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FH´ler, lasst euch nicht unterkriegen und geht euren Weg

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WiWi Gast

FH´ler, lasst euch nicht unterkriegen und geht euren Weg

Hallo liebes Forum,

entgegen der teils arroganten Äußerungen gegen alles, das einen anderen Weg geht als ihr selbst, möchte ich mit diesem Post für realistischen Gegenwind sorgen.
Oft lese ich hier, wer an der FH studiert brauch sich gar nicht erst bei den Big4 oder DAX Unternehmen bewerben (Ich rede nicht von MBB oder Top-Banken)
Ich kann aus meiner Erfahrung sagen, dass ich mit meinem Studiengang öfters unzufrieden war, weil ich mich vom Internet habe verunsichern lassen, statt an mir zu arbeiten.
Trotzdem habe ich es mit meinem doch unkonventionellen Weg ohne perfekten Lebenslauf mit meinem Master nach PwC ins Consulting geschafft mit einem 48k+ Boni Einstiegs-Gehalt.

Mein Werdegang:

  • Realschule (2.3)
  • Fachabitur Wirtschaft (2.7)
  • Ausbildung im öffentlichen Dienst (56 Punkte)

Wie ihr seht, sahen meine Leistungen alles andere als gut aus. Leider lag vieles an meiner Faulheit und Unmotiviertheit. Meine Eltern sind beide Nicht-Akademiker und haben mich auch nur wenig gefördert.

Ich entschied mich gegen eine Übernahme im öffentlichen Dienst, weil ich gemerkt habe, wie mich die Arbeit (BZW: Die Arbeitsverweigerung auf Ämtern) depressiv und schläfrig machte. Mein Vater hat mich so mit 21 von zuhause rausgeschmissen und ich musste ohne Möglichkeit auf Bafög einen KfW-Kredit aufnehmen und vom Kindergeld leben. Ich zog in die Pfalz nach Birkenfeld und entschied mich Wirtschaftsrecht zu studieren (Entgegen der Behauptungen in meinem ehemaligen sozialen Umfeld, dass man mit "BWL und vor allem dem nichts halben und nichts ganzen Wirtschaftsrecht" in die Arbeitslosigkeit studiert, wenn die Noten nicht stimmen - sie waren bis dato auch immer unterdurchschnittlich)

Trotzdem zog ich in die Pampa, weil die Unterhaltskosten am billigsten waren, und begann mein Studium in Wirtschaftsrecht. Schnell habe ich eingesehen, dass ich an meiner Einstellung und Motivation arbeiten musste, damit ich mithalten kann. Ich bestand die ersten beiden Semester mit Schieben und Noten im schlechten 2er Bereich.
Ich begriff, dass ich erst mich ändern muss, um etwas im Leben zu erreichen. Ich begann alte Freundschaften zu brechen und neue einzugehen, mit dem K*ffen und Zocken aufzuhören und im Sport durchzuziehen, viel zu lesen und mich in Politik sowie auf dem Aktienmarkt zu bilden.

Im Studium fing ich an zu begreifen, dass mir eine Spezialisierung auf den rechtlichen Teil wenig bringt, weil ich immer SteX-Juristen vor mir haben werde. Ich belegte die Vertiefungen in Finanzmanagement und Controlling, Grundlagen Finanzmathematik und Informationssysteme.
Im 3. Semester gelang es mir endlich, die ersten Erfolge zu erlangen. Meine Noten lagen alle im 1,X - 2.1 Bereich. Mein Selbstbewusstsein profitierte davon und es gelang mir anschließend im 4. Semester mein erstes Praktikum bei einem Dax30 (Fresenius) im Accounting-Bereich zu machen.

Ich erlange einen für mich akzeptablen Bachelor-Abschluss von 2,3 (gedrückt durch meine schlechten Noten im den ersten beiden Semestern)
Ich schrieb mich für einen BWL Master an der Uni des Saarlandes ein mit dem Schwerpunkt auf Controlling. Das 2. Semester konnte ich im Ausland an der Uni in Luxembourg ablegen. Auch gelang es mir entgegen meiner Erwartungen einen 4-Monatigen Praktikumsplatz bei EY in Luxembourg im Consulting zu ergattern.
Letztendlich schloss ich meinen Master mit 2.1 (Masterarbeit 1.7) ab und schaffte den Sprung in die Wunschstelle als Consultant bei den Big4.

Vielleicht gibt mein Werdegang dem ein oder anderen FH´ler oder Wirtschaftsrechtler kraft für sein Studium. Es ist weniger wichtig, an welcher Uni oder FH ihr euren Abschluss macht, das ist nur für euer Ego. (Natürlich bis auf die Elite 5% mit 1.1, 1.3 Abschluss was gebraucht wird bei MBB etc.)
Glaubt an euch und zieht euer Ding so gut wie möglich durch. macht 1-2 gescheite Praktika, wenn es euer Budget erlaubt auch in einen unserer EU-Nachbarstaaten (Der Staat hilft bei der Finanzierung) und ihr schafft den Sprung in eure realistische Traumstelle.

Vor allem lasst euch nicht von eurem sozialen Umfeld (Oder Internet-Trollen) verunsichern. Das macht sich in eurem Auftreten, euren Noten und eurer Motivation bemerkbar.

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit :)

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WiWi Gast

FH´ler, lasst euch nicht unterkriegen und geht euren Weg

Ganz ehrlich. Niemand hier, außer ein paar wenige Snobs, hat jemals ein FH-Studium abgewertet. Die Unternehmen unterscheiden da auch gar nicht. Von daher halte ich Posts wie deine für absolut überlüssig.

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WiWi Gast

FH´ler, lasst euch nicht unterkriegen und geht euren Weg

Was genau versuchst du uns mit deinem gebrochenen Fachhochschullebenslauf zu verdeutlichen ?

