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BWL weitermachen oder Orientierungsstudium?

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WiWi Gast

BWL weitermachen oder Orientierungsstudium?

Hallo liebes Forum

ich habe vor einem Jahr angefangen BWL auf einer Fachhochschule zu studieren mit dem Gedanken "damit kann ja nichts falsch machen" sprich weil ich nicht wüsste was ich sonst machen soll aber mich Wirtschaft interessiert hat. Jedoch bin ich mir nicht mehr ganz sicher ob es die richtige Entscheidung war und man ließt auch immer wieder, dass es auf dem Arbeitsmarkt für BWLer aufgrund sehr hoher Absolventenzahlen eher düster aussieht, wenn man nicht gerade ein Überflieger mit viel Vitamin B, Auslandssemester, Zusatzqualifikationen, Praktika bei renommierten Untermehmen usw. ist und dass die meisten in Sachbearbeiterpositionen landen für die eine einfache kaufmännische Ausbildung gereicht hätte wie man hier ließt. Als ich dieses Forum gefunden habe, hab ich auch richtig Panik bekommen, dass diese ganzen Horror Szenarien mit Arbeitslosigkeit auf mich zutreffen werden, was insbesondere fatal wäre weil ich von einer Arbeiterfamilie komme. Und ich bin definitiv kein High Performer.

Ich habe gehört, dass die TU in Berlin das Orientierungsstudium MINTgrün anbietet, bei dem man Module aus allen Hochschulen in Berlin belegen und sich alle Bereiche anschauen kann bezügliche Studiengänge und Berufsbilder. Ich habe mich auch schon dafür registriert und müsste nur noch die Unterlagen hochladen und mich von der aktuellen Hochschule exmatrikulieren. Meint ihr es wäre besser dieses einjährige Orientierungsstudium zu machen um herauszufinden was ich wirklich studieren und arbeiten möchte oder soll ich weiter BWL studieren?

Es besteht halt das Risiko, dass ich auch nach dem Orientierungsstudium wegen meinem Notendurchschnitt (2,4) keinen Platz für mein Wunschstudium bekomme und in dem Fall würde ich mich auch wieder in den alten Studiengang einschreiben müssen. Ich möchte halt in Berlin bleiben.
Mir haben auch andere vorgeschlagen BWL durchzuziehen und wenn ich nicht in diese Richtung gehen will einfach ein anderes Bachelor Studium anzufangen Hauptsache ich habe bereits einen Bachelor in der Hand.

In der Schule war ich eher von Geisteswissenschaften begeistert, aber die Berufsaussichten sind in den meisten Fällen eher schlecht. In Mathe war ich zwar nicht gut, aber ich habe keine Abneigung dagegen.

Was meint ihr?

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WiWi Gast

BWL weitermachen oder Orientierungsstudium?

WiWi Gast schrieb am 11.09.2021:

Hallo liebes Forum

ich habe vor einem Jahr angefangen BWL auf einer Fachhochschule zu studieren mit dem Gedanken "damit kann ja nichts falsch machen" sprich weil ich nicht wüsste was ich sonst machen soll aber mich Wirtschaft interessiert hat. Jedoch bin ich mir nicht mehr ganz sicher ob es die richtige Entscheidung war und man ließt auch immer wieder, dass es auf dem Arbeitsmarkt für BWLer aufgrund sehr hoher Absolventenzahlen eher düster aussieht, wenn man nicht gerade ein Überflieger mit viel Vitamin B, Auslandssemester, Zusatzqualifikationen, Praktika bei renommierten Untermehmen usw. ist und dass die meisten in Sachbearbeiterpositionen landen für die eine einfache kaufmännische Ausbildung gereicht hätte wie man hier ließt. Als ich dieses Forum gefunden habe, hab ich auch richtig Panik bekommen, dass diese ganzen Horror Szenarien mit Arbeitslosigkeit auf mich zutreffen werden, was insbesondere fatal wäre weil ich von einer Arbeiterfamilie komme. Und ich bin definitiv kein High Performer.

