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Studienwahl: Was studierenLebenseinkommen

Studium lohn finanziell nicht?

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WiWi Gast

Studium lohn finanziell nicht?

Yo guys,

Ein Familienangehöriger von mir hat ne Ausbildung als Fachinformatiker gemacht und direkt danach das Unternehmen gewechselt und jetzt eine Anstellung bei einer großen Versicherungsgruppe bekommen. Sein Gehalt: 37000EUR pro Jahr!!!!

Eigentlich sollte ich mich für ihn freuen, aber das gehalt finde ich viel zu viel. 1. Er hat kein Abitur. 2. Kein Studium. Und jetzt ist sein Einstiegsgehalt genau so hoch wie das von BWL Bachelorabsolventen( Studien von Kienbaum zeigen, dass das Einstieggehalt gerade bei 35-44 EUR liegt)
Da frag ich mich wofür ich studiere.

Wofür studiere ich wenn der genauso viel verdient wie ich.

Das jahrelange ackern an der uni lohnt dann nicht.

Was ist euere Meinung

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WiWi Gast

Re: Studium lohn finanziell nicht?

Der Arbeitsmarkt ist nun mal ein Markt wie jeder andere auch. Heute macht ja fast jeder ein Hochschulabschluss - Stichwort Bildungsinflation.

Hinzu kommt, dass Leute mit Berufsbildung oft auch schneller einsetzbar sind, das sie eben das lernen was im Unternehmen gebraucht wird und nicht irgendwelchen theoretischen Balast, der in der Praxis nur wenig nützlich ist. Dank weitverbreiteten Bulemielernens bleibt sowieso nur ein Bruchteil davon hängen

Ich denke der Trend wird sich noch verstärken, Azubis werden heutzutage händeringend gesucht, während die Unis überquellen.

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BW-Berater

Re: Studium lohn finanziell nicht?

Kann passieren, ist aber die Ausnahme.
Das Durchschnittsgehalt für Fachinformatiker liegt deutlich darunter. Hier mal etwas Stand 2010:
http://www.lohnspiegel.de/main/zusatzinformationen/fachinformatiker-innen
Der Durchschnitt liegt demnach bei 2610,- pro Monat über alle Berufserfahrungen und Branchen hinweg. Das ist nicht wirklich viel.

Wenn du jetzt Studium ganz allgemein siehst und auf das Finanzielle beschränkst: Ich hab Wirtschaftsinformatik studiert und mein Eingestiegsgehalt lag bei ~47k (inkl. Bonus) + Reisebonus (keine Spesen) + sonstige Leistungen (Versicherungen, AV, kostenloses Essen, Aktien) hat real etwa 60k an Vergütung ausgemacht. Mein Studium hat sich gelohnt. Das eine Arztes lohnt sich sicher auch finanziell. Ob sich jetzt das Studium eines Historikers mit Schwerpunkt Prähistorie finanziell lohnt oder eines anderen Geisteswissenschaftlers mag ja anders sein.

Ansonsten glaube ich, dass die Gehaltsentwicklung und die Aufstiegschancen mit Studium (auch bzw. besonders BWL) höher sind als ohne.

Und zuletzt: Du vergleichst IT mit BWL. Das sind unterschiedliche Bereiche mit unterschiedlichen Voraussetzungen.

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WiWi Gast

Re: Studium lohn finanziell nicht?

Im Normalfall werden deine Chancen für eine weiterführende Karriere und Gehaltsteigerungen größer sein als bei deinem Kollegen.
Zudem sollte man nicht vergessen, dass es auch super Leute gibt, die eben kein Studium gemacht haben und extrem schlechte Absolventen, die nix können. Ich sehe das täglich in meiner Firma. Deshalb kann ich nicht mehr per se unterschreiben, dass Absolventen besser sind und mehr wert sein sollen. Sehr personenabhängig.
UND wie überall - der Kollege hat einfach Glück gehabt. Wieso nimmt manche Firma nen 3,0er Bachlor und gibt ihm 50k Einstiegsgehalt und ein 1,0er Master findet keine Anstellung?

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WiWi Gast

Re: Studium lohn finanziell nicht?

Viele Fachinformatiker haben heute natürlich auch Abitur, weil es ja fast jeder hat. Der Schwiegersohn einer Bekannten ist 30 und hat schon eine Führungsposition in einem internationalen Konzern mit AT und Firmenwagen. 37T? ist für einen Fachinformatiker wohl eher unterdurchschnittlich. Weshalb glaubst Du denn, dass Du mit BWL für eine Firma mehr wert sein solltest?

Lounge Gast schrieb:

Yo guys,

Ein Familienangehöriger von mir hat ne Ausbildung als
Fachinformatiker gemacht und direkt danach das Unternehmen
gewechselt und jetzt eine Anstellung bei einer großen
Versicherungsgruppe bekommen. Sein Gehalt: 37000EUR pro
Jahr!!!!

Eigentlich sollte ich mich für ihn freuen, aber das gehalt
finde ich viel zu viel. 1. Er hat kein Abitur. 2. Kein
Studium. Und jetzt ist sein Einstiegsgehalt genau so hoch
wie das von BWL Bachelorabsolventen( Studien von Kienbaum
zeigen, dass das Einstieggehalt gerade bei 35-44 EUR liegt)
Da frag ich mich wofür ich studiere.

Wofür studiere ich wenn der genauso viel verdient wie ich.

Das jahrelange ackern an der uni lohnt dann nicht.

Was ist euere Meinung

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WiWi Gast

Re: Studium lohn finanziell nicht?

Mach doch seinen Job.

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WiWi Gast

Re: Studium lohn finanziell nicht?

studier was ordentliches...mein einstiegsgehalt waren 52k, aktuell 56k, dieses jahr (2 Jahre BE wahrsch. 60k+.....mit ausbildung ist halt irgendwo bei um die 50-55 dann auch schluss

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WiWi Gast

Re: Studium lohn finanziell nicht?

es ist der x-te Thread zu diesem Thema...ganz ehrlich:

wer so denkt, der ist wirklich am besten mit einer technischen Ausbildung bedacht und geht zu Daimler und Konsorten ans Band, da verdient er gut und kann sich über die armen Studenten totlachen

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WiWi Gast

Re: Studium lohn finanziell nicht?

Yo guy ... ganz einfach, weil es heutzutage (zum Glück) noch honoriert wird, wenn jemand beruflich was leisten kann ... du steigst nach dem Studium als Grünschnabel ein und musst erstmal was leisten / dazulernen. Ob jemand Abitur oder nicht hat ist letztendlich im Berufsleben egal, da zählt dann was man kann. In ein paar Jahren schaut das ganz anders aus, da dreht sich das schnell ...

Übrigens gibts so einen Thread schon mal, benutz vielleicht mal die Suchfunktion

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WiWi Gast

Re: Studium lohn finanziell nicht?

Gibt nen ellenlangen Thread dazu.

