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Gewerbesteuerhebesätze 2005 gestiegen

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, lag der durchschnittliche Hebesatz aller Gemeinden in Deutschland für die Gewerbesteuer im Jahr 2005 bei 389 Prozent und damit um einen Prozentpunkt höher als im Vorjahr.

Gewerbesteuerhebesätze 2005 gestiegen
Wiesbaden, 30.08.2006 (destatis) - Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, lag der durchschnittliche Hebesatz aller Gemeinden in Deutschland für die Gewerbesteuer im Jahr 2005 bei 389 Prozent und damit um einen Prozentpunkt höher als im Vorjahr. Das Gewerbesteueraufkommen 2005 betrug 32,1 Milliarden Euro; es ist damit gegenüber 2004 um 12,6 Prozent gestiegen. Der durch die Gemeinden festgesetzte Hebesatz entscheidet maßgeblich über die Höhe der Realsteuereinnahmen (Gewerbesteuer, Grundsteuer A und B) in den Gemeinden. Die niedrigsten Landesdurchschnitte bei den Gewerbesteuerhebesätzen hatten im Jahr 2005 Brandenburg (306%), Mecklenburg-Vorpommern (307%) und Sachsen-Anhalt (315%). Unter den Stadtstaaten lag Hamburg mit einem Hebesatz von 470 Prozent vor Bremen (436%) und Berlin (410%). Nordrhein-Westfalen hatte mit einem durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz von 434 Prozent den höchsten Wert unter den Flächenländern vor dem Saarland (416%).

Mit Änderung des Gewerbesteuergesetzes zum 1.1.2004 wurde der Hebesatz für die Gewerbesteuer auf mindestens 200 Prozent festgelegt. Von 134 Gemeinden oder Gemeindeteilen wurde 2005 dieser Mindesthebesatz in Höhe von 200 Prozent erhoben. Der Spitzenhebesatz der Gewerbesteuer betrug 900 Prozent, ein Hebesatz von 600 Prozent wurde von einer Gemeinde und ein Hebesatz von 500 Prozent von drei Gemeinden erhoben. Bei der Grundsteuer A, die bei Betrieben der Land- und Forstwirtschaft erhoben wird, lag der Hebesatz im Jahr 2005 bei durchschnittlich 292 Prozent und damit um 3 Prozentpunkte über dem Wert von 2004.

Das Aufkommen der Grundsteuer A betrug 2005 insgesamt 0,3 Milliarden Euro (+ 0,4% gegenüber 2004). In Berlin wurde mit 150 der niedrigste und in Niedersachen mit 339 Prozent der höchste durchschnittliche Hebesatz für die Grundsteuer A auf Landesebene ermittelt. Bei den Gemeinden spannt sich der Bogen von sieben Gemeinden mit einem Hebesatz von 0 bis zu einem Hebesatz von 1.800 Prozent, der von einer Gemeinde erhoben wird. Der durchschnittliche Hebesatz der Grundsteuer B (für Grundstücke) hat sich bundesweit mit 392 Prozent für das Jahr 2005 gegenüber dem Vorjahr um 7 Prozentpunkte erhöht.

Das Aufkommen der Grundsteuer B lag bei 9,9 Milliarden Euro und war um 3,2 Prozent höher als 2004. Hier hat Schleswig-Holstein (315%) den niedrigsten und Berlin (660%) den höchsten durchschnittlichen Hebesatz. Auf Gemeindeebene liegt der Hebesatz bei der Grundsteuer B zwischen 0 und 900 Prozent (jeweils eine Gemeinde).

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