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Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

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Manticore

Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

Hi ihr,

mein erster Beitrag hier und evtl. nicht ganz typisch, da ich KEIN Akademiker bin und auch nicht vorhabe einer zu werden. Jedoch verspreche ich mir von dem Publikum ein gewisses Know-How und eine gewisse Expertise, wenn ich das mal so nennen darf.

Nun zu mir:

26 Jahre alt, männlich, habe nach meinem Fachabi für Technik von 2008 bis 2012 eine Lehre als Industriemechaniker gemacht und auch erfolgreich abgeschlossen. Danach 2 Semester Luft- und Raumfahrttechnik studiert, gemerkt, das das nix ist und eine neue Lehre angefangen. Vorher habe ich 1 Jahr die "Höhere Handelsschule für Hochschulzugangsberechtigte" besucht. Während dessen war ich 4 Wochen auf Auslandspraktikum in Finnland.

Die Lehre zum Industriekaufmann werde ich ca. im Mai 2017 abschließen. Zwischenprüfung war mit 79% ganz ok, Berufsschulschnitt liegt bei 2,3.

Nun stellt sich die Frage, wie denn meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind, auch im Hinblick auf ein Unternehmen, was NICHT in die technische Richtung geht. Während der Ausbildung engagiere ich mich auch teils in Projekten. Z.B. habe ich in 2014 den Messestand mitgeplant, war beim ÖKOPROFIT-Projekt beteiligt, war 2 mal auf Workshops zum Thema "Lean Administration", betreue quase alleine unsere FB-Seite, bin für die englische Übersetzung von Artikeltexten verantwortlich, habe 3 Wochen die Versandabteilung alleine übernommen, engagiere mich im Moment im Marketing-Team, wobei das noch in den Kinderschuhen steckt.... ihr seht also, das ich da schon auch einige Interessen mehr habe.

Weiterhin macht mir der Beruf wesentlich mehr Spaß als damals der Industriemechaniker. Der Beruf lag mir nämlich so gar nicht! Nun gehe ich aber überwiegend gut gelaunt zur Arbeit, da das eben das ist, was ich gerne mache bzw. wo ich auch hinstrebe (Sachbearbeiter ohne größere Ambitionen auf Abteilungs- oder Gruppenleiterposten)

Bei einem Gespräch heute sagt man mir, das ich ja als Berufseinsteiger keine wirklichen Ansprüche stellen könnte und zu nehmen hätte "was ich kriege und die Schnauze zu halten hätte, da der Arbeitsmarkt das einfach nicht her gibt."

Naja, ob ich das so stehen lassen will weiß ich noch nicht. Mir graut es halt vor einem Posten im Vertriebsaußendienst, da ich denke, das das absolut nicht das Richtige für mich ist, wenn ich den ganzen Tag im Auto unterwegs bin und Kunden besuche. Vertriebsinnendienst schon eher, aber auch sämtliche anderen Abteilungen, die es in einem Betrieb so gibt (Einkauf, Arbeitsvorbereitung, Personal (das interessiert mich besonders),Buchhaltung, Marketing...)

Zumal hat man ja als ADM auch keine so wirklich planbare Freizeit. Ein bisschen Planung brauche ich da aber schon, weil ich momentan Klavierunterricht nehme (und das auch die nächsten paar Jahre so durchziehen will, weil es einfach geil ist) und auch sonst musikalisch recht aktiv bin. All das wäre im AD ja nicht mehr so wirklich möglich.

Würdet ihr der Aussage so zustimmen oder haltet ihr das für Humbug?

Ich denke auch nicht, das meine Wunschvorstellungen so exorbitant sind zum Berufseinstieg (Sachbearbeiter mit Einstiegsgehalt nach gültigem Tarifvertrag...den hat meine jetzige Firma nämlich nicht)

Dann: Wie steht es mit Weiterbildung? Ist man auf dem Arbeitsmarkt als Industriekaufmann was wert, wenn man NICHT unbedingt einen staatl. gepr. Betriebswirt hat? Oder irgendeine IHK-Fortbildung? Ich weiß, das Fortbildung wichtig ist und würde mich auch nicht sträuben mal mehrtägige Seminare oder Kurse zu besuchen.

Ich seh gerade, das ist ganz schön viel Text, aber es sind auch einige Sorgen, die mich umtreiben, da ich ja mit fast 27 auch mal den Sprung ins Erwerbsleben schaffen möchte, meine Hobbys beibehalten möchte und unterm Strich einfach nur ein möglichst erfülltes Leben haben will.

LG und vielen Dank im Voraus für eure Antworten
Manti

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WiWi Gast

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

Ich kann dir nicht sagen, wie gefragt du als Industriekaufmann wirklich bist. So weit ich weiß, gibt es viele Industriekaufleute am Markt und es kommt darauf an, was für Kenntnisse du hast. Einfache Bürokräfte mit 08/15 Kenntnissen haben es wahrscheinlich eher schwer auf dem Arbeitsmarkt.

Am Anfang brauchst du halt Glück, eine Einstiegsposition in einem bestimmten Bereich zu finden. Und die müssen dich natürlich auch dauerhaft beschäftigen wollen und ernsthaft einarbeiten wollen. Am Anfang ist es wohl wirklich oft Zufall, in welchen Bereich man kommt. Es kommt halt darauf an, wo der Bedarf beim Arbeitgeber liegt.

Eine Weiterbildung z. B. zum Personalkaufmann oder Bilanzbuchhalter macht schon sehr viel Sinn. Ganz ohne schulische Kenntnisse geht es halt nicht. Und ohne so ein Zeugnis können Arbeitgeber schwer einschätzen, was deine Kenntnisse wirklich sind.

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Manticore

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

Also leg ich meine Ambitionen was das Hobby angeht wohl doch besser auf Eis?

Oder suche mir nen anderen Job, wo ich gefragter bin. :(

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WiWi Gast

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

Sorry aber wer in einen Außendienst Job glaubt nicht ein paar Klavierstunden integrieren zu können was soll das erst werden wenn irgendetwas komplexers geplant werden muss...

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WiWi Gast

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

Du musst dich halt bewerben und das Beste hoffen. Vielleicht findest du ja wirklich was. Betriebsaußendienst ist sowieso Typsache. Ich denke nicht, dass man das einfach so aus Verlegenheit machen kann.

Ich sehe nicht, wo du dich sonst noch bewerben könntest als Industriekaufmann außer im kaufmännischen Bereich. Der ist ziemlich überlaufen. Mehr gefragt sind technische und IT-Berufe.

