DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
VersicherungenPKV

PKV sehr teuer für Selbständige

Autor
Beitrag
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

Ich habe mich heute mal über die PKV-Beiträge informiert, da ich meine Selbständigkeit bald alleine betreibe ohne Hauptjob. Hätte also die Wahlfreiheit zwischen GKV bleiben oder PKV. Bin da fast vom Hocker gefallen, sagen nicht alle angeblich, dass PKV so günstig wäre?

Ich habe bei Check24 geschaut und folgende Kriterien ausgewählt:

  • Direkt zum Facharzt: 100%
  • Leistungspakt Basis mit Mehrbettzimmer und ohne Chefarzt
  • Zahnleistungen minimal
  • Sehr gute Beitragsstabilität
  • kein Krankengeld
  • keine Selbstbeteiligung

Diese Kriterien entsprechen ziemlich exakt meiner GKV jetzt. Check24 gibt dort auch dieses 100% direkt zum Facharzt für meine GKV an, was auch immer das heißt. Der Rechner sagt mir etwas von knapp unter 600 EUR bis fast 900 EUR nur für mich. Und für die Kinder sind es noch mal pro Kind 150 bis 240 EUR. In Summe komme ich also auf mindestens 1.000 EUR mit zwei Kindern. Und die nächsten Jahre wird es vermutlich jedes Jahr mehr.

Der GKV-Höchstbetrag inkl. meinem individuellen Zusatzbeitrag (da lässt sich auch noch sparen) und ohne Krankengeld ist 662 EUR im Monat.

Und wenn ich dann ab 50 meine Selbständigkeit stark reduzieren werde oder wenn ich vorher schon einen Einbruch in den Einnahmen haben sollte, skaliert die GKV auch noch schön mit nach unten. Ebenso im Rentenalter, wo die GKV nur auf die gesetzliche Rentenversicherung fällig wird und darauf dann wieder nur der hälftige Beitrag (die andere Hälfte vom Rententräger). Wenn jemand 1.200 EUR gesetzliche Rente bezieht, dann muss er entsprechend ca. 88 EUR GKV pro Monat zahlen. Egal wie groß das eigene Haus ist und wie viel Dividende das Depot ausschüttet.

Das deckt sich auch gut mit dem, was einige Beamte im Freundeskreis mir erzählt haben. Die wären alle lieber in der GKV geblieben, aber geht nicht. Da müsste man dann den Beitrag zu 100% selbst zahlen, während sonst die Beihilfe 50 bis 80 Prozent abdeckt. Aber für Angestellte oder Selbständige ist die PKV doch Schwachsinn, oder?

Und erzählt mir nichts von besseren Leistungen, wenn du wegen einer Herzattacke in die Notaufnahme gefahren wirst, checkt niemand erst mal deine Versicherungsunterlagen und entscheidet dann, ob wiederbeleben oder nicht.

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

Angestellte zahlen doch nur 50% bei der PKV, der Arbeitgeber zahlt die andere Hälfte.

WiWi Gast schrieb am 06.12.2019:

Ich habe mich heute mal über die PKV-Beiträge informiert, da ich meine Selbständigkeit bald alleine betreibe ohne Hauptjob. Hätte also die Wahlfreiheit zwischen GKV bleiben oder PKV. Bin da fast vom Hocker gefallen, sagen nicht alle angeblich, dass PKV so günstig wäre?

Ich habe bei Check24 geschaut und folgende Kriterien ausgewählt:

  • Direkt zum Facharzt: 100%
  • Leistungspakt Basis mit Mehrbettzimmer und ohne Chefarzt
  • Zahnleistungen minimal
  • Sehr gute Beitragsstabilität
  • kein Krankengeld
  • keine Selbstbeteiligung

Diese Kriterien entsprechen ziemlich exakt meiner GKV jetzt. Check24 gibt dort auch dieses 100% direkt zum Facharzt für meine GKV an, was auch immer das heißt. Der Rechner sagt mir etwas von knapp unter 600 EUR bis fast 900 EUR nur für mich. Und für die Kinder sind es noch mal pro Kind 150 bis 240 EUR. In Summe komme ich also auf mindestens 1.000 EUR mit zwei Kindern. Und die nächsten Jahre wird es vermutlich jedes Jahr mehr.

Der GKV-Höchstbetrag inkl. meinem individuellen Zusatzbeitrag (da lässt sich auch noch sparen) und ohne Krankengeld ist 662 EUR im Monat.

Und wenn ich dann ab 50 meine Selbständigkeit stark reduzieren werde oder wenn ich vorher schon einen Einbruch in den Einnahmen haben sollte, skaliert die GKV auch noch schön mit nach unten. Ebenso im Rentenalter, wo die GKV nur auf die gesetzliche Rentenversicherung fällig wird und darauf dann wieder nur der hälftige Beitrag (die andere Hälfte vom Rententräger). Wenn jemand 1.200 EUR gesetzliche Rente bezieht, dann muss er entsprechend ca. 88 EUR GKV pro Monat zahlen. Egal wie groß das eigene Haus ist und wie viel Dividende das Depot ausschüttet.

Das deckt sich auch gut mit dem, was einige Beamte im Freundeskreis mir erzählt haben. Die wären alle lieber in der GKV geblieben, aber geht nicht. Da müsste man dann den Beitrag zu 100% selbst zahlen, während sonst die Beihilfe 50 bis 80 Prozent abdeckt. Aber für Angestellte oder Selbständige ist die PKV doch Schwachsinn, oder?

Und erzählt mir nichts von besseren Leistungen, wenn du wegen einer Herzattacke in die Notaufnahme gefahren wirst, checkt niemand erst mal deine Versicherungsunterlagen und entscheidet dann, ob wiederbeleben oder nicht.

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

Ja, aber das ist ja bei der GKV genauso, auch dort zahlt ein Angestellter nur die Hälfte. Die Zahlen oben sind jeweils die vollen Beiträge, Angestellte eben die Hälfte jeweils. Aber während der Rente zahlt der ehemalige Angestellte dann m.W. auch voll und der GKV-Rentner nur noch einen symbolischen Beitrag.

Nur die Beamten haben es gut, bekommen zeit ihres Lebens 50 bis 80 Prozent Beihilfe. Und die müssten GKV sonst voll aus der eigenen Tasche zahlen. Dort ergibt es Sinn. Aber für Angestellte wie auch Selbstständige? Die zahlen doch von Anfang an mehr, zumindest mit Kindern (und ohne Kinder ist es trotzdem schon mit Mitte 30 fast der Höchstbetrag GKV) und ab 63 wird es dann ganz bitter. Da heißt es dann PKV mindestens 1.000 EUR, GKV 80 EUR.

antworten
know-it-all

PKV sehr teuer für Selbständige

WiWi Gast schrieb am 06.12.2019:

Ich habe mich heute mal über die PKV-Beiträge informiert, da ich meine Selbständigkeit
bald alleine betreibe ohne Hauptjob. Hätte also die Wahlfreiheit zwischen GKV bleiben oder PKV. Bin da fast vom Hocker gefallen, sagen nicht alle angeblich, dass PKV so günstig wäre?

Ich habe bei Check24 geschaut und folgende Kriterien ausgewählt:

Erster Fehler. Bei Check24 kann man vielleicht einen Stromanbieter auswählen oder gerne auch seine Autoversicherung, aber doch bitte nicht eine private Krankenversicherung. Das lässt man einen darauf spezialisierten Versicherungsmakler machen.

  • Direkt zum Facharzt: 100%
  • Leistungspakt Basis mit Mehrbettzimmer und ohne Chefarzt
  • Zahnleistungen minimal
  • Sehr gute Beitragsstabilität
  • kein Krankengeld
  • keine Selbstbeteiligung

Diese Kriterien entsprechen ziemlich exakt meiner GKV jetzt. Check24 gibt dort auch dieses 100% direkt zum Facharzt für meine GKV an, was auch immer das heißt. Der Rechner sagt mir etwas von knapp unter 600 EUR bis fast 900 EUR nur für mich. Und für die Kinder

Dann stimmt wohl was mit der Suche nicht. Oder eben die Bestätigung meiner These - Check24 ist definitv der falsche Weg zum Vergleich und Abschluss eines solchen Vertrages.

sind es noch mal pro Kind 150 bis 240 EUR. In Summe komme ich also auf mindestens 1.000 EUR mit zwei Kindern. Und die nächsten Jahre wird es vermutlich jedes Jahr mehr.

Dann sind auch hier die Suchergebnisse Schwachsinn oder falsch. Mein Kind ist in einem Tarif der "oberen Mittelklasse" privatversichert und das kostet ~130 EUR pro Monat bei einem Selbstbehalt von etwas über 200 EUR im Jahr. Einen Preisanstieg wird man natürlich nicht vermeiden können. In der GKV ist die aber, solange dein Gehalt oberhalb der BBG liegt, die jährliche Erhöhung der Beiträge auch sicher. Und in den letzten Jahren waren die Anstiege hier immer um die 3% p.a.

Der GKV-Höchstbetrag inkl. meinem individuellen Zusatzbeitrag (da lässt sich auch noch sparen) und ohne Krankengeld ist 662 EUR im Monat.

Und wenn ich dann ab 50 meine Selbständigkeit stark reduzieren werde oder wenn ich vorher schon einen Einbruch in den Einnahmen haben sollte, skaliert die GKV auch noch schön mit nach unten. Ebenso im Rentenalter, wo die GKV nur auf die gesetzliche Rentenversicherung fällig wird und darauf dann wieder nur der hälftige Beitrag (die andere Hälfte vom Rententräger).

Na dann frag mal die ganzen Bezieher von Betriebsrenten, die darauf allein den vollen Satz von 15,x% Krankenversicherungsbeiträge zahlen müssen. Immerhin hat der Gesetzgeber jetzt ab kommendes Jahr einen Freibetrag eingeführt. Aber die wenigsten besser verdienden Angestellten werden als Rentner ausschließlich von der gesetzlichen Rente leben. Viele beziehen da noch Betriebsrenten.

Wenn jemand 1.200 EUR gesetzliche Rente bezieht, dann muss er entsprechend ca. 88 EUR GKV pro Monat zahlen. Egal wie groß das eigene Haus ist und wie viel Dividende das Depot ausschüttet.

Das beschreibt die derzeitige Lage. Du darfst davon ausgehen, dass bei einem größer werdenden Anteil von alten Menschen, die zudem noch immer älter werden und dadurch pro Person auch immer höhere Kosten im Gesundswesen verursachen werden, in 10-20 Jahren sicher anders aussieht als heute. Oder der Umfang der Leistungen der gesetzlichen KV wird kontinuierlich reduziert und eine es findet eine Verschiebung in Richtung privater Zusatzversicherungen statt.

Das deckt sich auch gut mit dem, was einige Beamte im Freundeskreis mir erzählt haben. Die wären alle lieber in der GKV geblieben, aber geht nicht. Da müsste man dann den Beitrag zu 100% selbst zahlen, während sonst die Beihilfe 50 bis 80 Prozent abdeckt. Aber für Angestellte oder Selbständige ist die PKV doch Schwachsinn, oder?

Das ist immer individuell zu sehen. Ich bin mit >40 seit gut 8 Jahren privatversichert und mein Beitrag liegt, auch mit einem Kind, noch signifikant unter dem Betrag, den ich in dir GKV zahlen würde.

Und erzählt mir nichts von besseren Leistungen, wenn du wegen einer Herzattacke in die Notaufnahme gefahren wirst, checkt niemand erst mal deine Versicherungsunterlagen und entscheidet dann, ob wiederbeleben oder nicht.

Es geht auch nicht um solche Notfälle. Aber es soll auch genug Ärzte geben, die in ihren Fachgebieten jeweils absolute Spezialisten dind, aber zu denen du als gesetzlich Versicherter gar keinen Zugang bekommst oder nur gegen Privatrechnung.
Ich sag nur 3,5x facher Gebührensatz und mehr.

Der Vorteil einer PKV ist hingegen, dass du dir da einen Tarif mit einem deine Ansprüche erfüllenden Leistungsspektrum aussuchen kannst. In der GKV bekommen alle die gleiche Leistung, die zudem vom Gesetzgeber beliebig verändert werden können.

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

Wie kommst du denn auf die 662 Euro für die GKV? Der Höchstsatz liegt doch bei ca. 800 Euro. Bin selbst Selbstständig und dachte ich wüsste, was ich an GKV Beitrag zahle. Seltsam.

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

WiWi Gast schrieb am 06.12.2019:

Wie kommst du denn auf die 662 Euro für die GKV? Der Höchstsatz liegt doch bei ca. 800 Euro. Bin selbst Selbstständig und dachte ich wüsste, was ich an GKV Beitrag zahle. Seltsam.

Ach sorry, ich habe die PV gleich mit einkalkuliert.

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

WiWi Gast schrieb am 06.12.2019:

Aber für Angestellte oder Selbständige ist die PKV doch Schwachsinn, oder?

Für alle ist PKV Schwachsinn, ausser für die Investoren.

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

WiWi Gast schrieb am 06.12.2019:

WiWi Gast schrieb am 06.12.2019:

Aber für Angestellte oder Selbständige ist die PKV doch Schwachsinn, oder?

Für alle ist PKV Schwachsinn, ausser für die Investoren.

Denke ich mir auch. Während die GKV Verluste macht, steuerlich quersubventioniert wird und dort niemand seine 25 Prozent Eigenkapitalrendite anstrebt, sind PKV großteils Aktiengesellschaften, wo der Beitrag noch die 10 Millionen Euro p.a. für den Vorstandsvorsitzenden sowie 25 Prozent Rendite für den Aktienbesitzer erwirtschaften muss. Dann noch die ganzen Zusatzausgaben für Heilpraktiker und Homöopathie und weit höhere Sätze an die Mediziner für die gleiche Leistung..

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

know-it-all schrieb am 06.12.2019:

WiWi Gast schrieb am 06.12.2019:

Ich habe mich heute mal über die PKV-Beiträge informiert, da ich meine Selbständigkeit
bald alleine betreibe ohne Hauptjob. Hätte also die Wahlfreiheit zwischen GKV bleiben oder PKV. Bin da fast vom Hocker gefallen, sagen nicht alle angeblich, dass PKV so günstig wäre?

Ich habe bei Check24 geschaut und folgende Kriterien ausgewählt:

Erster Fehler. Bei Check24 kann man vielleicht einen Stromanbieter auswählen oder gerne auch seine Autoversicherung, aber doch bitte nicht eine private Krankenversicherung. Das lässt man einen darauf spezialisierten Versicherungsmakler machen.

Schon klar, ging erst mal nur um einen ersten Kostencheck.

  • Direkt zum Facharzt: 100%
  • Leistungspakt Basis mit Mehrbettzimmer und ohne Chefarzt
  • Zahnleistungen minimal
  • Sehr gute Beitragsstabilität
  • kein Krankengeld
  • keine Selbstbeteiligung

Diese Kriterien entsprechen ziemlich exakt meiner GKV jetzt. Check24 gibt dort auch dieses 100% direkt zum Facharzt für meine GKV an, was auch immer das heißt. Der Rechner sagt mir etwas von knapp unter 600 EUR bis fast 900 EUR nur für mich. Und für die Kinder

Dann stimmt wohl was mit der Suche nicht. Oder eben die Bestätigung meiner These - Check24 ist definitv der falsche Weg zum Vergleich und Abschluss eines solchen Vertrages.

sind es noch mal pro Kind 150 bis 240 EUR. In Summe komme ich also auf mindestens 1.000 EUR mit zwei Kindern. Und die nächsten Jahre wird es vermutlich jedes Jahr mehr.

Dann sind auch hier die Suchergebnisse Schwachsinn oder falsch. Mein Kind ist in einem Tarif der "oberen Mittelklasse" privatversichert und das kostet ~130 EUR pro Monat bei einem Selbstbehalt von etwas über 200 EUR im Jahr. Einen Preisanstieg wird man natürlich nicht vermeiden können. In der GKV ist die aber, solange dein Gehalt oberhalb der BBG liegt, die jährliche Erhöhung der Beiträge auch sicher. Und in den letzten Jahren waren die Anstiege hier immer um die 3% p.a.

