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Studienwahl: Was studierenNAWI

Mathe oder Informatik?

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WiWi Gast

Mathe oder Informatik?

Hallo Leute,

Ich bin hin- und hergerissen, ob ich Mathematik oder Informatik studieren soll. Beide machen mir Spaß. Nach welchen Kriterien sollte ich mich dazwischen entscheiden?

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WiWi Gast

Mathe oder Informatik?

Sind zwei sehr sehr verschiedene Fächer auch wenn man am Ende doch was ähnliches machen wird. Bin selber Mathematiker. Studium sehr hart. Wenn du Mathe jetzt magst heißt es noch nicht, dass es dir im Studium gefallen wird.

Man kann auch sagen bei gewissen Spezialisierungen bringt Mathe nichts. ABER was ich immer wieder erlebt habe: Informatiker die im Grunde nicht viel besser waren. Im Grunde 0 Ahnung von Programmierung und die ganzen Skills zu Datenbanken Compilern etc. konnten die in die Tonne werfen. Daher lieber Mathematik, da universeller einsetzbar. Kommt natürlich stark auf deine Präferenzen und Spezialisierung an (in beiden Fächern).

Ich persönlich würde evtl. wenn ich die Wahl hätte E-Technik studieren. Kriegst vermutlich fast die gleichen Informatik Skills und verstehst noch was von Elektronik.

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WiWi Gast

Mathe oder Informatik?

Lies dich mal ein bisschen in höhere Mathematik ein. Guck dir Beweistechniken an, mach mal ein paar Aufgaben zu dem Thema etc. Das würde ich selbst jedem empfehlen, der Schulmathe geliebt hat und 15 Punkte im Abi hatte. Mathematik in der Schule ist eher wiederholtes Rechnen nach Schema F, Uni-Mathematik ist etwas ganz anderes. Außerdem musst du dich fragen, welche Tätigkeiten für dich später in Frage kommen.

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WiWi Gast

Mathe oder Informatik?

Informatik. No Brainer.

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WiWi Gast

Mathe oder Informatik?

Wenn du in die Wirtschaft willst, studier nicht Mathe. Keine Firma bezahlt dich gut, nur weil du 3-5 Jahre lang theoretische Beweise bis zum Umfallen gelernt hast. Die wollen praktische Skills sehen, die sich zu Geld machen lassen: Programmierung/IT, E-Technik, Data Science, Statistik, AI/ML. Im Mathestudium musst du dir das alles selbst beibringen, um für den Arbeitsmarkt interessant zu sein. Viele haben aber schon für die regulären Studieninhalte zu wenig Zeit um da noch gut durchzukommen, d.h. du hast schon mal einen Nachteil gegenüber deinen Info-Kollegen. Noch schlimmer wäre es, wenn du eine der theoretischen Matheklausuren nicht schaffen und dann durch das komplette Studium fallen würdest, obwohl du für einen Job z.B. in der IT perfekt geeignet wärst. Also wäre meine Empfehlung: Mach dir nicht unnötig das Leben schwer und studiere Informatik oder einen der anderen vorher genannten Studiengänge.

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WiWi Gast

Mathe oder Informatik?

ich stand am anfang auch vor der entscheidung und habe mich schlussendlich für mathematik mit nebenfach info entschieden. grund war, dass ich der meinung war, dass man sich mit mathematik am ende des tages auch in die informatik relativ schnell einlesen kann. das ist natürlich ein naiver trugschluss gewesen - man kann sich zwar schon dinge erarbeiten, aber es ist bei weitem nicht so, dass man als mathematiker ganz easy durch das info-studium spaziert - insbesondere weil es auch viele dinge wie softwareengineering oder datenbanken gibt, die auch ein höheres maß an praxiswissen erfordern und in der theorie echt zäh sind (vielleicht subjektive wahrnehmung). ein weiterer grund war, dass ich das starke bedürfnis hatte alles im detail verstehen zu wollen und da gibt es besonders in den bereichen um machine learning und signalverarbeitung viele verfahren die man besser mit einem mathematikstudium versteht.