Kurz zusammengefasst:

  • Das Gehalt deines Kollegen ist gedeckelt. Der wird niemals so viel Gehalt bekommen wie ein Uniabsolvent. Irgendwo bei 50k ist da meist schluss, während als Uniabsolvent steile Steigerugnsraten drin sind.
  • Du hast während deines studiums 5 Jahre Party gemacht und hin und wieder ein Klausur geschrieben. Dien Kollege musste jeden Tag um 06:30 aufstehen und sich als Azubi 3 Jahre lang rumscheuchen lassen für 750 EUR / Monat.
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WiWi Gast

Re: Studium lohn finanziell nicht?

und ob sich das studium finanziell lohnt - für mich jedenfalls schon. bin jan 2011 eingestiegen direkt nach dem studium und knacke dieses jahr die 100k brutto (compensation package gesamt). und ich hab noch > 30 jahre arbeiten vor mir! the best is yet to come

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WiWi Gast

Re: Studium lohn finanziell nicht?

Wieso glaubst Du wohl, dass bei 50k Schluss sein sollte? Die Realität ist heute, dass der Job bezahlt wird, nicht die Ausbildung. Wenn der Fachinformatiker auf einer Ingenieurstelle sitzt kann er natürlich viel mehr verdienen als ein BWLer. Uni oder FH Abschluss ist mittlerweile eine Massenware. Dafür gibts dann nicht mehr viel. Ausnahme MINT.

Lounge Gast schrieb:

Gibt nen ellenlangen Thread dazu.

Kurz zusammengefasst:

  • Das Gehalt deines Kollegen ist gedeckelt. Der wird niemals
    so viel Gehalt bekommen wie ein Uniabsolvent. Irgendwo bei
    50k ist da meist schluss, während als Uniabsolvent steile
    Steigerugnsraten drin sind.
  • Du hast während deines studiums 5 Jahre Party gemacht und
    hin und wieder ein Klausur geschrieben. Dien Kollege musste
    jeden Tag um 06:30 aufstehen und sich als Azubi 3 Jahre lang
    rumscheuchen lassen für 750 EUR / Monat.
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WiWi Gast

Re: Studium lohn finanziell nicht?

ein guter Fachinformatiker, gerade wenn es um Business Software geht, kann mind. genauso gute Arbeit bringen als ein studierter Informatiker. Skills die man im Info Studium braucht, benötigt man bei Business Software meist nicht. Daher kenne ich auch einige Top SAP Berater, die haben kein Abi und haben nie eine Hochschule von innen gesehen.

Jedenfalls 35 k als Lehrlingsabsolvent sind im Raum Stuttgart keine Seltenheit. Das bekommen da auch normale Zerspanungsmechaniker, Mechatroniker, Fertigungsmechaniker ( also Berufe wo man sich nicht sehr die Hände schmutzig macht ) bei 35 h Woche versteht sich, teils sogar im Mittelstand, nicht nur bei den Großen ! mit Schicht, Montagetätigkeit und etwas Überstunden können da mit Anfang 20 Gehälter raus kommen, wo hier viele User sagen würden "Fake, geht doch gar nicht"

ich stelle mal die gewagte These auf, dass sich studieren am ehesten im Norden oder in Teilen Hessens oder Teilen NRWs lohnt, wo es einfach weniger gut bezahlte Arbeit für Facharbeiter gibt. Hier in Stuttgart kenne ich viele Facharbeiter die fahren mit dicken SL Benz rum, Mitte 20 und haben mit Anfang 20 schon ein Haus ( kostet selbst im Speckgürtel gerne mal 500 k )

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WiWi Gast

Re: Studium lohn finanziell nicht?

Facharbeiter bei den DAX30 erreichen dank IGM&Co so einen Lohnvorsprung in jungen Jahren, dass die ein durchschnittlicher Akademiker (Normalfall in 90%) Zeit seines Erwerbslebens nie mehr einholen wird.

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WiWi Gast

Re: Studium lohn finanziell nicht?

volle Zustimmung, nur wollen das die Möchtegernemaner von morgen nicht wahr haben und reden es sich schön....wenn die allerdings mit 30 endlich anfangen zu arbeiten hat der Facharbeiter schon ein Haus...

Lounge Gast schrieb:

Facharbeiter bei den DAX30 erreichen dank IGM&Co so einen
Lohnvorsprung in jungen Jahren, dass die ein
durchschnittlicher Akademiker (Normalfall in 90%) Zeit seines
Erwerbslebens nie mehr einholen wird.

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WiWi Gast

Re: Studium lohn finanziell nicht?

Guten Morgen.

Du vergisst dabei jedoch noch, das dein Bekannter in den 3 Jahren, wo du Abi gemacht hast, rund 30K (3x 10k) Ausbildungsvergütung erhalten hat.
Und in den 4 Jahren, in denen du studierst, kassiert er 148k (4x37k).

Du kommst bestenfalls mit 0 raus, vielleicht hast sogar noch Schulden für ein Studiengebühren Darlehen oder Bafög Schulden.

Studium lohnt auch nicht, es sei den du machst irgendwas, was dir eine Lizenz zum Gelddrucken bringt. Also Notar, Facharzt, etc.

Du musst aber auch sehen das heute einfach jeder Abi macht. Wenn heute einer zu mir sagt, er macht Abi bekommt er max. ein augenverdrehen. Bekommt heut jeder der lesen kann und die Grundrechenarten halbwegs beherscht. Und sorry aber ein BWL Studium bekommt nun mal jeder hin. Und weil jeder Abi bekommt gibt es auch zuviele Absolventen.

Wenn man ehrlich ist, dann muss man sich eingestehen, dass Leute die den Willen haben hart und viel zu lernen, eben Jura oder Medizin abschließen. Und Leute die richtig Grips haben studieren eben Natur- oder Ingenieurwissenschaften. Diese bekommen dann auch halbwegs ordentliche Gehälter.

Aber selbst in den MINT Fächern lohnt sich ein Studium nur bedingt. Ich selber bin Jung Ingenieur und letztes Jahr mit 52k eingestiegen.
Die Meister bei uns bekommen 68k p.a.
Hauptschule, Industriemechaniker, Abend Meisterschule und dann hast ausgesorgt.

Lohnen wird sich das Studium max. wenn ich mal Produktionsleiter werde oder Leiter in der Entwicklungsabteilung oder sogar mal GF bei nem Mittelständler und dann 100 oder 150k kassiere.

Aber überlegt mal wieviele studieren und wieviele Führungspositionen es gibt ;)

Ein Studienabschluss ermöglicht einem zwar mehr Möglichkeiten als eine Ausbildung aber dass man deswegen gleich Karriere machen muss hat keiner gesagt!
Lounge Gast schrieb:

Yo guys,

Ein Familienangehöriger von mir hat ne Ausbildung als
Fachinformatiker gemacht und direkt danach das Unternehmen
gewechselt und jetzt eine Anstellung bei einer großen
Versicherungsgruppe bekommen. Sein Gehalt: 37000EUR pro
Jahr!!!!

Eigentlich sollte ich mich für ihn freuen, aber das gehalt
finde ich viel zu viel. 1. Er hat kein Abitur. 2. Kein
Studium. Und jetzt ist sein Einstiegsgehalt genau so hoch
wie das von BWL Bachelorabsolventen( Studien von Kienbaum
zeigen, dass das Einstieggehalt gerade bei 35-44 EUR liegt)
Da frag ich mich wofür ich studiere.

