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Banker oder Arzt?

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WiWi Gast

Banker oder Arzt?

Hallo Forum,

ich befinde mich gerade in der Abiphase und werde 2018 beginnen zu studieren. Meine Leistungen sind sehr gut und meine erste Idee war, wie meine Eltern, Medizin zu studieren. Nun interessiere ich mich aber auch für quatitativ-mathematische Themen, Nachrichten und verfolge auch etwas Börsenthemen nebenbei, weshalb ich alternativ die Möglichkeit sehe, in diese Richtung zu gehen. Die Gehälter sind in beiden Bereich schon ordentlich, weshalb das Finanzielle nicht der Grund für die Wahl sein wird. Es ist allerdings eine Sache, die mich etwas bei den Banken gegenüber der Medizin abschreckt und zwar die Arbeitszeiten. Nicht, dass ich mich schonen wollte, aber bleibt man überhaupt gesund, wenn man 80- 100 Stunden, wie oftmals zu lesen ist, in der Woche arbeitet. Und das auch noch meist im Sitzen. Ich gehe jetzt ausgehend davon, dass die Woche von Mo-Sa (bei 6Tage Woche) 144 Stunden hat, wobei 90 für Arbeit wegfallen (Rest 54), an 6 Wochentagen zwei Fahrtwege zur (und von der) Arbeit zu bewältigen sind (pauschal 45 min je Fahrt), (Rest 45), sagen wir Schlaf 6,5h/Nacht x 6= 39, (Rest 6).

Nach dieser kleinen Rechnung, bleiben bei einer 90h Woche (Mo-Sa), Fahrtweg und Schlaf effektiv 6 Stunden Freizeit, die in keinstem Fall ausreichen, um z.B. Sport zu machen und Krankheiten vorzubeugen. (Ich sage das nur aufgrund dessen, dass ich weiss, dass hauptsächlich Büroleute bei meinem Vater in der Praxis sitzen mit Gefäßerkrankungen durch körperliche Passivität).

Muss man also als (erfolgreicher) Banker fast zwangsläufig auch auf seine Gesundheit verzichten? Andererseits kann ich mir aber auch nicht vorstellen, dass in Jobs, in denen lange gearbeitet wird, auf Dauer fast nur körperlich zwangläufig kranke Menschen arbeiten. Wer kann was dazu sagen?

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WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Ich weiß zwar nicht, was quatitativ-mathematische Methoden sind, dass ich aber definitiv Medizin den Wirtschaftswissenschaften vorziehen würde (inkl. sämtlicher Abwägungen), das weiß ich...

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WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Das mit den 90 Stunden ist nicht jede Woche so und auch nur die ersten 2-3 Jahre

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WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Nachtrag: ausserdem klingst du jetzt schon eher wie ein Arzt als wie ein Banker... die machen das alles nur wegen dem Geld und nicht wegen Leidenschaft

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WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Wenn Dich die Medizin wirklich interessiert und Du es nicht nur aufgrund Deiner Eltern studieren möchtest, dann werde lieber Arzt!
Mit Banker meinst Du wie es aussieht Investmentbanker. Das ist kein Job für die Ewigkeit, die meisten hören da nach wenigen Jahren wieder auf. Und ob Du dann überhaupt einen Job in diesem Bereich findest, ist auch fraglich. Als Mediziner mit entsprechender Spezialisierung hast Du praktisch lebenslange Jobgarantie.

Letztendlich musst Du natürlich entscheiden, worauf Du Lust hast. Motivation ist das A und O ...

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WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

werde Arzt: man tut was Gutes, verdient viel Geld, genießt hohes Ansehen in der Gesellschaft. und Bedarf nach Ärzten gibt es immer (werden nicht wegrationalisiert).

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WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Zunächst finde ich es toll, dass du dich schon vor der Studienwahl so intensiv mit dem Thema auseinandersetzt (hätte ich auch mal machen sollen, haha). Der Unterschied zwischen den beidem genannten Berufen ist natürlich extrem - nicht nur im Hinblick auf die Arbeitszeiten.
Meinst du mit "Banker" Investmentbanker im M&A? Es gibt noch viele weitere Bereiche, in der Finanzbranche, bei denen du keine 100h arbeiten musst. Informier dich mal über die unterschiedlichen Bereiche: http://www.financial-career.de
Die Seite find ich sehr gut, um in Erfahrung zu bringen was es überhaupt so für Berufsbilder gibt. Wenn du dich für Kapitalmärkte, Makroökonomie und Mathe interessierst, kann ich dir den Bereich Asset Management empfehlen. Das ist deutlich quantitativer als IB und die Arbeitszeiten sind bei sehr gutem Gehalt deutlich geringer (trotzdem nicht 9-5). Zum Arztberuf kann ich nix sagen (dafür hast du ja auch deine Eltern ;) ).

Ich finde, dass man eine gewisse Persönlichkeit braucht, um sich im Investmentbanking wohlzufühlen. Ich hab es mal im Praktikum ausprobiert und gemerkt, dass mir die Leute und deren Einstellung überhaupt nicht zusagen. IB ist wie ein Haifischbecken, stark hierarchisch und jeder schaut nur auf Geld und sich selbst. Ich kann mir vorstellen, dass das bei Ärzten ganz anders aussieht.
Wenn du ins Banking willst, empfehle ich dir BWL mit Schwerpunkt Finance, Finanzmathematik oder Wirtschaftsinformatik zu studieren. Willst du zu den guten Unternehmen, solltest du das an einer target Uni machen und mit sehr guten Noten abschließen! :)

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WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Du solltest Banker werden. Arzt muss man wollen und man sollte dafür geboren sein. Aufgrund Deiner Frage hast Du Dich eigentlich für den Medizinjob disqualifiziert ;)

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WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Ich bin selber Banker, mit einem Verdienst, der ähnlich ggfs. sogar höher dem eines durschnittlichen Arztes ist (ca. 120K p.a).

Allerdings muss man dafür keineswegs soviel Stunden schieben, wie von dir beschrieben.
Klar in den "Lehrjahren" muss man sich natürlich mehr rein hängen, aber heute komme ich mit sehr lockeren 35-42h (keine Zeiterfassung, je nach Auslastung) hin....und ich kenne viele aus der BRanche, bei denen ist es ebenso.

Die Frage, die du dir allerdings eher stellen solltest ist die moralischer Art.
Banking hat kaum einen gesellschaftlichen Nutzen und ist natürlich - auch zu Recht - in der öffentlichen Meinung in Verruf geraten.
Das Gegenteil gilt natürlich für den Arzt Beruf.

Wen das also stört, sollte es sich eben überlegen.

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WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Schau dir mal die ganzen Banker an... die sehen mit 30 aus wie 40 und mit 40 aus wie 70... Da laufen so viele Ausgebrannte rum im M&A. Hat mich wirklich abgeschreckt nach meinem BB Praktikum

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WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Werde Arzt und kein BWLer. Dann machst du wenigstens was sinnvolles. Hätte es bei mir zB mehr gereicht, dann würde ich auch lieber Arzt sein. Es ist einfach so, dass wirklich jeder Banker werden kann. Beim Arzt ist das eben nicht so. Bei mir fängt das schon an, dass ich keine Spritzen in der Haut sehen kann. ;)

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WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Hast du die Chance die Praxis deines Vaters irgendwann einmal zu übernehmen? Falls ja, go for it. Das ist eine Gelegenheit, nach der sich die meisten Medizin-Studenten die Finger lecken würden, da sie sich entweder im Krankenhaus kaputt schuften oder sich für eine eigene Praxis die ersten 10 Jahre hoch verschulden müssten.

Falls nein, kann man zwischen beiden Berufsfelder nochmal abwägen. Es sind aber sicherlich nicht die von dir genannten Argumente, über die du dir dabei Sorgen machen solltest. Zu wenig Zeit für Sport gibt es nicht, nur andere Prioritäten. Du kannst im IB in normalen Zeiten ohne Probleme abends mal eine Stunde ins Gym gehen oder morgens vor der Arbeit eine Runde laufen gehen und dann erst gegen 09:30 Uhr oder so auf der Arbeit eintrudeln - gar kein Problem. Mach dir lieber mal ernsthafte Gedanken über die beiden Berufsbilder, insbesondere vom Berufsbild "Banker" (was auch immer das für dich ist, da es einfach ein super generischer Begriff ist) scheinst du noch keine Ahnung zu haben.

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WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Moin,

glaubst du ernsthaft, dass man als Arzt weniger arbeiten muss? Nachtdienste, Wochenenddienste, teilweise Schichtsystem.
Und dabei ist die Arbeitsbelastung sicher höher einzuschätzen als als Banker...

Arzt sollte man aber sicher nicht aus Kalkül werden, sondern man sollte schin Interesse an der Sache haben.

Gruß

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WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Wenn Dein Vater Psychiater oder Psychologe wäre, würden da auch fast nur Büroleute und Lehrer als Patienten sitzen. Büro ist grundsätzlich nicht gerade gesund. Führt in vielen Fällen sogar zur Arbeitsunfähigkeit, was viele hier nicht glauben wollen.

Lounge Gast schrieb:

Ich sage das nur aufgrund dessen,
dass ich weiss, dass hauptsächlich Büroleute bei meinem Vater
in der Praxis sitzen mit Gefäßerkrankungen durch körperliche
Passivität).

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WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Ganz klar Arzt: Dient für die Allgemeinheit (als Banker kaum möglich), gutes Gehalt, nahezu Jobgarantie, mehr Abwechslung, Bedarf steigt in den nächsten Dekaden.

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WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Ich würde die selbe Frage in einem Medizin-Forum stellen!
Das Gras des Nachbarn ist immer grüner!

Kann mir vorstellen, dass im Medizinforum viele zugunsten WiWI/IB argumentieren!

Daher tu was deine Leidenschaft ist.
Aber ja, du klingst für mich wie ein Mediziner.
Ist aber auch logisch wenn deine Eltern bereits in dem Feld tätig sind..

