DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
Steuern: News & TippsWirtschaftsweisen

Wirtschaftsweisen warnen: »Kein Spielraum für Steuersenkungen«

Der auch »Wirtschaftsweisen« bezeichnete Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat die laufenden Koalitionsverhandlungen zum Anlass genommen, eine entschlossene Konsolidierung der öffentlichen Haushalte anzumahnen.

Wirtschaftsweisen - Der Sachverständigenrat für Wirtschaft zur wissenschaftlichen Politikberatung.

Wirtschaftsweisen warnen: »Kein Spielraum für Steuersenkungen«
Wiesbaden, 14.10.2009 (svr) - Der Sachverständigenrat nimmt die laufenden Koalitionsverhandlungen zum Anlass, eine entschlossene Konsolidierung der öffentlichen Haushalte anzumahnen. Tatsächlich stellt die Haushaltskonsolidierung die zentrale Aufgabe der Finanzpolitik in der neuen Legislaturperiode dar. Für nennenswerte Steuersenkungen besteht auf absehbare Zeit kein finanzieller Spielraum. Möglich sind allenfalls aufkommensneutrale Steuerstrukturreformen.

  1. Die Große Koalition hat mit zuvor kaum vorstellbaren Beträgen die Finanzmärkte und die gesamtwirtschaftliche Nachfrage stabilisiert. Das war alles in allem richtig. Konsequenz ist aber eine dramatisch ansteigende Staatsverschuldung, die die in den vergangenen Jahren erzielten Konsolidierungsfortschritte zunichte gemacht hat. Aufgrund verminderter Steuereinnahmen bei gleichzeitig zunehmenden öffentlichen Ausgaben werden die staatlichen Finanzierungsdefizite stark ansteigen und in den nächsten Jahren die im EG-Vertrag festgelegte Obergrenze von 3 vH in Relation zum Bruttoinlandsprodukt erheblich übersteigen. Auch die Schuldenstandsquote wird mit über 80 vH weit über der im EG-Vertrag spezifizierten Referenzgröße von 60 vH liegen. Die überwiegend krisenbedingte Ausweitung der Staatsverschuldung war letztlich ohne Alternative, sie darf aber nicht zum Dauerzustand werden.
  2. Mit der Schuldenbremse ist eine grundgesetzlich verankerte Begrenzung der staatlichen Neuverschuldung in Kraft getreten, die in den kommenden Jahren eine Konsolidierung der öffentlichen Haushalte erzwingt und für den Bundeshaushalt einen gesetzlich festgeschriebenen Konsolidierungspfad vorgibt. Die Neufassung von Artikel 109 Abs. 3 GG bestimmt, dass die Haushalte von Bund und Ländern »grundsätzlich ohne Einnahmen aus Krediten« auszugleichen sind. Nach Artikel 115 Abs. 2 GG bedeutet dieser »grundsätzliche« Haushaltsausgleich für den Bund, dass die strukturelle Neuverschuldung, also die um Konjunkturschwankungen bereinigte Kreditaufnahme, ab dem Jahr 2016 einen Wert von 0,35 vH in Relation zum  nominalen Bruttoinlandsprodukt nicht überschreiten darf. Für die Bundesländer gelten noch strengere Verschuldungsregeln, die ab dem Jahr 2020 eine strukturelle Neuverschuldung völlig ausschließen. Strukturelle Defizite erhöhen den staatlichen Schuldenstand und die daraus resultierenden  Zinsbelastungen dauerhaft. Konjunkturbedingte Defizite und Überschüsse hingegen gleichen sich über den Zyklus hinweg mehr oder weniger aus und lassen den Schuldenstand mittelfristig unverändert. Die folgenden Überlegungen beschränken sich auf den durch die Schuldenbremse erzwungenen Konsolidierungsbedarf im Bundeshaushalt.
  3. Für das kommende Jahr und dann bis 2013 geht der Finanzplanungsrat von einer strukturellen Defizitquote des Bundes von rund 1,6 vH in Relation zum nominalen Bruttoinlandsprodukt aus. Schreibt man diese Quote bis 2016 fort, beläuft sich der durch das Grundgesetz vorgegebene unabweisbare Konsolidierungsbedarf auf 1,25 vH des Bruttoinlandsprodukts. Bei einer in der Finanzplanung nach 2010 unterstellten durchschnittlichen Wachstumsrate des nominalen Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 3 ¼ vH beläuft sich der allein durch die Schuldenbremse erzwungene Konsolidierungsbedarf im Bundeshaushalt auf etwa 37 Mrd Euro.
  4. Ohne erneute Änderung und bei Einhaltung des Grundgesetzes ist die Rückführung der strukturellen Defizite im Bundeshaushalt unabänderlich vorgegeben. Sie muss aber nicht in einem Schritt erfolgen. Im Begleitgesetz zur zweiten Föderalismusreform ist in Artikel 2 § 9 Absatz 2 festgelegt, dass die strukturellen Defizite des Bundes »in gleichmäßigen Schritten« zurückzuführen sind. Danach muss die Haushaltskonsolidierung beim Bund im Jahr 2011 beginnen. Dass das kommende Jahr von der Konsolidierungspflicht ausgenommen wurde, ist vernünftig. Ganz im Gegenteil wird 2010 durch die von der Großen Koalition beschlossenen Maßnahmen (insbesondere durch die verbesserte Absetzbarkeit der Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung) noch ein fiskalischer Impuls von knapp 15 Mrd Euro ausgelöst. Erst im Jahr 2011 muss ein dauerhafter Konsolidierungsbetrag von etwa 6 Mrd Euro erzielt werden, der dann allerdings jedes Jahr bis 2016 durchschnittlich um weitere 6 Mrd Euro aufzustocken ist. Im Jahr 2016 ist dann die grundgesetzlich vorgegebene Schuldenbegrenzung erreicht. Die nachfolgende Tabelle illustriert den durch die Neuregelung zur Schuldenbremse vorgegebenen Konsolidierungsbedarf für den Bundeshaushalt.


