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Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

Hi,

meine Partnerin und ich überlegen, nach dem Studium bzw. den ersten 2 Jahren im Job in die Schweiz auszuwandern. Beweggründe sind vor allem, dass dort die Demokratie besser zu funktionieren scheint, die Jobaussichten (besonders für mich im AM) sehr gut sind und natürlich deutlich mehr Netto vom bereits deutlich höheren Brutto bleibt. Klar, Lebenshaltungskosten sind ebenso deutlich höher, aber rein aus finanzieller Sicht sollte es sich bereits lohnen.

Wir möchten dort dann auch langfristig bleiben, ein Haus kaufen/bauen und unsere Kinder großziehen, sobald es sie gibt.

Da hier ja viele zu sein scheinen, die den Schritt in die Schweiz bereits gewagt haben, würde ich gerne von euren Erfahrungen profitieren.
In wie weit sind unsere Vorstellungen realistisch oder naiv?
Würdet ihr den Schritt noch einmal machen?
Auf welche Dinge sollten man im Vorfeld besonderen Fokus legen bzgl. Informationssammlung, möglichen Risiken, ...?

Viele Grüße

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

Hier im Forum gibt es dazu bereits schon große Threads.

Kurzform: Je nach Job und vorallem als Single oder DINKs, sowie eigenen Lebenansprüchen kann es sich lohnen. Mit Familie und Wunsch nach einem Eigenheim ohne

  • reiche Eltern und/oder hohe Erbschaft und/oder sehr hoher Führungsjob
    nicht mehr machbar.
    Als DINK oder Single kann es sein, dass trotz der höheren Kosten mehr übrig bleibt, aber mit Familie nicht immer. Vieles was in Deutschland gratis oder fast gratis ist, muss man in der Schweiz selber bezahlen, besonders Kinderbetreuung ist teuer, Zahnarzt wird nicht bezahlt und jedes Kind und ggf. ein nicht arbeitendener Partner braucht eine eigene Krankenversicherungspolice, es gibt keine kostenlose Mitversicherung wie in der GKV in Deutschland. Mieten, besonders für familiengeeigneten Wohnraum sind sehr hoch.
    Von der direkten Demokratie hat man als Ausländer, ja das sind Deutsche in der Schweiz, erstmal wenig. Man darf selber nicht abstimmen. Um Schweizer zu werden dauert es ziemlich lange.
    Was meinst Du genau mit AM? was habt ihr für Qualifikationen, BE? wart ihr mal in der Schweiz, habt ihr euch schon Gedanken gemacht, wohin es in der Schweiz gehen soll?
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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

Mit AM meine ich Asset Management. Dementsprechend würde es uns vermutlich nach Zürich ziehen. Meine Partnerin ist da mit ihrer Richtung etwas variabler, deshalb gebe ich das Ziel quasi vor.
Qualifikationen werden jeweils ein Masterabschluss sein und an Berufserfahrung werden wir dann so 1 bis 3 Jahre in Deutschland gesammelt haben.

Das Demokratieargument ist auch eher, dass dort sinnvollere politische Entscheidungen getroffen werden als hier bzw. die Verschwendung auf Kosten der gesamten Bevölkerung durch die Launen weniger Politiker nicht so arg ausgeprägt ist. Dass wir nicht mitbestimmen können, ist uns klar, aber das können wir in Deutschland ja auch nicht.

Wegen Eigenheim: Ist das wirklich so schlimm? Mittelfristig gehe ich schon davon aus, dass wir gemeinsam vor Steuern etwa auf 250-300k CHF jährlich kommen.
Aber wenn ich mir diese Statistik (https://www.nzz.ch/finanzen/wo-der-quadratmeter-am-meisten-kostet-ld.1322569) ansehe, laut der Wohneigentum einfach mal das Dreifache ggü. Frankfurt kostet, dann spricht dieser Punkt doch eher dafür hierzubleiben. Würde in unserem persönlichen Warenkorb die Ausgaben in diesem Bereich nämlich stark übergewichten und dann ist der Reallohnvorteil auch schon wieder Geschichte.

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

250-300k CHF sind etwas optimistisch wenn ihr beide erst recht frisch mit dem Master fertig seid.

Wohneigentum in der Schweiz funktioniert ein bisschen anders als in DE, einen Großteil der Hypothek zahlt man gar nicht erst ab und steuerlich ist auch einiges anders. Ich bin da bei weitem kein Experte, aber von ein paar Zahlen ohne Kontext solltest du dich wirklich nicht von deinen Plänen abbringen lassen.

Wenn Kinder geplant sind, solltet ihr euch auch bewusst sein, dass Elternzeit bei weitem nicht so großzügig wie in DE vergeben wird.

Vorab macht es sicher Sinn, sich über die Lebenshaltungskosten und die Unterschiede zu Deutschland zu informieren. Altersvorsorge, Krankenversicherung (wie weiter oben schon erwähnt: Zahnarzt ist z.B. nicht inklusive), Steuern & Sozialabgaben, Besonderheiten verschiedener Kantone usw.

Ich persönlich habe die Auswanderung absolut nicht bereut und bin definitiv glücklicher als in Deutschland, insgesamt ist meine Lebensqualität sehr stark gestiegen (was auch am Gehalt liegt).

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

Bin selbst in der Schweiz aufgewachsen und lebe mittlerweile in Deutschland (leider). Meine beiden Eltern haben ca 15 Jahre in der Schweiz gearbeitet (beide Deutsche) und wir haben in Zürich gelebt.

Also vorneweg die Schweiz ist definitiv Deutschland in jeder Hinsicht überlegen(direkte Demokratie, Sozialsystem, Wohlstand, Kriminalität, Und keine Massive Illegale Migration). Als deutscher hat man jedoch einen Schweren Stand drüben. Du musst dich definitiv anpassen und deine Art teilweise wie du mit Menschen umgehst ändern, sprich weniger Direkt sein und Extrem Höflich sein(ist in Deu eher weniger der Standart). Ich konnte zwar perfekt Schwizadütsch habe es aber leider in der Zeit in deu verlernt, weil es sonst niemand In Der Familie konnte. Wenn du kein ausnahmslos perfektes schwizadütsch kannst lass es es zu sprechen. Schweizer mögen das nicht. Sprich lieber Hochdeutsch, aber zwing niemandem die Hochdeutsche Sprache aus. Also frag immer erst, entschuldigen Sie mich könnten Sie mit mir in Hochdeutsch antworten oder so etwas in der Art wenn du kein Schwizadütsch kannst. Dann sind die Leute viel empfänglicher weil du es nicht als Selbstverständlivhkeit sieht das sie Hochdeutsch sprechen. Für die Schweizer ist es teilweise sehr anstrengend Hochdeutsch zusprechen, wie eine Fremdsprache für sie fast.

Also Schweiz ist Meilen vor Deutschland aber du musst mit abwertung gegenüber dir leben müssen + dich anpassen.

Mit freundlichen Grüßen

Leider aus Dem Taunus und leider nicht mehr vom Zürichsee(Wunderschön wenn klares Wetter ist wegen dem Alpenblick)

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

War selbst 3 Jahre in CH und kann dem nur zustimmen. Schweiz macht vieles besser als DE. Die hier angesprochene Immigrationen ist das beste Beispiel.

Aber dort bist du am unteren Ende der Gesellschaft, damit musst du klar kommen. Viele in CH haben reiche Eltern. Das kannst du nicht mehr aufholen. Genauso wirst du bei der Karriere immer etwas benachteiligt, weil du kein Schweizer bist. Langfristig war das für mich nichts und bin deshalb wieder nach DE.

Es kommt sehr stark auf euch an. Ich kenne einige, die sind sofort wieder zurück nach DE und andere, die lieben es dort. Seid ihr sehr sozial, habt ein großes Umfeld? Dann würde ich eher in DE bleiben.

WiWi Gast schrieb am 03.01.2019:

Bin selbst in der Schweiz aufgewachsen und lebe mittlerweile in Deutschland (leider). Meine beiden Eltern haben ca 15 Jahre in der Schweiz gearbeitet (beide Deutsche) und wir haben in Zürich gelebt.

Also vorneweg die Schweiz ist definitiv Deutschland in jeder Hinsicht überlegen(direkte Demokratie, Sozialsystem, Wohlstand, Kriminalität, Und keine Massive Illegale Migration). Als deutscher hat man jedoch einen Schweren Stand drüben. Du musst dich definitiv anpassen und deine Art teilweise wie du mit Menschen umgehst ändern, sprich weniger Direkt sein und Extrem Höflich sein(ist in Deu eher weniger der Standart). Ich konnte zwar perfekt Schwizadütsch habe es aber leider in der Zeit in deu verlernt, weil es sonst niemand In Der Familie konnte. Wenn du kein ausnahmslos perfektes schwizadütsch kannst lass es es zu sprechen. Schweizer mögen das nicht. Sprich lieber Hochdeutsch, aber zwing niemandem die Hochdeutsche Sprache aus. Also frag immer erst, entschuldigen Sie mich könnten Sie mit mir in Hochdeutsch antworten oder so etwas in der Art wenn du kein Schwizadütsch kannst. Dann sind die Leute viel empfänglicher weil du es nicht als Selbstverständlivhkeit sieht das sie Hochdeutsch sprechen. Für die Schweizer ist es teilweise sehr anstrengend Hochdeutsch zusprechen, wie eine Fremdsprache für sie fast.

Also Schweiz ist Meilen vor Deutschland aber du musst mit abwertung gegenüber dir leben müssen + dich anpassen.

Mit freundlichen Grüßen

Leider aus Dem Taunus und leider nicht mehr vom Zürichsee(Wunderschön wenn klares Wetter ist wegen dem Alpenblick)

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

Bewerbung für HSG und UZH direkt raus.

WiWi Gast schrieb am 03.01.2019:

War selbst 3 Jahre in CH und kann dem nur zustimmen. Schweiz macht vieles besser als DE. Die hier angesprochene Immigrationen ist das beste Beispiel.

Aber dort bist du am unteren Ende der Gesellschaft, damit musst du klar kommen. Viele in CH haben reiche Eltern. Das kannst du nicht mehr aufholen. Genauso wirst du bei der Karriere immer etwas benachteiligt, weil du kein Schweizer bist. Langfristig war das für mich nichts und bin deshalb wieder nach DE.

Es kommt sehr stark auf euch an. Ich kenne einige, die sind sofort wieder zurück nach DE und andere, die lieben es dort. Seid ihr sehr sozial, habt ein großes Umfeld? Dann würde ich eher in DE bleiben.

WiWi Gast schrieb am 03.01.2019:

Bin selbst in der Schweiz aufgewachsen und lebe mittlerweile in Deutschland (leider). Meine beiden Eltern haben ca 15 Jahre in der Schweiz gearbeitet (beide Deutsche) und wir haben in Zürich gelebt.

Also vorneweg die Schweiz ist definitiv Deutschland in jeder Hinsicht überlegen(direkte Demokratie, Sozialsystem, Wohlstand, Kriminalität, Und keine Massive Illegale Migration). Als deutscher hat man jedoch einen Schweren Stand drüben. Du musst dich definitiv anpassen und deine Art teilweise wie du mit Menschen umgehst ändern, sprich weniger Direkt sein und Extrem Höflich sein(ist in Deu eher weniger der Standart). Ich konnte zwar perfekt Schwizadütsch habe es aber leider in der Zeit in deu verlernt, weil es sonst niemand In Der Familie konnte. Wenn du kein ausnahmslos perfektes schwizadütsch kannst lass es es zu sprechen. Schweizer mögen das nicht. Sprich lieber Hochdeutsch, aber zwing niemandem die Hochdeutsche Sprache aus. Also frag immer erst, entschuldigen Sie mich könnten Sie mit mir in Hochdeutsch antworten oder so etwas in der Art wenn du kein Schwizadütsch kannst. Dann sind die Leute viel empfänglicher weil du es nicht als Selbstverständlivhkeit sieht das sie Hochdeutsch sprechen. Für die Schweizer ist es teilweise sehr anstrengend Hochdeutsch zusprechen, wie eine Fremdsprache für sie fast.

Also Schweiz ist Meilen vor Deutschland aber du musst mit abwertung gegenüber dir leben müssen + dich anpassen.

Mit freundlichen Grüßen

Leider aus Dem Taunus und leider nicht mehr vom Zürichsee(Wunderschön wenn klares Wetter ist wegen dem Alpenblick)

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

WiWi Gast schrieb am 03.01.2019:

250-300k CHF sind etwas optimistisch wenn ihr beide erst recht frisch mit dem Master fertig seid.

Klar nicht zum Einstieg, aber bei dem was ich so gelesen habe, sollte das in Summe aus AM und Konzern im dann 3. bis 5. Jahr schon durchaus drin sein. Außer natürlich, die Quellen sind mal wieder völlig daneben, wie leider so oft in Gehaltsfragen.

WiWi Gast schrieb am 03.01.2019:

Wohneigentum in der Schweiz funktioniert ein bisschen anders als in DE, einen Großteil der Hypothek zahlt man gar nicht erst ab und steuerlich ist auch einiges anders. Ich bin da bei weitem kein Experte, aber von ein paar Zahlen ohne Kontext solltest du dich wirklich nicht von deinen Plänen abbringen lassen.

Irgendjemand anderes hier, der dazu mehr sagen kann?

Auf jeden Fall schonmal vielen Dank an dich, war ein sehr hilfreicher Beitrag!

