH VI R 16/14 BStBl II 15, 511). Haupthaushalt ist der Haushalt, an dem der ArbN seinen dauerhaften Lebensmittelpunkt hat, wo er sich außerhalb von Arbeits- und ggf Urlaubszeiten regelmäßig aufhält, den er fortwährend nutzt und von wo aus er sein Privatleben führt (BFH VI R 46/12 BStBl II 13, 627, Rz 12). Dass die Wohnverhältnisse vergleichsweise einfach oder beengt sind, schließt nicht aus, dass es sich um den Haupthaushalt handelt; die Voraussetzungen des bewertungsrechtl Wohnungsbegriffs müssen nicht erfüllt sein (BFH VI R 82/02 BStBl II 2005, 98; Fissenewert HFR 05, 119).
(Schmidt/Krüger EStG § 9 Rn. 223,)

(1) „Innehaben“. Der ArbN muss die Wohnung oder das Haus, in dem sich der Haushalt befindet, aus eigenem Recht nutzen (zB Eigentum, Miete, sonstige Nutzungsgestattung). Das ergab sich bislang schon aus dem Tatbestandsmerkmal „eigener Hausstand“ in S 2 und schloss auch eine unentgeltl Nutzung mit ein (s 35. Aufl Rz 214). Insofern ergeben sich keine Änderungen. Es wird weder eine entgeltl Nutzung noch notwendig ein alleiniges Recht des ArbN vorausgesetzt; ein gemeinsames bzw abgeleitetes Recht genügt (s auch BMF aaO: als Ehegatte, Lebenspartner oder Mitbewohner). Ein Vorbehaltsnießbrauch zugunsten der Eltern ist unschädl (BFH VI R 170/99 BStBl II 04, 16; v Twickel HFR 04, 108). – S iÜ Rz 230 und 237 f.

[...]

(2) Finanzielle Beteiligung. Der ArbN muss sich an den Kosten der Lebensführung finanziell beteiligen. Im Streitfall (ledige ArbN, s Rz 224) muss er zweierlei nachweisen: die durchschnittl monatl Höhe der Kosten der Lebensführung des Haupthaushalts und seine zumindest nicht unwesentl Beteiligung an diesen Kosten. Es muss sich nicht zwingend um regelmäßige Barleistungen handeln (s aber BMF BStBl I 14, 1412 Rz 100: bei monatl Barleistungen genügt Beteiligung von mehr als 10%). Auch die Übernahme sonstiger Aufwendungen kann zu einer entspr finanziellen Beteiligung des ArbN führen (vgl BFH VI R 93/77 BStBl II 79, 146: Ansparung zum Zweck der Möbel- und Hausratbeschaffung; FG RhPf EFG 82, 126, rkr: Erwerb oder Erstellung eines Hauses).

(Schmidt/Krüger EStG § 9 Rn. 222-240,)

Eigentlich war die Kostenbeteiligung als Verschärfung geplant, weil das Finanzamt regelmäßig die BFH Urteile verloren hat. Aber durch die Kostenbeteiligung kann man gut nachweisen, dass man die Wohnung aus eigenem Recht nutzt.

Bei uns im Kollegenkreis hatten im übrigen sehr viele eine doppelte Haushaltsführung. Wenn diese gescheitert ist, dann war es am fehlenden Nachweis des Lebensmittelpunktes aber niemals am fehlenden Nachweis der eigenen Wohnung.

VG ein Steuerberater

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WiWi Gast

Doppelte Haushaltsführung

WiWi Gast schrieb am 09.08.2018:

In den Fällen, in denen der AN mit den Eltern eine Wohnung bewohnt, hier mitbestimmen kann und sich an den Kosten beteiligt liegt jedoch eine EIGENE Wohnung vor. Habe jetzt mal kurz die Urteile und den Schmidt überflogen, finde jetzt auch nichts, was dagegen spricht. Dass man natürlich den Lebensmittelpunkt noch beweisen muss ist klar.

Ja, genau, in diesen Fällen KANN eine eigene Wohnung vorliegen, abhängig vom Lebenssachverhalt. Wenn Kind 1 nach dem Studium aber einfach (noch) zuhause wohnen bleibt gegen einen kleinen Obolus, würde ich (und vermutlich der BFH) dies ablehnen. Wenn ich jedoch nach 5 Jahren Berufstätigkeit wieder aus Gründen zuhause einziehe, dann würde ich die eigene Wohnung bejahen! Wie so oft: Es komtm drauf an.
Aber wengistens sind wir uns nach langer Weile endlich einigermaßen einig geworden :D

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WiWi Gast

Doppelte Haushaltsführung

WiWi Gast schrieb am 09.08.2018:

WiWi Gast schrieb am 09.08.2018:

In den Fällen, in denen der AN mit den Eltern eine Wohnung bewohnt, hier mitbestimmen kann und sich an den Kosten beteiligt liegt jedoch eine EIGENE Wohnung vor. Habe jetzt mal kurz die Urteile und den Schmidt überflogen, finde jetzt auch nichts, was dagegen spricht. Dass man natürlich den Lebensmittelpunkt noch beweisen muss ist klar.