     
  5. Die den Berechnungen zugrunde liegenden Annahmen wurden der Finanzplanung des Bundes bis 2013 entnommen und bis 2016 fortgeschrieben. Sie sind als eher optimistisch einzustufen. So liegt die ab 2011 unterstellte jährliche Wachstumsrate des nominalen Bruttoinlandsprodukts von 3 ¼ vH um rund einen Prozentpunkt über der durchschnittlichen Wachstumsrate zwischen 1995 und 2008. Gleichzeitig dürfte die von der Bundesregierung für das Jahr 2010 und danach angesetzte strukturelle Defizitquote eher zu niedrig sein. Insofern stellt der ausgewiesene Konsolidierungsbedarf eine Untergrenze dar. Zu beachten ist schließlich, dass hier nur die aus den gesetzlichen Regelungen zur Schuldenbremse resultierenden Konsolidierungszwänge aufgelistet sind. Noch nicht berücksichtigt sind weitere Finanzierungsbedarfe, die sich etwa aus bereits beschlossenen Mehrausgaben für Forschung und Bildung für die zweite Programmphase des Hochschulpakts und für die Fortsetzung der Exzellenzinitiative ergeben. Diese erfordern zwischen 2011 und 2013 einen zusätzlichen Betrag von insgesamt 2,4 Mrd Euro.
  6. Im Grundsatz sind diese Konsolidierungszwänge bekannt und veröffentlicht. Ein »Kassensturz« ist dazu nicht erforderlich. In seiner mittelfristigen Finanzplanung bis 2013 hat der Bund zur Gegenfinanzierung bereits globale Minderausgaben in entsprechender Höhe eingestellt. Globale Minderausgaben sind vom Parlament bei der Verabschiedung des Bundeshaushalts beschlossene pauschale Ausgabenkürzungen. Sie zwingen die Bundesregierung zu Einsparungen, überlassen es aber ihr, welche Ausgaben genau gekürzt werden. Globale Minderausgaben werden dann angesetzt, wenn man einen unabweisbaren Handlungsbedarf erkennt, aber noch nicht weiß oder aber nicht ausweisen will, welche Ausgaben gekürzt oder Einnahmen erhöht werden sollen.
  7. Gelegentlich wird der Eindruck erweckt, die Konsolidierungsaufgabe erledige sich mit einer Steuersenkung und einem dadurch ausgelösten höheren Wachstum zu einem großen Teil von selbst. Richtig ist daran, dass eine dauerhaft höhere Wachstumsrate über Mehreinnahmen den Druck auf die öffentlichen Haushalte reduziert. Wenn die langfristige Wachstumsrate von 3 ¼ vH auf 4 vH gesteigert werden könnte − bei einer Preissteigerungsrate von 1,8 vH entspräche dies einer unrealistisch hohen Potenzialwachstumsrate von 2,2 vH −, würde sich der durch die Schuldenbremse vorgegebene Konsolidierungsbedarf des Bundes von 37 Mrd Euro bei einer Überschlagsrechnung um maximal ein Drittel verringern. Ein höheres Wachstum erleichtert die Konsolidierungsaufgabe also, kann sie aber keinesfalls lösen. Umgekehrt würde ein geringeres dauerhaftes Wachstum alles noch schwieriger machen. Läge die durchschnittliche Zuwachsrate des nominalen Bruttoinlandsprodukts ab 2011 bei ihrem langfristigen Vor-Krisen-Wert von etwa 2,5 vH, würde der Konsolidierungsbedarf um etwa ein Drittel höher ausfallen als die im Basisszenario veranschlagten 37 Mrd Euro. Der Sachverständigenrat geht davon aus, dass eine geringere dauerhafte Zuwachsrate des nominalen Bruttoinlandsprodukts als 3 ¼ vH ab 2011 wahrscheinlicher ist als eine höhere.