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WiWi Gast

FH´ler, lasst euch nicht unterkriegen und geht euren Weg

WiWi Gast schrieb am 27.03.2021:

Ganz ehrlich. Niemand hier, außer ein paar wenige Snobs, hat jemals ein FH-Studium abgewertet. Die Unternehmen unterscheiden da auch gar nicht. Von daher halte ich Posts wie deine für absolut überlüssig.

Naja, es ist pauschal praktisch unmöglich, als FHler in MBB, BB, VC usw. reinzukommen trotz guter Noten. D.h. es gibt offenbar schon noch genug Leute, die diskriminieren.

FH ist nicht dasselbe wie Uni, sonst gäbe es die Unterscheidung nicht. Warum Leute sich wundern, wenn dann Arbeitgeber danach unterscheiden, ist unverständlich. Auch die ganzen Grundsatzdiskussionen drumherum kapiere ich nicht. Schaut euch die empirische Realität an und entscheidet dann, ob der Arbeitsmarkt FHler als ebenbürtig ansieht.

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WiWi Gast

FH´ler, lasst euch nicht unterkriegen und geht euren Weg

Für manche ist es jedoch auch der Wunsch oder Versuch zu diesen 1-5 % zu gehören, der sie antreibt. Das Ziel muss ja nicht immer erreicht werden aber wenn man die Möglichkeit gar nicht hat fehlt für manche eben auch der Anreiz (Ist eine Sichtweise, die zu mindestens bei mir stärker ausgeprägt ist)

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WiWi Gast

FH´ler, lasst euch nicht unterkriegen und geht euren Weg

ich habe bachelor und master an der fh gemacht und nie bereut oder in frage gestellt. fand das praxisorientierte konzept von anfang an sinnvoller für bwl als uni. diejenigen, die schlecht über die fh reden, wissen gar nicht, worauf es wirklich ankommt.

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WiWi Gast

FH´ler, lasst euch nicht unterkriegen und geht euren Weg

WiWi Gast schrieb am 27.03.2021:

ich habe bachelor und master an der fh gemacht und nie bereut oder in frage gestellt. fand das praxisorientierte konzept von anfang an sinnvoller für bwl als uni. diejenigen, die schlecht über die fh reden, wissen gar nicht, worauf es wirklich ankommt.

Wer redet hier denn schlecht über die FH? Das ist eine kleine Minderheit, die ihre eigene Uni und damit indirekt den eigenen Lebenslauf pushen will, weil sie glaubt, dass jemand ihr Geschreibe ernstnimmt und sich das auf das reale Arbeitsleben außerhalb der Uni auswirken wird. Tut es aber nicht.

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WiWi Gast

FH´ler, lasst euch nicht unterkriegen und geht euren Weg

Sehe es ähnlich, die meisten FHs haben ein Konzept was grundsätzlich sehr ähnlich zu den privaten Hochschulen (FS, WHU, EBS) nur eben auf doch eben mehr Schüler ausgelegt und nach außen weniger elitäres Marketing. Während ich das Konzept für XY (Physik z.B.) komplett ungeeignet finde, sehe ich es für BWL eigentlich als eher sinnvoller an. Wobei Unis meiner Meinung nach die Ergänzung sein sollten für die, die sich mehr wissenschaftlich orientieren wollen (Hier sind selbst manche Unis zu schwach, geschweige manche FHs).

WiWi Gast schrieb am 27.03.2021:

ich habe bachelor und master an der fh gemacht und nie bereut oder in frage gestellt. fand das praxisorientierte konzept von anfang an sinnvoller für bwl als uni. diejenigen, die schlecht über die fh reden, wissen gar nicht, worauf es wirklich ankommt.

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WiWi Gast

FH´ler, lasst euch nicht unterkriegen und geht euren Weg

Naja, also ich war im Bachelor an einer No-Name FH & im Master dann in Mannheim, man hat da schon einige Unterschiede gemerkt. Der Wettbewerb & der Anspruch in Mannheim waren m.M.n. schon höher als an der FH, es wurde auch deutlich quantitativer. Wie sehr man das jetzt braucht sei mal dahingestellt & da ich hier jetzt Bachelor mit Master vergleiche, ist natürlich auch fragwürdig.

Ich habe jedoch grade Karrieretechnisch ganz starke Unterschiede gemerkt, während wir im Bachelor 1x im Jahr einen Unternehmenstag hatten, bei dem vor allem viele Mittelständler aus dem Umland zu uns kamen & ab und zu auch mal eine Big 4, gab es in Mannheim regelmäßig solche Events. Hier sind auch Unternehmen ganz anderer Kaliber, ein & ausgegangen. Vll. war meine FH auch in diesem Bereich einfach schlecht aufgestellt, ich weiß es nicht,

Ich habe am Ende jedoch gemerkt, dass sich mir durch den Uni-Abschluss noch mal einige andere Türen geöffnet hatten, die für mich davor verschlossen waren...

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WiWi Gast

FH´ler, lasst euch nicht unterkriegen und geht euren Weg

WiWi Gast schrieb am 27.03.2021:

Für manche ist es jedoch auch der Wunsch oder Versuch zu diesen 1-5 % zu gehören, der sie antreibt. Das Ziel muss ja nicht immer erreicht werden aber wenn man die Möglichkeit gar nicht hat fehlt für manche eben auch der Anreiz (Ist eine Sichtweise, die zu mindestens bei mir stärker ausgeprägt ist)

völlig überflüssig, auch die anderen werden sehr gute jobs finden und auswahl haben. außerdem sind gerade diese 1 bis 5% häufig diese insecure overachiever. die enden zwar in einigen besseren job allgemein betrachtet und performen da extremst, aber werden nie wirklich zufrieden sein und werden immer die angestellten sein, die alles perfekt erledigen, überstunden machen und so weiter. die, die es wirklich bringen sind mmn aber die, die unternehmer werden und das sind nicht immer die mit den besten noten. nicht weil sie weniger schlau sind, sondern weil sie genau wissen was sie benötigen. und seine zeit damit zu verschwenden für gute noten oder für ein unnötig erschwertes studium gehören dazu eben nicht.

