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Studienwahl: Was studierenMINT

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

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Tiberg

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

Hallo,
ich stehe aktuell vor der Studienwahl. Lange war ich davon überzeugt Physik zu studieren. Dann hatte ich eine Phase, in der E-Technik eine ernsthafte Option wurde. Nun bin ich aber wieder bei Physik. Ich habe den Gedanken erst einen Physik Bachelor zu machen und dann in Richtung Computational Physics zu gehen. Sehr interessant finde ich Machine Learning und KI. Im allgemeinen begeistert mich die Implementierung von Mathematik in Code sehr.

Was für Wege gibt es neben Physik? Sollte ich vielleicht lieber Informatik studieren? Wieviel programmieren lernt man im Physik Bachelor bzw. wieviel kann man lernen?

Hier ein Master-Studiengang der mich sehr interessiert:
https://www.su.se/english/search-courses-and-programmes/nbefo-1.411506

Eure Meinungen sind gerne gesehen!

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WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

Liebes Großhirn studier Info oder Winf. Die Berufsaussichten sind deutlich besser und auch die Möglichkeiten zu springen.

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WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

Ich würde dir raten, bei Physik zu bleiben. Sehr spannendes Studium und dir bieten sich anschließend anspruchsvollere Jobs. Informatik wäre eine Alternative. Bloß kein Winfo. Das schafft jeder, und sei er noch so untalentiert. Für jemanden, der es drauf hat, ist das pure Verschwendung.

Falls es dich interessiert, weil ich gerade dran denken musste: Kannst dir mal auf YouTube Niklas Steenfatts neuesten Podcast ansehen. Da ist ein Physiker mit Schwerpunkt Machine Learning zu Gast.

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Tiberg

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

WiWi Gast schrieb am 23.07.2021:

Ich würde dir raten, bei Physik zu bleiben. Sehr spannendes Studium und dir bieten sich anschließend anspruchsvollere Jobs. Informatik wäre eine Alternative. Bloß kein Winfo. Das schafft jeder, und sei er noch so untalentiert. Für jemanden, der es drauf hat, ist das pure Verschwendung.

Falls es dich interessiert, weil ich gerade dran denken musste: Kannst dir mal auf YouTube Niklas Steenfatts neuesten Podcast ansehen. Da ist ein Physiker mit Schwerpunkt Machine Learning zu Gast.

Den Podcast kenne ich schon. Aber danke für die Einschätzung!
LG

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Tiberg

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

WiWi Gast schrieb am 23.07.2021:

Liebes Großhirn studier Info oder Winf. Die Berufsaussichten sind deutlich besser und auch die Möglichkeiten zu springen.

Ich weiß nicht wo aus meinem Post hervor geht, dass ich ein "Großhirn" bin oder mich als solches sehe 🤔

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WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

Tiberg schrieb am 22.07.2021:

Hallo,
ich stehe aktuell vor der Studienwahl. Lange war ich davon überzeugt Physik zu studieren. Dann hatte ich eine Phase, in der E-Technik eine ernsthafte Option wurde. Nun bin ich aber wieder bei Physik. Ich habe den Gedanken erst einen Physik Bachelor zu machen und dann in Richtung Computational Physics zu gehen. Sehr interessant finde ich Machine Learning und KI. Im allgemeinen begeistert mich die Implementierung von Mathematik in Code sehr.

Was für Wege gibt es neben Physik? Sollte ich vielleicht lieber Informatik studieren? Wieviel programmieren lernt man im Physik Bachelor bzw. wieviel kann man lernen?

Hier ein Master-Studiengang der mich sehr interessiert:
https://www.su.se/english/search-courses-and-programmes/nbefo-1.411506

Eure Meinungen sind gerne gesehen!

Physiker hier.
Im üblichen Physikstudium lernst du normalerweise direkt überhaupt kein Programmieren. Wenn dann passiert das "on the fly", weil man für Praktikumsauswertungen damit konfrontiert ist. Wenn es im Wahlbereich was Richtung Numerischer Simulation gibt, dann natürlich schon ein wenig. Ansonsten musst du im Physikstudium in der Regel ein Nebenfach im Umfang von 20-30 ECTS wählen. Was das genau ist und welche Vorlesungen du hören musst oder kannst, ist von Uni zu Uni sehr verschieden. Da solltest du dich unbedingt vorher schlau machen, um nicht entäuscht zu werden.

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Tiberg

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

WiWi Gast schrieb am 23.07.2021:

Tiberg schrieb am 22.07.2021:

Hallo,
ich stehe aktuell vor der Studienwahl. Lange war ich davon überzeugt Physik zu studieren. Dann hatte ich eine Phase, in der E-Technik eine ernsthafte Option wurde. Nun bin ich aber wieder bei Physik. Ich habe den Gedanken erst einen Physik Bachelor zu machen und dann in Richtung Computational Physics zu gehen. Sehr interessant finde ich Machine Learning und KI. Im allgemeinen begeistert mich die Implementierung von Mathematik in Code sehr.

Was für Wege gibt es neben Physik? Sollte ich vielleicht lieber Informatik studieren? Wieviel programmieren lernt man im Physik Bachelor bzw. wieviel kann man lernen?

Hier ein Master-Studiengang der mich sehr interessiert:
https://www.su.se/english/search-courses-and-programmes/nbefo-1.411506

Eure Meinungen sind gerne gesehen!

Physiker hier.
Im üblichen Physikstudium lernst du normalerweise direkt überhaupt kein Programmieren. Wenn dann passiert das "on the fly", weil man für Praktikumsauswertungen damit konfrontiert ist. Wenn es im Wahlbereich was Richtung Numerischer Simulation gibt, dann natürlich schon ein wenig. Ansonsten musst du im Physikstudium in der Regel ein Nebenfach im Umfang von 20-30 ECTS wählen. Was das genau ist und welche Vorlesungen du hören musst oder kannst, ist von Uni zu Uni sehr verschieden. Da solltest du dich unbedingt vorher schlau machen, um nicht entäuscht zu werden.

Hi, ich habe mich für die TU Dortmund entschieden. Als Wahlfach kann man dort Chemie oder Informatik nehmen. Es gibt auch in weiteren Semestern Module wie numerische Simulationen usw.
Ich glaube ich gehe damit ganz gut.
Wo hast du studiert wenn ich fragen darf?

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WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

Das Problem bei Studiengängen wie Mathe oder Physik ist, dass du für manche Stellen einfach nicht genommen wirst. Was will ich mit einem Genie in Mathe oder Physik, wenn ich einen Programmierer oder SAP-Berater suche? Informatik ist da definitiv die ökonimisch sinnvollere Option. Und dann ist man wieder schnell beim Thema Info oder Winfo. Mit Winfo qualifizierst du dich gleichzeitig noch für viele BWL-Tätigkeiten, die tendenziell immer noch besser bezahlt werden. FAANG mal ausgenommen, aber da reinzukommen gleicht einem Lottogewinn. Am Ende musst du entscheiden, wo du dich hinwillst, was dir wichtig zu lernen ist und in welche Branche du willst oder ob du sogar vielleicht selber mal eine Firma gründen möchtest. Übrigens möchte ich dem Vorposter wiedersprechen. Winfo hat ebenfalls hohe Durchfallquoten. Es mag sein, dass es für manche einfacher ist aufgrund des wirtschaftlichen Anteils, aber für jeden machbar ist es wohl nicht. Sonst wäre wohl jeder Maurer und Bäcker schon Wirtschaftsinformatiker. Apropos Durchfallquoten: Physik hat Durchfallquoten von zum Teil 90 Prozent. Wie gesagt, ökonomisch belohnt wirst du in den meisten Fällen nicht. Überleg dir das gut, ob du am Ende den Ehrgeiz und den IQ dafür hast. Und du bist eben auch nicht der einzige, der KI und Machine Learning spannend findet. Da musst du dich halt durchsetzen.

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WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

Bin mathematiker habe aber auch ein dreiviertel physikstudium. ich würde dir eingeschränkt zum studium raten. wenn du wirklich gut bist, sehr gute noten und industrie praktika schaffst würde ich dir dazu raten-einfach weil es interessant ist. aber du musst schon wirklich für das fach brennen... am ende des tages beobachte ich dass die meisten mathematiker/physiker sehr fristruert in ihrem job sind weil sie etwas sehr anspruchsvolles studiert haben, sehr gut qualifiziert sind, aber es in der industrie quasi keine stellen für diese qualifikation gibt. der grossteil der leute arbeitet fachfremd. ich würde vorsichtig sagen 95 prozent der absolventen arbeitet fachfremd oder massiv unterbezahlt weil es einfach kaum gut bezahlte und fordernde stellen in der industrie gibt. auf die wenigen guten stellen die es gibt, bewerben sich massen von absolventen quantitativer studiengänge. das aufwand nutzen verhältnis in mathe/physik ist für die meisten sehr schlecht...ich beispielsweise arbeite jetzt als datascientist bei einer IGM firma. sicher nicht grottig bezahlt - der job ist aber absolut unterfordernd.

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WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

WiWi Gast schrieb am 23.07.2021:

Bin mathematiker habe aber auch ein dreiviertel physikstudium. ich würde dir eingeschränkt zum studium raten. wenn du wirklich gut bist, sehr gute noten und industrie praktika schaffst würde ich dir dazu raten-einfach weil es interessant ist. aber du musst schon wirklich für das fach brennen... am ende des tages beobachte ich dass die meisten mathematiker/physiker sehr fristruert in ihrem job sind weil sie etwas sehr anspruchsvolles studiert haben, sehr gut qualifiziert sind, aber es in der industrie quasi keine stellen für diese qualifikation gibt. der grossteil der leute arbeitet fachfremd. ich würde vorsichtig sagen 95 prozent der absolventen arbeitet fachfremd oder massiv unterbezahlt weil es einfach kaum gut bezahlte und fordernde stellen in der industrie gibt. auf die wenigen guten stellen die es gibt, bewerben sich massen von absolventen quantitativer studiengänge. das aufwand nutzen verhältnis in mathe/physik ist für die meisten sehr schlecht...ich beispielsweise arbeite jetzt als datascientist bei einer IGM firma. sicher nicht grottig bezahlt - der job ist aber absolut unterfordernd.

Genau und bevor man diese Tatsache mit Mitte 20 feststellt, besser direkt Info-Winfo studieren.

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WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

Als Physiker mit Schwerpunkt KI wärst du in diversen Fraunhofer-Instituten der ideale Bewerber. Soweit ich das beurteilen kann, sind dort überdurchschnittlich viele Physiker beschäftigt.

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Tiberg

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

WiWi Gast schrieb am 23.07.2021:

Bin mathematiker habe aber auch ein dreiviertel physikstudium. ich würde dir eingeschränkt zum studium raten. wenn du wirklich gut bist, sehr gute noten und industrie praktika schaffst würde ich dir dazu raten-einfach weil es interessant ist. aber du musst schon wirklich für das fach brennen... am ende des tages beobachte ich dass die meisten mathematiker/physiker sehr fristruert in ihrem job sind weil sie etwas sehr anspruchsvolles studiert haben, sehr gut qualifiziert sind, aber es in der industrie quasi keine stellen für diese qualifikation gibt. der grossteil der leute arbeitet fachfremd. ich würde vorsichtig sagen 95 prozent der absolventen arbeitet fachfremd oder massiv unterbezahlt weil es einfach kaum gut bezahlte und fordernde stellen in der industrie gibt. auf die wenigen guten stellen die es gibt, bewerben sich massen von absolventen quantitativer studiengänge. das aufwand nutzen verhältnis in mathe/physik ist für die meisten sehr schlecht...ich beispielsweise arbeite jetzt als datascientist bei einer IGM firma. sicher nicht grottig bezahlt - der job ist aber absolut unterfordernd.

Was würdest du sonst empfehlen? Informatik mit Schwerpunkt?

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WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

WiWi Gast schrieb am 23.07.2021:

Das Problem bei Studiengängen wie Mathe oder Physik ist, dass du für manche Stellen einfach nicht genommen wirst. Was will ich mit einem Genie in Mathe oder Physik, wenn ich einen Programmierer oder SAP-Berater suche?

SAP galt lange als Abkürzung für "Sammelstelle arbeitsloser Physiker". Du findest eine Menge promovierter Mathematiker und Physiker bei der SAP, sowohl in der Entwicklung als auch in der Beratung.

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Tiberg

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

WiWi Gast schrieb am 23.07.2021:

Das Problem bei Studiengängen wie Mathe oder Physik ist, dass du für manche Stellen einfach nicht genommen wirst. Was will ich mit einem Genie in Mathe oder Physik, wenn ich einen Programmierer oder SAP-Berater suche? Informatik ist da definitiv die ökonimisch sinnvollere Option. Und dann ist man wieder schnell beim Thema Info oder Winfo. Mit Winfo qualifizierst du dich gleichzeitig noch für viele BWL-Tätigkeiten, die tendenziell immer noch besser bezahlt werden. FAANG mal ausgenommen, aber da reinzukommen gleicht einem Lottogewinn. Am Ende musst du entscheiden, wo du dich hinwillst, was dir wichtig zu lernen ist und in welche Branche du willst oder ob du sogar vielleicht selber mal eine Firma gründen möchtest. Übrigens möchte ich dem Vorposter wiedersprechen. Winfo hat ebenfalls hohe Durchfallquoten. Es mag sein, dass es für manche einfacher ist aufgrund des wirtschaftlichen Anteils, aber für jeden machbar ist es wohl nicht. Sonst wäre wohl jeder Maurer und Bäcker schon Wirtschaftsinformatiker. Apropos Durchfallquoten: Physik hat Durchfallquoten von zum Teil 90 Prozent. Wie gesagt, ökonomisch belohnt wirst du in den meisten Fällen nicht. Überleg dir das gut, ob du am Ende den Ehrgeiz und den IQ dafür hast. Und du bist eben auch nicht der einzige, der KI und Machine Learning spannend findet. Da musst du dich halt durchsetzen.