Ich habe gehört, dass die TU in Berlin das Orientierungsstudium MINTgrün anbietet, bei dem man Module aus allen Hochschulen in Berlin belegen und sich alle Bereiche anschauen kann bezügliche Studiengänge und Berufsbilder. Ich habe mich auch schon dafür registriert und müsste nur noch die Unterlagen hochladen und mich von der aktuellen Hochschule exmatrikulieren. Meint ihr es wäre besser dieses einjährige Orientierungsstudium zu machen um herauszufinden was ich wirklich studieren und arbeiten möchte oder soll ich weiter BWL studieren?

Es besteht halt das Risiko, dass ich auch nach dem Orientierungsstudium wegen meinem Notendurchschnitt (2,4) keinen Platz für mein Wunschstudium bekomme und in dem Fall würde ich mich auch wieder in den alten Studiengang einschreiben müssen. Ich möchte halt in Berlin bleiben.
Mir haben auch andere vorgeschlagen BWL durchzuziehen und wenn ich nicht in diese Richtung gehen will einfach ein anderes Bachelor Studium anzufangen Hauptsache ich habe bereits einen Bachelor in der Hand.

In der Schule war ich eher von Geisteswissenschaften begeistert, aber die Berufsaussichten sind in den meisten Fällen eher schlecht. In Mathe war ich zwar nicht gut, aber ich habe keine Abneigung dagegen.

Was meint ihr?

Zieh BWL durch und mach parallel das Orientierungsstudium auf eigene Faust. Also setz dich in die verschiedenen Vorlesungen und schau welche Berufsfelder dich interessieren. Dann kannst du nach deinem BWL-Abschluss direkt anfangen mit deinem neuem Studium und brauchst so insgesamt 6 Jahre für 2 Bachelor, und nicht 5 Jahre für einen. Vorallem ist es nie verkehrt einen Bachelor im bwl zu haben auch wenn man erstmal ne andere Schiene fährt.

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WiWi Gast

BWL weitermachen oder Orientierungsstudium?

Bwl an einer Fh ist tatsächlich keine gute Wahl. Bwl lohnt sich im Grunde für 10-max 20 Prozent eines Jahrgangs. Wobei 20 schon fast zu viel ist. Die konkurrieren dann um die begehrten Stellen. Aber man muss auch dazu sagen, dass auch BWLer mit Mintler konkurrieren. Beispielsweise in der UB und gute Mintler werden meiner Erfahrung nach immer bevorzugt. Das Profil sollte dann wirklich gut sein. Praktika, gute Uni, außeruniversitäres Engagement, bestenfalls Stipendien. Vitamin B ist überschätzt. Das baut man auch selbst auf und das Klischee von Papi, der einem die Jobs bringt, gibt es in der Realität kaum. Wenn du der Meinung bist, kein High Performer zu sein und nicht als Sachbearbeiter enden willst, was tatsächlich die meisten Bwler tun, dann schwenk um. Ansonsten verbringst du 40 Jahre (vielleicht sogar länger) im falschen Beruf. BWL also nur deswegen durchzuziehen, um einen Bachelor zu haben, ist eine schlechte Idee. Lass dich nicht von Leuten beraten, die nur aus Angst studieren nicht arbeitslos zu sein. Da sind die Ansprüche ja wirklich sehr niedrig.

Ich kenne das Programm nicht, aber das klingt nach einer tollen Möglichkeit. Danach solltest du wissen, wofür du dich begeisterst. Allerdings wird auch nicht jeder Mintler mit Kusshand genommen. Aktuell werden vor allem Informatiker bzw. Wirtschaftsinformatiker gesucht. Maschinenbauer oder Ingeneure haben es genau wie Bwler auch schwer und nur die besten Absolventen kommen logischerweise in die begehrten Stellen. Aber als 0815 Mintler sollte dein Gehalt und Arbeitsalltag meistens besser sein als der 0815 Bwler. Über Arbeitslosigkeit würde ich mir nun wirklich keine Gedanken machen. Das betrifft meistens wirklich Leute, die ihr Studium in den Sand gesetzt haben oder denen es an persönlichen Merkmalen mangelt. Man findet immer irgendwas. In Deutschland verhungert keiner. Gerade als Berufseinsteiger sind solche Themen nur Panik und schlecht fürs Gemüt.

