DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
EinstiegsgehälterStories

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Autor
Beitrag
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Das Forum heißt zwar Berufseinstieg, allerdings bin ich schon seit ein paar Jahren kein Berufseinsteiger mehr und wenn ich von "wie die Faust aufs Auge" spreche, dann meine ich damit sicher nicht als Absolvent auf professionel stellen bewerben.

Wie der Vorposter schon sagte, gute unternehmen bekommen hunderte Bewerbungen (auch auf relativ exotische Positionen), da sind die Anforderungen eher Mindeststandarts.

Lounge Gast schrieb:

Fachkräftemangel ist für dich ein irrelevantes Thema. Du bist
ja Absolvent und daher keine Fachkraft. Eine Fachkraft hat
Minimum 3 Jahre Berufserfahrung auf einer vergleichbaren
Funktion/Stelle. Besser 5.

Lounge Gast schrieb:

Weniger Skandal, mehr Realität.

Bewerbung bei 2 Dax 30 und einem sehr bekannten Konzern.

  1. Absage nach 1 Woche
  2. Absage nach 2 Wochen
  3. Warte ich schon seit über einem Monat auf eine
    Rückmeldung

Bewerbungsunterlagen sind i.O., die ausgeschriebenen
Anforderungen passen wie die Faust aufs Auge mit meinem
Profil und ich arbeite in wirklich keinem überlaufenem
Berufsfeld.

Im Gegenzug werde ich fast wöchentlich für irgendwelche
Consultingstellen angeschrieben.

Fachkräftemangel gibt es wohl nur dort wo lange gearbeitet
und/oder wenig gezahlt wird.

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Ich war vor 6 Wochen zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Danach sagte man mir, dass man sich in zwei Wochen bei mir meldet. Kam natürlich bis heute nichts. Ich gehe von einer Absage aus und habe deshalb bis heute nicht angerufen.
Die Stellenanzeige ist immer noch auf der Firmenwebsite ausgeschrieben und das mittlerweile seit 6 Monaten. Ich war damals der erste welcher zum Vorstellungsgespräch geladen wurde. Nun sehe ich, dass auf Facebook nochmal aufgerufen wurde sich für diese Stelle zu bewerben. Ist denen etwa kein Bewerber gut genug?. Soll ich da jetzt vielleicht doch nochmal anrufen, oder seht ihr für mich gar keine Chance mehr?
Und wenn ich Anrufe wo an am besten? Ansprechpartner war bis jetzt nur meine mögliche Chefin, diese ist aber sehr beschäftigt (deshalb wird noch jemand gesucht). Mit der Personalabteilung hatte ich bisher gar nichts am Hut.

Dass es sich um eine Schein Anzeige handelt, welche immer Ausgeschrieben ist, glaube ich nicht.

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Hast du denn gar keinen Stolz? Ich würde mich nicht so anbiedern. Wenn die dich nicht anrufen, wollen die dich nicht. Punkt.

Ich habe mich mal auf eine Stelle beworben und bekam per Post eine Eingangsbestätigung. Es wurde darauf hingewiesen, dass die Termine für das Auswahlverfahren noch nicht feststehen und ich mich noch etwas gedulden muss. Nach über einem Jahr habe ich das Schreiben wiedergefunden. Ich hatte zwischenzeitlich eine Stelle. Ich habe mir dann den Jux gemacht und ne Mail geschrieben. Da ich bislang noch nicht gehöhrt habe, gehe ich davon aus, dass die Auswahlverfahren noch nicht stattgefunden haben. Ich wolle daher kurz nachfragen, ob es schon Planungen bzgl. der Terminierung gebe. Ich bekam dann einen Zweizeiler zurück, wonach man sich für einen anderen Kandidaten entschieden habe. Hoffentlich war der Personaler peinlich berührt.

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Ja, mein Stolz hat mich bisher auch immer davon abgehalten anzurufen. Jedoch ließt und hört man immer wieder, dass man ja Interesse signalisieren muss und dass wohl manche Unternehmen sogar darauf warten, dass sich der Bewerber noch einmal meldet. So etwas verunsichert einen dann immer.

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Lounge Gast schrieb:

Ja, mein Stolz hat mich bisher auch immer davon abgehalten
anzurufen. Jedoch ließt und hört man immer wieder, dass man
ja Interesse signalisieren muss und dass wohl manche
Unternehmen sogar darauf warten, dass sich der Bewerber noch
einmal meldet. So etwas verunsichert einen dann immer.

So ist es. Diese Vorgehensweise hat mir einen Job im DAXer beschert.

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

"Ich habe mir dann den Jux gemacht und ne Mail geschrieben. Da ich bislang noch nicht gehöhrt habe, gehe ich davon aus, dass die Auswahlverfahren noch nicht stattgefunden haben. Ich wolle daher kurz nachfragen, ob es schon Planungen bzgl. der Terminierung gebe. Ich bekam dann einen Zweizeiler zurück, wonach man sich für einen anderen Kandidaten entschieden habe. Hoffentlich war der Personaler peinlich berührt."

Sowas habe ich auch mal gemacht, aber keine Mail geschickt, sondern einen Brief. Ich erhielt einen Brief zurück mit Standard-Blabla.... :)

"Ja, mein Stolz hat mich bisher auch immer davon abgehalten anzurufen. Jedoch ließt und hört man immer wieder, dass man ja Interesse signalisieren muss und dass wohl manche Unternehmen sogar darauf warten, dass sich der Bewerber noch einmal meldet. So etwas verunsichert einen dann immer."

Das Gespräch war vor 6 Wochen und es hieß, man melde sich innerhalb von 2 Wochen bei dir? Dann ist es jetzt für einen Anruf auch zu spät. Spätestens nach 2,5-3 Wochen hätte der Anruf erfolgen sollen.

"So ist es. Diese Vorgehensweise hat mir einen Job im DAXer beschert."

Bitte mehr Details erzählen. Nur weil jemand höftlich nachfragt, hat noch niemand einen Job bekommen.

antworten
vanille

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Kurze Geschichte zu meiner Bewerbung:
Ich machte mein Praktikum und Masterarbeit bei dieser Firma (15 Monaten). Wegen Einstellungsstopps warte ich über einem Jahr, bis die Firma wieder neue Leute sucht. 2 Bewerbungen (eine für die Stelle, was genau ich dort gemacht habe) geschickt, 3 Absagen bekommen, eine sogar für einen Bewerbungsentwurf :(. Danach haben Sie mir zu einem Telefoninterview eingeladen (trotzt vorherigen Absagen). 1 Stunde vor dem Telefoninterview haben Sie mir wieder geschrieben, dass Sie schon anderen Kandidat gefunden haben. Echt unprofessionelle das Ganze

[%sig%]

antworten
MoralHazard

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

"Wegen Einstellungsstopps warte ich über einem Jahr, bis die Firma wieder neue Leute sucht. "

Was ist damit gemeint? Du hast nach dem Praktikum und der Masterarbeit ein Jahr gewartet, bis du die erste Bewerbung geschrieben hast und es war für die Firma, wo du vorher warst? Dass sie dir abgesagt haben, ist ja nichts skandalwürdiges, sondern etwas völlig normales. Sie wählen ja einen Bewerber aus vielen aus.

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Die Devise heißt: Make the ho say no!
Daher immer weiter rumstochern bis sie euch ne klare Abfuhr geben.

Lounge Gast schrieb:

Ja, mein Stolz hat mich bisher auch immer davon abgehalten
anzurufen. Jedoch ließt und hört man immer wieder, dass man
ja Interesse signalisieren muss und dass wohl manche
Unternehmen sogar darauf warten, dass sich der Bewerber noch
einmal meldet. So etwas verunsichert einen dann immer.

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Give me more!

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

push

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Ich habe mich als Account Manager im Bereich Industrials bei einem Elektrokonzern beworben.
Es gab insg. 3 Vorstellungsgespräche. Davon habe ich zwei bestanden und ein Kandidat und ich standen beim letzten Vorstellungsgespräch zur Verfügung.

Eines Tages wurde ich informiert, dass der zuständige Vorgesetzte plötzlich starb.
Bis dieser Fall geklärt wird, gibt es Einstellungsstop.

Es ist zwei Monate her..

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Habe einige Geschichten aus meiner Bewerbungszeit (6 Monate, ich war aber wählerisch):

1 - Habe mich ganz selbstbewusst auf eine Teamleiterstelle (als Master-Absolvent) in Berlin beworben (komme aus München). Dementsprechend habe ich mich über das erste Telefoninterview mit HR gefreut und die anschließende Zusage für ein persönliches Gespräch mit der Fachabteilung. --> Ziemlich früh in den Zug (sogar 1.Klasse wurde gezahlt), am Nachmittag dann das Gespräch mit dem Abteilungsleiter gehabt. "Sie kommen ja direkt von der Uni, wir suchen eigentlich jemanden mit Berufserfahrung. Praktikum und Werkstudententätigkeit zählen für mich nicht" (das hat er gesagt, als er meinen Lebenslauf in die Hand genommen hat, offensichtlich zum ersten Mal). Joa, das Gespräch war nach 10min dann eigentlich beendet. Anstandshalber hat man mir das Unternehmen noch näher gebracht, weitere Fragen hatte er nicht an mich. Er würde sich bei mir melden. 6 Wochen später eine automatisch generierte Email-Absage. 12h Fahrt für die Katz. Immerhin habe ich einen richtig guten Döner in Berlin gegessen.

2 - Bewerbungsgespräch bei einem Automobilbauer im Süden. Als Externer. Für den Direkteinstieg. Die Freude war also auch groß. Gut vorbereitet, schick angezogen und hingedüst. Dann eine weitere Freude: abgeholt wurde ich von einer alten Schulkameradin, die ich aber seit Jahren nicht gesehen habe und auch nicht wusste, dass sie dort arbeitet (als Teamassistentin). Haben dann aufm Weg zum VG-Raum ein bisschen gequatscht und uns auf ein Bier abends verabredet. Dann das Vorstellungsgespräch gehabt, war gut, sehr gut sogar. Habe mich gut verkauft, der Gegenüber genauso und bin mit dem besten Gefühl abends zum Bier trinken gegangen. Dort hat mir die alte Schulfreundin dann erzählt, dass ich von vornherein keine Chance habe, weil die Abteilung die interne Vorgabe hat, 8-10 Personen zu einem Gespräch einzuladen für eine neue Stelle. Das Ding war nur, dass es längst einen internen Kandidaten gab, der den Job bekommen würde. So habe ich mich dann über die Absage (immerhin direkt nach einer Woche) auch nicht gewundert, auch wenn der Abteilungsleiter gelogen hat und meinte, die Stelle wurde intern doch nicht bewilligt (1 Monat später hat dort der interne Kollege angefangen laut Aussage meines Kontakts).

3 - Bewerbung bei einer kleineren UB. HR-Gespräch lässig. Termin zum Fachgespräch bekommen. Da ruft mich der zuständige Partner an und sagt "der Termin, den HR da ausgemacht hat, passt mir gar nicht. Lass uns doch abends zum Essen treffen." Ab nach Frankfurt gedüst, gut Steak gegessen. Nach 8 Bier, paar Wein und Shots haben wir nur noch über privates geredet. Die 1,2 Antworten auf die fachlichen Fragen, die er mir gestellt hatte (und die ich gar nicht mal so gut beantworten konnte), hat er sicherlich vergessen. Jedenfalls ruft er mich am nächsten Tag um 8 Uhr(!!) an (ich war noch im Halbkoma), dass es für ihn passt und er das an HR weitergeben würde und die mir den Vertrag zuschicken würden. War ich mit einverstanden, allerdings habe ich komplett vergessen was die Konditionen waren (beim trinken kurz mal angeschnitten, aber gleich wieder vergessen). Ne Woche später war das Angebot im Briefkasten, allerdings deutlich unter meinen Vorstellungen (>>50k). Habe versucht nachzuverhandeln aber kam nicht auf die 50k+, die ich mindestens haben wollte --> da habe ich dann abgesagt. Ein schöner Abend war es trotzdem :)

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Ich war im September letzten Jahres zu nem Vorstellungsgespräch in München. Waren etwa 4,5 Stunden one way für mich also ging dementsprechend der komplette (Urlaubs-)Tag dafür drauf.

Das Gespräch lief gefühlt echt gut, ich war eher so an der Untergrenze der gewünschten Qualifizierung für die Stelle aber garantiert auch an der Untergrenze der erwarteten Gehaltsspanne. Außerdem war mir die Gesprächspartnerin sehr sympatisch und ich hatte das Gefühl, dass ich die Stellen an denen es nicht 100% gepasst hat gut erklären und ausgleichen konnte. Alles in allem bin ich relativ zuversichtlich aus dem Gespräch raus. Abgemacht war eine Antwort innerhalb von 2 Wochen und sie hat mir auch ihre Karte mit gegeben, damit ich direkten Kontakt aufnehmen kann bei weiteren Fragen.
Nach 2 Wochen kam nichts, also hab ich im Laufe der nächsten 2 Wochen mehrfach versucht die Dame zu erreichen - keine Chance. Immer nur der AB dran. Dann hab ichs aufgegeben und dachte mir "Wenn sie nicht antworten wollen brauch ich auch HR nicht anrufen oder ne Email schreiben, denn dann will ich auch gar nicht mehr hin".

Ich hab mich also weiter beworben und dann auch ne andere Stelle bekommen und angetreten.

Am 3. April - also über ein halbes Jahr später - bekomm ich auf einmal ne Email mit ner Standard-2-Zeiler Absage. Ich hab dann geantwortet:

Sehr geehrte Frau XXX,

vielen Dank für Ihre Rückmeldung zu meinem Vorstellungsgespräch bei Ihnen am 29.09.2016.
Ebenfalls möchte ich mich bedanken, dass Sie mir etwas mehr das 13-fache der zwischen mir und Frau XXX im Gespräch vereinbarten Rückmeldefrist an Zeit gelassen haben.
Dadurch hatte ich bereits die Gelegenheit mich anderweitig zu orientieren und kann Ihre für mich sicherlich überraschende Absage einfacher verarbeiten.
Auch Ihre Versicherung, dass Ihnen die Entscheidung nicht leicht gefallen ist erscheint mir ausgesprochen glaubwürdig.

Bitte zögern Sie nicht mich direkt zu kontaktieren falls Sie weitere, interessante Stellen anbieten können.
Sie finden mich unter auf Xing unter XXX
Ich werde mich dann nach zwei bis drei Wochen bei Ihnen melden.

Danke und viele Grüße aus XXX,
XXX

PS: Sollte ich Ihre Korrespondenz missinterpretiert haben und Sie meinten sie lediglich als Aprilscherz, so muss ich Ihnen leider mitteilen, dass Sie auch hierfür zwei Tage zu spät dran sind.

Darauf kam dann lediglich wieder ne Standard-Mail zurück á la: Wir versuchen unseren Recruitingprozess stetig zu verbessern blabla.

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Zwar kein Skandal aber hat mich doch sehr verwundert....

Beworben bei einem Dax30 (Mutterkonzern). Nach ca. 1 Monat (außer Eingangsbestätigung habe ich nichts gehört) hat sich anderweitig etwas sehr gutes ergeben und ich habe die Bewerbung zurückgezogen (Expat USA...).

1 Woche später kam plötzlich von der HR Abteilung eine Mail dass ich Unterlagen nachreichen und einen Vorschlag für einen Gesprächstermin abgeben sollte.

Muss zugeben dass ich die Mail gar nicht weiter beachtet und auch schnell wieder vergessen habe.

Ca. 2 Wochen später kam die Einladung zum Gesprächstermin (ohne dass ich auf die 1. Mail reagiert habe).

Bei der HR Dame angerufen, mich entschuldigt, mein weiterhin bestehendes Interesse für das Unternehmen bekundigt aber derzeit bla bla bla.

Alles gegessen dachte ich... 2 Tage später rief der Bereichsleiter an und wollte mich überzeugen wenigstens vorbei zu kommen und mir anzuhören was sie mir bieten. Home-Office, 35/40h Woche, Gym, Kantine, Altersvorsorge, bla bla bla.

Habe mich wieder höflich bedankt, mein weiter bestehendes Interesse bekundigt aber offen gesagt das ich die 2 Jahre USA für eine tolle Chance halte und dafür auch gerne bereit bin auf Annehmlichkeiten und/oder mehr Gehalt zu verzichten. Am Telefon klang er sehr verständnisvoll aber keine Ahnung ob ich dort verbrannte Erde hinterlassen habe.

Just in diesem Augenblick nochmals auf die Karriereseite geklickt und exakt 8 Monate später ist die Stelle immer noch vakant.

Und jetzt noch etwas zum schmunzeln.

Habe mich vor ca. 7 Jahren (frisch als Absolvent) bei meinem Traumarbeitgeber beworben. Irgendwann ist die Stelle und meine eingereichte Bewerbung aus dem Karriereportal verschwunden (keine Absage, keine Rückmeldung, nichts, einfach verschwunden). Seit dem bekomme pünktlich jeden Monat eine Mail mit der "Bitte um Geduld, da der Bewerbungsprozess sehr sorgfältig durchgeführt wird bla bla bla..." .

