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Studienanfänger bei der Hochschulwahl mobiler

Das Sekretariat der Kultusministerkonferenz legt den neuen Bericht zur Mobilität der Studienanfänger und Studierenden in Deutschland von 1980 bis 2005 vor.

Eine U-Bahn in Amerika Richtung Jamaica Center.

Studienanfänger bei der Hochschulwahl mobiler
Bonn, 19.09.2007 (kmk) - Das Sekretariat der Kultusministerkonferenz legt den neuen Bericht zur Mobilität der Studienanfänger und Studierenden in Deutschland von 1980 bis 2005 vor. Darin wird die Mobilität der deutschen Studienanfänger und Studierenden nach Hochschularten, Ländern, Geschlecht und Fächergruppen im Zeitverlauf dargestellt. Mobilität von Studierenden führt zu einem größeren Austausch von Wissenspotenzialen und fördert die persönliche Entwicklung. Außerdem ist es für die Zukunft eines Landes von erheblicher Bedeutung, gut qualifizierte junge Menschen zu halten bzw. zu gewinnen.

Im Jahr 2005 gingen 31,7 % (+ 1,3 % mehr als 2003) der deutschen Studienanfänger zum Studium in ein anderes Bundesland. Im Laufe des Studiums nimmt die Mobilität über Ländergrenzen hinweg auf 33,1 % insgesamt leicht zu. Die Studienanfänger an Universitäten sind mit 33,8 % dabei mobiler als die Studienanfänger an Fachhochschulen, die nur zu 27,9 % einen Studienort außerhalb des eigenen Bundeslandes wählen. Auffällig ist zudem, dass 34,2 % der weiblichen, aber nur 29,4 % der männlichen Studienanfänger zum Studium das Bundesland wechseln. Mit 42,8 % gehen deutlich mehr junge Menschen aus den neuen Ländern (einschließlich Berlin) zum Studium in ein anderes Land als ihre Kommilitonen aus den alten Ländern (30,4 %).

Das regional z. T. sehr unterschiedliche Studienangebot spiegelt sich im Wanderungsverhal-ten der deutschen Studienanfänger und Studierenden wider. Während fast zwei Drittel (65,6 %) der Studienanfängerinnen und -anfänger der Veterinärmedizin ihr Studium in einem anderen Bundesland aufnehmen, sind es in den Ingenieurwissenschaften nur 25,5 %. Eine relativ hohe Mobilität ist auch bei den Studienanfängern in den Agrar-, Forst- und Ernährungswissenschaften (43,2 %) sowie in Humanmedizin (42,9 %) zu beobachten. Die fächergruppenspezifische Exportquote in den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften liegt bei 34 %.

Recht unterschiedlich fiel zudem die Mobilität in den einzelnen Ländern aus: In Nordrhein-Westfalen (81,3 %), Bayern (78,5 %) und Baden-Württemberg (70,1 %) waren überdurchschnittlich viele Studierende territorial sesshaft, d.h. sie studierten im Land des Erwerbs der Hochschulzugangsberechtigung. Dagegen wiesen Brandenburg (31,4 %), das Saarland (47,8 %) und Schleswig-Holstein (48,8 %) die niedrigsten Quoten an Sesshaftigkeit auf.

Von Interesse ist darüber hinaus auch der Wanderungssaldo als Differenz zwischen Zu- und Abwanderung: So konnten im Jahr 2005 bei den deutschen Studienanfängern Hamburg (+3 800), Bayern (+3 700) und Nordrhein-Westfalen (+2 700) die größten Wanderungsge-winne verbuchen, während die Länder Niedersachsen (-4 500), Brandenburg (-3 500) und Thüringen (-1 600) erheblich mehr Studienanfänger an andere Länder abgaben als dort zum Studium hinzogen. Bei den deutschen Studierenden wiesen Berlin (+32 000), Hamburg (+19 000) und Nordrhein-Westfalen (+16 000) die höchsten Zugewinne aus. Die höchsten negativen Wanderungssalden an Studierenden fanden sich in Niedersachsen (-25 300), Brandenburg (-16 400) und in Thüringen (-9 600).

Bezogen auf die Studierenden mit im jeweiligen Land erworbener Hochschulzugangsberechtigung haben die Stadtstaaten Bremen (+53,7 %), Hamburg (+45,8 %) und Berlin (+38,0 %) die stärksten positiven Wanderungsquoten. Die höchsten negativen Wanderungsquoten verzeichnen hingegen Brandenburg (-31,1 %), das Saarland (-27,9 %) und Thüringen (-17,2 %).

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