DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
Studentenjob & FinanzenBAföG

BAföG-Erhöhung - Mehr Geld für Studierende

Damit kein wissenschaftliches Talent verloren geht, hat die Bundesregierung ein nationales Stipendienprogramm auf den Weg gebracht. Gleichzeitig steigen die Bafög-Sätze.

Ein großer Felsen im Meer mit Sternenhimmel.

BAföG-Erhöhung - Mehr Geld für Studierende
Berlin, 28.04.2010 (br) - Das Bundeskabinett hat Gesetzentwürfe für ein nationales Stipendien-Programm (StipG) und die 23. Novelle des Bundesausbildungsförderungsgesetzes (Bafög) beschlossen. Diese verbessern die Möglichkeiten, ein Studium zu finanzieren. Trotz eines Anstiegs der Studienanfängerquote auf 43 Prozent im Wintersemester 2009/2010 ist der Anteil der Studierenden im internationalen Vergleich immer noch zu gering. Qualifizierte Fachkräfte werden gebraucht. Alle Potenziale und Talente müssen genutzt werden. Deshalb wird die Bafög-Unterstützung erhöht. Außerdem stärkt die Bundesregierung die Stipendienangebote in Deutschland. Im internationalen Vergleich besteht hier Nachholbedarf. Bundesbildungsministerin Annette Schavan: »Jeder junge Mensch soll sich darauf verlassen können, dass seine Entscheidung für eine gute Bildung nicht an finanziellen Hürden scheitert und dass sich besonderes Engagement in der Ausbildung lohnt und honoriert wird.«

Der Anteil der Stipendiaten in Deutschland soll von derzeit zwei auf zehn Prozent steigen. Alle staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen sollen deshalb die Möglichkeit erhalten, einen entsprechenden Anteil ihrer Studierenden zu fördern. Das Stipendium beläuft sich auf 300 Euro monatlich. Bereits zum kommenden Wintersemester soll die Förderung beginnen. Die Stipendien werden nach Begabung und einkommensunabhängig vergeben. Auch soziale Aspekte wie bildungsferne Herkunft, Migrationshintergrund oder eine Behinderung finden Berücksichtigung. Studierende profitieren davon, dass die Stipendien nicht auf das Bafög angerechnet werden.

Die Hochschulen werben die Stipendienmittel bei Wirtschaft und Privaten ein. Bund und Länder stocken den Betrag in gleicher Höhe auf. Die Wirtschaft hat ein Interesse an der Ausbildung qualifizierter Nachwuchskräfte und ist an der Vernetzung mit den Hochschulen interessiert. Das zeigt das im Wintersemester 2009 angelaufene Stipendienprogramm in Nordrhein-Westfalen. Aufgrund des großen Interesses wurden die dort ursprünglich vorgesehenen 1.200 Stipendien auf 1400 aufgestockt.

Die Breitenförderung von Schülern und Studierenden ist aus Sicht der Bundesregierung jedoch genauso wichtig wie die Begabtenförderung. Deshalb werden mit der 23. Bafög-Novelle die Bedarfssätze um zwei Prozent und die Freibeträge um drei Prozent erhöht. Ab 1. Oktober beträgt beispielsweise der Höchstsatz für Studierende 670 Euro monatlich. Die Altersgrenze steigt von 30 auf 35 Jahre. Damit sollen insbesondere Bachelorstudenten mehr Zeit erhalten, um vor Aufnahme eines Master-Studiums Berufserfahrung sammeln zu können. Für Studierende mit Kindern erhöht sich die Altersgrenze um die Erziehungszeiten. Bei einmaligem Wechsel der Fachrichtung umfasst die Förderung die gesamte Regelstudienzeit des neuen Studiengangs. Außerdem wird das Bafög unbürokratischer, zum Beispiel durch eine Pauschalisierung des Mietzuschlags. Mit der Bafög-Novelle und dem nationalem Stipendienprogramm setzt die Bundesregierung den Koalitionsvertrag um. Sie ermöglicht mit einem Dreiklang aus Bafög, Bildungsdarlehen und Stipendien möglichst vielen jungen Menschen ein Studium. 