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Ich habe einen internationalen Lebenslauf und bewerbe mich normalerweise in mehreren Ländern, unter anderem in Deutschland.

Ich weiß nicht woran es liegt, aber die Vorstellungsgespräche in Deutschland sind am komischsten. Ich könnte hier mehrere Seiten dazu schreiben, was ich schon erlebt habe. Gesprächspartner sind häufig sehr arrogant und versuchen zu beweisen, dass ich nicht gut genug bin. Obwohl sie mich eingeladen haben und obwohl mein Lebenslauf ziemlich gut ist. Mein heutiger (bekannter und anerkannter) Arbeitgeber wird abgeschätzt.

Fallstudien sind schlecht vorbereitet und nur mündlich wiedergegeben, so dass ich schon erlebt habe, dass mein Gesprächspartner eine eindeutig schlechte Lösung vorgeschlagen hat, die er für richtig hielt (war bestimmt keine Provo...).

Man ist irgendwie sehr wenig menschlich. Und man versucht nicht, objektiv zu sein. D.h. man macht keine Notizen dazu, wie gut Kandidaten auf Fragen antworten. Wie kann man ohne solche Notizen Kandidaten richtig bewerten? Oder kommt es nur auf den ersten Eindruck und auf die "Chemie" an? Dann habe ich nämlich keine Chance :) In Deutschland gibt es in der Branche, in der ich mich bewerbe, wenige Frauen, deutlich weniger als in manchen anderen EU-Ländern, und je "höher" desto schlimmer. Aber früher habe ich mich auch in anderen Bereichen beworben und es war ähnlich, eine Menge von schrägen Geschichten.

Ich will denken, dass ich einfach Pech habe, das ist mir aber so oft passiert, dass ich das leider bezweifle.

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Push

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Die Anforderungen sind einfach teilweise lächerlich heutzutage.
Selbst vor 20 Jahren gemütlich in DAX30 eingestiegen, fordern sie heute die eierlegende Wollmilchsau.

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Ein Partner einer UB hat zu Beginn des Gesprächs die Milchkanne aus Glas fallen lassen, die dann zersprungen ist und der Personalerin und mir die Klamotten versaut hat. Neben den Reinigungskosten habe ich einen 300 EUR Boss-Gutschein zugeschickt bekommen.
Kommentar des Partners unmittelbar danach war übrigens: "Damit können wir den peinlichen Smalltalk übers Wetter wohl auslassen"

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Eine Anzeige eines Personaldienstleisters gefunden. Das Gehalt wurde als "[Betrag] - [Betrag]+4k/Jahr" angegeben, ganz kleine Rahmen also. Die Stelle an sich war ganz ok, aber aus bestimmten Gründen (Firma no-name, usw.) nicht "wow". Da ich das Gehalt aber attraktiv fand und alle Voraussetzungen erfüllt habe, habe ich mich aus einer ungekündigten Stelle heraus beworben und sehr schnell eine Einladung zum Telefongespräch bekommen.

Es kommt das Gespräch mit dem Unternehmen und die Frage nach meinen Gehaltsvorstellungen. Meine Antwort ist genau das, was in der Anzeige steht.

Meine Gesprächspartnerin reagiert total schockiert. Auf keinen Fall könne ich so viel erhalten, das sei total unrealistisch und was ich mir da denke. Nach ihrer Feststellung, dass sie keine Ahnung habe, was in der Anzeige stehe und dass das ja keine Rolle spiele, versuche ich professionell zu bleiben. Ich schlage "ca. [Betrag]-3 k" vor (ich spreche das aus und bereue, dass ich auf diese Unverschämtheit mit einem Verhandlungsversuch reagiere).

Die Dame hört nicht auf, so viel würde ich in keinem anderen Unternehmen bekommen und sie glaube gar nicht, dass ich die notwendigen Fähigkeiten für die Stelle aufweisen könne. Nach ihrem langen und ziemlich abwertenden Monolog, wo ich schon sicher bin, bei dem Unternehmen würde ich eh nie arbeiten wollen, sage ich, dass ich an ihrer Stelle das Missverständnis mit der Rekruterin klären würde. Als Reaktion kommt etwas, was sich als Nachäffen meines ausländischen Akzents anhört, ich will aber glauben, dass ich mich verhört habe.

Nach 2 Stunden, die ich brauchte, um imstande zu sein, meine E-Mail höflich zu formulieren, ziehe ich meine Bewerbung zurück.

Die Rekruterin besteht auf ein Telefonat. Sie reagiert total überrascht, dass ich dem Unternehmen das Gehalt aus der Anzeige angegeben hatte: Das sei ja das Gehalt, das man nur einer Person mit dreimal so viel Erfahrung wie ich zahlen wolle.

So viel zum Thema "es ist gut wenn Gehaltsangaben in der Anzeige stehen, das spart beiden Seiten viel Zeit".

Das Lustige daran? Selbst wenn es in der Anzeige [Betrag]-8 stände hätte ich mich wahrscheinlich da beworben, weil das immer noch ein ziemlich gutes Gehalt gewesen wäre. Mit einer unzuverlässigen, abwertenden Chefin will ich aber nicht arbeiten.

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

VG bei einem großen Konzern (MDAX).
Ich wurde durch einen Kollegen vor Ort empfohlen, daher außerhalb des üblichen Bewerbungsturnus. Das Unternehmen wollte eine neue Abteilung aufbauen, in der Spezialisten aus mehreren Bereichen sitzen. Ich hatte während der Dissertation einschlägige Publikationen zu einigen dieser Thematiken verfasst (technisch bzw. Programmierung). Man könnte also meinen "passt".

Per Email wurde ein Gespräch zwischen mir, Personaler und AL vereinbart. Als ich dann erschien, waren es auf einmal acht (!) Abteilungsleiter, der Bereichsleiter und immerhin der Personaler. Allesamt hatten keine Ahnung, was die Abteilung im Detail leisten sollte und was ich überhaupt für genaue Qualifikationen hatte.
Mit meinem Background hatte sich anscheinend niemand beschäftigt. Der Personaler fing standardmäßig an, dass ich von meiner Masterarbeit erzählen sollte...

Ich hatte nach 15min schon keinen Bock mehr, habe am Ende des rund 90min Nonsensegespräches eine abnormal hohe Gehaltsforderung genannt und mich darauf eingerichtet, dass sie auf keinen Fall mehr zusagen. Den Absagenzweizeiler habe ich dann einen Monat später per Email "erfragt".

Die Abteilung gibt es bis jetzt (ein Jahr später) immer noch nicht.

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Vorstellungsgespräch bei der deutschen Niederlassung eines ausländischen Konzerns um eine Stelle im Technischen Vertrieb. Direkte Konkurrenz meines damaligen Arbeitgebers.

Im Vorfeld wurde ich vom hauseigenen Headhunter kontaktiert, welcher dann auch gut 300km gefahren ist, um mit mir eine Cola in meinem lieblings Cafe zu trinken ^^. Wir haben uns gut verstanden, mein Lebenslauf und die Konditionen haben auch gepasst und somit stand dem richtigen Vorstellungsgespräch nichts mehr im Weg. Ich war zu der Zeit eigentlich zufrieden mit meinem damaligen Job, aber mehr Geld klingt halt immer gut und außerdem wäre der Arbeitsweg kürzer.

Die ersten beiden Vorstellungsgespräche liefen wirklich gut. Mir saßen immer 3 Leute gegenüber, wobei zwei direkt vom Fach waren aber niemand aus der Personal- oder HR-Abteilung. War alles recht locker, kein Fragebogen oder Stresstest. Ziemlich viel fachliches Zeug und ansonsten wurde mir erzählt, was bei denen so abgeht. Ich habe dann auch die mündliche Zusage bekommen und der dritte Termin sollte dann die Vertragsunterschrift beinhalten.

Einen Tag vor dem Termin der Vertragsunterschrift wurde ich vom Headhunter angerufen. Der hat mir mitgeteilt, dass der Geschäftsführer zufällig im Land ist und ebenfalls ein Vorstellungsgespräch mit mir führen will, was so noch nie vorgekommen sei. Hat wohl Langeweile gehabt der Gute. Also wurde aus der Vertragsunterschrift Vorstellungsgespräch Nr. 3 ....

Mir gegenüber saßen wieder die gleichen Leute + dem Geschäftsführer. Das Vorstellungsgespräch war eine exakte Kopie der beiden vorherigen Gespräche mit den gleichen Fragen und den gleichen Aussagen, wobei der Geschäftsführer in den 1,5 std nicht ein einziges Wort gesagt hat. Der Mann hat mich die ganze Zeit angestarrt und gefühlt auch nicht geblinzelt. Das war echt super strange. Ich hab mich einfach drauf eingelassen, aber die ganze Zeit habe ich versucht herauszufinden, was hier abgeht. Ich habe eine Psychoanalyse oder so etwas vermutet. Mit der Zeit wurde ich auch immer nervöser, habe angefangen mich zu verhaspeln und Schweißausbrüche gekriegt, weil ich die Situation einfach nicht einschätzen konnte. Nach 1,5 std hat dann sein Smartphone geklingelt und er hat sich auf englisch von mir verabschiedet und die Daumen-Hoch_Geste gemacht. Ich dachte wirklich, dass ich total verkackt habe. Die anderen drei Anwesenden haben mir dann erzählt, dass die den Geschäftsführer alle 6 Monate mal für 5 min sehen und keine Ahnung haben, was der hier und heute wollte. Außerdem verstehe und spreche er kein deutsch (das ganze Vorstellungsgespräch wurde auf deutsch geführt). Ich hab geguckt wie ein Auto, aber da alle gleichermaßen verwirrt waren, habe ich mich nicht mehr so schlecht gefühlt ^^.

Die Vertragsunterschrift wurde dann auf nächste Woche verschoben und mir wurde zugesichert, dass ich die Stelle habe. Die haben sich sogar dafür entschuldigt, dass ich nochmal kommen muss. Einen Tag vor dem Termin ruft mich der Headhunter wieder an. Ich ahnte schon böses.... Der Gute hat mir dann erzählt, dass ein Veto vom Headquarter eingelegt wurde, da eine weitere Stelle die vorgesehenen Kopfstellen in Deutschland übersteige. Ob genug Arbeit vorhanden ist, spiele keine Rolle, da das Budget überschritten werden würde. Er könne da leider nichts machen, da man im Vorfeld mit dem Headquarter hätte sprechen müssen. Ich habe grade noch so die Fassung wahren können und mich höflich verabschiedet. Was war ich wütend. Nie wieder wollte ich mit dem Drecksladen etwas zu tun haben.

6 Monate später habe ich dort angefangen xD
Man hat eine handvoll Mitarbeiter in Altersteilzeit (oder so) geschickt und hatte dann 2,5 Kopfstellen wieder frei. Der Headhunter hatte mich kontaktiert, eine Woche nachdem ich vom Betriebsrat erfahren hatte, dass mein damaliger Arbeitgeber liquidiert wird. Ich hatte dann die Wahl einen auf beleidigte Leberwurst zu machen und mich beim Arbeitsamt zu melden oder die Stelle beim Konzern anzutreten. Natürlich habe ich bei Vertragsunterschrift betont, wie schwer mir der Wechsel fällt und dass mein aktueller Arbeitgeber einfach toll ist, der Konzern aber der geilste der Welt ist und man sich so eine Chance nicht entgehen lassen darf bla bla bla. Die waren auch echt froh, dass ich nicht nachtragend war nachdem ganzen Zirkus.

Hatte dort gute zwei Jahre und bin dann weiter gezogen. Hab es nicht bereut.

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Ich hab jetzt auch (erfolgreich) meine Bewerbungsphase abgeschlossen und werde bald meine neue Stelle, die auch meine Wunschstelle war, antreten. Entsprechend muss ich sagen bin ich nicht frustriert oder ähnliches. Trotzdem muss ich sagen, dass gerade große Unternehmen sich fast schon lächerlich gemacht haben bei vielen Bewerbungsverfahren.

Habe mich bspw. auch bei den Bi4 beworben wo unter anderem Fachabteilungen nicht wussten, auf welche Stelle man sich eigentlich beworben hat, Unterlagen wie CVs vor Bewerbungsgesprächen nicht weiter gegeben wurden, ich habe Bewerbungsgespräche mit der falschen Abteilung geführt was HR erst nach Anmerkung von mir aufgefallen ist, Absagen und kurze Zeit später Einladung zum Vorstellungsgespräch, ich wurde interviewt während davon ausgegangen wurde ich hätte Berufserfahrung in dem Bereich was nicht der Fall war und auch nicht von mir angegeben wurde, insgesamt gab es eine schrecklich schlechte Kommunikation innerhalb der Unternehmen und auch mit den Bewerbern,... Jetzt frag ich mich gerade die BIG4 die an großen Standorten vierstellige Bewerbungsverfahren im Jahr durchführen und auf neues Personal angewiesenn sind, sollten doch professioneller im Umgang mit Bewerbern sein.

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Gerade bei den big4 habe ich ähnliche Erfahrungen gemacht. Entweder deren HR ist überfordert / unfähig oder deren System sorgt regelmäßig für Fehler oder aber sie legen einfach keinen Wert darauf.
Hatte mich z.B. als Werkstudent beworben, im Gespräch ging es auf einmal um eine Praktikantenstelle die ich natürlich gar nicht antreten kann, da ich nur max. 20h in der Woche arbeiten kann.
In einem weiteren Gespräch für eine Werkstudentenstelle als Programmierer war der Gesprächsteilnehmer überrascht, dass ich ja gar nicht Jura studiere.
Trotzdem allem habe ich mich nach Abschluss des Studiums auf eine Einstiegsposition beworben. Das Gespräch lief so katastrophal, dass ich die Stelle schon gar nicht mehr haben wollte und insgeheim auf eine Absage gehofft habe. Irgendwann (nach 4 statt der versprochenen 1 Woche) hat sich der Partner gemeldet. Er würde mich haben wollen, allerdings nicht für die Themen die im Gespräch besprochen wurden sondern für etwas völlig anderes. Habe dankend abgelehnt.

Lounge Gast schrieb:

Ich hab jetzt auch (erfolgreich) meine Bewerbungsphase
abgeschlossen und werde bald meine neue Stelle, die auch
meine Wunschstelle war, antreten. Entsprechend muss ich sagen
bin ich nicht frustriert oder ähnliches. Trotzdem muss ich
sagen, dass gerade große Unternehmen sich fast schon
lächerlich gemacht haben bei vielen Bewerbungsverfahren.

Habe mich bspw. auch bei den Bi4 beworben wo unter anderem
Fachabteilungen nicht wussten, auf welche Stelle man sich
eigentlich beworben hat, Unterlagen wie CVs vor
Bewerbungsgesprächen nicht weiter gegeben wurden, ich habe
Bewerbungsgespräche mit der falschen Abteilung geführt was HR
erst nach Anmerkung von mir aufgefallen ist, Absagen und
kurze Zeit später Einladung zum Vorstellungsgespräch, ich
wurde interviewt während davon ausgegangen wurde ich hätte
Berufserfahrung in dem Bereich was nicht der Fall war und
auch nicht von mir angegeben wurde, insgesamt gab es eine
schrecklich schlechte Kommunikation innerhalb der Unternehmen
und auch mit den Bewerbern,... Jetzt frag ich mich gerade die
BIG4 die an großen Standorten vierstellige
Bewerbungsverfahren im Jahr durchführen und auf neues
Personal angewiesenn sind, sollten doch professioneller im
Umgang mit Bewerbern sein.

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Ich hatte einen Vertrag von einer Big4 auf dem Tisch liegen, habe mich dann aber für ein anderes Angebot entschieden und abgesagt. Trotzdem bekam ich die nächsten vier Wochen ständig Briefe und Emails mit "näheren Infos über Ihren ersten Arbeitstag".

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Ich hatte vor 2 Wochen ein Gespräch bei einer WP-Gesellschaft.

Das Gespräch war sehr gut und ich konnte alle Fragen beantworten.

Mir wurde gesagt, wir melden uns in ca. 1 Woche bei Ihnen.

Am nächsten Tag schaue ich um 8:30 Uhr mein Postfach nach und was sehe ich, eine Standard-Absage. Es wird auch nichts vom Gespräch erwähnt etc.

Fand es irgendwie komisch, weil, da hätte man es ja auch direkt nach dem Gespräch sagen können.

Ist euch sowas auch schonmal passiert?

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

So ähnlich - Gespräch bei einer Big4 lief gefühlt gut - seitens der Firma wollte man sich bei mir am nächsten Montag telefonisch melden. Am Montag kam kein Anruf, sondern erst Dienstag Mittag telefonisch die Absage.

Insgesamt natürlich kein Skandal, aber trübt so etwas das ansonsten faire Verhalten seitens meiner Gesprächspartner. Die wissen doch, dass der Bewerber
da am Montag auf eine Rückmeldung wartet und irritiert ist, wenn nix kommt.

Lounge Gast schrieb:

Ich hatte vor 2 Wochen ein Gespräch bei einer WP-Gesellschaft.

