DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
Studienstart & Studium

10. Studierenden-Survey: Studierende zufrieden mit Qualität des Studiums

Die Studierenden an deutschen Universitäten und Fachhochschulen sind mit der Qualität des Studiums zunehmend zufrieden. Viele wünschen sich allerdings noch eine bessere Betreuung im Studium und beim Übergang in den Arbeitsmarkt sowie mehr Praxisbezug.

Ein Kreis aus Bügelperlen mit den Farben der Deutschlandflagge liegt auf einem Holztisch.

10. Studierenden-Survey: Studierende zufrieden mit Qualität des Studiums
Berlin, 21.08.2008 (bmbf) - Die Studierenden an deutschen Universitäten und Fachhochschulen sind mit der Qualität des  Studiums zunehmend zufrieden. Viele wünschen sich allerdings noch eine bessere Betreuung im Studium und beim Übergang in den Arbeitsmarkt sowie mehr Praxisbezug. Das sind die zentralen Aussagen des 10. Studierendensurveys zu »Studiensituation und studentischen Orientierungen«, den das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) am Donnerstag veröffentlichte. Bundesbildungsministerin Annette Schavan erklärte zu den Ergebnissen der Befragung: »Inhalt und Struktur des Studiums werden erfreulicherweise sehr positiv eingeschätzt. Hier müssen wir unsere Anstrengungen mit Ländern und Hochschulen weiter intensivieren.«

Erstmals überwiegen in der Bilanz die positiven Bewertungen zu allen vier Grundelementen der Studienqualität: inhaltliche Qualität, Aufbau des Studienganges, Durchführung der Lehrveranstaltungen sowie Beratung und Betreuung durch die Lehrenden . Nach wie vor schneidet die Betreuung aber weniger gut ab. »Durch den Bologna-Prozess sind wichtige Prozesse angeregt worden, die die Betreuung der Studierenden verbessern. Diese Ansätze müssen wir mit Ländern und Hochschulen konsequent weiter verfolgen«, sagte die Bildungsministerin. »Unser Augenmerk liegt auf der Qualität der Lehre.«

Die Studie belegt außerdem, dass die Studierenden ihr Studium effizienter gestalten wollen als noch vor wenigen Jahren, sei es durch einen zügigen Studienablauf, hohe Arbeitsintensität oder ein besonders gutes Examen. Auch die geplante Studiendauer hat sich weiter verringert. Dies ist fast vollständig auf den gestiegenen Anteil an Bachelor-Studierenden zurückzuführen  Die Studie zeigt außerdem, dass Prüfungsängste in Bachelor-Studiengängen nicht höher sind als in anderen Studiengängen.
'
Des weiteren belegen die Ergebnisse der Studie, dass trotz des stabil hohen Anteils studierender Frauen, die Wahl des Studienfachs noch immer traditionellen Bahnen folgt: Nach wie vor gibt es wenige Studentinnen in den MINT-Fächern, also in den mathematischen, informationstechnischen, naturwissenschaftlichen, oder technischen Studiengängen. Eine Ursache dafür ist bereits die Wahl entsprechender Leistungskurse in der gymnasialen Oberstufe, da Leistungsfächer und Studienfach häufig im unmittelbaren Zusammenhang stehen. Um verstärkt junge Frauen für die MINT-Fächer zu gewinnen, müssen Mädchen also bereits in der Schule für die mathematisch- und naturwissenschaftlichen Leistungskurse gewonnen werden.

In der Studie wurde erneut deutlich, dass sich die »Schere« der sozialen Herkunft beim Hochschulzugang vergrößert hat . Deshalb müssen die Schulen verstärkt dafür sorgen, dass die Chancen zum Erwerb eines höheren Schulabschlusses ausschließlich von der Leistung der Schülerinnen und Schüler und nicht von ihrer sozialen Herkunft abhängig sind. Dazu gehört auch, leistungsstarke Kinder aus bildungsfernen Schichten und deren Eltern beim Zugang zur gymnasialen Oberstufe aktiv zu unterstützen. Bildungsministerin Annette Schavan erklärte hierzu: »Wir wollen junge Leute aus allen gesellschaftlichen Schichten für ein Hochschulstudium motivieren. Deshalb müssen wir die starren Zugangsbeschränkungen für ein Hochschulstudium überdenken und die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung erhöhen.« Aktuelle Studien zeigen, dass ein Studium die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit ist. »Ein Studium lohnt sich immer!«, so die Ministerin.

Die Ergebnisse des Studierendensurveys basieren auf Antworten von rund 8.350 Studierenden von Universitäten und Fachhochschulen, die sich im Wintersemester 2006/2007 an der Befragung beteiligt haben. Der Studierendensurvey wird von Forschern der Universität Konstanz durchgeführt und bietet seit 25 Jahren im dreijährigen Abstand Daten zum sozialen Profil der Studierenden, ihren Studienerwartungen und -strategien, bis hin zu den beruflichen Aussichten und Arbeitsmarktreaktionen. 