Wenn man den Selbstbehalt auf die Monate verteilt, sind es doch auch ca. 150 EUR bzw. 300 EUR bei 2 Kindern. Das ist fast die Hälfte vom GKV-Höchstsatz. Der Anstieg ist 3 Prozent, das ist knapp oberhalb der Inflation. Vor allem ist man lebenslang sicher, dass man durch den Beitrag nicht überfordert wird, denn es ist immer ein Anteil vom laufenden Einkommen (ohne Vermögen usw.). Ich hatte gerade erst vor kurzem wieder so ein Interview mit einem "Fallen Angel" Ende 50, früher leitende Position, heute Bewerbung über Zeitarbeit als Kundenservicemitarbeiter. Wenn der jetzt in einem PKV-Tarif festhängen würde, dann würde über 50 Prozent vom Gehalt für die PKV drauf gehen.

Der GKV-Höchstbetrag inkl. meinem individuellen Zusatzbeitrag (da lässt sich auch noch sparen) und ohne Krankengeld ist 662 EUR im Monat.

Und wenn ich dann ab 50 meine Selbständigkeit stark reduzieren werde oder wenn ich vorher schon einen Einbruch in den Einnahmen haben sollte, skaliert die GKV auch noch schön mit nach unten. Ebenso im Rentenalter, wo die GKV nur auf die gesetzliche Rentenversicherung fällig wird und darauf dann wieder nur der hälftige Beitrag (die andere Hälfte vom Rententräger).

Na dann frag mal die ganzen Bezieher von Betriebsrenten, die darauf allein den vollen Satz von 15,x% Krankenversicherungsbeiträge zahlen müssen. Immerhin hat der Gesetzgeber jetzt ab kommendes Jahr einen Freibetrag eingeführt. Aber die wenigsten besser verdienden Angestellten werden als Rentner ausschließlich von der gesetzlichen Rente leben. Viele beziehen da noch Betriebsrenten.

Für mich nicht relevant. Und wie gesagt, Kurssteigerungen oder Dividenden sind irrelevant.

Wenn jemand 1.200 EUR gesetzliche Rente bezieht, dann muss er entsprechend ca. 88 EUR GKV pro Monat zahlen. Egal wie groß das eigene Haus ist und wie viel Dividende das Depot ausschüttet.

Das beschreibt die derzeitige Lage. Du darfst davon ausgehen, dass bei einem größer werdenden Anteil von alten Menschen, die zudem noch immer älter werden und dadurch pro Person auch immer höhere Kosten im Gesundswesen verursachen werden, in 10-20 Jahren sicher anders aussieht als heute. Oder der Umfang der Leistungen der gesetzlichen KV wird kontinuierlich reduziert und eine es findet eine Verschiebung in Richtung privater Zusatzversicherungen statt.

Vermutlich steigt der Steueranteil durch den Staat. Ich glaube nicht, dass in Zukunft Politik gegen die Hauptwählergruppe (GKV-versicherte Rentner) betrieben werden kann. Das ist ja heutzutage mit dem Auto ähnlich, jeder weiß, dass wir den Verkehr reduzieren müssen, aber keiner traut sich an ernsthafte Maßnahmen ran, weil die Autolobby wohl gleich nach der Rentnerlobby kommt.
Und vergiss nicht, dass als Rentner ja wieder quasi ein AG-Anteil vom RV-Träger übernommen wird. In Wirklich sind es ja zumindest 180 EUR pro Rentner, wobei der Rentner eben 90 EUR trägt und der RV-Träger nochmal 90 EUR. Die KVdR zahlt m.W. nichts zur PKV dazu, oder?

Und erzählt mir nichts von besseren Leistungen, wenn du wegen einer Herzattacke in die Notaufnahme gefahren wirst, checkt niemand erst mal deine Versicherungsunterlagen und entscheidet dann, ob wiederbeleben oder nicht.

Es geht auch nicht um solche Notfälle. Aber es soll auch genug Ärzte geben, die in ihren Fachgebieten jeweils absolute Spezialisten dind, aber zu denen du als gesetzlich Versicherter gar keinen Zugang bekommst oder nur gegen Privatrechnung.
Ich sag nur 3,5x facher Gebührensatz und mehr.

Meine Frau hat jahrelang bei einem anerkannten Facharzt gearbeitet, welcher als Koryphäe auf seinem Fachgebiet gilt. War Multi-Millionär, hat Vorträge gemacht usw. - da gab es keinerlei Unterschiede in der Behandlung zwischen gesetzlich und privat Versicherten. Der Arzt wusste nicht mal, wie der Patient versichert war und auch bei der Anmeldung gab es keine Unterschiede in der Terminvergabe. Ist ja auch verboten.
Ist aber eigentlich eh uninteressant. Wenn du eine 08/15-Krankheit hast, gibt es dafür auch einen festen optimalen Therapieweg, völlig egal, ob Facharzt oder ganz toller Facharzt. Wenn du etwas extrem seltenes hast, reißen sich eh die Unikliniken & Co. darum, dich behandeln zu dürfen.

Das ist halt etwas, was medizinische Laien häufig nicht verstehen. Das nutzen die privaten KVs zum Marketing und jemand ohne direkte Insights in den medizinischen Betrieb, fällt darauf rein.

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

Bin Selbstständig und noch in der GKV. Dem Vernehmen nach kommt man später ja auch schwerer aus der PKV wieder raus. Und ich bin jetzt auch nicht chronisch krank oder muss sonst überdurchschnittlich häufig zu einem Arzt. Von daher bleibe ich auch auf absehbare Zeit in der Gesetzlichen.

Habe vielleicht auch Glück mit den Ärzten, habe bisher noch nie überdurchschnittlich lange in einem Wartezimmer warten müssen.

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

WiWi Gast schrieb am 06.12.2019:

WiWi Gast schrieb am 06.12.2019:

Aber für Angestellte oder Selbständige ist die PKV doch Schwachsinn, oder?

Für alle ist PKV Schwachsinn, ausser für die Investoren.

Kein Beamter will gern in die PKV. Wenn sie so toll wäre warum wird der Beamte dann quasi dazu gezwungen (kein Arbeitgeberanteil sonst)? Mitte 50 darf man nicht mehr wechseln und dann beginnt die PKV die Beiträge zu erhöhen. Keiner weiß welche Rendite in 10 oder 20 Jahren rausgepresst werde soll, daher ist die Mitgliedschaft eigentlich eine Wette darauf, dass man davon kommt. Was wenn die PKV dann die Zwangsbeiträge für jeden auf 1000 mtl setzt? Warum gerade das Beamtentum eingesetzt wird um Investoren zu dienen versteht kein Mensch.

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

Ab 30 und mit mehr als einem Kind ist eine PKV langfristig nicht unproblematisch.
Wenn noch eine Ehefrau versichert werden muß, besser nicht. Es gilt Menge mal Preis.

Kann nur jedem empfehlen , sich selbst intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen, denn eine PKV ist wesentlich bindender als eine Ehe.

Wenn man es richtig und früh genug macht, ist eine PKV immer von Vorteil, da der Kundenkreis selektiert ist. Prekariat ist nun mal Kasse.

Ausdrücklich ist der Einschluss einer Chefarztbehandlung angeraten.
Abstand nehmen sollte man von den Tarifen mit sehr hohen Leistungen, da diese erfahrungsgemäß sehr teuer werden.

Ein Vorteil der GKV kann sein, daß man im Alter einkommensabhängig bezahlen muss, aber nur dann, wenn das Einkommen nicht so hoch ist.

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

Ich bin auch selbstständig und freiwillig in der GKV und würde niemals in die PKV wechseln, obwohl ich mir das problemlos leisten könnte. Ich hab einfach bei vielen Bekannten mitbekommen, wie die mit zunehmendem Alter gnadenlos ausgepresst wurden.

Am Anfang ist die PKV schön billig aber sobald man älter wird oder mal irgendwas hat (was ja eigentlich der Sinn einer Krankenversicherung ist) explodieren irgendwann die Beiträge und die Zahlungsbereitschaft der Krankenkasse bleibt trotzdem unterdurchschnittlich.

Den Gap zu den Leistungen der PKV decke ich über eine Zusatzversicherung fürs Krankenhaus ab (kostet mich 33 Euro im Monat) oder wenn ich wirklich mal zu einen echten Spezialisten muss, der nur Privatpatienten macht, dann zahle ich selbst (kam jetzt 2 mal vor, waren insgesamt gerade mal nen paar hundert Euro).

antworten
know-it-all

PKV sehr teuer für Selbständige

WiWi Gast schrieb am 07.12.2019:

Wenn man den Selbstbehalt auf die Monate verteilt, sind es doch auch ca. 150 EUR bzw. 300 EUR bei 2 Kindern. Das ist fast die Hälfte vom GKV-Höchstsatz. Der Anstieg ist 3 Prozent, das ist knapp oberhalb der Inflation. Vor allem ist man lebenslang sicher, dass man

Also mich hat es immer gestört, dass man als Gutverdiener aufgrund der Anpassung der BBG jedes Jahr automatisch immer mehr zahlen "durfte". Wenn ich jetzt die durchschnittliche annualisierte Beitragsanpassung in 9 Jahren PKV ausrechne, liege ich da auch nicht bei viel mehr als 3%. Dazu bekomme ich, da ich aufgrund guter Gesundheit keine Rechnungen einreichen muss, derzeit jedes Jahr knapp 1/4 meiner KV-Beiträge zurück (also fast die Hälfte von dem was ich dank 50% AG-Beitrag selbst zahle).
In der PKV fallen im Alter auch einige Beitragskomponenten weg, die das dann wieder billiger machen. Ab 60 entfällt bspw. die gesetzliche Portabilität (ca. 10% der Beiträge) und, sobald man Renter ist, auch das Krankentagegeld.

durch den Beitrag nicht überfordert wird, denn es ist immer ein Anteil vom laufenden Einkommen (ohne Vermögen usw.). Ich hatte gerade erst vor kurzem wieder so ein Interview mit einem "Fallen Angel" Ende 50, früher leitende Position, heute Bewerbung über Zeitarbeit als Kundenservicemitarbeiter. Wenn der jetzt in einem PKV-Tarif festhängen würde, dann würde über 50 Prozent vom Gehalt für die PKV drauf gehen.

Bedauerlich, aber wohl eher ein Einzelfall.

Für mich nicht relevant. Und wie gesagt, Kurssteigerungen oder Dividenden sind irrelevant.

Wenn du in der zweiten Hälfte deines Erwerbslebens weniger als 9/10 der Zeit gesetzlich krankenversichert warst, dann gilst du als freiwillig versicherter Rentner. Das bedeutet nichts anderes als dass du auch auf andere Einkunftsarten Krankenversicherungsbeiträge zahlen darfst. Das kann vor allem Spätzurückwechslern (PKV -> GKV) zum Verhängnis werden.

Vermutlich steigt der Steueranteil durch den Staat. Ich glaube nicht, dass in Zukunft Politik gegen die Hauptwählergruppe (GKV-versicherte Rentner) betrieben werden kann. Das ist ja heutzutage mit dem Auto ähnlich, jeder weiß, dass wir den Verkehr reduzieren müssen, aber keiner traut sich an ernsthafte Maßnahmen ran, weil die Autolobby wohl gleich nach der Rentnerlobby kommt.
Und vergiss nicht, dass als Rentner ja wieder quasi ein AG-Anteil vom RV-Träger übernommen wird. In Wirklich sind es ja zumindest 180 EUR pro Rentner, wobei der Rentner eben 90 EUR trägt und der RV-Träger nochmal 90 EUR. Die KVdR zahlt m.W. nichts zur PKV dazu, oder?

Doch die KVdR zahlt genauso 7,x % (also die Hälfte des Beitragssatzes) x Rente als Zuschuss auch für private Krankenversicherungen. Das bedeutet zwar, dass man als privatversicherter Rentner deutlich über die Hälfte des Beitrags allein zahlt, aber immerhin nicht 100%.

Meine Frau hat jahrelang bei einem anerkannten Facharzt gearbeitet, welcher als Koryphäe auf seinem Fachgebiet gilt. War Multi-Millionär, hat Vorträge gemacht usw. - da gab es keinerlei Unterschiede in der Behandlung zwischen gesetzlich und privat Versicherten. Der Arzt wusste nicht mal, wie der Patient versichert war und auch bei der Anmeldung gab es keine Unterschiede in der Terminvergabe. Ist ja auch verboten.

Nicht jeder Arzt arbeitet halt so. Die vielen Privatpraxen in Düsseldorf lassen grüßen...

Ist aber eigentlich eh uninteressant. Wenn du eine 08/15-Krankheit hast, gibt es dafür auch einen festen optimalen Therapieweg, völlig egal, ob Facharzt oder ganz toller Facharzt. Wenn du etwas extrem seltenes hast, reißen sich eh die Unikliniken & Co. darum, dich behandeln zu dürfen.

Und weil hier einige geschrieben haben, dass man als Privatversicherter immer die Dividenden der Aktionäre mitzahle. Einerseits gibt es ja auch nicht gewinnorientierte Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit, darunter viele Anbieter von PKVen. Und wen hindert es denn, die in jungen Jahren gesparten Beiträge selbst in Aktien zu investieren und dann im Alter mit den Dividenden die Beiträge zu stemmen?

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

Bitte bildet euch selbst!! intensiv!! Die Beiträge der Leute hier spiegeln die Meinung meiner Eltern wieder welche sich grob vor etlichen Jahren mal kurz "informiert" haben.

Es werden mittlerweile Rücklagen gebildet und die Beiträge im Alter können gar nicht "explodieren".
Leben und Leben lassen, aber eure Bauernwirtschaftsaussagen könnt ihr euch sparen.
"Das Lohnt sich für niemanden" "Für ALLE schwachsinn" sind nicht representativ für alle.

Ich bin mit 22 in die PKV und zahle nach Rückerstattungen die letzten Jahre im average 70€ im Monat vs Höchstbetrag GKV (4XX€)?

Die Einsparungen habe ich investiert und selbst wenn meine PKV irgendwann mal teurer wird als die GKV, habe ich ca 230k an Rücklagen aufgebaut lol

Bei der GKV werden die einkommensschwachen querfinanziert. Macht euch selbst schlau

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

WiWi Gast schrieb am 07.12.2019:

Bitte bildet euch selbst!! intensiv!! Die Beiträge der Leute hier spiegeln die Meinung meiner Eltern wieder welche sich grob vor etlichen Jahren mal kurz "informiert" haben.

Es werden mittlerweile Rücklagen gebildet und die Beiträge im Alter können gar nicht "explodieren".
Leben und Leben lassen, aber eure Bauernwirtschaftsaussagen könnt ihr euch sparen.
"Das Lohnt sich für niemanden" "Für ALLE schwachsinn" sind nicht representativ für alle.

Ich bin mit 22 in die PKV und zahle nach Rückerstattungen die letzten Jahre im average 70€ im Monat vs Höchstbetrag GKV (4XX€)?

Die Einsparungen habe ich investiert und selbst wenn meine PKV irgendwann mal teurer wird als die GKV, habe ich ca 230k an Rücklagen aufgebaut lol

Bei der GKV werden die einkommensschwachen querfinanziert. Macht euch selbst schlau

Deine Rechnung funktioniert nur, wenn du die meiste Zeit deines Lebens gesund bleibst. Sonst nicht. Und der Sinn einer KV ist ja eigentlich sie für Krankheitsfälle zu haben. Rechne das mal durch.

antworten
Ein KPMGler

PKV sehr teuer für Selbständige

Also ich bin großer Fan der PKV.
Und ich merke auch immer wieder, das es tatsächlich eine derbe 2-Klassen-Medizin ist.
Wann immer ich oder meine Kinder akute Probleme haben, hat jeder Facharzt (selbst die exotischen Fachrichtungen) sofort Termine verfügbar.

Meine Frau ist in der GKV und da ist es schon echt übel. Immer über den Hausarzt gehen und eine Überweisung holen... alleine das kostet schon mal ne Woche.

Und ja, ich bezahle auch jetzt aktuell bewußt mehr zur Rücklagenbildung, damit ich im Alter weniger bzw. nicht mehr bezahlen muss.

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

Ein KPMGler schrieb am 07.12.2019:

Also ich bin großer Fan der PKV.
Und ich merke auch immer wieder, das es tatsächlich eine derbe 2-Klassen-Medizin ist.
Wann immer ich oder meine Kinder akute Probleme haben, hat jeder Facharzt (selbst die exotischen Fachrichtungen) sofort Termine verfügbar.