Ja, genau, in diesen Fällen KANN eine eigene Wohnung vorliegen, abhängig vom Lebenssachverhalt. Wenn Kind 1 nach dem Studium aber einfach (noch) zuhause wohnen bleibt gegen einen kleinen Obolus, würde ich (und vermutlich der BFH) dies ablehnen. Wenn ich jedoch nach 5 Jahren Berufstätigkeit wieder aus Gründen zuhause einziehe, dann würde ich die eigene Wohnung bejahen! Wie so oft: Es komtm drauf an.
Aber wengistens sind wir uns nach langer Weile endlich einigermaßen einig geworden :D

... macht gerade mehr Spaß wie wirklich zu arbeiten ;).

Ich gebe dir schon Recht. Ich glaube wir sind uns auch relativ einig, ich vertrete nur eine ziemlich offensive Auslegung.

Im BMF Schreiben wird dazu nicht viel gesagt. Der Schmidt schreibt: Dagegen ist bei älteren ArbN, die wirtschaftl selbständig und berufstätig sind und mit ihren Eltern oder einem Elternteil in einem gemeinsamen Haushalt leben, regelmäßig davon auszugehen, dass sie die Führung des Haushalts maßgebl mitbestimmen. BFH VI R 46/12 BStBl II 13, 627 (hier allerdings '67 geboren)

Ich bin der Auffassung, dass ein Berufseinsteiger älter, wirtschaftlich selbstständig und berufstätig ist. Würde damit auch vor den BFH gehen.

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WiWi Gast

Doppelte Haushaltsführung

WiWi Gast schrieb am 09.08.2018:

Ich bin der Auffassung, dass ein Berufseinsteiger älter, wirtschaftlich selbstständig und berufstätig ist. Würde damit auch vor den BFH gehen.

Naja, wenn ich mir da meine frischen StB/WP-Assis anschaue kann ich das nicht bestätigen. :D

antworten
WiWi Gast

Doppelte Haushaltsführung

:D Ok da hast du recht! :D

WiWi Gast schrieb am 09.08.2018:

WiWi Gast schrieb am 09.08.2018:

Ich bin der Auffassung, dass ein Berufseinsteiger älter, wirtschaftlich selbstständig und berufstätig ist. Würde damit auch vor den BFH gehen.

Naja, wenn ich mir da meine frischen StB/WP-Assis anschaue kann ich das nicht bestätigen. :D

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WiWi Gast

Doppelte Haushaltsführung

Wenn ich nun die Kellerwohnung meines Elternhauses bewohne: reicht es, wenn ich dafür Miete zahle oder muss ich mich sonst irgendwie an weiteren Kosten der Lebensführung meiner Eltern beteiligen?

antworten
WiWi Gast

Doppelte Haushaltsführung

WiWi Gast schrieb am 21.08.2018:

Wenn ich nun die Kellerwohnung meines Elternhauses bewohne: reicht es, wenn ich dafür Miete zahle oder muss ich mich sonst irgendwie an weiteren Kosten der Lebensführung meiner Eltern beteiligen?

Nicht finanziell, aber du musst jeden Samstag die Straße kehren und im Sommer den Rasen mähen. Da ist das Finanzamt gnadenlos, tut mir leid.
LG, Papa

antworten
WiWi Gast

Doppelte Haushaltsführung

WiWi Gast schrieb am 21.08.2018:

Wenn ich nun die Kellerwohnung meines Elternhauses bewohne: reicht es, wenn ich dafür Miete zahle oder muss ich mich sonst irgendwie an weiteren Kosten der Lebensführung meiner Eltern beteiligen?

Aber Spaß beiseite: KANN ausreichend sein. Mietvertrag mit Miete + NK zu einem angemessenem Mietzins (mind. 66% der ortsüblichen Miete, sonst gibts Probleme bei deinem Dad), eigene Küche, Bad und Bett in der Wohnung, dann könnte es passen.

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Lange wurde diskutiert, geändert und verworfen. Nun scheinen die Neuerungen für die ab dem 1. Januar 2015 gültigen Änderungen zur Selbstanzeige bei steuerlichen Vergehen festzustehen. Zwar sind die Reformen noch nicht verabschiedet, doch die grundsätzlichen Änderungen scheinen klar. Ein Ausblick auf die Änderungen und eine Einschätzung betrachten den tatsächlichen Nutzen dieser Reform zur Selbstanzeige. Dazu wird zunächst die Notwendigkeit einer Änderung dargestellt.

Automatischer Kirchensteuerabzug bei Kapitalerträgen

Ab dem Jahr 2015 gilt für die Kirchensteuer auf Kapitalerträge ein automatisiertes Abzugsverfahren. Betroffen sind Banken und Versicherungen, aber auch Kapitalgesellschaften, die Gewinnanteile an die Gesellschafter ausschütten. Sie müssen jährlich beim Bundeszentralamt für Steuern abfragen, ob Kunden oder Gesellschafter kirchensteuerpflichtig sind.

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