Das Gespräch war sehr gut und ich konnte alle Fragen
beantworten.

Mir wurde gesagt, wir melden uns in ca. 1 Woche bei Ihnen.

Am nächsten Tag schaue ich um 8:30 Uhr mein Postfach nach und
was sehe ich, eine Standard-Absage. Es wird auch nichts vom
Gespräch erwähnt etc.

Fand es irgendwie komisch, weil, da hätte man es ja auch
direkt nach dem Gespräch sagen können.

Ist euch sowas auch schonmal passiert?

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Mein "schlimmstes" Bewerbungsgespräch war das Ergebnis ungünstiger Kommunikation (sowohl von mir, als auch vom Unternehmen):
Als Abgänger eines MINT-Studienganges hatte ich zwar von Technik viel Ahnung, wirtschaftliches Fachwissen Fehlanzeige. Dennoch konnte ich über Kontakte und Berufserfahrung neben dem Studium ein Bewerbungsgespräch in der Finanzbranche erhalten. Dabei handelte es ich um mein erstes "richtiges" Bewerbungsgespräch überhaupt. Die Abteilung suchte grade Leute und da der Markt mit der speziellen technischen Expertise relativ leer war, wollte man es mit dem Aufbau einer neuen Arbeitskraft direkt von der Uni versuchen.
In einem ersten Gespräch mit dem Team- und Abteilungsleiter haben wir uns dann auch sehr gut unterhalten. Es kamen viele technische Fragestellungen. Das Thema der fehlenden "fachlichen" Qualifikation wurde offen von beiden Seiten angesprochen und es wurde versichert, dass dies kein KO-Kriterium sei und man sich über den "Nachholbedarf" im Klaren ist. Am Ende gab es das direkte Feedback, dass Team- und Abteilungsleiter gerne mit mir zusammenarbeiten würden.
Zum Abschluss wurde mir noch gesagt, dass sich in den nächsten Tagen die Personalabteilung melden würde, um mit mir die letzten Details zu klären...
Einige Tages später saß ich also einer Dame der HR-Abteilung gegenüber, in der festen Überzeugung das es in diesem Termin um letzte Vertragsfragen, bzw. Detailfragen zu den eingereichten Unterlagen gehen würde. Diese Ansicht kippte ziemlich schnell nach den ersten Fragen ("Nennen Sie mal fünf Schwächen ihrer Person." ) und wandelte sich in Unglauben nach Aussagen wie "Eigentlich sollte jemand wie Sie besser in der Technik bleiben, sie verstehen doch überhaupt nichts vom Fach.". Mein Gefühl nach dem Gespräch war schon schlecht, das Urteil was die Dame über mich abgegeben hatte, muss noch schlechter gewesen sein. Derartig schlecht, das es in keinster Weise zu dem Bild passte, dass die Fachabteilung über mich hatte. Zu meinem Glück wollte die Abteilung daher noch ein weiteres Gespräch zusammen mit der Bereichsleitung. Nach diesem Gespräch sagte der Bereichsleiter, dass er HR überhaupt nicht verstehen könnte und die Empfehlung der HR-Abteilung übergehen würde. Keine 3 Wochen später hatte ich meinen ersten Arbeitstag.

Um fair zu bleiben, an der Stelle von HR hätte ich mich auch nicht eingestellt. Allerdings ist es mir bis heute völlig unklar, warum man HR nicht darüber informiert hat, welcher Kandidat kommt (d.h. technisch orientiert, fachlich schwächer aufgestellt) und dass dieser Background bewusst gewählt wurde. Anhand der Fragen der HR-Dame kann ich nur mutmaßen, dass diese einen vollkommen anderen Kandidaten erwartet hatte, oder das Gespräch sollte ein einziges Stresstestszenario sein. Last but not least, meine fehlende Vorbereitung und die Abwesenheit jeglicher Erfahrung in Bewerbungsgesprächen auf meiner Seite haben das Gespräch auch nicht besser gemacht ;).
Ich arbeite jetzt seit fast 7 Jahren mit viel Spaß in der Branche und es war zum Glück die richtige Entscheidung.

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Mein schlimmstes Gespräch war vor ein paar Wochen bei einem Berliner Unternehmen.

Erstmal war die Stelle anders als ausgeschrieben, was sich erst richtig im Laufe des letzten Gesprächs herausgestellt hat. Das schloss vor allem nicht vorhandene Weiterbildungsmöglichkeiten ein, von denen in der Ausschreibung explizit die Rede ist.

Das beste war dann aber im Gespräch: ich hab neben meinem Studium noch weiteres Fachwissen. Folgend auf eine Frage von mir sagte mein Gesprächspartner (Teamleiter) dann, dass ich eben diese Fachkenntnisse ja eh nicht besitze. Problem ist nur, dass genau das deutlich im Lebenslauf steht, samt zweijähriger Berufserfahung in dem Zusammenhang. Der Lebenslauf lag natürlich auch nicht vor ihm und wurde offensichtlich nicht gelesen...

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Wenn der Verzug von einem halben Tag das Schlimmste ist, was dir HR mäßig passiert ist, dann viel Glück im Berufsleben!

Lounge Gast schrieb:

So ähnlich - Gespräch bei einer Big4 lief gefühlt gut -
seitens der Firma wollte man sich bei mir am nächsten Montag
telefonisch melden. Am Montag kam kein Anruf, sondern erst
Dienstag Mittag telefonisch die Absage.

Insgesamt natürlich kein Skandal, aber trübt so etwas das
ansonsten faire Verhalten seitens meiner Gesprächspartner.
Die wissen doch, dass der Bewerber
da am Montag auf eine Rückmeldung wartet und irritiert ist,
wenn nix kommt.

Lounge Gast schrieb:

Ich hatte vor 2 Wochen ein Gespräch bei einer
WP-Gesellschaft.

Das Gespräch war sehr gut und ich konnte alle Fragen
beantworten.

Mir wurde gesagt, wir melden uns in ca. 1 Woche bei Ihnen.

Am nächsten Tag schaue ich um 8:30 Uhr mein Postfach
nach und
was sehe ich, eine Standard-Absage. Es wird auch nichts
vom
Gespräch erwähnt etc.

Fand es irgendwie komisch, weil, da hätte man es ja auch
direkt nach dem Gespräch sagen können.

Ist euch sowas auch schonmal passiert?

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Ich hatte mal eine Situation bei einer Firma für Bahnprojekte. Erst ein telefonisches Interview, dann 1. Gespräch mit direktem Vorgesetzten und irgendeinem Consultant. Dann Einladung zum 2. Gespräch, jetzt HR und Abteilungsleiterin. Alle liefen gut, wir hatten eine entspannte Unterhaltung über das Fachliche, Probektarbeit etc. Gehalt wurde gefragt, genannt. "Wie sieht es denn mit einem variablen Anteilen aus? Wollen Sie was vorschlagen?"
Variabler Anteil ist in der Funktion nicht unmöglich, aber in sehr kleinem Maße und hängt extrem von realistischen Ziele ab. Ich kommunizierte dass ich generell kein Problem mit variablen Anreizsystemen habe, wir müssten nur die Ziele und Erwartungen konkretisieren.

Man sagte mir in 1 Woche werden sie ihre endgültige Antwort geben. Nach 2 Wochen höflich kurz angerufen und mich erkundigt, ob die Auswertung schon abgeschlossen ist. Antwort per Email zurück: wir sind noch nicht fertig und bitte sehen Sie vom Nachhaken ab, wir melden uns zeitnah selber bei Ihnen.

Das war jetzt vor 6 Monaten, bisher noch keine Rückmeldung, diese Stelle ist immer noch auf deren Webseite ausgeschrieben.

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Ja, dass Problem mit dem nicht gelesenen Lebenslauf hab ich auch mehrfach erlebt.

Lounge Gast schrieb:

Mein schlimmstes Gespräch war vor ein paar Wochen bei einem
Berliner Unternehmen.

Erstmal war die Stelle anders als ausgeschrieben, was sich
erst richtig im Laufe des letzten Gesprächs herausgestellt
hat. Das schloss vor allem nicht vorhandene
Weiterbildungsmöglichkeiten ein, von denen in der
Ausschreibung explizit die Rede ist.

Das beste war dann aber im Gespräch: ich hab neben meinem
Studium noch weiteres Fachwissen. Folgend auf eine Frage von
mir sagte mein Gesprächspartner (Teamleiter) dann, dass ich
eben diese Fachkenntnisse ja eh nicht besitze. Problem ist
nur, dass genau das deutlich im Lebenslauf steht, samt
zweijähriger Berufserfahung in dem Zusammenhang. Der
Lebenslauf lag natürlich auch nicht vor ihm und wurde
offensichtlich nicht gelesen...

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Natürlich gibts schlimmeres - aber wenn man Termine ankündigt, sollte man sie auch einhalten. Wird vom Bewerber ja auch verlangt.

Lounge Gast schrieb:

Wenn der Verzug von einem halben Tag das Schlimmste ist, was
dir HR mäßig passiert ist, dann viel Glück im Berufsleben!

Lounge Gast schrieb:

So ähnlich - Gespräch bei einer Big4 lief gefühlt gut -
seitens der Firma wollte man sich bei mir am nächsten
Montag
telefonisch melden. Am Montag kam kein Anruf, sondern erst
Dienstag Mittag telefonisch die Absage.

Insgesamt natürlich kein Skandal, aber trübt so etwas das
ansonsten faire Verhalten seitens meiner Gesprächspartner.
Die wissen doch, dass der Bewerber
da am Montag auf eine Rückmeldung wartet und irritiert
ist,
wenn nix kommt.

Lounge Gast schrieb:

Ich hatte vor 2 Wochen ein Gespräch bei einer
WP-Gesellschaft.

Das Gespräch war sehr gut und ich konnte alle Fragen
beantworten.

Mir wurde gesagt, wir melden uns in ca. 1 Woche bei
Ihnen.

Am nächsten Tag schaue ich um 8:30 Uhr mein Postfach
nach und
was sehe ich, eine Standard-Absage. Es wird auch
nichts
vom
Gespräch erwähnt etc.

Fand es irgendwie komisch, weil, da hätte man es ja
auch
direkt nach dem Gespräch sagen können.

Ist euch sowas auch schonmal passiert?

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

  • Vor kurzem erhalten:
    "Betreff: Ihre Bewerbung - Absage (!!)
    Sehr geehrte Damen und Herren,
    danke für Ihre Bewerbung auf die von uns ausgeschriebene Stelle als chemisch-technischer Mitarbeiter (m/w). Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass die Stelle mit einer anderen Person besetzt worden ist."
    erhielt ich, nachdem ich mich sogar zuvor nach dem Stand des Bewerbungsprozesses erkundigt hatte.

  • Ein anderes Mal - das war kurz nach Studienende, "Suchgebiet" dementsprechend breit gefasst und ich habe nach 200 Bewerbungen zu zählen aufgehört - war ich in einer Privatklinik zum Vorstellungsgespräch für eine Stelle mit "Patientenkontakt". Es wurde mir gleich zu Beginn klar gemacht, dass "die Patienten sehr viel Geld für die Behandlung hier ausgeben" würden und dementsprechende Behandlung erwarten. Ob ich mein Piercing herausgeben könnte (dünner Lippenring). Ich habe geantwortet, dass ich es mir überlege, aber inwiefern Körperschmuck (ob klassischer Ohrring oder Piercing) Professionalität und Höflichkeit beeinflussen. Man hat mir dann von einer anderen Stelle im Sekretariat, für's Befund-schreiben, erzählt, ob ich denn daran interessiert wäre. Ich habe bejaht. Ich habe von der Privatklinik nie wieder etwas gehört.

  • Unzählige Bewerbungen bei einer renommierten Pharmafirma. Immer Absagen, egal ob auf Labortechnikerstellen, QM, Laborant Mikrobiologie etc. Dann habe ich einmal nachgefragt, woran es liegt, denn ich habe großes Interesse an der Tätigkeit an sich und eben auch an Routinelaborarbeit. Mir wurde erklärt, man würde lieber Absolventen einer HTL für Chemie oder höchstens Bachelor-Absolventen nehmen, weil "Masterabsolventen ohnehin nie lange bleiben". Ich habe dann nur entgegnet, dass meiner Meinung nach ja wohl das Interesse an einer Tätigkeit zählt und nicht primär das, was auf Papier steht.

  • Bei der Pharmafirma Böhringer wurde ich mit sehr fachlichen Fragen (inklusive chemischer Strukturformeln) bombardiert. Diese Firma war bisher auch die einzige, die mich jemals nach einer Abschlussnote im Studium gefragt hatte. Als ob eine 3 bei einer Defensio schlecht wäre. Als mir dann eine Abkürzung nicht einfiel, wurden meine beiden Gesprächspartner schon komisch. Es wurde eine Laborbesichtigung in Aussicht gestellt, ich habe um eine kurze WC-Pause gebeten. Als ich von der wieder kam, wurde das Vorstellungsgespräch plötzlich abgebrochen. Einfach unglaublich. Man versprach auch hier, sich zu melden. Ich habe von der Firma nie wieder etwas gehört und es spricht Bände für mich. Ich werde mich dort auch nicht mehr bewerben.

  • Baxter/Baxalta/Shire: Habe mich dort für eine Labortechnikerstelle beworben. Wurde eingeladen und nicht genommen. Einige Zeit später meldet sich eine Dame aus dem HR-Management, man würde mich für eine andere Stelle, auf die ich mich auch beworben hatte, einstellen. Ich habe zugesagt. Nachdem ich dort angefangen hatte, mich weder jemand eingeschult, noch sich jemand um mich gekümmert hatte und sich NIEMAND mobben lassen muss, bin ich gegangen. Seit damals werden laufend Stellen abgebaut. Es sind aber immer wieder sehr viele neue ausgeschrieben.

  • Baxter/Baxalta/Shire: Stelle in einem Bereich, in dem man im Reinraum arbeiten muss, ergo: Piercings müssen entfernt werden. Ich wusste das aber nicht, es war auch nicht explizit in der Ausschreibung so deklariert. Auch beim Vorstellungsgespräch kein Wort davon. Von der Abteilungsleiterin kaum Fragen, nur u.a., ob ich Probleme damit hätte, wenn ich größtenteils männliche Kollegen hätte (Nein, das ist absolut kein Problem für mich.). Dass auf das Entfernen von (Körper-)Schmuck aufmerksam gemacht wurde, war nämlich erst der Fall, als ich zum "Schnupperarbeiten" eingeladen wurde und mir das am Telefon mitgeteilt wurde. Ich hätte sofort am Telefon (war unterwegs) zusagen müssen, erbat mir aber Bedenkzeit und habe dann abgesagt.

  • Rotes Kreuz, Herstellung von Blutkonserven: Absage. Nachfrage warum, da man ja im Anschreiben auch darauf hingewiesen habe, Interesse am Thema zu haben. Daraufhin wurde mir zurückgemeldet: "Bei der angeführten Position handelt es sich um eine Facharbeiterstelle.
    Die Tätigkeit ist als Arbeitertätigkeit gewertet und umfasst 80% -90% Routinetätigkeit, verbunden mit körperlich durchaus belastender Arbeit bei der Bestückung unserer Gerätschaften.
    Es handelt sich nicht um eine Labortätigkeit. Für die Tätigkeit suchen wir vor allem jemanden, wo langfristiges Interesse an einer Mitarbeit in dieser Funktion besetzt mit der Möglichkeit nach 10-15 Jahren zum Gruppenleiter aufzusteigen. Darin liegt auch der Grund, dass die Position auf Maturaniveau ausgeschrieben ist, wobei Matura keine Voraussetzung für die Tätigkeit darstellt."
    Ich habe geantwortet, dass es schade ist, Interessierten nur aufgrund eines höheren Abschlusses Interesse abzusprechen und in weiterer Folge offenbar auch die Fähigkeit zur "Arbeitertätigkeit". Zudem habe ich in einem Chemielabor einer Firma gearbeitet, in dem man durchaus schmutzig wurde, es war laut etc. Und dass heutzutage NIEMAND weiß - schon gar kein junger Mensch nach Matura - dass er 15 Jahre in einer Firma bleiben will. Und dass ich aber zuversichtlich bin, dass sie sofort einen passenden Bewerber finden, da sie ja laut eigenen Aussagen sehr viele davon hätten. Die Stelle ist immer noch ausgeschrieben.

Zur Erklärung: Ich habe Genetik studiert (MSc; Masterarbeit in Krebsforschung), habe Praktika im Chemielabor, aber auch im Sozialbereich absolviert, bin ehrenamtlich engagiert, suche schon längst nicht mehr "nur" in meinem Bereich. Ich bin durchaus aufgeschlossen für andere Bereiche, aber auch für Routineanalytik. Aber offenbar reicht auch das nicht.

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

WiWi Gast schrieb am 13.03.2018:

  • Vor kurzem erhalten:
    "Betreff: Ihre Bewerbung - Absage (!!)
    Sehr geehrte Damen und Herren,
    danke für Ihre Bewerbung auf die von uns ausgeschriebene Stelle als chemisch-technischer Mitarbeiter (m/w). Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass die Stelle mit einer anderen Person besetzt worden ist."
    erhielt ich, nachdem ich mich sogar zuvor nach dem Stand des Bewerbungsprozesses erkundigt hatte.

