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Deutschlandstipendium ist „marginale Ergänzung“

Das Deutsche Studentenwerk (DSW) sieht im „Deutschlandstipendium“, das die Bundesregierung heute in Berlin offiziell startet, eher eine „marginale Ergänzung“ der Studienfinanzierung.

Eine Almlandschaft mit einer weidenden Kuh.

Deutschlandstipendium ist „marginale Ergänzung“
Berlin, 07.02.2011 (dsw) - Das Deutsche Studentenwerk (DSW) sieht im „Deutschlandstipendium“, das die Bundesregierung heute in Berlin offiziell startet, eher eine „marginale Ergänzung“ der Studienfinanzierung. DSW-Präsident Prof. Dr. Rolf Dobischat sagte in Berlin zur heutigen Auftaktveranstaltung der Bundesregierung: „Das Deutschlandstipendium ist der Versuch der Bundesregierung, eine neue Stipendienkultur zu begründen. Das ist nötig, und das ist richtig. Allein: Eine tragende Säule der Studienfinanzierung sind Stipendien bislang nicht und werden es in Zukunft kaum sein.“
Dobischat verwies auf die Zahlen aus der jüngsten DSW-Sozialerhebung. Der Studie zufolge werden 87% der Studierenden von ihren Eltern unterstützt, zwei Drittel jobben neben dem Studium, ein gutes Viertel erhält BAföG.

Ein Stipendium erhalten derzeit lediglich 3% der Studierenden. Die 10.000 Stipendiatinnen und Stipendiaten, die mit dem „Deutschlandstipendium“ gefördert werden sollen, machen noch nicht einmal ein halbes Prozent der derzeit 2,2 Millionen Studierenden aus.

Dobischat: „Die Studienfinanzierung in Deutschland ruht auf den drei Säulen Elternunterhalt, Jobben und BAföG. Stipendien sind eine marginale Ergänzung, das gilt auch für das ‚Deutschlandstipendium‘ in seiner heutigen Form.“

„Als breit angelegtes Instrument der Studienfinanzierung und als Mittel, um mehr Studierende aus bildungsfernen, einkommensschwächeren Haushalten zu mobilisieren, taugt das ‚Deutschlandstipendium‘ kaum“, so Dobischat weiter.

Er kritisiert, dass das „Deutschlandstipendium“ fast ausschließlich nach Leistungskriterien vergeben werden soll. Er sagt: „Nach der 19. Sozialerhebung haben die Studierenden im Schnitt monatliche Kosten von mehr als 800 Euro. Wer studiert, benötigt daher wesentlich mehr als 300 Euro. Wer jedoch dauernd jobben muss, um sein Studium zu finanzieren, wird kaum die erforderlichen überdurchschnittlichen Leistungen erbringen können. So werden vom Deutschlandstipendium vorrangig die profitieren, die es finanziell weniger nötig haben.“

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