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WiWi Gast

FH´ler, lasst euch nicht unterkriegen und geht euren Weg

Vielen Dank, dass du deine Erfahrungen teilst. Aber wer schreibt denn hier im Forum, dass er mit FH nicht zu einer Big 4 kann? Das ist doch lächerlich...Big 4 unterscheidet da kaum. Für FHler versperren sich eigentlich nur die WWege für UB. Für IB ist T2 deftinitiv drin (bin der beste Beweis)

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Berufseinsteiger

FH´ler, lasst euch nicht unterkriegen und geht euren Weg

Schwieriger Post hier... du stellst deinen Weg als ideal bzw. als traumhaftes Ergebnis harter Arbeit wieder. Mag ja sein. Aber ist dir schon mal in denn Sinn gekommen, dass „Consultant in einer Big 4“ nicht der Traumjob für jeden ist? Meiner Meinung nach wollen immer mehr nicht einer von vielen sein, die unendliche Überstunden in solchen Buden schrubben. Work Life Balance gleich null. Consultants gibt es wie Sand am Meer. Man ist nicht besonders nur weil man diese Bezeichnung führt

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WiWi Gast

FH´ler, lasst euch nicht unterkriegen und geht euren Weg

An alle, die schreiben, dass man sich durch den Abschluss an einer FH den Einstieg in gewisse Branche schwer macht. Gilt das eurer Meinung nur für Bachelor+Master an einer FH? Wenn ich nach dem Bachelor an einer FH, einen Master an einer sog. Target-Uni mache, sollte doch alles wieder ok sein?!

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WiWi Gast

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WiWi Gast schrieb am 28.03.2021:

An alle, die schreiben, dass man sich durch den Abschluss an einer FH den Einstieg in gewisse Branche schwer macht. Gilt das eurer Meinung nur für Bachelor+Master an einer FH? Wenn ich nach dem Bachelor an einer FH, einen Master an einer sog. Target-Uni mache, sollte doch alles wieder ok sein?!

Ja ist es auch. Es wird sowieso nicht so statisch entschieden, wie es hier propagiert wird.

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WiWi Gast

FH´ler, lasst euch nicht unterkriegen und geht euren Weg

WiWi Gast schrieb am 27.03.2021:

Ganz ehrlich. Niemand hier, außer ein paar wenige Snobs, hat jemals ein FH-Studium abgewertet. Die Unternehmen unterscheiden da auch gar nicht. Von daher halte ich Posts wie deine für absolut überlüssig.

Ich halte solche Posts für ganz und gar nicht überflüssig, da sie mal nicht die schnurgeraden CV‘s aufzeigen, die hier sonst in den meisten Threads gepriesen werden. Wenn solche Erfahrungsberichte in einem Wiwi-Forum überflüssig sind, hat das Forum ein ernsthaftes Problem. Neben den ganzen „Dicke-Eier“-Threads finde ich den Bericht erfrischend und vor allem motivierend für alle Leser, die nicht mit 1er Abi abgeschlossen, aber trotzdem Karriereambitionen haben.

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WiWi Gast

FH´ler, lasst euch nicht unterkriegen und geht euren Weg

Dieses Forum dreht sich nun mal größtenteils um die Top-Stellen in UB und IB. Es hat niemand behauptet, dass man es über den FH-Weg nicht schaffen kann, ich würde es jedem Abiturienten allerdings empfehlen eher an eine gute Uni zu gehen, wenn man in die besagten Bereiche will.

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WiWi Gast

FH´ler, lasst euch nicht unterkriegen und geht euren Weg

WiWi Gast schrieb am 28.03.2021:

Ganz ehrlich. Niemand hier, außer ein paar wenige Snobs, hat jemals ein FH-Studium abgewertet. Die Unternehmen unterscheiden da auch gar nicht. Von daher halte ich Posts wie deine für absolut überlüssig.

Ich halte solche Posts für ganz und gar nicht überflüssig, da sie mal nicht die schnurgeraden CV‘s aufzeigen, die hier sonst in den meisten Threads gepriesen werden. Wenn solche Erfahrungsberichte in einem Wiwi-Forum überflüssig sind, hat das Forum ein ernsthaftes Problem. Neben den ganzen „Dicke-Eier“-Threads finde ich den Bericht erfrischend und vor allem motivierend für alle Leser, die nicht mit 1er Abi abgeschlossen, aber trotzdem Karriereambitionen haben.

Überflüssig ist es in dem Sinne, dass der Post wieder einmal zu der klassischen "Identitätspolitik" führt, die hier von einigen wenigen propagiert wird. Man ist FHler/Uni-Absolvent. Man ist Target - all das trennt uns verbal und nützt uns nichts, da es freie Erfindungen sind.

Dass das eine Illusion ist und es diese Unterteilungen gar nicht gibt und die Arbeitgeber sie nie machen, stimmt zwar, aber Neulinge die hier nach Rat suchen werden maximal verwirrt. Oder was würdest du als 18jährige, der vielleicht BWL studieren will, denken, wenn du so einen Post liest? Doch, dass FHler irgendwie BWLer 2. Klasse sind, oder? Das ist aber Unsinn und deswegen stimme ich den Leuten zu, die den Post für überflüssig halten.

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WiWi Gast

FH´ler, lasst euch nicht unterkriegen und geht euren Weg

Ich habe auch an einer FH und Uni studiert.
Uni war anspruchsvoller, aber letztlich auch problemlos machbar.
Es ist unter dem Strich so: Bei Studiengängen, die es sowohl an einer FH bzw. Uni gibt, sind die Uni-Studiengänge vermutlich anspruchsvoller. Ein Teil der Studenten schaffen vielleicht "nur" ein FH-Studium und währen an einem Uni-Studium gescheitert.