Im Forum zu BAföG

13 Kommentare

BAfög und Aktien

WiWi Gast

hey, ich werde bald anfangen zu studieren und wolte dafür bafög beantragen. Nun ist es so, ,dass ich ca. 6000 Euro auf dem Konto habe(Geschenke, erspartes und so weiter). Diese wollte ich in Aktien in ...

6 Kommentare

Bafög Abbruch: Prüfung von Studienleistung?

WiWi Gast

Hey Leute, bei Abbruch des Studiums (erstes Semester) soll man dem Bafög-Amt angeben, wann man zuletzt an Vorlesungen und Prüfungsleistungen teilgenommen hat. Ein Kumpel hat jetzt einfach gar nicht s ...

6 Kommentare

Praktikum Bafög

WiWi Gast

Hallo, ab September startet mein Pflichtpraktikum von 4 Monaten. Jedoch bekomme ich von meinem Praktikumsunternehmen zwei verschiedene Verträge. Einmal 4 Monate Pflichtpraktikum und einmal 2 Monate fü ...

3 Kommentare

duales Studium Steuern und Prüfungswesen + Bafög

WiWi Gast

Hallo zusammen, ich werde mit einem dualen Studium in Stuttgart mit der Richtung Steuern und Prüfungswesen beginnen. Leider ist die Vergütung zu Beginn relativ gering und liegt im ersten Jahr bei 670 ...

3 Kommentare

Berufseinstieg verzögern? Master-Wahl

WiWi Gast

Hallo, ich habe folgendes Problem: Ich habe im Herbst 2012 meinen BWL B.Sc. in 8 Semestern beendet. Da ich bis November ein Praktikum gemacht habe, habe ich mich nicht zum Oktober 2012 für das WS zum ...

6 Kommentare

BAfög Auswirkung auf Hartz IV

WiWi Gast

Guten Abend, also zum WS 2013/14 werde ich wohl ein Studium in NRW an einer staatlichen Uni aufnehmen. Zur Zeit sind wir also an den BAföG Anträgen dran. Vorweg: Meine Eltern (getrennt lebend; gesch ...

2 Kommentare

Weiterhin Bafög nach Abbruch/Wechsel Masterstudium???

WiWi Gast

Vielleicht kann mir jemand mit meiner Angelegenheit weiterhelfen: Situation: Ich habe habe zum Wintersemester 2012 mit dem Masterstudium Finanzwirtschaft und Rechnungswesen an der Wirtschaftsuni Wien ...

Artikel kommentieren

Als WiWi Gast oder Login

Zum Thema BAföG

Fotoauschnitt von einem BaföG-Bescheid für das neue Studiensemester vom Studentenwerk.

BAföG-Erhöhung: Studenten-BAföG steigt auf 735 Euro, BAföG-Freibeträge erhöht

Studenten erhalten sieben Prozent mehr BAföG. Für Studenten mit eigener Wohnung, steigt der monatliche BAföG-Höchstsatz sogar um 9,7 Prozent von 670 auf 735 Euro. Das gilt für FH-Studenten ab September und für Uni-Studenten ab Oktober 2016. Der Einkommensfreibetrag beträgt für BAföG-Empfänger dann 450 Euro. Einkünfte aus Nebenjobs werden bis zu dieser Höhe nicht auf das BAföG angerechnet. Die Vermögensfreibeträge werden für Studenten von 5.200 auf 7.500 Euro erhöht.

Weiteres zum Thema Studentenjob & Finanzen

Ein im Schneidersitz sitzender Mann mit Brille auf einem Gitter hält eine Handy in der Hand und neben ihm steht eine Tasche.

Studentenjob 4.0: Das Jobben per App

Der Studentenjob per App ist da. Energiediscounter eprimo ermöglicht Studenten mit seiner nerdoo-App eine neue Art von Nebenjob. Mit der Wechsel-App für Stromanbieter werden Studierende zu Stromtarif-Beratern und Studienkollegen zu Neukunden. Der "Studentenjob 4.0" bringt bei jedem Wechsel in einen Stromtarif von eprimo 50 Euro Vermittlerprovision. Hinzu kommt eine vom neuen Stromtarif abhängige Wechselprämie von bis zu 250 Euro und je nach PLZ und Verbrauch auch mehr. Wie funktioniert die nerdoo-App und was müssen Studenten beim Jobben per App beachten?