Es geht mir auch nicht um irgendwelche Gehaltsaussichten. Für viel Geld studiert man nicht - da gibt es andere Wege.
Mein Vater sagt immer, wer gut ist, in dem was er macht, kriegt immer einen guten Job.

An Mathe habe ich einfach Spaß. Ich habe das Problem, dass ich nicht lernen kann, wenn ich etwas nicht verstehe. So hatte ich es teilweise im Mathe-Lk so, dass ich einfache Dinge nicht einfach machen wollte sondern oft in irgendwelchen Foren hinterfragt habe.
Physik hat mir auch immer Spaß gemacht.
Ob das jetzt auf dem neuen Abstraktionslevel genauso sein wird, kann ich nicht sagen.

Wie erwähnt, interessiert mich Mathe in Verbindung mit Informatik bzw der Lösung mit Informatik sehr.

Ist halt die Frage, ob es eventuell auch Sinn macht, eher Informatik mit Schwerpunkt Mathe zu studieren.

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WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

Tiberg schrieb am 23.07.2021:

WiWi Gast schrieb am 23.07.2021:

Das Problem bei Studiengängen wie Mathe oder Physik ist, dass du für manche Stellen einfach nicht genommen wirst. Was will ich mit einem Genie in Mathe oder Physik, wenn ich einen Programmierer oder SAP-Berater suche? Informatik ist da definitiv die ökonimisch sinnvollere Option. Und dann ist man wieder schnell beim Thema Info oder Winfo. Mit Winfo qualifizierst du dich gleichzeitig noch für viele BWL-Tätigkeiten, die tendenziell immer noch besser bezahlt werden. FAANG mal ausgenommen, aber da reinzukommen gleicht einem Lottogewinn. Am Ende musst du entscheiden, wo du dich hinwillst, was dir wichtig zu lernen ist und in welche Branche du willst oder ob du sogar vielleicht selber mal eine Firma gründen möchtest. Übrigens möchte ich dem Vorposter wiedersprechen. Winfo hat ebenfalls hohe Durchfallquoten. Es mag sein, dass es für manche einfacher ist aufgrund des wirtschaftlichen Anteils, aber für jeden machbar ist es wohl nicht. Sonst wäre wohl jeder Maurer und Bäcker schon Wirtschaftsinformatiker. Apropos Durchfallquoten: Physik hat Durchfallquoten von zum Teil 90 Prozent. Wie gesagt, ökonomisch belohnt wirst du in den meisten Fällen nicht. Überleg dir das gut, ob du am Ende den Ehrgeiz und den IQ dafür hast. Und du bist eben auch nicht der einzige, der KI und Machine Learning spannend findet. Da musst du dich halt durchsetzen.

Es geht mir auch nicht um irgendwelche Gehaltsaussichten. Für viel Geld studiert man nicht - da gibt es andere Wege.
Mein Vater sagt immer, wer gut ist, in dem was er macht, kriegt immer einen guten Job.

An Mathe habe ich einfach Spaß. Ich habe das Problem, dass ich nicht lernen kann, wenn ich etwas nicht verstehe. So hatte ich es teilweise im Mathe-Lk so, dass ich einfache Dinge nicht einfach machen wollte sondern oft in irgendwelchen Foren hinterfragt habe.
Physik hat mir auch immer Spaß gemacht.
Ob das jetzt auf dem neuen Abstraktionslevel genauso sein wird, kann ich nicht sagen.

Wie erwähnt, interessiert mich Mathe in Verbindung mit Informatik bzw der Lösung mit Informatik sehr.

Ist halt die Frage, ob es eventuell auch Sinn macht, eher Informatik mit Schwerpunkt Mathe zu studieren.

Von deinen Schilderungen kann ich mir beides gut vorstellen. Wenn du Richtung Informatik gehst solltest du dann aber bei der Uniwahl genau hinschauen (falls das auch schon mit Dortmund feststeht, dann gucken wie es da ist, kenne die Uni nicht so). Da sollte Info dann eher theorielastig sein, damit du glücklich wirst. Es werden leider immer mehr Unis, die ihr Infostudium eher auf die Ausbildung von Fachinformatikern ausrichten. Also weniger verstehen und mehr machen. Da würdest du wahrscheinlich nicht so glücklich.

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WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

Es geht mir auch nicht um irgendwelche Gehaltsaussichten. Für viel Geld studiert man nicht - da gibt es andere Wege.
Mein Vater sagt immer, wer gut ist, in dem was er macht, kriegt immer einen guten Job.

An Mathe habe ich einfach Spaß. Ich habe das Problem, dass ich nicht lernen kann, wenn ich etwas nicht verstehe. So hatte ich es teilweise im Mathe-Lk so, dass ich einfache Dinge nicht einfach machen wollte sondern oft in irgendwelchen Foren hinterfragt habe.
Physik hat mir auch immer Spaß gemacht.
Ob das jetzt auf dem neuen Abstraktionslevel genauso sein wird, kann ich nicht sagen.

Wie erwähnt, interessiert mich Mathe in Verbindung mit Informatik bzw der Lösung mit Informatik sehr.

Ist halt die Frage, ob es eventuell auch Sinn macht, eher Informatik mit Schwerpunkt Mathe zu studieren.

Du erinnerst mich stark an mich mit deinen vorstellungen stark an mich selbst und vermutlich wirst du dich eh nicht von einem der fächer abbringen lassen - das ist schonmal die beste grundvoraussetzung um es zu schaffen:) ich habe damals in münchen physik angefangen und bin dann zu mathematik gewechselt weil ich dort das gefühl hatte dass man wirklich "alles verstehen" kann und in der physik musste man grad am anfang vieles hinnehmen. ich habe dann schlussendlich in einem grenzgebiet zwischen numerischer mathematik und physik promoviert. im nachhinein hätte ich mir aber gewünscht, wenn ich mein studium etwas mehr auf karriere ausgerichtet hätte. das studium ( und evtl promotion) dauern zusammen maximal rund 10 jahre. arbeiten musst du danach nochmal mindestens 35 jahre. in der wissenschaft zu bleiben ist für die meisten (auch wirklich sehr sehr gute) leute nicht möglich. daher macht es sinn sich schon im studium stark damit auseinander zusetzen, wo du mal hinmöchtest und insbesondere industriepraktika zu machen. wenn du dich nicht festlegen willst, sind noten tatsächlich wirklich wichtig, da es (wie hier leute schon geschrieben haben) wirklich nicht so viele jobs für physiker gibt, die für physiker interessant sind - du klingst nicht so als wolltest du mal in eine beratung gehen oder beim wald und wiesen versichererer tarife kalkulieren. Auch die frage nach einem guten einkommen wird dich später vemutlich mal härter treffen als du es jetzt erwartest - es ist einfach nicht schön wenn man sich in seiner promotion mit komplexesten dingen beschäftigt hat, immer zu den besten absolventen gehört hat und im ersten job auf dem langweiligen IGM sachbearbeiter job sitzt den man eben gefunden hat und wo man verdient wie jeder fh absolvent und nur noch unterfordernde tätigkeiten ausführt...

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WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

Physiker wieder hier: Ich habe in Erlangen studiert.

Zum Mathe Kollegen mit dreiviertel Physikstudium: Er hat in der Hinnsicht Recht, dass es viele Physiker gibt, die nach dem Studium Probleme haben etwas zu finden. Kenne ich auch aus meinem Umfeld. Allerdings muss man das auch etwas differnzierter betrachten. Es gibt sehr viele Studenten, die ihr Studium mit der Zielsetzung einer Akademischen Karriere starten, bis sie deutlich später erst merken, dass die prikären Arbeitsverhältnisse in der Wissenschaft in Deutschland nichts für sie sind. Unter anderem desshalb, und vielleicht auch weil das notwendige Verständnis für die Arbeitswelt auserhalb der Uni fehlt, machen viele während dem Studium keine oder kaum Prakitka und Werksstundtenjobs. Noch dazu studieren viele nach reinem Interesse, nicht danach was ihnen vielleicht beim Job helfen könnte bzgl. der Wahl möglicher Nebenfächer. Fakt ist: Ein reines Physikstudium auch mit Topnoten reicht nicht um in der Wirtschaft Fuß zu fassen. Das A und O sind Zusatzsskills. Beim Physiker erwartet man da hauptsächlich umfangreiche Programmierskills, Präsentationstechniken, man sollte nicht der totale Nerd sein und sozial Verträglich sein,.... . Die meisten Physiker, die ich halt kenne und die Probleme bei der Job Suche hatten haben halt nichts davon. Da steht nur das Studium im CV und sonst nichts. Keine Programmierkenntnisse, Vertiefung in Astronomie, Keine Praktika/Werksstudentenjobs, keine vernünftigen Fremsparachenkentnisse, und dann aber ein nerdiges Einzelgängerhobby. Versuch das einfach zu vermeiden, dann klappt auch die Jobsuche.

antworten
WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

Tiberg schrieb am 23.07.2021:

Es geht mir auch nicht um irgendwelche Gehaltsaussichten. Für viel Geld studiert man nicht - da gibt es andere Wege.
Mein Vater sagt immer, wer gut ist, in dem was er macht, kriegt immer einen guten Job.

An Mathe habe ich einfach Spaß. Ich habe das Problem, dass ich nicht lernen kann, wenn ich etwas nicht verstehe. So hatte ich es teilweise im Mathe-Lk so, dass ich einfache Dinge nicht einfach machen wollte sondern oft in irgendwelchen Foren hinterfragt habe.
Physik hat mir auch immer Spaß gemacht.
Ob das jetzt auf dem neuen Abstraktionslevel genauso sein wird, kann ich nicht sagen.

Wie erwähnt, interessiert mich Mathe in Verbindung mit Informatik bzw der Lösung mit Informatik sehr.

Ist halt die Frage, ob es eventuell auch Sinn macht, eher Informatik mit Schwerpunkt Mathe zu studieren.

Für viel Geld studiert man nicht? So?

Welche anderen Wege fallen dir denn da ein? Abgesehen vom eigenen Unternehmen, was man auch nicht mal eben so macht, gibt es da keine anderen Wege. Und auch dafür ist ein Studium und in dem Bereich zu arbeiten, in dem man gründen möchte, die beste Vorbereitung. Viel mehr kommt es darauf an, was du studierst. Und auf deine Eltern zu hören, ist sowieso eine Einbahnstraße. ,,Wer gut ist, bekommt einen guten Job.,, Der beste Boomer Spruch, den ich heute gehört habe. Kommt gleich nach Qualität setzt sich von alleine durch.

Wenn du dich so für diesen abstrakten Mathematik Kram begeistern kannst, dann studier Informatik an einer Uni. Dort bist du richtig. Theoretische abstrakte Gleichungen, dementsprechendes Umfeld und vielleicht ist dann sogar eine Uni Karriere etwas für dich als Industrie.

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WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

WiWi Gast schrieb am 23.07.2021:

Tiberg schrieb am 23.07.2021:

Es geht mir auch nicht um irgendwelche Gehaltsaussichten. Für viel Geld studiert man nicht - da gibt es andere Wege.
Mein Vater sagt immer, wer gut ist, in dem was er macht, kriegt immer einen guten Job.

An Mathe habe ich einfach Spaß. Ich habe das Problem, dass ich nicht lernen kann, wenn ich etwas nicht verstehe. So hatte ich es teilweise im Mathe-Lk so, dass ich einfache Dinge nicht einfach machen wollte sondern oft in irgendwelchen Foren hinterfragt habe.
Physik hat mir auch immer Spaß gemacht.
Ob das jetzt auf dem neuen Abstraktionslevel genauso sein wird, kann ich nicht sagen.

Wie erwähnt, interessiert mich Mathe in Verbindung mit Informatik bzw der Lösung mit Informatik sehr.

Ist halt die Frage, ob es eventuell auch Sinn macht, eher Informatik mit Schwerpunkt Mathe zu studieren.

Für viel Geld studiert man nicht? So?

Nicht der TE, aber man kann schon viel Geld auch ohne Studium verdienen. Handwerk, die richtigen! Kreativberufe, Entwicklung branchenspezifischer Softwarelösungen, ....

Welche anderen Wege fallen dir denn da ein? Abgesehen vom eigenen Unternehmen, was man auch nicht mal eben so macht, gibt es da keine anderen Wege. Und auch dafür ist ein Studium und in dem Bereich zu arbeiten, in dem man gründen möchte, die beste Vorbereitung. Viel mehr kommt es darauf an, was du studierst. Und auf deine Eltern zu hören, ist sowieso eine Einbahnstraße. ,,Wer gut ist, bekommt einen guten Job.,, Der beste Boomer Spruch, den ich heute gehört habe. Kommt gleich nach Qualität setzt sich von alleine durch.

Wenn du dich so für diesen abstrakten Mathematik Kram begeistern kannst, dann studier Informatik an einer Uni. Dort bist du richtig. Theoretische abstrakte Gleichungen, dementsprechendes Umfeld und vielleicht ist dann sogar eine Uni Karriere etwas für dich als Industrie.

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WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

Tiberg schrieb am 22.07.2021:

Hallo,
ich stehe aktuell vor der Studienwahl. Lange war ich davon überzeugt Physik zu studieren. Dann hatte ich eine Phase, in der E-Technik eine ernsthafte Option wurde. Nun bin ich aber wieder bei Physik. Ich habe den Gedanken erst einen Physik Bachelor zu machen und dann in Richtung Computational Physics zu gehen. Sehr interessant finde ich Machine Learning und KI. Im allgemeinen begeistert mich die Implementierung von Mathematik in Code sehr.

Was für Wege gibt es neben Physik? Sollte ich vielleicht lieber Informatik studieren? Wieviel programmieren lernt man im Physik Bachelor bzw. wieviel kann man lernen?