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WiWi Gast

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

So ein Schwachsinn....

Wenn du aus einer strukturschwachen Region kommst, dann kann es unter Umständen schwierig werden. Musst eben pendeln.

Komme aus Oberbayern - bin Industriekfm. und verdiene im 2. Jahr nach der Ausbildung rund 40k im Vertriebsinnendienst.

Meine ehem. Klassenkameraden auch alle ähnlich - arbeitslos ist keiner! Teilweise habe ich Freunde die als Ind.Kfm. im Controlling auch auf Ihre 45K kommen. Und das ganz ohne Fortbildung etc. Und zwar beim Mittelstand.
Und Jobangebote hat jeder von uns genug.

Zum Vertriebsaussendienst:

  • Industrie und Großhandel haben eigentlich immer in etwa fixe Arbeitszeiten. Ausser Versicherungs- & Personalvertrieb fällt mir auch sonst niemand ein im Außendienst der keine regelmäßigen Hobbys mehr wahrnehmen kann. Aber du willst ja auch nicht in Richtung Klinkenputzen.
    Lass dich von deinem Chef nicht verunsichern und Verkauf dich ja nicht unter Wert. Ein Blick in die Stellenanzeigen wird dir da mit Sicherheit auch weiterhelfen.
    Aber Fakt ist auch, du musst dich definitiv auf einen Bereich spezialisieren - Vertrieb, Controlling, Buchhaltung, Personal, (Marketing) und dort Erfahrung sammeln. Aber das sollte klar sein, dass jemand der alles mal gesehen hat aber nichts davon wirklich kann es schwer haben wird!
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WiWi Gast

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

Ahja - der Oberbayer nochmal.

Außerdem bin ich erst 22....

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WiWi Gast

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

Ich denke nicht, dass du einen Posten im Vertriebsaußendienst bekommen wirst. Die Industriekaufmänner die ich kenne, sind meist im Einkauf, als Assitenzen der Vertriebsaußendienstler oder im Export gelandet. Sind dann eben wie du gesagt hast Sacharbeiter und haben Ihren Tarifvertrag. Keine Ahung ehrlich gesagt was man als IK im Jahr bekommt, 30.000? Brutto?

Als Weiterbildung würde ich dir den Betriebswirt empfehlen. Da musst halt ordentlich Zeit und evtl. auch dein eigenes Geld aufwenden, falls dein Arbeitgeber dich nicht unterstützt, aber da kommst dann in die Gehaltsregionen 40-50.000? Brutto und verbesserst deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt deutlich. (Meiner Meinung nach)

Ansonsten wie mein Vorredner gesagt hat z. B. Personalreferent und dann als Personaler arbeiten, das geht auch.

Was deine Ausbildung als IK Wert ist und wie die Chancen sind ist schwer zu sagen, aber wenn man auf den einschlägigen Jobbörsen schaut, werden immer IKs gesucht, allerdings auch immer mit Berufserfahrung. Von daher ist es vll. echt ein wenig Glück, wo du später landen wirst bzw. wo du Chancen auf dem Arbeitsmarkt hast.

Hoffe mein "Gelaber" hilft ein wenig :)

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WiWi Gast

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

Dir muss halt bewusst sein, dass du absolut ersetzbar bist. 27 und noch in der zweiten Ausbildung ohne entsprechende Fachkenntnisse, ich kenne deutlich jüngere Leute die mit mehr Skills nichts als Industriekaufmann gefunden haben und jetzt zwangsweise studieren.

Ich weiß leider auch nicht im Detail was ein Industriekaufmann können muss, würde dir aber folgendes empfehlen: schaue dir Stellenausschreibungen zu deinen Wunschpositionen an und versuche die dort verlangten Skills abzudecken. Dies kann eine entsprechende Weiterbildung, das Beherrschen der englischen oder anderer Sprachen oder bestimmte IT Kenntnisse sein (u.v.m). Das ganze dann noch zertifizieren lassen und du bist schlagartig deutlich interessanter für deine Wunschpositionen.

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Manticore

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

Gut, das eine Weiterbildung sein muss, habe ich nun verstanden. Und das ich absolut ersetzbar bin lässt man mich in meiner jetzigen Firma schon spüren.

Meine Stärken im Hinblick auf Sprachen sind halt verhandlungssicheres Englisch, ansonsten spreche ich keine Sprache fließend.

Außerdem wohne ich leider noch zuhause, weil es sich bisher auch finanziell nicht ergeben hat, das ich ausziehe...da war vorher einfach kein Geld für da.

Viele meiner jüngeren Klassenkameraden sagen mir auch,das ich es enorm schwer haben werde da ich kaum Qualifikationen vorzuweisen habe und sie der Meinung sind, das meine sozialen Fähigkeiten nicht wirklich ausgeprägt sind.

Ich weiß auch nicht, ob man Aachen als strukturschwache Region ansehen kann.

Die Überlegung ist ja schon da, das ich evtl. wieder als Industriemechaniker arbeite,aber da hab ich ja zumindest dem Arbeitsamt gegenüber auf Berufsunfähigkeit gemacht und bin auch sonst häufig der Meinung, das ich mit dem Industriekaufmann voll in die Scheiße gegriffen habe.

Was soll ich also tun? Ich habe schon überlegt, eine Ausbildung als techn. Produktdesigner zu machen, aber da hatte ich immer Angst, das mir das räuml. Vorstellungsvermögen fehlt.

Meine Wunschpositionen wären Einkauf, Personal, ggf. Marketing. Ist die Frage, ob ich nicht evtl. mit einem Fachkaufmann besser beraten wäre, aber der pendelt sich ja "nur" auf Meisterebene ein.

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Manticore

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

Ja, ich hab sogar mittlerweile überhaupt keine Lust mehr auf den Job, wenn ich sehe, was da alles gefordert wird... das, so denke ich, kann ich allein auf Grund meiner Depressionen schon nicht leisten.

Heißt also, ich hab mal wieder daneben gegriffen und mir den falschen Beruf ausgesucht, mit dem ich garantiert nach der Lehre in der Arbeitslosigkeit landen werde, da ich auch nie gelernt habe für mich zu werben und andere von mir zu überzeugen.

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Manticore

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

Es hatte wohl doch schon was zu bedeuten, dass ich erst bei über 100 Bewerbungen ne Zusage für die Ausbildung bekommen habe...