Meine Frau ist in der GKV und da ist es schon echt übel. Immer über den Hausarzt gehen und eine Überweisung holen... alleine das kostet schon mal ne Woche.

Und ja, ich bezahle auch jetzt aktuell bewußt mehr zur Rücklagenbildung, damit ich im Alter weniger bzw. nicht mehr bezahlen muss.

Also ich bin in der GKV. Ich gehe nie extra zum Hausarzt um eine Überweisung zu holen, wenn schon vorher klar ist, das ich zum Facharzt muss, und ich hatte noch nie Probleme einen sehr naheliegenden Termin zu kriegen und ich war schon so einige Male krank.

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

WiWi Gast schrieb am 07.12.2019:

Bitte bildet euch selbst!! intensiv!! Die Beiträge der Leute hier spiegeln die Meinung meiner Eltern wieder welche sich grob vor etlichen Jahren mal kurz "informiert" haben.

Es werden mittlerweile Rücklagen gebildet und die Beiträge im Alter können gar nicht "explodieren".
Leben und Leben lassen, aber eure Bauernwirtschaftsaussagen könnt ihr euch sparen.
"Das Lohnt sich für niemanden" "Für ALLE schwachsinn" sind nicht representativ für alle.

Ich bin mit 22 in die PKV und zahle nach Rückerstattungen die letzten Jahre im average 70€ im Monat vs Höchstbetrag GKV (4XX€)?

Die Einsparungen habe ich investiert und selbst wenn meine PKV irgendwann mal teurer wird als die GKV, habe ich ca 230k an Rücklagen aufgebaut lol

Bei der GKV werden die einkommensschwachen querfinanziert. Macht euch selbst schlau

Deine Rechnung funktioniert nur, wenn du die meiste Zeit deines Lebens gesund bleibst. Sonst nicht. Und der Sinn einer KV ist ja eigentlich sie für Krankheitsfälle zu haben. Rechne das mal durch.

Wie gesagt, die Rücklagen sichern das locker ab und es ist auch nicht so dass wenn ich krankwerde der Beitrag von 70 auf 7000€ im Monat steigt ;) und im worst Case Fall ich durch sabatical oder Ausland Job zurück!

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

know-it-all schrieb am 07.12.2019:

durch den Beitrag nicht überfordert wird, denn es ist immer ein Anteil vom laufenden Einkommen (ohne Vermögen usw.). Ich hatte gerade erst vor kurzem wieder so ein Interview mit einem "Fallen Angel" Ende 50, früher leitende Position, heute Bewerbung über Zeitarbeit als Kundenservicemitarbeiter. Wenn der jetzt in einem PKV-Tarif festhängen würde, dann würde über 50 Prozent vom Gehalt für die PKV drauf gehen.

Bedauerlich, aber wohl eher ein Einzelfall.

Sorry, aber das kann man wirklich nicht so stehen lassen. Es gibt sogar Statistiken mit realen Zahlen, welchen den Einkommenspeak bei 45 sehen. Niemand, wirklich niemand, wartet auf die Leute ab Mitte 50, selbst bei Fachkräftemangel nicht.

Die Chefs, welche schon heute eher 40 und jünger sind, nehmen ältere Mitarbeiter nicht für voll. Das erlebe ich immer und immer und immer wieder. Der ist älter, war früher mal was, will heute unter mir arbeiten? Da ist was faul. Lieber den jungen, formbaren Mitarbeiter mit 2-10 Jahren Berufserfahrung.

Ich bin regelmäßig bei Personalentscheidungen mit dabei, wobei ich eben nicht entscheiden darf, sondern nur empfehlen darf. Ich sehe aber auch alle Bewerbungen und das Muster von Führungskraft zur Einstiegsstelle oder von Führungskraft zu Zeitarbeiter ist sehr typisch. Ebenso die Einstellung der jüngeren Chefs, die nehmen diese alten Leute nicht ernst. Die denken, diese Leute können nicht mal einen Computer starten. Da können die Fakten objektiv sonst wie dagegen sprechen und da weiße ich oft bei solchen Mitarbeitern darauf hin, weil mir das auch ehrlich Leid tut, doch da führt kein Weg rein. Ich würde hier wirklich jedem dringendst empfehlen, nicht damit zu rechnen, dass man bis 63 einen festen und sicheren Job hat, wenn man mehr als Handwerker oder einfacher Sachbearbeiter ist. Denn die Realität ist eine ganz andere.

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

know-it-all schrieb am 07.12.2019:

Nicht jeder Arzt arbeitet halt so. Die vielen Privatpraxen in Düsseldorf lassen grüßen...

Hoffen wir das mal, dass es in Düsseldorf speziell anders ist. Bei uns hat auch eine Ärztin umfirmiert von normalem Arzt zu Privatarzt. Zum Krankschreibung holen war sie gut, Bewertungen im Internet eher schlecht. Ihre Standardantwort, bleiben sie eine Woche zuhause und trinken sie Tee. Laut einiger Bewertungen im Internet war das wohl auch die Standardantwort bei schlimmeren Krankheiten, deswegen kam es da zu verschleppten Diagnosen. Naja, sie hat irgendwas mit ganzheitlich und so mit aufgenommen in den Namen der Praxis und es zu einer Privatpraxis gemacht. Wir mussten da immer schmunzeln und sind eigentlich davon ausgegangen, dass sie ihre Kassenzulassung verloren hat. :-D

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

know-it-all schrieb am 07.12.2019:

Und wen hindert es denn, die in jungen Jahren gesparten Beiträge selbst in Aktien zu investieren und dann im Alter mit den Dividenden die Beiträge zu stemmen?

900-1.400 EUR bei der PKV vs. maximal 662 EUR bei der GKV. Das ist der Grund. Da investiere ich das gesparte Geld lieber als GKV-Versicherter und im Fall der Fälle könnte ich mir auch mal einen Privatarzt gönnen. Ist bisher noch nie nötig gewesen.

Im Alter wird es noch wilder, 1.000 EUR PKV vs. 90 EUR GKV. Da kann ich aus der laufenden Differenz so einige Privatärzte im Monat aufsuchen. Man muss ja mal realistisch schauen, was ein Privatarzt wirklich abrechnen darf. Kleiner Tipp, ein KFZ-Meister verlangt meist mehr. Röntgenbild für unter 10 Euro oder eine Magenspiegelung, was m.E. eine größere Sache ist, für 150-250 Euro. Das kann man auch problemlos selbst bezahlen, falls es notwendig ist und die Kassenbehandlung aus welchem Grund auch immer nicht ausreichend wäre.

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

Seltsamer Weise liegen meine Rechnungen meistens bei einigen hundert bis einigen tausend Euros. Das dürfte es Deiner Meinung nach wohl nicht geben?

WiWi Gast schrieb am 08.12.2019:

know-it-all schrieb am 07.12.2019:

Und wen hindert es denn, die in jungen Jahren gesparten Beiträge selbst in Aktien zu investieren und dann im Alter mit den Dividenden die Beiträge zu stemmen?

900-1.400 EUR bei der PKV vs. maximal 662 EUR bei der GKV. Das ist der Grund. Da investiere ich das gesparte Geld lieber als GKV-Versicherter und im Fall der Fälle könnte ich mir auch mal einen Privatarzt gönnen. Ist bisher noch nie nötig gewesen.

Im Alter wird es noch wilder, 1.000 EUR PKV vs. 90 EUR GKV. Da kann ich aus der laufenden Differenz so einige Privatärzte im Monat aufsuchen. Man muss ja mal realistisch schauen, was ein Privatarzt wirklich abrechnen darf. Kleiner Tipp, ein KFZ-Meister verlangt meist mehr. Röntgenbild für unter 10 Euro oder eine Magenspiegelung, was m.E. eine größere Sache ist, für 150-250 Euro. Das kann man auch problemlos selbst bezahlen, falls es notwendig ist und die Kassenbehandlung aus welchem Grund auch immer nicht ausreichend wäre.

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

WiWi Gast schrieb am 08.12.2019:

Seltsamer Weise liegen meine Rechnungen meistens bei einigen hundert bis einigen tausend Euros. Das dürfte es Deiner Meinung nach wohl nicht geben?

Da müsste man jetzt wissen, von welchen Leistungen du hier sprichst. Meist sind Standartuntersuchungen, zu denen auch Magen/Darmspiegelung gehört überraschend günstig. Reden wir von richtigen Operationen im Krankenhaus können die Kosten schon ganz anders aussehen. Medikamente das Selbe. Manches Zeug ist relativ günstig, anderes kann auch pro Packung bzw. Injektion mehrere hundert oder sogar tausende von Euros kosten. Habe eine Bekannte, die bekahm ein spezielles Mittel, das damals ganz neu auf dem Markt, als sie also Notfall ins Krankenhaus musste. Kosten pro Spritze 100k. Kein Witz. Sie hatte drei davon. War gesetzlich versichert. Sie hatte Glück, die haben die Kosten übernommen. Bezahl das mal selbst. Viel Spaß.

WiWi Gast schrieb am 08.12.2019:

know-it-all schrieb am 07.12.2019:

Und wen hindert es denn, die in jungen Jahren gesparten Beiträge selbst in Aktien zu investieren und dann im Alter mit den Dividenden die Beiträge zu stemmen?

900-1.400 EUR bei der PKV vs. maximal 662 EUR bei der GKV. Das ist der Grund. Da investiere ich das gesparte Geld lieber als GKV-Versicherter und im Fall der Fälle könnte ich mir auch mal einen Privatarzt gönnen. Ist bisher noch nie nötig gewesen.

Im Alter wird es noch wilder, 1.000 EUR PKV vs. 90 EUR GKV. Da kann ich aus der laufenden Differenz so einige Privatärzte im Monat aufsuchen. Man muss ja mal realistisch schauen, was ein Privatarzt wirklich abrechnen darf. Kleiner Tipp, ein KFZ-Meister verlangt meist mehr. Röntgenbild für unter 10 Euro oder eine Magenspiegelung, was m.E. eine größere Sache ist, für 150-250 Euro. Das kann man auch problemlos selbst bezahlen, falls es notwendig ist und die Kassenbehandlung aus welchem Grund auch immer nicht ausreichend wäre.

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

Glauben die Postet hier ernsthaft dass jemand der mit <25 in die PKV ist, im Alter Beiträge von 1700€ im Monat hat? Informiert euch doch erstmal bevor Ihr so einen Schwachsinn postet... Aber klar die deutsche Angstmasche greift und bringt euch dazu den Höchstsatz in die GKV zu bezahlen. Selbes Schema mit der BU.

Und nochmal für alle PKV Hetzer:
In 5-10 Jahren wird das System sowieso verschmolzen zwischen GKV und PKV und bis dahin können noch schön Beiträge gespart werden
oder im worst case macht man einen Sabatical / Altersteilezeit / Expart und fällt automatisch in die GKV zurück

aber zahlt nur brav eure Beiträge in dem Glauben Ihr macht alles richtig und alle anderen sind blöd :)

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

Bin seit über 20 Jahren als Selbständiger in der PKV und habe jährlich die Ersparnis gegenüber der GKV berechnet. Bin inzwischen bei über 100 TEUR angekommen. In die Verlustzone kann ich nicht mehr geraten.

Übrigens höhere Beiträge als rd. 800 EUR habe ich in der PKV noch nicht gesehen, was ja in etwa dem Höchstsatz GKV entspricht. Allerdings sehe ich berufsbedingt keine Hochleistungstarife für Angestellte. Da soll es ja so etwas geben.
Schaut euch alleine mal die PV an. GKV Höchstsatz ist inzwischen 149,74 EUR. Privat zahle ich so um 50 EUR. Der selektierte Kundenkreis macht es möglich, mehr für weniger Geld zu bieten.

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

Ich schaue mir das Thema seid 2005 an. Früher selbst privat versichert bei den Eltern.

2005/2006 hat die PKV noch in großen Tönen gespuckt dass die GKV abgeschafft wird etc. pp.
Im Jahr 2019 (und seid mittlerweile > 5 Jahren) schaut es ganz anders aus.
Die Neueintritte bei der PKV bei den Angestellten (nicht Beamten) sind massiv gesunken und seid Jahren rückläufig. Dazu kommt die Niedrigzinsphase, welche immer noch nicht eingepreist ist in den monatlichen Kosten der Beitragszahler.

Die PKV hat ein massives Problem, dass keine jungen mehr eintreten. Siehe auch die Versicherungsmakler und einschlägige Statisktiken wo das PKV Neugeschäft mittlerweile seid Jahren "ganz hinten" in der Abschlußstatistik steht. Stattdessen wird mittlerweile mehr auf BU Versicherungen gesetzt.

Hinzu kommt das sich in den letzen Jahren bei der PKV immer mehr eingeschlichen hat das Rechnung "einfach so durchgewunken" werden. Sondern mittlerweile öfters der Rotstift angesetzt wird.

Die Zeiten haben sich in den letzten 10 Jahren definitiv geändert.

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

WiWi Gast schrieb am 08.12.2019:

Dazu kommt die Niedrigzinsphase, welche immer noch nicht eingepreist ist in den monatlichen Kosten der Beitragszahler.

Ich befürchte auch, daß die PKV zu einem umlagefinanzierten System wie die GKV verkommt.

antworten
know-it-all

PKV sehr teuer für Selbständige

Leider sind hier, wie meist in Threads mit dem Thema "PKV", wieder mal alle typischen Klischees usw. vertreten (natürlich in beiden Richtungen).

  • Pauschalisierung von (bedauernswerten) Einzelfällen.
  • Beispiele, die man "vom Hörensagen" kennt, werden als repräsentativ für alle PKV-Versicherten dargestellt und verargumentiert.
  • Beispiele bei denen eine PKV angeblich günstiger ist und gleichzeitig noch bessere Leistungen bietet (dabei kann das per-se nicht funktionieren)
  • Verharmlosung von Arztkosten - der beste Beitrag hierzu war das Statement, dass ein Arzt für weniger arbeitet als ein Kfz-Meister. Dabei geht es aber nicht um die Behandlung eines Schnupfens und auch nicht um eine Darmspiegelung. Bei den wirklich schlimmen Krankheiten mit mehrwöchtiger/-monatlicher Behandlung ist man schnell bei vierstelligen Beträgen oder noch darüber.
  • Wenig belastbare Informationen über reale PKV-Beiträge im Alter. Und selbst wenn man braucht man die ganze Story dahinter. Denn oft gibt es besonders günstige Lockvogeltarife, deren geringe Beiträge letztendlich über eine unzureichende Berechnung von Altersrückstellungen erzielt werden. Kein Wunder, dass solche Verträge im Alter dann sehr teuer werden können. Es gibt aber genauso gut seriös kalkulierte Tarife, bei denen man entsprechend einen langsameren Anstieg der Beiträge erwarten darf.
  • Wirkung einseitiger medialer Berichtserstattung. Man hört/liest in den Medien allgemein nur über Leute, die mit ihrer PKV, aus welchen Gründen auch immer, unzufrieden sind. Es wäre ja auch langweilig in Zeitungsartikeln den zufriedenen Versicherten einen Platz zur Äußerung einzuräumen.
  • "Verharmlosung" der GKV-Beiträge als Rentner. Wer als gut verdienender Angestellter in Rente geht, hat entsprechend auch höhere Rentenansprüche als die hier mal als Beispiel angeführten 1.200 EUR. Meine Rentenprognose mit 1%-iger Steigerung liegt bei ~3.200 EUR. Beim aktuellen Beitragssatz 15,5% würde ich dann auch 496 EUR p.M. Beiträge zur GKV zahlen; als Eigenanteil also rund 250 EUR. Mit der PKV werden es - da bin ich realistisch - sicher mehr sein. Aber dennoch liegen diese GKV-Beiträge doch deutlich oberhalb der hier mal als Beispiel aufgeführten 90 EUR Eigenanteil. Wenn ich als PKV und GKV vergleiche, dann doch bitte mit realistischen Werten. Der Bezieher einer kleinen Rente wird im Erwerbsleben nie die Möglichkeit gehabt haben, überhaupt in die PKV zu wechseln.
  • der Glaube, dass eine Zusatzversicherung doch eine günstige Ergänzung zur GKV sei und die Lücke im Leistungsumfang schließt. Dabei wird einerseits verdrängt, dass Zusatzbeiträge oft ohne Altersrückstellungen kalkuliert sind, sondern altersabhängig typischerweise deutlich ansteigen. Die Lückenschließung im stationären Bereich (Krankenhaus-Extras wie Einzelzimmer und Wahlarztbehandlung) mag so möglich sein, aber bei ambulatenen Behandlungen habe ich noch keine Tarife gesehen, die mit dem Leistungsumfang einer guten privaten Vollversicherung aufwarten können.