  • Ein anderes Mal - das war kurz nach Studienende, "Suchgebiet" dementsprechend breit gefasst und ich habe nach 200 Bewerbungen zu zählen aufgehört - war ich in einer Privatklinik zum Vorstellungsgespräch für eine Stelle mit "Patientenkontakt". Es wurde mir gleich zu Beginn klar gemacht, dass "die Patienten sehr viel Geld für die Behandlung hier ausgeben" würden und dementsprechende Behandlung erwarten. Ob ich mein Piercing herausgeben könnte (dünner Lippenring). Ich habe geantwortet, dass ich es mir überlege, aber inwiefern Körperschmuck (ob klassischer Ohrring oder Piercing) Professionalität und Höflichkeit beeinflussen. Man hat mir dann von einer anderen Stelle im Sekretariat, für's Befund-schreiben, erzählt, ob ich denn daran interessiert wäre. Ich habe bejaht. Ich habe von der Privatklinik nie wieder etwas gehört.

  • Unzählige Bewerbungen bei einer renommierten Pharmafirma. Immer Absagen, egal ob auf Labortechnikerstellen, QM, Laborant Mikrobiologie etc. Dann habe ich einmal nachgefragt, woran es liegt, denn ich habe großes Interesse an der Tätigkeit an sich und eben auch an Routinelaborarbeit. Mir wurde erklärt, man würde lieber Absolventen einer HTL für Chemie oder höchstens Bachelor-Absolventen nehmen, weil "Masterabsolventen ohnehin nie lange bleiben". Ich habe dann nur entgegnet, dass meiner Meinung nach ja wohl das Interesse an einer Tätigkeit zählt und nicht primär das, was auf Papier steht.

  • Bei der Pharmafirma Böhringer wurde ich mit sehr fachlichen Fragen (inklusive chemischer Strukturformeln) bombardiert. Diese Firma war bisher auch die einzige, die mich jemals nach einer Abschlussnote im Studium gefragt hatte. Als ob eine 3 bei einer Defensio schlecht wäre. Als mir dann eine Abkürzung nicht einfiel, wurden meine beiden Gesprächspartner schon komisch. Es wurde eine Laborbesichtigung in Aussicht gestellt, ich habe um eine kurze WC-Pause gebeten. Als ich von der wieder kam, wurde das Vorstellungsgespräch plötzlich abgebrochen. Einfach unglaublich. Man versprach auch hier, sich zu melden. Ich habe von der Firma nie wieder etwas gehört und es spricht Bände für mich. Ich werde mich dort auch nicht mehr bewerben.

  • Baxter/Baxalta/Shire: Habe mich dort für eine Labortechnikerstelle beworben. Wurde eingeladen und nicht genommen. Einige Zeit später meldet sich eine Dame aus dem HR-Management, man würde mich für eine andere Stelle, auf die ich mich auch beworben hatte, einstellen. Ich habe zugesagt. Nachdem ich dort angefangen hatte, mich weder jemand eingeschult, noch sich jemand um mich gekümmert hatte und sich NIEMAND mobben lassen muss, bin ich gegangen. Seit damals werden laufend Stellen abgebaut. Es sind aber immer wieder sehr viele neue ausgeschrieben.

  • Baxter/Baxalta/Shire: Stelle in einem Bereich, in dem man im Reinraum arbeiten muss, ergo: Piercings müssen entfernt werden. Ich wusste das aber nicht, es war auch nicht explizit in der Ausschreibung so deklariert. Auch beim Vorstellungsgespräch kein Wort davon. Von der Abteilungsleiterin kaum Fragen, nur u.a., ob ich Probleme damit hätte, wenn ich größtenteils männliche Kollegen hätte (Nein, das ist absolut kein Problem für mich.). Dass auf das Entfernen von (Körper-)Schmuck aufmerksam gemacht wurde, war nämlich erst der Fall, als ich zum "Schnupperarbeiten" eingeladen wurde und mir das am Telefon mitgeteilt wurde. Ich hätte sofort am Telefon (war unterwegs) zusagen müssen, erbat mir aber Bedenkzeit und habe dann abgesagt.

  • Rotes Kreuz, Herstellung von Blutkonserven: Absage. Nachfrage warum, da man ja im Anschreiben auch darauf hingewiesen habe, Interesse am Thema zu haben. Daraufhin wurde mir zurückgemeldet: "Bei der angeführten Position handelt es sich um eine Facharbeiterstelle.
    Die Tätigkeit ist als Arbeitertätigkeit gewertet und umfasst 80% -90% Routinetätigkeit, verbunden mit körperlich durchaus belastender Arbeit bei der Bestückung unserer Gerätschaften.
    Es handelt sich nicht um eine Labortätigkeit. Für die Tätigkeit suchen wir vor allem jemanden, wo langfristiges Interesse an einer Mitarbeit in dieser Funktion besetzt mit der Möglichkeit nach 10-15 Jahren zum Gruppenleiter aufzusteigen. Darin liegt auch der Grund, dass die Position auf Maturaniveau ausgeschrieben ist, wobei Matura keine Voraussetzung für die Tätigkeit darstellt."
    Ich habe geantwortet, dass es schade ist, Interessierten nur aufgrund eines höheren Abschlusses Interesse abzusprechen und in weiterer Folge offenbar auch die Fähigkeit zur "Arbeitertätigkeit". Zudem habe ich in einem Chemielabor einer Firma gearbeitet, in dem man durchaus schmutzig wurde, es war laut etc. Und dass heutzutage NIEMAND weiß - schon gar kein junger Mensch nach Matura - dass er 15 Jahre in einer Firma bleiben will. Und dass ich aber zuversichtlich bin, dass sie sofort einen passenden Bewerber finden, da sie ja laut eigenen Aussagen sehr viele davon hätten. Die Stelle ist immer noch ausgeschrieben.

Zur Erklärung: Ich habe Genetik studiert (MSc; Masterarbeit in Krebsforschung), habe Praktika im Chemielabor, aber auch im Sozialbereich absolviert, bin ehrenamtlich engagiert, suche schon längst nicht mehr "nur" in meinem Bereich. Ich bin durchaus aufgeschlossen für andere Bereiche, aber auch für Routineanalytik. Aber offenbar reicht auch das nicht.

Ich will dir ja nicht zu nahe treten, aber nach deiner Schilderung kann ich den Großteil der Absagen sehr gut nachvollziehen. Gerade in der Chemie-/Pharmabranche sucht man nun einmal vor allem Leute mit Ausbildung als Assistenzen oder mit Promotion für eigenständige Forschungsarbeit. Die meisten Leute mit Master wollen vermutlich nicht für geringes Gehalt Tätigkeiten machen, für die man kein Studium benötigt hätte. Warum sollte man diese also einstellen? Außerdem klingst du in der Ferndiagnose auch nach einem relativ schwierigen Menschentyp.

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Tja, interessant, dass man als "schwieriger Menschentyp" gilt, nur weil man nach der 200. Absage einmal direkt sagt, was man sich denkt. Dabei bin ich immer höflich geblieben, war aber bestimmt, sofern mir an der Stelle etwas gelegen ist.

Außerdem: Heutzutage gibt es genug Menschen - und auch das habe ich teilweise im Mail dazugeschrieben - die sich nach dem Studium anders orientieren. Und Technikerstellen sind für mich nun mal interessanter als ein klassischer "Forschungsposten".

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

P.S.: Das Gehalt für zB Labortechniker ist nicht überall schlecht und wäre in den Fällen, in denen ich mich beworben und sehr für die Stelle interessiert hätte, auch für mich vollends in Ordnung gewesen. Für mich ist das wirklich nicht das Primäre (das sage ich natürlich im Gespräch nicht als Erstes), viel wichtiger ist mir, dass man Herzblut für eine Sache mitbringt und das "Rundherum" passt (zB Kollegen, Stelle halbwegs erreichbar etc.).

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Tu halt dein Piercing raus. Wie alt bist du? 16?

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Sehr interessanter Thread. Meine Erfahrungen bisher:

  • Bewerbung bei Big4 Unternehmen für Praktikum Audit, Eingangsbestätigung bekommen, nie wieder etwas gehört.

  • Bewerbung bei DAX30 Automobil für Praktikum. Eingangsbestägigung bekommen, 3 (!) Monate später 2 Zeiler Absage.

  • Vorstellungsgespräch für Praktikum bei einem weltweiten Konzern für Polymerverarbeitung. Praktikumstelle hatte mit IFRS zu tun, was auch eine meiner Vertiefungen im Studium war. Abteilungsleiter war sehr ruhig während dem Gespräch, einzige Frage die er gestellt hat war: "Hatten sie schonmal mit IFRS zu tun?" --> CV nicht gelesen

  • Vorstellungsgespräch für Praktikum in einem DAX30 Konzern: War mein erstes "wichtiges" VG. Bei Ankunft wurde mir mitgeteilt, dass das VG auf Englisch stattfinden wird. In der Einladung wurde davon nichts erwähnt. Ansich natürlich kein Problem, aber als junger Bachelorstudent war ich da natürlich gleich richtig aufgeregt. Stelle dann auch nicht bekommen.

ABER: Was wirklich positiv hervorzuheben ist: 2 Wochen danach hat mich der Abteilungsleiter angerufen, und mir 5 Minuten lang erklärt, was ich falsch gemacht habe, weshalb sie sich für einen anderen Bewerber entschieden haben, und was an meinem Lebenslauf gut ist. Das fande ich sehr nett und hat mir auch echt was gebracht.

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

WiWi Gast schrieb am 13.03.2018:

Tu halt dein Piercing raus. Wie alt bist du? 16?
Was soll das? Ach, nur junge Leute haben Piercings? Na das ist aber spannend.

Hätte ich vorher gewusst, dass das bei der Stelle nicht gewünscht ist, hätte ich mich dort nicht beworben. Ich bewerbe mich ja aus gutem Grund nicht irgendwo bei einer Bank oder ähnlichem. Aber dort will ich zudem ja auch nicht arbeiten. Wenn das wirklich ausschlaggebend bei einer Stelle mit besonderem Kundenkontakt ist, dann kann man mir das auch sagen. Zumal ich bei der Tätigkeit im Reinraum ja vollstes Verständnis dafür habe, weil das eben Vorschriften sind. Sich aber nachher nie zurückzumelden, ist schlicht und einfach respektlos.
Aber wenn mir ernsthaft jemand erklären will, dass ich für eine Arbeit weniger gut geeignet bin, weil ich irgendwelchen Körperschmuck habe, dann bin ich sowieso an der falschen Adresse - für mich persönlich.

Ach ja, und tätowiert bin ich auch. Na, da bekomme ich ja wohl nie einen anderen Job ...

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

WiWi Gast schrieb am 13.03.2018:

Tja, interessant, dass man als "schwieriger Menschentyp" gilt, nur weil man nach der 200. Absage einmal direkt sagt, was man sich denkt. Dabei bin ich immer höflich geblieben, war aber bestimmt, sofern mir an der Stelle etwas gelegen ist.

Ich kann mich dem Vorposter nur anschließen. Im Job repäsentierst du das Unternehmen und nicht dich selbst. Dafür bezahlt man dich. Wenn dann gleich zwei Erfahrungsberichten auf Probleme mit deinem Piercing hindeuten, dann bei Bewerbungen und anfangs im Job einfach raus damit.

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Schönen Tag noch und trollt jemand anderen.

antworten
Monnacios

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

WiWi Gast schrieb am 13.03.2018:

Ach ja, und tätowiert bin ich auch. Na, da bekomme ich ja wohl nie einen anderen Job ...

Ui, das kann wirklich schwierig werden. Sind die Tattoos gut sichtbar?

Ein Bekannter von mir hat Arm/Hände tätowiert, war bei einem Vorstellungsgespräch bei Karstadt- das Vorstellungsgespräch wurde ebenfalls direkt abgesagt, Begründung waren die Tattoos.

Die werden nun mal nicht gerne gesehen und gelten immer noch als "schmuddelig" in konservativen Branchen. Und im Labor sicher auch.

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

WiWi Gast schrieb am 13.03.2018:

Schönen Tag noch und trollt jemand anderen.

Wenn du auf recht sachliches Feedback zu deinen 200 erfolglosen Bewerbungen so schnell bockig reagierst, würde es dir sicher helfen, dein Auftreten in Bewerbungsgesprächen zu reflektieren.

Vielleicht signalisierst du schon im Gespräch eine Abwehrhaltung gegen Dinge die nie von dir verlangt werden oder die gar nicht so schlimm wären, wenn du es drauf ankommen lässt. Was ist wichtiger, eine Stelle mit interessanten Aufgaben und netten Kollegen oder dass du dein Piecing tragen kannst. Probier einfach ein paar Gespräche ohne Piercing.

Frag dich was ein idealer Job für dich wäre und welches Gehalt da dafür erwartest? Würdest du dir selbst den Job geben und das Gehalt? Warum evtl. nicht? Lass Freunde dich beschreiben, wie sie dich sehen.

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

  1. Story: Vergessene Bewerbung
    Hatte mich mal für ein Praktikum bei der Lufthansa beworben. Gar keine Rückmeldung, also dachte ich es gibt eine Absage.

Knapp über ein Jahr später bekomme ich einen Anruf aus der Lufthansazentrale, wo mich der Abteilungsleiter anruft für eine telefonisches Bewerbungsgespräch, sofort (!). Da ich schon in einem anderen Praktikum war, hatte ich keinen Bedarf mehr - aber nahm das Interview (als Training) an.
War natürlich Null vorbereitet, keine Ahnung wirklich von der Abteilung gehabt (hatte sogar vergessen, dass ich mich beworben hatte).
Schlussendlich lief das Interview richtig gut, der AL meinte nach dem Gespräch, dass ich der erste Bewerber war und er sich ziemlich sicher ist mir das Angebot zu geben und ich in ca. 1 Woche einen Anruf von der HR bekommen werde.
Nach genau 1 Woche kam tatsächlich der Anruf der HR und der Vertrag per Mail paar Stunden später. Leider habe ich das Angebot dann doch abgelehnt, da das Gehalt eine Lächerlichkeit war (meine so um die 800 EUR)

  1. Lustige Story: Vergessener Termin
    Ein Jahr später hatte ich mich wieder für Praktika beworben. Eins davon bei PwC mit inkl. Zusage zum Telefoninterview 2 Monate (!) später. In der Zwischenzeit hatte ich schon 1-2 andere Angebote und natürlich auf PwC schon längst vergessen. Aufeinmal klingelt das Handy um 9 Uhr in der Früh, ich in den Ferien und den Abend davor feiern gewesen. Während ich den Anruf annehmen, denke ich mir was das für ein Fail wird, weil ich mich gar nicht auf Cases vorbereitet hatte (war ja immerhin schon 2 Wochen her).
    Glücklicherweise gabs gar keine Cases, war ein reines Personal-Fit Interview mit bisschen Englisch. Danach gab's am Nachmittag auch schon das Angebot (lol).

  2. Lustige Story: Tausend Interviewrunden für ein Praktikum
    Hatte bei einem Versicherer vier (!) Bewerbungstage für ein Praktikum im CFO Office. Am ersten Tag war das Interview mit der HR Dame. Eine Woche später ein Interview mit einer Mitarbeiterin aus dem CFO Office und einer anderen HR Frau. Zwei Wochen später ein Interview mit der CFO Office Leiterin und der CFO Office MA aus der 2. Woche. Zwei Wochen später gab es dann ein 4. Interview mit dem CFO und der Office Leiterin.
    Schlussendlich gab es dann eine Absage, ich vermute weil ich immer "der Vorstand" sagte, anstatt "die Vorstandsfrau" (CFO war weiblich) - wurde sogar darauf angesprochen; meine Antwort, dass es im Duden der Vorstand und nicht die Vorstand heißt und es keine Andeutung auf das Geschlecht der Person dahinter hat, ähnlich wie bei Die Frau aber Der Rock, hat wohl nicht gereicht.
antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Die bislang entspannteste und ungewöhnlichste Absage hab ich bei Henkel für ein Praktikum bekommen. Hatte zu dem Zeitpunkt noch überhaupt keine praktische Erfahrung und den Kontakt auch nur über einen meiner Profs bekommen.
Also dem Leiter der Abteilung meine Unterlagen zugeschickt und ein Gespräch vereinbart. Als ich dort ankam, hat er mich direkt an der Pforte abgeholt und ist ohne umschweife mit mir im Schlepptau Richtung Kantine maschiert. Nachdem er Getränke für uns geholt und einen Sitzplatz in der Kantine organisiert hatte, war seine erste (und im Grunde letzte Frage), ob ich denn einen CV dabei habe. Er guckt sich den etwa 30 Sekunden an und dann kommt nur "Oh, sie sind ja gar nicht an der Zeppelin-Uni, eigentlich nehmen wir nur Leute von dort". Hab dann zwar noch versucht ein paar Schwerpunkte aus meinem Studium zu erläutern, weil eigentlich muss er ja wissen, dass mein Prof nicht an der Zeppelin ist und dennoch hat er mich ja auf dessen Rat hin eingeladen aber er meinte nach 2 Sätzen, dass das dann wohl keinen Sinn macht. Haben uns anschließend noch etwa 15 Minuten über Gott und die Welt unterhalten und nie wieder was voneinander gehört.
War für ihn wohl nur eine angenehme Gelegenheit mal einen netten Plausch abseits der Arbeit zu haben.

