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Studentenjob & Finanzen

Bargeldlos zahlen: Paydirekt will PayPal die Stirn bieten

Nach aktuellen Zahlen, die das Portal Statista veröffentlich hat, zählt der Bezahldienst PayPal inzwischen über 162 Millionen aktive Kunden weltweit. Rund ein Zehntel davon sind Deutsche. Zehn Jahre nach der Einführung von PayPal soll nun der Zahlungsverkehrsdienstleister Paydirekt, ein Gemeinschaftsunternehmen der Deutschen Kreditwirtschaft, Käufer und Banken im E-Commerce intensiver miteinander verbinden. Zudem wollen die Betreiber das bargeldlose Bezahlen sicherer machen.

Eine Visakarte in einem neongrünen Speicher auf einem Steinboden.

Dass das US-amerikanische Unternehmen PayPal weltweit eine Monopolstellung innehat, wenn es um Flugbuchungen oder Überweisungen in Modeshops geht, verdeutlichen die anhaltend hohe Anzahl an Transaktionen weltweit: Während das Transaktionsvolumen im ersten Quartal 2015 noch bei rund 63 Millionen lag, waren es im ersten Quartal diesen Jahres 81 Millionen. Eine Erfolgsgeschichte, die die Betreiber von Paydirekt deutschlandweit umschreiben wollen.

Das Konzept von Paydirekt

Paydirekt ist ein auf Deutschland beschränktes Bezahlverfahren, das als Gemeinschaftsprojekt der deutschen Kreditwirtschaft entwickelt wurde und im November 2015 gestartet ist. Bislang zählt das Unternehmen 220.000 Nutzer. Neben den Genossenschaftsbanken sind auch private Banken und Sparkassen an Paydirekt beteiligt, was sich Paydirekt zum Vorteil machen will: Der Zahlungsverkehrsdienstleister PayPal verdient nämlich vor allem an der Übermittlung von Daten zwischen dem Nutzer und seiner Bank. Paydirekt hingegen wickelt alle Zahlungen nur deutschlandweit, ohne Zwischenschritte und verschlüsselt über das Girokonto des Käufers ab.

Der Aufdruck

Wer Paydirekt nutzen will, muss eine gültige E-Mail-Adresse haben und ein onlinefähiges Girokonto etwa bei der Norisbank, die Paydirekt unterstützt, besitzen. Für Studenten sind die Konditionen hier besonders attraktiv, da die Bank nicht durch ein teures und personalintensives Filialnetz belastet ist wie stationäre Banken.

Wer ein Girokonto eröffnet,

Datensicherheit

Den Bankkunden, die bislang noch Sicherheitsbedenken bei Zahlungen im Internet haben, wollen die Betreiber von Paydirekt ihre Ängste nehmen. Für die Händler beispielsweise bietet das Verfahren eine Zahlungsgarantie. Wenn ein Kunde verbindlich bestellt, wird in Echtzeit überprüft, ob dessen Konto ausreichend gedeckt ist. Bleibt die Zusage der Bank aus, wird der Bestellvorgang beendet – gewissermaßen auch ein Selbstschutz für den Käufer. Für den Kunden greift im Zweifelsfall der Käuferschutz: Erhält er seine Ware nicht und kann der betreffende Händler gegenüber Paydirekt den Versand nicht nachweisen, erhält der Kunde sein Geld zurück. Das war in den letzten Jahren bei PayPal oft nicht der Fall: Für Käufe, die nicht über eBay abgewickelt werden, bietet PayPal zwar die Möglichkeit der Käuferbeschwerde, wird diese im Sinne des Käufers entschieden, richtet sich der Betrag der Rückerstattung jedoch nach dem Kontostand des Verkäufers. Ist der Händler also insolvent, bekommt der Kunde sein Geld nicht wieder.

Bezahldienste wie PayPal nutzen zudem einfache Login-Verfahren, die es Hackern erleichtern, die Daten abzufangen. Die Anmeldung für Paydirekt nimmt zwar etwas mehr Zeit in Anspruch, ist dafür aber sicherer: Im Online-Banking-Bereich seiner Bank kann sich der Kunde direkt für Paydirekt registrieren, wählt einen Benutzernamen und ein Passwort aus und bestätigt diese mit einer TAN-Nummer. Im Anschluss erhält er von der Bank einen Aktivierungslink per E-Mail und kann Paydirekt freischalten. Mit Benutzername und Passwort kann der Bankkunde anschließend bei teilnehmenden Onlineshops bezahlen, nachdem er den Button "Paydirekt" gewählt hat. Für ausreichenden Datenschutz vor Hackerattacken soll bei Paydirekt zudem die IT-Plattform von Senacor sorgen, die für die Betrugsabwehr, Identifizierung und Autorisierung von Nutzern und Transaktionen sowie den Schutz gegen Cyber-Angriffe eingesetzt wird.

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Eine bunt angemalte Tür.

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