  8. Ohne harte Einschnitte bei den öffentlichen Ausgaben oder ohne Erhöhungen von Steuern oder anderen Abgaben kann eine Konsolidierung des Bundeshaushalts nicht gelingen. Grundsätzlich sind dabei Ausgabenkürzungen Abgabenerhöhungen vorzuziehen. Wenn ab dem Jahr 2011 eine dauerhafte nominalen Zuwachsrate von 3 ¼ vH erreicht wird, ist der erzwungene Konsolidierungsbedarf in Höhe von mindestens 37 Mrd Euro beim Bund allerdings gewaltig. Aber man kann schrittweise vorgehen und die Ausgaben des Bundes im Jahr 2011 zunächst dauerhaft um 6 Mrd Euro und dann 2012 dauerhaft um weitere 6 Mrd Euro reduzieren. Schon das dürfte nicht einfach werden. Nur zu Illustration: Selbst wenn das von der FDP-Bundestagsfraktion für den Bundeshaushalt 2009 vorgelegte »Liberale Sparbuch 2009« mit einem Einsparvolumen von 10,5 Mrd Euro vollständig umgesetzt würde, wäre damit nicht einmal der Konsolidierungsbedarf bis 2012 gedeckt. Um den sich in den folgenden Jahren bis 2016 ergebenden weiteren Konsolidierungszwängen nachzukommen, würde es nicht einmal ausreichen, wenn zusätzlich sämtliche grundsätzlich kürzbaren Finanzhilfen des Bundes vollständig gestrichen würden. Diese sind für das Jahr 2012 mit rund 22 Mrd Euro angesetzt worden. Mit Ausgabenkürzungen allein wird der Konsolidierungsbedarf des Bundes kaum zu realisieren sein. Die neue Bundesregierung kann und sollte ab 2011 mit Ausgabenkürzungen beginnen. Aber gegen Ende der neuen oder spätestens zu Beginn der darauf folgenden Legislaturperiode werden sich Steuererhöhungen schwerlich vermeiden lassen.
  9. Steuererhöhungen geben niemals Anlass zur Freude. Sie müssen − neben entschlossenen Ausgabenkürzungen − als »Preis« für die im Zuge der Wirtschaftskrise gestiegene Staatsverschuldung interpretiert werden. Wenn die Steuern schon erhöht werden müssen, ist eine Erhöhung des regulären Umsatzsteuersatzes unter Wachstumsaspekten noch die beste unter allen schlechten Lösungen.
  10. Die Koalitionsparteien haben in ihren Wahlprogrammen Steuersenkungen angekündigt. In den Koalitionsverhandlungen sollten sie berücksichtigen:
    − Durch die Konjunkturprogramme und das Bürgerentlastungsgesetz werden die Steuerzahler bereits massiv und zum Teil dauerhaft entlastet, im Jahr 2009 um rund 13 Mrd Euro und im Jahr 2010 um zusätzliche 10 Mrd Euro.
    − Steuersenkungen sind mit dem Zwang zur Haushaltskonsolidierung nicht vereinbar; sie wären es nur dann, wenn damit ein Selbstfinanzierungseffekt von über 100 vH einherginge. Für einen Effekt solchen Ausmaßes gibt es aber keinerlei empirische Belege.
    − Steuersenkungen ohne solide Gegenfinanzierung durch Ausgabenkürzungen oder Steuererhöhungen an anderer Stelle erhöhen definitiv den Konsolidierungsbedarf.
    − Aufgrund des in den nächsten Jahren zunehmenden Konsolidierungsbedarfs nimmt der Spielraum für Steuersenkungen im Zeitverlauf ab.
    − Das Steuersystem weist in der Tat nach wie vor einen erheblichen Reformbedarf auf. Das gilt etwa für die missratene Erbschaftsteuerreform, für einzelne Bestandteile der Unternehmensteuerreform und für den Tarifverlauf der Einkommensteuer. Diesen Reformnotwendigkeiten kann auf absehbare Zeit aber nur durch aufkommensneutrale Steuerstrukturreformen entsprochen werden. Alles andere wäre ein finanzpolitisches Harakiri.