Geisteswissenschaften würde ich nicht machen. Mach das lieber in deiner Freizeit oder irgendwann noch mal einen Bachelor. Aber mach erstmal was vernünftigen. So abgedroschen wie das klingt. Die meisten steigen unterdurchschnittlich ein, haben schlechte Karrierechancen und arbeiten oft nicht in ihrem Wunschbereich. Ich wollte immer Historiker werden und über die Römer forschen, aber Hand aufs Herz. Was meinst du wie viele das wollen und es am Ende schaffen?

2,4 reicht denke ich für viele MINT Fächer. Das gute ist ja, dass die schweren Fächer oft einen niedrigen NC haben. Es gibt Vorbereitungskurse für Mathematik und mit genügend Fleiß wirst du das packen. Auch wenn es nicht leicht wird, da die Berlin Uni ja technisch ist.

Mach während des Studiums 1-2 Praktika oder such dir eine gute Werkstudentenstelle, vielleicht schaffst du sogar noch etwas außeruniversitäres ehrenamtliches zu machen, mach ein Auslandssemester und dein Profil ist gut. Da bist du besser aufgestellt als deine FH Bwl Kollegen. Am Ende lass dir gesagt ein, du kannst sogar ein sehr gutes Profil schaffen. Aber dafür musst du jeden Tag mehrere Stunden lernen. Daran entscheidet sich, wie stark dein Bachelor wird.

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WiWi Gast

BWL weitermachen oder Orientierungsstudium?

Historiker mit Vertiefung Altertum wäre auch mein Ding gewesen. Habe auch das große Latinum, aber kein Griechisch. Am Ende bin ich Ingenieur geworden. Deshalb würde ich jedem, der nicht für Technik und Mathe brennt, eher von MINT an einer TU abraten. Der TE sollte mit seinen Voraussetzungen auf jeden Fall einen großen Bogen um eine TU machen. Wenn überhaupt MINT, dann nur auf einer FH.

BWL an der FH ist so wie eine kaufmännische Lehre nicht unbedingt verkehrt. An einer FH kann man aber auch Soziale Arbeit studieren. Das ist wirklich nicht schwer bzw. anspruchsvoll, dafür hat man hinterher fast garantiert einen Job. Zusammen mit Vorkenntnissen in BWL kann man dann in der freien Wohlfahrtspflege durchaus Karriere machen. Persönlich kenne ich zwei Beispiele, die wirklich sehr gut verdient haben! Für Führungskräfte gibt es in diesem Bereich nämlich auch AT-Verträge, die weit über TVÖD-E15 liegen. Und man hat den Gutmenschenstatus ...

WiWi Gast schrieb am 11.09.2021:

Bwl an einer Fh ist tatsächlich keine gute Wahl. Bwl lohnt sich im Grunde für 10-max 20 Prozent eines Jahrgangs. Wobei 20 schon fast zu viel ist. Die konkurrieren dann um die begehrten Stellen. Aber man muss auch dazu sagen, dass auch BWLer mit Mintler konkurrieren. Beispielsweise in der UB und gute Mintler werden meiner Erfahrung nach immer bevorzugt. Das Profil sollte dann wirklich gut sein. Praktika, gute Uni, außeruniversitäres Engagement, bestenfalls Stipendien. Vitamin B ist überschätzt. Das baut man auch selbst auf und das Klischee von Papi, der einem die Jobs bringt, gibt es in der Realität kaum. Wenn du der Meinung bist, kein High Performer zu sein und nicht als Sachbearbeiter enden willst, was tatsächlich die meisten Bwler tun, dann schwenk um. Ansonsten verbringst du 40 Jahre (vielleicht sogar länger) im falschen Beruf. BWL also nur deswegen durchzuziehen, um einen Bachelor zu haben, ist eine schlechte Idee. Lass dich nicht von Leuten beraten, die nur aus Angst studieren nicht arbeitslos zu sein. Da sind die Ansprüche ja wirklich sehr niedrig.