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WiWi Gast

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

Das ist ein wichtiger Punkt!

Meine Frau bekam damals nach der Ausbildung für 24k / Jahr, hat dann durch Zufall eine Stelle in einem IGM Unternehmen bekommen und kommt nun auf recht ordentliche 65k (allerdings mit Weiterbildung zur Personalfachkauffrau).

Lounge Gast schrieb:

Am Anfang brauchst du halt Glück, eine Einstiegsposition in
einem bestimmten Bereich zu finden.

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WiWi Gast

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

Wow wow wow, komm mal wieder runter von deinem Selbstmitleid-Trip. Das hat noch keinem geholfen.

Du hast keineswegs in die scheisse gegriffen, das was hier gepostet wird, sind eher Ratschläge dafür, wie du dich attraktiver und somit auch wertvoller machst, damit du später evtl. mal mehr Geld verdienst.

Mit deiner Ausbildung bekommst du unter Garantie einen Arbeitsplatz, vll erstmal einen 08/15 Job auf den du Aufbauen kannst, aber da sist heutzutgage ja schon eher gang und gebe
. Des Weiteren hast du durch deine Industriemechaniker Ausbildung Ahnung von Drehen, Fräsen usw. was z. B. gut ist, wenn du dich für den technischen Einkauf in einem Metallbetrieb oder Ähnliches begeistern kannst. Da ist es natürlich gern gesehen, dass man weiß, was ein Drehteil usw. ist.

Du musst dich einfach gut verkaufen und mit Internetrecherche, einem Spiegel und ein paar Freunden die dir helfen, bekommst du das auch noch gebacken.

Also Kopf hoch, du machst eine solide Ausbildung, hast Kenntnisse die deine Klassenkameraden nicht haben und bringt dir in manchen Bereichen, auch Vorteile. Lass dir nicht so einen Mist in Kopf setzen!

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WiWi Gast

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

Ein Industriekaufmann steht in direkter Konkurrenz zu einem WiWi Bachelor. Das Niveau ist auch ähnlich, wobei die Praxis bei dem einen den umfangreicheren Stoff beim anderen ausgleicht.

Das wird langsam deutlich und in Zukunft noch deutlicher. Der Bachelor war auch immer dazu gedacht, Berufe wie die kaufmännischen zu ersetzen.

Beide werden über kurz oder lang ähnlich bezahlt werden. Es gibt Industriekaufleute die verdienen 60k (Tarifunternehmen, natürlich nicht mehr so jung) und es gibt Bachelors, die jubeln, wenn sie mit 22k den Einstieg geschafft haben.

Für dich sollte gelten: Setzt dich in einem Unternehmen fest und gewinne Berufserfahrung, denn die wird in Zukunft das entscheidende Kriterium sein, da der Markt mit WiWi-Bachelors/kaufmännischen Ausbildung überschwemmt wird, die Stellen aber weniger werden (Digitalisierung!).

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WiWi Gast

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

Was eigentlich ein Witz ist. Sind wir mal ehrlich...für wie viele dieser Stellen ist denn ein Studium wirklich notwendig.

Da schlägt das tolle Bachelor / Master System schön zu. Hauptsache jeder studiert. Aber gut, anderes Thema...

Lounge Gast schrieb:

Das wird langsam deutlich und in Zukunft noch deutlicher. Der
Bachelor war auch immer dazu gedacht, Berufe wie die
kaufmännischen zu ersetzen.

antworten
Manticore

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

Gut, aber da in einen ordentlichen Betrieb rein zu kommen wird schon schwer genug, wenn ich sehe wie viele Betriebe Berufserfahrung voraussetzen.

Irgendwie hatte ich ja gedacht das meine Chancen besser stehen, aber dem ist wohl doch nicht so.

Jetzt weiß ich, warum ein mir bekannter Ausbilder sagt "Industriekaufmann etc. ist Müll, da es da zu viele von gibt. Setze lieber auf eine technische Ausbildung, denn nur die hat Zukunft!"

Ist vllt. etwas überspitzt, aber ich denke, es trifft den Kern der Sache ganz gut.

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WiWi Gast

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

So Depri wie du bist, solltest dir vll erstmal Hilfe holen, denn mit der Einstellung wird das tatsächlich nichts!

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Manticore

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

In Behandlung bin ich schon, aber ob der aktuellen Arbeitsmarktperspektive fällt es mir halt schwer optimistisch zu sein.

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WiWi Gast

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

Ich weiß gar nicht was du hast, ich kenne keinen einzigen in meinem kompletten Bekanntenkreis der arbeitslos ist und mit IK hast du nicht die schlechteste Wahl getroffen. Ich kann gar nicht nachvollziehen, wie man so Depri sein kann. Sei froh, dass du nicht Frisör bist, da hast nämlich die Arschkarte. Da kannst froh sein, wenn du mit 1000? netto heim kommst.

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WiWi Gast

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

Wieso ist das ein Witz? Bereits zur Jahrtausendwende wurde festgelegt, dass der Bachelor die Ausbildung ersetzen soll. Deswegen auch diese gigantische Niveau-Absenkung bei Abitur und Studium.

Im Übrigen hat das Vorgehen längst gegriffen. Heute sieht es bei den heute 21jährigen so aus:

  • Studium ca. 60%
  • Lehre: ca. 30%
  • Sonstiges oder nicht ausbildungsfähig: 10%

Der Umwandlungsprozess ist im vollen Gange. Den Industriekaufmann gibt es irgendwann nicht mehr. Auf den Posten sind dann, wie angedacht, Bachelors. Wart nur mal ab, bis die Überganggsfrist bis 2023 vorbei ist.

Lounge Gast schrieb:

Was eigentlich ein Witz ist. Sind wir mal ehrlich...für wie
viele dieser Stellen ist denn ein Studium wirklich notwendig.

Da schlägt das tolle Bachelor / Master System schön zu.
Hauptsache jeder studiert. Aber gut, anderes Thema...

Lounge Gast schrieb:

Das wird langsam deutlich und in Zukunft noch
deutlicher. Der
Bachelor war auch immer dazu gedacht, Berufe wie die
kaufmännischen zu ersetzen.

antworten
Manticore

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

Das heißt, Leute wie ich werden irgendwann schlicht überflüssig und in volkswirtschaftlichem Sinne zur Ballastexistenz verkommen?

Ich kenne halt genug Industriekaufleute, die sich schwer getan haben nen Job zu finden, von daher...