  

Im Forum zu Wirtschaftsweisen

5 Kommentare

Reise in "Urlaubsland" steuerlich absetzbar?

WiWi Gast

Also je nach "Geschäftszweck" deines Nebengewerbes sollte das durchaus möglich sein. Solange die Reise mit einer Form von Gewinnerzielung in Zusammenhang steht. Bspw. als Schriftsteller oder Reiseblog ...

4 Kommentare

Firmengewinne aus dem Ausland - Steuerpflicht erst bei Einfuhr?

WiWi Gast

Ceterum censeo schrieb am 30.09.2021: Eben. 1) Gewinne Vor allem gilt das Welteinkommensprinzip, d. h. die Gesellschaft ermittelt den Gewinn aus ihrer Tätigkeit nach dem HGB auch wenn si ...

3 Kommentare

Verlustvortrag bei steuerfreiem Einkommen

WiWi Gast

Super, vielen Dank für den Hinweis!

1 Kommentare

Abgeltungssteuer Kapitalerträge 25% oder nach persönlichem Steuersatz

WiWi Gast

Aktuell gibt es ja Pläne, nach der Wahl die pauschale 25% Abgeltungssteuer abzuschaffen und wieder nach persönlichem Steuersatz zu berechnen. Für viele Gutverdiener in Stkl. 1 erst einmal ein Nachteil ...

10 Kommentare

Konsignationslager am Ende der Kette eines ig Dreieckgeschäfts

WiWi Gast

Ich denke das Problem liegt hier eher dabei die bewegte Lieferung zu finden, welche beim Dreiecksgeschäft eben eine andere ist als beim Konsignationslager.

1 Kommentare

Coding Bootcamp steuerlich absetzen

WiWi Gast

Liebe WiWi Treffler, Ich plane aktuell ein Sabbatical und möchte u.a. ein Coding Bootcamp (Ironhack, LeWagon, etc.) absolvieren. Bin IT-Manager und Ziel ist, dass ich zukünftig mehr auf Augenhöhe m ...

6 Kommentare

Doppelte Haushaltsführung

Ceterum censeo

WiWi Gast schrieb am 15.07.2021: Das Problem wird hier sein, glaubhaft zu machen, dass sich dein Lebensmittelpunkt noch immer an Ort A ist. Hierfür brauchst du entsprechende Argumente und soltle ...