Wofür studiere ich wenn der genauso viel verdient wie ich.

Das jahrelange ackern an der uni lohnt dann nicht.

Was ist euere Meinung

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BW-Berater

Re: Studium lohn finanziell nicht?

Karl Lagerfeld und Joschka Fischer verdienen mehr, also jeder Facharbeiter bei Daimler und haben nicht einmal die Schule abgeschlossen...
Bedeutet das jetzt, dass Schulabrecher die besten Chancen haben!?

Das Lebenseinkommen eines Facharbeiters bei den DAX30 mag hoch sein, aber wieviele der Nicht-Akademiker werden dort Facharbeiter? 10% dürfte schon eine hohe Zahl sein...
Das Lebenseinkommen eines Managers im Topmanagement ist aber noch viel höher. Nur ist das genauso irrelevant, weil auch das nur eine kleine Zahl der Akademiker ist...

Betrachtet man es insgesamt, ist das durchschnittliche Lebenseinkommen eines Akademikers höher als das eines Nicht-Akademikers, gleiches gilt auch für den Median. Akademiker sind seltener arbeitslos als Nicht-Akademiker.

Und es bringt nun wirklich nichts den Sozialwissenschaftler mit dem Fachinformatiker zu vergleichen. Genauso gut könnte ich eine Putzkraft mit einem Chirurgen vergleichen und daraus schließen, dass man ohne Studium kaum über die Runden kommt.

Immer wieder die Facharbeiter bei Daimler anzuführen macht die Aussage "Studium lohnt nicht" auch nicht wahrer...
Das heißt nicht, dass sich Studium immer lohnt oder jeder studieren sollte oder Akademiker deswegen gleich zu Beginn mehr verdienen sollte als alle Nich-Akademiker. Insgesamt ist ein Studium aber meistens die bessere Wahl.

antworten
WiWi Gast

Re: Studium lohn finanziell nicht?

Wie immer wird hier eine entscheidende Gruppe total ausgeblendet, vor allem bei Dax30 ist das Duale Studium (DHBW) das Nonplus-Ultra. Kurz wie eine Ausbildung und Direkteinstieg in den Konzern. Ok, man muss ABI haben, aber bei Ausbildungen ist das mittlerweile auch oft notwendig und selbst wenn. Die 3J. Unterschied hat man schnell aufgeholt finanziell, denn in allen Tarifen gibt es einen Mindestabstand zwischen Facharbeitern und Absolventen. Wobei es da natürlich so geregelt ist, dass Stellen mit höherer Stufe ein Studium einfach vorraussetzen. Das wird klar geregelt, da ist einfach Sense für den Facharbeiter, wenn er nicht weiter studiert.

Das kann der DHBWler aber auch. Der Master oder MBA lässt sich meist gut und mit Unterstützung berufsbegleitend nachholen.

Dazu noch die Übernahmeregelungen, die sind allen anderen Abschlüssen WEIT überlegen. Auszubildende werden nicht immer übernommen, Absolventen müssen sich bewerben, etc. Als DHBW Student hat man den Zirkus kurz zu beginnen, aber nach dem Studium ist das wie eine interne Bewerbung auf eine Stelle und Übergang (bei mir 2 Treffen rein mündlich und ein Handschlag). Und so habe ich es bisher von allen DHBWlern gehört.

Im Unternehmen stehen einem dann alle Möglichkeiten offen. Intern kann man recht einfach wechseln und im Konzern sind sehr viele Positionen verfügbar. Oft werden Stellen zunächst nur intern ausgeschrieben, meine aktuelle Stelle z.B. war so und daher hat die ein externer Bewerber nie gesehen :)

OK, es gibt einen Knackpunkt, man wird mit dem ABI selektiert. Aber wer in der heutigen Zeit nicht locker ein 2,x ABI schafft, ist entweder faul oder mMn nicht für ein Studium geeignet. Das 1,x ABI braucht man dann für die großen Konzerne, aber es gibt auch viele große Unternehmen im Mittelstand, die auch das duale Studium anbieten.

antworten
WiWi Gast

Re: Studium lohn finanziell nicht?

Ich hatte das früher schon mal gepostet, bin Ingenieur mit Uni-Diplom und nach vielen Jahren Berufstätigkeit bei Dax30 da von solchen Leuten karrieremässig überholt worden. Und die hatten noch nicht mal einen Meister.

Lounge Gast schrieb:

volle Zustimmung, nur wollen das die Möchtegernemaner von
morgen nicht wahr haben und reden es sich schön....wenn die
allerdings mit 30 endlich anfangen zu arbeiten hat der
Facharbeiter schon ein Haus...

Lounge Gast schrieb:

Facharbeiter bei den DAX30 erreichen dank IGM&Co so
einen
Lohnvorsprung in jungen Jahren, dass die ein
durchschnittlicher Akademiker (Normalfall in 90%) Zeit
seines
Erwerbslebens nie mehr einholen wird.

antworten
WiWi Gast

Re: Studium lohn finanziell nicht?

In China wollen auch alle studieren. In Städten wie Peking und Shanghai studieren 70% der Schulabsolventen. Die Nachfrage nach Hochschulabsolventen ist dort aber gesättigt. Einen echten Mangel gibt es dagegen bei den praktisch ausgebildeten Facharbeiten. Vielen Hochschulabsolventen rät man daher, nach dem Studium eine Ausbildung im Betrieb zu machen.

Ich bin der Meinung, dass mehr als 10% Akademiker keine Gesellschaft braucht. Alles andere ist nur Augenwischerei. Da werden Berufe nur "akademisiert",also die Ausbildung wird formal in das Kleid eines Studium gepackt, aber die Arbeit, Bezahlung etc. ändert sich nicht. In Deutschland soll z. B. ein Pflege-Bachelor eingeführt werden. Man hofft, dass durch die formale Aufwertung der Pfleger-Ausbildung zum Studium sich mehr Schüler dafür interessieren. Auch in China will man Ausbildungen in Zukunft als "Studium" einkleiden, damit mehr Schüler bereit sind, so eine Ausbildung zu machen.

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WiWi Gast

Re: Studium lohn finanziell nicht?

@ Threadstarter

Warum hast du dich nicht einfach auf die gleiche Stelle wie dein Verwandter beworben?

Hast du vielleicht nicht die benötigten Kenntnisse? Wahrscheinlich nicht, deshalb: Thema erledigt!

Kleiner Tipp:
Wenn du in Zukunft einen Arzt-Termin brauchst oder einen hohen Rabatt beim Auto-Kauf erzielen willst, sag einfach, dass du Akademiker bist. Nahezu alle öffentlichen Einrichtungen und Geschäfte haben nämlich ein Akademiker-Bevorzugungsprogramm, um die unmenschliche Leistung, die du im Studium erbracht hast, zu honorieren. Nutze diese Programme, du bist schließlich Akademiker!

antworten
WiWi Gast

Re: Studium lohn finanziell nicht?