Ich kenne das Programm nicht, aber das klingt nach einer tollen Möglichkeit. Danach solltest du wissen, wofür du dich begeisterst. Allerdings wird auch nicht jeder Mintler mit Kusshand genommen. Aktuell werden vor allem Informatiker bzw. Wirtschaftsinformatiker gesucht. Maschinenbauer oder Ingeneure haben es genau wie Bwler auch schwer und nur die besten Absolventen kommen logischerweise in die begehrten Stellen. Aber als 0815 Mintler sollte dein Gehalt und Arbeitsalltag meistens besser sein als der 0815 Bwler. Über Arbeitslosigkeit würde ich mir nun wirklich keine Gedanken machen. Das betrifft meistens wirklich Leute, die ihr Studium in den Sand gesetzt haben oder denen es an persönlichen Merkmalen mangelt. Man findet immer irgendwas. In Deutschland verhungert keiner. Gerade als Berufseinsteiger sind solche Themen nur Panik und schlecht fürs Gemüt.

Geisteswissenschaften würde ich nicht machen. Mach das lieber in deiner Freizeit oder irgendwann noch mal einen Bachelor. Aber mach erstmal was vernünftigen. So abgedroschen wie das klingt. Die meisten steigen unterdurchschnittlich ein, haben schlechte Karrierechancen und arbeiten oft nicht in ihrem Wunschbereich. Ich wollte immer Historiker werden und über die Römer forschen, aber Hand aufs Herz. Was meinst du wie viele das wollen und es am Ende schaffen?

2,4 reicht denke ich für viele MINT Fächer. Das gute ist ja, dass die schweren Fächer oft einen niedrigen NC haben. Es gibt Vorbereitungskurse für Mathematik und mit genügend Fleiß wirst du das packen. Auch wenn es nicht leicht wird, da die Berlin Uni ja technisch ist.

Mach während des Studiums 1-2 Praktika oder such dir eine gute Werkstudentenstelle, vielleicht schaffst du sogar noch etwas außeruniversitäres ehrenamtliches zu machen, mach ein Auslandssemester und dein Profil ist gut. Da bist du besser aufgestellt als deine FH Bwl Kollegen. Am Ende lass dir gesagt ein, du kannst sogar ein sehr gutes Profil schaffen. Aber dafür musst du jeden Tag mehrere Stunden lernen. Daran entscheidet sich, wie stark dein Bachelor wird.

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WiWi Gast

BWL weitermachen oder Orientierungsstudium?

WiWi Gast schrieb am 12.09.2021:

Historiker mit Vertiefung Altertum wäre auch mein Ding gewesen. Habe auch das große Latinum, aber kein Griechisch. Am Ende bin ich Ingenieur geworden. Deshalb würde ich jedem, der nicht für Technik und Mathe brennt, eher von MINT an einer TU abraten. Der TE sollte mit seinen Voraussetzungen auf jeden Fall einen großen Bogen um eine TU machen. Wenn überhaupt MINT, dann nur auf einer FH.

BWL an der FH ist so wie eine kaufmännische Lehre nicht unbedingt verkehrt. An einer FH kann man aber auch Soziale Arbeit studieren. Das ist wirklich nicht schwer bzw. anspruchsvoll, dafür hat man hinterher fast garantiert einen Job. Zusammen mit Vorkenntnissen in BWL kann man dann in der freien Wohlfahrtspflege durchaus Karriere machen. Persönlich kenne ich zwei Beispiele, die wirklich sehr gut verdient haben! Für Führungskräfte gibt es in diesem Bereich nämlich auch AT-Verträge, die weit über TVÖD-E15 liegen. Und man hat den Gutmenschenstatus ...