Ich habe gestern als Beispiel mal ausgerechnet, dass meine PKV-Beiträge seit 2012 im Mittel um 3,6% im Jahr gestiegen sind (unter Berücksichtigung der anstehenden Erhöhung von 10,5% zum 01.01.2020); absolut um etwa 37%. Dabei hatte ich mehrere Jahre mit stabilen Beiträge ohne Anpassung und auch 3 größere "Sprunganstiege".
Vergleichsrechnung GKV:

  • 2012: Standardbeitragssatz 15,5% x BBG 3.825 EUR p.M = 592,88 EUR
  • 2020: Standardbeitragssatz 15,7% x BBG 4.687,50 p.M. = 735,94 EUR (gerechnet mit 1,1% individuellem Zusatzbeitrag)

Der Anstieg der GKV-Beiträge im gleichen Zeitraum beträgt damit immerhin 24%.

Mein eigener bescheinigter Monatsbeitrag liegt ab 2020 ca. 180 EUR unter dem Höchstsatz der GKV. Selbst mein privat versichertes Kind passt da noch vollständig mit rein, so dass sich mein AG hälftig an den Kosten beteiligt.

Außerdem bekomme ich durch jährliche Vorauszahlung der Versicherung noch 3% Nachlass auf den gesamten Zahlbeitrag. Vom Arbeitgeber erhalte ich jedoch als AG-Anteil die vollen 50% des bescheinigten Monatsbeitrages. Somit zahle ich effektiv nur 47% meines Soll-Beitrages aus eigener Tasche. Der Nachlass bezogen auf meinen Soll-Eigenanteil beträgt damit 6%. Erfordert natürlich etwas Liquidität wenn die Versicherung am Jahresanfang gleich mal >7.000 EUR abbucht :)

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

Vergesst auch mal nicht, dass die PKV-Beiträge steuerlich in der Regel irrelevant sind, soweit sie über die Basisversorgung hinausgehen.

Deshalb kann man ein PKV-Beitrag von 600 überhaupt nicht vergleichen mit dem GKV-Maximum von 800. Unterm Strich dürfte der PKV-Versicherte nur wenige Euro besser sein, falls überhaupt.

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

WiWi Gast schrieb am 09.12.2019:

Vergesst auch mal nicht, dass die PKV-Beiträge steuerlich in der Regel irrelevant sind, soweit sie über die Basisversorgung hinausgehen.

Deshalb kann man ein PKV-Beitrag von 600 überhaupt nicht vergleichen mit dem GKV-Maximum von 800. Unterm Strich dürfte der PKV-Versicherte nur wenige Euro besser sein, falls überhaupt.

Kannst du bitte dazu eine Beispielrechnung aufmachen? Mir leuchtet noch nicht ein, worauf du hinaus willst

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

Dann gebe ich (seit ca. 8 Jahren PKV versichert, vorher GKV) auch mal meinen Senf dazu:

  • Ja, PKV ist - wenn man einen ordentlichen Tarif mit guten Leistungen nimmt - nicht wesentlich günstiger als GKV Höchstsatz

  • Wenn Kinder zu 100% privat versichert werden müssen, wird es richtig teuer in der PKV

  • ABER: Die Leistungen sind um Klassen besser. Insbesondere das Thema Terminvergabe beim Facharzt ist für mich ausschlaggebend: Beispiel gefällig? Ich musste in die Röhre, angerufen und einen Tag später Termin bekommen. Meine Mutter musste zur selben Zeit in die Röhre, hat erst im nächsten Quartal einen Termin bekommen. Zudem: Die PKV zahlt Brillen komplett, Zahnersatz komplett usw.

Fazit: Ja es sind vielleicht 100 oder 200 Euro mehr im Monat in der PKV, aber das ist es mir wert. Ich glaube auch nicht, dass Zusatzversicherungen eine Alternative wären. Im Fall des Falles muss man sich dann mit zwei Ansprechpartnern (GKV und Zusatzversicherung) auseinandersetzen. Und gegen Preissteigerungen im Alter kann man bei manchen PKV bereits jetzt freiwillig mehr einzahlen, um dann im Alter weniger zu bezahlen (es werden zusätzliche Rücklagen noch über die gesetzlichen Rücklagen hinaus gebildet).

antworten
know-it-all

PKV sehr teuer für Selbständige

WiWi Gast schrieb am 09.12.2019:

Kannst du bitte dazu eine Beispielrechnung aufmachen? Mir leuchtet noch nicht ein, worauf du hinaus willst

Es geht darum, dass GKV-Beiträge (abzüglich eines kleines rechnerischen Anteils von, glaube ich, 4% für das Krankengeld) als Vorsorgeaufwand steuerlich geltend machen kann. Dadurch reduziert sich das zu versteuernde Einkommen und dadurch die Einkommensteuer. Als AN merkst du das i.d.R. nicht, da die Abzugsmöglichkeit bereits in den Lohn- und Gehaltsabrechnungsprogrammen berücksichtigt ist. D.h. man bekommt das Geld nicht später wieder, sondern es wird schon von vornherein weniger Lohnsteuer vom Bruttolohn einbehalten.
Als Privatversicherter kannst du auch deine Krankenversicherungsbeiträge als Vorsorgeaufwand geltend machen, jedoch nur den auf die "Basisabsicherung" (=ca. Leistungsniveau der GKV) entfallenden Anteil. Beitragsanteile, die in der Kalkulation auf Wahlleistungen entfallen (Einbettzimmer, Wahlarzt usw.) können hingegen nicht als Vorsorgeaufwand abgezogen machen. Bei einfachen PKV-Tarifen ist der Anteil für Basisvorsorge am Gesamtbeitrag entsprechend recht groß; bei Komfort-Tarifen naturgemäß hingegen eher geringer.
Bei mir sind es knapp 80% des Beitrages. Das ganze ist tarifabhängig und eine Beispielrechnung macht da nicht ganz so viel Sinn.

Für die PKV spricht diesbezüglich, dass der Vorsorgeaufwand aus der Krankenversicherung noch unter der Vorsorgepauschale (1.900 EUR p.a. für ledige Arbeitnehmer, 3.800 EUR bei Verheirateten) liegt. Somit können Vorsorgeaufwedungen aus anderen Versicherungen (Kfz-Haftpflicht, BUV, Privathaftpflicht) noch steuermindernd angesetzt werden.

Die steuerliche Abzugsfähigkeit für Vorsorgeaufwand ist nämlich per Gesetz auf maximal die Vorsorgepauschale begrenzt. Lediglich die KV-/und PV-Beiträge sind von dieser Deckelung ausgenommen und dürften vollständig abgezogen werden. Ein gut verdienender GKV-Versicherter hat somit schon mehr als 4.000 EUR Vorsorgeaufwand nur aus der GKV und kann dadurch keine anderen Versicherungskosten steuerlich geltend machen.

antworten
know-it-all

PKV sehr teuer für Selbständige

know-it-all schrieb am 09.12.2019:

Bei mir sind es knapp 80% des Beitrages. Das ganze ist tarifabhängig und eine Beispielrechnung macht da nicht ganz so viel Sinn.

Gemeint war, dass 80% meines Beitrages auf "Basisvorsorge" entfallen und damit als Vorsorgeaufwand steuerlich ansetzbar sind.

Vergessen hatte ich noch zu erwähnen, dass auch Beitragsrückerstattungen (BRE) der privaten Krankenversicherung vom ansetzbaren Vorsorgeaufwand abgezogen werden müssen und dadurch i.d.R. zu einer höheren Einkommensteuer führen.
De facto muss man also einen Teil der BRE an das Finanzamt zahlen.

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

know-it-all schrieb am 09.12.2019:

WiWi Gast schrieb am 09.12.2019:

Kannst du bitte dazu eine Beispielrechnung aufmachen? Mir leuchtet noch nicht ein, worauf du hinaus willst

Es geht darum, dass GKV-Beiträge (abzüglich eines kleines rechnerischen Anteils von, glaube ich, 4% für das Krankengeld) als Vorsorgeaufwand steuerlich geltend machen kann. Dadurch reduziert sich das zu versteuernde Einkommen und dadurch die Einkommensteuer. Als AN merkst du das i.d.R. nicht, da die Abzugsmöglichkeit bereits in den Lohn- und Gehaltsabrechnungsprogrammen berücksichtigt ist. D.h. man bekommt das Geld nicht später wieder, sondern es wird schon von vornherein weniger Lohnsteuer vom Bruttolohn einbehalten.
Als Privatversicherter kannst du auch deine Krankenversicherungsbeiträge als Vorsorgeaufwand geltend machen, jedoch nur den auf die "Basisabsicherung" (=ca. Leistungsniveau der GKV) entfallenden Anteil. Beitragsanteile, die in der Kalkulation auf Wahlleistungen entfallen (Einbettzimmer, Wahlarzt usw.) können hingegen nicht als Vorsorgeaufwand abgezogen machen. Bei einfachen PKV-Tarifen ist der Anteil für Basisvorsorge am Gesamtbeitrag entsprechend recht groß; bei Komfort-Tarifen naturgemäß hingegen eher geringer.
Bei mir sind es knapp 80% des Beitrages. Das ganze ist tarifabhängig und eine Beispielrechnung macht da nicht ganz so viel Sinn.

Für die PKV spricht diesbezüglich, dass der Vorsorgeaufwand aus der Krankenversicherung noch unter der Vorsorgepauschale (1.900 EUR p.a. für ledige Arbeitnehmer, 3.800 EUR bei Verheirateten) liegt. Somit können Vorsorgeaufwedungen aus anderen Versicherungen (Kfz-Haftpflicht, BUV, Privathaftpflicht) noch steuermindernd angesetzt werden.

Die steuerliche Abzugsfähigkeit für Vorsorgeaufwand ist nämlich per Gesetz auf maximal die Vorsorgepauschale begrenzt. Lediglich die KV-/und PV-Beiträge sind von dieser Deckelung ausgenommen und dürften vollständig abgezogen werden. Ein gut verdienender GKV-Versicherter hat somit schon mehr als 4.000 EUR Vorsorgeaufwand nur aus der GKV und kann dadurch keine anderen Versicherungskosten steuerlich geltend machen.

Das ist interessant zu hören. Ich bin gut verdienender PKV-versicherter Angestellter und bei mir heißt es im Steuerprogramm und im Steuerbescheid immer, dass der Höchstbetrag für Vorsorge bereits mit dem PKV Beitrag überschritten sei und ich deshalb nichts weiter angeben könne bzw. dies keinen weiteren Effekt haben würde.

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

Was die Befürworter der GKV vergessen ist, dass es nicht einmal beim GKV-Höchstsatz bleibt, sondern noch ganz erhebliche Zusatzkosten durch Zusatzversicherungen dazukommen, wenn man halbwegs vernünftige Leistungen erhalten möchte. Eine Zahnzusatzversicherung und eine private Zusatzversicherung für Krankenhaus (mit Chefarzt) halte ich für obligatorisch. Damit landet man, den GKV-Höchstsatz unterstellt, bei rund 1.000 EUR/Monat für eine Person. Auch dieses Paket deckt jedoch nicht alles ab - und das ist der Knackpunkt: Es gibt keine vernünftigen Zusatzversicherungen für den ambulanten Bereich. Trotz der 1.000 EUR im Monat ist man ambulant immer noch auf Kassenniveau.

Häufig werden hier angebliche Ersparnisse durch die PKV angesprochen. Darum geht es aber im Regelfall garnicht, sondern um die besseren Leistungen. Höhererwertige PKV-Tarife sind natürlich nicht billig. Man bekommt aber definitiv deutlich bessere Leistungen. Insoweit verbietet sich der Vergleich mit der GKV ohne Zusatzversicherungen. Die Aufstockung der GKV durch Zusatzversicherungen ist jedoch nicht nur extrem teuer, sondern es ist garnicht möglich, die GKV wirklich auf das Niveau einer guten PKV aufzustocken, selbst wenn man insgesamt 1.000 EUR im Monat dafür aufwendet. Kunden, die eine hochwertige Versorgung wollen, kommen mithin an der PKV-Vollversicherung garnicht vorbei. Demjenigen, der nur Beiträge sparen will, ist hingegen sicherlich davon abzuraten.

antworten
know-it-all

PKV sehr teuer für Selbständige

WiWi Gast schrieb am 09.12.2019:

Das ist interessant zu hören. Ich bin gut verdienender PKV-versicherter Angestellter und bei mir heißt es im Steuerprogramm und im Steuerbescheid immer, dass der Höchstbetrag für Vorsorge bereits mit dem PKV Beitrag überschritten sei und ich deshalb nichts weiter angeben könne bzw. dies keinen weiteren Effekt haben würde.

Das ist naturgemäß sehr individuell, u.a. abhängig von folgenden Variablen:

  • Anteil der Basisvorsorge im Tarifbeitrag der PKV
  • rückerstatte Beiträge der PKV (=mindern den Vorsorgeaufwand)
  • bei Verheirateten: Berücksichtigung der Vorsorgeaufwendungen des Ehepartners; die Vorsorgepauschale gilt dann als gemeinsamer Betrag von 3.800 EUR (2 x 1.900 EUR). Auch die GKV-(oder PKV) Beiträge des Ehepartners werden dagegen angerechnet. Hat man bspw. einen gutverdienden gesetzlich versicherten Ehepartner, dann "verbrauchen" dessen KV-Beiträge bereits die Vorsorgepauschale weitgehend oder vollständig.

Theoretisch kann man als PKV-Versicherter Beiträge für mehrere Jahre im voraus zahlen. Dann hat man im Jahr der PKV-Vorauszahlung einen großen anrechenbaren Vorsorgeaufwand und in den Folgejahren kann man dann andere Versicherungsbeiträge anrechnen.
Beispiel: in geraden Jahren zahlt man die PKV für 2 Jahre im Voraus.
In ungeraden Jahren bspw. die BU für 2 Jahre im Voraus.
Dann kann man insgesamt mehr Vorsorgeaufwendungen steuerlich geltend machen. Natürlich müssen sich die Versicherungsgesellschaften aber darauf einlassen. Und mal eben einen 5stelligen Beitrag KV-Beiträge im Voraus zahlen, möchte vielleicht auch nicht jeder :-)

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

WiWi Gast schrieb am 08.12.2019:

Seltsamer Weise liegen meine Rechnungen meistens bei einigen hundert bis einigen tausend Euros. Das dürfte es Deiner Meinung nach wohl nicht geben?

WiWi Gast schrieb am 08.12.2019:

know-it-all schrieb am 07.12.2019:

Und wen hindert es denn, die in jungen Jahren gesparten Beiträge selbst in Aktien zu investieren und dann im Alter mit den Dividenden die Beiträge zu stemmen?

900-1.400 EUR bei der PKV vs. maximal 662 EUR bei der GKV. Das ist der Grund. Da investiere ich das gesparte Geld lieber als GKV-Versicherter und im Fall der Fälle könnte ich mir auch mal einen Privatarzt gönnen. Ist bisher noch nie nötig gewesen.

Im Alter wird es noch wilder, 1.000 EUR PKV vs. 90 EUR GKV. Da kann ich aus der laufenden Differenz so einige Privatärzte im Monat aufsuchen. Man muss ja mal realistisch schauen, was ein Privatarzt wirklich abrechnen darf. Kleiner Tipp, ein KFZ-Meister verlangt meist mehr. Röntgenbild für unter 10 Euro oder eine Magenspiegelung, was m.E. eine größere Sache ist, für 150-250 Euro. Das kann man auch problemlos selbst bezahlen, falls es notwendig ist und die Kassenbehandlung aus welchem Grund auch immer nicht ausreichend wäre.