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WiWi Gast

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

Hm...genau das habe ich doch gesagt, dass eben gefühlt jeder studiert für Jobs, für die auch locker eine Ausbildung reichen würde.

Anscheinend benötigt man ja Dinge wie Fourier-Analysis oder Taylorentwicklung für Tätigkeiten wie Auftragserfassung, Zeitkorrekuren oder Angebotserstellungen...

Lounge Gast schrieb:

Wieso ist das ein Witz? Bereits zur Jahrtausendwende wurde
festgelegt, dass der Bachelor die Ausbildung ersetzen soll.
Deswegen auch diese gigantische Niveau-Absenkung bei Abitur
und Studium.

Im Übrigen hat das Vorgehen längst gegriffen. Heute sieht es
bei den heute 21jährigen so aus:

  • Studium ca. 60%
  • Lehre: ca. 30%
  • Sonstiges oder nicht ausbildungsfähig: 10%

Der Umwandlungsprozess ist im vollen Gange. Den
Industriekaufmann gibt es irgendwann nicht mehr. Auf den
Posten sind dann, wie angedacht, Bachelors. Wart nur mal ab,
bis die Überganggsfrist bis 2023 vorbei ist.

Lounge Gast schrieb:

Was eigentlich ein Witz ist. Sind wir mal ehrlich...für
wie
viele dieser Stellen ist denn ein Studium wirklich
notwendig.

Da schlägt das tolle Bachelor / Master System schön zu.
Hauptsache jeder studiert. Aber gut, anderes Thema...

Lounge Gast schrieb:

Das wird langsam deutlich und in Zukunft noch
deutlicher. Der
Bachelor war auch immer dazu gedacht, Berufe wie die
kaufmännischen zu ersetzen.

antworten
WiWi Gast

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

So richtig gesagt hast du das nicht ;)

Die Industrie und die Politik wollten unbedingt das Studium für alle und haben es geschaffen. Realistisch betrachtet ist ein Bachelor inhaltlich nicht viel mehr als früher eine Ausbildung. Heute sind natürlich auch die Ausbildungen entschlackt.

Lounge Gast schrieb:

Hm...genau das habe ich doch gesagt, dass eben gefühlt jeder
studiert für Jobs, für die auch locker eine Ausbildung
reichen würde.

Anscheinend benötigt man ja Dinge wie Fourier-Analysis oder
Taylorentwicklung für Tätigkeiten wie Auftragserfassung,
Zeitkorrekuren oder Angebotserstellungen...

Lounge Gast schrieb:

Wieso ist das ein Witz? Bereits zur Jahrtausendwende wurde
festgelegt, dass der Bachelor die Ausbildung ersetzen
soll.
Deswegen auch diese gigantische Niveau-Absenkung bei
Abitur
und Studium.

Im Übrigen hat das Vorgehen längst gegriffen. Heute
sieht es
bei den heute 21jährigen so aus:

  • Studium ca. 60%
  • Lehre: ca. 30%
  • Sonstiges oder nicht ausbildungsfähig: 10%

Der Umwandlungsprozess ist im vollen Gange. Den
Industriekaufmann gibt es irgendwann nicht mehr. Auf den
Posten sind dann, wie angedacht, Bachelors. Wart nur mal
ab,
bis die Überganggsfrist bis 2023 vorbei ist.

Lounge Gast schrieb:

Was eigentlich ein Witz ist. Sind wir mal
ehrlich...für
wie
viele dieser Stellen ist denn ein Studium wirklich
notwendig.

Da schlägt das tolle Bachelor / Master System schön
zu.
Hauptsache jeder studiert. Aber gut, anderes Thema...

Lounge Gast schrieb:

Das wird langsam deutlich und in Zukunft noch
deutlicher. Der
Bachelor war auch immer dazu gedacht, Berufe
wie die
kaufmännischen zu ersetzen.

antworten
WiWi Gast

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

Du hast eine technische+kaufmännische Ausbildung. So schlecht ist das nicht. Du musst dich nur entsprechend verkaufen können.
Der Vorschlag mit technischen Einkauf ist gut. Mein ehemaliger Chef war auch IK und hat sich auf Vertrieb spezialisiert. Ist darüber dann Bereichsleiter geworden.
Fakt ist: du musst dich spezialisieren!

Von Personal und klassischen Marketing halte ich garnix.
Versuch aus der technischen Ausbildung einen Mehrwert zu generieren. Mach den Betriebswirt und spezialisiere dich dort in Richtung Technik. Damit hast du wesentlich höhere Chancen und wirst einem Akademiker ohne BE eher vorgezogen.

antworten
WiWi Gast

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

Da hat er leider recht, wir steuern auf eine Überakademisierung zu, von daher werden die Bachelors die in 5-10 Jahre Ihren Abschluss in der Tasche haben, sich stellenweise auch mit schlechteren Gehältern zufrieden geben müssen...

Ist ja bswp. jetzt schon bei Architekten, die als Bauzeichner angestellt sind, weil die Nachfrage einfach viel zu gering ist.

antworten
WiWi Gast

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

Bevor ich jetzt Zeit in eine Umstellung gesteckt hätte, hätte ich lieber einen Bachelor gemacht auch wenn der vll 1 Jahr länger dauert aber in den nächsten 5 Jahren wird es so viele BWL Bachelor geben die in direkter Konkurenz bei besser Ausbildung stehen das allgemein das Angebotsniveau in dem Bereich zurückgeht.

antworten
Manticore

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

Naja, ich wusste schnell, das ein Studium nicht das Richtige für mich ist, deswegen habe ich es gelassen.

Ich versuche mir ja nun auch Tür und Tor offen zu halten für Unternehmen, die eben nicht unbedingt technisch ausgerichtet sind, denn warum soll ich da nicht auch unterkommen können?

Technischer Einkauf, Arbeitsvorbereitung etc. klingt definitiv nicht verkehrt, aber wenn ich mich da etwas breiter aufstelle ist das ja auch nicht verkehrt.

antworten
WiWi Gast

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

Wenn man sich die Entwicklung des Anteils derer ansieht, die in einem Jahrgang studieren, dann kommt die große Welle der Absolventen in den Jahren 2017 bis 2022. Jetzt sind ja erst die auf dem Markt als "nur" ca. 48% eines Jahrganges studiert haben.

So ab 2017 ff. werden dann fast 60% eines Jahrganges ein "Studium" abgeschlossen haben.