MINT an einer TU ist machbar, aber man muss halt Bock drauf haben. Deswegen macht er ja das Orientierungsstudium. Warum soll er einen großen Bogen darum machen? Wenn er merkt, das ist nichts, dann kann er an die HTW Berlin. Da gibts auch Wirtschaftsinformatik.

Zum Thema BWL und FH kann man eigentlich nur abraten. Außer du bist ein Überflieger, der < 1,5 BA hast und einen sehr guten Master machst. Er sagt ja aber selbst, dass er kein HiPo ist. Insofern will er einfach ein Standard Profil hinlegen und da ist MINT von einer Uni deutlich besser.

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WiWi Gast

BWL weitermachen oder Orientierungsstudium?

Erzähl uns mal was Du wo studiert hast! Der TE ist nach eigener Einschätzung kein HiPo. Ist ja gut, dass er sich das eingestehen kann. Ein richtiges MINT-Studium an einer TU (also kein Lehramt) wird nichts für ihn sein. Da reicht es einfach nicht, darauf nur Bock zu haben. Das ist kein Fleißprogramm mit Auswendig lernen wie BWL. An der TU scheitern auch Leute daran, die das brennend interessiert. FH ist für ihn genau das richtige. Auch wenn es MINT sein soll.

WiWi Gast schrieb am 12.09.2021:

MINT an einer TU ist machbar, aber man muss halt Bock drauf haben. Deswegen macht er ja das Orientierungsstudium. Warum soll er einen großen Bogen darum machen? Wenn er merkt, das ist nichts, dann kann er an die HTW Berlin. Da gibts auch Wirtschaftsinformatik.

Zum Thema BWL und FH kann man eigentlich nur abraten. Außer du bist ein Überflieger, der < 1,5 BA hast und einen sehr guten Master machst. Er sagt ja aber selbst, dass er kein HiPo ist. Insofern will er einfach ein Standard Profil hinlegen und da ist MINT von einer Uni deutlich besser.

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WiWi Gast

BWL weitermachen oder Orientierungsstudium?

TE hier

Danke erstmal für die Antworten. Ich weis, dass ein MINT studium an einer TU sehr hart ist, ich habe auch Freunde an der TU die Informatik und Ingenieurfächer studieren. Ich will es aber unbedingt versuchen. Das Problem ist aber, dass ich jetzt kein rieeesen Interesse an den Studienfächer habe, sondern eher darauf schaue gute und sichere Berufsaussichten zu haben.

Auch fühle ich mich an der FH unwohl, weil wir manche Fächer haben, wo wir Noten fast verschenkt bekommen oder irgendwelche "Schlüsselqualifikationen" belegen müssen, wo wir ein paar Videos anschauen und Quize dazu machen. Wir bekamen sogar bessere Noten durch bloßes Fragenstellen während Gruppenpräsentationen. Und die Gruppenpräsentationen nerven auch, weil die mehr Zeit kosten als sie eigentlich sollten

Das demotiviert mich irgendwie richtig. Ich will auch stolz auf Leistungen sein können, aber hab Angst mächtig zu versagen und nichts zu schaffen und mit nichts darzustehen.

Alternative Studienfächer an die ich gedacht habe waren Informatik, wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsingenieurwesen und Lehramt.

Wie gesagt nicht unbedingt wegen brennendem Interesse (wobei ich Mathe, Logik usw. sehr interessant finde) sondern wegen besseren Aussichten

Da ich 19 bin sollte ich mir um mein Alter eigentlich keine Sorgen machen, aber mein Umfeld ist schon richtig dabei ihren Weg zu gehen und das macht mir richtig Druck.

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WiWi Gast

BWL weitermachen oder Orientierungsstudium?

WiWi Gast schrieb am 24.09.2021:

TE hier

Danke erstmal für die Antworten. Ich weis, dass ein MINT studium an einer TU sehr hart ist, ich habe auch Freunde an der TU die Informatik und Ingenieurfächer studieren. Ich will es aber unbedingt versuchen. Das Problem ist aber, dass ich jetzt kein rieeesen Interesse an den Studienfächer habe, sondern eher darauf schaue gute und sichere Berufsaussichten zu haben.