Viele FH-Studenten hätten aber vermutlich das Uni-Studium genauso geschafft.
Ich glaube viel wichtiger ob Uni oder FH ist, dass man etwas studiert, was zu einem passt, wo eine gewisse Affinität besteht.

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WiWi Gast

FH´ler, lasst euch nicht unterkriegen und geht euren Weg

Kein Plan warum das immer wieder auftaucht.

Kenne 4-5 Leute (in AT) ldie ihren BA auf einer FH gemacht haben und dann ein bis zweit Top Master gemacht haben. z.B. HEC + WU CEMS.

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WiWi Gast

FH´ler, lasst euch nicht unterkriegen und geht euren Weg

Aber normales Advisory bei Big 4 nimmt doch auch jeden Durchschnitts-FHler...
Was ist also der Sinn des Posts?
Dass man mit normalen FH Abschluss normale Jobs bekommt?

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WiWi Gast

FH´ler, lasst euch nicht unterkriegen und geht euren Weg

Glückwunsch dazu, aber ich als ebenfalls FHler würde mal sagen, dass Big4 jetzt gar nicht wirklich ein Lebenstraum vieler ist. Außerdem hat noch nie jemand behauptet, dass man nicht irgendwie alles schaffen kann. Statistik ist nunmal nur Statistik und du leidest hier einfach unter dem Survivorship Bias. Ich kenne übrigens auch jemanden, der in der Hauptschule mit einer 2.5 abgeschlossen hat und später promoviert hat. Gibt alles.

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WiWi Gast

FH´ler, lasst euch nicht unterkriegen und geht euren Weg

WiWi Gast schrieb am 27.03.2021:

Was genau versuchst du uns mit deinem gebrochenen Fachhochschullebenslauf zu verdeutlichen ?

Das hat er doch sehr deutlich gemacht oder bist du schwer von Begriff?

Man kann den Post ja überflüssig finden, aber diese Frage ist dämlich.

Man sollte sich von der wiwi treff Blase nicht verrückt machen lassen, aber grundsätzlich kann man hier im Forum schon etwas mitnehmen, wie man seinen CV besser gestalten kann.

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WiWi Gast

FH´ler, lasst euch nicht unterkriegen und geht euren Weg

So sieht es aus. Ich komme aus Kaiserslautern, war oft in Birkenfeld und studiere an der HTW Saarbrücken. Ich bin Ende 20 und habe sehr lange studiert und einfach kein Bock mehr. Ich denke mir so, als Angestellter nach dem Studium wird man nie durch das Steuersystem wirklich in kürzester Zeit vermögend. Ohne nennenswerte Ausbildung habe ich mich selbstständig gemacht, mein Selbstbewusstsein wuchs in die Höhe, gepusht auch durch meinen neuen Lebenstil wie Sport.

Nach drei Monate wuchsen meine Umsätze so hoch, das ich laut geschriehen und geweint habe. Meine Freundin hält mich für verrückt, hat mich aber ehrlich gesagt nie unterstützt, meist heruntergezogen. Steuerberater und 2 Angestellte und ein kleines Büro war dann ein Muss. Ich fühle mich endlich so und bin auch endlich da, wo ich schon immer sein wollte. Als Angestellter und Karriere Mensch wäre ich unglücklich gewesen, wenn da 100k brutto das Maximalziel für die Meisten gewesen wäre.

WiWi Gast schrieb am 28.03.2021:

Ganz ehrlich. Niemand hier, außer ein paar wenige Snobs, hat jemals ein FH-Studium abgewertet. Die Unternehmen unterscheiden da auch gar nicht. Von daher halte ich Posts wie deine für absolut überlüssig.

Ich halte solche Posts für ganz und gar nicht überflüssig, da sie mal nicht die schnurgeraden CV‘s aufzeigen, die hier sonst in den meisten Threads gepriesen werden. Wenn solche Erfahrungsberichte in einem Wiwi-Forum überflüssig sind, hat das Forum ein ernsthaftes Problem. Neben den ganzen „Dicke-Eier“-Threads finde ich den Bericht erfrischend und vor allem motivierend für alle Leser, die nicht mit 1er Abi abgeschlossen, aber trotzdem Karriereambitionen haben.

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WiWi Gast

FH´ler, lasst euch nicht unterkriegen und geht euren Weg

Wer hat denn jemals im Forum behauptet, dass einem mit FH die Big 4 verschlossen sind?
Die haben im Forum doch den Ruf alles zu nehmen und dafür aber schlecht zu bezahlen.

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WiWi Gast

FH´ler, lasst euch nicht unterkriegen und geht euren Weg

Nach all dem Zuspruch hier ... es ist Big 4 Consulting. 48k fix im ersten Jahr.

Es hat niemand behauptet, dass man zu Big 4 / DAX nicht hinkommen kann mit FH...

48k ist ein absolut durchschnittliches Gehalt in Deutschland für einen Master BWL.

Es gibt jedes Jahr etliche FHler die bei DAX Unternehmen für 60k einsteigen und das hat auch noch nie irgendjemand bezweifelt.

Bezweifelt wird hier im Forum lediglich der Einstieg bei Top UB / IB, und das auch weitestgehend so (Ausnahmen bestätigen die Regel).

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WiWi Gast

FH´ler, lasst euch nicht unterkriegen und geht euren Weg

Kurz gesagt: FH ist hinderlich für MBB, BB und VC. Da gibt es wohl auch nicht viel zu diskutieren. Das betrifft aber wahrscheinlich 1-5% der Absolventen. Auf der anderen Seite gibt es genügend Mittelständler bzw. KMUs, die die FH Ausbildung bevorzugen - einfach weil praktischer. Übergreifend lässt sich daher keine Lehrinstitution als besser oder schlechter bewerten. Auch wenn der ein oder andere gerne in Kategorien denkt und alles bewerten muss.