Dann wünsche ich dir zunächst mal eine gute Besserung deiner Krankheit, weil es dann wohl doch etwas Ernsteres ist. Und nein, ein Tausender hier und ein Tausender da wären kein Problem für mich. Im Alter ist das ja alleine schon die monatliche Differenz GKV zu PKV.

Ich habe beim Augenarzt irgend so eine Art Vorsorgeuntersuchung auf Selbstzahlerbasis, die kostet 40 Euro alle zwei-drei Jahre. Und da ist auch irgend ein teures technisches Gerät involviert und Auswertungs- und Erklärungsaufwand vom Arzt. Und wie üblich kommt da auch jedes Mal heraus, dass alles gut ist. Die Untersuchung ist also im Prinzip sinnlos, aber gut, die paar Euro stören mich nicht.

Ich glaube aber, mancher hier haben auch ganz konkret falsche Vorstellungen davon, was Medizin kann und was nicht. Die mit Abstand wichtigsten Themen sind Sport, kein Alkohol, nicht Rauchen, gesunde Ernährung mit wenig Fleisch, gute soziale Kontakte (Partner, Kinder, Familie, Freunde) und ein stressfreies Leben. Medikamente, ob billig oder teuer, bringen dem gegenüber weniger. Es gibt die sogenannten NNT, Number needed to treat. Wie viel Menschen muss ich ein Medikament geben, damit es statistisch einem Menschen hilft. Die NNT ist regelmäßig bei den aktuell besten Medikamenten etwa zwischen 50 und 200. Es geht hier um minimale Verbesserungen des Risikoprofils. Das ist gesamtgesellschaftlich wertvoll, weil, wenn zehn Millionen Menschen Blutdrucksenker nehmen, dann werden 100.000 vorzeitige Tode verhindert. Für einen selbst bedeutet das aber nur eine minimale Risikoreduktion, welche man auch durch 25 Gramm weniger Fleisch pro Woche oder ein Bier weniger pro Monat erreicht hätte. Aber das wäre ja ein Eingriff in die persönliche Lebensgestaltung und keine Medizin, daher darf man sowas auch keinem Patienten empfehlen.

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

Was früher die Protonentherapie war, welche die meisten PKVs verweigert haben und wo GKVs die Führungsrolle übernommen haben, ist heutzutage sowas wie Zolgensma, was m.W. bisher auch nur von GKVs bezahlt wird.

Ein ziemlicher Irrglaube, dass private profitorientierte Unternehmen die beste Gesundheitsvorsorge bezahlen. Liest man sich mal die letzten Beiträge durch, wird einem auch klar, wie es funktioniert. Da wird eine Zahnzusatzversicherung empfohlen, es wird von der Kostenübernahme der Brille gesprochen oder auch das Einzelzimmer ist oft ein Argument. Leute, das sind kleine, bunte Bonbons und keine lebenswichtigen Medikamente oder Therapien. Wer im Fall der Fälle die bessere Füllung etc. beim Zahnarzt nicht selbst aus eigener Tasche zahlen kann, hat ganz andere Probleme.

Das Problem der PKV, welches etwa bei der Protonentherapie auch der Knackpunkt war, ist, dass die PKV halt ein fester Vertrag ist, welchen man 30-50 Jahre bevor man mal ernsthaft krank wird, geschlossen hat. Was damals im Vertrag drin steht, gilt. Geködert wurde man durch den 65-jährigen Chefarzt, der kaum das Skalpell noch ruhig halten kann und das Einzelzimmer, welches teuer bezahlt wird. Ernsthaft, ein Mediziner Mitte 40 mit einigen Jahren Oberarzt-Erfahrung in einer großen Uniklinik steht bei aktuellen Entwicklungen deutlich mehr im Thema als der über 60-jährige Chefarzt, der vor allem Verwaltungsaufgaben der Klinik übernimmt und ab und zu mal einen PKV-versicherten sieht. Und eben nicht mehr die große Bandbreite der Patienten tagtäglich. Und der auf seine alten Tage auch nicht mehr die modernsten und neusten Methoden anwenden wird, kurz vor der Pensionierung.

Bei wirklich ernsthaften Sachen (Krebs, Schlaganfall, Herzattacke) spielt die Versicherung gar keine Rolle. Und da wird man auch in einer Uniklinik behandelt und nicht beim ganzheitlichen Hinz-und-Kund-Privatarzt von nebenan. Oder die Versicherung spielt eben eine Rolle, weil sie z.B. als PKV lange Zeit die Zahlung der Protonentherapie verweigert hat.

Aber ja, die PKV bezahlt euch eure Brille und vielleicht auch noch den Heilpraktiker. Man, man, man...

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

Wenn das mal wirklich so einfach wäre. Ist es aber nicht. Ansonsten wären ja einige Bekannte noch am Leben, die es aber leider nicht mehr sind.

Ich glaube aber, mancher hier haben auch ganz konkret falsche Vorstellungen davon, was Medizin kann und was nicht. Die mit Abstand wichtigsten Themen sind Sport, kein Alkohol, nicht Rauchen, gesunde Ernährung mit wenig Fleisch, gute soziale Kontakte (Partner, Kinder, Familie, Freunde) und ein stressfreies Leben. Medikamente, ob billig oder teuer, bringen dem gegenüber weniger. Es gibt die sogenannten NNT, Number needed to treat. Wie viel Menschen muss ich ein Medikament geben, damit es statistisch einem Menschen hilft. Die NNT ist regelmäßig bei den aktuell besten Medikamenten etwa zwischen 50 und 200. Es geht hier um minimale Verbesserungen des Risikoprofils. Das ist gesamtgesellschaftlich wertvoll, weil, wenn zehn Millionen Menschen Blutdrucksenker nehmen, dann werden 100.000 vorzeitige Tode verhindert. Für einen selbst bedeutet das aber nur eine minimale Risikoreduktion, welche man auch durch 25 Gramm weniger Fleisch pro Woche oder ein Bier weniger pro Monat erreicht hätte. Aber das wäre ja ein Eingriff in die persönliche Lebensgestaltung und keine Medizin, daher darf man sowas auch keinem Patienten empfehlen.

antworten
know-it-all

PKV sehr teuer für Selbständige

WiWi Gast schrieb am 09.12.2019:

Dann wünsche ich dir zunächst mal eine gute Besserung deiner Krankheit, weil es dann wohl doch etwas Ernsteres ist. Und nein, ein Tausender hier und ein Tausender da wären kein Problem für mich. Im Alter ist das ja alleine schon die monatliche Differenz GKV zu PKV.

Zu deinem letzten Satz und "realen" PKV-Beiträgen im Alter hast du noch keinerlei verwertbare Statistiken o.ä. angeführt. Zudem unterstellst du bei der PKV zwar einen kontinuierlichen Kosten-/Beitragsanstieg (anders kommt man nicht auf Monatsbeiträge im vierstelligen Bereich), aber bei der GKV meinst du dass das aktuelle Beitragsniveau auf alle Zeiten fest eingefroren sei.

Die Beiträge der PKV erhöhen sich aber nunmal auch, weil die Lebenserwartung immer weiter steigt und die Kosten in den letzten Lebensjahren statistisch am höchsten sind. Ein kapitalbasiertes System muss entsprechend frühzeitig auf diese Entwicklung reagieren, um genügend Rückstellungen anzusammeln.
Die GKV lebt hingegen als umlagebasiertes System "von der Hand in den Mund". Wie die Kosten (und das Verhältnis von Einnahmen zu Kosten) in 20 oder 30 Jahren sind, muss bei der heutigen Umlage im Moment noch nicht berücksichtigt werden.

Das wird aber in 20 Jahren - oder noch früher - unweigerlich zum Problem. Dann kann man entweder all diese Kosten allein den arbeitenden/ Angestellten Beitragszahlern aufbürden oder aber man wird auch bei den Zahlern niedriger Beiträge nachjustieren.

Ich habe beim Augenarzt irgend so eine Art Vorsorgeuntersuchung auf Selbstzahlerbasis, die kostet 40 Euro alle zwei-drei Jahre. Und da ist auch irgend ein teures technisches Gerät involviert und Auswertungs- und Erklärungsaufwand vom Arzt. Und wie üblich kommt da auch jedes Mal heraus, dass alles gut ist. Die Untersuchung ist also im Prinzip sinnlos, aber gut, die paar Euro stören mich nicht.

Das ist schön. Vorsorgeuntersuchungen kosten auch relativ wenig; das ist keine neue Erkenntnis.

Ich glaube aber, mancher hier haben auch ganz konkret falsche Vorstellungen davon, was Medizin kann und was nicht. Die mit Abstand wichtigsten Themen sind Sport, kein Alkohol, nicht Rauchen, gesunde Ernährung mit wenig Fleisch, gute soziale Kontakte (Partner, Kinder, Familie, Freunde) und ein stressfreies Leben. Medikamente, ob billig oder teuer, bringen dem gegenüber weniger. Es gibt die sogenannten NNT, Number needed to treat. Wie viel Menschen muss ich ein Medikament geben, damit es statistisch einem Menschen hilft. Die NNT ist regelmäßig bei den aktuell besten Medikamenten etwa zwischen 50 und 200. Es geht hier um minimale Verbesserungen des Risikoprofils. Das ist gesamtgesellschaftlich wertvoll, weil, wenn zehn Millionen Menschen Blutdrucksenker nehmen, dann werden 100.000 vorzeitige Tode verhindert. Für einen selbst bedeutet das aber nur eine minimale Risikoreduktion, welche man auch durch 25 Gramm weniger Fleisch pro Woche oder ein Bier weniger pro Monat erreicht hätte. Aber das wäre ja ein Eingriff in die persönliche Lebensgestaltung und keine Medizin, daher darf man sowas auch keinem Patienten empfehlen.

Wenn es so einfach wäre, teure Kosten für Medikamente und Arzthonorare zu verhindern, dann frage ich doch mal - warum haben wir denn tatsächlich so hohe Kosten und Beiträge im Gesundheitssystem?
Eine Risikoversicherung (wie es die KV ist) schließt man ja eigentlich immer dafür ab, dass man sie idealerweise gar nicht oder nur selten benötigt, aber sie einen, wenn das Risiko eintritt, dann eben nicht im Regen sitzen lässt.

Als Privatversicherter kann ich beiden Szenarien etwas Gutes abgewinnen. Wenn ich gesund bleibe, muss brauche ich keinen Selbstbehalt zahlen und bekomme noch einen guten Teil meiner Beiträge rückerstattet (derzeit gestaffelt, max. 3 Monatsbeiträge bei >=5 leistungsfreien Jahren).
Und sollte ich doch mal ernsthaft krank werden, dann kann ich mir einer guten Versorgung sicher sein.

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

Also ich bin selbstständig und in der GKV geblieben. Eigentlich aus einem relativ einfachen Grund: Aktuell verdiene ich sehr gut und bezahle Höchstsatz. Meine Berufliche Tätigkeit ist aber etwas speziell, weshalb ich nicht so selbssicher für die nächsten 10, 20, 30 Jahre planen kann. Sprich: Es könnte im schlimmsten Fall auch so schlecht laufen, dass ich über einen langen Zeitraum kein Einkommen generiere. Bei der GKV kein großes Problem, weil ich dann einfach auf den Mindenstbeitrag falle. Bei der PKV hätte ich dann aber die höheren Beiträge zu leisten. Ich habe einiges an Rücklagen, aber wenn gar kein Einkommen reinkommt, können ein paar hundert Euro mehr oder weniger im Monat an laufenden Kosten schon einen Unterschied machen. Ihr wärt überrascht, wie schnell 100k Rücklagen weg sein können (Unvorhersehbarer Schadensfall, irgendwas wofür man doch selbst haften muss weil keine Versicherung einsprinnt, Auto kaputt, schwerer Krankheits/Pflegefall in der Familie, selbst Beruflich eingeschränkt durch Krankheit/Unfall vielleicht sogar auf Dauer usw....).

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

know-it-all schrieb am 09.12.2019:

Ich glaube aber, mancher hier haben auch ganz konkret falsche Vorstellungen davon, was Medizin kann und was nicht. Die mit Abstand wichtigsten Themen sind Sport, kein Alkohol, nicht Rauchen, gesunde Ernährung mit wenig Fleisch, gute soziale Kontakte (Partner, Kinder, Familie, Freunde) und ein stressfreies Leben. Medikamente, ob billig oder teuer, bringen dem gegenüber weniger. Es gibt die sogenannten NNT, Number needed to treat. Wie viel Menschen muss ich ein Medikament geben, damit es statistisch einem Menschen hilft. Die NNT ist regelmäßig bei den aktuell besten Medikamenten etwa zwischen 50 und 200. Es geht hier um minimale Verbesserungen des Risikoprofils. Das ist gesamtgesellschaftlich wertvoll, weil, wenn zehn Millionen Menschen Blutdrucksenker nehmen, dann werden 100.000 vorzeitige Tode verhindert. Für einen selbst bedeutet das aber nur eine minimale Risikoreduktion, welche man auch durch 25 Gramm weniger Fleisch pro Woche oder ein Bier weniger pro Monat erreicht hätte. Aber das wäre ja ein Eingriff in die persönliche Lebensgestaltung und keine Medizin, daher darf man sowas auch keinem Patienten empfehlen.

Wenn es so einfach wäre, teure Kosten für Medikamente und Arzthonorare zu verhindern, dann frage ich doch mal - warum haben wir denn tatsächlich so hohe Kosten und Beiträge im Gesundheitssystem?

Sobald ein Medikament in mehr oder minder zweifelhaften Studien, welche durch den Hersteller selbst finanziert und ausgelegt werden, auch nur ein bisschen besser ist als das vorhergehende Medikament, dann wird es genutzt. Wenn das System richtig funktioniert, ist das ja im Prinzip auch richtig. Wir zahlen dann sozusagen als Gesellschaft die medizinische Forschung und den medizinischen Fortschritt mit.

Häufig haben die neuen Medikamente in Studien aber nur Vorteile, welche beispielsweise die Überlebensdauer um einige, wenige Wochen verlängert. In vom Hersteller finanzierten und ausgewählten Studien, wohlgemerkt. Tatsächlich ist das neue Medikament vielleicht gar schlechter, bei neutraler Bewertung.

Und dann kostet das neue Medikament mit Patent eben 5.000 Euro im Monat und das alte Medikament 200 Euro. Das zahlen die Krankenkassen dann mit, gesetzliche wie private. Wobei die gesetzlichen Krankenkassen aufgrund ihrer Größe häufig günstigere Rahmentarife haben.

Dort entstehen die Kosten im Gesundheitssystem. Nicht bei den Honoraren für Ärzte und auch nicht bei irgendwelchen Diagnose-Geräten. Ich habe es gerade mal gegoogelt, das MRT, welches hier einer erwähnt hat, kostet 127 Euro für die GKV bzw. 250 Euro bis 460 Euro für den Privatpatienten. Wenn es wirklich lebensnotwendig wichtig wäre, was es ja meist nicht ist, dann könnte man problemlos mal die 300-400 Euro privat bezahlen. Beziehungsweise gibt es wohl sogar eine Möglichkeit, die GKV-Leistung zu erhalten und nur die Differenz privat zu zahlen.

Die meisten MRT-Fälle sind aber eh Rücken oder Knie und über Jahrzehnte selbst verschuldet durch Übergewicht und Bewegungsmangel. Ob man da noch eine Woche länger wartet, tut nichts zur Sache.

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

WiWi Gast schrieb am 09.12.2019:

Also ich bin selbstständig und in der GKV geblieben. Eigentlich aus einem relativ einfachen Grund: Aktuell verdiene ich sehr gut und bezahle Höchstsatz. Meine Berufliche Tätigkeit ist aber etwas speziell, weshalb ich nicht so selbssicher für die nächsten 10, 20, 30 Jahre planen kann. Sprich: Es könnte im schlimmsten Fall auch so schlecht laufen, dass ich über einen langen Zeitraum kein Einkommen generiere. Bei der GKV kein großes Problem, weil ich dann einfach auf den Mindenstbeitrag falle. Bei der PKV hätte ich dann aber die höheren Beiträge zu leisten. Ich habe einiges an Rücklagen, aber wenn gar kein Einkommen reinkommt, können ein paar hundert Euro mehr oder weniger im Monat an laufenden Kosten schon einen Unterschied machen. Ihr wärt überrascht, wie schnell 100k Rücklagen weg sein können (Unvorhersehbarer Schadensfall, irgendwas wofür man doch selbst haften muss weil keine Versicherung einsprinnt, Auto kaputt, schwerer Krankheits/Pflegefall in der Familie, selbst Beruflich eingeschränkt durch Krankheit/Unfall vielleicht sogar auf Dauer usw....).