Sehr unreflektiert:

Dank der minderwertigen Bachelor-Ausbildung und aufgrund der Tatsache, dass immer mehr Leute Abitur haben, obwohl es weniger Kinder gibt (einen plötzlichen Massen-Intelligenz-Schub sehe ich nicht), wird der Bachelor der neue Sachbearbeiter, für das Niveau, für das man vorher eine kaufmännische Ausbildung gebraucht hat. Die ehemaligen Azubis werden nach unten in den Mittelstand und die Büros von Kleinbetrieben durchgereicht usw..

Wir haben einfach eine Niveauverschiebung. Anderer Titel, Niveau von Gestern....warum soll man dafür mehr bezahlen?

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WiWi Gast

Re: Studium lohn finanziell nicht?

Ich bin jetzt in BWL im 2. Semester und habe eine Frage:

Ist es nicht so, dass es ja immer mehr Akademiker gibt? Also müssten ja auch die Nachfrage und dann die Gehälter steigen, oder?

antworten
WiWi Gast

Re: Studium lohn finanziell nicht?

zu den Facharbeitern mit IG M Tarfi : ja das sind vllt. 10 % der Nicht-Akademiker. Aber : wenn wir von jemandem ausgehen, der halbwegs handwerklich geschickt ist und ein Studium geschafft hat, der hätte auch so eine Ausbildung bekommen und gemeistert ! handwerklich hochbegabt muss man dafür nicht sein, es sind ja keine Glasbläser oder Schmiedekünstler. Sondern das sind Leute, die bedienen Maschinen ( also keine schwere Schufterei wie auf dem Bau ) oder tauschen hier und da mal ein Teil aus, wenn es den Geist aufgegeben hat, oder überwachen Maschinen.

zu DHBW : das ist in der Tat Top, wenn man das in einem Konzern machen kann. Auch wenn viele von der Uni auf diese Leute herabsehen. Auch genial ist ein DHBW Studium bei der SAP, die sind mit Anfang 20 schon top ausgebildet in SAP Technologien, haben zig SAP Schulungen für lau bekommen die ansonsten viele 10 tsd Euro kosten würden und haben meist eine Übernahmegarantie. Nach einigen Jahren BE werden die woanders oft als Senior oder gar Führungskraft mit Kusshand genommen. Kenne einige EX SAPler die sind mit Ende 20 oder mit gerade mal 30 als Führungskraft zu einem anderen Beratungshaus gewechselt. Teilweise in einem Alter, wo mancher Uni Diplomer gerade mal sein Diplom erhalten hat.

Bildung generell lohnt sich, aber nicht jede Bildung und schon gar nicht jede Bildungsdauer.

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WiWi Gast

Re: Studium lohn finanziell nicht?

Deine Betrachtung ist auf die Vergangenheit orientiert. Natürlich haben Akademiker früher ein höheres Lebenseinkommen gehabt. Das war zu einer Zeit, als die Akademikerquote irgendwo unter 10% lag. Eine Betrachtung von heute aus muss aber in die Zukunft gerichtet sein. Für den Oberarzt am Krankenhaus und den Notar wird es wohl immer noch stimmen. Beim Akademiker auf normalem Niveau eher nicht.

BW-Berater schrieb:

Karl Lagerfeld und Joschka Fischer verdienen mehr, also jeder
Facharbeiter bei Daimler und haben nicht einmal die Schule
abgeschlossen...
Bedeutet das jetzt, dass Schulabrecher die besten Chancen
haben!?

Das Lebenseinkommen eines Facharbeiters bei den DAX30 mag
hoch sein, aber wieviele der Nicht-Akademiker werden dort
Facharbeiter? 10% dürfte schon eine hohe Zahl sein...
Das Lebenseinkommen eines Managers im Topmanagement ist aber
noch viel höher. Nur ist das genauso irrelevant, weil auch
das nur eine kleine Zahl der Akademiker ist...

Betrachtet man es insgesamt, ist das durchschnittliche
Lebenseinkommen eines Akademikers höher als das eines
Nicht-Akademikers, gleiches gilt auch für den Median.
Akademiker sind seltener arbeitslos als Nicht-Akademiker.

Und es bringt nun wirklich nichts den Sozialwissenschaftler
mit dem Fachinformatiker zu vergleichen. Genauso gut könnte
ich eine Putzkraft mit einem Chirurgen vergleichen und daraus
schließen, dass man ohne Studium kaum über die Runden kommt.

Immer wieder die Facharbeiter bei Daimler anzuführen macht
die Aussage "Studium lohnt nicht" auch nicht
wahrer...
Das heißt nicht, dass sich Studium immer lohnt oder jeder
studieren sollte oder Akademiker deswegen gleich zu Beginn
mehr verdienen sollte als alle Nich-Akademiker. Insgesamt ist
ein Studium aber meistens die bessere Wahl.

antworten
WiWi Gast

Re: Studium lohn finanziell nicht?

Ein Facharbeiter muss nicht unbedingt weiter studieren, um höher zu kommen. Interne Weiterbildungen reichen auch. Meine Kollegen haben es so gemacht und sind so gleichwertig mit Ingenieuren eingesetzt und bezahlt worden.

Lounge Gast schrieb:

Wie immer wird hier eine entscheidende Gruppe total
ausgeblendet, vor allem bei Dax30 ist das Duale Studium
(DHBW) das Nonplus-Ultra. Kurz wie eine Ausbildung und
Direkteinstieg in den Konzern. Ok, man muss ABI haben, aber
bei Ausbildungen ist das mittlerweile auch oft notwendig und
selbst wenn. Die 3J. Unterschied hat man schnell aufgeholt
finanziell, denn in allen Tarifen gibt es einen
Mindestabstand zwischen Facharbeitern und Absolventen. Wobei
es da natürlich so geregelt ist, dass Stellen mit höherer
Stufe ein Studium einfach vorraussetzen. Das wird klar
geregelt, da ist einfach Sense für den Facharbeiter, wenn er
nicht weiter studiert.

Das kann der DHBWler aber auch. Der Master oder MBA lässt
sich meist gut und mit Unterstützung berufsbegleitend
nachholen.

Dazu noch die Übernahmeregelungen, die sind allen anderen
Abschlüssen WEIT überlegen. Auszubildende werden nicht immer
übernommen, Absolventen müssen sich bewerben, etc. Als DHBW
Student hat man den Zirkus kurz zu beginnen, aber nach dem
Studium ist das wie eine interne Bewerbung auf eine Stelle
und Übergang (bei mir 2 Treffen rein mündlich und ein
Handschlag). Und so habe ich es bisher von allen DHBWlern
gehört.

Im Unternehmen stehen einem dann alle Möglichkeiten offen.
Intern kann man recht einfach wechseln und im Konzern sind
sehr viele Positionen verfügbar. Oft werden Stellen zunächst
nur intern ausgeschrieben, meine aktuelle Stelle z.B. war so
und daher hat die ein externer Bewerber nie gesehen :)

OK, es gibt einen Knackpunkt, man wird mit dem ABI
selektiert. Aber wer in der heutigen Zeit nicht locker ein
2,x ABI schafft, ist entweder faul oder mMn nicht für ein
Studium geeignet. Das 1,x ABI braucht man dann für die großen
Konzerne, aber es gibt auch viele große Unternehmen im
Mittelstand, die auch das duale Studium anbieten.

antworten
WiWi Gast

Re: Studium lohn finanziell nicht?