Konten für Studenten

Für Studenten existiert eine Reihe gebührenfreier Girokonten. Die Konditionen der einzelnen Anbieter können dabei sehr unterschiedlich ausfallen. Auch wenn auf den ersten Blick alle Banken mit einem kostenlosen Konto für Studenten werben, lohnt sich ein genauer Vergleich. Dazu bietet auch das Internet mehrere Möglichkeiten an.

Zwei Visakarte hintereinander.

Kostenlose Girokonten für Studenten

Das Studium ist im Allgemeinen eine Zeit, in der viele Studenten sorgsam mit ihrem Geld haushalten müssen. Bei vielen Studiengängen bleibt nur wenig Zeit, um nebenbei noch zu jobben, sodass ein sparsames Leben notwendig ist. Oft vernachlässigen Studenten dabei die Kosten für ihr Girokonto. Hier gibt es deutliche Unterschiede bei den verschiedenen Banken, weswegen es sich durchaus lohnt, die Entscheidung nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.

Beliebtes zum Thema Studium

ZEW Heinz-König-Young-Scholar-Award 2017: ZEW-Forschungsgruppenleiter Kai Hüschelrath (l.) und Vitali Gretschko (r.) mit Preisträgerin Jiekai Zhang und Preisträger Bernhard Kasberger.

Wiener Ökonom mit Heinz-König-Young-Scholar-Award 2017 geehrt

Gleich zwei Nachwuchsökonomen wurden mit dem Heinz König Young Scholar Award 2017 ausgezeichnet. Jiekai Zhang hat die Auswirkungen von regulierter TV-Werbung untersucht. Bernhard Kasberger von der Universität Wien ist für seine Analyse zur Effizienz von Mobilfunkmärkten nach Frequenzauktionen geehrt worden. Der jährlich vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) verliehene Heinz König Young Scholar Award ist mit 5.000 Euro dotiert und beinhaltet einen Forschungsaufenthalt am ZEW.

Eine Frau oder Studentin ohne Kopf sitzt mit einer kaputten Jeans und einem weißen Pullover auf dem Fußboden.

Studienfinanzierung: Finanzieller Druck für Studierende steigt

Mittlerweile jobben gut zwei Drittel der Studierenden neben dem Studium, wie die 21. Sozialerhebung zeigt. Der größte Ausgabeposten ist mit durchschnittlich 323 Euro im Monat die Miete. In Hochschulstädten wie München, Köln, Frankfurt, Hamburg oder Berlin ist es deutlich mehr. Die Einnahmen der Studierenden betragen im Schnitt 918 Euro im Monat, von denen die Eltern 309 Euro beisteuern. Das zeigt auch den Handlungsbedarf beim BAföG-Höchstsatz von 735 Euro.

Die Gradiation Cap mit einigen Münzen vor der Weltkarte

Studienfinanzierung im Ausland

Ein Auslandsstudium oder Auslandssemester kann teuer werden. Dafür das nötige Kleingeld zu sparen, geht über Nebenjobs oder den elterlichen Zuschuss. Das Ersparte reicht jedoch häufig bei Weitem nicht aus. Dafür gibt es in Deutschland zahlreiche Möglichkeiten, sich das Auslandsstudium finanzieren zu lassen. Auslandsbafög, Bildungskredite, Stipendien, Erasmus & Co – WiWi-TReFF zeigt, welche Unterstützung es gibt.

Auslandsmobilität von Studierenden und Wissenschaftlern steigt

Im Jahr 2015 waren fast 140.000 deutsche Studierende für ein Studium im Ausland eingeschrieben. Zu den beliebtesten Gastländern zählen Österreich, die Niederlande, Großbritannien und die Schweiz. Beliebte Zielländer für kurzzeitige Auslandssemester sind Großbritannien, die USA, Frankreich und Spanien. Derzeit verbringen mehr als ein Drittel aller Studierenden einen Teil ihres Studiums im Ausland. An deutschen Hochschulen sind 2017 zum ersten Mal mehr als 355.000 ausländische Studierende eingeschrieben.

Feedback +/-

Feedback