Hier ein Master-Studiengang der mich sehr interessiert:
www.su.se/english/search-courses-and-programmes/nbefo-1.411506

Eure Meinungen sind gerne gesehen!

Mach einfach Physik, damit steht dir alles offen. Lehramt, Industrie, Krankenhaus, Forschung, alles

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WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

Klaro, das bringt man sich mal eben selbst bei und die durchschnittliche Handwerksfirma macht auch jeden zum Millionär. Lach.

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WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

Ich habe Physik studiert und promoviert und bin nun Manager in der Beratung.
Ich war lange auf Wissenschaft ausgerichtet und hatte beim späten Berufseinstieg viel Glück und Hilfe, so dass ich heute ordentlich verdiene.

Es ist zwar hypothetisch aber ich hätte im Nachhinein, denke ich, wieder Physik studiert, auch wenn es mit dem Beruf weniger gut gelaufen wäre.

Das Nachvollziehen der Quantisierung der Photonenfeldes oder elektroschwache Symmetriebrechung waren Sternstunden im meinem Leben. SU(5) nach G-G ist schöner als jede Frau, auch wenn in der Natur nicht realisiert.
Die Liebe, die ich und meine Kommilitonen für das Fach empfunden haben und empfinden habe ich noch bei keinem BWLer oder ITler gesehen. Das ist denke ich auch der Grund, warum in einem Physik-Forum über Physik gesprochen wird und in einem WiWi Forum über Karriere und Geld. Dieser Thread ist ein gutes Beispiel dafür.

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WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

WiWi Gast schrieb am 23.07.2021:

Physiker wieder hier: Ich habe in Erlangen studiert.

Zum Mathe Kollegen mit dreiviertel Physikstudium: Er hat in der Hinnsicht Recht, dass es viele Physiker gibt, die nach dem Studium Probleme haben etwas zu finden. Kenne ich auch aus meinem Umfeld. Allerdings muss man das auch etwas differnzierter betrachten. Es gibt sehr viele Studenten, die ihr Studium mit der Zielsetzung einer Akademischen Karriere starten, bis sie deutlich später erst merken, dass die prikären Arbeitsverhältnisse in der Wissenschaft in Deutschland nichts für sie sind. Unter anderem desshalb, und vielleicht auch weil das notwendige Verständnis für die Arbeitswelt auserhalb der Uni fehlt, machen viele während dem Studium keine oder kaum Prakitka und Werksstundtenjobs. Noch dazu studieren viele nach reinem Interesse, nicht danach was ihnen vielleicht beim Job helfen könnte bzgl. der Wahl möglicher Nebenfächer. Fakt ist: Ein reines Physikstudium auch mit Topnoten reicht nicht um in der Wirtschaft Fuß zu fassen. Das A und O sind Zusatzsskills. Beim Physiker erwartet man da hauptsächlich umfangreiche Programmierskills, Präsentationstechniken, man sollte nicht der totale Nerd sein und sozial Verträglich sein,.... . Die meisten Physiker, die ich halt kenne und die Probleme bei der Job Suche hatten haben halt nichts davon. Da steht nur das Studium im CV und sonst nichts. Keine Programmierkenntnisse, Vertiefung in Astronomie, Keine Praktika/Werksstudentenjobs, keine vernünftigen Fremsparachenkentnisse, und dann aber ein nerdiges Einzelgängerhobby. Versuch das einfach zu vermeiden, dann klappt auch die Jobsuche.

Als ein weiterer Physiker, der jetzt schon ein paar Jahre arbeitet, möchte ich dem Physiker-Kollegen und dem Mathematiker, der kurz darüber gepostet hat, größtenteils zustimmen. Ich möchte noch anmerken, dass keiner meiner ehemaligen Physik-Kollegen arbeitslos ist. Alle haben etwas in absehbarer Zeit und mit vernünftigem bis gutem Gehalt gefunden. Trotzdem, fast alle arbeiten jetzt in irgendwelchen IT-Bereichen. Die Wenigsten von ihnen brennen wirklich für ihre Aufgaben, sondern finde diese mehr oder weniger akzeptabel bis langweilig. Wenn man hier im Forum sucht, findet man allerdings auch einige BWLer, die teilweise sowas nach dem Berufseinstieg berichten. Das ist wohl kein seltenes Phänomen nach dem Studium und dem Einstieg in den Berufsalltag heutzutage, leider.

Was soll man raten? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Ich würde dir aber auch auf jeden Fall den Tipp geben, Industriepraktika zu machen! Und zwar nicht, weil du sonst arbeitslos werden wirst. Bei uns hatte fast keiner Praktika und keiner ist arbeitslos geworden. Was aber oft übersehen wird: Gerade in den meisten Physikstudiengängen wird die kaum Raum für Industriepraktika eingeräumt und die meisten Professoren rümpfen die Nase über diese "vertane Zeit". (Die wollen natürlich, dass du für sie in der Zeit knechtest, aber als Student versteht man das noch nicht und lässt sich einwickeln.)

Dennoch Praktika solltest du allein schon nutzen, um herauszufinden welche Aufgaben außerhalb der Physik du noch einigermaßen spannend findest (das kann ja sehr individuell sein) und dort gleich Kontakte zu knüpfen. Die Möglichkeit so unkompliziert in verschiedene Bereiche reinzuschnuppen wie mit Praktika, ergibt sich nach dem Abschluss nicht mehr!

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WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

Mathematik, Physik etc. sollte man nicht studieren, außer man ist wirklich ein absolutes Ausnahmetalent, das schon in der Schule mehrfach die Mathe-Olympiade gewonnen hat, etc. Ansonsten steht der enorme Lernaufwand wirklich in keinem Verhältnis zu den Jobaussichten, denn mit solchen Überfliegern wird man um die wenigen "echten" Mathematiker- und Physikerstellen konkurrieren.

Viele Firmen, die Physiker suchen, suchen nämlich eigentlich nur einen Programmierer mit ein bisschen mathematischem Verständnis (das sich aber jeder MINT-Absolvent in kurzer Zeit aneignen kann) und halten die Stellenausschreibungen daher sehr allgemein. Daher kommt der Irrglaube, dass Physiker sehr gefragt seien. Meistens ist hier aber ein normaler Informatiker, der im Studium mehr Zeit hatte, sich entsprechende Praxiserfahrung anzueignen, besser geeignet.

antworten
WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

Physik lohnt sich meiner Meinung nach nicht. Knüppelhartes Studium, wenig Freizeit und hinterher konkurrierst du trotzdem mit den (Wirtschafts-)Informatikern und Fachinformatikern um die Jobs. Bist dann sogar im Nachteil, weil die Informatiker das lässigere Studium hatten, nebenbei noch genug Zeit hatten, Praxiserfahrung zu sammeln und deren Studieninhalte auch stärker auf die gefragten Skills ausgerichtet sind.

Der Jahrgangsbeste aus meinem Abiturjahrgang hat auch Physik studiert, dort war er dann ebenfalls unter den Top 5-Absolventen. Trotzdem hat er nach seinem Master keinen zufriedenstellenden Job gefunden. Daher promoviert er jetzt und versucht, in die Forschung Fuß zu fassen.

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WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

In der Regel studiert man diese Fächer auch aus persönlichen Interesse und nicht aus Karriermotivaion heraus. Ich weis, ist in einem Wiwi Studium schwer zu verstehen, dass man Studienentscheidungen nicht nur nach Karriere und Geld ausrichtet.

WiWi Gast schrieb am 23.07.2021:

Physik lohnt sich meiner Meinung nach nicht. Knüppelhartes Studium, wenig Freizeit und hinterher konkurrierst du trotzdem mit den (Wirtschafts-)Informatikern und Fachinformatikern um die Jobs. Bist dann sogar im Nachteil, weil die Informatiker das lässigere Studium hatten, nebenbei noch genug Zeit hatten, Praxiserfahrung zu sammeln und deren Studieninhalte auch stärker auf die gefragten Skills ausgerichtet sind.

Der Jahrgangsbeste aus meinem Abiturjahrgang hat auch Physik studiert, dort war er dann ebenfalls unter den Top 5-Absolventen. Trotzdem hat er nach seinem Master keinen zufriedenstellenden Job gefunden. Daher promoviert er jetzt und versucht, in die Forschung Fuß zu fassen.

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WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

An den TE (und alle anderen angehenden Physiker und Mathematiker hier): Im zitierten Post steht alles drin, was Du/Ihr wissen musst/müsst!

Speziell zum Thema Praktika: Bei Physik und Mathe gibt es keine Praktika-Kultur. Das Uni-Personal wird Euch vermutlich sogar von einem Praktikum abraten, weil man "Zeit verliert". Bitte nicht darauf hören - macht zumindest ein Praktikum, meinetwegen nur für ein paar Wochen. Das hilft später ungemein - viel mehr, als ohne Praktikum ein Semester weniger studiert zu haben. Aus einer Studi-Kohorte landet statistisch am Ende maximal einer dauerhaft an der Uni, alle anderen müssen sich früher oder später, schlimmstenfalls nach ein paar Jahren Post Doc, einen normalen Job suchen.

WiWi Gast schrieb am 23.07.2021:

Physiker wieder hier: Ich habe in Erlangen studiert.

Zum Mathe Kollegen mit dreiviertel Physikstudium: Er hat in der Hinnsicht Recht, dass es viele Physiker gibt, die nach dem Studium Probleme haben etwas zu finden. Kenne ich auch aus meinem Umfeld. Allerdings muss man das auch etwas differnzierter betrachten. Es gibt sehr viele Studenten, die ihr Studium mit der Zielsetzung einer Akademischen Karriere starten, bis sie deutlich später erst merken, dass die prikären Arbeitsverhältnisse in der Wissenschaft in Deutschland nichts für sie sind. Unter anderem desshalb, und vielleicht auch weil das notwendige Verständnis für die Arbeitswelt auserhalb der Uni fehlt, machen viele während dem Studium keine oder kaum Prakitka und Werksstundtenjobs. Noch dazu studieren viele nach reinem Interesse, nicht danach was ihnen vielleicht beim Job helfen könnte bzgl. der Wahl möglicher Nebenfächer. Fakt ist: Ein reines Physikstudium auch mit Topnoten reicht nicht um in der Wirtschaft Fuß zu fassen. Das A und O sind Zusatzsskills. Beim Physiker erwartet man da hauptsächlich umfangreiche Programmierskills, Präsentationstechniken, man sollte nicht der totale Nerd sein und sozial Verträglich sein,.... . Die meisten Physiker, die ich halt kenne und die Probleme bei der Job Suche hatten haben halt nichts davon. Da steht nur das Studium im CV und sonst nichts. Keine Programmierkenntnisse, Vertiefung in Astronomie, Keine Praktika/Werksstudentenjobs, keine vernünftigen Fremsparachenkentnisse, und dann aber ein nerdiges Einzelgängerhobby. Versuch das einfach zu vermeiden, dann klappt auch die Jobsuche.

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WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

WiWi Gast schrieb am 23.07.2021:

In der Regel studiert man diese Fächer auch aus persönlichen Interesse und nicht aus Karriermotivaion heraus. Ich weis, ist in einem Wiwi Studium schwer zu verstehen, dass man Studienentscheidungen nicht nur nach Karriere und Geld ausrichtet.

Ich interessiere mich auch für vieles, aber irgendwann muss man auch was arbeiten und die vielen Jahre Studium sollen dann doch nicht umsonst gewesen sein. Die Gehälter sind so schon niedrig genug, da sollte man zumindest etwas halbwegs Gefragtes studieren. Und ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass viele Mathe- und Physikstudenten die ganzen Theorievorlesungen voller mathematischer Beweise, welche man in keinem Job der Welt braucht, so interessant finden, dass sie dafür gerne ihre Freizeit opfern. Die meisten erhoffen sich nach dem Studium schon insgeheim eine Anerkennung monetärer Natur für die ganze Mühe, die aber leider meistens ausbleibt.

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WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

Physiker hier. Ich rate eigentlich auch eher vom Studium ab, es sei denn du bist hoch intelligent. Ansonsten hat man i.d.R. keine schöne Jugend, kaum Zeit für Praktika und am Schluss einen mittelmäßigen Programmierjob, den jeder FH Dödel auch bekommt und das gerne nach ca. 10 Jahre Studium. Man wird meines Erachtens selbst etwas zum Nerd, so ein Studium prägt einen schon, und nicht nur zum Positiven.

In der Theorie kann man sehr viele Jobs ausüben. In der Realität schaut es anders aus. Lehrer zur Zeit ja, Industriejob mit viel Glück oder mit den Tipps von unten, Krankenhaus mit Schwerpunkt und Masterarbeit vielleicht, Forschung normal nicht auf Dauer. Letzteres ist meines Erachtens auch weniger erstrebenswert. Prestige hat man mit dem Studium auch nicht, eher so ne Kombination aus Respekt und Mitleid, dass man sich den Irrsinn angetan hat.

Solltest du es dennoch versuchen wollen. Rate ich dir Auslandssemester, Praktikum, Abschlussarbeit(en) ggf. beim Unternehmen zu machen und viele Programmierkurse. Oft fehlt für diese Sachen die Zeit.

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WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

WiWi Gast schrieb am 23.07.2021:

In der Regel studiert man diese Fächer auch aus persönlichen Interesse und nicht aus Karriermotivaion heraus. Ich weis, ist in einem Wiwi Studium schwer zu verstehen, dass man Studienentscheidungen nicht nur nach Karriere und Geld ausrichtet.