Wurde hier auch mit der Polizeiausbildung so gemacht! Vorher wollte auch kaum jemand zur Polizei. Und die Arbeit ist dieselbe geblieben.

Lounge Gast schrieb:

In China wollen auch alle studieren. In Städten wie Peking
und Shanghai studieren 70% der Schulabsolventen. Die
Nachfrage nach Hochschulabsolventen ist dort aber gesättigt.
Einen echten Mangel gibt es dagegen bei den praktisch
ausgebildeten Facharbeiten. Vielen Hochschulabsolventen rät
man daher, nach dem Studium eine Ausbildung im Betrieb zu
machen.

Ich bin der Meinung, dass mehr als 10% Akademiker keine
Gesellschaft braucht. Alles andere ist nur Augenwischerei. Da
werden Berufe nur "akademisiert",also die
Ausbildung wird formal in das Kleid eines Studium gepackt,
aber die Arbeit, Bezahlung etc. ändert sich nicht. In
Deutschland soll z. B. ein Pflege-Bachelor eingeführt werden.
Man hofft, dass durch die formale Aufwertung der
Pfleger-Ausbildung zum Studium sich mehr Schüler dafür
interessieren. Auch in China will man Ausbildungen in Zukunft
als "Studium" einkleiden, damit mehr Schüler bereit
sind, so eine Ausbildung zu machen.

antworten
WiWi Gast

Re: Studium lohn finanziell nicht?

Habe mein Abitur bestanden und bin nun im 1. Semester BWL. Bin vor lauter Streß kurz vor dem Burn-Out (Nicht ganz ernst gemeint), obwohl die ersten Prüfungen noch kommen. Ist auch nicht gerade wenig, was in einem Bachelor-Studium verlangt wird, aber ich will nicht jammern, denn drei, vier Tage in der Woche hat man ja Party und dann kommt auch noch das Wochenende.

Wenn die Schinderei in 7 oder 8 Jahren vorbei ist, erwarte ich schon ein Gehalt von mindestens 50.000 Euro (natürlich brutto und nicht netto, bin ja nicht größenwahnsinnig).

Wie man sich für ein paar Brotkrumen hergeben kann (35.000 - hahaha) verstehe ich nicht. Habt ihr keine Würde? Wir sind die Elite und schinden uns ab!

Klingt nach großer Fresse, aber ich kann das auch sehr gut begründen:

  1. Da es immer mehr Akademiker und Abiturienten gibt, steigt offensichtlich die Nachfrage (Ich sag nur Fachkräftemangel) nach uns, sonst würde man es nicht so vielen ermöglichen ein Studium zu machen (z.B. durch Bafög), d.h. hohe Nachfrage = viel Kohle.

  2. Durch evolutions-biologische Prozesse können heute viel mehr Abitur machen und studieren. Leute, heute studieren fast 50%. Vor 10 Jahren waren es vielleicht 10%. Logischerweise ist die Durchschnittsintelligenz in Deutschland schneller gestiegen, als in anderen Industrieländern. (Sieht man ja wie die abkacken). Hoch-intelligente Menschen wie wir sind Mangelware und die kostet.

  3. Da es immer mehr Abiturienten und Studenten werden, sind wir Akademiker (als Student rechne ich mich schon dazu) bald die Mehrheit in diesem Land. Das heißt wir haben Einfluss. Wir werden die Einstiegsgehälter politisch durchsetzen, auch wenn wir eine Akademiker-Partei gründen werden!

  4. Leute die hier von 24.000 Euro oder weniger als Einstiegsgehalt berichten sind bezahlte Menschen von Konzernen, die durch Desinformation die Einstiegserwartungen drücken wollen! Durchschaut ihr Luschen!!

Also, lasst euch nicht verarschen. Wer unter 50.000 Kröten einsteigt ist selbst schuld. 27.000 Euro/Jahr verdiene ich schon mit meinem Studentenjob und das als Studi ohne Abschluß und Ausbildung.

antworten
Ein KPMGler

Re: Studium lohn finanziell nicht?

Ja, das hört sich nach 2. Semester an, ist nämlich voll verkehrt.

Mehr Absolventen = mehr Bewerber pro Stelle = Unternehmen hat mehr Auswahl = Angebotsüberhang an Bewerbern = Preise sinken

Lounge Gast schrieb:

Ich bin jetzt in BWL im 2. Semester und habe eine Frage:

Ist es nicht so, dass es ja immer mehr Akademiker gibt? Also
müssten ja auch die Nachfrage und dann die Gehälter steigen,
oder?

antworten
WiWi Gast

Re: Studium lohn finanziell nicht?

Geil, jetzt soll der frische BWL-Student bitte noch seine Uni oder FH nennen, damit wir solche Leute von dort schonmal kategorisch ablehnen können.

Und auch wenn es viele nicht wahrhaben will: BWLer sind die Proleten unter den Akademikern! Mediziner, Juristen und MINTler spielen in einer GANZ anderen Liga.

"Ich bin jetzt in BWL im 2. Semester und habe eine Frage:

Ist es nicht so, dass es ja immer mehr Akademiker gibt? Also
müssten ja auch die Nachfrage und dann die Gehälter steigen,
oder? "

antworten
WiWi Gast

Re: Studium lohn finanziell nicht?

zu Facharbeiter vs. Ing. von weiter oben:

Man sollte sich wirklich mal die IGM Stufen anschauen. Ab EG13 in BW ist ein Studium Pflicht! Da sind Weiterbildungen total egal, wenn kein Studium, dann nix mit Stelle. Viele Ing. bei IGM verdienen EG13-15, das erreicht kein Facharbeiter ohne Studium. Ich kenne einen Facharbeiter, der ist seit 30J. beim Unternehmen und hat sich sehr viel weitergebildet und wurde mit ERA auf EG12 eingestuft. Eigentlich etwas höher damals, aber er hat sämtliche Tariferhöhungen der letzten Jahre nicht erhalten, weil sein Altgehalt zu hoch war.

Einzige Ausnahme stellt AT dar, aber ich habe noch keinen Facharbetier im AT gesehen. Techniker schon, aber Facharbeiter nicht.

antworten
WiWi Gast

Re: Studium lohn finanziell nicht?

Es haben nicht alle Dax30 den IGM-Tarif. Es gibt Konzerne, bei denen der Grundsatz gilt, dass sich jeder Mitarbeiter auf jede Stelle bewerben kann. Da ist nur interessant, ob er den Job schafft. Ausbildung egal.

Lounge Gast schrieb:

zu Facharbeiter vs. Ing. von weiter oben:

Man sollte sich wirklich mal die IGM Stufen anschauen. Ab
EG13 in BW ist ein Studium Pflicht! Da sind Weiterbildungen
total egal, wenn kein Studium, dann nix mit Stelle. Viele
Ing. bei IGM verdienen EG13-15, das erreicht kein
Facharbeiter ohne Studium. Ich kenne einen Facharbeiter, der
ist seit 30J. beim Unternehmen und hat sich sehr viel
weitergebildet und wurde mit ERA auf EG12 eingestuft.
Eigentlich etwas höher damals, aber er hat sämtliche
Tariferhöhungen der letzten Jahre nicht erhalten, weil sein
Altgehalt zu hoch war.