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Du wirkst deinen Schilderungen nach etwas schwierig im Umgang. Ist ja nichts schlimme, aber versuche mal so richtig zu reflektieren, was teilweise falsch gelaufen ist bisher. (Deine Weigerung ein Piercing raus zunehmen gehört da schon dazu.

WiWi Gast schrieb am 13.03.2018:

P.S.: Das Gehalt für zB Labortechniker ist nicht überall schlecht und wäre in den Fällen, in denen ich mich beworben und sehr für die Stelle interessiert hätte, auch für mich vollends in Ordnung gewesen. Für mich ist das wirklich nicht das Primäre (das sage ich natürlich im Gespräch nicht als Erstes), viel wichtiger ist mir, dass man Herzblut für eine Sache mitbringt und das "Rundherum" passt (zB Kollegen, Stelle halbwegs erreichbar etc.).

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Die Erfahrung habe ich auch gemacht: Wenn man nicht von der Zeppelin-Uni oder der Nova kommt, ist es sehr schwer einen guten Job zu finden. :-))

WiWi Gast schrieb am 13.03.2018:

Die bislang entspannteste und ungewöhnlichste Absage hab ich bei Henkel für ein Praktikum bekommen. Hatte zu dem Zeitpunkt noch überhaupt keine praktische Erfahrung und den Kontakt auch nur über einen meiner Profs bekommen.
Also dem Leiter der Abteilung meine Unterlagen zugeschickt und ein Gespräch vereinbart. Als ich dort ankam, hat er mich direkt an der Pforte abgeholt und ist ohne umschweife mit mir im Schlepptau Richtung Kantine maschiert. Nachdem er Getränke für uns geholt und einen Sitzplatz in der Kantine organisiert hatte, war seine erste (und im Grunde letzte Frage), ob ich denn einen CV dabei habe. Er guckt sich den etwa 30 Sekunden an und dann kommt nur "Oh, sie sind ja gar nicht an der Zeppelin-Uni, eigentlich nehmen wir nur Leute von dort". Hab dann zwar noch versucht ein paar Schwerpunkte aus meinem Studium zu erläutern, weil eigentlich muss er ja wissen, dass mein Prof nicht an der Zeppelin ist und dennoch hat er mich ja auf dessen Rat hin eingeladen aber er meinte nach 2 Sätzen, dass das dann wohl keinen Sinn macht. Haben uns anschließend noch etwa 15 Minuten über Gott und die Welt unterhalten und nie wieder was voneinander gehört.
War für ihn wohl nur eine angenehme Gelegenheit mal einen netten Plausch abseits der Arbeit zu haben.

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Hier möchte ich anbei meine Erfahrungen auch teilen. Habe mich bei einem renommierten Uhrenhersteller beworben. Da ich zu dem Zeitpunkt in Shanghai mein Auslandssemester absolvierte, kontaktierte ich vorher die Personalabteilung, ob man es trotzdem managen könnte und ob die Stelle überhaupt noch vakant sei. Einige Tage später folgte eine nüchterne Antwort, dass die Position noch zu haben sei. Daraufhin bewarb ich mich und es folgte wochenlang keine Antwort, zwischenzeitlich stalkte jedoch die halbe Abteilung der Firma mein Profil auf Xing. So weit so gut.

Nach Wochen kam eine separate Mail, welche gar nicht auf den schon bestehenden E-Mail Thread basierte und so bei mir im Spam Ordner landete, ob ich denn mit denen skypen könnte.
Da ich die Mail faktisch nicht sah, folgte 1 Woche später die automatisch generierte Absage, jedoch aufbauend auf meiner Mail mit der Bewerbung.

antworten
Automotive

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Dann trage ich aus aktuellem Anlass auch mal was dazu bei.

Ich wurden vor einigen Wochen von einem der Automobilzulieferer, der größenmäßig zu den Top 5 der Welt zählt, angesprochen. Ich wurde dort für eine Stelle empfohlen, ohne mich jedoch dort beworben zu haben. Daraufhin kontaktierte man mich telefonisch, ob ich Interesse an einer bestimmten Stelle hätte. Ich laß mir das Stellenprofil durch und signalisierte Interesse. Da die Firma aber 250km von mir weg war, wollte ich vorab ein kurzes Telefongespräch führen, um ein paar Daten abzuklopfen.

Daher hatte ich ein etwa 15 minütiges Gespräch mit dem Teamleiter, das sehr positiv war und mich neugierig machte. Über HR vereinbarten wird dann einen Termin. Dieser wurde einen Tag vorher plötzlich abgesagt, weil angeblich die Dame von HR krank sei und es keinen Ersatz gebe. Ok, ärgerlich, dachte ich mir. Es wurde ja auch angekündigt, sich in zwei Wochen zu melden, um einen neuen Termin zu vereinbaren. Das wäre letzte Woche gewesen. Es meldete sich aber niemand. Deshalb habe ich selbst mal den Kontakt gesucht.

Als Antwort bekam ich, die Gespräche seien jetzt abgeschlossen und man würde sich in ein paar Wochen melden, wie die Entscheidung ist. Auf meine Nachfrage, was denn dann jetzt mit meinem Termin sei, wurde mir lapidar mitgeteilt, es werde keiner stattfinden.

Bin einigermaßen perplex und ziemlich sauer deswegen. Für den Termin hatte ich mir extra 2 Tage frei genommen. Einen Tag für die Vorbereitung und einen für den Termin selbst. Das war nun alles umsonst. Ich komme mir komplett verarscht vor und verstehe überhaupt nicht, was das soll. Schließlich ist man auf mich zugekommen und nicht umgekehrt.

Ich finde es unglaublich, wie die Firmen heutzutage mit Bewerbern umgehen. Da kommt man sich manchmal vor, wie ein Stück Dreck. Vor allem verstehe ich nicht, warum die nicht den Anstand haben frühzeitig abzusagen, wenn man merkt, es passt doch nicht. Stattdessen wird man hingehalten und belogen.

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Was soll ich von folgendem Verlauf halten:

Vorstellungsgespräch vor 6 Wochen, nach dem einstündigen Gespräch sagte man mir, es würden noch einige weitere Bewerbungsgespräche anstehen, aber im Laufe der darauffolgenden Woche wäre der Prozess abgeschlossen und man würde sich bei mir melden.

Daraufhin habe ich 6(!) Wochen nichts gehört.

Dann kam eine email des Azubi, dass man es leider bedauert, aber man habe sich für einen anderen Bewerber entschieden.

Am nächsten Tag (!) dann ein Anruf des Personalleiters persönlich, dass doch ganz akut eine Stelle frei geworden wäre und ob ich noch Interesse hätte.

Mich macht dieser ganze Verlauf sehr skeptisch. Wenn es so schon anfängt, wie soll dann erst das Arbeiten dort ablaufen?

Ist es ein Fehler von mir, vom Bewerbungsprozess auf die internen Abläufe und damit die zu prognostizierende Arbeitsweise zu schließen? (Ganz davon abgesehen, dass ich offensichtlich sowieso nur 2. Wahl für die Firma war.)

Ist übrigens kein kleiner Laden, sondern ein sehr großer Betrieb.

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

WiWi Gast schrieb am 03.04.2018:

Was soll ich von folgendem Verlauf halten:

Vorstellungsgespräch vor 6 Wochen, nach dem einstündigen Gespräch sagte man mir, es würden noch einige weitere Bewerbungsgespräche anstehen, aber im Laufe der darauffolgenden Woche wäre der Prozess abgeschlossen und man würde sich bei mir melden.

Daraufhin habe ich 6(!) Wochen nichts gehört.

Dann kam eine email des Azubi, dass man es leider bedauert, aber man habe sich für einen anderen Bewerber entschieden.

Am nächsten Tag (!) dann ein Anruf des Personalleiters persönlich, dass doch ganz akut eine Stelle frei geworden wäre und ob ich noch Interesse hätte.

Mich macht dieser ganze Verlauf sehr skeptisch. Wenn es so schon anfängt, wie soll dann erst das Arbeiten dort ablaufen?

Ist es ein Fehler von mir, vom Bewerbungsprozess auf die internen Abläufe und damit die zu prognostizierende Arbeitsweise zu schließen? (Ganz davon abgesehen, dass ich offensichtlich sowieso nur 2. Wahl für die Firma war.)

Ist übrigens kein kleiner Laden, sondern ein sehr großer Betrieb.

Es geht nicht darum, dem Betrieb etwas auszuwischen, weil sie Dich erst nicht wollten, sondern dein resume aufzubessern. Also: Go for it.

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Vor einigen Jahren hatte ich mich bei einem US-Pharmakonzern beworben, Standort in Deutschland. Es ging um eine Sachbearbeiterstelle, die allerdings sehr spezielle Berufserfahrung voraussetzte. Da ich mehrere Jahre exakt passende Berufserfahrung vorweisen konnte passte ich zu 100% auf die Stelle. Entsprechend euphorisch lief das erste Bewerbungsgespräch. Ich hatte den Eindruck, dass mir meine Gesprächspartner fast um den Hals fallen wollten vor Freude über den perfekten fit. Wir hatten auch schon übers Gehalt gesprochen und ich habe 55k gefordert. Das Gehalt war für die Stelle und meine Berufserfahrung realistisch und lag nach Auskunft des vermittelnden headhunters nicht über Budget. Innerhalb von 2 Wochen sollte ein Termin für ein zweites Gespräch vereinbart werden, es wurde auch schon abgesprochen, wie die Agenda im zweiten Termin aussehen sollte. Die zwei Wochen verstrichen ohne Meldung und kurz darauf habe ich irritiert beim headhunter nachgefragt, woher die Verzögerung käme. Ein paar Tage später konnte er mir Bescheid geben, was los ist. Ich hatte eine Mitbewerberin, ebenfalls mit Berufserfahrung, die den Job für 43k machen wollte. Bei der Differenz hat man sich dann gar nicht mehr die Mühe gemacht, mit mir nachzuverhandeln. Dass mir die Stelle entgangen ist war nicht schlimm. Ich habe etwas anderes gefunden. Was mich bis heute ärgert ist wie manche Leute ihre Arbeitsleistung zu Dumpingpreisen auf den Markt werfen und die Preise ruinieren. Hinterher beschwert man sich dann aber über den „gender pay gap“.

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Wer von der Kontaktaufnahme mit einem „Headhunter“ spricht und gleichzeitig ein Gehalt von 55k erwähnt, kann schwer ernst genommen werden.

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

WiWi Gast schrieb am 04.04.2018:

Wer von der Kontaktaufnahme mit einem „Headhunter“ spricht und gleichzeitig ein Gehalt von 55k erwähnt, kann schwer ernst genommen werden.

Und zwar weil?

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Bitte? Nur weil das Gehalt "niedrig" ist, soll es unglaubwürdig sein? Ich bitte dich!
Fakt ist: Der Herr headhunter wollte mich abwerben, ich war wechselwillig. Um diesen Prozess "headhunting" zu nennen gibt es doch wohl kein Mindestgehalt.

By the way: Das sind durchaus übliche Gehälter in der Pharmabranche. Die 100k knackt man da meist nur mit Personalverantwortung (z.B. LdH, LdQ, Director) oder als QP.

WiWi Gast schrieb am 04.04.2018:

Wer von der Kontaktaufnahme mit einem „Headhunter“ spricht und gleichzeitig ein Gehalt von 55k erwähnt, kann schwer ernst genommen werden.

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Bewerbungsgespräch Praktikum Lufthansa Frankfurt.

Bin extra da hingefahren (ist relativ) zeitaufwendig, Bus aufs Gelände usw.

Mir wurde 15 min alles erzählt um danach zu fragen, ob es wirklich ein freiwilliges Praktikum sei und kein Pflichtpraktikum möglich wäre. Nach meinem Nein hieß es tschüss, danke für die 3h Anfahrt für 15min Gespräch!

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

von langer Anfahrt und sinnlos Gesprächen kann ich auch ein Lied singen.

Hatte mich bei Porsche für ein Praktikum beworben und Absage erhalten. Dann kam allerdings ein Anruf von HR bei Porsche Design in Stuttgart wäre ein Praktikumsplatz frei, der perfekt zu meinem Lebenslauf passen würde im Produktmanagement.

Ich sollte allerdings schon am nächsten Tag dorthin reisen von Berlin aus. Ich also extra Zug gebucht, mega zeitig losgefahren um nach 8 Stunden Zug- und Busfahrt ein 15min. Gespräch zu führen. Man suchte jmd. zum 1.3, dabei hatte ich mehrfach angegeben erst am 1.4 zur Verfügung zu stehen und man hatte das Gefühl, da ich schon Berufserfahrung hatte, wäre ich bestimmt unterfordert und somit überqualifiziert für die Stelle. Danke für das Nicht Lesen meines Lebenslaufes vorab.

Über solche Unternehmen kann man nur den Kopf schütteln. Ich saß gefühlt 24 h im Zug für dieses sinnlos Gespräch.

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Habe mich mal vor einiger Zeit bei dem großen deutschen Pharmakonzern mit dem B beworben.

Einladung zum Telefoninterview. Sofort zwei Leute, beide Juristen, fragen mich zu ganz spezifischen Fragen rund um den rechtlichen Bereich der "Generika". Habe zuvor noch nichts in der Pharmaindustrie gemacht, wohlgemerkt mit einem WiWi-BSc habe ich auch absolut keine Kenntnisse zu irgendwelchen konzernrechtlichen Prozessen, die im Moment im Konzern ablaufen.

Bei den beiden Juristen, handelte es sich auch um die Sorte "Ich wende mal meine Vehörkenntnisse" an. Sehr unangenehmes Gespräch, nur um dann zu erfahren, dass ich nichts weiter gemacht hätte als Informationen zu recherchieren und bisschen die politische und rechtliche Situation zu bestimmten Themen zu durchleuchten.

Habe innerlich schon abgeschlossen, nachdem die dann auch noch falsche Eintrittsdaten genannt haben und der gewünschte Zeitraum, so gar nicht im Konzern vorgesehen ist. Absage kam dann pünktlich am nächsten Tag.

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

WiWi Gast schrieb am 04.04.2018:

Bitte? Nur weil das Gehalt "niedrig" ist, soll es unglaubwürdig sein? Ich bitte dich!
Fakt ist: Der Herr headhunter wollte mich abwerben, ich war wechselwillig. Um diesen Prozess "headhunting" zu nennen gibt es doch wohl kein Mindestgehalt.

By the way: Das sind durchaus übliche Gehälter in der Pharmabranche. Die 100k knackt man da meist nur mit Personalverantwortung (z.B. LdH, LdQ, Director) oder als QP.

WiWi Gast schrieb am 04.04.2018:

Wer von der Kontaktaufnahme mit einem „Headhunter“ spricht und gleichzeitig ein Gehalt von 55k erwähnt, kann schwer ernst genommen werden.

Wer unter 90k eine Position mit einem Personalvermittler besetzen muss, hat ganz andere Probleme...ich stimme dem Kollegen auf jeden Fall zu: Ernstzunehmen ist die Bezeichnung „Headhunter“ bei einer solchen Summe nicht.

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

WiWi Gast schrieb am 04.04.2018:

WiWi Gast schrieb am 04.04.2018:

Bitte? Nur weil das Gehalt "niedrig" ist, soll es unglaubwürdig sein? Ich bitte dich!
Fakt ist: Der Herr headhunter wollte mich abwerben, ich war wechselwillig. Um diesen Prozess "headhunting" zu nennen gibt es doch wohl kein Mindestgehalt.

By the way: Das sind durchaus übliche Gehälter in der Pharmabranche. Die 100k knackt man da meist nur mit Personalverantwortung (z.B. LdH, LdQ, Director) oder als QP.

WiWi Gast schrieb am 04.04.2018:

Wer von der Kontaktaufnahme mit einem „Headhunter“ spricht und gleichzeitig ein Gehalt von 55k erwähnt, kann schwer ernst genommen werden.

Wer unter 90k eine Position mit einem Personalvermittler besetzen muss, hat ganz andere Probleme...ich stimme dem Kollegen auf jeden Fall zu: Ernstzunehmen ist die Bezeichnung „Headhunter“ bei einer solchen Summe nicht.

Nach dieser Meinung haben weite Teile des produzierenden Gewerbes in Deutschland Probleme, von Pharma über Chemie, Lebensmittel, Bedarfsgegenstände etc. Wer das so sehen möchte und headhunter erst ab 90k ernst nehmen möchte: Bitteschön. Hat nur eben nichts mit dem Alltag zu tun.

