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Einkaufspreise für Managementberatung - Tagessätze von Consultant bis Partner

Der Wettbewerb gewinnt auch im Markt für Managementberatung immer mehr an Intensität. Während bis vor einigen Jahren etablierte Managementberatungen dieses Feld überwiegend allein bestellten, treten in jüngster Zeit auch Wirtschaftsprüfungs-Gesellschaften oder IT-Beratungen an.

Ineinander geschobene Einkaufswagen eines Supermaktes (Mercadona) in Mallorca.

Einkaufspreise für Managementberatung - Tagessätze von Consultant bis Partner
Kaufbeuren, 20.01.2010 (ld) - Der Wettbewerb gewinnt auch im Markt für Managementberatung immer mehr an Intensität. Während bis vor einigen Jahren etablierte Managementberatungen dieses Feld überwiegend allein bestellten, treten in jüngster Zeit auch Wirtschaftsprüfungs-Gesellschaften oder IT-Beratungen verstärkt auf dem Markt für Strategie- und Managementberatung an. Darüber hinaus hat sich gerade bei Großunternehmen und Konzernen die Methodik, wie sie Strategie- und Managementberatungsleistungen einkaufen, in den letzten Jahren zum Teil grundlegend verändert. In der Vergangenheit beauftragten das Management oder die Fachabteilung Beratungsunternehmen häufig direkt, ohne den Einkauf einzubinden.

Dies hat sich mittlerweile in vielen Unternehmen geändert. Besonders große Konzerne, die pro Jahr hohe zwei- bis dreistellige Millionenbeträge für Managementberatung aufwenden, haben sämtliche Beratungsprojekte überprüft und ihren Einkaufsprozess neu geordnet. Der Einkauf ist nun in vielen Fällen bei der Vorauswahl und teilweise auch bei der finalen Entscheidung zur Beauftragung von Beratungsleistungen federführend oder zumindest beteiligt. Allerdings herrscht beim Thema Preisgestaltung pro Berater-Level bei Kunden wie bei Anbietern noch erhebliche Intransparenz.



Aus diesem Grund hat die Lünendonk GmbH, Kaufbeuren, die tatsächlich erzielten durchschnittlichen Beratungstagessätze analysiert, die 13 ausgewählte Großunternehmen und Konzerne ihren Beratungsdienstleistern zahlen. Alle einbezogenen Kundenunternehmen erwirtschaften mehr als eine Milliarde Euro Umsatz pro Jahr, fünf von ihnen sogar mehr als 100 Milliarden Euro. Alle diese Firmen kaufen für hohe zwei- bis dreistellige Millionenbeträge pro Jahr Strategie- und Managementberatung ein und haben ihren Einkaufsprozess größtenteils professionalisiert.

Dieses Benchmark, in dem die tatsächlich erzielten durchschnittlichen Tagessätze in der Managementberatung untersucht wurden, stellt eine sinnvolle Ergänzung zur Lünendonk-Studie 2008 „Preis- und Leistungsstrukturen in der Managementberatung“ dar, zu der 43 Großunternehmen bezüglich ihres Einkaufsprozesses befragt wurden. Bereits in dieser Studie wurden deutliche Preisunterschiede innerhalb der einzelnen Senioritäten festgestellt.

Um die Vergleichbarkeit der durchschnittlich erzielten Tagessätze zu verbessern, wurden in dem Lünendonk-Benchmark Anbieter für Strategieberatung (Tier 1 und Tier 2) sowie Anbieter für Organisations- und Prozessberatung unterschieden. Tier 1 und Tier 2 grenzen sich hinsichtlich ihrer Präferenz für den Kunden bei der Auftragsvergabe ab. Tier-1-Anbieter werden demnach häufiger und bevorzugt mit Ausschreibungsverfahren angesprochen, das heißt die Geschäftsbeziehung zwischen Tier-1-Anbieter und Kunde ist stärker ausgeprägt als zwischen Kunde und Tier-2-Anbieter. Tier-2-Anbieter werden häufig erst im zweiten Schritt angesprochen oder müssen stärker aktiv auf potenzielle Kundenunternehmen zugehen.

McKinsey wird als Tier-1-Anbieter in zwölf Unternehmen am häufigsten genannt, gefolgt von der Boston Consulting Group (11 Nennungen) und Oliver Wyman (9 Nennungen). Als Tier-2-Anbieter wird Horváth in zehn von 13 Unternehmen genannt, gefolgt von Deloitte Consulting (7 Nennungen) und management Engineers (5 Nennungen).  Die Lünendonk-Analyse zeigt deutliche Preisunterschiede in den jeweiligen Senioritäten und Qualifikationsstufen der Berater. So kommt es vor, dass einige Kunden für die Leistung eines Junior Consultant oder Consultant bei einem Unternehmen mehr zahlen als beispielsweise für die Beratung durch einen Partner bei einem anderen.

Auch zwischen den durchschnittlich erzielten Tagessätzen in Tier 1 und Tier 2 bestehen deutliche Unterschiede, insbesondere in den höheren Senioritäten. So liegen im Leistungssegment Beratung/Konzeption etwa 2.300 Euro zwischen dem durchschnittlich erzielten Tagessatz eines Partners in Tier 1 und dem eines Partners in Tier 2. »Schon bei Projektlaufzeiten bis zu einem halben Jahr machen diese Preisdifferenzen mehrere zehntausend Euro aus«, so Mario Zillmann, Berater der Lünendonk GmbH. »Allerdings sollte nicht nur auf den Preis eines Beraters geschaut werden. Know-how, Qualität und Verfügbarkeit von Beratern spielen ebenfalls eine entscheidende Rolle in der Preisbildung«, so Zillmann weiter.

 

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