Einzige Ausnahme stellt AT dar, aber ich habe noch keinen
Facharbetier im AT gesehen. Techniker schon, aber
Facharbeiter nicht.

antworten
WiWi Gast

Re: Studium lohn finanziell nicht?

Wieso denken viele immer nur so kurzfristig?! Jemand mit Ausbildung hat einige Jahre Berufserfahrung, und er wird ja auch nicht bei Ausbildungsbeginn gleich die 37k bekommen haben, sondern nur ein kleines Ausbildung-/"Handgeld".

Als Absolvent hast du keine bzw. nur Praktika bedingt kaum Berufserfahrung. Das Anfangsgehalt ist daher relativ betrachtet niedrig angesiedelt. Dafür hast du - wenn du deinen akademischen Hintergrund nutzt - die entsprechenden Karrieremöglichkeiten, die jemand mit Ausbildung nur im Ausnahmefall zustehen (z.B. bei Spezialisten oder Leuten, die soviele Kunden/Mandanten erreichen, dass sie unersetzlich sind).

Ein Studium wird sich erst über die Jahre auszahlen. Außerdem nehme ich mal an, dass du auch eine gute Zeit im Studium hattest ;)

antworten
WiWi Gast

Re: Studium lohn finanziell nicht?

also 80 k mit Ausbildung sind schon sehr unrealistisch bzw. gibt es selten. Mein Vater hat handwerklicher Ausbildung und Volksschulabschluss ca. 70 k + Firmenwagen, allerdings ist er seit 25 Jahren nicht mehr Handwerker, sondern Vertriebsteamleiter bei einem Mittelständler. Er konnte halt gut reden und sein Chef schickte ihn dann nicht mehr auf Montage, sondern lieber in den Vertrieb und er hat sich hochgearbeitet. Ist aber eher die Ausnahme.

Sehr gut können Facharbeiter bei IG Metall Firmen verdienen. Wenn jemand bereit ist für Schichtarbeit, können das im Süden des Landes gerne mal 50 - 60 k werden, mit Mitte 20.
Oder noch krasser, Montagetätigkeit im Ausland. Es gibt hier im Süden genügend Anlagenbauer, die hauptsächlich ins Ausland exportieren. Dort müssen die Maschinen, oft Spezialanfertigungen, in Betrieb genommen werden. Dafür gibts den üblichen IG Metall Tarif + Auslandszulage + steuerfreie Spesen + Schichtzulage + Erschwerniszulage, 1 + 2 Überstunde mit 25 % Zulage, ab der 3. Überstunde 50 % Zulage, Sonntag 100 % ( steuerfrei ) Zulage, Nachts 30 % steuerfrei.

So ist ein Netto, bei Stk1, ohne Kinder, von 3500 bis 4000 Euro für einen Facharbeiter Anfang 20 mit weltweiten Montageeinsätzen drin.

Wenn der das 5 Jahre macht, z.B. bis der Akademiker seinen Master hat, ist der schon seeehr weit im Vorsprung. Und wenn der Master nicht eine Konzernkarriere hinlegt oder bei einem Mittelständler schnell durchstartet, sondern erstmal wie hier viele, ne Weile lang sucht, anschließend in der ersten Probezeit fliegt, dann wieder sucht und später als Sachbearbeiter bei nem Mittelständler landet ? dann hohlt er den Facharbeiter im Lebtag nicht mehr ein.

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WiWi Gast

Re: Studium lohn finanziell nicht?

Wenn es aber immer mehr und mehr Hochschulabsolventen gibt, dann ist es gar nicht sicher, ob sich das Studium wirklich auszahlen wird. Denn die Stellen, auf denen man wirklich ein Studium benötigt, werden nicht mehr.

Es ist heute schon so, dass viele Hochschulabsolventen auf Stellen kommen, wo der Arbeitgeber ganz offen zugibt, dass es ihm im Grunde egal ist, ob man ein Studium oder eine Ausbildung gemacht hat. Es ist also nicht mal so, dass die Bewerber mit Ausbildung einen "Malus" kriegen. Es ist dem Arbeitgeber immer häufiger einfach Wurst.

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WiWi Gast

Re: Studium lohn finanziell nicht?

Bei den meisten Konzernen kann man das, was man da tut, nicht vorher studieren. Ein BWL-Studium ist halt kein Medizinstudium, was zielstrebig auf den Arztberuf vorbereitet.

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BW-Berater

Re: Studium lohn finanziell nicht?

Lounge Gast schrieb:

Wenn der das 5 Jahre macht, z.B. bis der Akademiker seinen
Master hat, ist der schon seeehr weit im Vorsprung. Und wenn
der Master nicht eine Konzernkarriere hinlegt oder bei einem
Mittelständler schnell durchstartet, sondern erstmal wie hier
viele, ne Weile lang sucht, anschließend in der ersten
Probezeit fliegt, dann wieder sucht und später als
Sachbearbeiter bei nem Mittelständler landet ? dann hohlt er
den Facharbeiter im Lebtag nicht mehr ein.

Du vergleichst hier aber Äpfel mit Birnen.

Natürlich verdient ein Top-Verdiener unter den Facharbeiter mehr als ein schlecht verdienender Akademiker. Aber was sagt das schon aus? Ich finde auch einen Inder der besser Deutsch sprechen kann als ein Deutscher, heißt das jetzt das Inder besseres Deutsch sprechen?

Wenn man das durchschnittliche Lebenseinkommen (und auch den Median) eines Facharbeiters mit dem eines Akademikers vergleicht, gewinnt der Akademiker.

Und dadurch das immer mehr studieren wird nicht nur die Position der Akademiker geschwächt, sondern auch die der Nicht-Akademiker, weil sehr viele Unternehmen eben doch Akademiker vorziehen...genau darüber wird sich doch sonst hier auch beschwert!?

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WiWi Gast

Re: Studium lohn finanziell nicht?

ich weiss, ich habe recht gut verdienende Facharbeiter mit normalen bzw. durchschnittlichen Akademikern verglichen. Im Median hast Du Recht, da verdient der Akademiker mehr.

Aber : schau Dir mal in Süddeutschland die Mediangehälter von typischen Metallberufen an. Die liegen da auch bei 40 - 45 k und da sind auch Mittelständler drin.

