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Studierende haben im Durchschnitt 770 Euro im Monat zur Verfügung

Im Durchschnitt haben die Studierenden 770 Euro im Monat zur Verfügung, aber es gibt weiterhin eine deutliche Spannweite: Jeder fünfte Studierende liegt mit seinem Monatsbudget unter dem BAföG-Höchstsatz von 585 Euro, jeder Dritte unter 640 Euro.

Eine Hand wird hochgehalten vor grünen Farn.

Studierende haben im Durchschnitt 770 Euro im Monat zur Verfügung
Berlin, 06.07.2007 (idw) - Im deutschen Bildungssystem entscheidet die soziale Herkunft ganz maßgeblich über den Bildungsweg. Von 100 Akademikerkindern schaffen 83 den Hochschulzugang, dagegen nur 23 von 100 Kindern aus Familien ohne akademische Tradition. Kinder aus Beamtenfamilien, in denen mindestens ein Elternteil studiert hat, haben eine fünfeinhalb Mal so hohe Studierchance wie Kinder aus Arbeiterfamilien. Dies sind zentrale Ergebnisse der neuen, inzwischen 18. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks (DSW) zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der Studierenden. Rund 17.000 Studierende haben im Sommersemester 2006 an der Befragung teilgenommen. Die Sozialerhebung zeigt deutlich: Die Rekrutierungspotenziale für mehr Akademikerinnen und Akademiker aus den hochschulnahen Bildungsmilieus sind ausgeschöpft. Die zusätzlichen Hochqualifizierten, die Deutschland dringend benötigt, müssen aus hochschulfernen und einkommensschwächeren Schichten mobilisiert werden.

Im Durchschnitt haben die Studierenden 770 Euro im Monat zur Verfügung, aber es gibt weiterhin eine deutliche Spannweite. Jeder fünfte Studierende liegt mit seinem Monatsbudget unter dem BAföG-Höchstsatz von 585 Euro, jeder Dritte unter dem Betrag von 640 Euro, den die Familiengerichte als Orientierungswert für den Elternunterhalt festgelegt haben. Nur rund 60% der Studierenden gingen im Sommersemester 2006 davon aus, ihre Studienfinanzierung sei gesichert. 2003 waren es noch fünf Prozent mehr. Auch an die soziale und wirtschaftliche Infrastruktur des Studiums, wie sie die 58 Studentenwerke bereitstellen, stellen die Studierenden neue Anforderungen. Dies betrifft insbesondere die Studentenwerksgastronomie, das Wohnraumangebot und die Beratung. Zu finanziellen Themen haben die Studierenden laut Sozialerhebung den größten Informations- und Beratungsbedarf.

Seit mehr als 55 Jahren zeichnen die Sozialerhebungen des Deutschen Studentenwerks ein genaues Bild der wirtschaftlichen und sozialen Lage der Studierenden in Deutschland. HIS, Hochschul-Informations-System, führt die Untersuchung im Auftrag des Deutschen Studentenwerks alle drei Jahre durch. Rund 17.000 Studierende nahmen im Sommersemester 2006 an der jüngsten Befragung teil. Gefördert wird die Untersuchung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Die 18. Sozialerhebung bietet Informationen unter anderem zur Bildungsbeteiligung, zum sozialen Profil der Studierenden, zur Studienfinanzierung, zur Erwerbstätigkeit, zum BAföG, dem studentischen Zeitbudget, den Wohnformen sowie zum Beratungs- und Informationsbedarf. Ebenfalls gefragt wurde nach den gesundheitlichen Beeinträchtigungen von Studierenden; zur Situation von Studierenden mit Migrationshintergrund gibt es erstmals differenzierte Daten.

Kurzbericht der 18. Sozialerhebung (50 Seiten) zum Download
http://www.studentenwerke.de/pdf/Kurzfassung18SE.pdf

 

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