zu den berufsaussichten: ich will dir keine angst machen, aber sei dir bewusst dass das mathestudium sehr schwer ist und die einzigen die mit halbwegs vertretbarem workload durchs studium kommen sind entweder überflieger die meist schon eine matheolympiade gewonnen haben, oder leute die die übungszettel komplett abschreiben und sich dann irgendwie durch die klausur mogeln (das ist aber quasi unmöglich). am ende des tages brechen rund 80 % der anfänger das studium früher oder später ab oder schaffen die hausaufgaben nicht. für diesen aufwand wirst du vermutlich schlecht bezahlt werden. die durchschnittsgehälter sind unter denen der ingenieure. ich hatte eine 1.1 auf dem zeugnis (ca top 15%) und hatte starke probleme eine stelle zu finden, die sowohl interessant als auch gut bezahlt ist (bin dann bei einem IGM konzern untergekommen) . stellen die in der wirtschaft höhere mathematik voraussetzen gibt es kaum (tendenz ist aber steigend denke ich) und davon sind sehr wenige gut bezahlt - der bedarf an infoleuten ist mwn deutlich höher als an leuten, die mathe können. die einzigen jobs die gut bezahlt und interessant sind, sind meiner meinung nach bei google, facebook oder co - dafür solltest du aber vermutlich zu den top1% gehören und das ist schwer planbar - hier habe ich aber kein erste-hand-wissen, denn ich kenne niemanden der es dorthin geschafft hat persönlich.

zusammenfassend ist meine meinung, dass mathematik die alles oder nichts wahl ist - du kannst damit sehr glücklich werden, hast die möglichkeit vieles zu verstehen UND gegebenenfalls einen tollen job zu finden. die wahrscheinlichkeit ist aber sehr gering dass das alles eintrifft. ein großteil der matheleute, (und ich will nicht für alle sprechen, aber das ist meine wahrnehmung) ist frustriert dass sie sich durch das schwere studium gequählt haben und am ende nicht wirklich einen adequaten job finden. ich beobachte bei mir im umfeld auch, dass die leute , die dual informatik studiert haben und viel praxiserfahrung bei renommierten unternehmen gesammelt haben, einen quasi uneinholbaren vorsprung gegenüber denen haben, die zunächst auf die akademische laufbahn gesetzt haben. meist belegen die akademiker dann im unternehmen schlecht bezahlte fachpositionen während die dualis die lukrativen projektleitertätigkeiten ausüben auf denen man kaum fachexpertise benötigt, aber dafür gut präsentieren und netzwerken kann.

mein tipp: du bist vermutlich noch sehr jung - ich würde an deiner stelle einfach mit mathematik anfangen und gegebenenfalls wechseln - das wissen aus der mathe wäre nicht verloren und du verbaust dir nichts. wenn du umgekehrt mit info anfängst und dann zu mathe wechselst, kann es sein, dass dir die unimathematik garnicht liegt und du frustriert nach einem semester alles hinwirfst.

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WiWi Gast

Mathe oder Informatik?

WiWi Gast schrieb am 26.12.2021:

mein tipp: du bist vermutlich noch sehr jung - ich würde an deiner stelle einfach mit mathematik anfangen und gegebenenfalls wechseln - das wissen aus der mathe wäre nicht verloren und du verbaust dir nichts. wenn du umgekehrt mit info anfängst und dann zu mathe wechselst, kann es sein, dass dir die unimathematik garnicht liegt und du frustriert nach einem semester alles hinwirfst.

Ich würde das Gegenteil empfehlen. Mit Info anfangen und wenn das Studium wirklich zu langweilig ist, nebenbei noch Mathemodule als Wahlfächer nehmen und anrechnen lassen. Am besten spezialisieren auf irgendwas praxisrelevantes wie Machine Learning oder Statistik. Bei sehr großem Interesse dann noch einen entsprechenden Master anhängen.

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WiWi Gast

Mathe oder Informatik?

WiWi Gast schrieb am 27.12.2021:

mein tipp: du bist vermutlich noch sehr jung - ich würde an deiner stelle einfach mit mathematik anfangen und gegebenenfalls wechseln - das wissen aus der mathe wäre nicht verloren und du verbaust dir nichts. wenn du umgekehrt mit info anfängst und dann zu mathe wechselst, kann es sein, dass dir die unimathematik garnicht liegt und du frustriert nach einem semester alles hinwirfst.