Bis zu der Erkenntnis wird es allerdings dauern und solange klagen alle über einen angeblichen "Fachkräftemangel". In Wirklichkeit gibt es aber keinen Mangel, sondern nur eine politisch-gewollte Umverteilung durch falsche Anreize.

Lounge Gast schrieb:

Da hat er leider recht, wir steuern auf eine
Überakademisierung zu, von daher werden die Bachelors die in
5-10 Jahre Ihren Abschluss in der Tasche haben, sich
stellenweise auch mit schlechteren Gehältern zufrieden geben
müssen...

Ist ja bswp. jetzt schon bei Architekten, die als Bauzeichner
angestellt sind, weil die Nachfrage einfach viel zu gering ist.

antworten
Manticore

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

Richtig, Fachkräftemangel ist in meinen Augen eine Lüge, um all jene, die weniger privilegiert sind zu motivieren, doch evtl. eine Ausbildung zu machen und so zumindest ein paar Jahre in die Rentenkasse einzuzahlen.

antworten
Manticore

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

Habt ihr denn vllt. Tips für mich, wie ich meine Stärken herausstellen kann?

Abgesehen von dem technischen Fachwissen wüsste ich nicht, wie ich meine Stärken gegenüber jüngeren und besser ausgebildeten Mitbewerbern hervorheben kann. Teilweise kenne ich noch nicht mal meine Stärken...so doof das auch klingt.

antworten
WiWi Gast

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

Fachkräfte sind Absolventen mit Berufserfahrung und beruflich ausgebildete Kräfte wie Handwerker. Ein reiner Absolvent ist keine Fachkraft, eigentlich kann er nichts. Gilt für Ärzte, Ingenieure, BWL u.s.w.

Manticore schrieb:

Richtig, Fachkräftemangel ist in meinen Augen eine Lüge, um
all jene, die weniger privilegiert sind zu motivieren, doch
evtl. eine Ausbildung zu machen und so zumindest ein paar
Jahre in die Rentenkasse einzuzahlen.

antworten
WiWi Gast

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

Der Fachkräftemangel entsteht doch gerade erst dadurch, dass man Abitur und Studium jedem nachwirft, für den früher nach der mittleren Reife Schluss gewesen wäre. Die jungen Leute strömen ins Studium und es bleiben keine guten Kandidaten für die Ausbildung übrig. Am Ende finden die Studenten mit ihrem "Easy-Studium" keine Stelle und die Industrie hat wirklich einen Fachkräftemangel.

Manticore schrieb:

Richtig, Fachkräftemangel ist in meinen Augen eine Lüge, um
all jene, die weniger privilegiert sind zu motivieren, doch
evtl. eine Ausbildung zu machen und so zumindest ein paar
Jahre in die Rentenkasse einzuzahlen.

antworten
WiWi Gast

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

  • Ein reiner Absolvent hat laut aktuellen Studien ca. 36% der Fähigkeiten eines Absolventen von 2010.

  • In einer kaufmännischen Ausbildung hatte man 2010 ca. 29% der theoretischen Fähigkeiten eines Studiums. Durch Fortbildungen konnte man innerhalb von 5 Jahren auf ca. 51% erhöhen.

  • Heute sind es 62%, obwohl auch das Niveau der Ausbildung gesenkt wurde und die Praxis dabei nicht berücksichtigt wurde. Durch Fortbildungen in den ersten 5 Jahren kann man heute auf 87% kommen.

Das heißt letztendlich, dass ein einfaches Bachelorstudium gegenüber der Ausbildung keinen Mehrwert mehr hat, wenn man die praktische Erfahrung miteinbezieht und unterstellt, dass sich der Azubi in den ersten 5 Jahren fortbildet.

Lounge Gast schrieb:

Fachkräfte sind Absolventen mit Berufserfahrung und beruflich
ausgebildete Kräfte wie Handwerker. Ein reiner Absolvent ist
keine Fachkraft, eigentlich kann er nichts. Gilt für Ärzte,
Ingenieure, BWL u.s.w.

Manticore schrieb:

Richtig, Fachkräftemangel ist in meinen Augen eine Lüge,
um
all jene, die weniger privilegiert sind zu motivieren,
doch
evtl. eine Ausbildung zu machen und so zumindest ein paar
Jahre in die Rentenkasse einzuzahlen.

antworten
Manticore

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

Gut, aber dann wäre es am Arbeitsmarkt gelegen, den jungen, angehenden Fachkräften mal eine Chance zu geben.

Aber klar, mit jemandem, der noch grün hinter den Ohren ist lässt sich nicht so schnell Umsatz machen wie mit jmd., der eben schon ein paar Jahre auf dem Kerbholz hat...schöne neue Welt.

antworten
WiWi Gast

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

Wir er bald machen, da keine Lehrlinge mehr nachkommen werden, wenn 60% studieren.

Nur haben die jungen, angehenden Fachkräfte noch nicht verstanden, dass sie die früher bezahlte Lehre inzwischen auf eigene Kosten finanzieren und für die Stellen gedacht sind, für die man vorher eine Lehre gebraucht hat.

Manticore schrieb:

Gut, aber dann wäre es am Arbeitsmarkt gelegen, den jungen,
angehenden Fachkräften mal eine Chance zu geben.

Aber klar, mit jemandem, der noch grün hinter den Ohren ist
lässt sich nicht so schnell Umsatz machen wie mit jmd., der
eben schon ein paar Jahre auf dem Kerbholz hat...schöne neue
Welt.

antworten
WiWi Gast

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

Liegt daran, dass beiden Seiten noch das richtige Bewusstsein fehlt:

  • Die Wirtschaft jammert, weil die Generation Bachelor so schlecht ausgebildet und unreif wäre

  • Die Absolventen jammern, weil sie keine "hochqualifizierten" Stellen bekommen

Beide scheinen irgendwie vergessen zu haben, dass der Bachelor das duale Ausbildungssystem ersetzen soll und sonst nichts. Denke aber, das sind nur Übergangsschwierigkeiten.

Manticore schrieb:

Gut, aber dann wäre es am Arbeitsmarkt gelegen, den jungen,
angehenden Fachkräften mal eine Chance zu geben.