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

Gut, mit Asset Management kenne ich mich nicht aus, aber 150k+ sind je nach Unternehmen recht ambitioniert in den ersten Jahren.

Nochmal zum Wohneigentum: Im Grunde musst du den Eigenmietwert (also die theoretischen Mieteinnahmen) als Einkommen versteuern wenn du deine Immobilie selbst bewohnst. Dafür kannst du aber Schuldzinsen vom Einkommen abziehen. Wenn du also übermäßig das Haus / die Wohnung abbezahlst, zahlst du mehr Steuern.

Die Hypothek (nochmal zur Klarstellung: Ich habe nur oberflächliches Wissen in dem Bereich und kann mich auch irren) wird wohl aufgeteilt, mindestens 20% des Kaufpreises müssen als Eigenkapital eingebracht werden, maximal 80% können als Hypothek aufgenommen werden. Die erste Hypothek deckt maximal 65% ab, die zweite (oder dritte oder wie viele du auch immer aufnehmen willst) deckt die restlichen 15% ab. Diese 15% musst du innerhalb von 15 Jahren tilgen. Insbesondere bei den niedrigen Zinsen lässt man die restlichen 65% ungetilgt und investiert das Geld lieber um so mehr Rendite einzufahren, man zahlt nur die Schuldzinsen (die steuerlich dann auch abgesetzt werden können). Wie viel man abzahlt hat auch Einfluss auf die Möglichkeit, eine neue Hypothek für Renovierungen oder so aufzunehmen, aber da kenne ich die Details nicht.

Prinzipiell kann man somit deutlich günstiger leben als wenn man zur Miete wohnt und zur Rente wird das Eigentum dann verkauft mit dem Hintergedanken, dass der Wert bis dahin gestiegen ist.

Es ist also definitiv nicht der Fall, dass man Summe X als Kredit aufnimmt und einfach bis zur Rente abbezahlt.

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

Das verstehe ich nicht. Warum lässt man die andere Hypothek ungetilgt? Die hat doch bestimmt auch eine maximale Laufzeit was einen gebundenen Zins angeht, oder? Sonst würde ja niemand mehr die Hypotheken abbezahlen?

WiWi Gast schrieb am 03.01.2019:

Gut, mit Asset Management kenne ich mich nicht aus, aber 150k+ sind je nach Unternehmen recht ambitioniert in den ersten Jahren.

Nochmal zum Wohneigentum: Im Grunde musst du den Eigenmietwert (also die theoretischen Mieteinnahmen) als Einkommen versteuern wenn du deine Immobilie selbst bewohnst. Dafür kannst du aber Schuldzinsen vom Einkommen abziehen. Wenn du also übermäßig das Haus / die Wohnung abbezahlst, zahlst du mehr Steuern.

Die Hypothek (nochmal zur Klarstellung: Ich habe nur oberflächliches Wissen in dem Bereich und kann mich auch irren) wird wohl aufgeteilt, mindestens 20% des Kaufpreises müssen als Eigenkapital eingebracht werden, maximal 80% können als Hypothek aufgenommen werden. Die erste Hypothek deckt maximal 65% ab, die zweite (oder dritte oder wie viele du auch immer aufnehmen willst) deckt die restlichen 15% ab. Diese 15% musst du innerhalb von 15 Jahren tilgen. Insbesondere bei den niedrigen Zinsen lässt man die restlichen 65% ungetilgt und investiert das Geld lieber um so mehr Rendite einzufahren, man zahlt nur die Schuldzinsen (die steuerlich dann auch abgesetzt werden können). Wie viel man abzahlt hat auch Einfluss auf die Möglichkeit, eine neue Hypothek für Renovierungen oder so aufzunehmen, aber da kenne ich die Details nicht.

Prinzipiell kann man somit deutlich günstiger leben als wenn man zur Miete wohnt und zur Rente wird das Eigentum dann verkauft mit dem Hintergedanken, dass der Wert bis dahin gestiegen ist.

Es ist also definitiv nicht der Fall, dass man Summe X als Kredit aufnimmt und einfach bis zur Rente abbezahlt.

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

Naja, genau das scheint der Fall zu sein - der Großteil zahlt die Hypothek nicht komplett ab. Soweit ich weiß wird der Kredit nur vergeben wenn man mindestens X% Zinsen zahlen kann (wobei X deutlich größer als die aktuellen Zinsen ist). Insgesamt kommt mir das auch ziemlich riskant vor, aber so wird (zumindest laut meinen Schweizer Freunden und meinem Wissensstand) Eigentum wohl erworben.

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

In der CH bezahlt man den Kredit meist nicht ganz ab, weil man auf ein abbezahltes, selbstgenutztes Eigenheim ansonsten den Mietwert als eine Art geldwerten Vorteil versteuern muss, den so genannten Eigenmietwert. Daher bleibt man das Leben lang abhängig von der Bank. Nicht wenige in der Schweiz bekommen in der Rente ihre Probleme, weil die Bank meint, die Rente/Pension sei nicht ausreichend für eine weitere Verlängerung der Hypothek und müssen verkaufen.

Eigenheim in der Schweiz und auch noch in der Region Zürich, das ist was für reiche Erben, hohe Führungskräfte oder Millionäre aus aller Welt die sich da zum Steuern sparen niederlassen.
Für ein ganz normales Haus im Umland von Zürich bezahlt man schnell mal 2 Mio CHF, da sind schon 400k CHF Eigenkapital notwendig, da ist kein Verhandlungsspielraum. Anschliessend braucht man als Daumenregel mindestens das 5 fache Bruttogehalt der Hypothek. Macht bei 2 Mio Kaufpreis, 400k Eigenkapital 1,6 Mio Hypothek, also mindestens 320k Bruttogehalt zusammen, wobei manche Banken zur Sicherheit ein Gehalt nicht zu 100% anrechnen, falls mal eines temporär weg fallen sollte. Wehe man verliert mal den Job und man muss mit der Bank die Hypothek neu verhandeln oder man findet wieder einen Job und verdient weniger => Haus muss unter Druck schnell verkauft werden, ggf. mit Verlust und ganzes Eigenkapital ist weg. Das Kündigungsrecht in der Schweiz ist sehr liberal, daher kann diese Situation sehr schnell mal eintreten. Daher: Eher was für absolute Top Verdiener oder reiche Erben.

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

Danke für den Einblick. Klingt mir danach dass man Häuser in CH besser als Investment vermietet als es sich selber darin gemütlich zu machen...

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

Was ich noch ergänzen wollte: Man zahlt als Selbstnutzer eine Steuer auf den geldwerten Vorteil, auf das was man an fiktiver Miete bezahlen würde, diese wird aufs Einkommen angerechnet, davon abziehen darf man die Hypothekenzinsen, darum werden Immobilien in der Schweiz fast nie ganz abbezahlt. Gleichzeitig muss man aber ein Stück weit abbezahlen, sonst muss man als Rentner das Haus verkaufen, weil die Hypothek zu hoch für einen Pensionär wäre, wobei das ist es heute eh oft schon.

Zum Investment: Dafür braucht man wirklich sehr viel übriges Geld in der Schweiz und die Mietrenditen sind extrem gering, weil man dort mit Superreichen und Pensionsfonds am Markt konkurriert, die in alles verfügbare investiert, was mehr als 0% Rendite abwirft. Im Beispiel oben: 400k Eigenkapital, mit den Mieteinahmen kann man vielleicht die Hypothekenzinsen und Teile der Instandhaltung decken. Viel mehr ist kaum drin. Sowas als Investment können sich nur die leisten, die wirklich reich sind.

In Kurzform: Immobilien in der Schweiz (Anlage wie Selbstnutz) ist was sehr Reiche, nichts für kleine Angestellte ohne nennenswerte schweizer Erbschaft oder (aus schweizer Sicht) reiche Eltern im Hintergrund. Schweiz ist viel mehr als Deutschland ein Mieterland. Wer als Einwanderer vom Eigenheim träumt, ist in der Schweiz eher falsch. Ausnahmen siehe oben.

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

So attraktiv die allgemeinen Rahmenbedingungen in der Schweiz klingen, das Immobilienthema empfinde ich als eher abschreckend. Das ist in Ballungszentren in DE schon schlimm genug, aber dass man einen geldwerten Vorteil für die Eigennutzung einer abbezahlten Immobilie versteuern muss, ist doch Schikane.

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

Ich würde ehrlich gesagt die Finger von der Schweiz lassen. Es klingt immer toller als es ist und das Gras ist immer grüner auf der anderen Seite. Man verdient gut aber langfristig sind die Kosten enorm (!) und vielen wird es nach wenigen Jahren wieder dermaßen langweilig weil Zürich mit 350k Einwohnern die mit Abstand größte Stadt ist. Schweizer sind nett aber sehr verschlossen, und um in der Schweiz das Leben genießen zu können muss man wie bereits von anderen erwähnt, reiche Eltern haben (ja, es hilft auch noch bis 40). Als Deutscher verdienst du deine 150k pro Person pro Jahr sicherlich nicht nach 5 Jahren, eher nach 10 wenn du Glück hast. Die Jobs auf höherer Ebene bekommen entweder sehr erfahrene Ausländer, oder Schweizer, keine frisch zugezogenen Deutschen. Mit 200k brutto kannst du (zu zweit) eher rechnen, womit man mit Kindern usw. im Endeffekt doch schlechter als in FFM o.ä. lebt, abgesehen von der angenehmen Natur, Bergen, Seen. Als Deutscher ist man kulturell, politisch und ökonomisch am untersten Ende der Nahrungskette, es sei denn du bist einer von den Deutschen wo die Eltern 5M+ Vermögen haben, die immer wieder mit der Geldspritze nachhelfen können.

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

Frage: Warum sollte in einem sehr kleinen Land mit dazu noch viel Gebirge das Wohnen auch im Ansatz nur gleich teuer, gar noch billiger als in Deutschland sein?

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

WiWi Gast schrieb am 04.01.2019:

Frage: Warum sollte in einem sehr kleinen Land mit dazu noch viel Gebirge das Wohnen auch im Ansatz nur gleich teuer, gar noch billiger als in Deutschland sein?

Wenn der Unterschied 1m hinter der Grenze beginnt dann sind es nicht die Berge sondern die Gesetze. Gruß vom beschneiten Feldberg in die Niederungen von Dt-Ch

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

WiWi Gast schrieb am 04.01.2019:

WiWi Gast schrieb am 04.01.2019:

Frage: Warum sollte in einem sehr kleinen Land mit dazu noch viel Gebirge das Wohnen auch im Ansatz nur gleich teuer, gar noch billiger als in Deutschland sein?

Wenn der Unterschied 1m hinter der Grenze beginnt dann sind es nicht die Berge sondern die Gesetze. Gruß vom beschneiten Feldberg in die Niederungen von Dt-Ch

Es sind nicht nur die Berge, sondern auch die Gesetze und sehr viel Kapital, auch internationales Kapital was massiv in die Schweiz fliesst und dort investieren will, das pusht massiv die Preise. Sehr oft fast schon irrational, da die Renditen sehr gering sind. Da wird teilweise nur investiert um keinen Negativzins bezahlen zu müssen.

150k als Deutscher ist auch eine Hausnummer. Das haben viele auch nach 10 Jahren nicht in vielen hochqualifizierten Berufen. Zu Zweit als Akademikerpaar 200k ist schon eher realistisch mit über 5-10 Jahren BE. Nur wehe man will mal Kinder, sieht es anders aus. Kinderbetreuung ist extrem teuer und kann gerne mal 2000-4000 CHF pro Monat und Kind kosten. Daher bleiben viele Frauen lange zuhause und ein Gehalt fällt weg.

Die Schweiz ist toll, aber nicht für jeden und nicht für jede Ansprüche. Für typische Großstädter, die keinen Wert auf Wohneigentum legen, sondern lieber mieten, keine geräumige, zentrale Wohnung brauchen, sondern ihr Geld lieber für sehr weite Reisen, Mode, Essen ausgeben, keine Kinder haben, fahren in der Schweiz meist besser als in einer deutschen Großstadt. Sehr viele Schweizer, selbst aus der unteren Mittelschicht, reisen extrem viel. Man hat ja nicht viel Urlaub, daher muss es weit sein, wenn man schon frei hat und außerdem: Wozu sollte man in der Schweiz sonst Geld sparen? Eigenheim? s.o., kann man meist vergessen, der untere Mittelstand sowieso, selbst auf dem tiefsten Land.

Typische Immo Käufer im Raum Zürich sind: 50 jährige ERSTKäufer, keine Kinder, beides gehobene Akademikerjobs, 20 Jahre lang fürs Eigenkapital gespart, oder Paare zwischen 30 und 40 mit Akademikerjobs, die mal eine Mio von den Eltern/Großeltern bekommen haben. Z.B. altes Haus von Oma in der Pampa für ne Mio geerbt, verkauft und das wird genutzt um ein normales 2 Mio CHF Haus im Umland von Zürich anzuzahlen. Sowas ist bei den Ur-Schweizern relativ häufig. Wer auf sowas nicht zurück greifen kann, braucht einen hohen Führungsposten. Das ist die nächste Käuferschicht, Führungskräfte ausländischer Herkunft mit mehreren huntertausend CHF Jahresgehalt, um die 50, die sich das EK hart zusammen gespart haben. Sonst keine Chance, ausser man wird Grenzgänger, wohnt also in Italien, Frankreich, Deutschland oder Österreich und pendelt zur Arbeit in die Schweiz.