Außerdem : man darf nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Ein Akademiker, der etwas handwerklich geschickt ist, hätte nach der 10. Klasse ohne weiteres eine solche Facharbeiterlehre bekommen und gemeistert. Dagegen hat es ein durchschnittlicher oder gar etwas unterdurchschnittlicher Akademiker sehr schwer, einen guten Konzernjob zu bekommen.
Es ist sogar so, jemand der Abi + Studium geschafft hat und etwas handwerklich geschickt ist, hätte vllt nur einige Jahre so einen Schicht bzw. Auslandsmontagejob gemacht, anschließend hätte er sich zum Techniker oder Meister weitergebildet. Da die Konkurrenz viel niedriger ist in dem Bereich, hätte er auch sehr gute Chancen auf einen anschließend guten Job. Unter Akademikern ist die Konkurrenz viel höher und im Schnitt intellektuell weit höher als unter Azubis bzw. Facharbeitern. Stichwort : der Einäugige ist unter den Blinden König ! ( wobei das nicht heißen soll das Facharbeiter buchstäblich blind sind, ich denke ihr wisst was ich meine )

jedenfalls eine solche Lehre, wo man so gut verdienen kann, ist mit gutem Realschulabschluss und etwas handwerklichem Geschick im Süden relativ einfach zu bekommen. Da muss man keine Top Praktika, Ausland, Fremdsprachen vorweisen und sich auch nicht durch ACs oder ähnliches quälen. Eher im Gegenteil, viele Firmen sind froh wenn sich überhaupt fähige Leute bewerben. Da sich immer mehr junge Menschen "zu fein" für so einen Job fühlen, bzw. gar nicht wissen was man da so verdienen kann. Die gehen lieber studieren, dann haben wir die Akademikerschwemme.

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WiWi Gast

Re: Studium lohn finanziell nicht?

Glaube nicht, dass der Hochschulabsolvent generell vorgezogen werden würde. Arbeitskräfte mit Ausbildung sind in vielen Bereichen wohl sehr effektiv einsetzbar. Das gilt sogar für den Ingenieurbereich. Das mit der Auslandsinbetriebnahme kann ich bestätigen. Da wird nicht nur sehr viel Geld verdient, es gibt auch Karrieremöglichkeiten. Der Techniker kann irgendwann Projektleiter werden,

BW-Berater schrieb:

Lounge Gast schrieb:

Wenn der das 5 Jahre macht, z.B. bis der Akademiker seinen
Master hat, ist der schon seeehr weit im Vorsprung. Und
wenn
der Master nicht eine Konzernkarriere hinlegt oder bei
einem
Mittelständler schnell durchstartet, sondern erstmal wie
hier
viele, ne Weile lang sucht, anschließend in der ersten
Probezeit fliegt, dann wieder sucht und später als
Sachbearbeiter bei nem Mittelständler landet ? dann
hohlt er
den Facharbeiter im Lebtag nicht mehr ein.

Du vergleichst hier aber Äpfel mit Birnen.

Natürlich verdient ein Top-Verdiener unter den Facharbeiter
mehr als ein schlecht verdienender Akademiker. Aber was sagt
das schon aus? Ich finde auch einen Inder der besser Deutsch
sprechen kann als ein Deutscher, heißt das jetzt das Inder
besseres Deutsch sprechen?

Wenn man das durchschnittliche Lebenseinkommen (und auch den
Median) eines Facharbeiters mit dem eines Akademikers
vergleicht, gewinnt der Akademiker.

Und dadurch das immer mehr studieren wird nicht nur die
Position der Akademiker geschwächt, sondern auch die der
Nicht-Akademiker, weil sehr viele Unternehmen eben doch
Akademiker vorziehen...genau darüber wird sich doch sonst
hier auch beschwert!?

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WiWi Gast

Re: Studium lohn finanziell nicht?

Fachinformatiker als Beispiel zu nehmen, ist recht schiwerig. Ein Fachinformatiker mit Spezialwissen, Zertifikaten usw. kann auch locker 80k+ verdienen.

Bekomme mit IT-Ausbildung im 3. Berufsjahr in der Beratung rund 65k all in.

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WiWi Gast

Re: Studium lohn finanziell nicht?

Maschinenführer Bosch, 4000 Netto. Gute Nacht.

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WiWi Gast

Re: Studium lohn finanziell nicht?

Stk.? Kinder? Berufserfahrung? Schicht?

Troll?

Gute Nacht.

Lounge Gast schrieb:

Maschinenführer Bosch, 4000 Netto. Gute Nacht.

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WiWi Gast

Re: Studium lohn finanziell nicht?

Gute Nacht ist das richtige Stichwort denn das Gehalt gibt's für Facharbeiter nur im Traum

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WiWi Gast

Re: Studium lohn finanziell nicht?

Ich finde auch einen Inder der besser Deutsch
sprechen kann als ein Deutscher, heißt das jetzt das Inder
besseres Deutsch sprechen?

In diesem Forum: JA :D

Ist ja nun wirklich der x-te Thread mit dem gleichen Inhalt. Fazit: wer gut ist, verdient auch gut - egal ob Studium oder nicht. Und wo ist das Problem? Die Probleme haben die Leute mit Komplexen, nicht-Akademiker die schon immer mal den Akademikern ihr ach so tolles Gehalt unter die Nase reiben wollten und Akademiker, die sich allein aufgrund ihrer Ausbildung nicht-Akademikern haushoch überlegen fühlen.

antworten
WiWi Gast

Re: Studium lohn finanziell nicht?

Amen.

Lounge Gast schrieb:

Ich finde auch einen Inder der besser Deutsch
sprechen kann als ein Deutscher, heißt das jetzt das Inder
besseres Deutsch sprechen?

In diesem Forum: JA :D

Ist ja nun wirklich der x-te Thread mit dem gleichen Inhalt.
Fazit: wer gut ist, verdient auch gut - egal ob Studium oder
nicht. Und wo ist das Problem? Die Probleme haben die Leute
mit Komplexen, nicht-Akademiker die schon immer mal den
Akademikern ihr ach so tolles Gehalt unter die Nase reiben
wollten und Akademiker, die sich allein aufgrund ihrer
Ausbildung nicht-Akademikern haushoch überlegen fühlen.

antworten
WiWi Gast

Re: Studium lohn finanziell nicht?

Siehe auch WiWo und das Interview mit dem Betriebsrat. Da fallen die Akademiker aus alllen Wolken. Nichtmal in 2 Erwerbsleben holen die solche Facharbeiter ein.

Lounge Gast schrieb:

Maschinenführer Bosch, 4000 Netto. Gute Nacht.

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WiWi Gast

Re: Studium lohn finanziell nicht?

Studium lohnt sich schon, aber nur für die 10% Überflieger. Der Rest hätte auch gleich eine Ausbildung als kaufmännischer Sachbearbeiter machen können und schon in jungen Jahren reichlich Geld gehabt, anstatt Dosenravioli und bis 30 wie ein 15 jähriger zu leben.

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WiWi Gast

Re: Studium lohn finanziell nicht?

Ich finde es ja interessant wie hier die armen Akademiker meinen, dass sie es locker als Auszubildende in einen Konzern geschafft haben.

Denen würde ich mal raten sich anzusehen, wie dort die Bewerbungen so ablaufen. Ich arbeite nicht mal in einem Konzern, sondern in einem IGM Betrieb in Süddeutschland, der jährlich 100 Azubis einstellt. Die Bewerberverfahren sind echt anstregend für das HR, weil es aus interner Quelle jährlich gut mehrere Tausend Bewerbungen gibt. Das dürfte bei Konzernen noch schlimmer sein, denn wo bewirbt sich jemand, der sich für ein Ausbildung entschieden hat zuerst? Richtig bei allen großen Konzernen (Daimler, Bosch, Siemens, etc.).