Aber klar, mit jemandem, der noch grün hinter den Ohren ist
lässt sich nicht so schnell Umsatz machen wie mit jmd., der
eben schon ein paar Jahre auf dem Kerbholz hat...schöne neue
Welt.

antworten
Manticore

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

Woher stammt denn die Info, dass der Bachelor das duale Ausbildungssystem ersetzen soll? Das kann ich mir irgendwie nicht so richtig vorstellen... man kann doch nicht sämtliche Lehrberufe durch ein Studium ersetzen wollen?

antworten
Manticore

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

Da frag ich mich auch manchmal, ob es den ganzen Aufwand mit Beenden der Ausbildung und anschl. Fortbildung noch wert ist, wenn meine Chancen doch eher mittelmäßig sind.

Ich habe gerade echt Probleme mich noch selbst zu motivieren das Ganze durch zu ziehen.

antworten
WiWi Gast

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

Nein, jeden Lehrberuf kann man nicht durch ein Bachelor-Studium ersetzen. Bei vielen Berufen (vor allem auch kaufmännischen) war das duale System aber schon immer eine Kuriosität aus Deutschland. Schulisches Wissen im Stress und Leistungsdruck des Berufsalltags "nebenbei" zu vermitteln, funktioniert einfach nicht.

Dass duale Ausbildungen in Büroberufen keine Akzeptanz finden, sieht man ja. Es ist ja nicht so, dass man den Leuten verbieten würde, eine solche Ausbildung zu machen. Duale Ausbildungen werden einfach von Firmen weniger angeboten und Schüler entscheiden sich von sich aus häufiger für ein Studium. Duale Kräfte werden in der Tendenz schlechter bezahlt, bekommen weniger anspruchsvolle Aufgaben. Nur eine Weiterbildung ändert das. Aber die ist auch nichts anderes, als ein Nachholen für ein bestimmtes Berufsbild relevanter Module aus dem Studium - quasi ein nachträgliches Kurzstudium.

Angebot und Nachfrage haben, seit man BWL in Deutschland überhaupt studieren kann, dazu geführt, dass die duale Ausbildung langsam vom Studium verdrängt wird. Seit der Einführung des Bachelors geht es sehr schnell, da die Ausbildung den letzten Vorteil, dass man früher fertig wird, verloren hat.

antworten
Manticore

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

Das heißt: Mittelfristig wird die Ausbildung in kfm. Berufen zur Arbeitslosigkeit führen, da das duale System hier einfach nicht vernünftig funktioniert und nicht genug Wissen vermittelt werden kann?

Haltet ihr es denn für besser, wenn ich zu meiner Erstausbildung zurück kehre? Gut, da müsste ich mir die Praxiserfahrung wieder holen, aber bevor ich nachher arbeitslos bleibe und meinen ganzen geilen Bachelor-Klassenkameraden nur noch Kaffee und Kuchen an den Tisch bringe... dann klopp ich am WE lieber Nachtschicht an meiner CNC.

antworten
WiWi Gast

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

  1. Die ursprüngliche Idee findet sich im Vertrag von Lissabon (1999/2000). Teil-Ableitungen in Bologna

  2. Nein, nicht sämtliche Lehrberufe. Ich denke nicht, dass das Handwerk mit seinen Kammern sich aus dem Weg räumen lassen wird. Im kaufmännischen Bereich oder auch in der Pflege ist die Umwandlung aber schon weit fortgeschritten.

Manticore schrieb:

Woher stammt denn die Info, dass der Bachelor das duale
Ausbildungssystem ersetzen soll? Das kann ich mir irgendwie
nicht so richtig vorstellen... man kann doch nicht sämtliche
Lehrberufe durch ein Studium ersetzen wollen?

antworten
WiWi Gast

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

Wir sind in einer Übergangsphase, in dem Teile des dualen Systems umgestellt werden. Da ist überhaupt nicht klar, was im Moment wie viel Wert ist. Das gibt sich aber in ein paar Jahren. Grundsätzlich solltest du aber eines bedenken: Ne Ausbildung macht man in einem Unternehmen. Den Bachelor in der Regel außerhalb.

Manticore schrieb:

Da frag ich mich auch manchmal, ob es den ganzen Aufwand mit
Beenden der Ausbildung und anschl. Fortbildung noch wert ist,
wenn meine Chancen doch eher mittelmäßig sind.

Ich habe gerade echt Probleme mich noch selbst zu motivieren
das Ganze durch zu ziehen.

antworten
WiWi Gast

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

In den USA versucht man alles mit Bachelorn abzudecken..

Lounge Gast schrieb:

Nein, jeden Lehrberuf kann man nicht durch ein
Bachelor-Studium ersetzen. Bei vielen Berufen (vor allem auch
kaufmännischen) war das duale System aber schon immer eine
Kuriosität aus Deutschland. Schulisches Wissen im Stress und
Leistungsdruck des Berufsalltags "nebenbei" zu
vermitteln, funktioniert einfach nicht.

Dass duale Ausbildungen in Büroberufen keine Akzeptanz
finden, sieht man ja. Es ist ja nicht so, dass man den Leuten
verbieten würde, eine solche Ausbildung zu machen. Duale
Ausbildungen werden einfach von Firmen weniger angeboten und
Schüler entscheiden sich von sich aus häufiger für ein
Studium. Duale Kräfte werden in der Tendenz schlechter
bezahlt, bekommen weniger anspruchsvolle Aufgaben. Nur eine
Weiterbildung ändert das. Aber die ist auch nichts anderes,
als ein Nachholen für ein bestimmtes Berufsbild relevanter
Module aus dem Studium - quasi ein nachträgliches Kurzstudium.

Angebot und Nachfrage haben, seit man BWL in Deutschland
überhaupt studieren kann, dazu geführt, dass die duale
Ausbildung langsam vom Studium verdrängt wird. Seit der
Einführung des Bachelors geht es sehr schnell, da die
Ausbildung den letzten Vorteil, dass man früher fertig wird,
verloren hat.

antworten
WiWi Gast

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

Ich kann deiner Aussage nicht wirklich zustimmen. Deutschland ist eine wirtschaftliche Weltmacht. Auch dank des brillanten Ausbildungssystems.

Die Umstrukturierung ist ein EU-Ding, das dem guten deutschen System aufgezwungen wurde. Es funktioniert hinten und vorne nicht und produziert einen künstlichen Fachkräftemangel, den es ohne die Vereinfachungen bei Abitur und Studium nie gegeben hätte.