Ich interessiere mich auch für vieles, aber irgendwann muss man auch was arbeiten und die vielen Jahre Studium sollen dann doch nicht umsonst gewesen sein. Die Gehälter sind so schon niedrig genug, da sollte man zumindest etwas halbwegs Gefragtes studieren. Und ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass viele Mathe- und Physikstudenten die ganzen Theorievorlesungen voller mathematischer Beweise, welche man in keinem Job der Welt braucht, so interessant finden, dass sie dafür gerne ihre Freizeit opfern. Die meisten erhoffen sich nach dem Studium schon insgeheim eine Anerkennung monetärer Natur für die ganze Mühe, die aber leider meistens ausbleibt.

Ich glaube nicht das du damit Recht hast. Die Meisten die ich im Studium kennen gelernt habe, haben ihr Studium rein nach fachlichen Interesse gewählt. Im Gegenteil, die Frage Job und Geld verdienen wurde eher von vielen bewusst weit nach hinten geschoben, weil der Reiz dazu nicht all zu groß war. Unter Physikstudenten gibt es viele Idealisten und wenig Kapitalisten, anders könnte man sich auch gar nicht zum Studium motivieren. Wüsste nicht, wie ich mich mit nur geringen Spaß am Aufgabenlösen erfolgreich durchs Studium 'quälen' könnte. Denn was anderes wäre es nicht, wenn man es nicht aus vollem Interesse am Fach studiert.

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Tiberg

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

Hallo,
TE nochmal hier. Erstmal danke für die vielen Antworten.
Wie ich im Anfangspost geschildert habe, möchte ich mich stark in Richtung Computational Physics orientieren, d.h. auch in der Richtung einen Master machen. Ehrlich gesagt weiß ich auch nicht, was mir neben Physik bleibt. Egal was man sich hier für Posts durchliest, jeder Studiengang wird schlecht gemacht. Wie soll man da als Nicht-Student durchblicken?

Ich habe bei der TU Dortmund noch den Studiengang Data Science gefunden. Dieser wird von der Fakultät Statistik, Mathematik und Informatik angeboten. Ich verlinke den Verlaufsplan mal:
https://www.statistik.tu-dortmund.de/fileadmin/user_upload/Studium/Studiengaenge-Infos/Studienverlaufsplan_BSc_DaSc_2020.pdf

Was haltet ihr davon? Sieht auch mega interessant aus, aber da ist halt gar nichts mit Physik.

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WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

Bin Mathematiker und möchte jetzt doch mein Senf dazu geben, da ich hier viel Quatsch gelesen habe:

  • MINT muss man super schlau sein: 95% meiner ehemaligen Kommilitonen waren jetzt nicht super schlau. Die haben halt gelernt und waren fleißig.
  • BWLer haben so viele Soft Skills und Mathematiker/Physiker nicht--> Quatsch. Klar es gibt mehr Nerds aber dafür fast keine Prolls. Im Schnitt würde ich sagen, dass die Soft Skills gleich gut sind
  • exotenbonus: fast jeder der nach dem Studium sich nicht für ein spezielles Thema interessiert hat versucht es in der UB, Finance oder Versicherungswelt oder eben als Coder. Der Exoten Bonus war einmal
  • gute vs schlechte jobaussichten: wenn du während deines Studiums auf eine Karriere hinarbeitest, dann ja. Aber das liegt eher weniger an deinem Studium. Karriere kann man in fast jedem Bereich machen. Man muss eben dafür was tun. Wer "nur" studiert und sich am Ende auf stellen bewirbt von denen er nicht mal weiß was man da macht hat natürlich schlechte Chancen
  • MINT Studium unnötig: die Chance an einen guten quantitativen Job arbeiten zu können sind gering. Es gibt einfach wenig. Das sollte einem klar sein. Aber mit bisschen Glück kann man einen anspruchsvollen Job ergattern in dem man aus Sicht eines bwlers quantitativ arbeitet und aus Sicht eines MINTlers ein wenig quant unterwegs ist
  • Studium ist ach so zeitintensiv: die ersten Semester ja, danach hat man seine Gruppen für die Übungsaufgaben (bzw gibt einige die auch einfach nur abschreiben) und kann wenn gewollt "clever" Fächer belegen.

Mein Fazit: wenn man interessiert und motiviert ist, kann man als Normalo das Studium mit guten Noten bei vertretbaren Zeitaufwand packen. Auch Karriere geht gut. Wer schnell viel verdienen möchte und sich nur für Geld interessiert: BWL bachelor-> M&A.
Denke aber es sollte wirkliches Interesse am Fach vorhanden sein bei MINT.

Meint Tipp an den TE: schau dir die Modulhandbücher zu den Fächern an, schau mal auf Wiki worum es gehen wird und wähle dann. Falls es dir nach 2-3 Semester nicht so gefällt, dann wechsle eben. Das ist auch kein krasser Karriere Killer (was hier im Forum natürlich anders gesehen wird)

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WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

Hier auch ein Physiker. Es muss halt nicht bei jeden schlecht laufen:

Habe meinen Diplom 2004 bereits gehabt und anschließend in Lasertechnologie promoviert. Anschließend war ich einige Jahre bei einem großen Konzern in der Abteilungsleitung. Nun bin ich seit 3 Jahren Professor an einer Hochschule, verdiene etwas besser als bei meinem Konzernjob habe aber eine gute effektive 30h Woche inkl. Lebre.

Ich bin wahrscheinlich eine Ausnahme, wollte aber mal anmerken das es nicht bei jedem Physiker/Mathematiker schlecht laufen muss.

antworten
WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

WiWi Gast schrieb am 24.07.2021:

Hier auch ein Physiker. Es muss halt nicht bei jeden schlecht laufen:

Habe meinen Diplom 2004 bereits gehabt und anschließend in Lasertechnologie promoviert. Anschließend war ich einige Jahre bei einem großen Konzern in der Abteilungsleitung. Nun bin ich seit 3 Jahren Professor an einer Hochschule, verdiene etwas besser als bei meinem Konzernjob habe aber eine gute effektive 30h Woche inkl. Lebre.

Ich bin wahrscheinlich eine Ausnahme, wollte aber mal anmerken das es nicht bei jedem Physiker/Mathematiker schlecht laufen muss.

Als W2/3 Prof verdienst Du mehr als ein Abteilungsleiter in einem großem Konzern? Ich habe auch in Physik promoviert und verdiene als Sachbearbeiter ohne Prokura / Führung mit vier Jahren BE in einem großen Konzern nun ca. 120k brutto / Jahr was in StKl 1 ca. 5600 netto im Monat sind. Ein Abteilungsleiter würde nochmal deutlich drüber liegen. Da würde ich als Prof nicht rankommen. Oder hast Du noch diverse Gutachterjobs / Unternehmen aufgebaut? Vorlesungsskript für 300 € ? ;)

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WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

Tiberg schrieb am 24.07.2021:

Hallo,
TE nochmal hier. Erstmal danke für die vielen Antworten.
Wie ich im Anfangspost geschildert habe, möchte ich mich stark in Richtung Computational Physics orientieren, d.h. auch in der Richtung einen Master machen. Ehrlich gesagt weiß ich auch nicht, was mir neben Physik bleibt. Egal was man sich hier für Posts durchliest, jeder Studiengang wird schlecht gemacht. Wie soll man da als Nicht-Student durchblicken?

Es wird nicht jeder Studiengang schlecht gemacht sondern wir haben dir hier ziemlich engagiert versucht deine Frage zu beantworten. Was du daraus machst, liegt an dir. Ich zB wollte immer Geschichte studieren und den lieben langen Tag über das antike Rom forschen. Das zahlt mir aber keiner und wenn sind Historiker extrem unterbezahlt oder finden gar keine Stelle. Stattdessen bin ich jetzt dabei Wirtschaftsinformatik zu studieren und in den IT Sales zu steuern, was mir ebenfalls Spaß macht und ich sehr gut verdienen werde.

Wenn du Physik studieren willst, weil es dich ja so interessiert, dann mach es und nimm in Kauf, dass dir deine 40 Jahre Berufserfahrung nicht so viel Spaß machen wie das Studium. Verloren ist damit aber natürlich auch nichts. Auch Informatik ist sehr spannend und wenn du das sowieso interessant findest, dann studier Informatik. Das aktuell gefragteste Studienfach und mit am besten bezahlt. Dir steht doch alles offen und du bist nur am jammern.

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Tiberg

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

WiWi Gast schrieb am 24.07.2021:

Tiberg schrieb am 24.07.2021:

Hallo,
TE nochmal hier. Erstmal danke für die vielen Antworten.
Wie ich im Anfangspost geschildert habe, möchte ich mich stark in Richtung Computational Physics orientieren, d.h. auch in der Richtung einen Master machen. Ehrlich gesagt weiß ich auch nicht, was mir neben Physik bleibt. Egal was man sich hier für Posts durchliest, jeder Studiengang wird schlecht gemacht. Wie soll man da als Nicht-Student durchblicken?

Es wird nicht jeder Studiengang schlecht gemacht sondern wir haben dir hier ziemlich engagiert versucht deine Frage zu beantworten. Was du daraus machst, liegt an dir. Ich zB wollte immer Geschichte studieren und den lieben langen Tag über das antike Rom forschen. Das zahlt mir aber keiner und wenn sind Historiker extrem unterbezahlt oder finden gar keine Stelle. Stattdessen bin ich jetzt dabei Wirtschaftsinformatik zu studieren und in den IT Sales zu steuern, was mir ebenfalls Spaß macht und ich sehr gut verdienen werde.

Wenn du Physik studieren willst, weil es dich ja so interessiert, dann mach es und nimm in Kauf, dass dir deine 40 Jahre Berufserfahrung nicht so viel Spaß machen wie das Studium. Verloren ist damit aber natürlich auch nichts. Auch Informatik ist sehr spannend und wenn du das sowieso interessant findest, dann studier Informatik. Das aktuell gefragteste Studienfach und mit am besten bezahlt. Dir steht doch alles offen und du bist nur am jammern.

Ich bin nicht am jammern. Mein letzter Post bezog sich auch eher auf das gesamte Forum, nicht auf diesen Thread.
Könnte mir jemand was zu dem oben verlinkten Studiengang "Data Science" an der TU Dortmund was sagen?

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WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

WiWi Gast schrieb am 24.07.2021:

Tiberg schrieb am 24.07.2021:

Hallo,
TE nochmal hier. Erstmal danke für die vielen Antworten.
Wie ich im Anfangspost geschildert habe, möchte ich mich stark in Richtung Computational Physics orientieren, d.h. auch in der Richtung einen Master machen. Ehrlich gesagt weiß ich auch nicht, was mir neben Physik bleibt. Egal was man sich hier für Posts durchliest, jeder Studiengang wird schlecht gemacht. Wie soll man da als Nicht-Student durchblicken?

Es wird nicht jeder Studiengang schlecht gemacht sondern wir haben dir hier ziemlich engagiert versucht deine Frage zu beantworten. Was du daraus machst, liegt an dir. Ich zB wollte immer Geschichte studieren und den lieben langen Tag über das antike Rom forschen. Das zahlt mir aber keiner und wenn sind Historiker extrem unterbezahlt oder finden gar keine Stelle. Stattdessen bin ich jetzt dabei Wirtschaftsinformatik zu studieren und in den IT Sales zu steuern, was mir ebenfalls Spaß macht und ich sehr gut verdienen werde.

Wenn du Physik studieren willst, weil es dich ja so interessiert, dann mach es und nimm in Kauf, dass dir deine 40 Jahre Berufserfahrung nicht so viel Spaß machen wie das Studium. Verloren ist damit aber natürlich auch nichts. Auch Informatik ist sehr spannend und wenn du das sowieso interessant findest, dann studier Informatik. Das aktuell gefragteste Studienfach und mit am besten bezahlt. Dir steht doch alles offen und du bist nur am jammern.

Er wird den Job aber nicht interessanter finden, wenn er vorher etwas uninteressantes studiert hat.

Ich habe ein MINT-Fach studiert und anschließend promoviert. Dann bin ich nach knapp zehn Jahren in einen Job eingestiegen, den ich auch mit einem BA-Studium hätte machen können.

In dem Forum hier würde so etwas wahrscheinlich als Fehler gesehen, da ich deutlich mehr Zeit und Mühe investiert habe, als notwendig war. Ich sehe es aber als zehn tolle, wenn auch manchmal sehr anstrengende Jahre. Ich habe meine 20er mit etwas verbracht, an dem ich wirklich Interesse hatte.

Mit Physik und einer Spezialisierung auf Computational Physics wirst du danach schon einen Job finden. Wenn es dir Spaß macht, gibt es meiner Ansicht nach keinen Grund, deine Jugend mit einem Studium zu verschwenden, das nur auf einen optimalen Return of Investment von Aufwand und Lebenseinkommen ausgerichtet ist.

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WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

WiWi Gast schrieb am 24.07.2021:

  • BWLer haben so viele Soft Skills und Mathematiker/Physiker nicht

Frage mich immer noch woher BWLer dieses Ammenmärchen haben .
Ihr lernt im BWL Studium genau das gleiche wie in jedem anderen Studiengang auch = 6cp Schlüsselqualifikation , das ist alles .
Das ist in jedem Studiengang verpflichtend und nichts BWL exklusives .

Was gibt es daran nicht zu verstehen ?
Wenn jemand Soft skills mitbringt dann hat er sie sich NEBEN dem Studium angeeignet und das ist neben JEDEM Studiengang möglich .

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WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

Ich habe Physik studiert und mir hat die Flexibilät nach meinem Abschluss sehr gefallen: Halbleiter, Laser, Telekommunikation, Weltraum, Elektroautos, LEDs, Elektrotechnik, Quantencomputer, Statistik, Quant, Data Science, Bioinformatik, Chemie, Verfahrenstechnik, Automatisierung - Ganz egal - Überall kannst Du Dich sehr schnell einlesen und durchstarten.