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

"Der Vogt erkennt den Bauer und guten Schützen Tell. Er fragt: "Tell warum missachtest du meine Gesetzte?" Tell: "Warum soll ich eine Stange mit Hut grüssen. Das ist doch Schwachsinn!"

Einen Tell gab es in der Schweiz aber nur als Legende... Vielleicht ist das auch ihr Problem.

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

Was man auch noch sagen muss ist, dass gerade in Deutschland die eher rechts der Mitte stehenden die Schweiz manchmal glorifizieren. Das ist m.M. nach größtenteils Heidi Romantik. In der Schweiz gibt es 25 % Ausländer plus fast noch mal 15% eingebürgerte Schweizer. Es gibt auch in der Schweiz viele Flüchtlinge und fahrt mal durch gewisse Viertel von Zürich, Basel oder Genf, da hört man kaum die einheimische Sprache auf der Straße und eine Dönerbude und ein islamischer Kulturverein reiht sich an den nächsten. Mag sein, dass manche Bioschweizer mit Erbschaft und guten Connections ein schönes Haus mit Berg- und Seeblick haben und schön im Grünen in Sicherheit wohnen. Aber die meisten zugewanderten Ausländer, ja auch Deutsche, wohnen irgendwo in einem tristen Vorort in einem Mehrfamilienhaus zur Miete und die Nachbarn sind nicht selten genauso Multikulti wie im Ruhrgebiet. Nur im Ruhrgebiet hat man mit Akademikereinkommen die Chance, da raus zu kommen und sich mal ein Haus zu kaufen, in der Schweiz, besonders im Umland von Zürich, eher nicht.

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

Als Vermögender kann man überall gut leben. Das ist nichts neues.

Als arme Sau ist es an manchen Orten weniger schlimm als an anderen. Das ist auch nichts neues.

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

WiWi Gast schrieb am 05.01.2019:

Was man auch noch sagen muss ist, dass gerade in Deutschland die eher rechts der Mitte stehenden die Schweiz manchmal glorifizieren. Das ist m.M. nach größtenteils Heidi Romantik. In der Schweiz gibt es 25 % Ausländer plus fast noch mal 15% eingebürgerte Schweizer. Es gibt auch in der Schweiz viele Flüchtlinge und fahrt mal durch gewisse Viertel von Zürich, Basel oder Genf, da hört man kaum die einheimische Sprache auf der Straße und eine Dönerbude und ein islamischer Kulturverein reiht sich an den nächsten. Mag sein, dass manche Bioschweizer mit Erbschaft und guten Connections ein schönes Haus mit Berg- und Seeblick haben und schön im Grünen in Sicherheit wohnen. Aber die meisten zugewanderten Ausländer, ja auch Deutsche, wohnen irgendwo in einem tristen Vorort in einem Mehrfamilienhaus zur Miete und die Nachbarn sind nicht selten genauso Multikulti wie im Ruhrgebiet. Nur im Ruhrgebiet hat man mit Akademikereinkommen die Chance, da raus zu kommen und sich mal ein Haus zu kaufen, in der Schweiz, besonders im Umland von Zürich, eher nicht.

naha, die mehrheit der 25% ausländer sind deutsche, franzosen, italiener. also eine bisschen andere art von ausländern als im rest von westeuropa

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

Auswandern in die Schweiz hat sich für deutsche Akademiker vor 15 Jahren prima gelohnt.

Seitdem sind die Entgelte dort kaum weiter angestiegen, dafür haben sich die Immobilienpreise verdoppelt und die Lebenshaltungskosten wie Miete, Krankenversicherung, Lebensmittel sind ca. 50% teurer geworden.

Bedenke auch sFr 1,60 / EUR in 2003 zu sFr 1,14 / EUR heute.

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

Und wie verhält es sich in Deutschland in den letzten 15 Jahren?

Da ist die Teuerungsrate noch höher, bei gleichzeitig stagnierenden Einkommen...

WiWi Gast schrieb am 05.01.2019:

Auswandern in die Schweiz hat sich für deutsche Akademiker vor 15 Jahren prima gelohnt.

Seitdem sind die Entgelte dort kaum weiter angestiegen, dafür haben sich die Immobilienpreise verdoppelt und die Lebenshaltungskosten wie Miete, Krankenversicherung, Lebensmittel sind ca. 50% teurer geworden.

Bedenke auch sFr 1,60 / EUR in 2003 zu sFr 1,14 / EUR heute.

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

Allerdings muss man sagen, dass die Gehälter, gerade bei den Hochqualifizierten, in Deutschland eher gestiegen sind als in der Schweiz. Viele Schweizer Firmen sind bzw. waren in den letzen 10 Jahren stark unter Druck wegen des stetig steigenden Franken, da war meist kaum bis kein Spielraum für Lohnerhöhungen drin. In Deutschland war das, gerade in der Industrie anders. Sowas wie IG Metall Tarife mit automatisch steigenden Gehältern, Gehaltsstufen, automatischen Hochstufungen und regelmäßigen Erhöhungen von 2-3% gibt es in der Schweiz so überhaupt nicht. Wenn mal eine Firma die Löhne um 1 % anhebt, war das in den letzen 10 Jahren schon sehr viel. Die Löhne gleichen sich, gerade bei Hochqualifizierten, immer mehr an zwischen DE und CH. Bei Geringqualifizierten ist die Lücke meist noch deutlich grösser, da verdienen die in der Schweiz schon deutlich mehr als in Deutschland. Kassiererin ungelernt in der CH mit fast 50k Euro Brutto p.a. vs. 20k? in Deutschland oder so. Bei Hochqualifizierten ist es nicht so krass, das ist es eher 80k in FFM vs. 120 oder 130k CHF in Zürich.

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

Meiner Meinung wäre es für die Rechts-Konservativen eine heilsame Erfahrung, sich eine Weile in der Schweiz aufzuhalten. Dann wissen sie, wie man sich als Ausländer, dem allseits Misstrauen entgegengebracht wird, wirklich fühlt. Ich bin viel gereist bisher, aber habe mich nirgendwo so unwillkommen gefühlt wie in der Schweiz. Das war selbst in Tschechien in den 90ern, wo die hart arbeitende Bevölkerung mit ansehen musste, wie die deutschen Schulkinder dank der viel stärkeren Währung mit ihrem Taschengeld die Läden leer gekauft haben, besser.

antworten
WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

WiWi Gast schrieb am 05.01.2019:

Meiner Meinung wäre es für die Rechts-Konservativen eine heilsame Erfahrung, sich eine Weile in der Schweiz aufzuhalten. Dann wissen sie, wie man sich als Ausländer, dem allseits Misstrauen entgegengebracht wird, wirklich fühlt. Ich bin viel gereist bisher, aber habe mich nirgendwo so unwillkommen gefühlt wie in der Schweiz. Das war selbst in Tschechien in den 90ern, wo die hart arbeitende Bevölkerung mit ansehen musste, wie die deutschen Schulkinder dank der viel stärkeren Währung mit ihrem Taschengeld die Läden leer gekauft haben, besser.

Geschichten aus dem Paulaner Garten...

Es hallt immer so zurück wie man in den Wald reinschreit.

Wenn du in der Schweiz natürlich mit deiner "liberal mir gehört alles so wie dir, obwohl ich erst seit einer Woche in der Schweiz lebe" Mentalität reinplatzt, ist das logisch, dass du erstmal distanziert betrachtet wirst.

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

Das ist so, viele rechts-konservative, die die Schweiz häufig positiv glorifizieren, würden ziemlich anders denken nach einem Aufenthalt in der CH. Einerseits, dass eben die Schweiz nicht das Heidi Land ist, andererseits wie es sich selbst anfühlt, fremd zu sein.

Sehr interessant fand ich mal als Frauke P. mit einem schweizer Rechtspolitiker diskutierte. Dieser sagte, dass die Schweiz einen höheren Ausländeranteil als Deutschland habe. Darauf meinte sie, dass die Schweizer allerdings auch Deutsche als Ausländer zählen, die ihrer Meinung nach ja nicht wirklich Ausländer sind.

Da sieht man den Denkfehler. Für einen Schweizer sind beides Ausländer. Zumal der Afrikaner vielleicht etwas weniger direkt und forsch ist, da er es nicht für selbstverständlich hält, in der Schweiz sein zu dürfen und viel mehr Dankbar ist, während der Deutsche eher denkt "ich bin der Beste, mir gehört in der Schweiz alles so wie Dir und ihr sollt froh sein dass ich hier bin" (Wie mein Vorposter es beschrieb) und damit viel eher aneckt. Direktes und forsches Auftreten, sowie mangelnde Bescheidenheit kommt in der Schweiz nämlich ganz schlecht an.

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

WiWi Gast schrieb am 05.01.2019:

Meiner Meinung wäre es für die Rechts-Konservativen eine heilsame Erfahrung, sich eine Weile in der Schweiz aufzuhalten. Dann wissen sie, wie man sich als Ausländer, dem allseits Misstrauen entgegengebracht wird, wirklich fühlt. Ich bin viel gereist bisher, aber habe mich nirgendwo so unwillkommen gefühlt wie in der Schweiz. Das war selbst in Tschechien in den 90ern, wo die hart arbeitende Bevölkerung mit ansehen musste, wie die deutschen Schulkinder dank der viel stärkeren Währung mit ihrem Taschengeld die Läden leer gekauft haben, besser.

Also ich lebe jetzt seit einem Jahr im Aargau auf dem Land und bin ein Deutscher mit russischen Akzent. Ich habe noch keine Ablehung oder ähnliches gegen mich oder einem Ausländer erlebt. Natürlich macht man mit Kollegen Witze über Deutsche, Italiener oder Schweizer aber das ist weit entfernt von Fremdenfeindlichkeit.

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

WiWi-Treff - wo alle in Deutschland die High-Performer der High-Performer sind, im Ausland aber nur in absoluter Armut im Ghetto leben könnten.

antworten
WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

Ich habe in der CH gelebt und mich genauso gefühlt, wie du es beschrieben hast. Die Schweizer machen es genauo richtig. Warum sollte man einem Fremden, über dem man nix weiß den roten Teppich ausrollen? Wer wo einwandert, hat deutlich mehr zu leisten als die Einheimischen und einen Mehrwert zu schaffen. Finde ich komplett richtig. In Deutschland wird leider viel zu viel gegeben und es kommt viel zu wenig zurück. Die Schweizer lassen sich halt nicht so auf der Nase rumtanzen.

WiWi Gast schrieb am 05.01.2019:

Meiner Meinung wäre es für die Rechts-Konservativen eine heilsame Erfahrung, sich eine Weile in der Schweiz aufzuhalten. Dann wissen sie, wie man sich als Ausländer, dem allseits Misstrauen entgegengebracht wird, wirklich fühlt. Ich bin viel gereist bisher, aber habe mich nirgendwo so unwillkommen gefühlt wie in der Schweiz. Das war selbst in Tschechien in den 90ern, wo die hart arbeitende Bevölkerung mit ansehen musste, wie die deutschen Schulkinder dank der viel stärkeren Währung mit ihrem Taschengeld die Läden leer gekauft haben, besser.

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

WiWi Gast schrieb am 05.01.2019:

WiWi-Treff - wo alle in Deutschland die High-Performer der High-Performer sind, im Ausland aber nur in absoluter Armut im Ghetto leben könnten.

^^ nein so ist es auch wieder nicht. Eine schöne Mietswohnung findet man mit Akademikergehalt schon, aber der Traum vom Haus mit Garten im Umland von Zürich kann man als Nicht-Erbe oder als Nicht-Topmanager meist ziemlich vergessen.

@Kollege aus dem Aargau: Russischer Akzent ist wiederum eher positiv, weil sie merken, dass Du kein lupenreines, gestochenes Hochdeutsch sprichst. Weil das gilt nämlich in der Schweiz als arrogant. Daher ein Vorteil.

Generell: Der Kulturschock ist um so grösser, je weniger man im ländlichen Süddeutschland sozialisiert ist. Ich fragte mich oft, warum viele sagen würden, Schweizer seien verschlossen, da es in meiner süddeutschen Heimat nicht viel anders ist. Bis ich dann mal Rheinländer getroffen habe, dann wusste ich warum. Diese Menschen sind wirklich 100 bis 1000 mal offener und kontaktfreudiger als Süddeutsche vom Land oder Schweizer. Wer mit der Erwartungshaltung so schnell neue Leute kennen zu lernen wie im Rheinland in die Schweiz geht, wird extrem schnell extrem und bitter entäuscht werden. Wobei das ist in vielen Teilen Deutschlands und in der Welt nicht anders.

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

WiWi Gast schrieb am 05.01.2019:

Meiner Meinung wäre es für die Rechts-Konservativen eine heilsame Erfahrung, sich eine Weile in der Schweiz aufzuhalten. Dann wissen sie, wie man sich als Ausländer, dem allseits Misstrauen entgegengebracht wird, wirklich fühlt. Ich bin viel gereist bisher, aber habe mich nirgendwo so unwillkommen gefühlt wie in der Schweiz. Das war selbst in Tschechien in den 90ern, wo die hart arbeitende Bevölkerung mit ansehen musste, wie die deutschen Schulkinder dank der viel stärkeren Währung mit ihrem Taschengeld die Läden leer gekauft haben, besser.