Letztendlich ist der Bachelor nicht viel mehr als eine bessere theoretische Ausbildung ohne Praxis. Der zentrale Unterschied ist, dass die "Studenten" ihre "Lehre" jetzt selbst bezahlen ;)

Lounge Gast schrieb:

Nein, jeden Lehrberuf kann man nicht durch ein
Bachelor-Studium ersetzen. Bei vielen Berufen (vor allem auch
kaufmännischen) war das duale System aber schon immer eine
Kuriosität aus Deutschland. Schulisches Wissen im Stress und
Leistungsdruck des Berufsalltags "nebenbei" zu
vermitteln, funktioniert einfach nicht.

Dass duale Ausbildungen in Büroberufen keine Akzeptanz
finden, sieht man ja. Es ist ja nicht so, dass man den Leuten
verbieten würde, eine solche Ausbildung zu machen. Duale
Ausbildungen werden einfach von Firmen weniger angeboten und
Schüler entscheiden sich von sich aus häufiger für ein
Studium. Duale Kräfte werden in der Tendenz schlechter
bezahlt, bekommen weniger anspruchsvolle Aufgaben. Nur eine
Weiterbildung ändert das. Aber die ist auch nichts anderes,
als ein Nachholen für ein bestimmtes Berufsbild relevanter
Module aus dem Studium - quasi ein nachträgliches Kurzstudium.

Angebot und Nachfrage haben, seit man BWL in Deutschland
überhaupt studieren kann, dazu geführt, dass die duale
Ausbildung langsam vom Studium verdrängt wird. Seit der
Einführung des Bachelors geht es sehr schnell, da die
Ausbildung den letzten Vorteil, dass man früher fertig wird,
verloren hat.

antworten
WiWi Gast

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

Verstehe deine Aussage nicht so ganz. Wenn du eine kaufmännische Ausbildung machst, dann doch bei einer Firma, oder? Da wirst du dann übernommen, bekommst Berufserfahrung und bildest dich fort.

Als Bachelor giltst du bei vielen nicht als "richtige" Akademiker. Viele Firmen nehmen für hochqualifizierte Stelle nur Master und wissen gar nichts mit uns anzufangen.

Das mit dem Studieren klingt erst einmal toll, wenn du dann suchen musst, ist es für viele nicht mehr witzig. Ich z.B. habe einen ganz normalen Wiwi-Bachelor mit guter Note. Suche jetzt schon ca. 1 Jahr. Auch bei normalen Bürojobs. Scheitere immer wieder an der Berufserfahrung und weil die Arbeitgeber überhaupt nicht einschätzen können, was ich kann und was nicht. Ehrlicherweise, weiß ich das ja selbst nicht mal..

Manticore schrieb:

Das heißt: Mittelfristig wird die Ausbildung in kfm. Berufen
zur Arbeitslosigkeit führen, da das duale System hier einfach
nicht vernünftig funktioniert und nicht genug Wissen
vermittelt werden kann?

Haltet ihr es denn für besser, wenn ich zu meiner
Erstausbildung zurück kehre? Gut, da müsste ich mir die
Praxiserfahrung wieder holen, aber bevor ich nachher
arbeitslos bleibe und meinen ganzen geilen
Bachelor-Klassenkameraden nur noch Kaffee und Kuchen an den
Tisch bringe... dann klopp ich am WE lieber Nachtschicht an
meiner CNC.

antworten
WiWi Gast

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

Wieso funktioniert das duale System nicht? Die Lehrlinge werden doch übernommen. Probleme bekommen eher die Bachelors, die nicht unterkommen.

Manticore schrieb:

Das heißt: Mittelfristig wird die Ausbildung in kfm. Berufen
zur Arbeitslosigkeit führen, da das duale System hier einfach
nicht vernünftig funktioniert und nicht genug Wissen
vermittelt werden kann?

Haltet ihr es denn für besser, wenn ich zu meiner
Erstausbildung zurück kehre? Gut, da müsste ich mir die
Praxiserfahrung wieder holen, aber bevor ich nachher
arbeitslos bleibe und meinen ganzen geilen
Bachelor-Klassenkameraden nur noch Kaffee und Kuchen an den
Tisch bringe... dann klopp ich am WE lieber Nachtschicht an
meiner CNC.

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Manticore

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

Heißt also, ich werde auf verlorenem Posten stehen und in der Arbeitslosigkeit landen, da ich einfach zu viel geile Konkurrenz habe?

antworten
Manticore

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

Kannst du mir denn mal Stellen im Vertrag von Lissabon bzw. Bologna nennen, wo ich sowas finden kann?

antworten
WiWi Gast

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

Du brauchst eine Spezialisierung auf einen Bereich und dann eine Weiterbildung. Nur mit dualer Ausbildung wirst du langfristignicht genug Geld verdienen können. Das Problem ist heutzutage nicht mehr eine hohe Arbeitslosigkeit, sondern schlecht bezahlten, unsichere Jobs.

antworten
Manticore

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

Das ist mir klar.

Mir schwebt ja Technischer Einkauf bzw. Personal vor. Also ist es vllt. nicht ratsam, wenn ich direkt nach der Ausbildung den Betriebswirt mache? Bei uns an der Schule gibt es nämlich nur 2 Spezialisierungen, wobei Logistik ja zu Technischem Einkauf passen könnte.

antworten
WiWi Gast

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

Es ist besser, wenn du dir direct die aktuellen "BOLOGNA PROCESS IMPLEMENTATION REPORTS" ansiehst.

Beispiel: http://eacea.ec.europa.eu/education/eurydice/documents/thematic_reports/182EN.pdf

Dort siehst du die ursprünglichen Zielvorgaben für eine zu erreichende Akademikerquote (völlig egal welchen Sinn die macht) und die tatsächlich erreichte.

Der Report ist natürlich so um die 300 Seiten lang, aber wenn es dich wirklich interessiert, findest du da alles bestätigt, was hier behauptet wurde:

Die EU will eine Akademisierung auf Kosten des alten Systems und ohne Rücksicht auf die Qualität der Akademisierung. Es geht rein um planwirtschaftliche Erfüllung, nicht um Sinn.

Manticore schrieb:

Kannst du mir denn mal Stellen im Vertrag von Lissabon bzw.
Bologna nennen, wo ich sowas finden kann?

antworten
WiWi Gast

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

Habt ihr alle ganz prima gemacht, der Beitrag eines unsicheren Industriekaufmannes mit leichten Depressionen, in eine Diskussionsrunde über die duale Ausbildung und den Wert eines Bachelors umfunktioniert. Macht doch euer eigenes Topic auf und beantwortet lieber die Fragen von Manticore, anstatt ihm noch mehr Angst zu machen!

