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Unternehmen vor Diebstahl schützen

Im Jahr 2012 verursachte Wirtschaftskriminalität in Deutschland Schäden in Höhe von knapp 3,75 Milliarden Euro. Nicht nur große, sondern auch mittelständische Betriebe leiden darunter, wenn die Mitarbeiter ein kriminelles Verhalten an den Tag legen.

Ein Mann mit Kapuze wird von Scheinwerfern im Dunklen angestrahlt.

Wirtschaftskriminalität ist kein Kavaliersdelikt. Unternehmen leiden deutlich darunter, wenn sich die Angestellten am Kapital bereichern. Im Jahr 2012 verursachte Wirtschaftskriminalität in Deutschland Schäden in Höhe von knapp 3,75 Milliarden Euro. Eine beträchtliche Summe kommt so Jahr für Jahr zusammen. Nicht nur große, sondern auch mittelständische Betriebe leiden darunter, wenn die Mitarbeiter ein kriminelles Verhalten an den Tag legen. Geschäftsführer müssen bei Unregelmäßigkeiten in den Büchern aber nicht tatenlos bleiben, sondern sollten handeln.

Hinweise auf illegale Aktivitäten
Natürlich ist es nicht immer offensichtlich, dass ein Mitarbeiter sich falsch verhält und der Geschäftsführer ihn zum Beispiel bei einem Diebstahl von Waren erwischt. Es gibt aber deutliche Hinweise, die darauf hindeuten, dass etwas nicht stimmt. So kann es vorkommen, dass bei der jährlichen Inventur die Zahlen nicht übereinstimmen. Wer im Verkauf abends die Kasse überprüft, stellt vielleicht gelegentlich fest, dass zu wenig Geld vorhanden ist. Hat der vertrauenswürdige Mitarbeiter versehentlich zu viel Wechselgeld herausgegeben oder es sich in die eigene Tasche gesteckt? Vielleicht sind keine konkreten Beweise vorhanden und trotzdem bleibt ein seltsames Gefühl, dass im Unternehmen etwas in die falsche Richtung läuft. Für den Geschäftsführer ist es oft ein großer Schock, wenn er bemerkt, dass die Angestellten ihn hintergehen und sein Vertrauen missbrauchen.

Doch was ist nun zu tun? Häufig hat der Unternehmer nicht die Zeit, um seine Mitarbeiter zu überprüfen. Mittel- oder langfristig würde es auffallen, wenn er sich plötzlich um Bereiche kümmert, mit denen er vorher nichts zu tun hatte. Da es verschiedene Punkte gibt, an denen es zu Diebstahl kommen kann, wäre die Überwachung umfassend:

sind unter Umständen kriminell. Hier einen Überblick zu bekommen, ist für eine einzelne Person sehr schwer. Abgesehen davon, dass der Geschäftsführer kaum die Zeit hat, sich detektivisch zu betätigen, sondern weiterhin seinen Betrieb führen muss. Eine externe Stelle mit dieser Aufgabe zu beauftragen, ist in solchen Fällen sinnvoller. Bundesweit sind hierfür unterschiedliche Detekteien wie zum Beispiel unter www.detektei-lentz-im-einsatz.de zu finden, die ein allumfassendes Angebot ihren Klienten auch im geschäftlichen Bereich bieten.

Videokameras installieren
Handelt es sich nur um einen kleinen oder mittelständischen Betrieb, ist es durchaus sinnvoll, einige Maßnahmen zu treffen, die relativ leicht umzusetzen sind. Zu ihnen gehört die Überwachung mit Videokameras.

  1. In jedem Unternehmen gibt es kritische Bereiche, in denen leicht ein Diebstahl stattfinden kann. Dazu gehören die Kassen, Ein- und Ausgänge, das Lager oder der Eingang für das Personal. Je nach Schwerpunkt des Betriebes lassen sich auch im Büro oder in der Herstellung Unregelmäßigkeiten feststellen, die zu überprüfen sind. Hier sind die strategisch wichtigen Punkte, an denen Kameras zu installieren sind. Allerdings kann es weitere Standorte geben, die sich anbieten. Um sie herauszufinden, ist ein Fachmann zu beauftragen.
     
  2. Allerdings dürfen Geschäftsführer nicht still und heimlich Überwachungskameras installieren, da sie hoffen, so den Tätern möglichst schnell auf die Schliche zu kommen. Eine heimliche Überwachung ist nur dann möglich, wenn es bereits konkrete Hinweise gibt, dass ein Mitarbeiter sich bereichert. Liegt nur ein vager Verdacht vor oder ist die Maßnahme präventiv angelegt, ist das geheime Beobachten nicht erlaubt. Die Persönlichkeitsrechte der Mitarbeiter sind durch die Gesetze geschützt.
     
  3. Von einer sogenannten offenen Kameraüberwachung ist die Rede, wenn es offensichtlich ist, dass Kameras installiert sind. Sie ist dann erlaubt, wenn der Zweck der Maßnahme ist, beispielsweise in einem Ladengeschäft vor Diebstahl zu schützen. Möchte der Unternehmer hingegen ein Auge auf seine Schäfchen haben, um leichter herauszufinden, welcher von ihnen häufiger eine Zwischenpause einlegt, ist es nicht rechtens.
     
  4. Ist das Unternehmen groß genug, um einen Betriebsrat zu haben, muss dieser dem Vorhaben zustimmen.
     
  5. Private Bereiche in einem Betrieb dürfen allerdings nie  Gegenstand einer solchen Überwachung sein. Im Aufenthaltsraum oder in den sanitären Anlagen Kameras zu installieren, gilt als Verletzung der Persönlichkeitsreche. Der Geschäftsführer müsste dann selbst damit rechnen, vor Gericht erscheinen zu müssen.
     
  6. Haben Angestellte den Eindruck, dass in ihrem Betrieb Kameras ihre Persönlichkeitsrechte beschneiden, müssen sie dies übrigens nicht hinnehmen. Sie können sich an den Betriebsrat wenden und sich dort beschweren oder sich einen Anwalt nehmen und vor Gericht Schadensersatz einklagen. Es ist also immer im Sinne des Betriebes, sich bei der Installation rechtlich korrekt zu verhalten.

Den Schuldigen erwischen
Liegen Unregelmäßigkeiten vor und entscheidet sich der Unternehmer dafür, weiterführende Schritte einzuleiten, bietet es sich oft an, eine Mitarbeiterversammlung einzuberufen und die Angestellten darüber aufzuklären. Mit etwas Glück gehören die Vorkommnisse damit bereits der Vergangenheit an, weil der Dieb stark verunsichert ist und sich ertappt fühlt. Da weitere Zwischenfälle in der Zukunft aber nicht auszuschließen sind, sollte er die Mitarbeiter dafür sensibilisieren, die Augen offen zu halten und Auffälligkeiten sofort zu melden.

Lässt sich ein Angestellter auf frischer Tat ertappen, steht die eigene Sicherheit an erster Stelle. Besteht die Gefahr, dass er flüchtet, ist das Recht auf der Seite des Unternehmers und er oder seine Angestellten dürften ihn festhalten bis die Polizei eintrifft.


Bildquelle 1,2: Pixabay.com © (CC0 1.0) - Joergelmann und Antranias

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