Download der Studie [pdf, 75 Seiten - 1,5 MB]
http://www.bmbf.de/pub/studiensituation_studentetische_orientierung_zehn.pdf
 

Im Forum zu

2 Kommentare

antizipative- und transitorische Posten im Englischen

WiWi Gast

WiWi Gast schrieb am 29.07.2019: meines wissens nach, heißen diese dann "accruals" und "deferrals" ...

1 Kommentare

Finance Job in großen Unternehmen

WiWi Gast

Hallo, Ich bin gerade auf Praktikumsuche und bin mir noch unklar, in welche Richtung ich jobtechnisch gehen möchte. Die Finance Kurse haben mich sehr interessiert und ich habe mich dementsprechend ve ...

4 Kommentare

Technisch orientierter Master nach BWL Bachelor?

WiWi Gast

Kann mich dem Vorposter nur anschließen, TUM und Aachen die stärksten in deinem Interessenbereich! Check auch mal ggf. OR Vertiefung

2 Kommentare

Arbeiten oder Weiterstudieren

WiWi Gast

Du hast an einer FH (!), in einem Labberstudiengang (!) nur eine 2,5 und willst ins UB oder an ne richtige Uni? Bist du dir da sicher? ich will dir ja nichts vormachen, aber das ist schon nicht gut ...

1 Kommentare

Falltraining Steuerrecht

WiWi Gast

Welche Falltrainings Steurrecht (alle Steuerarten) könnt ihr denn empfehlen? Steuer Seminar, NWB?

5 Kommentare

Einführung eines Controllingsystems - Literatur?

WiWi Gast

Bei einem KMU for Ort, der oft genannte Horvath hat ein entsprechendes Basiswerk welches sich mit Mittelstandscontrolling befasst, darüber hinaus diverse Doktorarbeiten oder "Praxisbücher" d ...

4 Kommentare

Regelstudienzeit überschreiten?

WiWi Gast

1. Kein Unternehmen verlangt blanko Regelstudienzeitabschlüsse. Woher kommt dieser Bullshit? Dein aktueller Status ist für die Praktika-Bewerbungen irrelevant, also was genau ist der Unterschied zwisc ...

Artikel kommentieren

Als WiWi Gast oder Login

Zum Thema

Barmer-Arztreport 2018: Depressiver Student in einem Hörsaal

Studienstress durch Leistungsdruck: Fast 500.000 Studierende sind psychisch krank

Jeden sechsten Studierenden macht das Studium psychisch krank. Rund 470.000 Studentinnen und Studenten leiden bereits unter dem steigen Zeit- und Leistungsdruck im Studium. Zudem belasten finanzielle Sorgen und Zukunftsängste die angehenden Akademiker. Das Risiko an einer Depression zu erkranken, steigt bei Studierenden mit zunehmendem Alter deutlich an, wie der aktuelle Arztreport 2018 der Barmer Krankenkasse zeigt.

Weiteres zum Thema Studienstart & Studium

studienabbruch-und-dann.de - Portal für Zweifler und Studienabbrecher

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat das Onlineportal »studienabbruch-und-dann.de« gestartet. Das Portal informiert Studienzweifler und Studienabbrecher über Wege und zielgerichtete Hilfsangebote, um ihr Hochschulstudium erfolgreich abschließen zu können.

Freundschaften und Kontakte im Studium

Einzelkämpfer haben es beim Tausch von Mitschriften und alten Klausuren oft wesentlich schwerer. Wer frühzeitig Kontakte knüpft, steht im Prüfungsstress zudem nicht ganz alleine da.

Der Studienanfang - Tipps und Tricks der alten Hasen

Eine gewisse Orientierungslosigkeit bringt der Studienanfang meist mit sich. Damit sich selbige nicht bis zum 10. Semester hinzieht, werden hier ein paar zentrale Begriffe und Faktoren des Studiums erläutert.

Wohnen und Essen machen einen erheblichen Teil der Lebenshaltungskosten im Studium aus.

DSW-Studie 2017 zu Lebenshaltungskosten im Studium

Das Deutsche Studentenwerk (DSW) hat die Lebenshaltungskosten von Studierenden ermittelt und mit der Höhe der BAföG-Bedarfssätze verglichen. Als Konsequenz daraus lauten die Forderungen des DSW den BAföG-Grundbedarf, die Wohnpauschale und den Kranken- und Pflegeversicherungszuschlag für Studierende ab 30 zu erhöhen. Die neue Studie „Ermittlung der Lebenshaltungskosten von Studierenden“ des Forschungsinstituts für Bildungs- und Sozialökonomie (FiBS) steht kostenlos zum Download bereit.

Wichtige Adressen, alte Klausuren, Beratung und Urlaubssemester

Wer hat alte Klausuren der Professoren? Wo stellt man einen Antrag auf ein Urlaubssemester, und: Was tun, wenn man in der Prüfungszeit krank wird?

Eine junge Frau sitzt am Schreibtisch mit einem Makierer über einem Text und hält sich die Stirn.