Die Medaille hat wie immer 2 Gesichter.

Am deutschen Wesen soll Europa genesen. Mit dieser Einstellung tauchen viele in der Schweiz auf und denken hier handelt es sich um ein weiteres "Süd-Land", dem man erstmal zeigen muss wie man richtig arbeitet und haushaltet. Die Schweizer lachen jedoch über unsere 35h Woche, Gewerkschaften und Verschuldung. Der Deutsche macht sich vielleicht über den Dialekt und die Höfllichkeit lustig, diese sind hier aber Leitkultur und der Deutsche hat sich zu integrieren.

Auf der anderen Seite bist du in der Schweiz der "Türke" und wirst auch oft so behandelt. Du bist vielleicht akzeptiert solange du arbeitest, aber niemals willkommen und spätestens hinter verschlossener Tür wird gegen den Dütschen gewettert... Du verdienst nie gleich bei mehr Leistung, bei öffentlichen Arbeitgebern musst du dich erst gar nicht bewerben, höchstens als Hausmeister und Schweizer werden sowieso immer bevorzugt bei Arbeitgebern eingestellt. Die Deutschen fahren proportional oft die dickeren Autos dort (was auch am deutschen Wesen liegt viel Geld ins Fahrzeug zu verpulvern, die Schweizer sind hier eher Understatement), liegt aber auch oft daran das die Akademikerquote in der Schweiz bescheiden ist und entsprechend viele High-Potentials importiert werden.

Mein Fazit
Die Schweiz macht wirtschaftlich und politisch sehr viel richtig und ist gerade für Singles wirtschaftlich ein Traum und extrem geil um Kapital anzuhäufen, spätestens aber mit Kindern werde ich das Land wieder verlassen. Als Erwachsener kann man sich nach Feierabend in seiner Festung der Einsamkeit einschliessen oder alleine die Landschaft erkunden, sucht sich seine 1/2 Freunde (leider meist deutsche Arbeitskollegen) selber aus und ignoriert die Blicke/Kommentare in den Bars. Als Heranwachsender bist du aber der Gesellschaft gnadenlos ausgeliefert und als Deutscher immer der "Türke/Mexikaner". Das Kinder hier eine Menge kosten noch on Top. Und last but not least, wenn man dort bleiben möchte wird der gute Verdienst und die 300.000CHF auf dem Bankkonto plötzlich sehr bescheiden wenn 80qm plötzlich über 1 Mio kosten.

Mein ehemaliger Chef hat mir nach 3 Bier erzählt das ihm seine Kinder oftmals leid tun (obwohl in der Schweiz geboren) und er sich oftmals fragt ob hier zu bleiben wirklich die beste Entscheidung für sie war... Ist 2 Jahre später wieder nach Deutschland zurück.

Btw. wie schon beschriebe stagnieren bis sinken die Akademiker-Löhne in der Schweiz, während gerade Länder wie BW, Bayern, Hessen jährlich 2/3 % raus geholt haben. x1.9 würde ich schon lange nicht mehr unterschreiben, eher 1.5 und gerade innerhalb der Städte geht diese Rechnung auch schon lange nicht mehr auf. Ein Glück für all diejenigen die ihre Gehälter vor 2015 ausgehandelt haben...

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

WiWi Gast schrieb am 05.01.2019:

WiWi Gast schrieb am 05.01.2019:

WiWi-Treff - wo alle in Deutschland die High-Performer der High-Performer sind, im Ausland aber nur in absoluter Armut im Ghetto leben könnten.

^^ nein so ist es auch wieder nicht. Eine schöne Mietswohnung findet man mit Akademikergehalt schon, aber der Traum vom Haus mit Garten im Umland von Zürich kann man als Nicht-Erbe oder als Nicht-Topmanager meist ziemlich vergessen.

Meine Kollegen mit Eigenheim sind beides nicht, mysteriös.

Natürlich bekommt man nicht automatisch ein Traumleben nur weil man ins Ausland geht, aber hier wird das immer so dargestellt, als hätte man kategorisch keine guten Perspektiven in der Schweiz (bzw. generell im Ausland) und das stimmt einfach nicht.

Sowohl hohe Gehälter als auch Eigentum sind auch für Deutsche machbar, man wird hier nicht pauschal anders behandelt als andere Ausländer.
Natürlich sind die Schweizer anders drauf (es ist ja schließlich ein anderes Land mit eigener Kultur), die Deutschen, die sich am lautesten beschweren, sind die, die komplett anecken ohne es zu merken. Das kommt doch auch in Deutschland nicht gut an wenn sich Ausländer nicht benehmen und nicht anpassen wollen, aber wenn man selber so behandelt wird, ist es auf einmal ein Problem. Ein "bitte" hier, ein ehrliches "danke" da und die Welt sieht schon ganz anders aus, aber das wird einem auch an der Target Uni offensichtlich nicht beigebracht.

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

Kenn auch so nen Kollegen. Haus in CH gekauft (vom Erbe der Eltern) und, kein Witz, eine Deutschlandflagge am Fahnenmast aufgehängt.
Sich dann aber beim Cafe zu beschweren, wie merkwürdig die Nachbarn seien.
Für die zwischenmenschlichen Analphabeten: Es wirkt, als würde er die Schweiz besetzen wollen.

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

Eben gerade nicht. Wenn ich als Tourist, der im scheinbaren "arroganten Hochdeutsch", das in Wahrheit mit Berliner Dialekt angereichert ist, was die Schweizer aber anscheinend nicht hören können, beim Fahrkartenkauf in Grund und Boden gestarrt werde, dann liegt das sicher nicht an mir und meinem "unfreundlichen und arroganten" Auftreten. Mehr als "Hallo, ich hätte gerne eine Fahrkarte nach XY" habe ich nämlich nicht gesagt. Und solche Situationen hatte ich dort immer wieder. Der Witz: würde man statt dem schröcklichen Hochdeutsch versuchen, Schwyzerdütsch zu radebrechen, dann wäre die Reaktion ja noch schlimmer. Also, was tun? Englisch sprechen?

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

WiWi Gast schrieb am 06.01.2019:

Eben gerade nicht. Wenn ich als Tourist, der im scheinbaren "arroganten Hochdeutsch", das in Wahrheit mit Berliner Dialekt angereichert ist, was die Schweizer aber anscheinend nicht hören können, beim Fahrkartenkauf in Grund und Boden gestarrt werde, dann liegt das sicher nicht an mir und meinem "unfreundlichen und arroganten" Auftreten. Mehr als "Hallo, ich hätte gerne eine Fahrkarte nach XY" habe ich nämlich nicht gesagt. Und solche Situationen hatte ich dort immer wieder. Der Witz: würde man statt dem schröcklichen Hochdeutsch versuchen, Schwyzerdütsch zu radebrechen, dann wäre die Reaktion ja noch schlimmer. Also, was tun? Englisch sprechen?

True that. In Deutschland musst du schon mit Burka oder 6 quengelnden Kindern im Supermarkt stehen, um abwertend/schief angesehen zu werden, in der Schweiz genügt es oft schon hochdeutsch zu sprechen.

Die Realität sieht leider so aus, dass eine nicht unbedeutende Zahl an Deutschen in die Schweiz ausgewandert und von den Schweizern deshalb wahrgenommen wird und das genügt den meisten schon als Anfeindung. Die Deutschen dort könnten sich biegen und brechen wie sie wollen, könnten plötzlich alle perfekt schwyzer-dütsch sprechen, ihre Kinder Reto und Urs nennen und täglich Fondue essen, es würde die Schweizer nur noch wütender machen. Die alleinige Präsenz und kulturelle Ähnlichkeit (die man nicht wahrhaben möchte) ist es schon was negativ aufstösst und dieses ganze Getue von Kultur und "Grüezi" wird einfach vorgeschoben weil man sich wie ein altes Ehepaar einfach nicht mehr riechen kann.

In der Schweiz gibt es einfach Deutsche die diese Blicke sehr gut ignorieren können (auch des Geldes wegen) oder sie nicht wahrnehmen und ich kenne keinen Single der es dort unten über einen längern Zeitraum ausgehalten hat (meist nach 2 Jahren wieder abgehauen). I.d.R. alles Paare die sich viel mit sich selbst beschäftigt haben und sehr sehr langsam und mühselig einen kleinen Freundeskreis aufgebaut haben...

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WiWi Gast

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Die Schweizer wissen halt, dass man nicht wegen der tollen Landschaft oder den aufgeschlossenen Menschen zu ihnen kommt, sondern nur wegen dem Geld. Entsprechend ist halt auch die Willkommenskultur.

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WiWi Gast

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Meine Kollegen mit Eigenheim sind beides nicht, mysteriös.

Sowohl hohe Gehälter als auch Eigentum sind auch für Deutsche machbar, man wird hier > > nicht pauschal anders behandelt als andere Ausländer.

Es ist machbar, aber nur extrem schwierig und nur mit wirklich guten Topp Jobs oder sehr hoher Erbschaft. Mit normaler Arbeit und Fleiß ist es fast nicht mehr drin, vor 10 oder 15 Jahren eher, heute kaum noch. Ich wollte mit meinen Ausführungen nur darlegen, dass der Traum vom eigenen Haus in der Schweiz definitiv noch viel schwerer zu erfüllen ist als in Deutschland. Trotz höherer Gehälter und (meistens) weniger Steuern. Für typische Großstädtische Alternative, Hipster, Lebemenschen, die sowieso kein Eigenheim wollen, kann sich die Schweiz finanziell durchaus lohnen.

Hier ein Zeitungsartikel zur Eigenheimsituation in der Schweiz:
https://www.blick.ch/news/wirtschaft/immobilien-traum-von-eigenheim-auch-fuer-viele-gutverdiener-unerfuellbar-id7602364.html

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WiWi Gast

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In der Schweiz wie auch anderswo ist das Eigenheim ja noch kein Lebenszweck, es muss alles passen, und das ist bei jedem verschieden.

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

Für meine Familie und mich allerdings schon. Wer kein eigenes Haus hat, hat kein Zuhause. Zumal das Mietrecht in der Schweiz recht streng ist, bei Auszug zahlst für jeden Kratzer und selbst das Anstreichen einer Innenwand muss man sich vom Vermieter genehmigen lassen. In den Ballungszentren hat man bei der Wohnungssuche (zur Miete) sowieso nichts zu sagen, da muss man "froh" sein, wenn man überhaupt irgendwo eine Zusage bekommt. Für familiengeeignete Wohnungen zur Miete ist es ganz schwer. Zumal manche dann doch lieber Schweizer nehmen statt Deutsche. Wofür arbeitet man überhaupt in einem stressigen und fordernden Job seine 45, 50h+ wenn man sich davon noch nicht mal ein wirklich eigenes Zuhause leisten kann?

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

Ich war einige Monate in der Schweiz und in großen Städten ist das Leben nicht anders wie hier nur eben teuer für uns Deutschen. Die Schweizer sind uns nicht unähnlich, nur sind wir für Sie die Flüchtlinge. Aber ich hatte kein Probleme, im Gegenteil ich mag die schweizerische Höflichkeit.

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

Das könnte die Frage des Jahrhunderts werden:

WiWi Gast schrieb am 06.01.2019:

Wofür arbeitet man überhaupt in einem stressigen und fordernden Job seine 45, 50h+ wenn man sich davon noch nicht mal ein wirklich eigenes Zuhause leisten kann?

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WiWi Gast

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Auch mit Häuschen lohnt sich das Leben in CH nicht. Wie ich das sagen kann? Weil ich eins habe (vermietet zur Kostendeckung). Ich war der Schweiz immer eng verbunden, die Lebensweise blieb mir aber bis heute ein Rätsel. Der "Eigenmietwert" ist nur das i-Tüpfelchen von einem Haufen an Schikanen. Ich lese mit Interesse mit.

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

erst mit Burka wird man in Deutschland schief angeschaut?
Ach, dass ich nicht lache.
Es reicht wenn der Name nicht Hans oder Peter ist und schon wird man benachteiligt. Das zeigt sich nicht immer in materieller Form, sehr oft wird man in Gesprächen als "der Ausländer" abgestuft, sei es auch "nur" indirekt!

Dass man als Flüchtling komisch dasteht, ist für mich verständlich, man kann ja nicht richtig Deutsch sprechen! Ich hingegen schreibe hier von "Papierdeutschen" die auch in Deutschland geboren sind und sich integriert haben (richtig integriert) und trotzdem als dumm verkauft werden.

Also nicht aufregen wenn es in den anderen Ländern gleich gemacht wird. Ihr seid keine Schweizer, wieso solltet ihr als solche behandelt werden?!

WiWi Gast schrieb am 06.01.2019:

WiWi Gast schrieb am 06.01.2019:

Eben gerade nicht. Wenn ich als Tourist, der im scheinbaren "arroganten Hochdeutsch", das in Wahrheit mit Berliner Dialekt angereichert ist, was die Schweizer aber anscheinend nicht hören können, beim Fahrkartenkauf in Grund und Boden gestarrt werde, dann liegt das sicher nicht an mir und meinem "unfreundlichen und arroganten" Auftreten. Mehr als "Hallo, ich hätte gerne eine Fahrkarte nach XY" habe ich nämlich nicht gesagt. Und solche Situationen hatte ich dort immer wieder. Der Witz: würde man statt dem schröcklichen Hochdeutsch versuchen, Schwyzerdütsch zu radebrechen, dann wäre die Reaktion ja noch schlimmer. Also, was tun? Englisch sprechen?