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WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Boah halt dich bloß fern vom Investment Banking. So Leute wie du werden da nach dem Haifischbecken-Prinzip schon im Praktikum weggefressen.
Die Jobs spielen einfach in komplett anderen Ligen. Ein Arzt ist am Ende des Tages nichts als ein besserer Beamter - als Angestellter mit einem Cap von ca. 250k pro Jahr. Investmentbanker verdienen als Associate mit ca. 24-25 Lebensjahren so viel Geld. Hat man sich einen ordentlichen Namen gemacht und Berufserfahrung in einer BB gesammelt, gehts für viele weiter in Richtung Private Equity und HF's.
Wer hier sagt Investment Banker schaffen keine Werte: Haut bitte sofort aus diesem Forum ab - ihr habt von der Wirtschaft so viel Ahnung wie ein kleiner Reispflücker.
Bitte mach dir erstmal klar, was denn überhaupt ein "Banker" ist. Das ist ein sehr, sehr allgemeiner Begriff für eine Berufsgruppe.

Und ich kann dir ans Herz legen, Medizin zu studieren. So wie du hier rüberkommst. Bitte bleib bei deinen Ärzten und denkt weiter ihr gehört mit euren Verdiensten zur Elite.

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WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Der Verfasser dieses Posts hat das Problem scheinbar nicht verstanden. Es geht weder um Elite, noch um Verdienst.

Lounge Gast schrieb:

Boah halt dich bloß fern vom Investment Banking. So Leute wie
du werden da nach dem Haifischbecken-Prinzip schon im
Praktikum weggefressen.
Die Jobs spielen einfach in komplett anderen Ligen. Ein Arzt
ist am Ende des Tages nichts als ein besserer Beamter - als
Angestellter mit einem Cap von ca. 250k pro Jahr.
Investmentbanker verdienen als Associate mit ca. 24-25
Lebensjahren so viel Geld. Hat man sich einen ordentlichen
Namen gemacht und Berufserfahrung in einer BB gesammelt,
gehts für viele weiter in Richtung Private Equity und
HF's.
Wer hier sagt Investment Banker schaffen keine Werte: Haut
bitte sofort aus diesem Forum ab - ihr habt von der
Wirtschaft so viel Ahnung wie ein kleiner Reispflücker.
Bitte mach dir erstmal klar, was denn überhaupt ein
"Banker" ist. Das ist ein sehr, sehr allgemeiner
Begriff für eine Berufsgruppe.

Und ich kann dir ans Herz legen, Medizin zu studieren. So wie
du hier rüberkommst. Bitte bleib bei deinen Ärzten und denkt
weiter ihr gehört mit euren Verdiensten zur Elite.

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WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Die Aussagen 'als Arzt machst du was sinnvolles für die Gesellschaft' sind in meinen Augen eher ein scheinheiliges Argument. Es geht um Kohle und Prestige. Jeder Mensch kann helfen und der Gesellschaft etwas zurückgeben, ohne Medizin studiert zu haben. Egal ob man BWLer, Lagerarbeiter oder Hartz 4-Bezieher ist.

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WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Zu deiner Info: wir sind post 2008

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WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Wenn du lernen willst wissenschaftlich zu arbeiten.... nicht Arzt xD

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WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Lounge Gast schrieb:

Die Aussagen 'als Arzt machst du was sinnvolles für die
Gesellschaft' sind in meinen Augen eher ein
scheinheiliges Argument. Es geht um Kohle und Prestige.
Jeder Mensch kann helfen und der Gesellschaft etwas
zurückgeben, ohne Medizin studiert zu haben. Egal ob man
BWLer, Lagerarbeiter oder Hartz 4-Bezieher ist.

DANKE!!

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WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

"Es geht um Kohle und Prestige."

Schön, dass hier ein Experte die vielfältigen Motive von einer extrem heterogenen Studentenschaft auf einen Satz komprimieren konnte.

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WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Bin mir auch relativ sicher, dass der Experte die Ironie nicht erkennt.
Aber noch etwas anderes: ich lese hier "Haifischbecken", "Kohle", "Prestige", wobei prinzipiell nur die Geldmotivation für mich selbsterklärend ist. Was verstehen die gleichen Leute unter "Prestige"? Ich meine, außer die Person selbst, die sich scheinbar über ihren Beruf definieren möchte, interessiert es ja objektiv niemanden, ob Person X oder Person Y im Fachbereich U bei Unternehmen Z arbeitet, oder? Lese nur ich einen vermeintlichen Ausgleich schwachen Selbstbewusstseins in der Selbstbezeichnung "wir sind prestigträchtige Haie"?

Lounge Gast schrieb:

"Es geht um Kohle und Prestige."

Schön, dass hier ein Experte die vielfältigen Motive von
einer extrem heterogenen Studentenschaft auf einen Satz
komprimieren konnte.

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WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Täusch dich mal nicht, was die Arbeitszeiten bei Ärzten angeht. Mein Bruder macht gerade seinen Facharzt und da fallen Überstunden ohne Ende an :/

Wenn man irgendwann eine angesehen Praxis mit nahezu ausschließlich Privatpatienten hat, mag das dann anders aussehen, aber bis man das erstmal erreicht hat (so man es denn überhaupt schafft)...

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WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

90% aller Mediziner erreichen den Lifestyle, welchen du hier ansprichst, also meist sechsstelliges Gehalt, angenehme Arbeitszeiten, viel Zeit für Sport nebenher.

0,03% der BWLer erreichen den Lifestyle, welchen du hier ansprichst, also meist sechsstelliges Gehalt, extreme Arbeitszeiten, keine Zeit nebenher und so einige davon zunehmend körperlich krank.

Die beiden Berufs sind, sorry, gar nicht vergleichbar. Aber das merkt man auch erst später, wenn man schon ein paar Jahre im Beruf ist, Statistiken, Zahlen und Fakten auswertet usw.

Mediziner und BWLer vergleichen ist in etwa wie A13-Lehrer und Maurer vergleichen. Es sind einfach zwei komplett unterschiedliche Berufe, wobei der eine deutlich höhere Anforderungen stellt (Abitur 1,5 statt Abitur 4,0 oder im Fall Lehrer eben überhaupt Abitur statt Hauptschule), aber im späteren Berufsleben der Medziner dem BWLer in nahezu jeder Ausprägung überlegen ist:

  • geringere Arbeitsbelastung bei höherem Gehalt (variiert natürlich auch mal, junger Assistenzarzt ist sicherlich eine harte Zeit, ebenso wie man es als junger Lehrer im Ref. und in den ersten 1-2 Jahren schwer hat)
  • höheres Ansehen in der Allgemeinbevölkerung
  • aktiverer Job; weniger Bildschirmarbeit (aber natürlich auch Bildschirmarbeit, wobei das häufig eher durch Arzthelfer gemacht wird)
  • mehr Zeit für Ausgleich; als Praxisinhaber, was jeder später mal werden kann, deutlich mehr Freiheiten als bspw. ein angestellter Geschäftsführer oder nahezu jeder andere BWLer

Wenn man aber bereit ist, deutliche Gehaltsabstriche in Kauf zu nehmen, findet man, wenn es einen wirklich interessiert, im VWL-Bereich bestimmt etwas interessantes. Keine Ahnung, ob das in 20 Jahren noch existiert oder längst wegrationalisiert wurde. Ärzte wird es auch in 20 Jahren noch geben, ebenfalls hoch bezahlt und gesellschaftlich hoch angesehen.

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WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Lounge Gast schrieb:

Mediziner und BWLer vergleichen ist in etwa wie A13-Lehrer
und Maurer vergleichen. Es sind einfach zwei komplett
unterschiedliche Berufe, wobei der eine deutlich höhere
Anforderungen stellt (Abitur 1,5 statt Abitur 4,0 oder im
Fall Lehrer eben überhaupt Abitur statt Hauptschule), aber im
späteren Berufsleben der Medziner dem BWLer in nahezu jeder
Ausprägung überlegen ist:

Mal ganz abgesehen davon, dass die wenigsten gerne mit Menschen diskutiert, die Ihre Meinung als alleingültige Wahrheit verkaufen: Welche BWLer Positionen erreicht man denn mit einem 4.0 Abitur, die sich mit der Tätigkeit eines Arztes vergleichen lässt? Irgendwie ist Dein Text sehr wirr.

Übrigens kommt man auch mit genügend Wartesemestern in ein Medizinstudium. Genauso, wie man auch mit gutem Studienabschluss
auf eine entsprechend vergütete BWLer Position kommt. Das Abi interessiert irgendwann nun wirklich gar keinen mehr und ist nur für das Bauchpinseln der Special Snowflakes wichtig, die Ihren Lebensmittelpunkt ins Büro verlagern und sich hauptsächlich über Ihre Visitenkarte definieren.

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WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Lounge Gast schrieb:

90% aller Mediziner erreichen den Lifestyle, welchen du hier
ansprichst, also meist sechsstelliges Gehalt, angenehme
Arbeitszeiten, viel Zeit für Sport nebenher.

0,03% der BWLer erreichen den Lifestyle, welchen du hier
ansprichst, also meist sechsstelliges Gehalt, extreme
Arbeitszeiten, keine Zeit nebenher und so einige davon
zunehmend körperlich krank.

Die beiden Berufs sind, sorry, gar nicht vergleichbar. Aber
das merkt man auch erst später, wenn man schon ein paar Jahre
im Beruf ist, Statistiken, Zahlen und Fakten auswertet usw.