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Kommt immer auf den Bereich an, im SAP Bereich kann ich sagen das personalvermittlung gar nicht so selten ist und da werden sich die meisten Fälle eher so im Bereich 70-80k abspielen. Aber da herrscht halt momentan extremer Mangel.

WiWi Gast schrieb am 04.04.2018:

WiWi Gast schrieb am 04.04.2018:

Bitte? Nur weil das Gehalt "niedrig" ist, soll es unglaubwürdig sein? Ich bitte dich!
Fakt ist: Der Herr headhunter wollte mich abwerben, ich war wechselwillig. Um diesen Prozess "headhunting" zu nennen gibt es doch wohl kein Mindestgehalt.

By the way: Das sind durchaus übliche Gehälter in der Pharmabranche. Die 100k knackt man da meist nur mit Personalverantwortung (z.B. LdH, LdQ, Director) oder als QP.

WiWi Gast schrieb am 04.04.2018:

Wer von der Kontaktaufnahme mit einem „Headhunter“ spricht und gleichzeitig ein Gehalt von 55k erwähnt, kann schwer ernst genommen werden.

Wer unter 90k eine Position mit einem Personalvermittler besetzen muss, hat ganz andere Probleme...ich stimme dem Kollegen auf jeden Fall zu: Ernstzunehmen ist die Bezeichnung „Headhunter“ bei einer solchen Summe nicht.

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Ich hab mich 2014 mehr aus Spaß bei Goldman Sachs für ein Praktikum in London beworben. Ich wusste, dass ich keine Chance hatte und hab natürlich auch eine Absage bekommen. Dann nochmal die gleiche Absage 6 Monate später und seitdem jedes Jahr im September die gleiche Absage:D

Ich hab's mittlerweile echt verstanden, ihr wollt mich wirklich nicht;-)

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Hahaha nice, damit du ja nicht auf die Idee kommst dich irgendwann mal zu bewerben :D :D

WiWi Gast schrieb am 09.04.2018:

Ich hab mich 2014 mehr aus Spaß bei Goldman Sachs für ein Praktikum in London beworben. Ich wusste, dass ich keine Chance hatte und hab natürlich auch eine Absage bekommen. Dann nochmal die gleiche Absage 6 Monate später und seitdem jedes Jahr im September die gleiche Absage:D

Ich hab's mittlerweile echt verstanden, ihr wollt mich wirklich nicht;-)

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

WiWi Gast schrieb am 09.04.2018:

Hahaha nice, damit du ja nicht auf die Idee kommst dich irgendwann mal zu bewerben :D :D

WiWi Gast schrieb am 09.04.2018:

Ich hab mich 2014 mehr aus Spaß bei Goldman Sachs für ein Praktikum in London beworben. Ich wusste, dass ich keine Chance hatte und hab natürlich auch eine Absage bekommen. Dann nochmal die gleiche Absage 6 Monate später und seitdem jedes Jahr im September die gleiche Absage:D

Ich hab's mittlerweile echt verstanden, ihr wollt mich wirklich nicht;-)

Ich kriege seit 4 Monaten jeden Montag pünktlich um 10:00 Uhr eine automatisierte E-Mail eines Verbandes, dass der Bewerbungsprozess noch im Gange ist und aufgrund der Auswahl noch ein bisschen Geduld gefordert sei :D

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Hatte einen Termin zu einem Vorstellungsgespräch bei einem Automobilzulieferer, welches ich sehr kurzfristig wegen Krankheit (Fieber) absagen musste und hatte um einen neuen Termin gebeten. Da leider keiner frei war, wollte man sich in 2 Wochen nochmal melden.
4 Wochen später kam dann eine Absage mit dem Text "Vielen Dank für das interessante Gespräch... "

Ich daraufhin geschrieben, welches interessante Gespräch genau gemeint ist und ob man nicht einmal bei Standardabsagen darauf achten könnte, welches genau man verwendet.

Die Personalerin hat sich für den Hinweis bedankt und es wird zukünftig darauf geachtet^^

Vermute allerdings dass ich bei dem Unternehmen nun auf der Blacklist bin :D

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Ich habe mich 2014 bei der Commerzbank für ein Praktikum beworben. Letztes Jahr im Dezember bekam ich einen Anruf, ob ich noch an der Position interessiert wäre und mir einen Zeitraum im Sommer 2018 vorstellen könnte. Auf meinen Hinweis, dass ich mittlerweile einen festen Job und Berufserfahrung habe und mich nichtmal an die Bewerbung von 2014 erinnern könnte reagierte die durchaus freundliche HR-Dame enttäuscht. Schließlich sei mein Anschreiben so ansprechend gewesen und sie hätte gehofft, dass ich "meinen Traum noch immer verfolge" (etwa in diesem Wortlaut). Dann hat sie noch gefragt, ob sie mir ggf. andere Praktikumsstellen anbieten dürfte, falls sie Vakanzen zu meinem (4 Jahre alten) Profil findet. WTF?
Am nächsten Tag hat Sie sich dann per Mail für das angenehme Telefonat bedankt und mir Terminvorschläge für ein Bewerbungsgespräch zugeschickt.

Immerhin kann ich nicht mehr behaupten, dass bei der Commerzbank Bewerbungen verloren gehen...

antworten
Monnacios

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Ich habe auch mal wieder was Neues...

Gestern rief mich ein Unternehmen eine Stunde nach Versand meiner Bewerbung an. Sie wollen mich unbedingt kennenlernen!

Am besten um 9 Uhr morgens. Tja da bin ich aber arbeiten... es hieß, dass mich die Sekretärin dann im Laufe des Tages noch einmal anruft. Der Anruf blieb aus. Ich rief zurück, da hieß es, dass die Sekretärin sich heute bei mir melden wird, um einen Termin um 17 Uhr auszumachen.

Leider habe ich heute nichts gehört. Das ist doch wohl eine Verarschung...

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Monnacios schrieb am 13.04.2018:

Ich habe auch mal wieder was Neues...

Gestern rief mich ein Unternehmen eine Stunde nach Versand meiner Bewerbung an. Sie wollen mich unbedingt kennenlernen!

Am besten um 9 Uhr morgens. Tja da bin ich aber arbeiten... es hieß, dass mich die Sekretärin dann im Laufe des Tages noch einmal anruft. Der Anruf blieb aus. Ich rief zurück, da hieß es, dass die Sekretärin sich heute bei mir melden wird, um einen Termin um 17 Uhr auszumachen.

Leider habe ich heute nichts gehört. Das ist doch wohl eine Verarschung...

Du stellst dich aber auch an, oder? Dann mach halt blau oder komm später in die Arbeit. Willst du einen neuen Job oder nicht?

antworten
Monnacios

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

WiWi Gast schrieb am 14.04.2018:

Du stellst dich aber auch an, oder? Dann mach halt blau oder komm später in die Arbeit. Willst du einen neuen Job oder nicht?

Das geht bei uns leider nicht. Und ich kann nicht schon wieder fehlen.

Finde nicht, dass die Unternehmen sowas verlangen können. Ich habe dem Unternehmen mehrere Termine vorgeschlagen, auch ab 14 Uhr... da kam nichts mehr.

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Dann nimmt man halt einen Tag frei, hat einen Arzt Termin oder hatte Probleme mit dem Auto. Dein derzeitiger Arbeitgeber ist dir doch eh wurst. Was wäre also der wurst (sic) case? Abmahnung? Ist doch geschenkt...

Mit deiner Einstellung (der Arbeitgeber oder andere Bewerber sind immer schuld an deiner misslichen Lage) wird das mit der jobsuche noch etwas bei dir dauern.

Monnacios schrieb am 14.04.2018:

WiWi Gast schrieb am 14.04.2018:

Du stellst dich aber auch an, oder? Dann mach halt blau oder komm später in die Arbeit. Willst du einen neuen Job oder nicht?

Das geht bei uns leider nicht. Und ich kann nicht schon wieder fehlen.

Finde nicht, dass die Unternehmen sowas verlangen können. Ich habe dem Unternehmen mehrere Termine vorgeschlagen, auch ab 14 Uhr... da kam nichts mehr.

antworten
Monnacios

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

WiWi Gast schrieb am 14.04.2018:

Dann nimmt man halt einen Tag frei, hat einen Arzt Termin oder hatte Probleme mit dem Auto. Dein derzeitiger Arbeitgeber ist dir doch eh wurst. Was wäre also der wurst (sic) case? Abmahnung? Ist doch geschenkt...

Monnacios schrieb am 14.04.2018:

WiWi Gast schrieb am 14.04.2018:

Du stellst dich aber auch an, oder? Dann mach halt blau oder komm später in die Arbeit. Willst du einen neuen Job oder nicht?

Das geht bei uns leider nicht. Und ich kann nicht schon wieder fehlen.

Finde nicht, dass die Unternehmen sowas verlangen können. Ich habe dem Unternehmen mehrere Termine vorgeschlagen, auch ab 14 Uhr... da kam nichts mehr.

Ich habe sehr viele Vorstellungsgespräche und habe bereits sämtliche Ausreden gefahren... es fällt langsam schon auf und noch bin ich ja auf meinen Hauptjob angewiesen. Wenn man berufstätig Ist, kann ein Unternehmen nicht erwarten, dass man das Hauptgeschäft quasi stehen und liegen lässt... zeugt meines Erachtens auch von Verantwortungsbewusstsein. Ich habe dem Unternehmen mehrere Alternativtermine genannt und wenn man eine Stelle ausschreibt, sollte man auch Zeit für Bewerbungsgespräche einkalkulieren...

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Dann wollten die dich wohl nicht mehr -> shit happens!

antworten
Monnacios

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

WiWi Gast schrieb am 14.04.2018:

Dann wollten die dich wohl nicht mehr -> shit happens!

Gut, wenn man wegen EINER Terminverschiebung schon nicht mehr gewünscht ist, wo das Unternehmen sich so mit Gleitzeit und Flexibilität rühmt... dann halt nicht.
Habe denen eine Email mit Terminvorschlägen geschickt... Wenn am Montag nichts kommt- dann halt nicht.

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Ich habe mich vor drei Jahren mal bei einem Unternehmen mit 250 MA in Hamburg auf ein Pflichtpraktikum beworben. Beworben 12 Monate vor Praktikumsbeginn. Zum Vorstellungsgespräch 8 Monate vor Beginn eingeladen. Zusage eine Woche später per Telefon, Vertrag hätte ja noch Zeit, machen wir 4 Monate vor Beginn.

Personalabteilung wollte dann die nötigen Unterlagen haben, ich habe diese zugeschickt. Lange nichts gehört und 1 Monat vor Praktikumsbeginn mal den Abteilungsleiter angerufen, ja Vertrag müsste schon längst unterwegs sein, er fragt mal nach. Wenig später eine EMail, meine Pflichpraktikumsbescheinigung würde so nicht ausreichen. Konnte ich ja nicht wissen, dass denen die Bescheinigung nicht reicht. Selbst wenn ich überhaupt keine mitgeschickt hätte, man hätte ja mal Bescheid geben können. Neu und ausreichend formulierte Bescheinigung also besorgt und hingeschickt.

Dann klappte auch alles mit Vertrag und ich konnte mein Praktikum absolvieren. Hab dann ein Handy zur Verfügung gestellt bekommen, konnte im Homeoffice von Leipzig aus arbeiten (inkl gestellter Ausrüstung) und jetzt auch vom Ausland aus (Auslandssemester). Abschlussarbeit Bachelor im Unternehmen ging auch klar, Kollegen sind der Hammer. Nur die Personalabteilung ist weiterhin eine Katastrophe.

Also auch die besten Unternehmen können furchtbare Personalabteilungen haben ;)

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Wie sieht es eigentlich aus mit dem Datenschutz, wenn die Unternehmen die Bewerbungsunterlagen so lange aufbewahren?

WiWi Gast schrieb am 10.04.2018:

Ich habe mich 2014 bei der Commerzbank für ein Praktikum beworben. Letztes Jahr im Dezember bekam ich einen Anruf, ob ich noch an der Position interessiert wäre und mir einen Zeitraum im Sommer 2018 vorstellen könnte. Auf meinen Hinweis, dass ich mittlerweile einen festen Job und Berufserfahrung habe und mich nichtmal an die Bewerbung von 2014 erinnern könnte reagierte die durchaus freundliche HR-Dame enttäuscht. Schließlich sei mein Anschreiben so ansprechend gewesen und sie hätte gehofft, dass ich "meinen Traum noch immer verfolge" (etwa in diesem Wortlaut). Dann hat sie noch gefragt, ob sie mir ggf. andere Praktikumsstellen anbieten dürfte, falls sie Vakanzen zu meinem (4 Jahre alten) Profil findet. WTF?
Am nächsten Tag hat Sie sich dann per Mail für das angenehme Telefonat bedankt und mir Terminvorschläge für ein Bewerbungsgespräch zugeschickt.

Immerhin kann ich nicht mehr behaupten, dass bei der Commerzbank Bewerbungen verloren gehen...

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Mir ist bei der Suche nach Praktikumsstellen aufgefallen, dass es besonders viele Stellenangebote für den Bereich Recruiting gibt :) was für mich den Schluss zulässt, dass dort hauptsächlich Praktikanten arbeiten...

WiWi Gast schrieb am 23.05.2018:

Ich habe mich vor drei Jahren mal bei einem Unternehmen mit 250 MA in Hamburg auf ein Pflichtpraktikum beworben. Beworben 12 Monate vor Praktikumsbeginn. Zum Vorstellungsgespräch 8 Monate vor Beginn eingeladen. Zusage eine Woche später per Telefon, Vertrag hätte ja noch Zeit, machen wir 4 Monate vor Beginn.

Personalabteilung wollte dann die nötigen Unterlagen haben, ich habe diese zugeschickt. Lange nichts gehört und 1 Monat vor Praktikumsbeginn mal den Abteilungsleiter angerufen, ja Vertrag müsste schon längst unterwegs sein, er fragt mal nach. Wenig später eine EMail, meine Pflichpraktikumsbescheinigung würde so nicht ausreichen. Konnte ich ja nicht wissen, dass denen die Bescheinigung nicht reicht. Selbst wenn ich überhaupt keine mitgeschickt hätte, man hätte ja mal Bescheid geben können. Neu und ausreichend formulierte Bescheinigung also besorgt und hingeschickt.

Dann klappte auch alles mit Vertrag und ich konnte mein Praktikum absolvieren. Hab dann ein Handy zur Verfügung gestellt bekommen, konnte im Homeoffice von Leipzig aus arbeiten (inkl gestellter Ausrüstung) und jetzt auch vom Ausland aus (Auslandssemester). Abschlussarbeit Bachelor im Unternehmen ging auch klar, Kollegen sind der Hammer. Nur die Personalabteilung ist weiterhin eine Katastrophe.

Also auch die besten Unternehmen können furchtbare Personalabteilungen haben ;)

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

  1. Praktikum - beworben bei 5 Startups mit extrem unterschiedlichen Erfahrungen

1x keine Antwort

  1. Startup (ca. 10 MA) - 2 Stunden nach der Bewerbung Anruf vom Gründer der mich überzeugen wollte 3 Monate zu machen - ich hatte leider nur 2.

  2. Startup (ca. 100MA) - 3 Tage nach der Bewerbung Telefongespräch mit einer Werkstudentin, Angebot am Ende des Telefonats schon angedeutet, 1 Tag später schriftlich. Am Ende habe ich abgesagt.

  3. Startup (ca. 50 MA) - 1. Telefongespräch, 3 Tage später schriftlicher Case, 1 Woche später Gespräch mit dem Gründer (sollte eigentlich persönlich sein, aber da ich 500km weit weg und in der Klausurphase war, hat man es per Skype gemacht). 2 Stunden nach dem Gespräch kam eine Standardabsage, 5 Minuten später ruft mich die Recruiterin an und entschuldigt sich. Man wäre eigentlich überzeugt gewesen, aber der Gründer hat sich entschieden, dass ihm 2 Monate doch nicht reichen und er lieber 3 will.

  4. Startup (ca. 30 MA) - Telefongespräch mit dem Gründer, in dem er mir gesagt hat was mein Projekt wäre und direkt wissen wollte ob ich dabei bin - ich habe ihn um 1 Tag Bedenkzeit gebeten, was er fast als Beleidigung aufgefasst hat. Haben dann einen Termin für ein weiteres Gespräch am nächsten Tag gemacht, wo er mich mit den Worten begrüßt hat "Na, haben Sie sich schon für den Konkurrenten entschieden?". Ich war zwar etwas skeptisch (suchen die so verzweifelt?) habe dann aber zugesagt, weil ich das Projekt sehr spannend fand. Später habe ich ihn dann mal persönlich gefragt, warum er mir gar keine Fragen gestellt hat. Daraufhin meinte er mein Lebenslauf und Anschreiben hätten ihn direkt überzeugt, die ganzen Standardfragen wären doch eh nur Bullshit, der keinen Mehrwert bietet. Hat jedenfalls von beiden Seiten super gepasst und ich habe es keine Sekunde bereut und am Ende sehr gutes Feedback bekommen. Standard scheint das in der Firma aber nicht zu sein, habe vor Ort mehrere Praktikantenbewerbungsgespräche mitbekommen.