Ich habe während meinem BA Studium hier im Unternehmen auch kaufmännische Azubis getroffen, die einen besseren ABI Schnitt hatten als ich, die sich halt gegen Studium entschieden haben bzw. nicht wussten, was sie studieren sollten :).

Einfacher ist sicher die Ausbildung im Mittelstand oder bei KMUs zu erlangen, aber dort ist dann auch das Gehalt nach Abschluss entsprechend wesentlich niedriger.

Daher wie schon oft genug hier erwähnt, Macher machen es auch ohne Abschluss, Meckerer meckern auch mit Abschluss :)

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WiWi Gast

Re: Studium lohn finanziell nicht?

übrigens ist das Interview mit dem Bosch BR von 2009, fast 4 Jahre alt. Seit dem gab es einige IG Metall Tarifrunden und die nächste steht vor der Tür, natürlich mit Parolen wie immer "jetzt wär es doch Zeit für mehr Lohn". D.h. deren Löhne wachsen quasi exponentiell, alle paar Jahre ( ausser mit wenigen Ausnahmen ) 3 - 5 % mehr. Was über Jahre oder gar Jahrzehnte ein riesen exponentielles Wachstum ist.

Nun, die 4000 Euro beim Maschinenführer stimmen quasi in 2013 schon nicht mehr. Allerdings war im Beispiel dort von einem Maschinenführer die Rede mit Stk 3 und Schichtarbeit, dennoch 35 H Regelwoche. Überstunden werden selbstverständlich vergoldet.

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WiWi Gast

Re: Studium lohn finanziell nicht?

@IG Metall Mittelstand BAler : JA für den KAUFMÄNNISCHEN Bereich hast du recht ! ich spreche aber vom gewerblichen Bereich ! dort sieht es nochmal anders aus ! Abiturienten sind dort meist Fehlanzeige, mit einem guten Realschulabschluss gehört man da schon meist zu den Top Bewerbern. Selbst Hauptschüler, zumindest im Süden, haben sogar eine Chance wenn die Noten stimmen und z.B. jemand beim Probearbeiten eine gute Figur gemacht hat.

das ist es ja, alle wollen studieren oder in den kaufmännischen Bereich WEIL sie meinen da würde man ja sooo viel verdienen. Ein Facharbeiter in einem IG Metall Betrieb, der sich nicht zu fein ist für Auslandsinbetriebnahme oder Schichtarbeit, kann über das was ein kaufmännischer Ex Azubi verdient, nur müde lächeln.

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WiWi Gast

Re: Studium lohn finanziell nicht?

Letztlich qualifiziert man sich (mit Ausbildung und/oder Studium) für das Kapital. Ist das Kapital höher (Konzerne) so steigen die Anforderungen (für Azubis und Berufsanfänger). Ein Studium lohnt sich finanziell nur dann, wenn man wie die Made im Speck... also als Mitarbeiter in kapitalstarken Unternehmen landet. Würde auf jeden Fall den Weg der Ausbildung wählen, und anschließend (oder währendessen) mit einem Fernstudium beginnen.

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WiWi Gast

Re: Studium lohn finanziell nicht?

@Vorposter mit dem Fernstudium:
danke für die Blumen, würde es jederzeit wieder tun;)

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WiWi Gast

Re: Studium lohn finanziell nicht?

Jep so siehts aus. Wohne im Großraum Mannheim. Praktisch jeder, den ich kenne wurde bei der BASF als Chemikant o.Ä. genommen. Einstieg nach der Ausbildung ca. 2500? Netto (mit Schicht natürlich).

Aber mal ganz im Ernst. Wer will das schon ewig machen? Kenne genug, den es jetzt schon stinkt. Außerdem: Tag ein, Tag aus der selbe Mist! Geistige Forderung gleich 0!

Habe die früher etwas beneidet. Heute ist es anders rum. Ich komme viel rum (IT-Beratung), lerne tägliches neues dazu und kann mir meinen späteren AG und die grobe Richtung praktisch aussuchen! Dazu ist die die Gehaltsspitze noch lange nicht erreicht (atm. ca. 70k).

Lounge Gast schrieb:

@IG Metall Mittelstand BAler : JA für den KAUFMÄNNISCHEN
Bereich hast du recht ! ich spreche aber vom gewerblichen
Bereich ! dort sieht es nochmal anders aus ! Abiturienten
sind dort meist Fehlanzeige, mit einem guten
Realschulabschluss gehört man da schon meist zu den Top
Bewerbern. Selbst Hauptschüler, zumindest im Süden, haben
sogar eine Chance wenn die Noten stimmen und z.B. jemand beim
Probearbeiten eine gute Figur gemacht hat.

das ist es ja, alle wollen studieren oder in den
kaufmännischen Bereich WEIL sie meinen da würde man ja sooo
viel verdienen. Ein Facharbeiter in einem IG Metall Betrieb,
der sich nicht zu fein ist für Auslandsinbetriebnahme oder
Schichtarbeit, kann über das was ein kaufmännischer Ex Azubi
verdient, nur müde lächeln.

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WiWi Gast

Re: Studium lohn finanziell nicht?

Das mit den 4000? NETTO (!!!) für einen Maschinenführer ist natürlich der größte Unsinn den ich je gelesen habe. Wer das als Akademiker glaubt, ohne die Abrechnung gesehen zu haben, dem ist in der Tat nicht mehr zu helfen.

Trotzdem bin ich der Meinung, dass man als Facharbeiter unter IGM, IGBCE und wie sie alle heißen zu viel Geld hintergeworfen bekommt. Wenn das mit den Betriebsräten so weitergehen sollte, wird die Abwanderung der Konzerne dramatisch zunehmen, was ich auch irgendwo nachvollziehen kann. Die gezahlten Gehälter sind nicht selten höher als Akademikergehälter (zumindest in den ersten 5-10 Berufsjahren nach Einstieg). Dazu kommen bei den Handwerkern natürlich die Schichtzulagen und etliche steuerliche Vorteile.

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WiWi Gast

Re: Studium lohn finanziell nicht?

Tja, dass dumme ist, dass man die überteuerten Bandarbeiter ja auch noch selbst bezahlt, indem man sich einen überteuerten BWM oder VW kauft... so ist das nunmal... Ein Facharbeiter im Konzern ist nicht produktiver, das Unternehmen hat einfach mehr Kapital und Marktmacht und kann entsprechend bezahlen.

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WiWi Gast

Re: Studium lohn finanziell nicht?

Dass man bei einer großen Firma besser ausgebildet sein muss, stimmt nicht zwangsläufig. Gerade große Unternehmen haben die Möglichkeit, die Arbeit auf mehrere Mitarbeiter aufzuteilen. Der einzelne Mitarbeiter benötigt daher oft weniger Kenntnisse und kann sich ganz auf eine einzelne Teilaufgabe konzentrieren. Das ist leichter, als ein breites Aufgabengebiet zu haben. Außerdem wird die höhere Produktivität und damit die höheren Löhne durch monotonere Arbeit erkauft. Wenn ich am laufenden Band eine bestimmte Arbeit mache, schaffe ich mehr, als wenn ich unterschiedliche Arbeiten erledige.

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