@Manticore mach deinen IK fertig und spezialisiere dich einfach weiter, z. B. eben technischer Einkauf und sammel Berufserfahrung. Wenn du deinen Job gut machst, brauchst du dir wegen Arbeitslosigkeit keine Sorgen machen.

antworten
WiWi Gast

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

Sehe ich nicht so. Der TE will eine realistische Abschätzung. Die hat er bekommen.

Der Tenor ist und bleibt halt nun einmal, dass die Zeiten unsicher sind. Dass wir eine Übergangsphase haben.

Kein Mensch weiß, was sich genau morgen durchsetzen wird, aber man kann ihm doch sagen, wie es geplant ist.

Von mir daher ein fettes Daumen hoch!

Lounge Gast schrieb:

Habt ihr alle ganz prima gemacht, der Beitrag eines
unsicheren Industriekaufmannes mit leichten Depressionen, in
eine Diskussionsrunde über die duale Ausbildung und den Wert
eines Bachelors umfunktioniert. Macht doch euer eigenes Topic
auf und beantwortet lieber die Fragen von Manticore, anstatt
ihm noch mehr Angst zu machen!

@Manticore mach deinen IK fertig und spezialisiere dich
einfach weiter, z. B. eben technischer Einkauf und sammel
Berufserfahrung. Wenn du deinen Job gut machst, brauchst du
dir wegen Arbeitslosigkeit keine Sorgen machen.

antworten
WiWi Gast

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

Gut kann man so sehen. Wenn der TE jetzt besser weiß, was er machen möchte ist ihm ja geholfen worden...

antworten
WiWi Gast

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

Es ist doch klar, dass sich das Bachelor-Studium als Eingangsvoraussetzung für Büroberufe durchsetzen wird. Diese langfristige Entwicklung wird sich bestimmt nicht plötzlich umkehren.

Für den Fragesteller ist die langfristige Entwicklung aber auch egal. Er hat eine der besseren kaufmännischen Ausbildungen absolviert und muss nun den Einstieg schaffen und sich in den nächsten paar Jahren spezialisieren und eine Weiterbildung machen. Später ist es dann völlig egal, ob er per Ausbildung oder Studium eingestiegen ist. Den Arbeitgeber interessiert das später nicht.

Die Betriebe suchen in Wirklichkeit in den seltensten Fällen gebildete Leute, sondern bevorzugen Abiturienten und Hochschulabsolventen nur deshalb, weil diese ein Stück älter und reifer sind und in der Tendenz weniger schulische Lücken haben.

antworten
WiWi Gast

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

Dann macht der TE nebenberuflich noch einen Bachelor in "International Mgmt.", "Business Administration" etc. und ist dann auch ein ganz toller ´Akademiker´ + Berufserfahrung.

antworten
WiWi Gast

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

Na ja, die These ist schon unhaltbar, denn immerhin funktioniert das duale System seit Jahren und jemanden für ein Lehrgeld selbst einlernen ist wesentlich billiger, als jemanden für ein volles Gehalt ohne Praxiserfahrung zum funktionieren zu bringen.

Der Punkt ist ganz einfach, dass heute im Jahrgang 1996 gut und gerne 60% studieren und 10% für eine gute Ausbildung untauglich sind. Bleiben also 30% für alle Lehrberufe.

Wenn wir also ehrlich sind, liegt es nicht daran, dass die Ausbildung nicht gut genug wäre. Sondern, es liegt daran, dass die tauglichen Leute lieber auf niedrigstem Niveau studieren, weil sie sich davon mehr versprechen, auch wenn sie am Ende nur das gleiche bekommen.

Da ich keine mehr für die Lehre bekomme, muss ich die Bachelors nehmen.
Lounge Gast schrieb:

Es ist doch klar, dass sich das Bachelor-Studium als
Eingangsvoraussetzung für Büroberufe durchsetzen wird. Diese
langfristige Entwicklung wird sich bestimmt nicht plötzlich
umkehren.

Für den Fragesteller ist die langfristige Entwicklung aber
auch egal. Er hat eine der besseren kaufmännischen
Ausbildungen absolviert und muss nun den Einstieg schaffen
und sich in den nächsten paar Jahren spezialisieren und eine
Weiterbildung machen. Später ist es dann völlig egal, ob er
per Ausbildung oder Studium eingestiegen ist. Den Arbeitgeber
interessiert das später nicht.

Die Betriebe suchen in Wirklichkeit in den seltensten Fällen
gebildete Leute, sondern bevorzugen Abiturienten und
Hochschulabsolventen nur deshalb, weil diese ein Stück älter
und reifer sind und in der Tendenz weniger schulische Lücken
haben.

antworten
WiWi Gast

Re: Industriekaufmann: Jobaussichten und Chancen als Berufseinsteiger

WiWi Gast schrieb am 11.08.2016:

So ein Schwachsinn....

Wenn du aus einer strukturschwachen Region kommst, dann kann es unter Umständen schwierig werden. Musst eben pendeln.

Komme aus Oberbayern - bin Industriekfm. und verdiene im 2. Jahr nach der Ausbildung rund 40k im Vertriebsinnendienst.

Meine ehem. Klassenkameraden auch alle ähnlich - arbeitslos ist keiner! Teilweise habe ich Freunde die als Ind.Kfm. im Controlling auch auf Ihre 45K kommen. Und das ganz ohne Fortbildung etc. Und zwar beim Mittelstand.
Und Jobangebote hat jeder von uns genug.

Zum Vertriebsaussendienst:

  • Industrie und Großhandel haben eigentlich immer in etwa fixe Arbeitszeiten. Ausser Versicherungs- & Personalvertrieb fällt mir auch sonst niemand ein im Außendienst der keine regelmäßigen Hobbys mehr wahrnehmen kann. Aber du willst ja auch nicht in Richtung Klinkenputzen.
    Lass dich von deinem Chef nicht verunsichern und Verkauf dich ja nicht unter Wert. Ein Blick in die Stellenanzeigen wird dir da mit Sicherheit auch weiterhelfen.
    Aber Fakt ist auch, du musst dich definitiv auf einen Bereich spezialisieren - Vertrieb, Controlling, Buchhaltung, Personal, (Marketing) und dort Erfahrung sammeln. Aber das sollte klar sein, dass jemand der alles mal gesehen hat aber nichts davon wirklich kann es schwer haben wird!

Darf ich fragen bei welcher Firma du bist?

antworten

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