Das ist eine völlig richtige Entscheidung. Verstehen viele Leute mit Mitte 30 vielleicht noch nicht, aber wir bekommen unzählige Bewerbungen früher Fach- und Führungskräfte. Deren frühere Jobs auf heute übertragen wären in der Range von 50k bis 120k. Diese Leute bewerben sich über Zeitarbeitsfirmen bei uns auf absolute Einsteigerstellen und werden trotzdem aussortiert. Zu alt, nicht mehr formbar etc.

Das sind keine Einzelschicksale, sondern ein Massenphänomen. Wer das nicht sieht, geht blind durch die Firma. Dass Leute subtil rausgemobbt werden, weil niemand einer Person Ende 50 die junge, frische Führungsstärke zutraut, ist absolut normal. Eigene Krankheit, Krankheit des Partners, psychische Erkrankung, Pflege der Eltern, Insolvenz der Firma, Auflösung der eigenen Abteilung oder Umzug dieser nach Indien oder Rumänien oder neue Stelle angenommen und gescheitert und schwupps hängt man in dieser Abwärtsspirale fest. Und die jungen Chefs Ende 40 trauen solchen Leuten einfach nicht und in Zukunft werden die Chefs sicher nicht älter werden.

Einkommen kennt nicht nur eine Richtung, in der zweiten Hälfte des Erwerbslebens geht es für viele häufig wieder abwärts. Gebrochene Erwerbsbiographien haben auch nicht die Sanitärhandwerker oder Dachdecker. Und wie gesagt, oft auch unverschuldet. Einen neuen Job als Handwerker findet man immer wieder.

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

WiWi Gast schrieb am 09.12.2019:

Also ich bin selbstständig und in der GKV geblieben. Eigentlich aus einem relativ einfachen Grund: Aktuell verdiene ich sehr gut und bezahle Höchstsatz. Meine Berufliche Tätigkeit ist aber etwas speziell, weshalb ich nicht so selbssicher für die nächsten 10, 20, 30 Jahre planen kann. Sprich: Es könnte im schlimmsten Fall auch so schlecht laufen, dass ich über einen langen Zeitraum kein Einkommen generiere. Bei der GKV kein großes Problem, weil ich dann einfach auf den Mindenstbeitrag falle. Bei der PKV hätte ich dann aber die höheren Beiträge zu leisten. Ich habe einiges an Rücklagen, aber wenn gar kein Einkommen reinkommt, können ein paar hundert Euro mehr oder weniger im Monat an laufenden Kosten schon einen Unterschied machen. Ihr wärt überrascht, wie schnell 100k Rücklagen weg sein können (Unvorhersehbarer Schadensfall, irgendwas wofür man doch selbst haften muss weil keine Versicherung einsprinnt, Auto kaputt, schwerer Krankheits/Pflegefall in der Familie, selbst Beruflich eingeschränkt durch Krankheit/Unfall vielleicht sogar auf Dauer usw....).

Dir ist schon bewusst dass man unter einer Grenze in die GKV zurück fällt??

antworten
know-it-all

PKV sehr teuer für Selbständige

WiWi Gast schrieb am 09.12.2019:

Dir ist schon bewusst dass man unter einer Grenze in die GKV zurück fällt??

Das ist bei Angestellten so, aber nicht bei Selbständigen. Die können sich, unabhängig vom Einkommen, immer privat versichern oder auch freiwillig gesetzlich. Damit gibt es, bei Unterschreiten der Pflichtversicherungsgrenze auch keinen automatischen Rückfall in die GKV.

antworten
know-it-all

PKV sehr teuer für Selbständige

WiWi Gast schrieb am 09.12.2019:

Das ist eine völlig richtige Entscheidung. Verstehen viele Leute mit Mitte 30 vielleicht noch nicht, aber wir bekommen unzählige Bewerbungen früher Fach- und Führungskräfte. Deren frühere Jobs auf heute übertragen wären in der Range von 50k bis 120k. Diese Leute bewerben sich über Zeitarbeitsfirmen bei uns auf absolute Einsteigerstellen und werden trotzdem aussortiert. Zu alt, nicht mehr formbar etc.

Ich weiß nicht genau in welcher Funktion du arbeitest, dass du oft mit solchen "Schicksalen" in Berühung kommst. Aber bin fest der Überzeugung, dass du in dieser Funktion eben genau selektiv mit den "Negativbeispielen" zu tun hast, was deine Sichtweise folglich auch sehr einseitig prägt. Die "älteren" Menschen, die weiterhin zufrieden in ihren Jobs werkeln, bekommst du damit wohl eher nicht zu Gesicht.

Das ist genau wie ein Arzt. Der kann anhand der von ihm behandelten Patienten auch nicht sinnvoll auf die "durchschnittliche" Gesundheit der Gesamtbevölkerung schließen.

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

Eine freiwillige GKV zum Höchstsatz kostet 2019 EUR 685,16 Euro (KV / Barmer) + 149,74 Euro (PV), 2020 um 3,3% steigend, wenn der Beitragssatz konstant bleibt.
Da muß man mit der PKV erst mal hinkommen. Meine private PV kostet aktuell keine 50 EUR.
Es sind einfach die richtig schlechten Risiken, die die GKV so teuer macht.

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

WiWi Gast schrieb am 10.12.2019:

Eine freiwillige GKV zum Höchstsatz kostet 2019 EUR 685,16 Euro (KV / Barmer) + 149,74 Euro (PV), 2020 um 3,3% steigend, wenn der Beitragssatz konstant bleibt.
Da muß man mit der PKV erst mal hinkommen. Meine private PV kostet aktuell keine 50 EUR.
Es sind einfach die richtig schlechten Risiken, die die GKV so teuer macht.

Nein, das sind nicht die schlechten Risiken. Es liegt an den vielen Profiteuren, die gar keine oder nur geringe Beiträge leisten. Wer den Höchstsatz zahlt, der ist richtig gekniffen.

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

Was ist der Unterschied zwischen "Profiteur" und "schlechtem Risiko"?

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

WiWi Gast schrieb am 10.12.2019:

Eine freiwillige GKV zum Höchstsatz kostet 2019 EUR 685,16 Euro (KV / Barmer) + 149,74 Euro (PV), 2020 um 3,3% steigend, wenn der Beitragssatz konstant bleibt.
Da muß man mit der PKV erst mal hinkommen. Meine private PV kostet aktuell keine 50 EUR.
Es sind einfach die richtig schlechten Risiken, die die GKV so teuer macht.

50 Euro im Monat für eine richtige PKV (also keine Zusatzversicherung)? Da kann ja nicht viel drin sein. Wie hoch ist der Selbstbehalt?

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

WiWi Gast schrieb am 10.12.2019:

Was ist der Unterschied zwischen "Profiteur" und "schlechtem Risiko"?

Unter „schlechtem Risiko“ verstehe ich jemanden, der Vorerkrankungen hat und dadurch hohe Kosten verursacht. Der „Profiteur“ kann auch gesund sein. Der zahlt nur keine Beiträge bzw. sehr geringe.

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

Wir haben es geschafft, daß manche weniger für den gesetzliche Rente (18,6%) zahlen als für KV/PV (14,6 + Zusatz (Durchschnitt 0,9) + PV 3,3 (kinderlos)) = 18,8%.
Grandiose Leistung.
Habe früher mal unter 10% an KV gezahlt.

antworten
know-it-all

PKV sehr teuer für Selbständige

WiWi Gast schrieb am 10.12.2019:

Da muß man mit der PKV erst mal hinkommen. Meine private PV kostet aktuell keine 50 EUR.

Ehrlicherweise habe ich von solchen Tarifen auch keine gute Meinung... Also sofern die 50 EUR der Tarifbeitrag sind?
Ich weiß die Hanse-Merkur PKV hat früher bspw. gerne die wahren Tarifbeiträge "verschleiert" dargestellt, indem sie sie schon mit einer vorweggenommenen Beitragsrückerstattung (BRE) verrechnet haben. Sofern man dann mal in einem Jahr nicht leistungsfrei war und Rechnungen zur Erstattung eingereicht hatte, wurde der Tarif aufgrund der wegfallenden Anspruchsgrundlage für die BRE teils richtig teuer und es hat 2..3 Jahre gedauert, bis der Anspruch auf BRE wieder hergestellt war.

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

Also meine PKV hat die letzten Jahre (mit Rückzahlungen) um die 50€ im Monat gekostet. Leistungen sind ähnlich zur GKV aber in einigen Punkten sogar einen Ticken besser. Dafür aber immer direkt Terminvergabe und 370€ netto im Monat Vorteil :-)

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

Der Trick dabei ist, daß die Beitragsrückerstattung bei AN nur dem AN und nicht dem AG zufließt. Einige Tarife sind so konstruiert, hohe BRE zu erzeugen.

Mit 50 EUR PV war nur der Beitrag zur Pflegeversicherung gemeint.

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

WiWi Gast schrieb am 10.12.2019:

Also meine PKV hat die letzten Jahre (mit Rückzahlungen) um die 50€ im Monat gekostet. Leistungen sind ähnlich zur GKV aber in einigen Punkten sogar einen Ticken besser. Dafür aber immer direkt Terminvergabe und 370€ netto im Monat Vorteil :-)

Sehe ich auch so! Ich bin kerngesund und zahle ähnlich viel für meine PKV. Die Ersparnis von ca. 350 Euro netto lege ich schon seit Jahren an (Momentan hat nur mein "Gesundheitsdepot" was durch diese Ersparnis angehäuft wird bereits einen Wert von ca. 70k bei über 8 Berufsjahren (natürlich mit Aktiengewinnen, die nun bald auch in andere Anlageformen gestreut werden). Selbst wenn der Beitrag später in der Rente bei einem Vielfachen liegt, so what? Dafür nutze ich so früh wie möglich den Zinseszinseffekt und kann mir das später auch durchaus leisten.

antworten
know-it-all

PKV sehr teuer für Selbständige

WiWi Gast schrieb am 09.12.2019:

ernsthaft krank wird, geschlossen hat. Was damals im Vertrag drin steht, gilt. Geködert wurde man durch den 65-jährigen Chefarzt, der kaum das Skalpell noch ruhig halten kann und das Einzelzimmer, welches teuer bezahlt wird. Ernsthaft, ein Mediziner Mitte 40 mit einigen Jahren Oberarzt-Erfahrung in einer großen Uniklinik steht bei aktuellen

Daran sieht man, dass du - sorry ich das so drastisch formuliere - eine ziemlich realitätsferne Vorstellung von einer PKV hast. In meinem Versicherungsvertrag steht nichts von Chefarztbehandling, sondern "Wahlarzt oder Belegarzt". Das bedeutet, dass genau das eingeschlossen ist, was laut dir nicht der Fall sei. Nämlich, dass man die Wahl hat, von wem man sich behandeln lässt. Und wenn der Oberarzt einen guten Ruf hat, wählt man halt den. Der gesetzlich Versicherte ohne Zusatzversicherung hat keine Wahl sondern muss den (diensthabenden) Arzt nehmen, der kommt.
Ich kann auch bewusst beim "Einchecken" ins Krankenhaus auf diese Wahlleistung verzichten, werde dann wie ein Gesetzlich Versicherter behandelt, bekomme aber stattdessen von der PKV ein Krankenhaustagegeld ausgezahlt.

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

know-it-all schrieb am 10.12.2019:

ernsthaft krank wird, geschlossen hat. Was damals im Vertrag drin steht, gilt. Geködert wurde man durch den 65-jährigen Chefarzt, der kaum das Skalpell noch ruhig halten kann und das Einzelzimmer, welches teuer bezahlt wird. Ernsthaft, ein Mediziner Mitte 40 mit einigen Jahren Oberarzt-Erfahrung in einer großen Uniklinik steht bei aktuellen

Das bedeutet, dass genau das eingeschlossen ist, was laut dir nicht der Fall sei. Nämlich, dass man die Wahl hat, von wem man sich behandeln lässt. Und wenn der Oberarzt einen guten Ruf hat, wählt man halt den.

Wo habe ich behauptet, dass man nicht vom Oberarzt behandelt werden darf? Natürlich ist das auch möglich. Aber man hat ja Chefarzt bezahlt, also will man auch Chefarzt. Aber ja, unser Besserwisser ("know-it-all") hier wird, nachdem er mit einem Schlaganfall eingeliefert wird, erstmal umfangreiche Recherchen anstellen, ob der Oberarzt wirklich so toll ist oder der Chefarzt nicht doch die bessere Wahl ist. Nach mehrstündiger Recherche wird dann entschieden, es geht jetzt von der Uniklinik Düsseldorf doch zur Uniklinik Köln, da diese einen besseren Ruf hat. Oh man...

Das Problem ist, du hast anscheinend nicht wirklich die Ahnung von Medizin. Deine Beiträge lassen irgendwie durchscheinen als bist du wirklich noch der Meinung, dass dort jeder Arzt eine andere Meinung hat und dann wird wie in den Fernsehserien noch stundenlang herum diskutiert.

Nein, lieber Besserwisser, so ist das heutzutage nicht mehr. Es gibt für alles festgelegte Prozesse, welche eine optimale Behandlung garantieren. Diese Prozesse sind wichtig, nicht der individuelle Arzt. Und diese Prozesse werden in den großen Unikliniken optimal umgesetzt.

Tatsächliche Probleme der PKVs ist, dass von vielen Tarifen sogenannte neuartige Verfahren häufig nicht bezahlt werden. Das war die Protonentherapie, welche die GKVs finanziert haben, PKVs aber nicht oder erst nach langwierigen Rechtsstreitigkeiten. Bin auch gespannt, ob die PKVs Zolgensma bezahlen werden. Mehrere GKVs haben es schon gemacht. Aber bei den GKVs drückt das eben auch nicht auf die Bottom-Line, denn diese gibt es da nicht. Mehrstufige Umlageverfahren gleichen es zur Not aus. Schau dir den Artikel ein paar Beiträge weiter oben an. Die meisten PKVs bieten in Summe schlechtere Leistungen als die GKVs. Es gibt die Bonbons, mit welchen geworben wird. Zahnzusatzleistungen, welcher auch sonst eh jeder selbst zahlen kann. Chefarztbehandlung, Heilpraktiker und die Brille wird auch noch gezahlt. Wow. Aber in den medizinischen Details ist die GKV den meisten PKV-Verträgen überlegen. Denn dein Vertrag ist vielleicht von 1975 und schließt eben auch nur diese Leistungen ein, welche 1975 in einem privaten Vertrag vereinbart wurden. Der GKV-Katalog ist von 2019 und wird laufend erweitert. (Beispiel für einen heute 65jährigen, welcher langsam in das Alter kommt, wo die Wehwehchen stärker werden).

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

Mit 50 EUR PV war nur der Beitrag zur Pflegeversicherung gemeint.

Ach so, ja dann passt das natürlich. Das ist bei mir noch viel weniger. Ich meine ich zahle um die 17 Euro für die Pflegeversicherung. Schon krass, dass man da in der gesetzlichen fast 150 Euro zahlt. Da scheint mir das Sparpotential in der PKV deutlich höher zu sein als in der Krankenversicherung.

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

Die Leistungen einer PKV sind im Regelfall als "medizinisch notwendig" definiert, was im Regelfall bedeutet, dass auch die Dinge bezahlt werden, die im Leistungskatalog der Krankenkassen (noch) nicht aufgenommen wurden.
Sicher gibt es auch wesentlich schlechtere Leistungen in der PKV, wie z.B. keine kostenfreie Versicherung während der Elternzeit (3 Jahre!) oder Reha-Leistungen. Auch Menge mal Preis kann teuer werden, da es keine kostenfreie Familienversicherung gibt.
M.E. sind wir kostenmäßig in der GKV an einem Punkt angekommen, welcher nicht mehr tragbar ist. Mit Sicherheit wird der Pflegeversicherungsbeitrag in den nächsten Jahren heftig steigen, da viele Pflegeeinrichtungen gebaut werden und ein starker Lohndruck entstanden ist.