True that. In Deutschland musst du schon mit Burka oder 6 quengelnden Kindern im Supermarkt stehen, um abwertend/schief angesehen zu werden, in der Schweiz genügt es oft schon hochdeutsch zu sprechen.

Die Realität sieht leider so aus, dass eine nicht unbedeutende Zahl an Deutschen in die Schweiz ausgewandert und von den Schweizern deshalb wahrgenommen wird und das genügt den meisten schon als Anfeindung. Die Deutschen dort könnten sich biegen und brechen wie sie wollen, könnten plötzlich alle perfekt schwyzer-dütsch sprechen, ihre Kinder Reto und Urs nennen und täglich Fondue essen, es würde die Schweizer nur noch wütender machen. Die alleinige Präsenz und kulturelle Ähnlichkeit (die man nicht wahrhaben möchte) ist es schon was negativ aufstösst und dieses ganze Getue von Kultur und "Grüezi" wird einfach vorgeschoben weil man sich wie ein altes Ehepaar einfach nicht mehr riechen kann.

In der Schweiz gibt es einfach Deutsche die diese Blicke sehr gut ignorieren können (auch des Geldes wegen) oder sie nicht wahrnehmen und ich kenne keinen Single der es dort unten über einen längern Zeitraum ausgehalten hat (meist nach 2 Jahren wieder abgehauen). I.d.R. alles Paare die sich viel mit sich selbst beschäftigt haben und sehr sehr langsam und mühselig einen kleinen Freundeskreis aufgebaut haben...

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

Sehr interessanter Thread.

Hintergrund: Ich wohne nun seit 3 Monaten in Zürich für meinen ersten Job bei einer Großbank. Mir gefällt es hier sehr gut, auch wenn die Schweizer tatsächlich ein wenig anders sind. Ich verdiene sehr gut, doch das war bei mir nicht der Hauptgrund für den Umzug. Ich bin generell schon viel rumgereist und habe mich spontan u.a. auch in der Schweiz beworben. Vor meinem Job Interview vor Ort in Zürich war ich nur ein Mal für ein paar Tage in St. Gallen. Den Traum vom "Swiss Life" hat es bei mir also nie gegeben, deshalb waren meine Erwartungen relativ neutral. Als es dann geklappt hat dachte ich: warum nicht für ein paar Jahre in die Schweiz. Man kann ja immer wieder weiterziehen (zu Mal mein Arbeitgeber sehr international ist und ich evtl. intern verlegt werden könnte).

Was hilft in den ersten Monaten: jegliche Vergleiche mit Deutschland vermeiden. Ich wusste, dass die Schweizer ein wenig anders ticken, allerdings sollte das kein Grund sein, sich auch ein paar Schweizer Freunde zu finden. Seid einfach offen, fragt sie über ihr Land und Kultur, geht mit zum Raclette- oder Fondueabend, vermeidet das Rummeckern über wie alles anders ist in CH oder die hohen Preise, zumal die Kaufkraft trozdem viel höher ist, und seid höflich.

Noch ein Geheimtipp:
Versucht von Anfang an Schwyzerdütsch zu verstehen. Das ist am Anfang sehr schwierig, doch es zahlt sich aus. So werden euch die Schweizer schon sehr viel offener gegenübertreten. Ein einfaches "Sie können auch Schwyzerdütsch mit mir reden, ich muss das Lernen." hat schon für große Augen gesorgt. Es ist nicht nötig Schwyzerdütsch zu sprechen, verstehen reicht völlig aus.

Gehalt und Preise: Ich verdiene als MSc Finance CHF 88k + Bonus (brutto), was ich völlig in Ordnung finde für den ersten Job und als Single. Wie es nach 3-5 Jahren aussieht weiß ich leider nicht. Bei einer Bank (oder AM) könnten die 130k-150k dann auch drin sein. Natürlich ist Vieles 2 Mal so teuer, doch trotzdem kann man überdurchschnittlich angenehm leben, da nicht nur 50% vom Bruttogehalt übrig bleibt. Es gibt natürlich auch einige Wege um als Single noch mehr Geld zu sparen:

  • Aldi und Lidl für den Lebensmitteleinkauf
  • Klamotten und Elektronik in DE MwSt.-frei bzw. mit 7% Schweizer MwSt. (>CHF 300 Einkäufe), Elektronik ist sogar generell etwas günstiger in der Schweiz
  • Wochenendtrips nach DE, Italien, Österreich, Frankreich etc., da alles günstiger
  • ein Auto braucht man einfach nicht
  • WG als erste Wohnung (erst recht wenn man neue Leute kennenlernen möchte), oder schnell eine Freundin/Freund suchen um sich die Wohnung zu teilen ;)
  • Halbtax (wie 50% Bahncard) für öffentlichen Verkehr
  • Sich gut über Krankenversicherungsvarianten informieren
  • Viel zu Hause (mit Freunden) kochen
  • etc.

Andere Vorteile vom Leben in CH:

  • Berge/Seen/Wälder/Natur/Wintersport sind unschlagbar
  • Alles ist hypereffizient, ÖV funktioniert mit wenig Verspätung
  • Schweizer sind extrem höflich
  • die Straßen sind sauber
  • wenig Bürokratie
  • Menschen sind entspannter, zufriedener
  • gesunder Anteil von verschiedenen Ausländergruppen (there, I said it)
  • vieles funktioniert Digital/mit Apps

Fazit: Wenn man offen ist und mit positiver Einstellung in die Schweiz kommt, ist ein gutes Leben möglich | Deutschland ungleich Schweiz | Kaufkraft ist trotzdem sehr hoch | Schweiz lohnt sich besonders für Outdoorfreunde :) | Man muss ja nicht für immer bleiben

Hoffentlich beantwortet das einige Fragen. Würde mich über andere Erfahrungsberichte freuen. :)

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

danke! sehr toller Erfahrungsbericht! so habe ich mir das auch vorgestellt!

WiWi Gast schrieb am 08.01.2019:

Sehr interessanter Thread.

Hintergrund: Ich wohne nun seit 3 Monaten in Zürich für meinen ersten Job bei einer Großbank. Mir gefällt es hier sehr gut, auch wenn die Schweizer tatsächlich ein wenig anders sind. Ich verdiene sehr gut, doch das war bei mir nicht der Hauptgrund für den Umzug. Ich bin generell schon viel rumgereist und habe mich spontan u.a. auch in der Schweiz beworben. Vor meinem Job Interview vor Ort in Zürich war ich nur ein Mal für ein paar Tage in St. Gallen. Den Traum vom "Swiss Life" hat es bei mir also nie gegeben, deshalb waren meine Erwartungen relativ neutral. Als es dann geklappt hat dachte ich: warum nicht für ein paar Jahre in die Schweiz. Man kann ja immer wieder weiterziehen (zu Mal mein Arbeitgeber sehr international ist und ich evtl. intern verlegt werden könnte).

Was hilft in den ersten Monaten: jegliche Vergleiche mit Deutschland vermeiden. Ich wusste, dass die Schweizer ein wenig anders ticken, allerdings sollte das kein Grund sein, sich auch ein paar Schweizer Freunde zu finden. Seid einfach offen, fragt sie über ihr Land und Kultur, geht mit zum Raclette- oder Fondueabend, vermeidet das Rummeckern über wie alles anders ist in CH oder die hohen Preise, zumal die Kaufkraft trozdem viel höher ist, und seid höflich.

Noch ein Geheimtipp:
Versucht von Anfang an Schwyzerdütsch zu verstehen. Das ist am Anfang sehr schwierig, doch es zahlt sich aus. So werden euch die Schweizer schon sehr viel offener gegenübertreten. Ein einfaches "Sie können auch Schwyzerdütsch mit mir reden, ich muss das Lernen." hat schon für große Augen gesorgt. Es ist nicht nötig Schwyzerdütsch zu sprechen, verstehen reicht völlig aus.

Gehalt und Preise: Ich verdiene als MSc Finance CHF 88k + Bonus (brutto), was ich völlig in Ordnung finde für den ersten Job und als Single. Wie es nach 3-5 Jahren aussieht weiß ich leider nicht. Bei einer Bank (oder AM) könnten die 130k-150k dann auch drin sein. Natürlich ist Vieles 2 Mal so teuer, doch trotzdem kann man überdurchschnittlich angenehm leben, da nicht nur 50% vom Bruttogehalt übrig bleibt. Es gibt natürlich auch einige Wege um als Single noch mehr Geld zu sparen:

  • Aldi und Lidl für den Lebensmitteleinkauf
  • Klamotten und Elektronik in DE MwSt.-frei bzw. mit 7% Schweizer MwSt. (>CHF 300 Einkäufe), Elektronik ist sogar generell etwas günstiger in der Schweiz
  • Wochenendtrips nach DE, Italien, Österreich, Frankreich etc., da alles günstiger
  • ein Auto braucht man einfach nicht
  • WG als erste Wohnung (erst recht wenn man neue Leute kennenlernen möchte), oder schnell eine Freundin/Freund suchen um sich die Wohnung zu teilen ;)
  • Halbtax (wie 50% Bahncard) für öffentlichen Verkehr
  • Sich gut über Krankenversicherungsvarianten informieren
  • Viel zu Hause (mit Freunden) kochen
  • etc.

Andere Vorteile vom Leben in CH:

  • Berge/Seen/Wälder/Natur/Wintersport sind unschlagbar
  • Alles ist hypereffizient, ÖV funktioniert mit wenig Verspätung
  • Schweizer sind extrem höflich
  • die Straßen sind sauber
  • wenig Bürokratie
  • Menschen sind entspannter, zufriedener
  • gesunder Anteil von verschiedenen Ausländergruppen (there, I said it)
  • vieles funktioniert Digital/mit Apps

Fazit: Wenn man offen ist und mit positiver Einstellung in die Schweiz kommt, ist ein gutes Leben möglich | Deutschland ungleich Schweiz | Kaufkraft ist trotzdem sehr hoch | Schweiz lohnt sich besonders für Outdoorfreunde :) | Man muss ja nicht für immer bleiben

Hoffentlich beantwortet das einige Fragen. Würde mich über andere Erfahrungsberichte freuen. :)

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

Was ich immer sage, als junger Single ohne Anspruch an eine große schöne Wohnung oder gar Wohneigentum, er spricht gar von WG und in jungen Jahren ohne Kinder, super Sache. Definitiv. Wobei 130-150k ist auch in der Schweiz ein sehr gutes Gehalt, wovon selbst viele Ur-Schweizer ihr Leben lang von träumen können.

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

WiWi Gast schrieb am 08.01.2019:

Hoffentlich beantwortet das einige Fragen. Würde mich über andere Erfahrungsberichte freuen. :)

Habe 3 Jahre in St. Gallen studiert und danach 1 Jahr in Zürich gearbeitet und kann das genauso bestätigen. Die Schweizer mögen die Deutschen oft nicht, weil zu direkt und laut sind, alles immer mit Deutschland vergleichen und die Schweiz allgemein als anderes Deutschland sehen. Wenn man sich auf die Schweizer Mentalität einlässt und ihr entsprechend offen gegenüber steht, kann man hier sehr gut leben.

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

Wie sieht es denn aus, wenn man sich in der Schweiz auf Traineeprogramme bewirbt?

Es gibt ja ausreichend Versicherer bzw. Banken und mein Profil ist schon relativ stark auf genau diesen Bereich ausgelegt.

BA Deutschland und MSc UK.

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

WiWi Gast schrieb am 27.01.2019:

Wie sieht es denn aus, wenn man sich in der Schweiz auf Traineeprogramme bewirbt?

Es gibt ja ausreichend Versicherer bzw. Banken und mein Profil ist schon relativ stark auf genau diesen Bereich ausgelegt.

BA Deutschland und MSc UK.

Push würde mich auch interessieren.

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

WiWi Gast schrieb am 27.01.2019:

Wie sieht es denn aus, wenn man sich in der Schweiz auf Traineeprogramme bewirbt?

Es gibt ja ausreichend Versicherer bzw. Banken und mein Profil ist schon relativ stark auf genau diesen Bereich ausgelegt.

BA Deutschland und MSc UK.

Einfach mal probieren, sich zu bewerben. Bei Banken und Versicherungen arbeiten in der Schweiz oft sehr viele internationale Mitarbeiter.

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WiWi Gast

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Bin bei der Credit Suisse und mache ein Career Start Programm. Ist ganz gut, auch mit 6-monatiger Rotation. Einfach bewerben!

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

Wird man als Trainee denn auch gleichbehandelt d.h. kriegt das gleiche Gehalt wie ein Schweizer?

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

WiWi Gast schrieb am 03.02.2019:

Wird man als Trainee denn auch gleichbehandelt d.h. kriegt das gleiche Gehalt wie ein Schweizer?

Ne, deutsche Bewerber bekommen pauschal leider etwa 20-30% weniger, weil sie andere Gehaltsniveaus gewöhnt sind.

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

Nein natürlich nur die Hälfte..

Natürlich das gleiche Gehalt

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

Abgesehen von dem Gehalt.

Welche sind denn die besten Corporate Traineeprogramme, wenn man nicht im Consulting anfangen will?

antworten
WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

WiWi Gast schrieb am 03.02.2019:

Abgesehen von dem Gehalt.