Mediziner und BWLer vergleichen ist in etwa wie A13-Lehrer
und Maurer vergleichen. Es sind einfach zwei komplett
unterschiedliche Berufe, wobei der eine deutlich höhere
Anforderungen stellt (Abitur 1,5 statt Abitur 4,0 oder im
Fall Lehrer eben überhaupt Abitur statt Hauptschule), aber im
späteren Berufsleben der Medziner dem BWLer in nahezu jeder
Ausprägung überlegen ist:

  • geringere Arbeitsbelastung bei höherem Gehalt (variiert
    natürlich auch mal, junger Assistenzarzt ist sicherlich eine
    harte Zeit, ebenso wie man es als junger Lehrer im Ref. und
    in den ersten 1-2 Jahren schwer hat)
  • höheres Ansehen in der Allgemeinbevölkerung
  • aktiverer Job; weniger Bildschirmarbeit (aber natürlich
    auch Bildschirmarbeit, wobei das häufig eher durch Arzthelfer
    gemacht wird)
  • mehr Zeit für Ausgleich; als Praxisinhaber, was jeder
    später mal werden kann, deutlich mehr Freiheiten als bspw.
    ein angestellter Geschäftsführer oder nahezu jeder andere BWLer

Wenn man aber bereit ist, deutliche Gehaltsabstriche in Kauf
zu nehmen, findet man, wenn es einen wirklich interessiert,
im VWL-Bereich bestimmt etwas interessantes. Keine Ahnung, ob
das in 20 Jahren noch existiert oder längst wegrationalisiert
wurde. Ärzte wird es auch in 20 Jahren noch geben, ebenfalls
hoch bezahlt und gesellschaftlich hoch angesehen.

Was du hier hochziehst ist die Frage Medizin oder BWL. Gefragt ist allerdings Investmentbanker oder Arzt (Ja, er meint Investmentbanker statt Banker).
Was BWL vs Medizin angeht gebe ich dir recht. Allerdings darfst du nicht vergessen, dass es für die meisten angehenden Betriebswirte keine NC's gibt. Deshalb ist bei einem solchem Studium die Universität so unglaublich wichtig. Jemand, der die Wahl zwischen den beiden Studiengängen hat, wird einen Schnitt unter 1.6 haben. Das bedeutet, dass er damit auch an den absolut renommiertesten Universitäten Deutschlands oder sogar Englands BWL studieren kann. Und von genau diesen Leute erreichen genauso viele "den Lifestyle" wie von den Medizinern.

Die Aussage, dass Mediziner eigentlich nichts als besser bezahlte Beamte mit mehr Ansehen sind, stimmt. Denn - keine Frage - man wird sehr sehr gut Leben können und dreistellig verdienen. Aber man wird kein Leben in Ekstase leben. Das richtig dicke Geld, das wird man woanders verdienen. Z.B. durch eine eigene Firma, als Führungspositionen in börsennotierten Unternehmen oder eben als Investment Banker. Allein die Deutsche Bank (!) am Standort Frankfurt beschäftigt mehr als 750 Gehaltsmillionäre. Das sind einfach andere Welten als die 250k eines Chefarztes.

Vergiss bitte außerdem nicht, dass man als Arzt absolut keine Macht besitzt. Investment Banker wurden bzw. werden nicht umsonst "Master of the Universe" genannt. Es werden Entscheidungen getroffen, die tausende Menschen betreffen. Finanzvorstände lernt man noch in den Zwanzigern persönlich kennen.
Ich glaube von Geschäftsführern oder sogar Vorständen von börsennotierten Unternehmen muss ich dir gar nicht erst ein Lied von singen.
Gleiches gilt für erfolgreiche Unternehmer in der Finanzbrache, Hedge Funds oder Private Equity Gesellschaften. Formen der Macht, an denen ein Arzt nicht mal schnuppern kann.

Aber keine Frage - Ärzte haben definitiv in der Regel das "entspanntere" Leben. Ist eben alles eine Sache der persönlichen Einstellung. Ich z.B. hätte absolut keine Lust auf so ein - oft spießiges - 0815-Leben gehabt.

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WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Hier mal aus der Sicht eines 31jaehrigen Ex-Bankers, der jetzt bei einem grossen HF (nicht in D) arbeitet.

Wenn Du den Durchschnittsarzt mit dem durchschnittlichen deutschen BWLer vergleichst, kommt natuerlich der Arzt besser weg. Das ist ganz einfach durch die Vorselektion bestimmt. Aber diese Sicht ist natuerlich falsch. Wenn Du ein Top-Abitur gemacht hast, wirst Du aller Voraussicht nach auch zu den Top-BWLern gehoeren; und in kaum einem anderen Beruf unterscheiden sich Gehaelter / Lifestyle / Perspektiven so sehr wie in der freien Wirtschaft.

Mein Lebenslauf ist sicher nicht repraesentativ fuer den Durchschnitts-BWLer. Ich habe damals eines der besten Abiturergebnisse in meinem Bundesland erzielt, war mehrfacher Bundessieger bei Schuelerwettbewerben wie Jugend forscht oder der Mathe-Olympiade und habe mich auf Grund meiner Interessen und Staerken fuer ein VWL-Studium entschieden. Da ich mich bewusst vom deutschen Durchschnitts-VWLer absetzen wollte, habe ich mein Studium komplett an amerikanischen / britischen Eliteunis absolviert (mit Vollstipendium). Nach meinem Studium arbeitete ich zunaechst bei einer Investmentbank und einer PE Firma und mittlerweile bei einem der weltgroessten Hedge Funds. Bei uns sind die krassesten Profile vertreten, z.B. ehemalige Gehirnchirurgen, Rhodes-Stipendiaten und Top-Politiker. Ich verdiene mit 31 Jahren etwa US$800k im Jahr bei einer durchscnittlichen 50 Stunden Woche - natuerlich, nachdem ich zuvor 3 Jahre lang meine 80-90 Stunden Wochen und noch mal 3 Jahre lang 60-70 Stunden Wochen gearbeitet habe.

Was ich damit sagen moechte, ist: Es gibt nicht DEN BWL-Beruf. Mein Lifestyle unterscheidet sich extrem von dem eines Dax-Einkaeufers, und dessen Lifestyle unterscheidet sich extrem von dem eines Start-Up Gruenders.

Ich gehe davon aus, bis zum Alter von etwa 35 Jahren ueber 5 Millionen Euro akkumuliert zu haben, dann mit meiner jungen Familien nach Deutschland zurueckzuziehen, und dann 1. nach dem Vorbild Warren Buffetts ein expandierendes Familienunternehmen aufzubauen und 2. ein Sozialunternehmen fuer Benachteiligte zu gruenden, um etwas zurueckzugeben.

Klingt fuer viele wahrscheinlich abgehoben, ist aber Realitaet, und ich habe viele Freunde in meinem Umfeld, die wesentlich erfolgreicher sind als ich.

Konkrete Tipps an den TE:

  1. Ueberlege, einige Zeit im Ausland zu verbringen. Die deutsche Sicht habe ich hauefig als einengend empfunden. Du wirst Dich freier fuehlen, wenn Du einige Jahre in einem angelsaechsischen oder auch asiatischen Land verbracht hast.

  2. Du bist, was Du aus Dir machst. Deine Berufsbezeichnung bestimmt nicht, wer Du bist. Habe den Mut, kreativ zu sein, und ungewoehnliche Wege einzuschlagen.

  3. Ansehen bekommst Du nicht vor allem durch Deine Berufsbezeichnung, sondern durch Deine Leistung und Deinen Einfluss.

Ich wuensche Dir viel Erfolg, und dass Du nicht vergisst, nachdem Du erfolgreich geworden bist, etwas zurueckzugeben (daran versuche auch ich mich jeden Tag zu erinnern)!

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WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Witzig das hier alle meinen, dass Arzt so ein sicherer Beruf ist. Der Großteil der Arbeit der meisten Ärzte ist doch die Bestandsaufnahme des Patienten. Die Empfehlung der meisten Ärzte was zu tun ist, sind dann meist Erfahrungswerte.
Provokant formuliert lässt sich diese Arbeit auch in einer komplexen Software abbilden( Krankheitsverläufe sind oft ähnlich).
Bei dem Thema Prestige kassieren die Ärzte doch auch nur ab. Die ganze Arbeit machen die Pfleger.

Wo natürlich der Bedarf steigt ist die Forschung, Chirurgie etc. aber da arbeiten halt die wenigsten.

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WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Lounge Gast schrieb:

Witzig das hier alle meinen, dass Arzt so ein sicherer Beruf
ist. Der Großteil der Arbeit der meisten Ärzte ist doch die
Bestandsaufnahme des Patienten. Die Empfehlung der meisten
Ärzte was zu tun ist, sind dann meist Erfahrungswerte.
Provokant formuliert lässt sich diese Arbeit auch in einer
komplexen Software abbilden( Krankheitsverläufe sind oft
ähnlich).
Bei dem Thema Prestige kassieren die Ärzte doch auch nur ab.
Die ganze Arbeit machen die Pfleger.

Wo natürlich der Bedarf steigt ist die Forschung, Chirurgie
etc. aber da arbeiten halt die wenigsten.

Wer den Beruf des Arztes als so sicher empfindet, der hat Balken vor den Augen. Selbstverständlich werden sicherlich nicht alle Ärzte ersetzt werden können. Und der Beruf ist sicherer als z.B. Lagerarbeiter etc. Allerdings gibt es auch gute Möglichkeiten den Arzt zu ersetzen. Sich wiederholende chirurgische Eingriffe können z.B. schon automatisiert werden. Sämtliche einfacherer Diagnosen können automatisiert werden.

Das soll nicht heißen, dass das Medizinstudium keine Zukunft hat. Überhaupt nicht. Ich denke nur, dass es anmaßend von den Medizinern ist, sich für unersetzbar zu halten.

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WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Soll das ein Witz sein oder willst du von einem Roboter operiert werden??

Lounge Gast schrieb:

Sich wiederholende chirurgische Eingriffe können z.B. schon automatisiert
werden.

antworten
WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Lounge Gast schrieb:

Soll das ein Witz sein oder willst du von einem Roboter
operiert werden??

Lounge Gast schrieb:

Sich wiederholende chirurgische Eingriffe können z.B.
schon automatisiert
werden.

Selbstverständlich. Denn bei Eingriffen, die keine emotionalen Entscheidungen erfolgen müssen, werden irgendwann (ich sage nicht jetzt - sondern in 15+ Jahren) Roboter besser und vor allem Fehlerloser sein als Menschen.

antworten
WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Wenn wir schon von Chirurgen reden: In der Bevölkerung verehrte, unter Kollegen als Handwerker belächelt.

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WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Das ist bereits Realität.