Ich würde das Gegenteil empfehlen. Mit Info anfangen und wenn das Studium wirklich zu langweilig ist, nebenbei noch Mathemodule als Wahlfächer nehmen und anrechnen lassen. Am besten spezialisieren auf irgendwas praxisrelevantes wie Machine Learning oder Statistik. Bei sehr großem Interesse dann noch einen entsprechenden Master anhängen.

das problem, was ich dabei sehe: man macht mathe nicht einfach nebenbei. selbst die lehramtsstudenten der mathematik hören nur sehr abgespeckte versionen der mathematikervorlesungen und würden das vermutlich nicht hinkriegen. es ist nicht so dass man als informatiker im 5ten semester einfach denkt "hey, ich wüde gern verstehen wie man die konvergenz dieses algorithmus beweist" und dann in eine spezialvorlesung der mathematiker geht oder in eine grundlagenvorlesung beispielsweise in mathematischer statistik. wenn man das macht versteht man erstmal garnichts, weil man die grundlagen überhaupt nicht mitbringt, die man benötigt um die beweise und argumentationsketten nachvollziehen zu können.

zudem würde ich mich als informatiker vermutlich nicht hauptsächlich auf machinelearning spezialisieren - sondern eher auf infrastrukturthemen: datenbanken, netzwerke, kommunikationssysteme, systemsicherheit. elfenbeinthemen wie machine learning und AI klingen zwar cool und sind sicher spannend, werden aber ausserhalb der uni eher wenig nachgefragt, das zeigt sich auch bei den gehältern - ich selbst habe nach dem studium eine zeit lang als datascientist bei einer IGM firma gearbeitet und weiß daher ungefähr was wir für bewerbungen bekommen haben. auf jobanzeigen für datascientisten haben wir etliche bewerbungen von sehr gut qualifizierten leuten bekommen, oft promoviert mit sehr guten noten aus den bereichen mathe / physik und info. die leute wurden dann für 65k eingestellt. wenn man allerdings leute sucht die sich tiefgehend mit cybersecurity und netzwerken auskennen kann man froh sein wenn man überhaupt jemanden findet - da darf man keine hohen akademischen anforderungen haben. die leute verdienen auch dementsprechend deutlich mehr.

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WiWi Gast

Mathe oder Informatik?

WiWi Gast schrieb am 19.12.2021:

Hallo Leute,

Ich bin hin- und hergerissen, ob ich Mathematik oder Informatik studieren soll. Beide machen mir Spaß. Nach welchen Kriterien sollte ich mich dazwischen entscheiden?

Kommt sehr auf die Uni drauf an. Habe viele Kollege die Informatik studieren, der Matheanteil aber sehr basic ist, studiere selber Info an der ETH und hier gibt sich Mathe / Info Bachelor kaum etwas. Wenn du Mathematik mit Nebenfach Informatik studieren willst würde ich dir gleich einen mathematisch anspruchsvolleren Infostudiengang empfehlen. Es nimmt sich aber nicht viel, sehe Mathematik Bachelor -> Info Master (oder erst PHD) öfters in den CVs der PHD Students / Profs hier.

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WiWi Gast

Mathe oder Informatik?

Wie sieht es denn im Ausland mit der Situation für Mathematiker aus? Man könnte sich zum Master ja in ein anderes Land absetzen, z.B. UK oder sind hierfür perfekte Noten nötig, die ja nicht allzu einfach zu bekommen sind?

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WiWi Gast

Mathe oder Informatik?

WiWi Gast schrieb am 27.12.2021:

Wie sieht es denn im Ausland mit der Situation für Mathematiker aus? Man könnte sich zum Master ja in ein anderes Land absetzen, z.B. UK oder sind hierfür perfekte Noten nötig, die ja nicht allzu einfach zu bekommen sind?

Die Situation für Mathematiker ist auch in Deutschland nicht wirklich schlecht in dem Sinne, dass man danach lange arbeitslos wäre, aber ein solches Studium ist bei weitem nicht der effizienteste Weg zu einem gut bezahlten Job. Du konkurrierst immer mit (Wirtschafts-)Informatikern, E-Technikern und (Wirtschafts-)Ingenieuren, die im Studium mehr berufsrelevante Skills gelernt und meistens auch noch bessere Noten haben.
Etwas anderes ist es natürlich, wenn du in die Forschung oder Lehre willst. Aber das wollen die wenigsten. Die meisten erhoffen sich insgeheim, dass Arbeitgeber das schwere Studium mit einem fürstlichen Gehalt würdigen, was aber nicht der Fall ist.

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WiWi Gast

Mathe oder Informatik?

Studier Mathe mit Nebenfach Informatik, oder Technomathematik (das ist ein Mathestudium mit technischem Anwendungsfach, das keine Informatik ist).