Uni-Stress: Studenten gestresst und überfordert, Wirtschaftsstudenten relaxter

Die Studenten stehen unter Stress – in erster Linie verursacht durch Zeitdruck, Leistungsdruck, Angst vor Überforderung und zu hohen Ansprüchen an sich selbst. Statt gezielt zu lernen, lassen sich Studenten oft ablenken und verschenken wertvolle Zeit. Wirtschaftsstudenten sind deutlich weniger gestresst, als die meisten Kommilitonen anderer Studiengänge. Das zeigt eine Studie der Universität Hohenheim im Auftrag des AOK-Bundesverbands.

Jogger in blauer Sportkleidung mit Startnummer auf der Brust und Sonnenbrille, der gerade auf seinem Smartphone tippt.

Zeitdruck und Stress verändern Sportverhalten der Studenten

Pflichtvorlesungen und -seminare, stundenlanges Arbeiten am Schreibtisch: Studenten verbringen viel Zeit im Sitzen und müssen in relativ kurzer Zeit so einiges leisten. Umso wichtiger ist es für sie, in der Freizeit sportlich aktiv zu sein. Wie die heutigen Studenten Sport machen, hat sich parallel zu den wachsenden Anforderungen des Studiums verändert. Wie lassen sich Sport und Studium sinnvoll vereinbaren?

Beliebtes zum Thema Studium

Das neue WiWi-Stipendium von e-fellows.net bietet eine finanzielle Unterstützung von 600 Euro für ein Semester.

Wiwi-Stipendium von e-fellows.net

e-fellows.net bietet in Zusammenarbeit mit Unternehmen und WiWi-TReFF.de ein Stipendium für Studierende der Wirtschaftswissenschaften an. Das Wiwi-Stipendium beinhaltet Geldstipendien über 600 Euro für ein Semester. Im Wintersemester 2020/21 können sich Wirtschaftsstudierende bis zum 22. November 2020 bewerben und für das Sommersemester 2021 voraussichtlich ab Anfang Januar.

Cover Handbuch Studienerfolg

E-Book: Handbuch Studienerfolg

Von 100 Studierenden verlassen 28 ihre Hochschule ohne Abschluss. Wie können Hochschulen Studierende erfolgreich zum Abschluss führen? Das Handbuch Studienerfolg, das der Stifterverband heute veröffentlicht, stellt Konzepte vor, wie dies gelingen kann.

Campus der Universität von Oxford in England.

KI-Forschung: Blackstone-CEO spendet Eliteuni Oxford 170 Millionen Euro

Die Eliteuniversität Oxford erhält vom US-Milliardär und Blackstone-CEO Stephen A. Schwarzman eine Rekordspende von fast 170 Millionen Euro. Die Universität Oxford kündigt damit beispiellose Investitionen in die Geisteswissenschaften und ein Institut für Ethik in der Künstlichen Itelligenz (KI) an. Um interdisziplinärer zu forschen, werden die Fachbereiche Geschichte, Linguistik, Philologie und Phonetik, Sprachen, Musik, Philosophie, Theologie und Religion zusammen untergebracht.

Weg durch einen Tunnel in China: Die Studienstiftung des deutschen Volkes vergibt 2019/2020 zehn Stipendien für einen Aufenthalt in China.

Zehn Stipendien für ein Studienjahr in China

Die Studienstiftung des deutschen Volkes vergibt in Kooperation mit der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung auch in diesem Jahr wieder zehn Stipendien für einen Aufenthalt in China. Die finanzielle Förderung umfasst ein monatliches Stipendium in Höhe von 1.000 Euro, sowie Vorbereitungs- und Reisekostenpauschalen. Bewerbungsfrist für den Jahrgang 2020/2021 ist der 30. April 2019.

Osteuropa-Stipendien der Studienstiftung: Nachtaufnahme vom Krantor in Danzig

Studienstiftung: Stipendienprogramm Osteuropa

Die Studienstiftung vergibt im Jahr 2019 bis zu neun Vollstipendien für Studienaufenthalte in Osteuropa. Gefördert werden Aufenthalte in den Ländern Osteuropas, Mittelost- und Südosteuropas beziehungsweise des postsowjetischen Raums, die mindestens sieben Monate und längstens vier Semester dauern. Das Stipendium im Rahmen des Programms „Metropolen in Osteuropa“ ermöglicht Forschungsaufenthalte oder Studienaufenthalte. Bewerbungsschluss ist der 1. März 2019.

studienabbruch-und-dann.de - Portal für Zweifler und Studienabbrecher

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat das Onlineportal »studienabbruch-und-dann.de« gestartet. Das Portal informiert Studienzweifler und Studienabbrecher über Wege und zielgerichtete Hilfsangebote, um ihr Hochschulstudium erfolgreich abschließen zu können.

Deutschlandstipendium: Plakat-Tandem "Förderin und Stipendiat"

Deutschlandstipendium: 26.000 Studierende in 2017 gefördert

Im vergangenen Jahr 2017 erhielten 25.947 Stipendiatinnen und Stipendiaten ein Deutschlandstipendium. Private Förderer steuerten 26,9 Millionen Euro zu den Deutschlandstipendien bei. Beim Deutschlandstipendium werden talentierte Studierende mit 300 Euro im Monat unterstützt. Die Hälfte tragen davon private Förderer, die andere Hälfte der Bund.