Das Physikstudium bringt Dir in erster Linie erstmal bei reale Probleme pragmatisch zu abstrahieren und Lösungen zu finden. Diese Fähigkeit ist fast überall gefragt! Es gibt aber auch bei Physikern gute und schlechte Absolventen ;)

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WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

WiWi Gast schrieb am 24.07.2021:

Hier auch ein Physiker. Es muss halt nicht bei jeden schlecht laufen:

Habe meinen Diplom 2004 bereits gehabt und anschließend in Lasertechnologie promoviert. Anschließend war ich einige Jahre bei einem großen Konzern in der Abteilungsleitung. Nun bin ich seit 3 Jahren Professor an einer Hochschule, verdiene etwas besser als bei meinem Konzernjob habe aber eine gute effektive 30h Woche inkl. Lebre.

Ich bin wahrscheinlich eine Ausnahme, wollte aber mal anmerken das es nicht bei jedem Physiker/Mathematiker schlecht laufen muss.

Als W2/3 Prof verdienst Du mehr als ein Abteilungsleiter in einem großem Konzern? Ich habe auch in Physik promoviert und verdiene als Sachbearbeiter ohne Prokura / Führung mit vier Jahren BE in einem großen Konzern nun ca. 120k brutto / Jahr was in StKl 1 ca. 5600 netto im Monat sind. Ein Abteilungsleiter würde nochmal deutlich drüber liegen. Da würde ich als Prof nicht rankommen. Oder hast Du noch diverse Gutachterjobs / Unternehmen aufgebaut? Vorlesungsskript für 300 € ? ;)

Sorry, mein Vergleich hinkt etwas. Habe zwar gut verdient als Abteilungsleiter, war aber kein DAX30 Konzern und der Job war in einer der teuersten deutschen Städte.

Im Vergleich dazu verdiene ich jetzt etwas mehr, mit etwas meine ich nicht nennenswert viel mehr. Jedoch bin ich umgezogen und mein Arbeitsort ist nun in einer eher günstigeren Großstadt, wo ich rund 1000€ mehr monatlich dank der günstigen Miete und Lebenshaltungskosten sparen kann. Außerdem habe ich auch die Pension, die man als Beamter hat, mit einberechnet. Kaum ein Abteilungsleiter kriegt mehr Rente als ein Lehrer in Pension. Pension mit W3 ist dann auch ganz happig.

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WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

Normalerweise passen Ingenieure besser auf solche Stellen.

WiWi Gast schrieb am 25.07.2021:

Ich habe Physik studiert und mir hat die Flexibilät nach meinem Abschluss sehr gefallen: Halbleiter, Laser, Telekommunikation, Weltraum, Elektroautos, LEDs, Elektrotechnik, Quantencomputer, Statistik, Quant, Data Science, Bioinformatik, Chemie, Verfahrenstechnik, Automatisierung - Ganz egal - Überall kannst Du Dich sehr schnell einlesen und durchstarten.

Das Physikstudium bringt Dir in erster Linie erstmal bei reale Probleme pragmatisch zu abstrahieren und Lösungen zu finden. Diese Fähigkeit ist fast überall gefragt! Es gibt aber auch bei Physikern gute und schlechte Absolventen ;)

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WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

Es geht hier auch am Rande immer um 2 Fragestellungen, die nicht klar genug differenziert werden, teilweise sind sie den Leuten nicht permanent bewußt:

Frage 1: Kriege ich einen Job, der mich interessiert und normal bezahlt ist: Wenn du gut bist, ist das als Physiker nicht selbstverständlich, aber vollkommen realistisch - Physik ist nicht so verrückt wie Profi-Künstler oder Profi-Musiker.

Frage 2: Mit welchem Studiengängen komme ich an Top-Jobs ran - für mich ist das ein Job ab 350k - das ist mit Medizin am einfachsten (einfach in die USA auswandern), Wenn du dann als Physiker mit deinen 70k auf diese Leute schaust, hinterfragst du eventuell deine Entscheidungen, weil Geld mit eigener Familie immer wichtiger wird. Auch als BWLer oder Jurist ist das viel einfacher. Bei Siemens (einem Topunternehmen) bekommst du 350k erst ab Bereichsleiterebene mit frühestens 45 Jahren und dann bist du schon bald jemand, der zu alt für viele Dingen bist - mal davon abgesehen, dass die meisten gar nicht in die Auswahl für diese Jobs kommt. Ein anderer Weg wäre eine Selbstständigkeit als Programmierer - da wäre dann aber Informatik besser.Mit Remote-Jobs als Programmierer mit Aufenthalt in Osteuropa (teilweise sehr gute Steuersätze und sehr billiges Leben) kann man auch sehr gut leben.
Überlege dir, was du wirklich willst - es ist nicht einfach Kindern zu erklären, dass der Urlaub dieses Jahr zugunsten des Hauskredits ausfällt, weil Papa zwischen 20 und 25 5 Jahre ganz toll Spaß hatte im Physikstudium. Wenn dir Geld egal ist (und das auch so bleibt) und die Leidenschaft für Physik wirklich bleibt, beneide ich dich für diese Haltung (das ist besser als ein Karrierist, der all seine Interessen verkauft und am Ende doch nur 20% überm Schnitt liegt).

WiWi Gast schrieb am 25.07.2021:

Ich habe Physik studiert und mir hat die Flexibilät nach meinem Abschluss sehr gefallen: Halbleiter, Laser, Telekommunikation, Weltraum, Elektroautos, LEDs, Elektrotechnik, Quantencomputer, Statistik, Quant, Data Science, Bioinformatik, Chemie, Verfahrenstechnik, Automatisierung - Ganz egal - Überall kannst Du Dich sehr schnell einlesen und durchstarten.

Das Physikstudium bringt Dir in erster Linie erstmal bei reale Probleme pragmatisch zu abstrahieren und Lösungen zu finden. Diese Fähigkeit ist fast überall gefragt! Es gibt aber auch bei Physikern gute und schlechte Absolventen ;)

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WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

OK du willst also auf den heißen Zug des Machine Learnings aufspringen. Denke das ist eine gute Entscheidung. Kann nur als Mathematiker berichten. Ja man kommt unter. Vielleicht zunächst im Consulting, vor allem wenn man was mit programmieren gemacht hat.

ABER jetzt kommt mein großes, finde den Bereich sehr spannend ABER er ist zum Teil überlaufen und bei heißen Themen wie Robitik, die unter anderem eben noch nicht gelöst sind würde mir persönlich eben ein Studium der Elektrotechnik bzw. Regulungstechnik sicherlich helfen. Am Ende ist es so und das vergessen sehr viele, du bist als Machine Learning Engeneer sehr gefragt wenn du auch ein fachliches Thema hast (bei mir Trading). Im Best case sollte man eben das Business verstehen. Z.b. auch sowas wie Bioinformatik wäre zwar nichts für mich aber sicherlich sehr interessant mit Machine Learning Kombi (siehe AlphaFold).

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WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

Die Zahlen, mit denen du da gerade rumwirfst, sind für keinen Studiengang selbstverständlich.
Auch ohne ein Gehalt von 350k kann man noch in den Urlaub fahren ;)

Zum Thema:
Bei vielen Stellenanzeigen steht Physik immer mit dabei. Stellen, wo explizit Physiker gesucht werden, sind selten (einfach mal auf LinkedIn suchen). Wenn du Spaß an (Uni!) Physik hast, kannst du das ruhig studieren.

Aber bedenke: Z. B. Maschinenbau oder E-Technik beinhalten auch viel angewandte Physik und Mathematik. Die relevanten Themen werden in diesen Fächern sogar um einiges ausführlicher behandelt als im Physikstudium.
=> Am besten einfach mal in die Modulhandbücher schauen!
(Den Hinweis wirst du mir spätestens bei langen Quantenmechanikvorlesungen danken, wenn du dir denkst, wofür man das in der Industrie braucht)

Zusammengefasst:
Mach das, was dich interessiert, solange die Berufsaussichten nicht völlig dagegen sprechen!

WiWi Gast schrieb am 25.07.2021:

Es geht hier auch am Rande immer um 2 Fragestellungen, die nicht klar genug differenziert werden, teilweise sind sie den Leuten nicht permanent bewußt:

Frage 1: Kriege ich einen Job, der mich interessiert und normal bezahlt ist: Wenn du gut bist, ist das als Physiker nicht selbstverständlich, aber vollkommen realistisch - Physik ist nicht so verrückt wie Profi-Künstler oder Profi-Musiker.

Frage 2: Mit welchem Studiengängen komme ich an Top-Jobs ran - für mich ist das ein Job ab 350k - das ist mit Medizin am einfachsten (einfach in die USA auswandern), Wenn du dann als Physiker mit deinen 70k auf diese Leute schaust, hinterfragst du eventuell deine Entscheidungen, weil Geld mit eigener Familie immer wichtiger wird. Auch als BWLer oder Jurist ist das viel einfacher. Bei Siemens (einem Topunternehmen) bekommst du 350k erst ab Bereichsleiterebene mit frühestens 45 Jahren und dann bist du schon bald jemand, der zu alt für viele Dingen bist - mal davon abgesehen, dass die meisten gar nicht in die Auswahl für diese Jobs kommt. Ein anderer Weg wäre eine Selbstständigkeit als Programmierer - da wäre dann aber Informatik besser.Mit Remote-Jobs als Programmierer mit Aufenthalt in Osteuropa (teilweise sehr gute Steuersätze und sehr billiges Leben) kann man auch sehr gut leben.
Überlege dir, was du wirklich willst - es ist nicht einfach Kindern zu erklären, dass der Urlaub dieses Jahr zugunsten des Hauskredits ausfällt, weil Papa zwischen 20 und 25 5 Jahre ganz toll Spaß hatte im Physikstudium. Wenn dir Geld egal ist (und das auch so bleibt) und die Leidenschaft für Physik wirklich bleibt, beneide ich dich für diese Haltung (das ist besser als ein Karrierist, der all seine Interessen verkauft und am Ende doch nur 20% überm Schnitt liegt).

WiWi Gast schrieb am 25.07.2021:

Ich habe Physik studiert und mir hat die Flexibilät nach meinem Abschluss sehr gefallen: Halbleiter, Laser, Telekommunikation, Weltraum, Elektroautos, LEDs, Elektrotechnik, Quantencomputer, Statistik, Quant, Data Science, Bioinformatik, Chemie, Verfahrenstechnik, Automatisierung - Ganz egal - Überall kannst Du Dich sehr schnell einlesen und durchstarten.

Das Physikstudium bringt Dir in erster Linie erstmal bei reale Probleme pragmatisch zu abstrahieren und Lösungen zu finden. Diese Fähigkeit ist fast überall gefragt! Es gibt aber auch bei Physikern gute und schlechte Absolventen ;)

antworten
WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

Aber bedenke: Z. B. Maschinenbau oder E-Technik beinhalten auch viel angewandte Physik und Mathematik. Die relevanten Themen werden in diesen Fächern sogar um einiges ausführlicher behandelt als im Physikstudium.

Das ist so als würde man sagen, das BWL auch etwas Jura beinhaltet oder dass antike Geschichte in Asterix Büchern vorkommt. Das mag schon stimmen, aber halt sehr oberflächlich. Gerade die Physik ab der quantenmechanischen Revolution vor ca. 100 jahren wird nur im Physikstudium behandelt. Daher kannst du dir mit einem Ingenieursstudium gerade die interessanten Themen wie Feldtheorie, Teilchenphysik oder auch allgemeine Relativität abschminken.

Physik lernt man entweder zwischen 20-30 oder gar nicht. Wirtschaft oder Ingenieursfächer gehen immer.

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WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

WiWi Gast schrieb am 25.07.2021:

Frage 2: Mit welchem Studiengängen komme ich an Top-Jobs ran - für mich ist das ein Job ab 350k

Wo kommt die Zahl denn bitte her?! Scheint ziemlich willkürlich. Wenn ich also zB 150k verdiene dann hab ich nen miesen Job? :-)

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WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

"Frage 2: Mit welchem Studiengängen komme ich an Top-Jobs ran - für mich ist das ein Job ab 350k"

Yo, 350k ein völlig realistisches Einkommen und die "Top-Jobs". Die meisten 'Top-Jobs' sind nur mit viel weniger vergütet. Diese Forum lebt echt in einer Parallelwelt.

antworten
WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

WiWi Gast schrieb am 25.07.2021:

Ich habe Physik studiert und mir hat die Flexibilät nach meinem Abschluss sehr gefallen: Halbleiter, Laser, Telekommunikation, Weltraum, Elektroautos, LEDs, Elektrotechnik, Quantencomputer, Statistik, Quant, Data Science, Bioinformatik, Chemie, Verfahrenstechnik, Automatisierung - Ganz egal - Überall kannst Du Dich sehr schnell einlesen und durchstarten.

Das Physikstudium bringt Dir in erster Linie erstmal bei reale Probleme pragmatisch zu abstrahieren und Lösungen zu finden. Diese Fähigkeit ist fast überall gefragt! Es gibt aber auch bei Physikern gute und schlechte Absolventen ;)

LOL "du kannst dich sehr schnell einlesen und durchstarten " - das könnte eins zu eins in einer werbebröschüre für MINT studiengänge stehen...studierst du noch oder hast du dich schonmal als fertiger physiker/ mathematiker in der wirtschaft beworben?

Halbleiter, Laser, Telekommunikation
hier kann man sicher arbeiten. man konkurriert dann mit elektrotechnikern und teilweise informatikern um die wenigen stellen. deutschland ist kein hightechland. die zwei erfolgreichsten firmen, die seit 2010 in de gegründet wurden und richtig "durchgestartet " sind, sind ein essenslieferand (lieferando) und ein anbieter von foodboxen(hello fresh). Der arbeitsmarkt ist, wenn man nicht bock auf die furchtbaren bedingungen in der wissenschaft in de hat, nicht gut.
Elektroautos

Es ist hinreichend bekannt, dass die OEMs nur noch sporadisch einstellen und eher probleme haben ihre bestehende mannschaft durchzufüttern. wenn man kein ITler oder absoluter experte in batterienthemen (>7 jahre berufsefahrung) ist, wird man es dort schwer haben.