Welche sind denn die besten Corporate Traineeprogramme, wenn man nicht im Consulting anfangen will?

Kommt eigentlich nur Bank oder Versicherung in Frage.

Wobei du bei den BIG4 in CH auch ganz gut verdienst, du aber wohl den Einstieg ohne CH-Erfahrung nur sehr schwierig schafft.

antworten
WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

WiWi Gast schrieb am 08.01.2019:

Sehr interessanter Thread.

Hintergrund: Ich wohne nun seit 3 Monaten in Zürich für meinen ersten Job bei einer Großbank. Mir gefällt es hier sehr gut, auch wenn die Schweizer tatsächlich ein wenig anders sind. Ich verdiene sehr gut, doch das war bei mir nicht der Hauptgrund für den Umzug. Ich bin generell schon viel rumgereist und habe mich spontan u.a. auch in der Schweiz beworben. Vor meinem Job Interview vor Ort in Zürich war ich nur ein Mal für ein paar Tage in St. Gallen. Den Traum vom "Swiss Life" hat es bei mir also nie gegeben, deshalb waren meine Erwartungen relativ neutral. Als es dann geklappt hat dachte ich: warum nicht für ein paar Jahre in die Schweiz. Man kann ja immer wieder weiterziehen (zu Mal mein Arbeitgeber sehr international ist und ich evtl. intern verlegt werden könnte).

Was hilft in den ersten Monaten: jegliche Vergleiche mit Deutschland vermeiden. Ich wusste, dass die Schweizer ein wenig anders ticken, allerdings sollte das kein Grund sein, sich auch ein paar Schweizer Freunde zu finden. Seid einfach offen, fragt sie über ihr Land und Kultur, geht mit zum Raclette- oder Fondueabend, vermeidet das Rummeckern über wie alles anders ist in CH oder die hohen Preise, zumal die Kaufkraft trozdem viel höher ist, und seid höflich.

Noch ein Geheimtipp:
Versucht von Anfang an Schwyzerdütsch zu verstehen. Das ist am Anfang sehr schwierig, doch es zahlt sich aus. So werden euch die Schweizer schon sehr viel offener gegenübertreten. Ein einfaches "Sie können auch Schwyzerdütsch mit mir reden, ich muss das Lernen." hat schon für große Augen gesorgt. Es ist nicht nötig Schwyzerdütsch zu sprechen, verstehen reicht völlig aus.

Gehalt und Preise: Ich verdiene als MSc Finance CHF 88k + Bonus (brutto), was ich völlig in Ordnung finde für den ersten Job und als Single. Wie es nach 3-5 Jahren aussieht weiß ich leider nicht. Bei einer Bank (oder AM) könnten die 130k-150k dann auch drin sein. Natürlich ist Vieles 2 Mal so teuer, doch trotzdem kann man überdurchschnittlich angenehm leben, da nicht nur 50% vom Bruttogehalt übrig bleibt. Es gibt natürlich auch einige Wege um als Single noch mehr Geld zu sparen:

  • Aldi und Lidl für den Lebensmitteleinkauf
  • Klamotten und Elektronik in DE MwSt.-frei bzw. mit 7% Schweizer MwSt. (>CHF 300 Einkäufe), Elektronik ist sogar generell etwas günstiger in der Schweiz
  • Wochenendtrips nach DE, Italien, Österreich, Frankreich etc., da alles günstiger
  • ein Auto braucht man einfach nicht
  • WG als erste Wohnung (erst recht wenn man neue Leute kennenlernen möchte), oder schnell eine Freundin/Freund suchen um sich die Wohnung zu teilen ;)
  • Halbtax (wie 50% Bahncard) für öffentlichen Verkehr
  • Sich gut über Krankenversicherungsvarianten informieren
  • Viel zu Hause (mit Freunden) kochen
  • etc.

Andere Vorteile vom Leben in CH:

  • Berge/Seen/Wälder/Natur/Wintersport sind unschlagbar
  • Alles ist hypereffizient, ÖV funktioniert mit wenig Verspätung
  • Schweizer sind extrem höflich
  • die Straßen sind sauber
  • wenig Bürokratie
  • Menschen sind entspannter, zufriedener
  • gesunder Anteil von verschiedenen Ausländergruppen (there, I said it)
  • vieles funktioniert Digital/mit Apps

Fazit: Wenn man offen ist und mit positiver Einstellung in die Schweiz kommt, ist ein gutes Leben möglich | Deutschland ungleich Schweiz | Kaufkraft ist trotzdem sehr hoch | Schweiz lohnt sich besonders für Outdoorfreunde :) | Man muss ja nicht für immer bleiben

Hoffentlich beantwortet das einige Fragen. Würde mich über andere Erfahrungsberichte freuen. :)

Hast du keine Praktika oder ähnliche Erfahrung? Für Master mit (einigen) Praktika für mich etwas zu wenig Festgehalt. Im schlechtesten Fall gehst du mit 88k nach Hause. Boni ist immer unsicher.

Ohne Praktika oder ähnliches bist du mit den 88k glaube ich sogar ziemlich gut bezahlt. Kannst ja nur theoretische Dinge bieten,...

Ich schätze mal, dass das erste zutrifft.

Kannst du uns deine Praxiserfahrung im Falle des Falles erläutern?

Wäre super!

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

Hallo zusammen

Gerne melde ich mich auch mal zu Wort. Ich bin Schweizer, in der Schweiz geboren und aufgewachsen und arbeite auf einer Schweizer Bank in Basel. Es gibt in der Schweiz mehr als nur Zürich. Zürich kann man nicht mit dem Rest der Schweiz vergleichen. Klar gibt es in Zürich die interessanteren (internationaleren) Jobs, aber auch Basel hat einiges zu bieten. In der Schweiz funktioniert der ÖV super, da muss man nicht direkt in Zürich in der Stadt wohnen, dass dies dort beinahe unbezahlbar ist, ist selbstverständlich.

Ich kann nur für meine Situation sprechen. Mein Arbeitgeber ist eine Schweizer Regionalbank mit einem kleinen AM ohne IB oder dergleichen. Ich arbeite 80% und studiere nebenbei an einer Fachhochschule Betriebsökonomie. Habe somit noch kein Studiumsabschluss. Trotzdem verdiene ich auf 100% gerechnet 80k Brutto mit einem Bonusanteil von je ca. 5k. Mit einem Bachelorabschluss kann man auf einer Bank in der normalen Kundenbetreuung rund 100k verdienen mit paar Jahren BE + evtl. Führungsposition ist bis 150k möglich. Mit einem Master lässt sich dies ebenfalls noch erhöhen, was aber wichtiger ist, ist die Berufserfahrung und die persönlichen Erfolge sowie das eigene Netzwerk!

Bezüglich dem Eigenheim lässt sich sicherlich für rund 1.5 - 2 Mio was finden im Raum Basel. Ihr könnt dies beispielsweise unter comparis.ch selber nachschauen (da gibt es auch einen Steuerrechner).

Ich mag die Deutschen. Meine Freundin ist auch eine deutsche. Sie hat 1 Jahr als Grenzgängerin gearbeitet (DE gewohnt in CH gearbeitet). Nun wohnen wir zusammen und sie hat am Ende des Monats auf jeden Fall mehr auf der Seite! Dies liegt nicht nur daran, dass wir zusammen wohnen. Die Steuern sind extrem viel tiefer hier als in DE.

Deutsche stossen oft auf Ablehnung, da sie sehr oft nur des Geldes wegen kommen! Dies mögen wir nicht (vor allem nicht, wenn man dies noch zur Schau stellt). Man muss sich auch für das Land, die Menschen, die SPRACHE, etc. interessieren und sich integrieren. Wir erwarten überhaupt nicht, dass ihr Schweizerdeutsch redet. Jedoch erwarten wir, dass ihr es versucht zu verstehen! Jenachdem woher ihr kommt und wo ihr in der Schweiz seit, ist dies gar nicht so schwer.

Falls ihr weitere Fragen habt, beantworte ich diese gerne. Beispielsweise wie es mit dem Hauskauf genau funktioniert, den Steuern, sonstigen Ausgaben, Lohn, oder falls ihr mehr darüber wissen wollt, wie wir Schweizer die Deutschen wahrnehmen.

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

WiWi Gast schrieb am 22.03.2019:

Hallo zusammen

Gerne melde ich mich auch mal zu Wort. Ich bin Schweizer, in der Schweiz geboren und aufgewachsen und arbeite auf einer Schweizer Bank in Basel. Es gibt in der Schweiz mehr als nur Zürich. Zürich kann man nicht mit dem Rest der Schweiz vergleichen. Klar gibt es in Zürich die interessanteren (internationaleren) Jobs, aber auch Basel hat einiges zu bieten. In der Schweiz funktioniert der ÖV super, da muss man nicht direkt in Zürich in der Stadt wohnen, dass dies dort beinahe unbezahlbar ist, ist selbstverständlich.

Ich kann nur für meine Situation sprechen. Mein Arbeitgeber ist eine Schweizer Regionalbank mit einem kleinen AM ohne IB oder dergleichen. Ich arbeite 80% und studiere nebenbei an einer Fachhochschule Betriebsökonomie. Habe somit noch kein Studiumsabschluss. Trotzdem verdiene ich auf 100% gerechnet 80k Brutto mit einem Bonusanteil von je ca. 5k. Mit einem Bachelorabschluss kann man auf einer Bank in der normalen Kundenbetreuung rund 100k verdienen mit paar Jahren BE + evtl. Führungsposition ist bis 150k möglich. Mit einem Master lässt sich dies ebenfalls noch erhöhen, was aber wichtiger ist, ist die Berufserfahrung und die persönlichen Erfolge sowie das eigene Netzwerk!

Bezüglich dem Eigenheim lässt sich sicherlich für rund 1.5 - 2 Mio was finden im Raum Basel. Ihr könnt dies beispielsweise unter comparis.ch selber nachschauen (da gibt es auch einen Steuerrechner).

Ich mag die Deutschen. Meine Freundin ist auch eine deutsche. Sie hat 1 Jahr als Grenzgängerin gearbeitet (DE gewohnt in CH gearbeitet). Nun wohnen wir zusammen und sie hat am Ende des Monats auf jeden Fall mehr auf der Seite! Dies liegt nicht nur daran, dass wir zusammen wohnen. Die Steuern sind extrem viel tiefer hier als in DE.

Deutsche stossen oft auf Ablehnung, da sie sehr oft nur des Geldes wegen kommen! Dies mögen wir nicht (vor allem nicht, wenn man dies noch zur Schau stellt). Man muss sich auch für das Land, die Menschen, die SPRACHE, etc. interessieren und sich integrieren. Wir erwarten überhaupt nicht, dass ihr Schweizerdeutsch redet. Jedoch erwarten wir, dass ihr es versucht zu verstehen! Jenachdem woher ihr kommt und wo ihr in der Schweiz seit, ist dies gar nicht so schwer.

Falls ihr weitere Fragen habt, beantworte ich diese gerne. Beispielsweise wie es mit dem Hauskauf genau funktioniert, den Steuern, sonstigen Ausgaben, Lohn, oder falls ihr mehr darüber wissen wollt, wie wir Schweizer die Deutschen wahrnehmen.

Du hast schon recht. Ich finde, dass man durchaus erwarten kann, dass sich die Deutschen in der Schweiz anpassen müssen. Das ist für mich Grundvoraussetzung.

Die Sache wegen dem Geld kann ich teilweise verstehen. Es macht einfach keinen Sinn in die Schweiz zu gehen, wenn man in DE 50k verdient, aber in der Schweiz nur 80k kriegen würde. Das geht nicht. Lohnt sich nicht, da die Kosten in der Schweiz (zum Teil) unverschämt hoch sind. Ein BigMc soll rund 10CHF kosten. Und warum das ganze? Das ist doch der selbe Fraß wie in Deutschland auch. Die Qualität vom Essen (in diesem Falle) ist unterste Schublade (wie bei McD in DE auch!) Kaufkraft hin oder her!

Ich persönlich würde als Deutscher nur in eine große Stadt der Schweiz gehen. Alles andere habe ich in Deutschland auf dem gleichen Niveau. Klar günstiger, aber auch weniger Geld. Relation passt in etwa.

Alleine wenn ich lese, dass ein Kinderhort 800-1000 sfr PRO MONAT kosten soll.
Da denke ich mir, was soll das? In Deutschland bekomme ich da ein Kindergarten, in dem die Kinder der reichsten Deutschen leben. Internationalität und Zweisprachigkeit ist da Grundlage.
Ich verstehe jeden Deutschen, der ein paar Jahre in die Schweiz geht und zur Familiengründung wieder nach DE. Die Preise für einen billigen Kindergarten sind (für mich!) Abzocke...

Und da gilt kein Argument, ja man verdiene ja viel mehr als in DE oder die tolle Landschaft etc...

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

Erstmal finde ich es super interessant diesen Thread zu lesen, bei dem sehr verschiedene Meinung über die Schweiz geäußert werden.

Ich frage mich nun, wie so viele andere, ob es nicht sinn macht als Single, der sparsam lebt, den Berufseinstieg in der Schweiz via ein Traineeprogramm zu wagen.

Die Frage, die ich mir stelle ist, ob ich ohne Schweizbezug, überhaupt eine Chance habe auf eine Einladung. Außerdem besitze ich nur einen BA.