Einige Stimmen hier im Forum, die sich ggü. der FH oder dem dualen Studium despektierlich äußern, sind in der Anzahl sehr gering und nicht repräsentativ. Das ist auch meist derselbe Typ Mensch: Sehr jung oder sehr unsicher.

Abschließend sollte man sich daher nicht durch solche Posts verunsichern lassen und seinen Weg gehen.

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WiWi Gast

FH´ler, lasst euch nicht unterkriegen und geht euren Weg

WiWi Gast schrieb am 27.03.2021:

Ganz ehrlich. Niemand hier, außer ein paar wenige Snobs, hat jemals ein FH-Studium abgewertet. Die Unternehmen unterscheiden da auch gar nicht. Von daher halte ich Posts wie deine für absolut überlüssig.

Naja, es ist pauschal praktisch unmöglich, als FHler in MBB, BB, VC usw. reinzukommen trotz guter Noten. D.h. es gibt offenbar schon noch genug Leute, die diskriminieren.

FH ist nicht dasselbe wie Uni, sonst gäbe es die Unterscheidung nicht. Warum Leute sich wundern, wenn dann Arbeitgeber danach unterscheiden, ist unverständlich. Auch die ganzen Grundsatzdiskussionen drumherum kapiere ich nicht. Schaut euch die empirische Realität an und entscheidet dann, ob der Arbeitsmarkt FHler als ebenbürtig ansieht.

MBB, BB usw. nehmen auch keinen von der Förderschule. Auch Diskriminierung? Auch sonst widerspreche ich dir. Viele Unternehmen handeln zwar so wie du screibst, jedoch ist die Handlung selbst keine Begründung für die Handlung. Und die Annahmen, die solche Leute machen, können völlig falsch sein. Klar ist FH und Uni anders, aber welches ist wirklich besser? Viele Unternehmen haben die Erfahrung gemacht, dass sie mit Fhlern besser arbeiten können. BWL ist zur Anwendung gedacht und da ist es eben besser, wenn man sich anwendungsorientiert mit den relevanten Aspekten beschäftigt, anstatt es so weit zu theoretisieren und überwiegend über Klausuren zu testen wie die meisten Unis das handhaben.

Und denk mal darüber nach. Warum haben Fhler bei MBB und vielen anderen keine Chance? Das hat einerseits historische Gründe, weil früher war eben die Uni das höchste, das es gab. Anderseits, und wohl wesentlich entscheidender, ist das Ego der Leute, die bereits in diesen hohen Positionen sind und darüber entscheiden, wer zu ihnen kommen darf. Jemand, der sich mit seinem Uni-Abschluss für das Größte und den Besten hält, wird ja wohl kaum zulassen, dass er auf gleicher Augenhöhe mit einem Fhler über wichtige Entscheidungen diskutiert, der möglicherweise sogar eine viel bessere Idee hervorbringt als der mit Uni-Background.

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WiWi Gast

FH´ler, lasst euch nicht unterkriegen und geht euren Weg

Ich hatte damals an einer FH angefangen und mich kurz nach Beginn von wiwi-treff verunsichern lassen, was Zukunftsperspektiven mit FH angeht. Insbesondere problematisch, dass viele Unis (zB HSG) bei FH Absolventen ein zusätzliches Semester erfordert. Das hat mir dann gezeigt, dass Uni und FH eben nicht ebenbürtig sind. Bin nach einem Semester an eine Uni gewechselt und hätte meinen Weg bis jetzt wahrscheinlich nicht realisieren können, wenn ich an der FH geblieben wäre.

Bin wiwi-treff dafür bis heute dankbar!

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WiWi Gast

FH´ler, lasst euch nicht unterkriegen und geht euren Weg

WiWi Gast schrieb am 28.03.2021:

Ganz ehrlich. Niemand hier, außer ein paar wenige Snobs, hat jemals ein FH-Studium abgewertet. Die Unternehmen unterscheiden da auch gar nicht. Von daher halte ich Posts wie deine für absolut überlüssig.

Ich halte solche Posts für ganz und gar nicht überflüssig, da sie mal nicht die schnurgeraden CV‘s aufzeigen, die hier sonst in den meisten Threads gepriesen werden. Wenn solche Erfahrungsberichte in einem Wiwi-Forum überflüssig sind, hat das Forum ein ernsthaftes Problem. Neben den ganzen „Dicke-Eier“-Threads finde ich den Bericht erfrischend und vor allem motivierend für alle Leser, die nicht mit 1er Abi abgeschlossen, aber trotzdem Karriereambitionen haben.

Ich kann mich dem Vorredner nur anschließen. Es ist wahnsinnig wichtig, dass auch gezeigt wird, dass man trotz eines nicht dem Idealbild entsprechenden Verlauf im Lebenslauf dennoch Erfolge erzielen kann.

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WiWi Gast

FH´ler, lasst euch nicht unterkriegen und geht euren Weg

WiWi Gast schrieb am 28.03.2021:

Ganz ehrlich. Niemand hier, außer ein paar wenige Snobs, hat jemals ein FH-Studium abgewertet. Die Unternehmen unterscheiden da auch gar nicht. Von daher halte ich Posts wie deine für absolut überlüssig.

Ich halte solche Posts für ganz und gar nicht überflüssig, da sie mal nicht die schnurgeraden CV‘s aufzeigen, die hier sonst in den meisten Threads gepriesen werden. Wenn solche Erfahrungsberichte in einem Wiwi-Forum überflüssig sind, hat das Forum ein ernsthaftes Problem. Neben den ganzen „Dicke-Eier“-Threads finde ich den Bericht erfrischend und vor allem motivierend für alle Leser, die nicht mit 1er Abi abgeschlossen, aber trotzdem Karriereambitionen haben.

Die „dicken Eier“ Threads beziehen sich halt auf MBB/T2 und BB/EB IB.
Ich gönne es dem TE ja, aber man sollte jetzt big 4 advisory nicht als den „krasse Karriereeinstieg trotz ungeradem Lebenslauf“ ansehen...