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

WiWi Gast schrieb am 10.12.2019:

know-it-all schrieb am 10.12.2019:

ernsthaft krank wird, geschlossen hat. Was damals im Vertrag drin steht, gilt. Geködert wurde man durch den 65-jährigen Chefarzt, der kaum das Skalpell noch ruhig halten kann und das Einzelzimmer, welches teuer bezahlt wird. Ernsthaft, ein Mediziner Mitte 40 mit einigen Jahren Oberarzt-Erfahrung in einer großen Uniklinik steht bei aktuellen

Das bedeutet, dass genau das eingeschlossen ist, was laut dir nicht der Fall sei. Nämlich, dass man die Wahl hat, von wem man sich behandeln lässt. Und wenn der Oberarzt einen guten Ruf hat, wählt man halt den.

Wo habe ich behauptet, dass man nicht vom Oberarzt behandelt werden darf? Natürlich ist das auch möglich. Aber man hat ja Chefarzt bezahlt, also will man auch Chefarzt. Aber ja, unser Besserwisser ("know-it-all") hier wird, nachdem er mit einem Schlaganfall eingeliefert wird, erstmal umfangreiche Recherchen anstellen, ob der Oberarzt wirklich so toll ist oder der Chefarzt nicht doch die bessere Wahl ist. Nach mehrstündiger Recherche wird dann entschieden, es geht jetzt von der Uniklinik Düsseldorf doch zur Uniklinik Köln, da diese einen besseren Ruf hat. Oh man...

Das Problem ist, du hast anscheinend nicht wirklich die Ahnung von Medizin. Deine Beiträge lassen irgendwie durchscheinen als bist du wirklich noch der Meinung, dass dort jeder Arzt eine andere Meinung hat und dann wird wie in den Fernsehserien noch stundenlang herum diskutiert.

Nein, lieber Besserwisser, so ist das heutzutage nicht mehr. Es gibt für alles festgelegte Prozesse, welche eine optimale Behandlung garantieren. Diese Prozesse sind wichtig, nicht der individuelle Arzt. Und diese Prozesse werden in den großen Unikliniken optimal umgesetzt.

Tatsächliche Probleme der PKVs ist, dass von vielen Tarifen sogenannte neuartige Verfahren häufig nicht bezahlt werden. Das war die Protonentherapie, welche die GKVs finanziert haben, PKVs aber nicht oder erst nach langwierigen Rechtsstreitigkeiten. Bin auch gespannt, ob die PKVs Zolgensma bezahlen werden. Mehrere GKVs haben es schon gemacht. Aber bei den GKVs drückt das eben auch nicht auf die Bottom-Line, denn diese gibt es da nicht. Mehrstufige Umlageverfahren gleichen es zur Not aus. Schau dir den Artikel ein paar Beiträge weiter oben an. Die meisten PKVs bieten in Summe schlechtere Leistungen als die GKVs. Es gibt die Bonbons, mit welchen geworben wird. Zahnzusatzleistungen, welcher auch sonst eh jeder selbst zahlen kann. Chefarztbehandlung, Heilpraktiker und die Brille wird auch noch gezahlt. Wow. Aber in den medizinischen Details ist die GKV den meisten PKV-Verträgen überlegen. Denn dein Vertrag ist vielleicht von 1975 und schließt eben auch nur diese Leistungen ein, welche 1975 in einem privaten Vertrag vereinbart wurden. Der GKV-Katalog ist von 2019 und wird laufend erweitert. (Beispiel für einen heute 65jährigen, welcher langsam in das Alter kommt, wo die Wehwehchen stärker werden).

Wer hat denn bitte einen Vertrag von 1975? Alleine schon aufgrund der Beitragserhöhungen bleibt einem kaum etwas anderes übrig, als regelmäßig von seinem Wechselrecht aus 204 VVG Gebrauch zu machen und in einen aktuelleren Tarif seiner PKV zu wechseln.

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

Wer hat denn bitte einen Vertrag von 1975? Alleine schon aufgrund der Beitragserhöhungen bleibt einem kaum etwas anderes übrig, als regelmäßig von seinem Wechselrecht aus 204 VVG Gebrauch zu machen und in einen aktuelleren Tarif seiner PKV zu wechseln.

Oder direkt eine PKV wählen die für sämtliche Mitglieder nur eine Tarifgruppe anbietet und nicht ständig neue aufmacht ;-)

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

WiWi Gast schrieb am 11.12.2019:

Oder direkt eine PKV wählen die für sämtliche Mitglieder nur eine Tarifgruppe anbietet und nicht ständig neue aufmacht ;-)

So einfach ist die Welt auch nicht. Der Gesetzgeber hat schon dafür gesorgt, dass Tarife geschlossen werden müssen. Stichworte: alte Welt, neue Welt, unisex, bisex.

Aber hast schon recht, bei einem der beiden großen Beamtenversicherungen (beide als VVaG geführt) ist man schon nicht so schlecht aufgehoben.

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

Das PKV-System für Selbständige ist eine einzige Katastrophe, nämlich v.a. für diejenigen,
die über 55 sind und eher zu den Kleinselbständigen gehören. Kleines Rechenexempel:
Nehmen wir an, bei einer Selbstbeteiligung von 1.500 Euro monatlich beträgt der Monatsbeitrag für KV 350 Euro und Pflege 80 Euro, wären insgesamt 430 Euro. Das ist
ein Basistarif, der tatsächlich in diesem Beitragsbereich existiert. Als Unternehmerkreis
nehme ich kleine Dienstleister, Einmannbetriebe, selbständige Kurierfahrer, Kioskbesitzer
etc.. So, jetzt wird eine Zahnbehandlung fällig und der HKP (Heil- und Kostenplan) beläuft sich auf sagen wir 7.000 Euro für einfache Restaurationen, weil ältere Kronen ersetzt werden
müssen usw..
Das kann sich der kleine Krauter gar nicht leisten. Denn erstens hat er oder sie keine Ersparnisse und zweitens nicht einmal das Geld für die Selbstbeteiligung, da auch noch etwas für die private Rente monatlich zurückgelegt werden muss und nicht zu vergessen
kommt das Finanzamt regelmäßig und bittet zur Kasse. Das Ergebnis ist: mehr oder weniger schnell strampeln im Hamsterrad und lächeln. Irgendwann fehlen zwar die Vorderzähne beim Lächeln (weil Ersatzkronen nicht finanzierbar), doch wen juckt das schon, solange
keiner etwas sagt und sich nichts ändert. Ich bin selbst kleiner Unternehmer und direkt betroffen. Außerdem kenne ich andere, wie z.B. eine selbstständige Paketzustellerin, bei der
das "Kronenbeispiel" zutraf. Keine Lösung in Sicht, überall nur Achselzucken. Während es
für Angerstellte in der gesetzlichen KV für günstige Beiträge Zusatzversicherungen gibt, die
alle möglichen Zahnleistungen abdecken, wirst Du als Selbständiger nur angeblafft, frei nach dem Motto: "Dann müssen Sie eben in einen höheren Tarif wechseln und die Selbstbeteiligung verringern". So ein Blödsinn! Weshalb ist jemand denn im niedrigen Tarif? Weil das Gold von der Decke tropft? Nachdem die Pflichtversicherung für Selbständige 2009 eingeführt worden war, haben die Privaten kräftig ihre Beiträge erhöht. Wenn ich z.B. daran denke, wie der Monatsbeitrag der PKV1 im Jahr 2006 noch um die 260 Euro (Basistarif) lag, so wurde nach 2009 kräftig und regelmäßig erhöht. Ich musste irgendwann zur PKV2 wechseln, sonst hätte ich das nicht mehr stemmen können. Doch obwohl die PKV2 für mich
zu den besten gehört und jährlich Beitragsrückerstattungen zahlt (was die PKV1 irgendwann nicht mehr tat), ist es eine Schildbürgerrechnung, sobald Restaurationen anstehen, für die es keine Rücklagen gibt, weil einfach der Markt und die eigene Leistungsfähigkeit keine großen Ersparnisse ermöglichen. An diesem Punkt sehe ich bisher auch keine Lobby, welche die Interessen von kleinen Selbständigen vertritt, weder auf der politischen, noch auf der wirtschaftlichen Ebene. Vorschläge und Ideen?

WiWi Gast schrieb am 06.12.2019:

WiWi Gast schrieb am 06.12.2019:

Aber für Angestellte oder Selbständige ist die PKV doch Schwachsinn, oder?

Für alle ist PKV Schwachsinn, ausser für die Investoren.

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

WiWi Gast schrieb am 22.01.2020:

Das PKV-System für Selbständige ist eine einzige Katastrophe, nämlich v.a. für diejenigen,
die über 55 sind und eher zu den Kleinselbständigen gehören. Kleines Rechenexempel:
Nehmen wir an, bei einer Selbstbeteiligung von 1.500 Euro monatlich beträgt der Monatsbeitrag für KV 350 Euro und Pflege 80 Euro, wären insgesamt 430 Euro. Das ist
ein Basistarif, der tatsächlich in diesem Beitragsbereich existiert. Als Unternehmerkreis
nehme ich kleine Dienstleister, Einmannbetriebe, selbständige Kurierfahrer, Kioskbesitzer
etc.. So, jetzt wird eine Zahnbehandlung fällig und der HKP (Heil- und Kostenplan) beläuft sich auf sagen wir 7.000 Euro für einfache Restaurationen, weil ältere Kronen ersetzt werden
müssen usw..
Das kann sich der kleine Krauter gar nicht leisten. Denn erstens hat er oder sie keine Ersparnisse und zweitens nicht einmal das Geld für die Selbstbeteiligung, da auch noch etwas für die private Rente monatlich zurückgelegt werden muss und nicht zu vergessen
kommt das Finanzamt regelmäßig und bittet zur Kasse. Das Ergebnis ist: mehr oder weniger schnell strampeln im Hamsterrad und lächeln. Irgendwann fehlen zwar die Vorderzähne beim Lächeln (weil Ersatzkronen nicht finanzierbar), doch wen juckt das schon, solange
keiner etwas sagt und sich nichts ändert. Ich bin selbst kleiner Unternehmer und direkt betroffen. Außerdem kenne ich andere, wie z.B. eine selbstständige Paketzustellerin, bei der
das "Kronenbeispiel" zutraf. Keine Lösung in Sicht, überall nur Achselzucken. Während es
für Angerstellte in der gesetzlichen KV für günstige Beiträge Zusatzversicherungen gibt, die
alle möglichen Zahnleistungen abdecken, wirst Du als Selbständiger nur angeblafft, frei nach dem Motto: "Dann müssen Sie eben in einen höheren Tarif wechseln und die Selbstbeteiligung verringern". So ein Blödsinn! Weshalb ist jemand denn im niedrigen Tarif? Weil das Gold von der Decke tropft? Nachdem die Pflichtversicherung für Selbständige 2009 eingeführt worden war, haben die Privaten kräftig ihre Beiträge erhöht. Wenn ich z.B. daran denke, wie der Monatsbeitrag der PKV1 im Jahr 2006 noch um die 260 Euro (Basistarif) lag, so wurde nach 2009 kräftig und regelmäßig erhöht. Ich musste irgendwann zur PKV2 wechseln, sonst hätte ich das nicht mehr stemmen können. Doch obwohl die PKV2 für mich
zu den besten gehört und jährlich Beitragsrückerstattungen zahlt (was die PKV1 irgendwann nicht mehr tat), ist es eine Schildbürgerrechnung, sobald Restaurationen anstehen, für die es keine Rücklagen gibt, weil einfach der Markt und die eigene Leistungsfähigkeit keine großen Ersparnisse ermöglichen. An diesem Punkt sehe ich bisher auch keine Lobby, welche die Interessen von kleinen Selbständigen vertritt, weder auf der politischen, noch auf der wirtschaftlichen Ebene. Vorschläge und Ideen?

WiWi Gast schrieb am 06.12.2019:

WiWi Gast schrieb am 06.12.2019:

Aber für Angestellte oder Selbständige ist die PKV doch Schwachsinn, oder?

Für alle ist PKV Schwachsinn, ausser für die Investoren.

Nun ja, das "Kronenbeispiel" ist wahrscheinlich nicht so richtig repräsentativ. Da hat auch jeder kleine Angestellte ohne Rücklagen ein Problem, weil die GKV von den 7k vielleicht 200 Euro zahlt und Du den Rest selber drauf legen musst. Und ob die diversen Zusatzversicherungen mehr wert sind als das Papier auf dem sie gedruckt sind, merkst Du auch erst wenn es darauf ankommt.

Aber das hilft Dir auch nicht. Lösungen für Dich?

  • Es gibt Zahnärzte die Ratenzahlung akzeptieren bzw. einen Kredit dazu vermitteln
  • Gründe eine UG/GmbH und stell dich als Angestellten ein --> GKV
  • Ab in die Hartz4 Hängematte --> der Staat zahlt
antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

WiWi Gast schrieb am 22.01.2020:

Das PKV-System für Selbständige ist eine einzige Katastrophe, nämlich v.a. für diejenigen,
die über 55 sind und eher zu den Kleinselbständigen gehören. Kleines Rechenexempel:
Nehmen wir an, bei einer Selbstbeteiligung von 1.500 Euro monatlich beträgt der Monatsbeitrag für KV 350 Euro und Pflege 80 Euro, wären insgesamt 430 Euro. Das ist
ein Basistarif, der tatsächlich in diesem Beitragsbereich existiert.

Bist du verheiratet? Bin selbstständiger Singel und bei ca. 1500 EUR, ca. 250 EUR für KV und PV bezahlt. Zumindest sind das die zahlen nach der neuen Regelung seit Anfang 2019.

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

WiWi Gast schrieb am 09.12.2019:

... das MRT, welches hier einer erwähnt hat, kostet 127 Euro für die GKV bzw. 250 Euro bis 460 Euro für den Privatpatienten. Wenn es wirklich lebensnotwendig wichtig wäre, was es ja meist nicht ist, dann könnte man problemlos mal die 300-400 Euro privat bezahlen. Beziehungsweise gibt es wohl sogar eine Möglichkeit, die GKV-Leistung zu erhalten und nur die Differenz privat zu zahlen.

Eben.
Ich habe neulich auch eine spezielle Untersuchung bei einem Facharzt benötigt. Über Krankenkasse wäre es erst im Juni gegangen. Ich hab dann privat 50€ bezahlt (mehr war das echt nicht) und hatte am nächsten Tag meinen Termin. Sowas sollte alle paar Jahre wenn man sowas braucht mal drin sein, dafür braucht man echt keine PKV.

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

WiWi Gast schrieb am 22.01.2020:

Das PKV-System für Selbständige ist eine einzige Katastrophe, nämlich v.a. für diejenigen,
die über 55 sind und eher zu den Kleinselbständigen gehören. Kleines Rechenexempel:
Nehmen wir an, bei einer Selbstbeteiligung von 1.500 Euro monatlich beträgt der Monatsbeitrag für KV 350 Euro und Pflege 80 Euro, wären insgesamt 430 Euro. Das ist
ein Basistarif, der tatsächlich in diesem Beitragsbereich existiert. Als Unternehmerkreis
nehme ich kleine Dienstleister, Einmannbetriebe, selbständige Kurierfahrer, Kioskbesitzer
etc.. So, jetzt wird eine Zahnbehandlung fällig und der HKP (Heil- und Kostenplan) beläuft sich auf sagen wir 7.000 Euro für einfache Restaurationen, weil ältere Kronen ersetzt werden
müssen usw..
Das kann sich der kleine Krauter gar nicht leisten.

Schon klar, dass du selbst betroffen bist. Nur leider heißt das auch, dass sich dein Job nicht lohnt. Sorry, kein Verständnis für so etwas. Das ist in etwa so wie der Unternehmer, der mit den Umsatzsteuerzahlungen ans FInanzamt schlampt, weil er die Miete zahlen muss.
Wenn du dieses Level erreicht hast, kannst du im Grunde genommen Privatinsolvenz anmelden.

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

Bin seit 2018 selbständig und in der gesetzlichen GKV geblieben. Man hört halt des Öfteren, dass man aus der PKV sehr schwer wieder rauskommen würde. Vor allem war ich mir zu der Zeit aber auch noch nicht sicher, ob ich durch die Selbstständigkeit meinen kompletten Lebensunterhalt bestreiten könnte.

