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Wer suchet, der findet? Internet-Recherche Teil 2

Suchen und Finden im Internet. Wer das Internet für seine Zwecke zu nutzen weiß, ist auch beim Studium vorn mit dabei. In der letzten Woche haben wir euch die Suchmaschine GOOGLE vorgestellt. Heute zeigen wir, wie Webkataloge funktionieren.

Während Suchmaschinen ein Heer automatischer Suchprogramme, sogenannte Robots oder Crawler, kreuz und quer durchs Internet schicken, um Inhalte von Webseiten zu protokollieren, sind Webkataloge oder Webguides komplettes Menschenwerk. Die von Online-Redakteuren zusammengestellten Linklisten bieten eine thematische Sortierung von Internetseiten nach bestimmten Kategorien und Unterkategorien. Außer über die hierarchische Anordnung der Themen und Unterthemen lassen sich relevante Links über eine interne Suche ermitteln.

Die bekanntesten Webkataloge in Deutschland sind Yahoo!, Lycos und Web.de.    

Die drei Marktführer haben sich inzwischen zu regelrechten Service-Centern entwickelt, die über die Recherchemöglichkeit hinaus umfangreiche Zusatztools wie Nachrichtenticker, Wetternews oder SMS-Versand bieten.

Tipps:
Eine neue Form des Webguides ist das noch im Wachstum befindliche Projekt Open Directory http://www.dmoz.de/. Hier werden die Links von freien unbezahlten Redakteuren erstellt, die Fachleute für das von ihnen jeweils betreute Gebiet sind.

Vorteile der Webkataloge: Die hier verzeichneten und im Idealfall kommentierten Links sind bereits auf ihre Relevanz geprüft worden. Der „Ausschuss“ an nutzlosen Links ist also wesentlich geringer als bei Suchmaschinen. Darüber hinaus erlaubt der hierarchische Zugang zu einer Information einen Blick auf thematisch benachbarte Gebiete, die man mit einer Anfrage bei einer Suchmaschine nicht erfassen würde.

Nachteile:
Die Kriterien, nach denen eine bestimmte Information verzeichnet wird, unterscheiden sich häufig von der eigenen Fragestellung, sodass man länger suchen muss, um das Gewünschte zu finden. Dies gilt besonders dann, wenn man nach Detailinformationen sucht, die sich in einem größeren Kontext verbergen. Die Anzahl an „Treffern“ ist bei Katalogen also immer geringer als bei Suchmaschinen.

Fazit:
Webkataloge sind vor allem geeignet, um sich einen Überblick über ein Thema zu verschaffen. Im Normalfall wird man darüber hinaus stets eine Suchmaschine zu Rate ziehen.