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Studienqualitätsmonitor 2010: Zufriedenheit mit Studium wächst

Mehr als die Hälfte aller Studierenden gaben im Sommersemester 2010 an, mit ihren Studienbedingungen insgesamt zufrieden zu sein. Gegenüber der Vorjahresbefragung ist die Zufriedenheitsquote um vier Prozentpunkte angestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt der Studienqualitätsmonitor 2010.

Cover HIS-Studie Studienqualitätsmonitor 2010

Studienqualitätsmonitor 2010: Zufriedenheit mit Studium wächst
Mehr als die Hälfte aller Studierenden (57 Prozent) gaben im Sommersemester 2010 an, mit ihren Studienbedingungen insgesamt zufrieden zu sein. Weitere 27 Prozent äußerten sich zumindest „teilweise zufrieden“. Gegenüber der Vorjahresbefragung (53 Prozent) ist die Zufriedenheitsquote um vier Prozentpunkte angestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt der „Studienqualitätsmonitor 2010“, eine bundesweit repräsentative Online-Befragung, an der sich rund 42.000 Studierende von mehr als 100 Hochschulen beteiligt haben.

Wie schon in früheren Erhebungen des Studienqualitätsmonitors (SQM) schneiden insbesondere die Fachhochschulen im Studierendenurteil überdurchschnittlich gut ab: Studium und Studienbedingungen werden hier – vor allem in den neuen Ländern – meist besser bewertet als an Universitäten. Der Großteil der Studierenden gibt darüber hinaus an, alles in allem gern an der eigenen Hochschule zu studieren: Auf 70 Prozent der Studierenden an Universitäten und sogar 73 Prozent an Fachhochschulen trifft dies zu (s. Abbildung).

 

Der Studienqualitätsmonitor fragt neben diesen globalen Einschätzungen auch nach Bewertungen zu konkreten Aspekten des Studiums. So ist die Zufriedenheit mit der Betreuung durch die Lehrenden seit dem ersten Studienqualitätsmonitor im Jahr 2007 kontinuierlich angestiegen. 2010 gaben 58 Prozent der Studierenden an, mit der Betreuung insgesamt (sehr) zufrieden zu sein; vier Jahre zuvor lag diese Quote noch bei 49 Prozent. Dabei ist die Betreuungszufriedenheit über die Jahre sowohl an Universitäten als auch an Fachhochschulen in annähernd gleichem Maße angestiegen, wenngleich sie an Universitäten stets um 11 bis 13 Prozentpunkte niedriger ausfiel.

Ein Trend zunehmend positiver Beurteilungen ist auch bei der sachlich-räumlichen Ausstattung (2007: 42 Prozent, 2010: 54 Prozent) sowie den Serviceleistungen der Hochschule (2007: 30 Prozent, 2010: 44 Prozent) zu beobachten. Gleichbleibend kritisch sind hingegen die Bewertungen zu Aufbau und Struktur des eigenen Studienganges: Nur 44 Prozent sind hiermit zufrieden. Dieser Wert verbleibt 2010 sogar etwas unter dem Niveau von 2008 (45 Prozent).

Neben der Einschätzung von Studium und Studienbedingungen werden die Studierenden im Studienqualitätsmonitor 2010 unter anderem auch zu den Schwierigkeiten und Anforderungen befragt, denen sie sich in ihrem Studium gegenübersehen. Studierende großer Hochschulen äußern beispielsweise überdurchschnittlich oft Probleme mit überfüllten Lehrveranstaltungen: An Hochschulen mit mehr als 35.000 Studierenden geben 57 Prozent der Studierenden an, in ihrem bisherigen Studium häufig oder sehr häufig durch die Überfüllung von Lehrveranstaltungen beeinträchtigt worden zu sein. An Hochschulen mit weniger als 2.000 Studierenden beträgt dieser Anteil lediglich 18 Prozent.

Probleme bereiten den Studierenden auch die teilweise als zu hoch empfundenen Studienanforderungen. Rund die Hälfte sieht sich im Studium mit einer (eher) zu hohen Stofffülle konfrontiert (56 Prozent an Universitäten und 50 Prozent an Fachhochschulen). In den Fächergruppen Rechtswissenschaften und Medizin betrifft dies besonders viele Studierende (Medizin: 78 Prozent, Rechtswissenschaften: 73 Prozent). Auch das fachliche Anforderungsniveau bereitet einer Reihe von Studierenden Probleme: Nur gut jede(r) Zweite (52 Prozent an Universitäten und 55 Prozent an Fachhochschulen) empfindet dies als „genau richtig“; als „eher zu hoch“ oder „zu hoch“ empfinden es dagegen 36 Prozent (Universität) bzw. 25 Prozent (Fachhochschule) der Studierenden. Trotz hoher Studienanforderungen ist aber mehr als jede(r) zweite Studierende mit dem bisher im Studium erreichten Wissen und Können zufrieden (an Universitäten: 58 Prozent, an Fachhochschulen: 60Prozent); diesbezüglich unzufrieden äußern sich lediglich 14 Prozent.

Der Studienqualitätsmonitor (SQM) wird vom HIS-Institut für Hochschulforschung (HIS-HF) in Kooperation mit der AG Hochschulforschung der Universität Konstanz seit 2007 im jährlichen Turnus durchgeführt und liefert ein umfassendes Meinungsbild der Studierenden zu den Themenbereichen Organisation und Qualität der Lehre, Betreuung und Beratung durch die Lehrenden, Schwierigkeiten und Beeinträchtigungen im Studium, Studienanforderungen und Studienerträge sowie Ausstattung und Serviceleistungen der Hochschule. Im Sommer 2012 geht der SQM in die sechste Runde. Durch den Aufbau einer Zeitreihe lassen sich langfristige Trends und Veränderungen im Hochschulsystem beobachten. Die teilnehmenden Hochschulen erhalten nach Abschluss der Befragung exklusiv die hochschulbezogenen Ergebnisse sowie die bundesweiten Vergleichszahlen für das hochschulinterne Qualitätsmanagement.

Download [PDF, 220 Seiten, 4.6 MB]
HIS:Forum Hochschule 4|2012

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