Allerdings weniger wenn es um "sich wiederholende Eingriffe" geht, sondern wenn es um hochpräzise Eingriffe geht

Lounge Gast schrieb:

Soll das ein Witz sein oder willst du von einem Roboter
operiert werden??

Lounge Gast schrieb:

Sich wiederholende chirurgische Eingriffe können z.B.
schon automatisiert
werden.

antworten
WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Man hat sicherlich ein gutes Leben als Arzt, aber man wird nie zu den Superreichen gehören.

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WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Mhhh ich gehöre zu den normalen Bank "Sachbearbeitern". 2er Abi, VWL Studium, Mitte 30, Gehalt knapp 100k, 40h Woche, keine Personalverantwortung. Meine Arbeit besteht daraus Unternehmen zu analysieren und Szenarien durchzuspielen.
Ich mag meinen Job, Gehalt stimmt, Arbeit stimmt...

Wenn ich aber mit den selben Bedingungen Arzt sein könnte - ich würde sofort tauschen. Du bist nämlich jemand der anderen Menschen wirklich helfen kann...

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WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Ein 31jähriger Multi-Millionär, der Robotor-Doc und Ärzte werden nie reichen. Ach so.

Jetzt mal zur Realität. Es wird bereits massiv Technik bei Operationen eingesetzt, da kann für eine 20-minütige OP die Abschreibung Laser z.B. 3.000 EUR betragen und das Ärztehonorar mit SV und allem drum und dran keine 100 EUR. Es geht am Ende immer um Kosten und es macht gar keinen Sinn, am Ende den Arzt einzusparen. Der Kostenanteil des Arztes beträgt hier z.B. 3% oder weniger.

Sinn macht es, einen Taxifahrer einzusparen. Der macht 75-90% der Kosten aus und mit einem automatisieren Taxi ist es plötzlich ein völlig neues Produkt. Plötzlich kostet dann Taxifahren weniger als ein eigenes Auto, Kilometer für Kilometer.

Aber die läppischen 1-5% Lohnanteil einer Operation, das wird auf absehbare Zeit keiner einsparen. Das lohnt sich nicht. Wohl geht es bei den Ärzten aber immer mehr darum, die Geräte einzustellen und zu überwachen.

Und wenn unser Abitur 1,4 und Studium im guten Bereich BWL-Absolvent am Ende mal seine 45k mit Tarif bekommt, ist er richtig fein raus. Ihr glaubt doch nicht, dass jeder Schnurz-Durchschnitts-Mediziner plötzlich, wenn er BWL studiert hätte, plötzlich Investmentbanker mit Mio. Einkommen geworden wäre? Die meisten von denen eher Sachbearbeiter.

Kommen wir jetzt zu Macht oder was hier ein Troll vermeintlich meint. Ein Banker hat keine wirkliche Macht. Ein Arzt während der Operation, wie er einen vierfachen Bypass bei einem gequälten Ex-90h-Banker macht und die Macht über Leben und Tod hat - das ist Macht. So eine Unternehmensfusion? Langweilig. Zahlen. Stumpfe Zahlen. Habe schon 2 Unternehmensübergänge bei meinem Unternehmen hinter mir. Außer dem Namen hat sich nichts geändert. Und meinetwegen hätten sie die Bude dicht gemacht. Jobs wie meinen finde ich hier in 2 Monaten haufenweise neue zu gleichen Konditionen. Ich sag auch nicht, dass BWL nichts ist. Ganz im Gegenteil, ich denke mit meiner Qualifikation und Berufserfahrung habe ich quasi Jobgarantie und im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung gute Bezahlung. Aber nicht vergleichbar mit dem vorgezeichneten Karriereweg fast jeden Arztes, welcher zwangsweise relativ bald im sechsstelligen Bereich landet.

Und jetzt noch Ärzte werden nicht reich, kann ich mit einem persönlichen Beispiel aus der Umgebung entkräften. Hat sich selbständig gemacht mit Arztpraxis, angestellten Ärzten, Spezialgebiet und hat jetzt Ferienhäuser in den USA und Europa, dicke Karren für die ganze Familie, riesiges Anwesen. Sicherlich siebenstelliges Einkommen. Selbst die Kinder fahren, schon seit sie 18 Jahren sind, Autos die vielleicht 50.000 EUR oder mehr kosten. Mercedes-AMG Neuwagen. Ich kenne mich da nicht aus. Vermutlich noch deutlich mehr als 50.000 EUR und das für alle Kinder (mal Geländewagen, mal Sportwagen, ...).

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WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Also das Beispiel aus deinem Bekanntenkreis unterschreibe ich so und es ist mit Sicherheit kein Einzelfall, wenn man als selbständiger Arzt auch Unternehmerbewusstsein besitzt. Es ist aber ähnlich häufig unter Medizinern anzutreffen, wie unter BWL-Studenten die Karriere als IBer.

Wenn tatsächlich jeder "Schnurz-Durchschnitts-Mediziner" anstelle von Medizin BWL studieren würde, dann hätte tatsächlich der gemeine BWL-Student ein Problem, einfach der Tatsache des NCs geschuldet.
...davon ab, dass Berater und IBer für mich Sachbearbeiter sind...

antworten
WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Ich glaube weiter oben wurde der Übertroll geboren!

Mal im Ernst: In BWL sind die wenigsten am Fach interessiert, die meisten nur am Prestige. Oft folgen die meisten in der anfänglichen Zeit nach dem Abi ihrem groben Interesse für Wirtschaft oder haben Wall Street geschaut. Schau dir doch einfach mal das Unterforum hier an, wo es um fachliches geht und vergleiche die Frequenz mit den Karriereforen^^! Natürlich pauschalisiere ich damit und das ist auch übertrieben, aber es handelt sich um ein Fach, wo alle mit Wasser kochen und dieses Wasser kochen alle dann auch nur für andere.

Selbst wenn das Beispiel des obigen Hf Trolls stimmen sollte (wie er mit dem jetzigen Gehalt von 800k brutto 5 Millionen akkumuliert hat mal außen vor), dann reden wir wirklich von 0,001 Prozent der Bwler. Ich habe in meinem Unternehmen und meiner Group tatsächlich Harvard Absolventen. Die sind schon top und verdienen gut, aber trotzdem ist auch das keine Millionengarantie und die Jungs sind noch lange keine Millionäre. Sie sind die "durchschnittlichen" Absolventen einer Elite Uni aber kochen auch nur mit Wasser. Sinnstiftend ist das in den meisten Fällen nicht, nur kapitalstiftend. Vor allem bei HF arbeitest du nur für Prestige und Return, zwingst mit Short Attacken unternehmen in die Knie oder treibst durch die profitgier deiner Investoren ganze Länder in den bankrott. Könnte man ein Land zerschlagen, wären HFs Country Raider. Wenn du dafür aber in deinem Bekanntenkreis, den du dir Durch Jahre Studium aufbaust und wo die meisten nur bekannte bleiben werden,, einer der Kings sein willst und der Macker schlechthin -> Go for it. Das habe ich nach meinen 2 Jahren M&A (die im Schnitt echt nur Prestige zum Thema hatten) dann auch akzeptiert.

Was möchte ich damit sagen? BWL ist vom Sinn her die schlechtere Wahl. Davon haben wir auch genügend Jungs und Mädels. Natürlich studieren auch manche Medizin des Prestige wegen oder aufgrund dominanter Elternhäuser. Aber am Ende machen es viele auch, weil sie wirklich Menschen helfen wollen. Als Arzt kannst du wirklich mal in andere Länder der dritten Welt gehen und Leben retten. Du kannst Menschen dazu verhelfen, ihr Leben weiter zu genießen. Die Verdienstmöglichkeiten sind aber im Schnitt trotz der hohen Az natürlich auch noch besser als bei BWL. Wer jetzt mit den Peaks der BWL kommt:

  1. zur Not kann man von Medizin immer noch auf BWL wechseln und dem großen Geld hinterherjagen -> McKinsey freut sich. Da ihr immer Beispiele wollt: Alexander dibelius sollte genügen. Von BWL auf Medizin müssen wir nicht drüber sprechen.

  2. absolute spitzenverdiener mit 7- oder niedrig 8stelligem Einkommen gibt es auch in der Medizin. Gefragte neurochirurgen oder plastische lassen sich das gerne mal bezahlen, vor allem in den oben vielfach genannten angelsächsischen räumen ;-)!

Mit einem solchen Abi ist meine Empfehlung daher klar: Medizin!

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WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Bester Beitrag zu diesem Thema.

Und was mir - Mitte 30, BWL - auch immer mehr auffällt, ist eben das Ansehen. Die Ärzte haben eine Lobby, die gute Arbeit (für die Ärzte) leistet. 90% der Deutschen würden der These "Ärzte haben einen stressigen Job und verdienen daran gemessen zu wenig" zustimmen.

Hingegen hat der Bänker (selbstverschuldet) das Image, reich zu sein und andere auszubeuten.

Wenn man noch an der Uni ist, dann sieht man immer nur das Geld (und macht sich ggf. noch Gedanken, ob man auch etwas Freizeit hat). Aber wenn ihr auf einer Party steht und erzählt, ihr seid Bänker, dann seid ihr fast schon unten durch (es sei denn, Bänker-Party). Der ebenfalls auf der Party anwesende Arzt hingegen, genießt hohes Ansehen. Und selbst, wenn er sagen würde, er verdiene wenig, würde wohl niemand widersprechen.

Lounge Gast schrieb:

90% aller Mediziner erreichen den Lifestyle, welchen du hier
ansprichst, also meist sechsstelliges Gehalt, angenehme
Arbeitszeiten, viel Zeit für Sport nebenher.

0,03% der BWLer erreichen den Lifestyle, welchen du hier
ansprichst, also meist sechsstelliges Gehalt, extreme
Arbeitszeiten, keine Zeit nebenher und so einige davon
zunehmend körperlich krank.

Die beiden Berufs sind, sorry, gar nicht vergleichbar. Aber
das merkt man auch erst später, wenn man schon ein paar Jahre
im Beruf ist, Statistiken, Zahlen und Fakten auswertet usw.