Im allgemeinen ist mein eindruck dass die firmen spezialisierte experten suchen. und das ist man nach dem physikstudium bei weitem nicht. Dein "schnelles einlesen" will erstens keiner bezahlen und es macht dich noch lange nicht zum experten in einem gebiet auch wenn du theoretisch für die meisten sachen sehr gute grundlagen hast. die meisten stellen die gut bezahlt sind, sind stellen für die man einen physiker braucht der zufällig noch experte in einem anderen gebiet ist, mit dem er sich zufällig in seiner promotion beschäftigt hat oder in der er schon irgendwo berufserfahrung gesammelt hat. das lässt sich aber schwer planen weil niemand genau weiß was die hypethemen der zukunft sind.

als absolvent ist man meist ein generalist der gute grundlagen für viele anwendungen mitbringt. das einzige berufsfeld wo man damit wirklich einen vorteil hat ist die beratung. aber da ist die konkurrenz auch riesig.

man kannsicher in der beratung arbeiten, wo der generalistische physikerblick evtl gefragt ist, aber das

antworten
WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

Hallo,
TE nochmal hier. Erstmal danke für die vielen Antworten.
Wie ich im Anfangspost geschildert habe, möchte ich mich stark in Richtung Computational Physics orientieren, d.h. auch in der Richtung einen Master machen. Ehrlich gesagt weiß ich auch nicht, was mir neben Physik bleibt. Egal was man sich hier für Posts durchliest, jeder Studiengang wird schlecht gemacht. Wie soll man da als Nicht-Student durchblicken?

hi ich bin einer der mathematiker, die oben schonmal geschrieben haben. dass die fächer alle schlecht gemacht werden, liegt sicherlich auch daran, dass wir aktuell in einem wirtschaftlichen abschwung in deutschland leben - auch wenn das in der politik keiner so recht aussprechen will. bis rund 2010 haben die firmen hier die absolute party gefeiert. ich kann insbesondere aus der automobilindustrie berichten wo geld immer im überfluss vorhanden war. abteilungsleitergehalt von 250k plus 500k bonus war keine seltenheit. dazu lebenslange betriebsrente, recht auf dienstwagen, recht auf dienstwagen für die ehefrau etc. abteilungsweihnachtsfeiern für eine million - auch kein problem. in verbindung mit den günstigen immobilienpreisen konnte diese "boomer-generation" leben wie die könige. heute sieht das komplett anders aus. die löhne sind im vehältnis zu den immobilienpreisen kaum gestiegen. die absolventen von heute können sich freuen wenn sie überhaupt mal immobilieneigentum besitzen werden. das liegt sicher auch daran dass im internationalen vergleich die bedeutung von deutschen firmen abgenommen hat und wir hier einfach kaum vom techboom profitiert haben. die geldpolitik der EZB tut ihr übriges dazu.

Im kontext dieses hintergrundes lohnen (zumindest monetär) sich natürlich besonders arbeitsintensive studiengänge mit hohen druchfallquoten wie physik, mathe, chemie kaum noch. wenn man sich eh kaum mehr etwas leisten kann und 95 % der absolventen technischer/wirtschaftlicher studiengänge ähnlich wie ich oder mehr als ich verdienen und verdienen werden - wozu sollte man dann noch ein bockschweres studium absolvieren? in kombination mit der oftmals unpassenden / langweiligen/ unterfordernden tätigkeit führt das (denke ich) in einigen fällen zur frustration. die einzigen fächer die sich wohl wirklich noch "lohnen" in deutschland sind medizin und jura mit prädikatsexamen. bei allen anderen ist es mehr glück als alles andere wo man mal landet.

solltest du deshalb kein physik studieren? ich denke du solltest unbedingt das studieren, was dir am meisten spass macht. gerade am anfang ist die intrinsische motivation unglaublich wichtig um überhaupt zu halbwegs guten ergebnissen im studium zu kommen.
du wirst kein studium dieses kalibers (physik mathe chemie) schaffen, wenn du nicht hochintelligent oder hochmotiviet bist. aussedem hatte keine der richtungen, die du genannt hast, bei angewandter studienausrichtung unglaublich schlechte berufsaussichten - sie sind eher ungefähr gleich und wenn es dir nicht gefällt kannst du immernoch wechseln - das ist garkein problem. insbesondere die grundlagen aus der physik - das sind in den ersten semestern vor allem mathe, mechanik, elektrostatik/dynamik werden dir auch in anderen fächen helfen.

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WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

Als Arzt in Amerika z.B. und zwar mit Anfang 30 - das ist ein Top-Job. Ein deutscher IB-Performer, ebenfalls ähnlich alt. Dax-Abteilungsleiter ist über 200k, aber eben nicht bei 350k. Das ist eine Sichtweise, die man mit ein paar Jahren Berufserfahrung hat, aber nicht mit 22, wenn man noch von Klausur zu Klausur denkt - diese Sichtweise kommt, wenn du in den Konzernen als Teil des Fußvolkes herumgeschubst wirst, von Leuten, die deiner Meinung nach nicht mehr können als du selbst.

WiWi Gast schrieb am 25.07.2021:

WiWi Gast schrieb am 25.07.2021:

Frage 2: Mit welchem Studiengängen komme ich an Top-Jobs ran - für mich ist das ein Job ab 350k

Wo kommt die Zahl denn bitte her?! Scheint ziemlich willkürlich. Wenn ich also zB 150k verdiene dann hab ich nen miesen Job? :-)

antworten
WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

Ab 350k liegt Top-Job vor, dass ist dann bezogen auf Fußball Landesliga, Bundesliga wäre dann ca. 1 Mio brutto, CL dann ab 45-50 Mio, das hat man mit eigener Firma, ein CL-Spieler der Wirtschaft sollte in der Lage sein, eine solche Firma aufzubauen - sonst halt nur Bundesliga oder wie die meisten drunter. 120 k Einstiegsgehalt ist gutes Einstiegsgehalt aber kein Top-Job, sondern Marketinggelaber, um Ahnungslose in die Irre zu führen, weil der Stundenlohn dann meist nicht doll ist und man bei Roland Berger eben doch nicht lernt, eine Firma aufzubauen, trotz der vermeintlich hohen Lernkurve.

WiWi Gast schrieb am 25.07.2021:

"Frage 2: Mit welchem Studiengängen komme ich an Top-Jobs ran - für mich ist das ein Job ab 350k"

Yo, 350k ein völlig realistisches Einkommen und die "Top-Jobs". Die meisten 'Top-Jobs' sind nur mit viel weniger vergütet. Diese Forum lebt echt in einer Parallelwelt.

antworten
WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

WiWi Gast schrieb am 25.07.2021:

Ich habe Physik studiert und mir hat die Flexibilät nach meinem Abschluss sehr gefallen: Halbleiter, Laser, Telekommunikation, Weltraum, Elektroautos, LEDs, Elektrotechnik, Quantencomputer, Statistik, Quant, Data Science, Bioinformatik, Chemie, Verfahrenstechnik, Automatisierung - Ganz egal - Überall kannst Du Dich sehr schnell einlesen und durchstarten.

Das Physikstudium bringt Dir in erster Linie erstmal bei reale Probleme pragmatisch zu abstrahieren und Lösungen zu finden. Diese Fähigkeit ist fast überall gefragt! Es gibt aber auch bei Physikern gute und schlechte Absolventen ;)

LOL "du kannst dich sehr schnell einlesen und durchstarten " - das könnte eins zu eins in einer werbebröschüre für MINT studiengänge stehen...studierst du noch oder hast du dich schonmal als fertiger physiker/ mathematiker in der wirtschaft beworben?

Ich bin seit ca. 5 Jahren in der Industrie. Nach meinen Physikstudium hatte ich mich u.a. bei Siemens, Bosch, Merck und BCG beworben. Überall gab es ein sehr gutes Angebot. Viele andere Physiker sind bei Bosch gelandet (e.g. MEMS und Sensoren)... Insbesondere bei neuartigen Technologien gibt es noch gar keine Studiengänge und Ingenieure, da sind gute und praxisnahe (z.B. keine Theorie in Hochenergieforschung) Physiker sehr gefragt. Die 350k die oben erwähnt worden sind... Naja, dann kannst / musst Du ja gleich Unternehmer werden, um in diese Sphären zu kommen. Als außertariflicher Angesteller in Deutschland in einem IGM-Metall / IGBCE Konzern gehört man beim Einkommen schnell zu den oberen 1 %. Und ja, wir fahren auch in den Urlaub ;)

Angelernt werden muss jeder Student, da hilft nur ein seeeehr praxisnahes duales FH-Studium mit viel Zeit im Betrieb wenn die Firmen das anders haben wollen. Aber ein Uni-Master in Elektrotechnik oder Physik - Da müssen beide Absolventen erstmal reinkommen.

Mein Tipp an den TE: Bewirb Dich auf Trainee-Programme! Ich wollte das damals bewusst nicht, da ich aus meiner Sicht schon genug Zeit mit Ausbildung und Stipendien verbracht hatte - Aber in vielen Konzernen ist dies der Königsweg (teilweise auch fast der einzige) zu einer schnellen Karriere und ordentlichen Gehaltsanpassungen.

antworten
WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

WiWi Gast schrieb am 25.07.2021:

Halbleiter, Laser, Telekommunikation
hier kann man sicher arbeiten. man konkurriert dann mit elektrotechnikern und teilweise informatikern um die wenigen stellen. deutschland ist kein hightechland.

Infineon, Bosch, Trumpf. Zeiss, Jenoptik und tausend Hidden Champions? Wer stellt wohl die ganzen Maschinen für die Chip-Factories dieser Welt her? Dort sind Physiker sehr gerne gesehen, da Lithographie und Vakuumanlagen nicht von Ingenieuren sondern von Physiker entwickelt worden sind / immer noch weiterentwickelt werden. Hier ist Deutschland immer noch ein Hightechland.

antworten
WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

Eine TU9 hat auch einen Lehrstuhl für Theoretische Elektrotechnik. Das ist im wesentlichen Feldtheorie für die Ingenieure, nicht für die Physiker.

WiWi Gast schrieb am 25.07.2021:

Aber bedenke: Z. B. Maschinenbau oder E-Technik beinhalten auch viel angewandte Physik und Mathematik. Die relevanten Themen werden in diesen Fächern sogar um einiges ausführlicher behandelt als im Physikstudium.

Das ist so als würde man sagen, das BWL auch etwas Jura beinhaltet oder dass antike Geschichte in Asterix Büchern vorkommt. Das mag schon stimmen, aber halt sehr oberflächlich. Gerade die Physik ab der quantenmechanischen Revolution vor ca. 100 jahren wird nur im Physikstudium behandelt. Daher kannst du dir mit einem Ingenieursstudium gerade die interessanten Themen wie Feldtheorie, Teilchenphysik oder auch allgemeine Relativität abschminken.

Physik lernt man entweder zwischen 20-30 oder gar nicht. Wirtschaft oder Ingenieursfächer gehen immer.

antworten
Tiberg

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

WiWi Gast schrieb am 25.07.2021:

WiWi Gast schrieb am 25.07.2021:

Ich habe Physik studiert und mir hat die Flexibilät nach meinem Abschluss sehr gefallen: Halbleiter, Laser, Telekommunikation, Weltraum, Elektroautos, LEDs, Elektrotechnik, Quantencomputer, Statistik, Quant, Data Science, Bioinformatik, Chemie, Verfahrenstechnik, Automatisierung - Ganz egal - Überall kannst Du Dich sehr schnell einlesen und durchstarten.

Das Physikstudium bringt Dir in erster Linie erstmal bei reale Probleme pragmatisch zu abstrahieren und Lösungen zu finden. Diese Fähigkeit ist fast überall gefragt! Es gibt aber auch bei Physikern gute und schlechte Absolventen ;)

LOL "du kannst dich sehr schnell einlesen und durchstarten " - das könnte eins zu eins in einer werbebröschüre für MINT studiengänge stehen...studierst du noch oder hast du dich schonmal als fertiger physiker/ mathematiker in der wirtschaft beworben?

Ich bin seit ca. 5 Jahren in der Industrie. Nach meinen Physikstudium hatte ich mich u.a. bei Siemens, Bosch, Merck und BCG beworben. Überall gab es ein sehr gutes Angebot. Viele andere Physiker sind bei Bosch gelandet (e.g. MEMS und Sensoren)... Insbesondere bei neuartigen Technologien gibt es noch gar keine Studiengänge und Ingenieure, da sind gute und praxisnahe (z.B. keine Theorie in Hochenergieforschung) Physiker sehr gefragt. Die 350k die oben erwähnt worden sind... Naja, dann kannst / musst Du ja gleich Unternehmer werden, um in diese Sphären zu kommen. Als außertariflicher Angesteller in Deutschland in einem IGM-Metall / IGBCE Konzern gehört man beim Einkommen schnell zu den oberen 1 %. Und ja, wir fahren auch in den Urlaub ;)

Angelernt werden muss jeder Student, da hilft nur ein seeeehr praxisnahes duales FH-Studium mit viel Zeit im Betrieb wenn die Firmen das anders haben wollen. Aber ein Uni-Master in Elektrotechnik oder Physik - Da müssen beide Absolventen erstmal reinkommen.

Mein Tipp an den TE: Bewirb Dich auf Trainee-Programme! Ich wollte das damals bewusst nicht, da ich aus meiner Sicht schon genug Zeit mit Ausbildung und Stipendien verbracht hatte - Aber in vielen Konzernen ist dies der Königsweg (teilweise auch fast der einzige) zu einer schnellen Karriere und ordentlichen Gehaltsanpassungen.