Fazit: Bewerbungsprozesse müssen nicht kompliziert sein um zu beidseitiger Zufriedenheit zu führen

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

WiWi Gast schrieb am 04.04.2018:

von langer Anfahrt und sinnlos Gesprächen kann ich auch ein Lied singen.

Hatte mich bei Porsche für ein Praktikum beworben und Absage erhalten. Dann kam allerdings ein Anruf von HR bei Porsche Design in Stuttgart wäre ein Praktikumsplatz frei, der perfekt zu meinem Lebenslauf passen würde im Produktmanagement.

Ich sollte allerdings schon am nächsten Tag dorthin reisen von Berlin aus. Ich also extra Zug gebucht, mega zeitig losgefahren um nach 8 Stunden Zug- und Busfahrt ein 15min. Gespräch zu führen. Man suchte jmd. zum 1.3, dabei hatte ich mehrfach angegeben erst am 1.4 zur Verfügung zu stehen und man hatte das Gefühl, da ich schon Berufserfahrung hatte, wäre ich bestimmt unterfordert und somit überqualifiziert für die Stelle. Danke für das Nicht Lesen meines Lebenslaufes vorab.

Über solche Unternehmen kann man nur den Kopf schütteln. Ich saß gefühlt 24 h im Zug für dieses sinnlos Gespräch.

Kenne ich auch. Nach langer Anfahrt zu Deloitte kam der Partner 30 min zu spät und begrüßte mich mit den Worten, dass er meinen Lebenslauf noch gar nicht gelesen hat. Also stellte ich ihm meinen Lebenslauf mündlich vor, mitten in meiner Vorstellung meinte er dann nur: "sie sind ja gar nicht qualifiziert für die Stelle".

80% der Anforderungen deckte ich ab und andere Beratungen hatten mit meinem Profil kein Problem, aber gut, wozu dann überhaupt einladen?

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

WiWi Gast schrieb am 28.05.2018:

WiWi Gast schrieb am 04.04.2018:

von langer Anfahrt und sinnlos Gesprächen kann ich auch ein Lied singen.

Hatte mich bei Porsche für ein Praktikum beworben und Absage erhalten. Dann kam allerdings ein Anruf von HR bei Porsche Design in Stuttgart wäre ein Praktikumsplatz frei, der perfekt zu meinem Lebenslauf passen würde im Produktmanagement.

Ich sollte allerdings schon am nächsten Tag dorthin reisen von Berlin aus. Ich also extra Zug gebucht, mega zeitig losgefahren um nach 8 Stunden Zug- und Busfahrt ein 15min. Gespräch zu führen. Man suchte jmd. zum 1.3, dabei hatte ich mehrfach angegeben erst am 1.4 zur Verfügung zu stehen und man hatte das Gefühl, da ich schon Berufserfahrung hatte, wäre ich bestimmt unterfordert und somit überqualifiziert für die Stelle. Danke für das Nicht Lesen meines Lebenslaufes vorab.

Über solche Unternehmen kann man nur den Kopf schütteln. Ich saß gefühlt 24 h im Zug für dieses sinnlos Gespräch.

Kenne ich auch. Nach langer Anfahrt zu Deloitte kam der Partner 30 min zu spät und begrüßte mich mit den Worten, dass er meinen Lebenslauf noch gar nicht gelesen hat. Also stellte ich ihm meinen Lebenslauf mündlich vor, mitten in meiner Vorstellung meinte er dann nur: "sie sind ja gar nicht qualifiziert für die Stelle".

80% der Anforderungen deckte ich ab und andere Beratungen hatten mit meinem Profil kein Problem, aber gut, wozu dann überhaupt einladen?

Das "Problem" bei den Beratungen ist das der CV oft durch x Hände geht und anscheinend hast Du später in der Kette Pech gehabt aber vorher anschauen wäre schon ganz nett gewesen.

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

WiWi Gast schrieb am 28.05.2018:

  1. Praktikum - beworben bei 5 Startups mit extrem unterschiedlichen Erfahrungen

1x keine Antwort

  1. Startup (ca. 10 MA) - 2 Stunden nach der Bewerbung Anruf vom Gründer der mich überzeugen wollte 3 Monate zu machen - ich hatte leider nur 2.

  2. Startup (ca. 100MA) - 3 Tage nach der Bewerbung Telefongespräch mit einer Werkstudentin, Angebot am Ende des Telefonats schon angedeutet, 1 Tag später schriftlich. Am Ende habe ich abgesagt.

  3. Startup (ca. 50 MA) - 1. Telefongespräch, 3 Tage später schriftlicher Case, 1 Woche später Gespräch mit dem Gründer (sollte eigentlich persönlich sein, aber da ich 500km weit weg und in der Klausurphase war, hat man es per Skype gemacht). 2 Stunden nach dem Gespräch kam eine Standardabsage, 5 Minuten später ruft mich die Recruiterin an und entschuldigt sich. Man wäre eigentlich überzeugt gewesen, aber der Gründer hat sich entschieden, dass ihm 2 Monate doch nicht reichen und er lieber 3 will.

  4. Startup (ca. 30 MA) - Telefongespräch mit dem Gründer, in dem er mir gesagt hat was mein Projekt wäre und direkt wissen wollte ob ich dabei bin - ich habe ihn um 1 Tag Bedenkzeit gebeten, was er fast als Beleidigung aufgefasst hat. Haben dann einen Termin für ein weiteres Gespräch am nächsten Tag gemacht, wo er mich mit den Worten begrüßt hat "Na, haben Sie sich schon für den Konkurrenten entschieden?". Ich war zwar etwas skeptisch (suchen die so verzweifelt?) habe dann aber zugesagt, weil ich das Projekt sehr spannend fand. Später habe ich ihn dann mal persönlich gefragt, warum er mir gar keine Fragen gestellt hat. Daraufhin meinte er mein Lebenslauf und Anschreiben hätten ihn direkt überzeugt, die ganzen Standardfragen wären doch eh nur Bullshit, der keinen Mehrwert bietet. Hat jedenfalls von beiden Seiten super gepasst und ich habe es keine Sekunde bereut und am Ende sehr gutes Feedback bekommen. Standard scheint das in der Firma aber nicht zu sein, habe vor Ort mehrere Praktikantenbewerbungsgespräche mitbekommen.

Fazit: Bewerbungsprozesse müssen nicht kompliziert sein um zu beidseitiger Zufriedenheit zu führen

Immerhin hast du beim 3. Startup noch nen Anruf mit ner Entschuldigung bekommen nach der Absage! Das würde auch nicht jeder machen. Also vermutlich von 100 Firmen eine würde danach anrufen und sich entschuldigen... ;)

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Nachdem ich während meines Bachelors noch eine typische BWL Laufbahn hatte (OEM Praktikum, Werksstudententätigkeit, Strategieberatung, etc.), entschied ich mich nach meinem Bachelor für eine andere Richtung und fokussierte mich im Master auf den Bereich der Entwicklungszusammenarbeit.

Nun hatte ich mein erstes AC bei der GIZ für eine spannende Beraterstelle im Ausland und hatte eine "interessante" Erfahrung.
Ich war eingeladen für ein zweitätiges AC, bei dem der erfolgreiche Bewerber des ersten Tages am zweiten Tag einen Medizincheck durchlaufen würde. Ich hatte noch eine weitere Einladung für ein AC an dem besagten zweiten Tag, aber sagte diese daher ab.
Am Tag des AC waren wir dann nur zwei Bewerber (Ich und ein aktueller Praktikant bei der GIZ), doch bei der Begrüßung wurde uns gesagt, dass es noch weitere Bewerber geben würde (dazu gab es jedoch keine weiteren Informationen). Ebenfalls hieß es dann direkt, dass der morgige Medizincheck ebenfalls nicht stattfinden würde (na toll, also hatte ich die andere Stelle umsonst abgesagt) und der Check für den erfolgreichen Bewerber zu einem unbestimmten, späteren Zeitpunkt stattfinden würde.
Nichtsdestotrotz haben wir anschließend das AC gemeinsam durchgezogen und die externe Psychologin wirkte dabei professionell. Von den zwei projektbezogenen Beobachtern nahm man ansonsten nicht viel war. Am Ende gab es dann das entscheidende Fachgespräch mit den zwei projektbezogenen Beobachtern, bei dem mir gefühlt nur 3-4 Fragen gestellt wurden. Den Rest der Zeit stellte ich Fragen und sprach Themen an, um das Gespräch überhaupt am Leben zu erhalten. Irgendwann empfand ich das Desinteresse dann als zu hoch und fragte aktiv, ob die beiden Herren nicht noch Fragen an mich hätten? Daraufhin kam dann die Antwort, dass man ja schon über den Tag ein sehr gutes und ausreichendes Bild der Bewerber bekommen habe. Na toll, dachte ich mir, das war es dann wohl.

Jedoch hatte mein Mitstreiter eine sehr ähnliche Erfahrung. Zum Ende hieß es dann, dass die Personalabteilung sich bei einem in der kommenden Woche melden würde.

Mir erscheint es, als ob schon von vornherein eine Entscheidung getroffen wurde. Welche dies jedoch ist, ist mir nicht klar. Klar ist mir nur, dass sie nicht positiv für mich sein wird.

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Ich wurde von einer Recruterin angeschrieben, sie hatte eine interessante Stelle im Angebot. Nach einem kurzen Gespräch das positiv verlief sollte ich ihr meinen Lebenslauf und Zeugnisse zu kommen lassen.
Gesagt, getan. Es hieß der Fachbereich ist derzeit noch im Urlaub und Sie würde sich bei mir melden sobald sie mit der verantwortlichen Person dort gesprochen habe, ich müsste mit ca 2 Wochen rechnen bevor ich eine Rückmeldung bekommen würde. Alles klar, kein Problem...

Jetzt der Hammer, nach einer Woche bekam ich eine automatisierte Standardabsage ala "vielen Dank für Ihre Bewerbung und Ihr Interesse an unserem Unternehmen, leider müssen wir jedoch...." alles kein Thema. Was mir allerdings etwas sauer aufgestoßen ist war der Fakt, dass die Mail keine ordentliche Ansprache enthielt, ich wurde lediglich mit meinem Nachnamen angesprochen kein "sehr geehrte Frau XX", "Liebe Frau XX" nichts einfach nur mein Nachname bevor der Standardtext los ging...

Im Gesamtpaket. keine Ansprache und der Fakt dass ich mich nicht bei diesem Unternehmen beworben habe sondern diese mehr oder weniger sich bei mir war die ganze Aktion einfach nur eine Lachnummer. Von der Recruiterin habe ich auf meine Nachfrage woran es liegt und auf die Kritik an der Standardabsage auch nie wieder etwas gehört... Naja das Unternehmen ist jedem in Deutschland bekannt und leider was den Service angeht eher im negativen in allen Köpfen verankert und der "schlechte" Service hört bei den Bewerbern leider nicht auf....

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Anderer Hammer: Habe mich in einem Konzern beworben in dem ich Praktikantin war und meine Masterarbeit geschrieben habe. Mit dem Fachbereichsleiter der ausgeschrieben Stelle hatte ich bereits Kontakt. Da es sehr viele Bewerber gäbe würde der Auswahlprozess etwas länger dauern ich müsste etwas Geduld haben. Nachdem ich nach knapp 7 Wochen immer noch nichts gehört hatte wollte ich mal bei dem Leiter nachfragen, dieser war im Urlaub also die Personalreferentin angeschrieben. Ja Herr XX ist derzeit noch im Urlaub nach seiner Rückkehr werden wir auswählen wer zu einem Gespräch eingeladen wird. Seither sind weitere 2 Wochen vergangen und weder eine Einladung noch eine Absage....

Ich habe in der Zwischenzeit in einem anderen Unternehmen eine Stelle gefunden...

Das schlimme an dem ganzen: es ist nicht nur bei dieser Stelle so.... eine Freundin hatte sich auch im gleichen Unternehmen beworben und seit 3 Monaten hängt die Bewerbung nach zwei erfolgreichen Gesprächen im Personalbereich fest und sie können ihr weder zu noch absagen.... Traurig für dieses Unternehmen das meint alle jungen Leute sind so geil dort zu arbeiten.... Aber durch diverse Skandale ist das leider nicht mehr ganz so wie früher....

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

WiWi Gast schrieb am 04.09.2018:

Ich wurde von einer Recruterin angeschrieben, sie hatte eine interessante Stelle im Angebot. Nach einem kurzen Gespräch das positiv verlief sollte ich ihr meinen Lebenslauf und Zeugnisse zu kommen lassen.
Gesagt, getan. Es hieß der Fachbereich ist derzeit noch im Urlaub und Sie würde sich bei mir melden sobald sie mit der verantwortlichen Person dort gesprochen habe, ich müsste mit ca 2 Wochen rechnen bevor ich eine Rückmeldung bekommen würde. Alles klar, kein Problem...

Jetzt der Hammer, nach einer Woche bekam ich eine automatisierte Standardabsage ala "vielen Dank für Ihre Bewerbung und Ihr Interesse an unserem Unternehmen, leider müssen wir jedoch...." alles kein Thema. Was mir allerdings etwas sauer aufgestoßen ist war der Fakt, dass die Mail keine ordentliche Ansprache enthielt, ich wurde lediglich mit meinem Nachnamen angesprochen kein "sehr geehrte Frau XX", "Liebe Frau XX" nichts einfach nur mein Nachname bevor der Standardtext los ging...

Im Gesamtpaket. keine Ansprache und der Fakt dass ich mich nicht bei diesem Unternehmen beworben habe sondern diese mehr oder weniger sich bei mir war die ganze Aktion einfach nur eine Lachnummer. Von der Recruiterin habe ich auf meine Nachfrage woran es liegt und auf die Kritik an der Standardabsage auch nie wieder etwas gehört... Naja das Unternehmen ist jedem in Deutschland bekannt und leider was den Service angeht eher im negativen in allen Köpfen verankert und der "schlechte" Service hört bei den Bewerbern leider nicht auf....

Telekom?

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

WiWi Gast schrieb am 04.09.2018:

Telekom?

Nope, Deutsche Bahn... Aber der Service bei der Telekom ist auch nicht so der Brüller, das stimmt :D

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Also zumindestens das Bewerbungsverfahren bei Deutsche Bahn Management Consulting ist sehr schnell.

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

WiWi Gast schrieb am 04.09.2018:

WiWi Gast schrieb am 04.09.2018:

Telekom?

Nope, Deutsche Bahn... Aber der Service bei der Telekom ist auch nicht so der Brüller, das stimmt :D

Ich war mir so sicher...aber die Bahn habe ich aus meinem Gedächtnis verbannt.

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

  • Bin mal zum Zweitgespräch vorgeladen worden und man hat mir deutlich gemacht, dass ich die Stelle sowieso nicht bekomme, es sei denn ich kaufe gleich ein paar deren Produkte. Ging übrigens um eine Traineeposition, die bis heute trotz "vieler anderer Bewerber" nicht besetzt ist. Tja - habe auch rausgefunden, dass ich für den entsprechenden Personaler zum Üben eingesetzt worden bin, weil der nicht solange in der Bank ist, denn damals war er vor zwei Wochen eingestellt worden, obwohl mir der Manager versichert hatte, dass dieser schon jahrelang im Unternehmen ist.

  • Bin zu einer anderen Stelle vorgeladen worden: 2 Jahre Probezeit, Bewerbungsparcour über mehrere Monate, inklusive Hausdurchsuchung und präventioneller Kopie des Perso. Bis heute keine Rückmeldung.

  • Telefonischer Anruf um mir eine mündliche Absage auf eine schriftliche Bewerbung zu geben, um mir mitzuteilen, dass meine Bewerbung eine Unverschämtheit wäre und ich besser gleich ALG2 beantrage bzw. in eine Behindertenwerkstatt gehe. Ich glaube, die Frau von HR hat sich vertan, denn bei dieser roten Versicherung wie die Wüste sollten mal personelle Konsequenzen gezogen werden.
antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

WiWi Gast schrieb am 04.09.2018:

Also zumindestens das Bewerbungsverfahren bei Deutsche Bahn Management Consulting ist sehr schnell.

Oh das Bewerbungsverfahren an sich ging auch echt schnell! Aber diese Email war dann doch etwas, naja frech...

Wieder erwarten muss ich was ich bzgl. des Services gesagt habe revidieren. Habe vor einigen Minuten doch eine Mail von der Recruterin erhalten in der sie sich für die automatische Standardabsage und der nicht persönlichen Ansprache mehrfach entschuldigt und sich für die Rückmeldung bzw das Feedback das zukünftig anderst zu gestalten bedankt. Klar das ist vielleicht auch eine Standardfloskel aber die Damen hat die Mail gelesen und sich die Mühe gemacht zu antworten, das macht auch nicht jeder! Das hätte ich nicht erwartet!