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

WiWi Gast schrieb am 10.12.2019:

Wo habe ich behauptet, dass man nicht vom Oberarzt behandelt werden darf? Natürlich ist das auch möglich. Aber man hat ja Chefarzt bezahlt, also will man auch Chefarzt. Aber ja, unser Besserwisser ("know-it-all") hier wird, nachdem er mit einem Schlaganfall eingeliefert wird, erstmal umfangreiche Recherchen anstellen, ob der Oberarzt wirklich so toll ist oder der Chefarzt nicht doch die bessere Wahl ist. Nach mehrstündiger Recherche wird dann entschieden, es geht jetzt von der Uniklinik Düsseldorf doch zur Uniklinik Köln, da diese einen besseren Ruf hat. Oh man...

Das Problem ist, du hast anscheinend nicht wirklich die Ahnung von Medizin. Deine Beiträge lassen irgendwie durchscheinen als bist du wirklich noch der Meinung, dass dort jeder Arzt eine andere Meinung hat und dann wird wie in den Fernsehserien noch stundenlang herum diskutiert.
Tatsächliche Probleme der PKVs ist, dass von vielen Tarifen sogenannte neuartige Verfahren häufig nicht bezahlt werden. Das war die Protonentherapie, welche die GKVs finanziert haben, PKVs aber nicht oder erst nach langwierigen Rechtsstreitigkeiten. Bin auch gespannt, ob die PKVs Zolgensma bezahlen werden. Mehrere GKVs haben es schon gemacht. Aber bei den GKVs drückt das eben auch nicht auf die Bottom-Line, denn diese gibt es da nicht. Mehrstufige Umlageverfahren gleichen es zur Not aus. Schau dir den Artikel ein paar Beiträge weiter oben an. Die meisten PKVs bieten in Summe schlechtere Leistungen als die GKVs. Es gibt die Bonbons, mit welchen geworben wird. Zahnzusatzleistungen, welcher auch sonst eh jeder selbst zahlen kann. Chefarztbehandlung, Heilpraktiker und die Brille wird auch noch gezahlt. Wow. Aber in den medizinischen Details ist die GKV den meisten PKV-Verträgen überlegen. Denn dein Vertrag ist vielleicht von 1975 und schließt eben auch nur diese Leistungen ein, welche 1975 in einem privaten Vertrag vereinbart wurden. Der GKV-Katalog ist von 2019 und wird laufend erweitert. (Beispiel für einen heute 65jährigen, welcher langsam in das Alter kommt, wo die Wehwehchen stärker werden).

Ich habe bisher nicht an der Diskussion teilgenommen, aber ich denke mal, ein paar Fakten könnten dem GKV-Jünger helfen.

  1. Meine PKV (die Größte in Deutschland) hat, vereinfacht ausgedrückt, exakt zwei Tarife. Mit Chefarztbehandlung, ohne Chefarztbehandlung. Letzterer Tarif ist natürlich günstiger. Im bin im Krankenhaus also de facto einem GKV'ler gleichgestellt.
  2. Protonentherapie (das musste ich erstmal googlen) wird natürlich übernommen. Ich vermute die "langwierigen Rechtsschreitigkeiten" ist dieser eine Fall aus Kalifornien.
  3. Die PKVs bieten in Summe schnelleren Zugang zu innovativen Medikamenten.
  4. Das selbe gilt für die Kostenübernahme.
  5. Alles was mit dem Zahnarzt zusammen hängt muss ich bei der GKV zusätzlich versichern und ist bei mir in der PKV standardmäßig enthalten.
  6. Ob Zolgensma bezahlt wird (das musste ich auch googlen), ist mir tatsächlich egal. Irgendwie glaube ich aber nicht, dass sich die PKVs dagegen wehren werden. Aber natürlich kann man so lange suchen, bis man irgendwas gefunden hat.
  7. Ich gehe nur noch zu Privatpraxen, da ich aus beruflichen Gründen nicht mehr die Zeit (und Nerven) für die Terminvergabe bei den "normalen" Praxen habe. Fairerweise muss man aber auch dazu sagen, dass ich in der GKV dann Selbstzahler wäre, weil es mir das wert ist.

Ganz gewiss versuche ich aber nicht, ein ungleiches System zu beschönigen oder gar die Seite mit den schlechteren Leistungen auf biegen und brechen besser zu stellen.

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

WiWi Gast schrieb am 22.01.2020:

Bin seit 2018 selbständig und in der gesetzlichen GKV geblieben. Man hört halt des Öfteren, dass man aus der PKV sehr schwer wieder rauskommen würde. Vor allem war ich mir zu der Zeit aber auch noch nicht sicher, ob ich durch die Selbstständigkeit meinen kompletten Lebensunterhalt bestreiten könnte.

Das ergibt keinen Sinn. Wenn du deinen Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten kannst, dann bist du entweder nebenbei noch angestellter (dann ergibt die PKV gar keinen Sinn mehr), oder musst wieder Vollzeit als Angestellter arbeiten. Damit rutschst du automatisch wieder in die GKV.
Ich bin auch selbstständig und könnte mir die GKV(!) schlicht nicht leisten. Das wären mit Zusatztarif gut 900€ monatlich.

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

Die GKV ist ein klassisches Beispiel für "German Angst", einzig und alleine dazu da Querzusubventionieren damit die große Masse bei Laune gehalten wird, durch die wenigen Höchstbeitragszahler.

bin mit 23 in die PKV und habe auf meinem "GKV-PKV Zurückleg ETF Depot" mittlerweile 200k angespart nach all den Jahren.

Sorrys guys aber mein PKV Betrag ist tatächlich immernoch weniger als mein GKV Beitrag. Wenn etwas passieren sollte hab ich ordentlich Schotter dafür reserviert :-).

Und btw wenn die PKV teurer werden sollte, mach ich 1 Jahr Sabatical oder arbeite im Ausland und fall zurück und dann ist der Käse vom Tisch.

LG

antworten
WiWi Gast

PKV sehr teuer für Selbständige

WiWi Gast schrieb am 23.01.2020:

Und btw wenn die PKV teurer werden sollte, mach ich 1 Jahr Sabatical oder arbeite im Ausland und fall zurück und dann ist der Käse vom Tisch.

Das ist aber auch nur bis ca. in die frühen 40er sinnvoll, Stichwort 9/10-Regelung.
Da sollte man sich dann entschieden haben, in welcher KV man sein restliches Leben verbringt, sonst macht man als Rentner große Äuglein.

antworten

Artikel zu PKV

M&M Rating LV-Unternehmen 2018: Zinszusatzreserve beansprucht die Branche

Lebensversicherungen: Flaggen der Allianz Versicherung

Die anhaltend fordernde Situation am Kapitalmarkt beansprucht die Versicherungsbranche weiterhin. Dennoch behaupten sich die Gesellschaften sowohl im M&M Rating LV-Unternehmen als auch im M&M Belastungstest. Neun Versicherer erhalten eine 5-Sterne-Bewertung im Rating und 25 Versicherer erreichen ein ausgezeichnetes Ergebnis im M&M Belastungstest.

Berufsunfähigkeitsversicherung-Rating 2017: Kaufmännische Berufe

Ein Lego-Männchen im Anzug mit einem Gipsbein, Plaster und Verletzungen im Gesicht und Gehstützen..

Grundlage für das 2. Berufsunfähigkeitsversicherung-Rating vom Institut für Vorsorge- und Finanzplanung ist das Tarifangebot von 38 Versicherungsgesellschaften. Es wurden die selbstständigen Berufsunfähigkeitsversicherungen (SBU) anhand von bis zu 110 Kriterien analysiert. Dabei erfolgte eine Einteilung der BU-Tarife in sechs Berufsgruppen: Kaufmännische Berufe, Selbstständige, Studenten, Azubis, medizinische Berufe und Handwerker. Insgesamt wurden 38 BU-Tarife in den Ratingbereichen Unternehmen, Preis-Leistung, Flexibilität und Transparenz untersucht.

BU-Studie 2017: Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt nicht immer

Ein Sanitäter und eine Santäterin mit einem Pferdeschwanz laufen mit ihren orangenen Rettungswesten nebeneinander her. Er trägt einen großen roten erste Hilfe Rucksack. Auf ihrem Rücken sieht man das Rote Kreuz Zeichen.

Das durchschnittliche Alter für eine Berufsunfähigkeit beträgt etwa 46 Jahre und die Rente aus der Berufsunfähigkeitsversicherung knapp 800 Euro. Das zeigt ihre Bedeutung für die Absicherung der Existenz und die Unterversorgung in der Rentenhöhe. Lediglich jeder vierte Erwerbstätige sichert seine Arbeitskraft überhaupt ab. Ein Grund könnten die unklaren und unverbindlichen Vertragswerke sein. Laut einer aktuellen Studie ist die Leistung der Berufsunfähigkeitsversicherung im Ernstfall nicht sicher.

Berufsunfähigkeitsversicherung: Beiträge für WWK-Kunden steigen um bis zu 40 Prozent

Berufsunfähigkeitsversicherung: Ein Mann schaut betrübt zu Boden.

Auf einige Berufsunfähigkeitsversicherte wartet mit dem Jahreswechsel eine böse Überraschung. Der Versicherer WWK hat zum neuen Jahr die Beiträge für Kunden, die eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) abgeschlossen haben, um bis zu 40 Prozent erhöht. Der gemeinnützige Verbraucher-Ratgeber Finanztip erklärt, wieso Anbieter von Berufsunfähigkeitsversicherungen Prämien einfach erhöhen können und worauf Verbraucher deshalb achten sollten.

Broschüre: Die private Berufsunfähigkeitsversicherung

GDV-Broschüre zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Wann genau ist man berufsunfähig? Welche Rolle spielen aktuelle und frühere Erkrankungen? Kann man sich auch anders absichern? Diese Fragen beantwortet die Broschüre "Die private Berufsunfähigkeitsversicherung" des Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV).

M&M BU-Rating 2017: Mehr Berufsunfähigkeitsrenten in Auszahlung

Ein gelber Rettungshubschrauber vom ADAC.

Die Versicherungsanalysten von MORGEN & MORGEN haben den Markt für Berufsunfähigkeitsversicherungen (BU) in ihrem BU-Ranking 2017 untersucht. Das Rating betrachtet insgesamt 524 BU-Tarife von 69 verschiedenen Anbietern einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Es werden aktuell mehr Berufsunfähigkeitsrenten ausgezahlt und das Rating bescheinigt einem Großteil der BU-Tarife eine ausgezeichnete Qualität. Das Neugeschäft geht dennoch weiter zurück.

Demografie-Wandel bedroht Versicherer: Weniger Neukunden, höhere Schadensquoten

Ein Seniorenpaar geht spazieren.

Die Studie „Auswirkung der demografischen Entwicklung auf die Marktpotenziale von Versicherungen und Kreditinstituten“ des des IMWF Instituts für Management und Wirtschaftsforschung offenbart, dass bis 2050 mehr als vier Millionen Menschen weniger Hausratsversicherungen, KFZ- und Privathaftpflicht haben. Grund dafür ist die längere Lebenserwartung der Deutschen bei gleichzeitig sinkenden Geburtsraten.

BU-Versicherungsblog am besten

Screenshot von Helbergs Versicherungsblog.

Wer im Internet nach Versicherungen sucht, verliert schnell den Überblick. Eine wissenschaftliche Studie der Technischen Universität Dresden bringt Licht in den Informationsdschungel zu Versicherungen im Internet. Der Versicherungsblog des auf Berufsunfähigkeitsversicherungen spezialisierten Versicherungsmaklers Matthias Helberg ist Deutschlands bester Versicherungsblog.

Versicherungslexikon vom Institut für Versicherungswesen der TH Köln

Versicherungslexikon der TH Köln

Das Versicherungslexikon vom Instituts für Versicherungswesen der TH Köln erklärt die wichtigsten Versicherungsarten und Fachbegriffe aus dem Fachbereich Versicherung. Über die Suchfunktion im Lexikon lassen sich versicherungsspezifischer Fachtermini zudem in Englisch übersetzen. Das Fachlexikon für Versicherungen ist auch als App für Android und iOs verfügbar.

Gesetzliche Krankenversicherung für Berufsanfänger

Eine Hand schreibt "Gesetzliche Krankenversicherung für Berufsanfänger" auf eine Kreidetafel.

Die Studienzeit empfinden viele Menschen als eine der schönsten Lebensphasen. Man hat lange Semesterferien, Zeit zum Reisen und lernt ganz unkompliziert interessante Menschen kennen. Obwohl viele Studenten nicht mehr zuhause, sondern in WGs oder mit dem Partner zusammenleben, sind sie oft noch über die Krankenversicherung der Eltern abgesichert. Doch was ändert sich mit dem Einstieg in die Berufstätigkeit?

Versicherungstipps für Studenten

Ein Werbeplakat der Allianz mit einem Mann auf einem Roller auf einem Feldweg, der Aufschrift: Lösungen für jede Lebenslage, steht im Grünen von Gräsern und Büschen umgeben.

Mit Versicherungsangelegenheiten setzen sich die wenigsten Studenten gerne auseinander, denn Versicherungen sind ein unangenehmer Kostenpunkt im studentischen Budget und bringen bisweilen einiges an Papierkrieg mit sich. Trotzdem lohnt es sich, sich damit einmal eingehend zu beschäftigen und sich zu überlegen, was man an Versicherungsschutz braucht und was nicht.

Lebensversicherung für Selbstständige: Was man wissen sollte

Lebensversicherung: Ein Paragleider fliegt über eine Bergwelt.

Die Selbständigkeit ist für viele Menschen ein lohnenswerter Schritt, er birgt jedoch einige Risiken. Diese lassen sich mit passenden Versicherungen allerdings auf ein Minimum reduzieren.

Auf diese Versicherungen sollten keine Studenten verzichten

Ein Mann klettert an einer Felswand steil nach oben.

WG-Partys, Gefälligkeitsdienste bei Freunden oder Schlüsselverlust: Auch im Studium ist es sinnvoll einen Versicherungsschutz zu genießen. Besonders dann, wenn die Familienhaftpflichtversicherung nicht mehr greift. Die Deutsche Vermögensberatung (DVAG) gibt Tipps, wie Studierende Geld sparen und trotzdem optimal versichert sind.

Darum lohnt sich die Haftpflichtversicherung auch für junge Leute

Ein Lego-Männchen im Anzug mit einem Gipsbein, Plaster und Verletzungen im Gesicht und Gehstützen..

Versicherungen gehören für Studierende oder gerade volljährig gewordene Jugendliche nicht unbedingt zu den Dingen, die weit oben auf der Prioritätenliste stehen. Bis zur Volljährigkeit haftet ja auch die Versicherung der Eltern, wenn die Kids einmal aus Unachtsamkeit Scherben aus einer Vase machen - doch spätestens in der ersten WG oder auf dem Weg zur Uni können solche Unfälle teuer werden. Eine Haftpflichtversicherung lohnt sich auch für junge Leute, Studierende und alle, die einen sorgenfreien Alltag schätzen.

Sind kapitalbildende Versicherungen sinnvoll?

Kapitalbildende Versicherungen: Euromünzen in einem Blumentopf mit einem Pflanzenspross.

Lebens- und Rentenversicherungen galten vor allem in den 1990er-Jahren als die besten kapitalbildenden Absicherungen. Heute haben sie aufgrund niedriger Zinsen und hoher Verwaltungskosten an Attraktivität eingebüßt. Lohnt sich der Abschluss einer solchen Police überhaupt noch?

Antworten auf PKV sehr teuer für Selbständige

Als WiWi Gast oder Login

Forenfunktionen

Kommentare 74 Beiträge

Diskussionen zu PKV

5 Kommentare

Private Krankenversicherung

WiWi Gast

Dafür sind die Beiträge als 30jähriger günstiger und man kann seine eigene Altersrückstellung bilden....Was man auch tuntlichst ma ...

52 Kommentare

Private KV nach Studium?

WiWi Gast

Krankenversicherung: Nie mehr zweite Klasse In Deutschland steht eine Revolution bevor: Die Zeit der privaten Krankenversicherung ...

Weitere Themen aus Versicherungen