Mediziner und BWLer vergleichen ist in etwa wie A13-Lehrer
und Maurer vergleichen. Es sind einfach zwei komplett
unterschiedliche Berufe, wobei der eine deutlich höhere
Anforderungen stellt (Abitur 1,5 statt Abitur 4,0 oder im
Fall Lehrer eben überhaupt Abitur statt Hauptschule), aber im
späteren Berufsleben der Medziner dem BWLer in nahezu jeder
Ausprägung überlegen ist:

  • geringere Arbeitsbelastung bei höherem Gehalt (variiert
    natürlich auch mal, junger Assistenzarzt ist sicherlich eine
    harte Zeit, ebenso wie man es als junger Lehrer im Ref. und
    in den ersten 1-2 Jahren schwer hat)
  • höheres Ansehen in der Allgemeinbevölkerung
  • aktiverer Job; weniger Bildschirmarbeit (aber natürlich
    auch Bildschirmarbeit, wobei das häufig eher durch Arzthelfer
    gemacht wird)
  • mehr Zeit für Ausgleich; als Praxisinhaber, was jeder
    später mal werden kann, deutlich mehr Freiheiten als bspw.
    ein angestellter Geschäftsführer oder nahezu jeder andere BWLer

Wenn man aber bereit ist, deutliche Gehaltsabstriche in Kauf
zu nehmen, findet man, wenn es einen wirklich interessiert,
im VWL-Bereich bestimmt etwas interessantes. Keine Ahnung, ob
das in 20 Jahren noch existiert oder längst wegrationalisiert
wurde. Ärzte wird es auch in 20 Jahren noch geben, ebenfalls
hoch bezahlt und gesellschaftlich hoch angesehen.

antworten
WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Naja, wenn ihr alle so stark extrinsisch motiviert seid und Angst hat, dass irgendwelche Fremden euch bei der Nennung eures Berufsbilds nicht respektieren, dann sollte man wirklich nicht Banker werden. In dem Fall würde ich mir aber erstmal Sorgen um mein Selbstbewusstsein machen, bevor ich irgendwelche anderen Baustellen angehe.

antworten
WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Und Du verdienst Geld natürlich nur zum Essen und Wohnen, was? Und willst beruflich fortkommen nur aus altruistischen Gründen, damit die Firma besser vorankommt?

Natürlich kommt es darauf an, respektiert zu werden. Das ist nunmal der Kern einer Gesellschaft und zudem ein menschliches Grundbedürfnis.

antworten
WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Diese Woche ein Artikel in der "ZEIT" zum Thema "Wie gerecht ist Deutschland".

Ich will nicht den Inhalt wiedergeben, nur kurz die Kernpunkte der vorgestellten Dame aus Brandenburg:

Ärztin, 29 Jahre, ledig
Bruttoeinkommen 6,6k (netto für sie in StKl 1: 3,7k)

Sie erwartet weitere Gehaltssteigerungen und plant, eines Tages eine eigene Praxis aufzumachen, die "streng und wirtschaftlich" geführt wird: "von nix kommt nix".

Noch Fragen?

antworten
WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Die Dame hatte übrigens 3 Nebenjobs... nicht jeder ist so ehrgeizig!

antworten
WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Was soll das jetzt zur Diskussion beitragen?

Willst Du uns nun folgendes sagen?
"Eigentlich verdienen Ärzte nur dann gut, wenn sie Nebenjobs haben" oder "ohne Nebenjobs kann sie sich nichts zu essen kaufen"?

Sie ist 29 (d.h. max seit 3 Jahren im Beruf) und verdient 6,6k. In Brandenburg. Damit ist doch alles gesagt, was die Ausgangsfrage "Banker oder Arzt" angeht.

Lounge Gast schrieb:

Die Dame hatte übrigens 3 Nebenjobs... nicht jeder ist so
ehrgeizig!

antworten
WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

"Reich" wird man eigentlich nur als selbständiger. Da ist es auch egal ob Bwl'er oder Arzt.

Wenn schon der selbständige Arzt mit dem BWL-Sachbearbeiter verglichen wird, dann bitte auf Augenhöhe. Director/ Partner Big4 oder UB bzw. Managing Director IB mit einem selbst. Arzt oder Chefarzt.
Alles andere ergibt keinen Sinn.
Nach meiner Erfahrung haben die erfolgreichen Bwl'er (Banker, Wirtschaftsprüfer, Berater) nicht nur einen schöneren Job ('Papierarbeit') sondern auch mehr Geld.

antworten
WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Hier ging es um die Dimension "Geld" und "Lifestyle", nicht um "Selbstständig" vs. "nicht-selbstständig".

Und selbst wenn Du die Vergleiche derart einengen willst - kehrt sich das Bild damit um?

Wohl eher nicht: Dr. Stefan Frank ist selbstständiger Arzt und hat genug Zeit für sein umtriebiges Privatleben, während irgendein UB Partner kein Privatleben.

Fakt bleibt: Arzt (auch angestellt) verdient nach einigen Jahren automatisch 100k+ (selbst wenn er im Tarif bleibt und keinerlei Ambitionen hegt), BWLer ohne Ambitionen bleibt bei 60k / 70k stecken.

Dass Leute mit Ambitionen in JEDEM Job was reißen können, das ist klar.

antworten
WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Als Mediziner hast du bessere Verdienstaussichten.

antworten
WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Wo hast denn den Quatsch her? 750 Gehaltsmillionäre bei der DB in FFM....
Und nochmal jeweils 500 in LDN, NY, HK?

Allein die Deutsche Bank (!) am Standort Frankfurt
beschäftigt mehr als 750 Gehaltsmillionäre. Das sind einfach
andere Welten als die 250k eines Chefarztes

antworten
WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Lounge Gast schrieb:

Hier ging es um die Dimension "Geld" und
"Lifestyle", nicht um "Selbstständig" vs.
"nicht-selbstständig".

Und selbst wenn Du die Vergleiche derart einengen willst -
kehrt sich das Bild damit um?

Wohl eher nicht: Dr. Stefan Frank ist selbstständiger Arzt
und hat genug Zeit für sein umtriebiges Privatleben, während
irgendein UB Partner kein Privatleben.

Fakt bleibt: Arzt (auch angestellt) verdient nach einigen
Jahren automatisch 100k+ (selbst wenn er im Tarif bleibt und
keinerlei Ambitionen hegt), BWLer ohne Ambitionen bleibt bei
60k / 70k stecken.

Dass Leute mit Ambitionen in JEDEM Job was reißen können, das
ist klar.

Warum geht das denn nicht in deinen/euren Kopf rein? Vergleich mal die BWLer unter 1.5 Abi mit Medizinern. Dann erhältst du erst ein anährend vergleichbares Bild. Es gibt einfach auch viel BWLer mit schlechterem Abi als 1.5 die nicht solche Überflieger sind. Max 10% der Studenten haben so ein ein Abi wie Mediziner.

Und hier geht es konkret um Arzt oder BANKER.

Pro Arzt

  • Reputation
  • meist bessere WL-Balance
  • Man hilft / extrem Wertschöpfend
  • vergleichsweise Sicher
  • eher entspannteres Arbeitsumfeld

Pro Banker

  • viel früher im Job
  • deutlich bessere Gehälter
  • leichteres Studium

Ich muss sagen, eigentlich gewinnt hier im direkten Vergleich klar Medizin. Allerdings habe ich mich vor gut 7 Jahren fürs Investment Banking und damit für BWL entschieden.
Ich denke, das ist eine Entscheidung "Entspanntes, gutes Leben" oder "sehr viel Geld".
Ich bin jetzt im Sommer 26 und meine Schulfreunde, die Medizin studiert haben, fangen erst dann an zu Arbeiten. Ich bin seit gut 5 Jahren dabei und habe vor 4 den Absprung ins Private Equity nach München geschafft. Während meine Freunde anfangen zu arbeiten, verdiene ich schon jetzt ein vielfaches von ihrem Einstiegsgehalt. Aber das entspanntere Leben bisher hatte ich niemals.

Also, entscheid dich nach Gefühl. Was findest du interessanter - setzt dich mal jeweils in eine Vorlesung rein. Wo kannst du dir vorstellen 1 Monat lang den Stoff durchzupushen?
Ganz objektiv betrachtet halte ich des Medizinstudium für sinnvoller. Als BWLer musst du dich von anderen absetzten können, um etwas zu erreichen.

antworten
WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Wie bereits erklärt, kommen die 6,6 brutto durch Nebenjobs zustande, und eben nicht ausschließlich durch ihre Haupttätigkeit. Nebenjobs, die auch Zeit kosten, und somit das Argument der besseren WLB gegenüber dem Banker wettmachen.
Ein Banker hat vllt keine Zeit für 3 Nebenjobs, die braucht er aber auch nicht. Mit 29 verdient ein ehrgeiziger Banker locker seine 100k, wenn nicht mehr.

Lounge Gast schrieb:

Was soll das jetzt zur Diskussion beitragen?

Willst Du uns nun folgendes sagen?
"Eigentlich verdienen Ärzte nur dann gut, wenn sie
Nebenjobs haben" oder "ohne Nebenjobs kann sie sich
nichts zu essen kaufen"?

Sie ist 29 (d.h. max seit 3 Jahren im Beruf) und verdient
6,6k. In Brandenburg. Damit ist doch alles gesagt, was die
Ausgangsfrage "Banker oder Arzt" angeht.

Lounge Gast schrieb:

Die Dame hatte übrigens 3 Nebenjobs... nicht jeder ist so
ehrgeizig!

antworten
WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Hallo,

ich habe vor einiger Zeit, als BWLer, selbst in einer top Position (Abteilungsleiter, kein Geschäftsführer) in einem großen Krankenhaus gearbeitet.

Der Medizinertraum ist die Chefarzt Position in einem Krankenhaus. Die Gehälter hängen vom Fachbereich und(!) der wirtschaftlichen Stärke der Abteilung ab. In ?meinem? Krankenhaus gab es bei den Chefärzten alles zwischen ca. 120 K und 320 K (offiziell für 13 Std. pro Woche - tatsächlich deutlich länger im Krankenhaus, da er seine private Praxis behalten wollte und ?Kunden? dadurch gebracht hat).