Artikel kommentieren

Als WiWi Gast oder Login

Zum Thema Wirtschaftsweisen

Wirtschaftsweisen - Der Sachverständigenrat für Wirtschaft zur wissenschaftlichen Politikberatung.

Wirtschaftsweisen legen Jahresgutachten 2018/19 vor

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat sein Jahresgutachten 2018/19 vorgelegt. Das Jahresgutachten trägt den Titel »Vor wichtigen wirtschaftspolitischen Weichenstellungen«. Das neue Jahresgutachten hat vier Schwerpunktthemen: Globalisierung und Protektionismus, Europa und der Brexit, Handlungsbedarf beim demografischen Wandel und die Digitalisierung.

Wirtschaftsweisen - Der Sachverständigenrat für Wirtschaft zur wissenschaftlichen Politikberatung.

Wirtschaftsweisen: Weltwirtschaftsboom beflügelt deutsche Wirtschaft

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hebt seine Wachstumsprognose für das Jahr 2018 leicht an. Die "Wirtschaftsweisen" erwarten für die Jahre 2018 und 2019 Wachstumsraten des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2,3 Prozent und 1,8 Prozent. Zur Anhebung der Prognose trägt vor allem das verbesserte außenwirtschaftliche Umfeld bei. Die Weltwirtschaft erlebt derzeit den ersten synchronen Wirtschaftsaufschwung seit Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2007.

Wirtschaftsweisen - Der Sachverständigenrat für Wirtschaft zur wissenschaftlichen Politikberatung.

Wirtschaftsweisen legen Jahresgutachten 2016/17 »Zeit für Reformen« vor

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat sein Jahresgutachten 2016/17 vorgelegt. Das Jahresgutachten trägt den Titel »Zeit für Reformen«. Das neue Jahresgutachten hat drei Schwerpunktthemen: die Bewältigung der Flüchtlingsmigration, die Stärkung der Architektur der Europäischen Währungsunion und die Schaffung von Voraussetzungen für mehr Wachstum in Deutschland.

Wirtschaftsweisen - Der Sachverständigenrat für Wirtschaft zur wissenschaftlichen Politikberatung.

Wirtschaftsweisen legen Jahresgutachten 2015/16 vor

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat sein Jahresgutachten 2015/16 vorgelegt. Das Jahresgutachten trägt den Titel »Zukunftsfähigkeit in den Mittelpunkt«. Das neue Jahresgutachten hat drei Schwerpunktthemen: die Bewältigung der Flüchtlingsmigration, die Stärkung der Architektur der Europäischen Währungsunion und die Schaffung von Voraussetzungen für mehr Wachstum in Deutschland.

Wirtschaftsweisen - Der Sachverständigenrat für Wirtschaft zur wissenschaftlichen Politikberatung.

Griechenland-Krise: Wirtschaftsweisen legen Sondergutachten vor

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung diskutiert in seinem neu vorgelegten Sondergutachten zur Griechenland-Krise Reformen für einen stabileren Euro-Raum und regt ein staatliches Insolvenzverfahren an. Das Sondergutachten trägt den Titel: „Konsequenzen aus der Griechenland-Krise für einen stabileren Euro-Raum“. Ein Mitglied des Sachverständigenrates, Peter Bofinger, hat zu wesentlichen Punkten des Sondergutachtens ein Minderheitsvotum abgegeben.

Weiteres zum Thema Steuern: News & Tipps

Kreise-Schriftzug "STEUERN SPAREN" auf einer schwarzen Tafel.

Berufseinstieg: Von Anfang an Steuern sparen

Berufsanfänger haben viele Möglichkeiten, von Anfang an Steuern zu sparen. Zusammen mit steuertipps.de hilft WiWi-TReFF, dass möglichst viel vom hart verdienten Geld in den eigenen Taschen bleibt.

Steuererklärung: Das Bild zeigt ein Gebäude mit der Aufschrift Universität, einen Studierenden und ein Formular für die Steuererklärung.