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Achja, eben habe ich noch ein Schmankerl vergessen:

  • Ein Bewerbungsgespräch im Mai, wo die Abteilungsleiterin und der direkte Vorgesetze mich regelrecht auseinander genommen und beispielsweise meine Religionsnote von der 12/1 kritisiert haben. Die haben sich auch aufgeführt, als würde ihnen die blaue Bank persönlich gehören. Das getoppt haben die allerdings auch noch, in dem sie meinten, dass es regelmäßig willkürliche Urlaubssperren gibt und eine gewisse Anzahl von Überstunden verpflichtend seie. Außerdem haben beide behauptet, dass sie in der gleichen Zeit wie ich (habe etwas länger gebraucht) mindestens vier Studiengänge mit besserer Note geschafft hätten. Leider habe ich mir die Frage verkniffen, wieso solche Übermenschen denn nicht schon längst (ohne Doktortitel übrigens) nicht schon längst im Vorstand sitzen, wenn sie doch seit Urzeiten bei dieser Bank sind... aber ich glaube, die Frage kann man auch so beantworten.
antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Das hört sich nach Stressfragen an. Egal was du antwortest, das "Wie" ist hier entscheidet.
Sieh es als ein Videospiel an, nicht persönlich nehmen, du spielst gerade nur eine Simulation durch.

WiWi Gast schrieb am 04.09.2018:

Achja, eben habe ich noch ein Schmankerl vergessen:

  • Ein Bewerbungsgespräch im Mai, wo die Abteilungsleiterin und der direkte Vorgesetze mich regelrecht auseinander genommen und beispielsweise meine Religionsnote von der 12/1 kritisiert haben. Die haben sich auch aufgeführt, als würde ihnen die blaue Bank persönlich gehören. Das getoppt haben die allerdings auch noch, in dem sie meinten, dass es regelmäßig willkürliche Urlaubssperren gibt und eine gewisse Anzahl von Überstunden verpflichtend seie. Außerdem haben beide behauptet, dass sie in der gleichen Zeit wie ich (habe etwas länger gebraucht) mindestens vier Studiengänge mit besserer Note geschafft hätten. Leider habe ich mir die Frage verkniffen, wieso solche Übermenschen denn nicht schon längst (ohne Doktortitel übrigens) nicht schon längst im Vorstand sitzen, wenn sie doch seit Urzeiten bei dieser Bank sind... aber ich glaube, die Frage kann man auch so beantworten.
antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Du hast zwar Recht, aber ich glaube, die meinten das ernst - ich weiß auch nicht genau, warum ich mich auf diese Stelle beworben habe, aber soweit ich das sagen kann, wurde die in den letzten 2 Jahren 4 mal ausgeschrieben, zuletzt mit einer Freundin von mir besetzt, welche meinte, dass sie am ersten Tag zum Vorstand eingeladen worden ist und dieser nichts von Mobbing/Beschimpfung seitens fraglicher Vorgesetzer hören will, weil das normal wäre....

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

WiWi Gast schrieb am 04.09.2018:

  • Bin zu einer anderen Stelle vorgeladen worden: 2 Jahre Probezeit, Bewerbungsparcour über mehrere Monate, inklusive Hausdurchsuchung und präventioneller Kopie des Perso. Bis heute keine Rückmeldung.

Hausdurchsuchung?? Wo hast du dich beworben? Beim BND oder FBI?

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Bei so Kandidaten wie dir sind immer die anderen schuld.
Ist klar.

WiWi Gast schrieb am 04.09.2018:

  • Bin mal zum Zweitgespräch vorgeladen worden und man hat mir deutlich gemacht, dass ich die Stelle sowieso nicht bekomme, es sei denn ich kaufe gleich ein paar deren Produkte. Ging übrigens um eine Traineeposition, die bis heute trotz "vieler anderer Bewerber" nicht besetzt ist. Tja - habe auch rausgefunden, dass ich für den entsprechenden Personaler zum Üben eingesetzt worden bin, weil der nicht solange in der Bank ist, denn damals war er vor zwei Wochen eingestellt worden, obwohl mir der Manager versichert hatte, dass dieser schon jahrelang im Unternehmen ist.

  • Bin zu einer anderen Stelle vorgeladen worden: 2 Jahre Probezeit, Bewerbungsparcour über mehrere Monate, inklusive Hausdurchsuchung und präventioneller Kopie des Perso. Bis heute keine Rückmeldung.

  • Telefonischer Anruf um mir eine mündliche Absage auf eine schriftliche Bewerbung zu geben, um mir mitzuteilen, dass meine Bewerbung eine Unverschämtheit wäre und ich besser gleich ALG2 beantrage bzw. in eine Behindertenwerkstatt gehe. Ich glaube, die Frau von HR hat sich vertan, denn bei dieser roten Versicherung wie die Wüste sollten mal personelle Konsequenzen gezogen werden.
antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Warum lässt man sich solch einen Blödsinn gefallen?

WiWi Gast schrieb am 04.09.2018:

Du hast zwar Recht, aber ich glaube, die meinten das ernst - ich weiß auch nicht genau, warum ich mich auf diese Stelle beworben habe, aber soweit ich das sagen kann, wurde die in den letzten 2 Jahren 4 mal ausgeschrieben, zuletzt mit einer Freundin von mir besetzt, welche meinte, dass sie am ersten Tag zum Vorstand eingeladen worden ist und dieser nichts von Mobbing/Beschimpfung seitens fraglicher Vorgesetzer hören will, weil das normal wäre....

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Das klingt ja fast, wie eine Stelle im Knast, aber als Insasse ^^ Da passen auch die 2 Jahre Probezeit lol

WiWi Gast schrieb am 05.09.2018:

WiWi Gast schrieb am 04.09.2018:

  • Bin zu einer anderen Stelle vorgeladen worden: 2 Jahre Probezeit, Bewerbungsparcour über mehrere Monate, inklusive Hausdurchsuchung und präventioneller Kopie des Perso. Bis heute keine Rückmeldung.

Hausdurchsuchung?? Wo hast du dich beworben? Beim BND oder FBI?

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Sachbearbeiter-Stelle Controlling Mittelstand. Die Hausdurchsuchung deshalb, weil die auch Homeoffice anbieten und sichergehen wollen, dass ich hier auch konzentriert arbeiten kann.

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Bei so Kandidaten wie dir sind immer die anderen schuld.
Ist klar.

Den Kommentar verstehe ich nicht - wie genau kommst du darauf? Ich hatte auch andere sinnvolle Vorstellungsgespräche. Aber gut, dass du gleich verallgemeinerst. Kann dir gerne z.B. den Namen des fraglichen Personalers nennen und dir sein LinkedIn Profil privat verlinken.

Warum lässt man sich solch einen Blödsinn gefallen?

Besagte Person wurde zum Ende der Probezeit gegangen, konnte sich aber in eine andere Abteilung retten. Davon wusste ich aber auch erst hinterher und da die blaue Bank die Anfahrtskosten nicht bezahlen will, habe ich es bis zum Ende durchgezogen.

antworten
WiWi Gast

Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Möchte nach dem Studium in dem Unternehmen bleiben bei dem ich Werkstudent bin, angeblich will mich das Unternehmen auch unbedingt halten. Mir wurden schon zwei Zusagen für offene Stellen gegeben, nach persönlicher Rücksprache mit den jeweiligen Abteilungsleitern war von einer "Zusage" dann aber nicht mehr viel zu spüren. Das zieht sich mittlerweile seit drei Monaten - bin mittlerweile sehr skeptisch ob das wirklich noch was gibt, mittlerweile stehen zum Glück auch Interviews bei anderen Unternehmen an.

antworten

Artikel zu Stories

IG Metall Gehaltsstudie 2016/2017 - Einstiegsgehälter Wirtschaftswissenschaftler

Einstiegsgehalt Wirtschaftswissenschaftler

Was verdienen Wirtschaftswissenschaftler beim Berufseinstieg? In Unternehmen mit einem Tarifvertrag verdienten junge Wirtschaftswissenschaftler mit bis zu drei Jahren Berufserfahrung in 2016 durchschnittlich 49.938 Euro im Jahr. In nicht tarifgebundenen Betrieben lagen die Einstiegsgehälter von Wirtschaftswissenschaftlern mit 42.445 Euro etwa 17,7 Prozent darunter. Im Vorjahr hatte dieser Gehaltsvorteil bei den Wirtschaftswissenschaftlern noch 33 Prozent betragen.

Absolventen-Gehaltsreport 2017: Wirtschaftsingenieure mit 48.200 Euro die Spitzenverdiener

Titelblatt StepStone Gehaltsreport 2017

Die Wirtschaftsingenieure verdienen unter den Absolventen der Wirtschaftswissenschaften mit durchschnittlich 48.238 Euro am meisten. Auch bei den Einstiegsgehältern aller Studiengänge liegen die Wirtschaftsingenieure hinter den Medizinern auf Rang zwei im StepStone Gehaltsreport für Absolventen 2017. Wirtschaftsinformatiker erhalten 45.449 Euro, Absolventen der BWL, VWL und Wirtschaftswissenschaften steigen mit 42.265 Euro ein.

War for Talents bei Wirtschaftskanzleien mit hohen Einstiegsgehältern

Wolkenkratzer einer Wirtschaftskanzlei

Hohe Einstiegsgehälter bereiten den Wirtschaftskanzleien zunehmend Sorgen. Neben der Digitalisierung ist auch das Thema Personal für deutsche Wirtschaftskanzleien von strategischer Bedeutung. Erste Wirtschaftskanzleien bieten Mitarbeitern bereits weitere Benefits über das Gehalt hinaus an. Legal-Tech-Mitarbeiter kommen weiterhin vor allem aus den klassischen Ausbildungsgebieten, so lauten die Ergebnisse der neuen Lünendonk-Studie 2018 über Wirtschaftskanzleien in Deutschland.

Gehaltsatlas 2016: Berufseinsteiger mit BWL-Abschluss verdienen durchschnittlich 43.788 Euro

Ein aufgeschlagener Atlas, alte Bücher und eine Tasse.

Akademische Berufseinsteiger mit einem Abschluss in Betriebswirtschaftslehre verdienen aktuell rund 43.800 Euro im Jahr. Das ist knapp unter dem deutschen Durchschnittsgehalt junger Akademiker mit 45.397 Euro im Jahr. Am besten verdienen BWL-Absolventen in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen. In welchen Städten akademischen Berufseinsteigern am meisten gezahlt wird, zeigt der diesjährige Gehaltsatlas 2016 von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z.) und Gehalt.de.

frauenlohnspiegel.de - Info-Portal zu Gehaltsunterschieden

frauenlohnspiegel: Eine Geschäftsfrau telefoniert und lacht dabei.

Welche Unterschiede gibt es zwischen Frauen und Männern im Arbeitsleben, etwa beim monatlichen Gehalt in den einzelnen Berufen oder bei den Extras wie z. B. Sonderzahlungen? Mit dem Internetportal www.frauenlohnspiegel.de unternimmt das WSI-Tarifarchiv seit einigen Jahren den Versuch, mehr Transparenz in die Einkommens- und Arbeitsbedingungen von Frauen (und Männern) zu bringen.

Gehaltsvorstellung: Wunschgehälter von Wirtschaftswissenschaftlern sinken

Studie Cover Berufsstart Gehalt + Bewerbung

Die Zeiten ändern sich: Absolventen der Wirtschaftswissenschaften und Ingenieurwissenschaften haben ihre Erwartungen beim Einstiegsgehalt gesenkt. Das hat die Studie "Attraktive Arbeitgeber" der Jobbörse Berufsstart.de ergeben. Demnach wollen Wirtschaftswissenschaftler zwischen 35.000 und 40.000 Euro Jahresgehalt, Ingenieure wünschen sich zwischen 45.000 und 50.000 Euro Einstiegsgehalt.

Crowdworking-Gehälter: Crowdworker verdienen trotz Studium oft nur 1.500 Euro

Das Netz eines Spielplatzklettergerüstes vor blauem Himmel.

Gut ausgebildete Crowd-Worker erhalten trotz Hochschulabschluss nur ein monatliches Gehalt von 1.500 Euro. Viele der Crowd-Worker arbeiten nebenberuflich, sind ledig und jung. Knapp die Hälfte hat studiert. Zu diesen Ergebnissen kommen eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung und eine Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW).

Consultants sind die Top-Verdiener unter den Absolventen

Rückenbild von einem Mann mit weiß-kariertem Hemd und Hosenträgern.

Beim Berufseinstieg in der Unternehmensberatung verdienen Hochschulabsolventen aktuell am meisten. Im Consulting liegen die Einstiegsgehälter bei durchschnittlich 51.400 Euro im Jahr. Je höher der akademische Abschluss ist, desto höher fällt laut einer aktuellen Gehaltsstudie der Kienbaum Unternehmensberatung auch das Einstiegsgehalt aus.

IG Metall Gehaltsstudie 2015 - Einstiegsgehälter Wirtschaftswissenschaftler

Absolventenhut und fliegende Geldmünzen

Was können Wirtschaftswissenschaftler beim Berufseinstieg verdienen? In Unternehmen mit einem Tarifvertrag verdienten junge Wirtschaftswissenschaftlerinnen und Wirtschaftswissenschaftler mit bis zu drei Jahren Berufserfahrung in 2015 durchschnittlich 48.850 Euro im Jahr. In nicht tarifgebundenen Betrieben lagen die Einstiegsgehälter von Wirtschaftswissenschaftler etwa 33 Prozent darunter.

Studie: Einstiegsgehälter im Consulting steigen stärker als auf den höheren Hierarchieebenen

BDU-Studie „Vergütung in der Unternehmensberatung 2014/2015“:  Ein Legomännchen im Anzug mit Geldscheinen symbolisiert das Thema Consulting-Gehälter.

Berufseinsteiger in der Consultingbranche können zurzeit mit einer stärkeren Anhebung ihrer Gehälter rechnen als Mitarbeiter der höheren Hierarchieebenen. Diese aktuellen Ergebnisse seiner Studie „Vergütung in der Unternehmensberatung 2014/2015“ hat der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) vorgestellt.

IG Metall Gehaltsstudie 2014 - Einstiegsgehälter Wirtschaftswissenschaften

Vier Männchen aus weißen Büroklammern und den weißen Buchstaben W, I, W und I turnen auf Münzentürmen.

Was können Berufsanfänger verdienen? Jährlich analysiert die IG Metall die Einstiegsgehälter von Absolventen in der Metall- und Elektroindustrie. In Unternehmen mit einem Tarifvertrag verdienten junge Wirtschaftswissenschaftlerinnen und Wirtschaftswissenschaftler mit 47952 Euro Jahresentgelt in 2014 bis zu 35 Prozent mehr.

Stepstone Gehaltsreport 2014 - Angehende Wirtschaftsingenieure verdienen am meisten

Stepstone Gehaltsreport 2014: Wirtschaftsingenieurin - Das Bild zeigt eine Lego-Frau im Kostüm mit Helm vor einem Computer.

Zum Jahresende stehen die Gehaltsverhandlungen an. Eine gute Vorbereitung auf das Gespräch mit dem Chef ist wichtig. Mit welchen Jahresgehältern ist in einer Branche und Berufsgruppe zu rechnen? Für den Stepstone Gehaltsreport 2014 wurden 50.000 Fach- und Führungskräfte in Vollzeit zu ihren Gehältern befragt. Durchschnittlich 42.000 Euro verdienen Absolventen beim Einstieg.

Absolventenvergütung 2014: Höchstes Einstiegsgehalt im Consulting

Geldscheine und kleine Buchstabenwürfel zum Thema Gehälter liegen zusammen.

Bachelor-Absolventen verdienen durchschnittlich 41.300 Euro und Master-Absolventen 44.800 Euro im Jahr. Das höchste Einstiegsgehalt wird im Schnitt mit 50.900 Euro im Consulting gezahlt. Auf Platz zwei folgen die Wirtschaftsprüfungsgesellschaften mit einer Vergütung von 50.600 Euro. Im Handel und in der Medienbranche verdienen Absolventen am wenigsten.

IG Metall Gehaltstudie 2013 - Einstiegsgehälter BWL, VWL

Geldscheine 100 Euro und 50 Euro

Was können Berufsanfänger verdienen? Jährlich analysiert die IG Metall die Einstiegsgehälter von Absolventen verschiedener Studienfächer in der Metall- und Elektroindustrie und veröffentlicht die Ergebnisse im Flyer "Einstiegsgehälter für Absolventen".

Universum Professional Survey 2013 – Gehälter deutscher Berufsanfänger im Überblick

Das Bild einer Erdkugel mit drei Zahnrädern und den Buchstaben BWL.

Junge Menschen in Bremen erzielen laut Universum Professional Survey derzeit die höchsten Durchschnittsgehälter. Neben einem Einblick in die Ergebnisse haben WiWi-TReFF Leser exklusiven Zugang zur laufenden Befragung und erhalten für die Teilnahme zwei Karriere Guides ihrer Wahl wie beispielsweise Interview-Training oder Gehaltsverhandlungen.

Antworten auf Re: Bewerbungsgespräche, Absagen und andere Skandale

Als WiWi Gast oder Login

Forenfunktionen

Kommentare 712 Beiträge

Diskussionen zu Stories

Weitere Themen aus Einstiegsgehälter