Hallo, Trainee-Programme sind quasi aber auch Berufseinstieg oder habe ich da was falsch in Erinnerung?

antworten
Tiberg

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

Erstmal danke an alle für die vielen Beiträge! Auch wenn die Diskussion "leicht" vom Ausgangthema abgewichen ist, habe ich mir eure Beiträge gerne durchgelesen.

An die fertigen Physiker und Mathematiker hier:

  1. Ich lese hier sehr viel raus, dass man sich um Praktika bemühen sollte. Wie genau passt das denn ins Studium? Ich kenne das nur von einem Bekannten, dass beim Physik Studium überhaupt keine Industrie-Praktika im Studienplan Platz finden. Quasi dann ein Semester Pause für Praktika?
  2. Was könnt ihr mir sonst noch für Tipps bezüglich des Studiums geben?
  3. Wie habt ihr das mit dem Lernen gemacht? Übungszettel? Was noch?

mfG

antworten
WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

Ich bin seit ca. 5 Jahren in der Industrie. Nach meinen Physikstudium hatte ich mich u.a. bei Siemens, Bosch, Merck und BCG beworben. Überall gab es ein sehr gutes Angebot. Viele andere Physiker sind bei Bosch gelandet (e.g. MEMS und Sensoren)...

Ok, kannst du noch etwas über deinen background sagen? ich bin der mathematiker von oben mit teilphysik studium. ich finde das sehr verwunderlich. ich kann auch deine aussagen überhaupt nicht bestätigen (können natürlich trzm stimmen) - allerdings ist dein abschluss auch bereits 5 jahre her. ich hatte eine 1.0 im master (keine regelstudienzeit aber dafür relevante praxiserfahrung durch werkstudentenstelle) und hatte extreme probleme bei der stellensuche und weiß von kommilitonen dass es denen ähnlich ging. die firmen die du nennst zählen durchweg zu den renomiertesten und am besten zahlenden firmen in ganz deutschland - bei jeder dieser firmen ein angebot zu haben ist schon sehr aussergewöhnlich und meiner meinung nach definitiv nicht die regel. ich denke dass du weit überdurchshcnittlich im studium warst? hast du angebote für forschungsstellen in diesen firmen gehabt?

antworten
WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

WiWi Gast schrieb am 25.07.2021:

Ich bin seit ca. 5 Jahren in der Industrie. Nach meinen Physikstudium hatte ich mich u.a. bei Siemens, Bosch, Merck und BCG beworben. Überall gab es ein sehr gutes Angebot. Viele andere Physiker sind bei Bosch gelandet (e.g. MEMS und Sensoren)...

Ok, kannst du noch etwas über deinen background sagen? ich bin der mathematiker von oben mit teilphysik studium. ich finde das sehr verwunderlich. ich kann auch deine aussagen überhaupt nicht bestätigen (können natürlich trzm stimmen) - allerdings ist dein abschluss auch bereits 5 jahre her. ich hatte eine 1.0 im master (keine regelstudienzeit aber dafür relevante praxiserfahrung durch werkstudentenstelle) und hatte extreme probleme bei der stellensuche und weiß von kommilitonen dass es denen ähnlich ging. die firmen die du nennst zählen durchweg zu den renomiertesten und am besten zahlenden firmen in ganz deutschland - bei jeder dieser firmen ein angebot zu haben ist schon sehr aussergewöhnlich und meiner meinung nach definitiv nicht die regel. ich denke dass du weit überdurchshcnittlich im studium warst? hast du angebote für forschungsstellen in diesen firmen gehabt?

Hi! Gerne: Ich hatte in der Tat gute Stipendien und habe an einem sehr renommierten Institut promoviert und war auch mehrere Male im Ausland. Die Promotion war außerdem sehr praxisorientiert (musste mit CAD arbeiten und meine Schaltkreise löten etc.pp.) und hatte viel Überschneidung mit Laborautomatisierung und Materialwissenschaften. Als Mathematiker ist sowas wohl schwerer zu realisieren (?). Daher hatte ich aus meiner Sicht sehr gute Übereinstimmungen mit den Anforderungen in oben genannten Unternehmen.

Um konkreter zu werden: Siemens: (Automatisierung mit deren alten SCADA Systemen sowie Kentnisse von üblicher Sensorphysik wie Temperatur / Druck / Durchfluss / Füllstand); Merck: Die lieben Physiker, weil da vom Quantencomputing über Chemieprodukte für Halbleiter und "Nanomaterialien" alles zusammengematscht wird von der Forschung bis hin zum Anlagenbau und Vertrieb; Bosch: Auch hier gab es bei MEMS und Bosch Sensortec sehr viel praktischen Überlapp; BCG: Ich kann anscheinend gut reden und hab zum Spaß sehr viele CaseStudies vorab gelöst ;)

Ich habe mich bewusst nur auf Ingenieursstellen beworben, da ich nicht in der Forschung bleiben wollte. In der Stellenbeschreibung stand meist auch "Physik, Elektrotechnik, gerne mit Promotion". Momentan gibt es einen extremen Mangel an guten Elektrotechnikern / Automatisierungsingenieuren - Die nehmen sehr viele Quereinsteiger.

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WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

Tiberg schrieb am 25.07.2021:

Mein Tipp an den TE: Bewirb Dich auf Trainee-Programme! Ich wollte das damals bewusst nicht, da ich aus meiner Sicht schon genug Zeit mit Ausbildung und Stipendien verbracht hatte - Aber in vielen Konzernen ist dies der Königsweg (teilweise auch fast der einzige) zu einer schnellen Karriere und ordentlichen Gehaltsanpassungen.

Hallo, Trainee-Programme sind quasi aber auch Berufseinstieg oder habe ich da was falsch in Erinnerung?

Genau, auch Berufseinstieg - Nur auf der Überholspur. Ich hab den Fehler gemacht und die Vorteile damals nicht ernst genommen (Da ich dachte, dies sind Lockangebote für Leute die noch in ihrem devoten Lehrer/Schüler Verhältnis hängengeblieben sind...). Hat aber wirklich nur Vorteile. Es wird Dir sozusagen zu Beginn schon Führung und Gehalt garantiert nach ca. 3 Jahren nebst Mentor und Netzwerk.

antworten
WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

Hier nochmal der promovierte Physiker: Unbedingt auch früh genug ein Netzwerk aufbauen! Es gibt genug Vereine oder Gelegenheiten. Ich kann u.a. das DPG-Mentoring empfehlen - Sozusagen Karrierebooster von ehemaligen Physikern in Leitungsfunktionen für Absolventen in der Physik:

https://www.dpg-physik.de/aktivitaeten-und-programme/programme/mentoring

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WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

Tiberg schrieb am 25.07.2021:

Erstmal danke an alle für die vielen Beiträge! Auch wenn die Diskussion "leicht" vom Ausgangthema abgewichen ist, habe ich mir eure Beiträge gerne durchgelesen.

An die fertigen Physiker und Mathematiker hier:

  1. Ich lese hier sehr viel raus, dass man sich um Praktika bemühen sollte. Wie genau passt das denn ins Studium? Ich kenne das nur von einem Bekannten, dass beim Physik Studium überhaupt keine Industrie-Praktika im Studienplan Platz finden. Quasi dann ein Semester Pause für Praktika?
  2. Was könnt ihr mir sonst noch für Tipps bezüglich des Studiums geben?
  3. Wie habt ihr das mit dem Lernen gemacht? Übungszettel? Was noch?

mfG

Ich bin einer der Mathematiker:
Praktika: richtig erkannt, sind extrem wichtig. Ich habe es immer in den ferien gemacht+ersten Wochen vom Semester. Abends dann auf Prüfungen gelernt und die urlaubstage im Praktikum für die Prüfungen genutzt. Praktika waren im Studium nicht vorgesehen

Übungszettel: bester tipp: finde eine Gruppe mit denen man über seine Lösungen diskutieren kann und dann nimmt man die beste;) viele Profs vollen auch Gruppenabgaben da es entweder schwer ist korrekteure zu finde oder eben gerne Geld gespart wird.

Tipp zum Studium: nicht aufgeben! Es wird irgendwann einen Punkt geben an dem du die Schnauze voll hast. Aber das ist normal. Geht wahrscheinlich jedem mal im Studium so (egal welches fach).

Weiterer tipp: lerne für Prüfungen. Erfahre was der Prof sehen will und erwartet. Habe das leider erst zu spät erkannt. Und mach dich nicht verrückt, wenn du was nicht verstehst. Frag den Übungsleiter oder kommilitttonen ob sie es dir erklären können. Studium ist kein einzelkampft :)

antworten
WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

Tiberg schrieb am 25.07.2021:

Erstmal danke an alle für die vielen Beiträge! Auch wenn die Diskussion "leicht" vom Ausgangthema abgewichen ist, habe ich mir eure Beiträge gerne durchgelesen.

An die fertigen Physiker und Mathematiker hier:

  1. Ich lese hier sehr viel raus, dass man sich um Praktika bemühen sollte. Wie genau passt das denn ins Studium? Ich kenne das nur von einem Bekannten, dass beim Physik Studium überhaupt keine Industrie-Praktika im Studienplan Platz finden. Quasi dann ein Semester Pause für Praktika?

Ich hatte nie Praktika, aber dafür Werksstudentenjobs und Hiwi Stellen, durchgehend ab dem zweiten Studienjahr. Stundenzahl irgendwas zwischen 8-16h, abhängig vom Semester (in den höheren Semester, vor allem im Master hat man zunehmen mehr Zeit) oder ob Unternehme oder Uni (die Uni erwartet in der Regel weniger 'echte' Arbeitszeit, als offiziell im Vertrag steht. Bei Unternehmen ist das anders. Da muss 'gestempelt' werden)

  1. Was könnt ihr mir sonst noch für Tipps bezüglich des Studiums geben?
  2. Wie habt ihr das mit dem Lernen gemacht? Übungszettel? Was noch?

Das wichtigste: Mach die Übungszettel. Und auch wenn Kollegen hier anderer Meinung sein mögen, versuch sie möglichst vollständig alleine zu lösen. Such dir erst den Austausch mit anderen, wenn du nach mehreren Tagen immer noch null Plan hast. Es sagen immer alle, alleine wäre das nicht möglich und/oder man lernt vom Gruppenlösen der Aufgaben, aber meiner Erfahrung nach ist das eher weniger der Fall. In einer Gruppe gibt es meist ein paar wenige Starke, die das Zeug auch alleine lösen könnten, und die schwachen neigen dazu sich dann ständig alles erklären zu lassen. Allerdings haben meist die jedoch die Themen immer am Besten durchdrungen, die sich nicht immer gleich alles von anderen erklären lassen, sondern sich das selbst erarbeiten. Ist meine persönliche Meinung. Wie gesagt, viele sehen das anders und werden dir raten Lerngruppen zum Übungsblätterlösen zu suchen. Ich habe zumindest den Großteil der Übungszettel immer erst allein gelöst und erst am letzte Tag vor der Abgabe den Austausch von die fehlenden Kleinigkeiten gesucht. Punktzahlen immer um die 95%.

mfG

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Tiberg

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

WiWi Gast schrieb am 25.07.2021:

Hier nochmal der promovierte Physiker: Unbedingt auch früh genug ein Netzwerk aufbauen! Es gibt genug Vereine oder Gelegenheiten. Ich kann u.a. das DPG-Mentoring empfehlen - Sozusagen Karrierebooster von ehemaligen Physikern in Leitungsfunktionen für Absolventen in der Physik:

Haha - Habe den DPG Buchpreis und ein Jahr Mitgliedschaft gewonnen dieses Jahr. Meine Lehrerin hat mich da vorgeschlagen.
Ich gucke mir mal an was du geschickt hast, danke!

www.dpg-physik.de/aktivitaeten-und-programme/programme/mentoring

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Tiberg

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

WiWi Gast schrieb am 26.07.2021:

Tiberg schrieb am 25.07.2021:

Erstmal danke an alle für die vielen Beiträge! Auch wenn die Diskussion "leicht" vom Ausgangthema abgewichen ist, habe ich mir eure Beiträge gerne durchgelesen.

An die fertigen Physiker und Mathematiker hier:

  1. Ich lese hier sehr viel raus, dass man sich um Praktika bemühen sollte. Wie genau passt das denn ins Studium? Ich kenne das nur von einem Bekannten, dass beim Physik Studium überhaupt keine Industrie-Praktika im Studienplan Platz finden. Quasi dann ein Semester Pause für Praktika?
  2. Was könnt ihr mir sonst noch für Tipps bezüglich des Studiums geben?
  3. Wie habt ihr das mit dem Lernen gemacht? Übungszettel? Was noch?

mfG

Ich bin einer der Mathematiker:
Praktika: richtig erkannt, sind extrem wichtig. Ich habe es immer in den ferien gemacht+ersten Wochen vom Semester. Abends dann auf Prüfungen gelernt und die urlaubstage im Praktikum für die Prüfungen genutzt. Praktika waren im Studium nicht vorgesehen

Übungszettel: bester tipp: finde eine Gruppe mit denen man über seine Lösungen diskutieren kann und dann nimmt man die beste;) viele Profs vollen auch Gruppenabgaben da es entweder schwer ist korrekteure zu finde oder eben gerne Geld gespart wird.

Tipp zum Studium: nicht aufgeben! Es wird irgendwann einen Punkt geben an dem du die Schnauze voll hast. Aber das ist normal. Geht wahrscheinlich jedem mal im Studium so (egal welches fach).