Steuererklärung: Wie Studenten die Kosten im Studium absetzen

Auf Studierende zukommen im Studium etliche Kosten zu. Von der Miete für die Studentenwohnung bis hin zu Ausgaben für die Fachliteratur oder den Computer. Können Studentinnen und Studenten ihre Aufwendungen steuerlich absetzen? Lohnt es sich für Studierende, eine Steuererklärung einzureichen?

Screenshot vom Cover der Broschüre "Einkommensteuer und Lohnsteuer" vom Bundesministerium der Finanzen (BMF).

Broschüre »Steuern von A bis Z«

Die neue Broschüre »Steuern von A bis Z« des Bundesministeriums der Finanzen von 2017 gibt einen Überblick der verschiedenen Steuerarten in Deutschland und erläutert, was besteuert wird und wer welche Steuern zahlt.

Steuertipps: Prepaid-Guthabenkarten vom Arbeitgeber

Guthabenkarte vom Chef: Mehr Netto vom Bruttogehalt

Eine Win-win-Situation für Arbeitgeber und Arbeitnehmer: Immer mehr Unter-nehmen überreichen ihren Mitarbeitern Prepaid-Guthabenkarten. Auf diese zahlt der Chef einen Betrag ein, der die sogenannte Freigrenze für Sachbezüge in Höhe von monatlich 44 Euro nicht übersteigt. Der Vorteil: Das Geld, über das der Arbeitnehmer dank seiner Karte frei verfügen kann, ist steuer- und abgabenfrei. Doch wie funktioniert das Modell und was ist dabei zu beachten?

Screenshot vom Cover der Broschüre "Einkommensteuer und Lohnsteuer" vom Bundesministerium der Finanzen (BMF).

BMF-Broschüre: Einkommensteuer und Lohnsteuer

Die Broschüre »Einkommensteuer und Lohnsteuer« vom Bundesministerium der Finanzen ist ein praktisches Nachschlagewerk, das umfassende Informationen zur Einkommensteuer und zur Lohnsteuer bereithält. Im Oktober 2017 wurde die Broschüre »Einkommensteuer und Lohnsteuer« aktualisiert und neu aufgelegt.

Auf Geldscheinen und einem Zettel zur Einkommenssteuererklärung liegen Würfel, die die Worte: Gehälter und Marketing ergeben.

Finanzstarke Zukunft: Steuern sparen 2018

Auch im Jahr 2017 wurde in Deutschland wieder der eine oder andere Steuersünder „enttarnt“, der sich auf nicht ganz legale Weise einen Vorteil gegenüber dem Fiskus verschafft hat. Das muss aber nicht sein, denn in der Praxis lassen sich Steuern im Jahr 2018 an vielen Stellen einsparen. Wie das genau geht und was dabei zu beachten ist, zeigt der folgende Artikel. Die gute Nachricht vorweg: Auf unzähligen Papierkram kann getrost verzichtet werden.

Anwalt, Recht un Gesetz - Das  Paragrafenzeichen einer Schreibmaschine ist angeschlagen.

Bundesfinanzhof: Kosten für Erststudium steuerlich absetzbar

Berufstätige können die Kosten für ein Erststudium steuerlich absetzen, falls bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Dies hat der Bundesfinanzhof (BFH) jetzt mit einem neuen Urteil entschieden.

Beliebtes zum Thema Gehalt

Absolventen-Gehaltsreport-2018: Absolventenhut und fliegende Geldmünzen

Absolventen-Gehaltsreport 2018/19: Höhere Einstiegsgehälter bei WiWis

Wie im Vorjahr verdienen die Wirtschaftsingenieure bei den Absolventen der Wirtschaftswissenschaften mit 48.696 Euro im Schnitt am meisten. Sie legten im StepStone Gehaltsreport für Absolventen 2018/2019 damit um 458 Euro zu. Wirtschaftsinformatiker erhalten mit 45.566 Euro (2017: 45.449 Euro) und Absolventen der Wirtschaftswissenschaften, VWL und BWL und mit 43.033 Euro (2017: 42.265 Euro) ebenfalls etwas höhere Einstiegsgehälter.