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WiWi Gast

FH´ler, lasst euch nicht unterkriegen und geht euren Weg

Ich bin grad echt überrascht wie ähnlich der Werdegang von TE und mir ist. Bei mir ebenso Realschule zu Fachabi Wirtschaft zu FH Bachelor Wirtschaftsrecht. Angefangen mit einem Werkstudenten Job zwar in der Branche allerdings fachfremd. Danach Werkstudent bei Big4 weiter mit Praxissemester bei PwC und dadurch die Kontakte geknüpft für ein weiteres Praktikum bei PwC Consulting und schlussendlich auch dort fest eingestiegen.

Sicher hilft es einem weiter wenn man an einer guten Uni seinen Abschluss macht allerdings gibt es noch so viele andere Kriterien. Vor allem für Einsteiger Jobs überwiegt mE das Personal fit als die fachlichen Kenntnisse. Geht einfach euren Weg und solange ihr euer Ziel nicht aus den Augen verliert werden die allermeisten auch ihren „Traumjob“ früher oder später bekommen.

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WiWi Gast

FH´ler, lasst euch nicht unterkriegen und geht euren Weg

Ich war im Bachelor an ner Uni und im Master ein Semester an ner FH und dann an der Uni.

An der Uni (Köln) war es so, dass man für gute Noten respektiert wurde. Also ich dann an der FH Heilbronn war, hieß es "was 2,0 bruda, du streba"... "was? du lernst schon. Chill mal, wir haben noch 2 Wochen"

Bin dann wieder an die Uni. Klar ist dieses Bild nicht an jeder FH so,. Trotzdem ist in meinen Augen der Querschnitt der Studenten schon wahnsinnig unterschiedlich. Vor allem wenn man die guten Unis (MA, Köln, München) mit irgendwelchen FHs vergleicht. Nie wieder würde ich nach Heilbronn. (Sorry an die, die das damals waren)

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WiWi Gast

FH´ler, lasst euch nicht unterkriegen und geht euren Weg

WiWi Gast schrieb am 28.03.2021:

Ich war im Bachelor an ner Uni und im Master ein Semester an ner FH und dann an der Uni.

An der Uni (Köln) war es so, dass man für gute Noten respektiert wurde. Also ich dann an der FH Heilbronn war, hieß es "was 2,0 bruda, du streba"... "was? du lernst schon. Chill mal, wir haben noch 2 Wochen"

Bin dann wieder an die Uni. Klar ist dieses Bild nicht an jeder FH so,. Trotzdem ist in meinen Augen der Querschnitt der Studenten schon wahnsinnig unterschiedlich. Vor allem wenn man die guten Unis (MA, Köln, München) mit irgendwelchen FHs vergleicht. Nie wieder würde ich nach Heilbronn. (Sorry an die, die das damals waren)

Die FH Heilbronn ist halt nicht mit der Uni Köln zu vergleichen. Es gibt einige FHs, die guten Ruf und gute Connections haben, und auch nicht jeden reinlassen. Und genauso gibt es auch viele staatliche Unis außerhalb der Targets, die einen NC haben, der fast jeden reinlässt, und wo die gleiche Kultur herrscht wie ihn schwächeren FHs. Die Leute aus meinem Abi-Umfeld, die absolut nicht wussten, was sie tun sollten, haben BWL an einer der nahegelegenen staatlichen Unis studiert und dümpeln jetzt vor sich hin, fernab von Bemühungen eine Karriere aufzubauen. Letztendlich gibt es an jeder Hochschule Studenten, die gut sind, und welche, die weniger gut sind. Die besten der Jahrgänge, egal von wo, setzen sich immer durch und finden den Weg in die Top-Jobs.

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WiWi Gast

FH´ler, lasst euch nicht unterkriegen und geht euren Weg

Wie mein Vorposter Fh ≠ Fh
Die ESB Business School haut den Großteil der Unis weg und ist auch voll mit ambitionierten Studierenden. Genauso gibt es noch weitere gute staatliche FH's wie die HTW Berlin oder die Hochschule in München. FH Heilbronn kann man natürlich nicht mit ner Uni vergleichen.

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WiWi Gast

FH´ler, lasst euch nicht unterkriegen und geht euren Weg

Die ESB ist halt ein Sonderfall da man ja dort durch den Auslandsaufenthalt einen vollwertigen Uniabschluss bekommt, brauchen wir hier nicht weiter diskutieren..

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WiWi Gast

FH´ler, lasst euch nicht unterkriegen und geht euren Weg

Ich habe meinen Bachelor und meinen Master an einer FH gemacht, weil ich das Konzept dahinter besser fand, als das der Uni. Karrieretechnisch geschadet hat es mir nicht. Ich bin trotzdem in ein Traineeprogramm eines DAX-Konzerns gekommen. Mein Ziel war aber auch nie Investment Banking, sondern angenehme 35-Stunden-Wochen mit höherem Gehalt.

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WiWi Gast

FH´ler, lasst euch nicht unterkriegen und geht euren Weg

Immer diese FH/Uni Diskussionen... Die meisten, die hier im ersten Semester die FH schlecht reden, werden ihr blaues Wunder erleben, wenn sie beim Daimler oder sonst wo einsteigen und sie gut möglich mehr FH als Uni Kollegen haben, die die selben Tätigkeiten ausführen und das gleiche verdienen.

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123asdf

FH´ler, lasst euch nicht unterkriegen und geht euren Weg

WiWi Gast schrieb am 29.04.2021:

Die ESB ist halt ein Sonderfall da man ja dort durch den Auslandsaufenthalt einen vollwertigen Uniabschluss bekommt, brauchen wir hier nicht weiter diskutieren..

Wie soll ein Auslandaufenthalt einen vollwertigen Uniabschluss erwirken?

