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Trend zum Studium hält an - Studierendenzahl steigt stark

Die Kultusministerkonferenz (KMK) geht in ihrer nun offiziell vorgelegten neuen Vorausberechnung der Studienanfängerzahlen davon aus, dass die Zahl der Studienanfänger bis zum Jahr 2019 deutlich mehr als 450.000 betragen werde.

Cartoon zeigt einen Personaler mit einer Bewerbungsmappe in der Hand auf dem Weg in sein Büro.

Trend zum Studium hält an - Studierendenzahl steigt stark
Berlin, 13.02.2010 (kmk) - Der starke Anstieg der Studienanfängerzahlen ist erfreulich. Die Länder und der Bund haben auf diese demographische Entwicklung frühzeitig reagiert und unter großem finanziellem Aufwand für einen deutlichen Ausbau an Studienplätzen in Deutschland gesorgt.

Nach der jetzt veröffentlichten Vorausberechnung der Studienanfängerzahlen 2012 – 2025 der Kultusministerkonferenz bleiben die Studienanfängerzahlen bis zum Ende des Vorausberechnungszeitraums deutlich über dem Stand des Jahres 2005. Damit wird die positive Entwicklung der Studienanfängerzahlen an Universitäten und Fachhochschulen voraussichtlich bis weit ins nächste Jahrzehnt auf einem hohen Niveau stabil bleiben und die Zahl der Studienanfänger bis zum Jahr 2019 jeweils deutlich über 450.000  liegen.

Die Entwicklung der Studienanfängerzahlen hatte  im vergangenen Jahr 2011 mit knapp 516.000 einen Höhepunkt erreicht. Nach einem leichten Rückgang auf 470.000 im Jahr 2012 ist für 2013 wieder mit einem Anstieg auf knapp 490 000 Studienanfänger zu rechnen. Ein Absinken unter das Niveau von 2010 ist mit 442.000 Studienanfängern frühestens im Jahr 2021 zu erwarten.

Bereits in den vergangenen fünf  Jahren hat sich die Zahl der Studienanfänger sehr dynamisch entwickelt: Ausgehend von 345.000 Studienanfängern im Jahr 2006 gab es in jedem Folgejahr einen deutlichen Anstieg, der im Jahr 2011 mit einem besonders hohen Zuwachs in einem Höchststand von 515 833 Studienanfängern gipfelte.

Dieser Höchststand lag im Vergleich zur letzten, im Jahr 2008 erstellten Vorausberechnung um 100.000 Studienanfänger oder 25 Prozent höher.

Zu dieser Entwicklung haben im Wesentlichen folgende Faktoren beigetragen:

Als Datenbasis der Prognosen werden die Absolventenzahlen (mit Hochschul- und Fachhochschulreife) sowie die Vorausberechnung der Schülerzahlen herangezogen. Der Anteil derjenigen, die ein Studium aufnehmen, die sogenannte Übergangsquote, wird anhand der jeweils aktuell verfügbaren Daten des Statistischen Bundesamtes zu den Übergängen der Studienberechtigten nach Ländern und Art der Hochschulzugangsberechtigung bestimmt. Hinzu kommt die Anzahl derjenigen Studienanfänger, die ihre Hochschulzugangsberechtigung im Ausland erworben haben.

Hauptursache für die im Vergleich zur letzten veröffentlichten Vorausberechnung deutlich höheren Studienanfängerzahlen im Jahr 2011 war die im gleichen Jahr beschlossene Aussetzung der Wehrpflicht. Diese war zum Zeitpunkt der letzten Vorausberechnung (2008) nicht bekannt und dürfte im Jahr 2011 zu etwa 35.000 zusätzlichen Studienanfängern geführt haben.

Außerdem ist die Quote der Studienanfänger seither deutlich stärker gestiegen als angenommen. Die ab dem Jahr 2007 stark anziehende und erfreuliche Studierneigung konnte bei der Vorausberechnung 2008 noch nicht berücksichtigt werden. Die Zahl der Studienanfänger aus dem Ausland ist gegenüber dem Stand von 2006 ebenfalls deutlich angestiegen.

Ein weiterer Grund für die höheren Studienanfängerzahlen ist, dass die Berufsakademien in Baden-Württemberg und im Saarland im Jahr 2008 dem Hochschulbereich zugeordnet wurden. Dieser Effekt beläuft sich auf 8.000 bis 9.000 zusätzliche Studienanfänger im Hochschulsystem.

Download [PDF, 17 Seiten, 400 KB]
Die neue KMK-Vorausberechnung

Im Forum zu Studierendenzahl

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