Stepstone Gehaltsreport 2018: Das Bild zeigt zwei Lego-Männchen Frau und Mann im Anzug (Wirtschaftsingenieurin und Wirtschaftsinformatiker) vor einem Computer.

StepStone Gehaltsreport 2018: Wirtschaftsingenieure und Wirtschaftsinformatiker sind Topverdiener

Fachkräfte und Führungskräfte mit einem Studienabschluss in Wirtschaftsingenieurwesen und Wirtschaftsinformatik verdienen ausgezeichnet. Mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 70.231 Euro liegen die Wirtschaftsingenieur hinter Medizin und Jura auf Platz drei der zurzeit lukrativsten Studiengänge. Die Wirtschaftsinformatiker verdienen mit 69.482 Euro ähnlich gut und sind hinter den Ingenieuren auf Rang fünf im StepStone Gehaltsreport 2018. Mit einem Abschluss in BWL, VWL oder Wirtschaftswissenschaften sind die Gehälter als Key Account Manager mit 75.730 Euro und als Consultant mit 67.592 Euro am höchsten.

Das Bild zeigt als Symbol für Reichtum und eine ungleiche Vermögensverteilung die riesen Luxus-Yacht eines Milliardärs.

Reichtum ungleich verteilt: Rekordhoch von 2043 Milliardären

Die Anzahl der Milliardäre stieg auf ein Rekordhoch von 2043 Milliardären. 82 Prozent des 2017 erwirtschafteten Vermögens floss in die Taschen des reichsten Prozents der Weltbevölkerung. Jeden zweiten Tage kam ein neuer Milliardär hinzu. Die 3,7 Milliarden Menschen, die die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung ausmachen, profitieren dagegen nicht vom aktuellen Vermögenswachstum. Das geht aus dem Bericht „Reward Work, not Wealth 2018“ hervor, den die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam veröffentlicht hat.

Screenshot vom Teilzeit-Netto-Gehaltsrechner vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS).

Teilzeit-Netto-Gehaltsrechner 2019

Mit dem Teilzeit-Netto-Gehaltsrechner des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales lässt sich das Teilzeitgehalt online berechnen. Steuerklasse, Kirchensteuer, Krankenkassenbeitrag und Soli fließen in die Kalkulation ein.

Einstiegsgehalt Wirtschaftswissenschaftler

IG Metall Gehaltsstudie 2016/2017 - Einstiegsgehälter Wirtschaftswissenschaftler

Was verdienen Wirtschaftswissenschaftler beim Berufseinstieg? In Unternehmen mit einem Tarifvertrag verdienten junge Wirtschaftswissenschaftler mit bis zu drei Jahren Berufserfahrung in 2016 durchschnittlich 49.938 Euro im Jahr. In nicht tarifgebundenen Betrieben lagen die Einstiegsgehälter von Wirtschaftswissenschaftlern mit 42.445 Euro etwa 17,7 Prozent darunter. Im Vorjahr hatte dieser Gehaltsvorteil bei den Wirtschaftswissenschaftlern noch 33 Prozent betragen.

Nebenjob, Studentenjob,

Die Gehaltsverhandlung

Während der Absolvent vor der Gehaltsverhandlung von üppigen Gehältern träumt, wollen die Personaler die Kosten gering halten. Tipps für die Gehaltsverhandlung helfen, die eigene Vorstellung überzeugend vorzutragen.

Titelblatt StepStone Gehaltsreport 2017

StepStone Gehaltsreport 2017: Was Fach- und Führungskräfte mit Wirtschaftsstudium verdienen

In Deutschland verdienen Fachkräfte und Führungskräfte durchschnittlich 57.100 Euro. Akademiker verdienen im Schnitt 37 Prozent mehr. Mit einem Wirtschaftsstudium beträgt das Brutto-Jahresgehalt inklusive variablem Anteil in "BWL, VWL und Wirtschaftswissenschaften" im Schnitt 65.404 Euro, in Wirtschaftsinformatik 68.133 Euro und in Wirtschaftsingenieurwesen sogar 70.288 Euro.