Weiterer tipp: lerne für Prüfungen. Erfahre was der Prof sehen will und erwartet. Habe das leider erst zu spät erkannt. Und mach dich nicht verrückt, wenn du was nicht verstehst. Frag den Übungsleiter oder kommilitttonen ob sie es dir erklären können. Studium ist kein einzelkampft :)

Danke für die Antwort! Ich werde mir deine Tipps zu Herzen nehmen.
Ich habe jetzt auch schon vor dem Studium angefangen programmieren zu lernen. HTML und Css beherrsche ich schon und habe auch meine erste Webseite fertig gestellt.
Habe jetzt mit Java angefangen. Mal gucken wie sich das entwickelt..

antworten
WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

Mag schon sein, dann ist das aber immer noch klassische Feldtheorie. Ich hatte offensichtlich Quantenfeldtheoriegemeint, also die Basis für alle Teilchentheorien.

WiWi Gast schrieb am 25.07.2021:

Eine TU9 hat auch einen Lehrstuhl für Theoretische Elektrotechnik. Das ist im wesentlichen Feldtheorie für die Ingenieure, nicht für die Physiker.

WiWi Gast schrieb am 25.07.2021:

Aber bedenke: Z. B. Maschinenbau oder E-Technik beinhalten auch viel angewandte Physik und Mathematik. Die relevanten Themen werden in diesen Fächern sogar um einiges ausführlicher behandelt als im Physikstudium.

Das ist so als würde man sagen, das BWL auch etwas Jura beinhaltet oder dass antike Geschichte in Asterix Büchern vorkommt. Das mag schon stimmen, aber halt sehr oberflächlich. Gerade die Physik ab der quantenmechanischen Revolution vor ca. 100 jahren wird nur im Physikstudium behandelt. Daher kannst du dir mit einem Ingenieursstudium gerade die interessanten Themen wie Feldtheorie, Teilchenphysik oder auch allgemeine Relativität abschminken.

Physik lernt man entweder zwischen 20-30 oder gar nicht. Wirtschaft oder Ingenieursfächer gehen immer.

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Tiberg

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

Bisschen fern vom Thema, aber wie würdet ihr anfangen mit coden? Ich bin auf freeCodeCamp gestoßen und habe damit angefangen. Bessere Ideen?

antworten
Tiberg

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

Und noch eine Frage an die Physiker:
Könnt ihr mir etwas zur Uni-Wahl sagen?
TU Dortmund oder Ruhr-Uni Bochum..
TU ist ca eine halbe Stunde mit dem Auto entfernt. Die Rub ca 18min. Bei zweiterer kommt man auch ganz gut mit Bus und Bahn hin. Würde eher zur TU Dortmund tendieren da TU?

antworten
WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

Bin einer von den leuten oben. Mein tipp: mach dich nicht verrückt und konzentriere dich zuerst aufs studium - das reicht schon in den ersten semestern. sicher kann ein bisschen programmieren nicht schaden. es gibt coole kaggle challanges wo man sich mal dran ausprobieren kann, aber das ist meist alles relativ zeitaufwändig. Da das physik studium schon recht viel zeit benötigt würde ich mir also nicht all zu viele nebentäigkeiten suchen. vlt wird aber ein programmierkurs an der uni angeboten, wo du dir etwas anrechnen lassen kannst...

zur uni wahl: ich habe an keiner der beiden unis studiert aber falls eine von denen eine exzellenzuni ist würde ich dort hingehen. in der regel spielt das für die lehre absolut keine rolle. es kann sogar sein, dass die lehre an den exzllenzunis schlechter ist, allerdings hast du meist im master eine breitereauswahl an forschungsnahen kursen und du kannst evtl eher deinen interessen nachgehen. TU könnte interessant sein, weil du evtl ein ingenieurwissenschaftliches nebenfach belegen möchtest - ausserdem sind die TUs in der forschung oft etwas angewandter aufgestellt (keine allgemeingültige aussage)

antworten
Tiberg

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

WiWi Gast schrieb am 27.07.2021:

Bin einer von den leuten oben. Mein tipp: mach dich nicht verrückt und konzentriere dich zuerst aufs studium - das reicht schon in den ersten semestern. sicher kann ein bisschen programmieren nicht schaden. es gibt coole kaggle challanges wo man sich mal dran ausprobieren kann, aber das ist meist alles relativ zeitaufwändig. Da das physik studium schon recht viel zeit benötigt würde ich mir also nicht all zu viele nebentäigkeiten suchen. vlt wird aber ein programmierkurs an der uni angeboten, wo du dir etwas anrechnen lassen kannst...

zur uni wahl: ich habe an keiner der beiden unis studiert aber falls eine von denen eine exzellenzuni ist würde ich dort hingehen. in der regel spielt das für die lehre absolut keine rolle. es kann sogar sein, dass die lehre an den exzllenzunis schlechter ist, allerdings hast du meist im master eine breitereauswahl an forschungsnahen kursen und du kannst evtl eher deinen interessen nachgehen. TU könnte interessant sein, weil du evtl ein ingenieurwissenschaftliches nebenfach belegen möchtest - ausserdem sind die TUs in der forschung oft etwas angewandter aufgestellt (keine allgemeingültige aussage)

Ich habe ja noch etwa 2 Monate Zeit bis zum Start des eigentlichen Studiums. Deswegen werde ich mich in der Zeit schon der Programmierung etwas widmen.

Bei der Uni-Wahl bin ich mir tatsächlich momentan nicht so sicher. Ich würde die TU eigentlich vorziehen, aber dafür müsste ich mir ein Auto anschaffen...

antworten
WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

Tiberg schrieb am 27.07.2021:

WiWi Gast schrieb am 27.07.2021:

Bin einer von den leuten oben. Mein tipp: mach dich nicht verrückt und konzentriere dich zuerst aufs studium - das reicht schon in den ersten semestern. sicher kann ein bisschen programmieren nicht schaden. es gibt coole kaggle challanges wo man sich mal dran ausprobieren kann, aber das ist meist alles relativ zeitaufwändig. Da das physik studium schon recht viel zeit benötigt würde ich mir also nicht all zu viele nebentäigkeiten suchen. vlt wird aber ein programmierkurs an der uni angeboten, wo du dir etwas anrechnen lassen kannst...

zur uni wahl: ich habe an keiner der beiden unis studiert aber falls eine von denen eine exzellenzuni ist würde ich dort hingehen. in der regel spielt das für die lehre absolut keine rolle. es kann sogar sein, dass die lehre an den exzllenzunis schlechter ist, allerdings hast du meist im master eine breitereauswahl an forschungsnahen kursen und du kannst evtl eher deinen interessen nachgehen. TU könnte interessant sein, weil du evtl ein ingenieurwissenschaftliches nebenfach belegen möchtest - ausserdem sind die TUs in der forschung oft etwas angewandter aufgestellt (keine allgemeingültige aussage)

Ich habe ja noch etwa 2 Monate Zeit bis zum Start des eigentlichen Studiums. Deswegen werde ich mich in der Zeit schon der Programmierung etwas widmen.

Bei der Uni-Wahl bin ich mir tatsächlich momentan nicht so sicher. Ich würde die TU eigentlich vorziehen, aber dafür müsste ich mir ein Auto anschaffen...

Schau dir mal die Studienpläne, Modulhandbücher und das Vorlesungsverzeichnis an. Ich weis, vor dem Studium ist das schwer zu beurteilen, aber manche Unis haben einen eher theoretischen anderen eher einen experimentellen schwerpunkt wie ihre Studienpläne gestaltet sind. Dem einen liegt mehr das eine, dem anderen mehr das andere. Ich war an einer Uni, wo die Laborpraktika einen sehr hohen Anteil im Studium ausmachen und rückblickend würde ich genau desshalb wo anders studieren. Mir lagen diese Laborsachen gar nicht. Bin eher Theoretiker.

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WiWi Gast

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

Tiberg schrieb am 27.07.2021:

Bisschen fern vom Thema, aber wie würdet ihr anfangen mit coden? Ich bin auf freeCodeCamp gestoßen und habe damit angefangen. Bessere Ideen?

Wenn du irgendeine eigene interessante Projektidee hast (z.B. eigene kleine Website, Software o.ä.), ist es besser, die als erstes anzugehen und dir nach und nach gezielt die Themen anzueignen, die dich zu diesem Ziel führen. Natürlich sollte das schon etwas halbwegs anspruchsvolles sein, wie z.B. eine Notizdatenbank.

antworten
Tiberg

Physik oder anderer MINT-Studiengang?

WiWi Gast schrieb am 27.07.2021:

Tiberg schrieb am 27.07.2021:

Bisschen fern vom Thema, aber wie würdet ihr anfangen mit coden? Ich bin auf freeCodeCamp gestoßen und habe damit angefangen. Bessere Ideen?

Wenn du irgendeine eigene interessante Projektidee hast (z.B. eigene kleine Website, Software o.ä.), ist es besser, die als erstes anzugehen und dir nach und nach gezielt die Themen anzueignen, die dich zu diesem Ziel führen. Natürlich sollte das schon etwas halbwegs anspruchsvolles sein, wie z.B. eine Notizdatenbank.

Hast du noch weitere Projektideen? Wirklich für einen Anfänger!

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Wirtschaft studieren: Das Studium der Wirtschaftswissenschaften (Wiwi)

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Rund 21 Prozent aller Studenten wirtschaftswissenschaftlicher Fachrichtungen studieren Wirtschaftswissenschaften ohne Spezifikation. Im Studium der Wirtschaftswissenschaften wird zu gleichen Teilen Betriebswirtschaftslehre und Volkswirtschaftslehre gelehrt. Mit dem Lehramtsstudiengang können Studenten der Wirtschaftswissenschaften den Beruf als Lehrer am Berufskolleg ergreifen.

E-Learning: »Einführung in die BWL« bei E-Campus Wirtschaft

Screenshot der Seite e-campus-wirtschaftsinformatik.de von Prof. Dr. Axel C. Schwickert der Justus-Liebig-Universität Gießen.

Das E-Learning Tool des E-Campus Wirtschaft an der Uni Gießen basiert auf dem Standardwerk »Einführung in die BWL« von Weber/Kabst.

Erneut erfolgreiche AACSB-Akkreditierung der HHL

Campus und Gebäude der HHL Leipzig Graduate School of Management im Sonnenlicht

Der HHL Leipzig Graduate School of Management ist im Jahr 2019 die erfolgreiche Re-Akkreditierung des AACSB gelungen. Die Akkreditierung durch die amerikanische "Association to Advance Collegiate Schools of Business" gilt weltweit als eines der renomiertesten Gütesiegel für Business Schools.

ESB eine der besten Business Schools weltweit

Studenten an der ESB Business School, Hochschule Reutlingen

Die ESB Business School hat das Gütesiegel von AACSB International – The Association to Advance Collegiate Schools of Business, einer der weltweit bedeutendsten Akkreditierungsorganisationen für Wirtschaftswissenschaften, erhalten. Das Siegel bestätigt der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Hochschule Reutlingen die Erfüllung anspruchsvoller Qualitätsstandards in Ausbildung und Forschung. Weltweit tragen nur fünf Prozent aller Business Schools das begehrte Prädikat.

Wirtschaft studieren: Das BWL-Studium an der Universität

Studenten entspannen vor der Schiffsschraube in der Sonne auf dem Campus der Technischen Universität München (TUM)

Das Studium der Wirtschaftswissenschaften in Betriebswirtschaftslehre (BWL) und Volkswirtschaftslehre (VWL) ist an Universitäten am beliebtesten. 555.985 Studenten studierten im Wintersemester 2015/16 in einem Fach der Rechts-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften an einer deutschen Universität. An Fachhochschulen sind es 398.152 Studenten. Insbesondere das universitäre Studium an einer ökonomischen Fakultät beruht auf einer traditionsreichen Geschichte, die bis ins 18. Jahrhundert zurückgeht. Seither hat sich das Spektrum an Studiengängen in den Wirtschaftswissenschaften an Universitäten vervielfacht. Spezialisierungen in Informatik, Medien, Recht oder Ingenieurswesen gehören längst zum universitären Bild in den Wirtschaftswissenschaften.

Studium Internationale Betriebswirtschaftslehre (IBWL)

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Eine internationale Ausrichtung im Fach Betriebswirtschaftslehre wünschen sich immer mehr. So entscheiden sich jedes Jahr mehr Studienanfänger für ein Studium der Internationalen BWL. Der Studiengang ermöglicht einen Einblick in globale wirtschaftliche Zusammenhänge. Zusätzlich lernen Studierende im internationalen Management eine weitere Fremdsprache und vertiefen diese während eines Auslandsstudiums. Rund 10 Prozent aller Studienanfänger entscheiden sich für ein Studium Internationale Betriebswirtschaft.

Wirtschaft studieren: Das Duale Studium BWL an einer Berufsakademie

Studenten im Hörsaal

Ein duales Studium in Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftsinformatik oder Wirtschaftsingenieurwesen zu beginnen, ist eine alternative Studienmöglichkeit zur universitären Ausbildung. Studieninteressierte, die gern praktisch arbeiten wollen, finden in Berufsakademien passende Studiengänge in den Wirtschaftswissenschaften. Eine Vielzahl an Spezialisierungen in wirtschaftswissenschaftlichen Fächern ermöglicht bereits ab dem Bachelor eine Vertiefung. Nach dem dualen Studium werden viele BWL-Absolventen von ihrem Praxispartner übernommen oder nutzen im Anschluss die Möglichkeit für einen dualen Master oder für einen Master an einer Hochschule mit Promotionsrecht.

Wirtschaft studieren: Das BWL-Studium an der Fachhochschule (FH)

Ein Studium der Wirtschaftswissenschaften an einer Fachhochschule ist in Deutschland sehr gefragt. Der anhaltende Aufwärtstrend an einer Fachhochschule (FH) ein Studium aufzunehmen, hat vor allem einen Grund: der anwendungsbezogene Lehrunterricht. Derzeit studieren rund 63.089 Studenten an Fachhochschulen in Studiengängen aus den Fächern Recht-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften.

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