Profil:

BA: Abschluss Sehr gut (1.5)

Kein Ausland.

Praktika: Corporate Communications, Compliance, IC (UK Bank), Strategy (Top 3 Versicherer global) und Management Consulting (Deutsche Bahn).

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

WiWi Gast schrieb am 23.03.2019:

Erstmal finde ich es super interessant diesen Thread zu lesen, bei dem sehr verschiedene Meinung über die Schweiz geäußert werden.

Ich frage mich nun, wie so viele andere, ob es nicht sinn macht als Single, der sparsam lebt, den Berufseinstieg in der Schweiz via ein Traineeprogramm zu wagen.

Die Frage, die ich mir stelle ist, ob ich ohne Schweizbezug, überhaupt eine Chance habe auf eine Einladung. Außerdem besitze ich nur einen BA.

Profil:

BA: Abschluss Sehr gut (1.5)

Kein Ausland.

Praktika: Corporate Communications, Compliance, IC (UK Bank), Strategy (Top 3 Versicherer global) und Management Consulting (Deutsche Bahn).

Versuche es. Da in der Schweiz Vollbeschäftigung herrscht, sind entsprechend weniger Bewerbungen da. Du kannst mit deinen sehr guten Noten einen tollen Eindruck von dir schaffen. Ich glaube, dass du Jobangebote erhalten wirst, zumindest zum Vorstellungsgespräch eingeladen.

Kommt natürlich drauf an, in welchen Bereich du willst? Für Banking/Finance sind sie eher schwach, aber für freie Wirtschaft glaube ich ganz gut!

antworten
WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

WiWi Gast schrieb am 23.03.2019:

Erstmal finde ich es super interessant diesen Thread zu lesen, bei dem sehr verschiedene Meinung über die Schweiz geäußert werden.

Ich frage mich nun, wie so viele andere, ob es nicht sinn macht als Single, der sparsam lebt, den Berufseinstieg in der Schweiz via ein Traineeprogramm zu wagen.

Die Frage, die ich mir stelle ist, ob ich ohne Schweizbezug, überhaupt eine Chance habe auf eine Einladung. Außerdem besitze ich nur einen BA.

Profil:

BA: Abschluss Sehr gut (1.5)

Kein Ausland.

Praktika: Corporate Communications, Compliance, IC (UK Bank), Strategy (Top 3 Versicherer global) und Management Consulting (Deutsche Bahn).

Versuche es. Da in der Schweiz Vollbeschäftigung herrscht, sind entsprechend weniger Bewerbungen da. Du kannst mit deinen sehr guten Noten einen tollen Eindruck von dir schaffen. Ich glaube, dass du Jobangebote erhalten wirst, zumindest zum Vorstellungsgespräch eingeladen.

Kommt natürlich drauf an, in welchen Bereich du willst? Für Banking/Finance sind sie eher schwach, aber für freie Wirtschaft glaube ich ganz gut!

Vielen Dank für deine Antwort!

Genau Finance/Banking fällt bei mir eh schon raus, weil der Studienbackground fehlt, habe fachfremd eine Sozialwissenschaft studiert. Bin mir aber auch noch nicht sicher, ob nicht ein One-Year Management MSc machen sollte.

Ich sehe mich als Generalist und würde daher am liebsten ein Corporate General Management/Strategy Trainee machen. Ob das nun Bank, Versicherung oder "Industrie" ist, ist mir eigentlich ziemlich egal.

Die BIG4 bzw. andere UBs sollen in der Schweiz ja auch deutlich besser bezahlen als in Deutschland. Bin mir aber nicht sicher, ob das Profil dafür in der Schweiz reicht.

Generell finde ich z.B. das AXA oder Allianz Management Trainee ganz interessant. Bei einem dieser Versicherer werde ich auch noch ein Praktikum jetzt in meinem Gap Year absolvieren, welches mir dann vielleicht hilft mich in der Schweiz zu bewerben.

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

Habe jetzt gerade mal kurz nachgeschaut. Für die guten Traineeprogramme brauchst du überall einen Master.

Raiffeisen ist mir jetzt als eine Bank aufgefallen, die sowohl BA als auch MA nehmen, aber keine Ahnung wie die zahlen.

Als Single sollte man glaube ich so etwas um die 80k in der Schweiz verdienen, um einigermaßen gut leben zu können.

Korrigiert mich bitte, wenn ich falsch liege.

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

Hallo Herr Kollege aus der Schweiz. Vielen Dank dass wir dir Fragen stellen dürfen, vielleicht lassen sich damit besser Brücken bauen (Völkerverständigung). Ich fang mal mit einer Provokation an :) Siehe Beitrag unten... Hast du Verständnis dafür, wenn das alles extrem abschreckt... In manchen Medien wird die CH ja als direktdemokratisches Vorbild gehypt, in der Realität klingt mit das aber nach Banken-tyrannei ("praktisch niemand darf selbst über ein Haus verfügen wie er es möchte"):

WiWi Gast schrieb am 03.01.2019:

In der CH bezahlt man den Kredit meist nicht ganz ab, weil man auf ein abbezahltes, selbstgenutztes Eigenheim ansonsten den Mietwert als eine Art geldwerten Vorteil versteuern muss, den so genannten Eigenmietwert. Daher bleibt man das Leben lang abhängig von der Bank. Nicht wenige in der Schweiz bekommen in der Rente ihre Probleme, weil die Bank meint, die Rente/Pension sei nicht ausreichend für eine weitere Verlängerung der Hypothek und müssen verkaufen.

Eigenheim in der Schweiz und auch noch in der Region Zürich, das ist was für reiche Erben, hohe Führungskräfte oder Millionäre aus aller Welt die sich da zum Steuern sparen niederlassen.
Für ein ganz normales Haus im Umland von Zürich bezahlt man schnell mal 2 Mio CHF, da sind schon 400k CHF Eigenkapital notwendig, da ist kein Verhandlungsspielraum. Anschliessend braucht man als Daumenregel mindestens das 5 fache Bruttogehalt der Hypothek. Macht bei 2 Mio Kaufpreis, 400k Eigenkapital 1,6 Mio Hypothek, also mindestens 320k Bruttogehalt zusammen, wobei manche Banken zur Sicherheit ein Gehalt nicht zu 100% anrechnen, falls mal eines temporär weg fallen sollte. Wehe man verliert mal den Job und man muss mit der Bank die Hypothek neu verhandeln oder man findet wieder einen Job und verdient weniger => Haus muss unter Druck schnell verkauft werden, ggf. mit Verlust und ganzes Eigenkapital ist weg. Das Kündigungsrecht in der Schweiz ist sehr liberal, daher kann diese Situation sehr schnell mal eintreten. Daher: Eher was für absolute Top Verdiener oder reiche Erben.

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

Ich bin jetzt seit 9 Monaten in der Schweiz. Mein Kollege hat es mir noch einmal einen Knigge gegeben. Achte z.B. darauf wie du etwas beim Bäcker bestellst. Wir sagen oft "Ich bekomme", "Ich kriege", "ich möchte". Ein Schweizer empfindet das als unhöflich, weil fordernd. Er würde das viel passiver sagen z.B. "kann ich bitte". Also das sind einfach Feinheiten, die zu falschen Rückschlüssen führen. Schweizer sind sehr freundlich im Umgang. Im Supermarkt werde ich noch persönlich begrüsst. Habe die ersten Monate bei einem Schweizer Ehepaar gewohnt. Rentner. Habe mit ihm oft Fernsehen geschaut und diskutiert und über die Schweiz ausgefragt. Jetzt wohne ich ihn einer eigenen Wohnung und er hatte mir nochmal eine kurze Nachricht in den Briefkasten geworfen. Er möchte im Kontakt bleiben. Wir gehen nächste Woche Skifahren. Habe mich bei den beiden wie bei meinen Großeltern gefühlt. In der Arbeit merke ich das Schweizer vorsichtiger sind. Es wird aber auch viel diskutiert. Also ich beobachte weiter fleissig viel, stelle viele Fragen. Erzähle was ich alles über die Schweizer Geschichte gelernt habe. Das kommt dann gut an. Du weißt ja schon mehr als ich. Ich mache das aber, weil es mich interessiert. Also der Ton macht die Musik.

Beim Gehalt habe ich mich verschätzt. In der Schweiz hat man mehr Netto vom Brutto. Dafür hat man nicht nur höher Kosten im Alltag, sonder man zahlt auch für vieles Extra, z.B. Gebühren, Kinderbetreuung, Krankenkasse.

Was auch für Schweizer schwierig ist, sich Immobilien zu leisten.

Für mich eine tolle Erfahrung. Habe schon viel Zeit im Ausland verbracht. Die Schweiz ist unser direkter Nachbar und wir haben die gleiche Sprache, aber doch viele Unterschiede.

Die zusätzlichen Höflichkeitsfloskeln im Alltag möchte ich schnell verinnerlichen, diese kommen auch in Deutschland und Österreich gut an.

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

Die Schweiz ist ja auch nicht Zürich. Dort wo ich her komme kriegt man auch für 400-500 Tausend ein Häuschen (mit dem Auto ca. 50 min von Zürich weg) auf dem Land.
Noch einen Tipp für alle die in die Schweiz ziehen. Ich rege mich jedes mal riesig auf wenn Deutsche mit ihren Schweizerwitzen kommen (ja das gibts leider ziemlich viel). Die ganze Zeit sich über Schweizerdeutsch lustig machen und wie hier alles so süss ist.

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

WiWi Gast schrieb am 22.03.2019:

Hallo zusammen

Gerne melde ich mich auch mal zu Wort. Ich bin Schweizer, in der Schweiz geboren und aufgewachsen und arbeite auf einer Schweizer Bank in Basel. Es gibt in der Schweiz mehr als nur Zürich. Zürich kann man nicht mit dem Rest der Schweiz vergleichen. Klar gibt es in Zürich die interessanteren (internationaleren) Jobs, aber auch Basel hat einiges zu bieten. In der Schweiz funktioniert der ÖV super, da muss man nicht direkt in Zürich in der Stadt wohnen, dass dies dort beinahe unbezahlbar ist, ist selbstverständlich.

Ich kann nur für meine Situation sprechen. Mein Arbeitgeber ist eine Schweizer Regionalbank mit einem kleinen AM ohne IB oder dergleichen. Ich arbeite 80% und studiere nebenbei an einer Fachhochschule Betriebsökonomie. Habe somit noch kein Studiumsabschluss. Trotzdem verdiene ich auf 100% gerechnet 80k Brutto mit einem Bonusanteil von je ca. 5k. Mit einem Bachelorabschluss kann man auf einer Bank in der normalen Kundenbetreuung rund 100k verdienen mit paar Jahren BE + evtl. Führungsposition ist bis 150k möglich. Mit einem Master lässt sich dies ebenfalls noch erhöhen, was aber wichtiger ist, ist die Berufserfahrung und die persönlichen Erfolge sowie das eigene Netzwerk!

Bezüglich dem Eigenheim lässt sich sicherlich für rund 1.5 - 2 Mio was finden im Raum Basel. Ihr könnt dies beispielsweise unter comparis.ch selber nachschauen (da gibt es auch einen Steuerrechner).

Ich mag die Deutschen. Meine Freundin ist auch eine deutsche. Sie hat 1 Jahr als Grenzgängerin gearbeitet (DE gewohnt in CH gearbeitet). Nun wohnen wir zusammen und sie hat am Ende des Monats auf jeden Fall mehr auf der Seite! Dies liegt nicht nur daran, dass wir zusammen wohnen. Die Steuern sind extrem viel tiefer hier als in DE.

Deutsche stossen oft auf Ablehnung, da sie sehr oft nur des Geldes wegen kommen! Dies mögen wir nicht (vor allem nicht, wenn man dies noch zur Schau stellt). Man muss sich auch für das Land, die Menschen, die SPRACHE, etc. interessieren und sich integrieren. Wir erwarten überhaupt nicht, dass ihr Schweizerdeutsch redet. Jedoch erwarten wir, dass ihr es versucht zu verstehen! Jenachdem woher ihr kommt und wo ihr in der Schweiz seit, ist dies gar nicht so schwer.

Falls ihr weitere Fragen habt, beantworte ich diese gerne. Beispielsweise wie es mit dem Hauskauf genau funktioniert, den Steuern, sonstigen Ausgaben, Lohn, oder falls ihr mehr darüber wissen wollt, wie wir Schweizer die Deutschen wahrnehmen.

Wielange sollte man sich im voraus auf eine Stelle bewerben?

Was zahlen Banken an der Schweizer Grenze und in Zürich für Bachelorabsolventem eines dualen Studiums einer europäischen Grossbank? Bedeutet also absoluter Bankinghintergrund?

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

wie viel chf sollte man zum start anstreben?

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

Zumindest das erste hat aber nichts mit Schweizern und Deutschen zu tun. Der Berliner formuliert sogar im Bittsteller-Konjunktiv "Ich hätte gerne". Ich finde "Ich bekomme" übrigens auch unfreundlich.