Die Zeiten ändern sich auch bei den angestellten Ärzten, wirtschaftlicher Druck ist an der Tagesordnung, Rausschmisse wg. 2x Nichteinhaltung von Zielvereinbarungen ebenfalls. und es fliegen auch nich nur die ?liwperformenden? Chefärzte, Oberärzte, etc, sondern auch in Cambridge studierte, weltweit erfahrene Ärzte.

Arzt sein ist auch nicht einfach, insb. handwerklich tätige Ärzte, die Chirurgen haben in Krankenhaus ein verdammt anstrengendes Leben (so eine Bandscheibenop kann auch mal 8 bis 9 Std. dauern). nach der KH Zeit war ich Fondsmanager - auch da hätte ich mit einem, z.B. Unfallchirurgen die Jobs bicht getauscht.

In einem Krankenhaus haben i.d.R. die BWLer die Macht, die Ärzte machen ihren Job, müssen aber echt zahlen liefern ( btw. :-) dort hat jeder n stent bekommen, der bei 3 nicht auf dem Baum war).

Andererseits, auch wenn ecklig, als selbständiger Zahnarzt oder auch Chirurg arbeitet man sich nicht kaputt. Aus der engsten Familie: 2 ZÄ mit 2 sehr gut gehenden Praxen, arbeiteten montags, dienstags, donnerstags von 9-13 und 15-18 uhr, mittwochs, freitags nur vormittags, Verdienst sehr, sehr gut. Hatten Glück und konnten die Praxen als sie Rentner wurden auch sehr gut verkaufen (für Ärzte ist es schwierig geworden die Praxen los zu werden). WL balance übertrifft die meinige bei Weitem.

Fazit: ich finde, dass man beide Berufe nich so ohne weiteres vergleichen kann.

antworten
WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Lounge Gast schrieb:

Hallo,

ich habe vor einiger Zeit, als BWLer, selbst in einer top
Position (Abteilungsleiter, kein Geschäftsführer) in einem
großen Krankenhaus gearbeitet.

Der Medizinertraum ist die Chefarzt Position in einem
Krankenhaus. Die Gehälter hängen vom Fachbereich und(!) der
wirtschaftlichen Stärke der Abteilung ab. In ?meinem?
Krankenhaus gab es bei den Chefärzten alles zwischen ca. 120
K und 320 K (offiziell für 13 Std. pro Woche - tatsächlich
deutlich länger im Krankenhaus, da er seine private Praxis
behalten wollte und ?Kunden? dadurch gebracht hat).

Die Zeiten ändern sich auch bei den angestellten Ärzten,
wirtschaftlicher Druck ist an der Tagesordnung, Rausschmisse
wg. 2x Nichteinhaltung von Zielvereinbarungen ebenfalls. und
es fliegen auch nich nur die ?liwperformenden? Chefärzte,
Oberärzte, etc, sondern auch in Cambridge studierte, weltweit
erfahrene Ärzte.

Arzt sein ist auch nicht einfach, insb. handwerklich tätige
Ärzte, die Chirurgen haben in Krankenhaus ein verdammt
anstrengendes Leben (so eine Bandscheibenop kann auch mal 8
bis 9 Std. dauern). nach der KH Zeit war ich Fondsmanager -
auch da hätte ich mit einem, z.B. Unfallchirurgen die Jobs
bicht getauscht.

In einem Krankenhaus haben i.d.R. die BWLer die Macht, die
Ärzte machen ihren Job, müssen aber echt zahlen liefern (
btw. :-) dort hat jeder n stent bekommen, der bei 3 nicht auf
dem Baum war).

Andererseits, auch wenn ecklig, als selbständiger Zahnarzt
oder auch Chirurg arbeitet man sich nicht kaputt. Aus der
engsten Familie: 2 ZÄ mit 2 sehr gut gehenden Praxen,
arbeiteten montags, dienstags, donnerstags von 9-13 und 15-18
uhr, mittwochs, freitags nur vormittags, Verdienst sehr, sehr
gut. Hatten Glück und konnten die Praxen als sie Rentner
wurden auch sehr gut verkaufen (für Ärzte ist es schwierig
geworden die Praxen los zu werden). WL balance übertrifft die
meinige bei Weitem.

Fazit: ich finde, dass man beide Berufe nich so ohne weiteres
vergleichen kann.

Bitte hau mal raus, wie du es von einem Abteilungsleiter in einem Krankenhaus zum Fondsmanager geschafft hast. Dieser Sprung würde mich doch brennend interessieren. Haben doch eigentlich nichts miteinander zu tun die Stellen?

Abgesehen davon ein sehr guter und realitätsnaher Beitrag. Ich glaube auch, dass man mit einem Medizinstudium im Schnitt schon bessere Erfolgsaussichten hat. Allerdings sollte man sich nicht Vorstellen, dass sowohl das Studium als auch der Beruf des Arztes überhaupt kein Zuckerschlecken sind. So entspannt hat man es als Chirurg tatsächlich nicht.

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WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Ganz einfach: ich komme mir ab und zu wir Homer Simpson vor. Bis jetzt habe ich sehr viel gemacht, sehr unterschiedliche Sachen. Von Selbstständigkeit während des Studiums Ende der 90er (Weiterbildungsunternehmen, hauptsächlich §48 SGB, ESF als auch für private Unternehmen. Verkauf des Unternehmens nach 6 Jahren und dann beim Käufer im Aufsichtsrat), über Angestellter in UB, wieder selbstständig als UB, wieder verkauft, dann KH AL (eigentlich Stabsstellenleiter für Fördermittel),dann Fondsmanager AIF, jetzt baue ich meine dritte eigene Firma, die ich (noch nicht) verkaufen möchte.

Meine größte Schwäche ist gleichzeitig auch eine Stärke: nach ein Paar Jahren, i.d.R. sobald Routine rein kommt, langweile ich mich zu Tode...und das egal ob als Selbstständiger oder Angestellter. Deshalb probiere ich Einiges aus und komme so auch an ungewöhnliche Stellen. Als BWLer kann ich Leute motivieren und mitnehmen, kenne mich in Finanzen einigermaßen gut aus und hervorragend im Fördermittel Bereich aus.

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WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

An den knapp 26-jährigen, der nun 5 Jahre Berufserfahrung hat und im PE "ein Vielfaches des Einstiegsgehaltes eines Arztes verdient":

Hahaha!

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OverFlow

Re: Banker oder Arzt?

http://www.handelsblatt.com/finanzen/banken-versicherungen/verdienst-bei-der-deutschen-bank-nur-noch-300-schaffen-es-ueber-die-millionengrenze/19541014.html

Es sind laut Handelsblatt nur etwas ueber 300 in FFM.

Lounge Gast schrieb:

Wo hast denn den Quatsch her? 750 Gehaltsmillionäre bei der
DB in FFM....
Und nochmal jeweils 500 in LDN, NY, HK?

Allein die Deutsche Bank (!) am Standort Frankfurt
beschäftigt mehr als 750 Gehaltsmillionäre. Das sind
einfach
andere Welten als die 250k eines Chefarztes

antworten
WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Weltweit! Bei 100.000 MA.

OverFlow schrieb:

antworten
WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Lounge Gast schrieb:

An den knapp 26-jährigen, der nun 5 Jahre Berufserfahrung hat
und im PE "ein Vielfaches des Einstiegsgehaltes eines
Arztes verdient":

Hahaha!

Bin zwar nicht der Autor des Beitrags, aber wieso "Hahaha!"? Das gibt es relativ häufig: Bachelor mit 21 inklusive Auslandsaufenthalt, einigermaßen guter Noten und 2-3 Praktika abgeschlossen. Dann gehts ab zur BB im Investment Banking (im besten Fall GS, JPM oder MS). Nach einem oder auch zwei Jahren geht es dann zur Private Equity Bude. Und da kann man mit 5 Jahren Berufserfahrung relativ locker 300 TEUR im Jahr knacken. Und das ist ein Vielfaches des Einstiegsgehalts eines Arztes.
Übrigens ist man im Investmentbanking nach 5 Jahren auch deutlich über 200 TEUR - nur bei schlechteren Arbeitszeiten.

antworten
WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Nee, das bezieht sich nur auf Frankfurt. Und im letzten Jahr waren es noch 750. Dank der "Komplikationen", die die Deutsche Bank hatte sind die Boni dann wohl etwas dürftiger ausgefallen.

OverFlow schrieb:

antworten
WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Du schreibst "Das gibt es relativ häufig" - wie häufig gibt es das denn?

Lounge Gast schrieb:

Lounge Gast schrieb:

An den knapp 26-jährigen, der nun 5 Jahre
Berufserfahrung hat
und im PE "ein Vielfaches des Einstiegsgehaltes eines
Arztes verdient":

Hahaha!

Bin zwar nicht der Autor des Beitrags, aber wieso
"Hahaha!"? Das gibt es relativ häufig: Bachelor mit
21 inklusive Auslandsaufenthalt, einigermaßen guter Noten und
2-3 Praktika abgeschlossen. Dann gehts ab zur BB im
Investment Banking (im besten Fall GS, JPM oder MS). Nach
einem oder auch zwei Jahren geht es dann zur Private Equity
Bude. Und da kann man mit 5 Jahren Berufserfahrung relativ
locker 300 TEUR im Jahr knacken. Und das ist ein Vielfaches
des Einstiegsgehalts eines Arztes.
Übrigens ist man im Investmentbanking nach 5 Jahren auch
deutlich über 200 TEUR - nur bei schlechteren Arbeitszeiten.

antworten
WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Lounge Gast schrieb:

Du schreibst "Das gibt es relativ häufig" - wie
häufig gibt es das denn?

Klar, schaut man sich alle BWL-Studenten an, so dürften nicht mehr als 1-3% ein derartiges Gehalt nach 5 Jahren einstreichen. Allerdings sind BWL-Studenten eine sehr heterogene Gruppe. Da haben sowieso nicht mehr als 15% ein besseres Abitur als 2.0. Da haben viele gar keine Lust mehr als 50 Stunden zu arbeiten. Da haben einige ganz andere Dinge als den späteren Beruf im Kopf.