Dann je nach Interessenslage einfach noch ein par zusätzliche Schein machen, worauf man noch Lust hat.

Je nach Uni wirst du damit dann auch zu einem Informatik Master zugelassen, solltest du nach dem Bachelor in Mathe eher in die Richtung gehen wollen.

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WiWi Gast

Mathe oder Informatik?

WiWi Gast schrieb am 19.12.2021:

Hallo Leute,

Ich bin hin- und hergerissen, ob ich Mathematik oder Informatik studieren soll. Beide machen mir Spaß. Nach welchen Kriterien sollte ich mich dazwischen entscheiden?

Hallo,

ich habe Mathematik mit Nebenfach Informatik studiert, meine Sicht darauf ist folgende.

Vorteile:

  • Man lernt universelle Konzepte die sich auf viele Situationen sehr gut übertragen lassen. Häufig sagt man "man lernt im Mathestudium denken".
    Das heißt man ist nach einem Mathematikstudium in der Lage sich sehr schnell in verschiedene Bereiche einzuarbeiten. Aus diesem Grund ist man mit einem Mathestudium in sehr viele Bereiche gerne gesehen. Zugegebenermaßen ist das auch ein bisschen der Nachteil des Mathestudiums: Man ist fast immer Quereinsteiger.

  • Wenn du Informatik im Nebenfach hast, deckst du mit einem Mathestudium (Bachelor + Master) in etwa das gleiche ab wie ein Informatik-Bachelor mit Schwerpunkt Mathe. (Variiert sicher von Uni zu Uni, kommt aber in etwa hin). Das heißt Du verbaust Dir nichts im Vergleich zu einem Informatikstudium.

  • Insgesamt sehr gute Jobaussichten. Aus meinem persönlichem Umfeld sind alle nach dem Studium irgendwo untergekommen, das deckt sich auch mit den sehr niedrigen Arbeitslosenzahlen bei Mathematikern. Ein Grund hierfür ist sicher, dass Arbeitgeber in der Regel wissen, dass sie mit einem Mathematiker einen fachlich sehr guten Mitarbeiter bekommen, weil man sich in diesem Studium praktisch nicht durchmogeln kann.

Nachteile:

  • Das Studium ist sehr anspruchsvoll und zeitintensiv. Wenn Du nicht sehr intelligent/begabt bist, hast du in den ersten Semestern häufig 50-60 Stunden-Wochen, sowohl unterm Semester als auch in den Semesterferien.

  • Es gibt nur sehr wenige reine Mathematikerstellen. Das heißt man arbeitet nach dem Studium meist fachfremd. Daran schließt sich der nächste Nachteil an.

  • Die Bezahlung ist am Ende des Tages nicht besser als die eines BWLers/VWLers/Informatikers. Wenn man sich den Aufwand des Mathematik-Studiums anschaut, ist das Kosten-Nutzen-Verhältnis grauenhaft.

Für mich persönlich ist der wichtigste Vorteil, dass man als Mathematiker praktisch überall arbeiten kann. Das heißt man kann sich während bzw. nach dem Studium noch entscheiden ob es eher in die WiWi- oder Informatik-Richtung geht. Diese Wahlfreiheit erkauft man sich aber mit sehr hohem Arbeitsaufwand im Studium. Insgesamt würde ich zum Mathestudium raten, wenn man hohes intrinsisches Interesse an Mathematik hat und auch noch nicht ganz genau weiß wo man später hin möchte. Andernfalls ist der direkte Weg über ein BWL/VWL/Informatik/...-Studium deutlich komfortabler.

antworten
WiWi Gast

Mathe oder Informatik?

Such dir einen Informatik Bachelor mit hohem Mathematikanteil (z.B. ETH), da verbindest du viele der Vorteile. Dann kannst du immernoch quereinsteigen in die BWLer Welt (Investmentbanking / Unternehmensberatung) oder in die Forschung gehen und dich mathematisch ausleben. Der Arbeitsmarkt fuer kompetente Informatiker ist unschlagbar, wenn dich Informatik interessiert wuerdest du auch nach dem Mathematikstudium wohl mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit als Informatiker einsteigen, warum also nicht gleich damit anfangen.

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WiWi Gast

Mathe oder Informatik?

ich habe Mathematik mit Nebenfach Informatik studiert, meine Sicht darauf ist folgende.