Hab in meinem FH Bachelor n Auslandspraktikum bei nem Unternehmen der VW Gruppe und danach noch 2 Auslandssemester außerhalb von Europa gemacht. Kann leider nicht lesen (deswegen ja auch FH) aber ich hab nirgendwo das Wort Universität gesehen.

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WiWi Gast

FH´ler, lasst euch nicht unterkriegen und geht euren Weg

Hallo,

Ich will hier mal meine Erfahrung in einem technischen DAX-Unternehmen teilen:
Auf allen Ebenen befinden sich bei uns als Führungskräfte FHler und Uniabsolventen. Bei der Einstellung werden FHler und Uniabsolventen auch gleich behandelt.

Meines Erachtens ist nur wichtig, dass sich jeder BEWUSST ENTSCHEIDEN sollte für ein FH oder Unistudium.

Vor der Entscheidung sollte sich (meiner Meinung nach) jeder aufschreiben, was er mit der jeweiligen Entscheidung für Möglichkeiten hat und was er im Leben alles erreichen will z.B.:

FH-Diplom BWL Möglichkeiten:

  • öffentlicher Dienst Q3 (gehobener Dienst)
  • Tätigkeit mit oder ohne Führungsverantwortung in Wirtschaft

Uni-Diplom BWL Möglichkeiten:

  • öffentlicher Dienst Q4 (höherer Dienst)
  • Tätigkeit mit oder ohne Führungsverantwortung in Wirtschaft
  • MBB
  • Promotion
  • Professur

meine Ziele:

  • Auslandsaufenthalt im Studium
  • sichere Stelle
  • 100k€ Bruttojahresgehalt mit 40
  • 35h Stelle
  • worklife mit Familie
  • eigenes Haus mit Garten

Hinweis: Diese 3 Listen sind nur Beispiele und lassen sich beliebig erweitern/ändern!

Jetzt kann man sich überlegen, mit welchem Abschluss man seine Ziele am besten erreichen kann. Die hier genannten Ziele kann man prinzipiell sowohl mit FH- als auch mit Uniabschluss erreichen.

Da es jedem frei steht, beides zu studieren und man in dem Alter, in dem man sich entscheidet, typischerweise schon ganz oder fast volljährig ist und damit die geistigen Fähigkeiten hat, die zukünftigen Konsequenzen seiner Wahl abzuschätzen, halte ich jegliche Beschwerden später für völlig unangebracht.
(übrigens lohnen sich solche Zukunftspläne und Abgleiche mit der Realität auch noch, wenn man mit dem Studium schon fertig ist :) )

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WiWi Gast

FH´ler, lasst euch nicht unterkriegen und geht euren Weg

WiWi Gast schrieb am 18.05.2021:

Hallo,

Ich will hier mal meine Erfahrung in einem technischen DAX-Unternehmen teilen:
Auf allen Ebenen befinden sich bei uns als Führungskräfte FHler und Uniabsolventen. Bei der Einstellung werden FHler und Uniabsolventen auch gleich behandelt.

Meines Erachtens ist nur wichtig, dass sich jeder BEWUSST ENTSCHEIDEN sollte für ein FH oder Unistudium.

Vor der Entscheidung sollte sich (meiner Meinung nach) jeder aufschreiben, was er mit der jeweiligen Entscheidung für Möglichkeiten hat und was er im Leben alles erreichen will z.B.:

FH-Diplom BWL Möglichkeiten:

  • öffentlicher Dienst Q3 (gehobener Dienst)
  • Tätigkeit mit oder ohne Führungsverantwortung in Wirtschaft

Uni-Diplom BWL Möglichkeiten:

  • öffentlicher Dienst Q4 (höherer Dienst)
  • Tätigkeit mit oder ohne Führungsverantwortung in Wirtschaft
  • MBB
  • Promotion
  • Professur

meine Ziele:

  • Auslandsaufenthalt im Studium
  • sichere Stelle
  • 100k€ Bruttojahresgehalt mit 40
  • 35h Stelle
  • worklife mit Familie
  • eigenes Haus mit Garten

Hinweis: Diese 3 Listen sind nur Beispiele und lassen sich beliebig erweitern/ändern!

Jetzt kann man sich überlegen, mit welchem Abschluss man seine Ziele am besten erreichen kann. Die hier genannten Ziele kann man prinzipiell sowohl mit FH- als auch mit Uniabschluss erreichen.

Da es jedem frei steht, beides zu studieren und man in dem Alter, in dem man sich entscheidet, typischerweise schon ganz oder fast volljährig ist und damit die geistigen Fähigkeiten hat, die zukünftigen Konsequenzen seiner Wahl abzuschätzen, halte ich jegliche Beschwerden später für völlig unangebracht.
(übrigens lohnen sich solche Zukunftspläne und Abgleiche mit der Realität auch noch, wenn man mit dem Studium schon fertig ist :) )

Wieso ist angegeben, man käme mit einem Uni-Diplom BWL in den höheren Dienst und mit einem FH-Diplom BWL in den gehobenen? Falls Du in Deutschland lebst, kommst Du mit einem Bachelor IMMER nur in den gehobenen Dienst, egal ob FH oder Uni. Mit dem Master kommt man in den höheren Dienst. Echte Diplom-Studiengänge gibt es btw nur sehr selten in Deutschland, auch wenn Bezeichnungen wie "Diplom-Finanzwirt" (Bachelorabschluss) auf etwas anderes schließen lassen.

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WiWi Gast

FH´ler, lasst euch nicht unterkriegen und geht euren Weg

WiWi Gast schrieb am 29.04.2021:

Die ESB ist halt ein Sonderfall da man ja dort durch den Auslandsaufenthalt einen vollwertigen Uniabschluss bekommt, brauchen wir hier nicht weiter diskutieren..

Die einzigen die die ESB so schön reden sind halt die, die dort schön Geld lassen.