Ich habe an einer Business School studiert mit einer sehr überschaubaren Jahrgangsgröße. Mindestens 35% sind bei sehr gut bezahlenden Unternehmen gelandet, ca. 10% im Tier 1 Investment Banking. Von meiner "Crew" (5 Jungs) damals mit denen ich den Weg gemeinsam bestritten habe, sind 3 noch im T1 IB, 1 im PE und der letzte hat einen Master in England drangehängt und ist jetzt in einem HF. Bis auf einen sind da mittlerweile alle über 200k all-in. Und von uns ist keiner ein absolut hochbegabter Übermensch. Wenn man sich von Semester 1 an als Ziel setzt, dass es nach dem Abschluss zu GS, JPM oder MS gehen soll, dann ist es absolut machbar:

  • Auslandssemester (eh integriert)
  • Noten (sicherlich viel gelernt, aber unter 2.0 zu kommen war kein Kunststück)
  • Praktika: Big 4 TAS -> T2 M&A -> BB (sah ähnlich bei allen aus)
    Natürlich waren hier und da noch Zusatzleistungen etc. notwendig - aber die wichtigsten Kriterien waren das schon.

Dieses Muster gibt es doch schon sehr häufig. Mit etwas Zielstrebigkeit und Interesse stehen die Chancen da schon sehr gut. So ziemlich jeder, der sich IB als Ziel gesetzt hat, hat es auch geschafft (wenn auch nicht T1).

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WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Bei denen, die sich das zum Ziel setzen gibts das ziemlich häufig, Bro. Gibt halt nur nicht mehr so viele die sich das zum Ziel setzen.

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WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Finde persönlich Banking deutlich ansprechender - da in seiner eigenen Weise etwas abwechslungsreicher. Ist aber individuell sehr unterschiedlich.

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WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

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WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Das Thema ist zwar schon ein wenig älter aber ich gebe einfach mal meinen Senf dazu ab.

Meiner Meinung nach, wenn man auf Kohle aus ist, extrem Zielstrebig ist und sich für das Finanzwesen halbwegs interessiert, sollte man ins Baking. Als Arzt hat man zwar relativ sicher ein sehr gutes Gehalt, allerdings wird es nur sehr schwer in die Höhen der Investmentbanker zu kommen.

Wem es aber mehr um Erfüllung und echtes Ansehen geht, der sollte Arzt werden. Weiter oben wird ja behauptet "Gutes tun" wäre nur ein scheinheiliges Argument für die Medizin und Banker würden echten Mehrwert für die Gesellschaft schaffen. Haha gehts noch?? Ich bin keiner der das Bankensystem grundsätzlich verteufelt, Banken haben schon ihren Sinn und Zweck und halten die Wirtschaft am laufen. Aber das ist doch nicht mit der essenziellen Bedeutung des Arztberufes zu vergleichen. Investmentbanker machen ja ganz tolle Unternehmensfusionen und Wertpapierhandel aber im Grunde schieben die auch nur Zahlen hin und her, machen PowerPoints und besprechen das ganze in Meetings. Da bringt der Arztberuf schon wesentlich mehr Tiefe mit sich.

Naja letzteres ist vielleicht Ansichtssache aber Fakt ist, dass die meisten von uns ohne die Medizin bereits an einer Blinddarmentzündung, Karies oder irgendeiner Infektion verreckt wären. Ich wüsste nicht inwiefern eine Unternehmensfusion mein Leben bisher in irgendeiner Weise verändert hätte.

Nicht falsch verstehen, jeder von uns trägt einen Mehrwert zur Gesellschaft bei, auch BWLer (bin selber einer) aber hört mir bitte auf den Stellenwert eines Investmentbankers über den eines Arztes zu stellen nur weil der ein paar Kröten mehr verdient.

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WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

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WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Arzt, was für eine Frage.
Bin selbst Banker und mein Bereichsleiter Naturwissenschaftler.
Als Arzt kannst du mit ein bisschen Aufbau den Job eines BWLers machen, andersherum nicht.

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WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Für hohes Gehalt auf jeden Fall Banking.
Ich bin von BWL in Medizin gewechselt und wenn ich als BWLer damals so viel gelernt hätte, wie ich jetzt büffeln muss um die Prüfungen zu bestehen, wäre ich wohl noch ein richtiger High-Potential wie er im Buche steht geworden. Medizin ist zwar nicht sehr schwer aber wirklich unglaublich arbeitsintensiv.

Ansonsten ist das so eine "Gras auf er anderen Seite ist grüner" Sache. Arbeit ist Arbeit und auch die viel gehypten "sozialen Berufe" machen nicht per se Spaß. Im Praktikum in der Klinik habe ich mir schon oft gewünscht, mich lieber gemütlich am Schreibtisch mit Excel als mit manchen ätzenden Patienten und Angehörigen zu beschäftigen. Und damals als BWLer war ich gelangweilt und habe von einer spannenderen Tätigkeit geträumt.
Arbeit ist eben kein Zuckerschlecken, auch dann nicht, wenn man eine spürbar sinnvolle Arbeit verrichtet und einen stylischen weißen Kittel trägt.

antworten
WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Ganz einfach..
Wer heute BWL studiert und keine Ambitionen für eine Karriere bei IB/EB/PE/UB und Dax 30) hat, ist ein blutiger Amateur.

Als Banker bist du zwar der böse, abgehobene, geldgierige Kerl in Frankfurt.
Du verdienst aber trotzdem verdammt viel und machst Karriere.

Außerdem sollte man in der heutigen Zeit lieber egoistisch und an sich denken, als anderen Leuten zu helfen.

Über diese Gutmenschen-Gesellschaft kann ich nur lachen.

WiWi Gast schrieb am 05.12.2017:

Für hohes Gehalt auf jeden Fall Banking.
Ich bin von BWL in Medizin gewechselt und wenn ich als BWLer damals so viel gelernt hätte, wie ich jetzt büffeln muss um die Prüfungen zu bestehen, wäre ich wohl noch ein richtiger High-Potential wie er im Buche steht geworden. Medizin ist zwar nicht sehr schwer aber wirklich unglaublich arbeitsintensiv.

Ansonsten ist das so eine "Gras auf er anderen Seite ist grüner" Sache. Arbeit ist Arbeit und auch die viel gehypten "sozialen Berufe" machen nicht per se Spaß. Im Praktikum in der Klinik habe ich mir schon oft gewünscht, mich lieber gemütlich am Schreibtisch mit Excel als mit manchen ätzenden Patienten und Angehörigen zu beschäftigen. Und damals als BWLer war ich gelangweilt und habe von einer spannenderen Tätigkeit geträumt.
Arbeit ist eben kein Zuckerschlecken, auch dann nicht, wenn man eine spürbar sinnvolle Arbeit verrichtet und einen stylischen weißen Kittel trägt.

antworten
WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

WiWi Gast schrieb am 05.12.2017:

Ganz einfach..
Wer heute BWL studiert und keine Ambitionen für eine Karriere bei IB/EB/PE/UB und Dax 30) hat, ist ein blutiger Amateur...

Streichen wir mal den dumm-arroganten Teil weiter unten, ist deine Kernaussage nicht so falsch.
Wer nicht ins IB/UB will sollte nicht BWL/WIWI studieren, sondern eine gescheite Ausbildung machen oder was richtiges studieren. Für alle anderen Jobs die BWLer einnehmen bedarf es keines Studiums. Wenn das mal in den Köpfen ankommen würde, dann wäre BWL auch nicht mehr so belächelt.

antworten
WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Ich studiere selbst Medizin, aufgrund der guten finanziellen Aussichten. Der Großteil der Eltern meiner Kommilitonen sind entweder Ober- und in selten Fällen Chefärzte oder haben eine eigene Praxis. Als Oberarzt verdienst du in gut bezahlten Bereichen, sprich Radiologie, Chirurgie, Anästhesie locker >140k. Die Reingewinne der Niedergelassenen kann man hier nachlesen https://gehaltsreporter.de/gehaelter-von-a-bis-z/aerzte/Arzt.html.
Meiner Meinung nach momentan finanziell gesehen sehr attraktiv, wenn man einen Studienplatz bekommt. Klar, wenn man zu den besten BWL Absolventen mit Auslandsaufenthalten und Praktika gehört, kann man mehr verdienen. Aber so einfach gehört man da auch nicht dazu.

antworten
WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

des Geldes

WiWi Gast schrieb am 31.03.2017:

Nachtrag: ausserdem klingst du jetzt schon eher wie ein Arzt als wie ein Banker... die machen das alles nur wegen dem Geld und nicht wegen Leidenschaft

antworten
WiWi Gast

Re: Banker oder Arzt?

Äh, sollten alle Oberärzte nicht unabhängig vom Fach gleich viel verdienen (Dienste mal außen vor gelassen)?

WiWi Gast schrieb am 06.12.2017:

Ich studiere selbst Medizin, aufgrund der guten finanziellen Aussichten. Der Großteil der Eltern meiner Kommilitonen sind entweder Ober- und in selten Fällen Chefärzte oder haben eine eigene Praxis. Als Oberarzt verdienst du in gut bezahlten Bereichen, sprich Radiologie, Chirurgie, Anästhesie locker >140k. Die Reingewinne der Niedergelassenen kann man hier nachlesen https://gehaltsreporter.de/gehaelter-von-a-bis-z/aerzte/Arzt.html.
Meiner Meinung nach momentan finanziell gesehen sehr attraktiv, wenn man einen Studienplatz bekommt. Klar, wenn man zu den besten BWL Absolventen mit Auslandsaufenthalten und Praktika gehört, kann man mehr verdienen. Aber so einfach gehört man da auch nicht dazu.

antworten
OverFlow

Re: Banker oder Arzt?

Also würdest du einem einem in Buxtehude angestellten Arzt das selbe zahlen wie in München?!