Vorteile:

  • Man lernt universelle Konzepte die sich auf viele Situationen sehr gut übertragen lassen. Häufig sagt man "man lernt im Mathestudium denken".
    Das heißt man ist nach einem Mathematikstudium in der Lage sich sehr schnell in verschiedene Bereiche einzuarbeiten. Aus diesem Grund ist man mit einem Mathestudium in sehr viele Bereiche gerne gesehen. Zugegebenermaßen ist das auch ein bisschen der Nachteil des Mathestudiums: Man ist fast immer Quereinsteiger.

  • Wenn du Informatik im Nebenfach hast, deckst du mit einem Mathestudium (Bachelor + Master) in etwa das gleiche ab wie ein Informatik-Bachelor mit Schwerpunkt Mathe. (Variiert sicher von Uni zu Uni, kommt aber in etwa hin). Das heißt Du verbaust Dir nichts im Vergleich zu einem Informatikstudium.

  • Insgesamt sehr gute Jobaussichten. Aus meinem persönlichem Umfeld sind alle nach dem Studium irgendwo untergekommen, das deckt sich auch mit den sehr niedrigen Arbeitslosenzahlen bei Mathematikern. Ein Grund hierfür ist sicher, dass Arbeitgeber in der Regel wissen, dass sie mit einem Mathematiker einen fachlich sehr guten Mitarbeiter bekommen, weil man sich in diesem Studium praktisch nicht durchmogeln kann.

Nachteile:

  • Das Studium ist sehr anspruchsvoll und zeitintensiv. Wenn Du nicht sehr intelligent/begabt bist, hast du in den ersten Semestern häufig 50-60 Stunden-Wochen, sowohl unterm Semester als auch in den Semesterferien.

  • Es gibt nur sehr wenige reine Mathematikerstellen. Das heißt man arbeitet nach dem Studium meist fachfremd. Daran schließt sich der nächste Nachteil an.

  • Die Bezahlung ist am Ende des Tages nicht besser als die eines BWLers/VWLers/Informatikers. Wenn man sich den Aufwand des Mathematik-Studiums anschaut, ist das Kosten-Nutzen-Verhältnis grauenhaft.

Für mich persönlich ist der wichtigste Vorteil, dass man als Mathematiker praktisch überall arbeiten kann. Das heißt man kann sich während bzw. nach dem Studium noch entscheiden ob es eher in die WiWi- oder Informatik-Richtung geht. Diese Wahlfreiheit erkauft man sich aber mit sehr hohem Arbeitsaufwand im Studium. Insgesamt würde ich zum Mathestudium raten, wenn man hohes intrinsisches Interesse an Mathematik hat und auch noch nicht ganz genau weiß wo man später hin möchte. Andernfalls ist der direkte Weg über ein BWL/VWL/Informatik/...-Studium deutlich komfortabler.

ich bin auch mathematiker mit nebenfach informatik und stimme dir bei vielem zu. um klarzustellen: du meinst sicherlich beim dritten vorteil, dass man mit einem bachelor+master in mathematik mit nebenfach informatik ungefähr das gleiche an INFORMATIKwissen mitnimmt wie ein info-bachelor der sich auf mathe spezialisiert hat (aber natürlich deutlich mehr mathe). das war bei uns nicht ganz der fall. ein info - bachelor hat schon ein paar mehr praktische fächer (kommunikationssysteme, datenbanken, technische info etc...) aber diese kann man sich mit einem mathestudium und ggf einem praktikum idr auch sehr gut erarbeiten.

bei den jobchancen sehe ich es auch etwas kritischer - es stimmt vielleicht, dass es niedrige arbeitslosenzahlen gibt und man irgendwo unterkommt, aber wie du ja später richtig schreibst, sind die gehaltsaussichten gemessen am aufwand eher schlecht und das wissen aus einem reinen mathestudium (im wesentlichen Beweisen und ggf noch Implementation eines verfahrens) wird quasi in der wirtschaft kaum nachgefragt. vergleicht man dahingehend den mathematiker zum beispiel mit dem juristen, der bei einigermaßen gutem abschluss (teilweise deutlich) mit über 100k im jahr einsteigt bei rein fachlicher tätigkeit, fällt es mir schwer die berufsaussichten für mathematiker als gut zu bezeichnen (juristen sind dahingehend natürlich das extrembeispiel) besonders bei der härte des studiums. ich würde die berufsaussichten allgemein als mittelmäßig bezeichnen, unter den naturwissenschaftlern (bio, physik, info, chemie) vielleicht als leicht überdurchschnittlich.

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