Prinzipiell ist mir (Abteilungsleiter DAX30) bei Einstellungen egal, ob Uni, FH oder DHBW. Eher relevante Berufserfahrung entscheidet sowie die 'persönliche Wellenlänge'.

Bei Absolventen schaut man (bzw. Ich) schon auch auf Noten aber auch die richtigen Schwerpunkte und relevante Praktika /Werkstudentenjobs.

Ob jemand ein Urlaubs-und Partysemester, ahh Enschuldigung, ein Auslandssemester gemacht hat juckt genau 0, obwohl ich in einem international vernetzen Bereich arbeite. Wer nicht mit Menschen und Kulturen kann, lernt es auch nicht mit 4 Monaten in nem Auslandssemester.

Prinzipiell aussortiert werden bei mir nur Absolventen mit 'gekauften' Abschlüssen von privaten 'Hochschulen'.

Und ESB Leute. Die, die bei mir im Gespräch waren, waren durchgängig hochnässig. Die meinen auch die fangen als Absolvent direkt mind. Als Bereichsleiter an. Und so nen Quatsch wie das ihr Studium schwerer war als an einer richtigen Uni. Lol

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WiWi Gast

FH´ler, lasst euch nicht unterkriegen und geht euren Weg

Meiner Meinung nach würde ich jedem empfehlen, einen Uni Abschluss zu wählen.

Ich habe direkt nach meinem Abi ein duales Studium im Bereich Maschinenbau bei einem internationalen Automobilzulieferer angefangen. Nach einem Semester war mir klar, dass ich in die BWL-Richtung möchte.
Unter dem ganzen Stress der Kündigung des dualen Studiums habe ich mich unüberlegt für einen BWL an einer FH eingeschrieben. Mir ist nach dem ersten Semester schnell aufgefallen, dass ich an einer Uni besser aufgehoben wäre. Gerade wegen dem besseren Ansehen, Größe & Netzwerk.

Wenn ich nicht schon einen Studienabbruch hinter mir hätte, würde ich sofort an eine Uni (auch, wenn non-Target) wechseln. Da ich aber mit 20 nicht zwei Studienabbrüche erklären möchte, werde ich meinen Bachelor an der FH mit voraussichtlich 1,x abschließen und dann mit Auslandsjahr und Praktika versuchen, an einer Uni, bestenfalls Mannheim, einen Masterplatz zu bekommen.

Zusammenfassend kann ich also sagen, wenn Ihr bereits an einer FH seid und nicht einfach wechseln könnt, dann gebt euer Bestes und ihr könnt auch einiges erreichen. Aber unter den gleichen Umständen nicht so viel wie als hättet Ihr von Anfang an den Bachelor an einer (Target-)Uni gewählt. Fangt an euch neben der FH, auch über Bücher weiterzubilden, engagiert euch und sammelt praktische Erfahrung.
Könnt ihr euch also noch für den Abschluss entscheiden, dann geht an eine Uni. Es macht das ganze einfach leichter.

antworten
WiWi Gast

FH´ler, lasst euch nicht unterkriegen und geht euren Weg

WiWi Gast schrieb am 23.05.2021:

Meiner Meinung nach würde ich jedem empfehlen, einen Uni Abschluss zu wählen.

Ich habe direkt nach meinem Abi ein duales Studium im Bereich Maschinenbau bei einem internationalen Automobilzulieferer angefangen. Nach einem Semester war mir klar, dass ich in die BWL-Richtung möchte.
Unter dem ganzen Stress der Kündigung des dualen Studiums habe ich mich unüberlegt für einen BWL an einer FH eingeschrieben. Mir ist nach dem ersten Semester schnell aufgefallen, dass ich an einer Uni besser aufgehoben wäre. Gerade wegen dem besseren Ansehen, Größe & Netzwerk.

Wenn ich nicht schon einen Studienabbruch hinter mir hätte, würde ich sofort an eine Uni (auch, wenn non-Target) wechseln. Da ich aber mit 20 nicht zwei Studienabbrüche erklären möchte, werde ich meinen Bachelor an der FH mit voraussichtlich 1,x abschließen und dann mit Auslandsjahr und Praktika versuchen, an einer Uni, bestenfalls Mannheim, einen Masterplatz zu bekommen.

Zusammenfassend kann ich also sagen, wenn Ihr bereits an einer FH seid und nicht einfach wechseln könnt, dann gebt euer Bestes und ihr könnt auch einiges erreichen. Aber unter den gleichen Umständen nicht so viel wie als hättet Ihr von Anfang an den Bachelor an einer (Target-)Uni gewählt. Fangt an euch neben der FH, auch über Bücher weiterzubilden, engagiert euch und sammelt praktische Erfahrung.
Könnt ihr euch also noch für den Abschluss entscheiden, dann geht an eine Uni. Es macht das ganze einfach leichter.

Absoluter Kokolores. Dein Beitrag mag vielleicht auf UB/IB zutreffen, aber der Rest der Arbeitswelt kennt keine deutschen "Target"-Universitäten. Es spielt in Deutschland überhaupt keine Rolle. Es gibt keine deutsche Uni, die mit einem Branding von St. Gallen, LSE oder Ivy League Unis mithalten kann.
Ich war selber auf einer FH, habe <1,5 abgeschnitten und bin der festen Überzeugung, der Notenschnitt war ein Faktor, der mich ins DAX IGM Unternehmen geführt hat. Mit irgendwelchen 2,x Uni-Abschlüssen wäre das definitiv nicht gelungen.

Mein Tipp für Leute mit IB/UB/CEO Ambitionen: Geht auf eine gescheite ausländische "Target" oder lasst es sein.
Für jede normale Karriere 70-200k reicht ein stinknormaler FH-Abschluss, bei dem man ordentlich performed hat. Dabei spielt nicht Mal die Reputation eine Rolle. Es wird euch den Weg in einen guten Job ebnen.

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