WiWi Gast schrieb am 07.12.2017:

Äh, sollten alle Oberärzte nicht unabhängig vom Fach gleich viel verdienen (Dienste mal außen vor gelassen)?

WiWi Gast schrieb am 06.12.2017:

Ich studiere selbst Medizin, aufgrund der guten finanziellen Aussichten. Der Großteil der Eltern meiner Kommilitonen sind entweder Ober- und in selten Fällen Chefärzte oder haben eine eigene Praxis. Als Oberarzt verdienst du in gut bezahlten Bereichen, sprich Radiologie, Chirurgie, Anästhesie locker >140k. Die Reingewinne der Niedergelassenen kann man hier nachlesen https://gehaltsreporter.de/gehaelter-von-a-bis-z/aerzte/Arzt.html.
Meiner Meinung nach momentan finanziell gesehen sehr attraktiv, wenn man einen Studienplatz bekommt. Klar, wenn man zu den besten BWL Absolventen mit Auslandsaufenthalten und Praktika gehört, kann man mehr verdienen. Aber so einfach gehört man da auch nicht dazu.

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Bestbezahlte Berufe 2018 sind Ärzte und WiWi-Berufe

Bulle, Boerse, Aktien, Frankfurt

Wirtschaftswissenschaftler dominieren in 2018 die Top 10 Liste der Berufe mit den höchsten Spitzengehälter. Die Topverdiener aus den WiWi-Berufen arbeiten dabei vor allem in der Finanzbranche. Das Einkommen im Bereich M&A beträgt etwa 100.000 Euro jährlich. Ein Fondsmanager ohne Personalverantwortung verdient knapp 84.000 Euro. Das Gehalt als Wertpapierhändler liegt bei 65.000 Euro, wie eine Auswertung der bestbezahlten Berufen 2018 von Gehalt.de zeigt.

Wichtige Branchen für Wirtschaftswissenschaftler

Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsingenieurwesen: Absolventen mit Abschlüssen in einem wirtschaftswissenschaftlichen Studienfach stehen fast alle Branche in Deutschland offen, um den Berufseinstieg zu schaffen. Einige Branchen in Deutschland sind dabei umsatzstärker als andere oder haben bessere Renditen. Es bieten sich zahlreiche Berufsfelder und Jobs an, die es zu entdecken gilt.

Trend-Berufe 2017: Diese Jobs bieten beste Karrierechancen

Das Gesicht einer Frau, die durch ein Rollo schaut.

Der Lehrermangel greift weiter um sich: Nach wie vor werden Lehrer in den Naturwissenschaften gesucht. Aber auch die Digitalisierung und Automatisierung schafft neue Berufe, wie eSports-Manager und Robotik-Ingenieure. Das Karriereportal Gehalt.de hat die neuen Trend-Berufe 2017 benannt und aus knapp 2.500 Vergütungsangaben die entsprechenden Gehälter dazu ermittelt.

Berufe für Wirtschaftswissenschaftler 1: Marketing, Vertrieb, Personal, IT

Eine Frau mit einem Lapptop sitzt an einem großen Tisch mit mehreren Stühlen in einem Büro.

Studienberufe sind in der Marketingbranche beliebter denn je. Wer außergewöhnlich gut ist, kann vielfältige Aufgaben übernehmen und das Unternehmen oder seine Marken positiv aufladen. Der beste Einstieg gelingt oft über Trainee-Stellen. Dagegen werden junge Akademiker im Bereich Vertrieb und Verkauf häufig für den Direkteinstieg gesucht. Im Zuge des demografischen Wandels und der Digitalisierung ist gleichermaßen das Personalwesen gefragt. Um die richtigen Antworten auf den kommenden Fachkräftemangel zu finden, sind Human Resource Manager erwünscht, die das Unternehmen kurz-, mittel- und langfristig strategisch unterstützen.

Berufe für Wirtschaftswissenschaftler 3: Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung, Öffentlicher Dienst, Kammern, Verbände

Ein blaues Schild mit der Aufschrift Steuerberatung und einem Muster mit grünen und weißen Punkten.

Der Weg zum Steuerberater (StB) ist schwer aber die Berufsaussichten sind glänzend. Steuerberater sind in Deutschland gefragt und werden mit einem entsprechend guten Gehalt entlohnt. Noch exklusiver ist die Berufsgruppe der Wirtschaftsprüfer (WP), von denen es nur rund 14.000 Personen in Deutschland gibt. Vor allem im Bereich der Unternehmensberatung gibt es aktuell einige Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, die Ausschau nach jungen Talenten halten und mit attraktiven Gehältern locken. Im Gegensatz zum Beruf der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer finden Absolventen im Öffentlichen Dienst, in Kammern und Verbänden geregelte Arbeitszeiten und eine ausgezeichnete Work-Life-Balance.

Berufe für Wirtschaftswissenschaftler 2: Finance, Controlling, Einkauf, Banken, Logistik, Versicherungen

Die Finanzmetropole Frankfurt.

Als Fach- und Führungskräfte im Finanz- und Rechnungswesen sowie Controlling können Absolventen der Wirtschaftswissenschaften in viele Branchen eintauchen. In so ziemlich jedem Unternehmen werden Finanzexperten benötigt. Bei Banken und Versicherungen ist der Einstieg als Trainee für Hochschulabsolventen gängig. Auch im Einkauf, in der Logistik und in der Materialwirtschaft sind Wirtschaftswissenschaftler gefragt, die analytisches und logisches Denken mit sich bringen. In allen Branchen ist eins sicher: attraktive Gehälter und gute Aufstiegschancen.

Aktuare: Digitalisierung verändert Berufsbild

Aktuar: DAV-Gehaltsbarometer 2017

Die Internationalisierung des Versicherungswesens sowie die Digitalisierung und Automatisierung der gesamten Wirtschaft verändern das Berufsbild der Aktuare in Deutschland. Diese beiden Mega-Trends eröffnen den Versicherungs- und Finanzmathematikern jedoch auch ein immer breiteres Betätigungsspektrum. Das sind einige zentrale Ergebnisse des „DAV-Gehaltsbarometer 2017“ der Deutschen Aktuarvereinigung e.V. (DAV) und der Deloitte Consulting GmbH.

Digitalisierung bedroht die meisten Berufe nur bedingt

Auf einem Computerbildschirm ist ein Hirschkopfsymbol zu sehen.

Computer können die Menschen nicht vom Arbeitsmarkt verdrängen. Gerade einmal 0,4 Prozent der Arbeitnehmer arbeiten in Jobs, die von der fortschreitenden Digitalisierung bedroht sind. Dazu gehören vor allem Berufe im Bereich der industriellen Produktion. Soziale und kulturelle Jobs sind dagegen selten durch Computer ersetzbar, wie eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt.

»Das Job-Lexikon« - Wegweiser für Berufswahl und Berufseinstieg

Job-Lexikon für die Berufswahl und den Berufseinstieg

Das kostenlose Job-Lexikon vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales informiert zu Jobsuche und Berufswahl. Es umfasst vom Arbeitsvertrag bis zum Vorstellungsgespräch knapp 200 Themen und bietet zudem einen Überblick weiterer Publikationen zu Ausbildung, Job und Berufswahl.

Ausbildungsberufe: Kauffrau für Bürokommunikation bei Frauen auf Rang 1

Eine Asiatin sitzt lächelnd am Computer.

Kaufmann/Kauffrau für Bürokommunikation war im Jahr 2014 nach Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel der zweithäufigste Ausbildungsberuf von Jugendlichen, die einen Ausbildungsvertrag abgeschlossen. Bei den Frauen lag die Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement mit einem Anteil von 10,3 Prozent sogar auf Rang eins.

Insolvenzverwalter werden: Diese Qualifikationen und Voraussetzungen sind notwendig

Insolvenz-Schriftzug aus kleinen Bausteinen auf grauem Untergrund.

Der Beruf des Insolvenzverwalters ist sehr vielschichtig und erfordert weit mehr, als ein gutes Abitur und Studium. Um Insolvenzverwalter zu werden, ist ein Studium z.B. im Bereich Jura oder Insolvenzrecht aber die Basis.

Statistik: BIBB-Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2015

Ein Werbeschild zum Thema Bildung.

Der Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2015 wird zum siebten Mal vom Bundesinstitut für Berufsbildung herausgegeben. Er enthält Informationen und Analysen zur beruflichen Aus- und Weiterbildung, gibt einen Überblick über Programme des Bundes und der Länder zur Förderung der Berufsausbildung und informiert über internationale Indikatoren und Benchmarks.

Das Berufsbild des Interim-Managers

Ein Interim-Manager schließt seinen Anzug um zum nächsten zeitlich befristeten Einsatz aufzubrechen.

Die beruflichen Perspektiven für Absolventen eines Wirtschaftsstudiums sind vielfältig. Schließlich werden Wirtschaftswissenschaftler in jedem Bereich benötigt - von der Pharmabranche bis zum Kulturbetrieb. Auch die Entwicklungsmöglichkeiten sind nicht zu verachten, denn mit einem Wirtschaftsstudium lässt sich, sobald genug Berufserfahrung gesammelt ist, auch die Unternehmensführung anstreben. Ein relativ neues und attraktives Berufsbild ist das des Interim-Managers: eine Führungskraft auf Zeit.

Berufliches Spektrum von Frauen und Männern wenig verändert

Eine junge Frau auf der Mitte einer Treppe blickt in die Ferne.

Die Mehrzahl aller Berufe wird entweder überwiegend von Frauen oder von Männern ausgeübt. Rund 60 Prozent aller in Westdeutschland beschäftigten Frauen arbeiten in Frauenberufen, Männer sogar zu zwei Dritteln in Männerberufen. Das geht aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hervor.

Statistik: BIBB-Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2014

BIBB-Datenreport Berufsbildungsbericht 2012

Der Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2014 wird zum sechsten Mal vom Bundesinstitut für Berufsbildung herausgegeben. Er enthält Informationen und Analysen zur beruflichen Aus- und Weiterbildung, gibt einen Überblick über Programme des Bundes und der Länder zur Förderung der Berufsausbildung und informiert über internationale Indikatoren und Benchmarks.

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