WiWi Gast schrieb am 23.03.2019:

Ich bin jetzt seit 9 Monaten in der Schweiz. Mein Kollege hat es mir noch einmal einen Knigge gegeben. Achte z.B. darauf wie du etwas beim Bäcker bestellst. Wir sagen oft "Ich bekomme", "Ich kriege", "ich möchte". Ein Schweizer empfindet das als unhöflich, weil fordernd. Er würde das viel passiver sagen z.B. "kann ich bitte". Also das sind einfach Feinheiten, die zu falschen Rückschlüssen führen. Schweizer sind sehr freundlich im Umgang. Im Supermarkt werde ich noch persönlich begrüsst. Habe die ersten Monate bei einem Schweizer Ehepaar gewohnt. Rentner. Habe mit ihm oft Fernsehen geschaut und diskutiert und über die Schweiz ausgefragt. Jetzt wohne ich ihn einer eigenen Wohnung und er hatte mir nochmal eine kurze Nachricht in den Briefkasten geworfen. Er möchte im Kontakt bleiben. Wir gehen nächste Woche Skifahren. Habe mich bei den beiden wie bei meinen Großeltern gefühlt. In der Arbeit merke ich das Schweizer vorsichtiger sind. Es wird aber auch viel diskutiert. Also ich beobachte weiter fleissig viel, stelle viele Fragen. Erzähle was ich alles über die Schweizer Geschichte gelernt habe. Das kommt dann gut an. Du weißt ja schon mehr als ich. Ich mache das aber, weil es mich interessiert. Also der Ton macht die Musik.

Beim Gehalt habe ich mich verschätzt. In der Schweiz hat man mehr Netto vom Brutto. Dafür hat man nicht nur höher Kosten im Alltag, sonder man zahlt auch für vieles Extra, z.B. Gebühren, Kinderbetreuung, Krankenkasse.

Was auch für Schweizer schwierig ist, sich Immobilien zu leisten.

Für mich eine tolle Erfahrung. Habe schon viel Zeit im Ausland verbracht. Die Schweiz ist unser direkter Nachbar und wir haben die gleiche Sprache, aber doch viele Unterschiede.

Die zusätzlichen Höflichkeitsfloskeln im Alltag möchte ich schnell verinnerlichen, diese kommen auch in Deutschland und Ö

sterreich gut an.

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

WiWi Gast schrieb am 24.03.2019:

Zumindest das erste hat aber nichts mit Schweizern und Deutschen zu tun. Der Berliner formuliert sogar im Bittsteller-Konjunktiv "Ich hätte gerne". Ich finde "Ich bekomme" übrigens auch unfreundlich.

WiWi Gast schrieb am 23.03.2019:

Ich bin jetzt seit 9 Monaten in der Schweiz. Mein Kollege hat es mir noch einmal einen Knigge gegeben. Achte z.B. darauf wie du etwas beim Bäcker bestellst. Wir sagen oft "Ich bekomme", "Ich kriege", "ich möchte". Ein Schweizer empfindet das als unhöflich, weil fordernd. Er würde das viel passiver sagen z.B. "kann ich bitte". Also das sind einfach Feinheiten, die zu falschen Rückschlüssen führen.

Wobei ein "Ich bekomme bitte" "Vielen Dank" auch völlig in Ordnung ist. Nur "Ich bekomme" ist unfreundlich aber nicht nur in der Schweiz sondern auch in Deutschland.

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

WiWi Gast schrieb am 27.06.2019:

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Wielange sollte der Vorlauf bei einer Bewerbung in die Schweiz sein?

Also wieviele Monate vor Stellenantritt kann man mit den Bewerbungen loslegen?

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

WiWi Gast schrieb am 04.07.2019:

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Wielange sollte der Vorlauf bei einer Bewerbung in die Schweiz sein?

Also wieviele Monate vor Stellenantritt kann man mit den Bewerbungen loslegen?

interessiert mich auch, daher push

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

WiWi Gast schrieb am 07.07.2019:

WiWi Gast schrieb am 04.07.2019:

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Wielange sollte der Vorlauf bei einer Bewerbung in die Schweiz sein?

Also wieviele Monate vor Stellenantritt kann man mit den Bewerbungen loslegen?

interessiert mich auch, daher push

  • wie sieht es aus ohne Schweizbezug, da ranken sich ja auch Mythen rum.
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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

WiWi Gast schrieb am 07.07.2019:

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Wielange sollte der Vorlauf bei einer Bewerbung in die Schweiz sein?

Also wieviele Monate vor Stellenantritt kann man mit den Bewerbungen loslegen?

interessiert mich auch, daher push

  • wie sieht es aus ohne Schweizbezug, da ranken sich ja auch Mythen rum.

was für Mythen denn? Ohne Schweizbezug landet deine Bewerbung in der Tonne. Außer du willst bei Subways oder McDonalds an der Kassa für geringere Bezahlung als die Schweizer Kollegen rumstehen, dann sieht man deine Bewerbung gern.

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

Guten Abend zusammen,

gerne paar Infos von mir:

Meine Frau und ich wohnen im Aargau und befinden uns jetzt im zweiten Jahr in der Schweiz. Wir fühlen uns super wohl hier aber wollen spätestens nächstes Jahr wieder zurück nach Norddeutschland (Kinderplanung). Ich verdiene mit 4 Jahren BE ohne Personalverantwortung 110k CHF.
Meine Frau hat „nur“ eine kaufmännische Ausbildung und ihr ist Karriere total egal. Sie ist direkt nach der Ausbildung hierher gekommen und verdient jetzt im 2 Jahr 8k CHF.

Als DINK lebt es sich hier wunderbar. Nach 3 Jahren werden wir ein Vermögen von ca. 100k € angespart haben.

Wir hatten hier noch nie Problem oder ähnliches nur weil wir deutsche sind. Wir haben uns nie verstellt und waren genau so höflich wie in Deutschland und haben hier trotzdem Schweizer Freunde gefunden.

Kurz gesagt, wenn man sich ganz normal verhält und nicht großkotzig Auftritt lässt es sich hier wunderbar als Deutsche unter Schweizern leben.

antworten
WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

1) Hast du keine Berufserfahrung und keinen Bezug, wird es sehr schwer auf dem Arbeitsmarkt, denn unerfahrene Absolventen haben diese selbst genug. Mit Berufserfahrung in einer gefragten Richtung hat man dafür ganz gute Chancen, auch ohne Bezug.

2) Handelt es sich dabei um ein Unternehmen, welches Produkte auf dem europäischen Markt verkauft und konkurrenzfähig sein muss? Dann hat man teilweise sogar bessere Chancen als die Schweizer. Handelt es sich dabei bspw. um einen lokalen Energieversorger, etc. mit fast Monopolstellung, lohnt sich der Strom für das Hochladen der Bewerbungsunterlagen nicht...

3) Ist der potentielle Chef Schweizer oder Europäer? Schweizer sind bei den Mitarbeitern sehr patriotisch, Europäer nehmen gerne nach Qualifikation u/o Entlohnung und da fallen die Schweizer gerne bei beidem durch. Bei uns im Unternehmen sitzen je nachdem woher der Geschäftsleiter/-führer stammt entweder nur Schweizer oder bunt gemischt Europäer.

4) Last but not least, wie auch in Deutschland sind Handwerkskräfte, IT Speazialisten, etc. sehr gefragt auf dem Schweizer Arbeitsmarkt. Insbesondere bei der Entlohnung von handwerklichen Berufen liegt die größte Diskrepanz zu Deutschland. Akademische Berufe sind sehr abhängig.

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

Kennt ihr Deutsche, die wegen der Kinder wieder zurückgewandert sind nach Deutschland? Ist es wegen des Bildungssystems, das ja eher problematisch ist?

WiWi Gast schrieb am 07.07.2019:

Guten Abend zusammen,

gerne paar Infos von mir:

Meine Frau und ich wohnen im Aargau und befinden uns jetzt im zweiten Jahr in der Schweiz. Wir fühlen uns super wohl hier aber wollen spätestens nächstes Jahr wieder zurück nach Norddeutschland (Kinderplanung). Ich verdiene mit 4 Jahren BE ohne Personalverantwortung 110k CHF.
Meine Frau hat „nur“ eine kaufmännische Ausbildung und ihr ist Karriere total egal. Sie ist direkt nach der Ausbildung hierher gekommen und verdient jetzt im 2 Jahr 8k CHF.

Als DINK lebt es sich hier wunderbar. Nach 3 Jahren werden wir ein Vermögen von ca. 100k € angespart haben.

Wir hatten hier noch nie Problem oder ähnliches nur weil wir deutsche sind. Wir haben uns nie verstellt und waren genau so höflich wie in Deutschland und haben hier trotzdem Schweizer Freunde gefunden.

Kurz gesagt, wenn man sich ganz normal verhält und nicht großkotzig Auftritt lässt es sich hier wunderbar als Deutsche unter Schweizern leben.

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

Kinder in der Schweiz ist, auf deutsch gesagt, finanzieller Selbstmord. Auch wenn man 100k als ein Elternteil verdient. Es geht ums Prinzip.

WiWi Gast schrieb am 23.08.2019:

Kennt ihr Deutsche, die wegen der Kinder wieder zurückgewandert sind nach Deutschland? Ist es wegen des Bildungssystems, das ja eher problematisch ist?

WiWi Gast schrieb am 07.07.2019:

Guten Abend zusammen,

gerne paar Infos von mir:

Meine Frau und ich wohnen im Aargau und befinden uns jetzt im zweiten Jahr in der Schweiz. Wir fühlen uns super wohl hier aber wollen spätestens nächstes Jahr wieder zurück nach Norddeutschland (Kinderplanung). Ich verdiene mit 4 Jahren BE ohne Personalverantwortung 110k CHF.
Meine Frau hat „nur“ eine kaufmännische Ausbildung und ihr ist Karriere total egal. Sie ist direkt nach der Ausbildung hierher gekommen und verdient jetzt im 2 Jahr 8k CHF.

Als DINK lebt es sich hier wunderbar. Nach 3 Jahren werden wir ein Vermögen von ca. 100k € angespart haben.

Wir hatten hier noch nie Problem oder ähnliches nur weil wir deutsche sind. Wir haben uns nie verstellt und waren genau so höflich wie in Deutschland und haben hier trotzdem Schweizer Freunde gefunden.

Kurz gesagt, wenn man sich ganz normal verhält und nicht großkotzig Auftritt lässt es sich hier wunderbar als Deutsche unter Schweizern leben.

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WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

WiWi Gast schrieb am 20.02.2020:

Kinder in der Schweiz ist, auf deutsch gesagt, finanzieller Selbstmord. Auch wenn man 100k als ein Elternteil verdient. Es geht ums Prinzip.

Ich habe das Gefühl, dass die wenigsten die hier schreiben das System Schweiz wirklich von innen kennen.
Dadurch ergibt sich leider ein verzerrtes Bild auf die Schweiz. Leider gibts im WIWI Forum keine Qualitätssicherung der Beiträge.
Am Ende bleibt: nur den eigenen Erfahrungen kannst du vertrauen, der Rest ist blabla von kleinen Wichtigtuern.

antworten
WiWi Gast

Auswandern in die Schweiz - Erfahrungen

Das ist leider so. Geld blendet die meisten leider...

WiWi Gast schrieb am 24.03.2020:

Kinder in der Schweiz ist, auf deutsch gesagt, finanzieller Selbstmord. Auch wenn man 100k als ein Elternteil verdient. Es geht ums Prinzip.

Ich habe das Gefühl, dass die wenigsten die hier schreiben das System Schweiz wirklich von innen kennen.
Dadurch ergibt sich leider ein verzerrtes Bild auf die Schweiz. Leider gibts im WIWI Forum keine Qualitätssicherung der Beiträge.
Am Ende bleibt: nur den eigenen Erfahrungen kannst du vertrauen, der Rest ist blabla von kleinen Wichtigtuern.

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Artikel zu CH

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Heinz König Young Scholar Award 2015: Bei der Preisverleihung des Heinz König Young Scholar Award 2015 (v.l.): ZEW-Geschäftsführer Thomas Kohl, Dagmar Steiner von Fuchs Petrolub SE, Preisträger Stefano Carattini und ZEW-Präsident Prof. Dr. Clemens Fuest

Der Heinz König Young Scholar Award des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim geht im Jahr 2015 an Stefano Carattini von der Haute Ecole de Gestion de Genève, Schweiz. Das ZEW würdigt mit dieser Auszeichnung die Untersuchungen des Doktoranden zu den Auswirkungen einer Besteuerung des Abfalls privater Haushalte.

Weltwirtschaftlicher Preis 2015 für Gorbatschow, Immelt, Tompkins und Pissarides

Weltwirtschaftlicher Preis 2015: Gruppenbild der Preisträger Gorbatschow, Immelt, Tompkins und Pissarides

Das Institut für Weltwirtschaft Kiel hat den elften Weltwirtschaftlichen Preis 2015 verliehen. Die Preisträger sind der frühere sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow, GE-Vorstandschef Jeffrey Immelt, das Unternehmerehepaar Kristine und Douglas Tompkins sowie der Ökonom Sir Christopher A. Pissarides.

Markt statt Plan: IZA-Preis 2015 geht an den tschechischen Ökonomen Jan Svejnar

IZA-Preis 2015 geht an den tschechischen Ökonomen Jan Svejnar

Der mit 50.000 Euro dotierte IZA Prize in Labor Economics wird in diesem Jahr an den Wirtschaftswissenschaftler Jan Svejnar verliehen. Der US-amerikanisch, tschechische Ökonom hat mit seinen Analysen des Übergangs sozialistischer Planwirtschaften zu marktwirtschaftlichen Strukturen die Forschung geprägt und der Politik wertvolle Handlungshinweise gegeben.

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