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Studentenwerk: »Deutschland braucht ein starkes BAföG«

Das Deutsche Studentenwerk (DSW) fordert die neue schwarz-gelbe Bundesregierung auf, das BAföG zu stärken. DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde: „Staatliche Studienfinanzierung stärken für mehr Chancengleichheit“

Der schwarze Schriftzug Chancengeber auf einer weiß-roten Plastiktüte.

Studentenwerk: »Deutschland braucht ein starkes BAföG«
Hamburg/Berlin, 8.10.2009. Das Deutsche Studentenwerk fordert die neue schwarz-gelbe Bundesregierung auf, das BAföG zu stärken. „Beide künftigen Regierungsparteien haben im Wahlkampf betont, dass sie mehr Hochqualifizierte und ein sozial durchlässigeres Bildungs- und Hochschulsystem wollen“, sagte Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks (DSW), heute in Hamburg beim Jahrestreffen aller BAföG-Ämter der Studentenwerke. „Indem sie nun das BAföG ausbauen und sich zu einer starken staatlichen Studienfinanzierung bekennen, können Union und FDP beweisen, dass sie es ernst meinen mit diesen Zielen.“

„Deutschland braucht ein starkes BAföG“, ist Meyer auf der Heyde überzeugt. „Das BAföG ist ein starkes Argument für ein Hochschulstudium, und es ist das Schlüsselinstrument für mehr Chancengleichheit und mehr soziale Durchlässigkeit im nach wie vor hochselektiven deutschen Hochschulsystem.“ Nach DSW-Schätzungen hätten seit 1971, als das BAföG im parteiübergreifenden Konsens eingeführt wurde, drei bis vier Millionen Menschen dank BAföG studieren können.

Die Große Koalition hatte 2007 nach langen Jahren des Stillstands eine Anhebung der BAföG-Bedarfssätze um 10% sowie der Freibeträge auf das Elterneinkommen um 8% beschlossen; diese Erhöhungen traten zum Herbst 2008 in Kraft. Der Förderungshöchstsatz für Studierende, die nicht bei ihren Eltern wohnen, liegt nun bei 648 Euro im Monat. Durch die höheren Freibeträge sollen bis zu 100.000 Studierende zusätzlich im Monatsdurchschnitt gefördert werden.

„An der Stellschraube Elternfreibeträge muss noch weiter gedreht werden“, fordert Meyer auf der Heyde. „Dann würden sich vor allem mehr Familien aus der unteren Mittelschicht, die bisher keine Förderung erhielten, für ein Studium entscheiden.“

Nach den jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamts erhielten im Jahr 2008 510.000 der rund zwei Millionen Studierenden BAföG. Insgesamt haben Bund und Länder für das Studierenden-BAföG 2008 1,59 Milliarden Euro ausgegeben. Das BAföG wird zur Hälfte als Zuschuss und zur Hälfte als zinsloses, auf 10.000 Euro gedeckeltes Darlehen ausbezahlt.

Heute und morgen treffen sich unter dem Dach des Deutschen Studentenwerks die BAföG-Ämter aus den Studentenwerken; Gastgeber der jährlichen „Förderungstagung“ ist das Studierendenwerk Hamburg. Rund 130 BAföG-Expertinnen und –Experten tauschen sich in Hamburg aus.

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Alles über 4880 ? während des Bewilligungszeitraums wird angerechnet.

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