Auch fühle ich mich an der FH unwohl, weil wir manche Fächer haben, wo wir Noten fast verschenkt bekommen oder irgendwelche "Schlüsselqualifikationen" belegen müssen, wo wir ein paar Videos anschauen und Quize dazu machen. Wir bekamen sogar bessere Noten durch bloßes Fragenstellen während Gruppenpräsentationen. Und die Gruppenpräsentationen nerven auch, weil die mehr Zeit kosten als sie eigentlich sollten

Das demotiviert mich irgendwie richtig. Ich will auch stolz auf Leistungen sein können, aber hab Angst mächtig zu versagen und nichts zu schaffen und mit nichts darzustehen.

Alternative Studienfächer an die ich gedacht habe waren Informatik, wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsingenieurwesen und Lehramt.

Wie gesagt nicht unbedingt wegen brennendem Interesse (wobei ich Mathe, Logik usw. sehr interessant finde) sondern wegen besseren Aussichten

Da ich 19 bin sollte ich mir um mein Alter eigentlich keine Sorgen machen, aber mein Umfeld ist schon richtig dabei ihren Weg zu gehen und das macht mir richtig Druck.

Also erstmal: Du bist 19. Viele studieren erst mit 23. Streich das eigentlich. Wichtig ist wirklich, dass du das studierst, was einen Querschnitt aus Interessen, eigenen Fähigkeiten und Berufsperspektive bildet. Sehr gut, dass du dir bereits mit 19 so klar bist.

Wenn du wirkliches Interesse an Mathe und Logik hast, dann ist eine technische Uni genau das richtige für dich. Allerdings ist das wirklich kein Spaziergang und du musst jeden Tag ackern. Das muss dir klar sein. Wobei der Unterschied zu einer normalen Uni zu einer TU auch nicht riesengroß ist. Zu einer FH schon.

An deiner Stelle würde ich wirklich Wirtschaftsinformatik wählen bzw. dort mal reinschnuppern und schauen, wie es dir liegt und ob du dir vorstellen kannst, das 3 Jahre durchzuziehen + ggf. einen Master. Dann machst du am besten noch Praktika in den Bereich, in den du später willst und dir steht eigentlich alles offen. Insofern die Noten passen. Mit dem Studiengang kannst du in typische BWL Bereiche oder Info Bereiche wie Softwarentwickler etc.

Info und Wing sind noch mal ein Stück härter und die Berufsperspektiven sind nicht besser, tendenziell eher schlechter weil du dort mit richtigen Cracks konkurrierst, die sich später um genau die technischen Berufe bewerben.

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WiWi Gast

BWL weitermachen oder Orientierungsstudium?

TE: Wäre es vielleicht eine schlechte Idee das BWL Studium erstmal durchzuziehen?

Ich fand den ersten Vorschlag auch sehr gut, dass ich auch nach dem BWL Studium was anderes machen könnte und einfach in Vorlesungen reinschnuppere. Denn dann hätte ich, wenn ich einen zweiten Bachelor anfange, nach 6 Jahren zwei Bachelor statt nur einen nach 5 Jahren und mit 21/22 wäre ich ja auch nicht zu alt um einen zweiten Bachelor anzufangen. Auch gibt es ja nicht-konsekutive Masterstudiengänge die ich nach dem BWL Studium anfangen könnte, falls ich nicht bei BWL bleiben möchte.

Es wird wohl doch darauf hinauslaufen, dass ich das Studium nicht abbreche und durchziehe. Ich werde aber das Beste aus dem Studium machen und ich hoffe, dass es nicht komplett sinnlos ist. Oder ist das eine sehr schlechte Idee? Tut mir leid, wenn ich so unsicher wirke, aber davon hängt einfach so viel ab in meinen Augen.

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