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Leidenschaft im Beruf

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

Habt ihr eine Leidenschaft und ist diese auch euer Beruf? Oder weshalb habt ihr euch für den Beruf entschieden, den ihr ausübt?

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

Ich mochte als Kind Lego und Fischer Technik, hatte eine Begabung in Mathematik und Physik, wurde auch deshalb Dipl.-Ing. Maschinenbau und arbeite heute in der Produktion eines der größten Automobilherstellers der Welt.

Ich könnte unzufriedener sein, was die Arbeit betrifft...

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SnisniBrisni

Leidenschaft im Beruf

Je nach Studienrichtung würde ich mir eine Branche aussuchen, die du für sinnvoll erachtest. Als IT'ler in einer Versicherung verkauft man halt seine Seele, wohingegen man bei der Polizei etwas gutes tut (Überwachung á la BND mal ausgenommen).

Man muss nicht unbedingt sein Hobby studieren, denn dann verliert man es (weil es zum Beruf wird). Leidenschaften habe ich viele, bin aber zu schlecht darin, um damit Geld zu verdienen. Ist aber nicht schlimm, denn so bleibt es ein schönes Hobby.

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

Habe bereits als 11 jähriger mit dem Programmieren begonnen und erste Tools damals für 10 DM verkauft.

Ich habe später dann Wirtschaftsinformatik studiert und bin seit knapp 10 Jahren im Beruf - inzwischen als Senior Software Architekt unterwegs (in einer IT Beratung).

Die Leidenschaft, das Brennen hat aber schon deutlich nachgelassen. Ich würde sagen schon nach 3-4 Jahren Job nahm das nach und nach ab. Irgendwann ist es einfach nicht mehr so spannend. Außerdem wird man mit den Dingen der realen Unternehmenswelt konfrontiert: Personalvorgesetzte, die einen nicht fördern, vielleicht sogar behindern, Beförderungen und Gehaltserhöhungen mehr nach Nasenfaktor, gesehen wird, wer am lautesten brüllt, schwierigere Kollegen, echt miese Aufgaben in Projekten etc.

Alles in allem bin ich aber mit der Arbeit zufrieden und muss mich nicht wie viele meiner Freunde, morgens aus dem Bett zur Arbeit quälen. Diese leben dann nur auf den Freitag hin oder versuchen sich möglichst von der Arbeit abzulenken.
Phasenweise ziehe ich mich auch ins Private zurück, wenn die Luft etwas raus ist, aber dann gibt es auch wieder Topics, die mich richtig begeistern.

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

bin Controller und habe dabei null Leidenschaft. Ich sehe Arbeit als Mittel zum Zweck. Also quasi tausche Lebenszeit für Geld.

Diesen bullshit von HR von wegen Spaß bei der Arbeit etc. empfinde ich als total unnötig. Hier lügen sich die Mädels selbst was vor.

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

Die Leute, die keine Leidenschaft für ihren Beruf empfinden und sich morgens aus dem Bett quälen müssen, sind auch die, die jetzt für mehr als 2 Tage Homeoffice die Woche plädieren.

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 30.09.2021:

bin Controller und habe dabei null Leidenschaft. Ich sehe Arbeit als Mittel zum Zweck. Also quasi tausche Lebenszeit für Geld.

Diesen bullshit von HR von wegen Spaß bei der Arbeit etc. empfinde ich als total unnötig. Hier lügen sich die Mädels selbst was vor.

Na ja, aber so wie du schreibst, scheinst du zumindest Spaß daran zu haben, Dinge ordentlich abzuarbeiten, zu sortieren, aufzuräumen, abzurechnen usw.. Diese leicht autistische Pfennigfuchsermentalität kann man im Controlling gut gebrauchen und ist ja auch eine Art Talent bzw. Leidenschaft.

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 30.09.2021:

bin Controller und habe dabei null Leidenschaft. Ich sehe Arbeit als Mittel zum Zweck. Also quasi tausche Lebenszeit für Geld.

Diesen bullshit von HR von wegen Spaß bei der Arbeit etc. empfinde ich als total unnötig. Hier lügen sich die Mädels selbst was vor.

Dito. Ich arbeite fürs Geld und nur fürs Geld. Wenn mir Firma xy morgen mehr Gehalt bieten würde wäre ich direkt weg.

Nicht falsch verstehen, bin sehr zufrieden mit meinem Job, gute (flexible) Arbeitszeiten, nette Kollegen, anspruchsvolles internationales Umfeld etc... aber Leidenschaft? Definitiv nicht.

Leidenschaft sehe ich bei Leuten wie Elon Musk oder Jeff Bezos, aber in solche Sphären komme ich sowieso nicht mehr, daher hole ich raus was geht und genieße meine begrenzte Zeit auf unserem kleinen Planeten.

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

Leidenschaft und Beruf ... oh Graus, hab Mega - Baustellen im Job, lang gänzlich draußen, viele Stellenwechsel, Ü50, es fehlt die Passion, die Leidenschaft, der Traum, das Ziel, die Freude, die erwartete Freude im Job, der Lebenstraum.

qualifiziert ja, hab mehrere Berufe (die man nebeneinander und in Kombination ausüben könnte, ich verfremde das mal mit Approbation als Arzt und Apotheker gleichzeitg oder als Dr. med. einer Allgemeinpraxis und als Dr. med. Dent Zahnarzt gleichzeitig), doch begeistere ich mich nicht und nutze die Kombinationen der Berufe nicht.

ich mache etwas mit vollem Einsatz und Begeisterung oder gar nicht, laufe Marathon mit einer Bestzeit von schneller als 3 Std, aber auch da ist der Schwung weg, ich kann mit oberflächlichen Menschen und mit allgemeinem nichtssagenden Geschwätz ("Small talk") nichts anfangen, ebenso mit stupiden Alltagsarbeiten, die als (im Beispiel Arzt, Apotheker oder Zahnarzt) den größten Teil des Alltags ausmachen ?

Das Gebot der Wirtschaftlichkeit führt dazu, dass man abstumpft ... Um beim Apotheker zu bleiben: Es kommt drauf an, dass man effektiv verkauft, nicht dass man gesund wird. Um beim Arzt zu bleiben: Das System zwingt den Arzt, den Patienten irgendwie aus der Praxis zu bekommen, ohne ein für alle mal dafür zu sorgen, dass die Sachverhalte eliminiert werden, wegen denen die Patienten überhaupt krank werden.

In meinen Berufen heißt das "Es ist schwarzer Dreck da, aber tief hinschauen ist nicht gewünscht: Man streiche auf den Schwarzen Dreck etwas weiße Farbe, dann wieder etwas mehr, ist der Dreck dann etwas heller, und wenn man den schwarzen Dreck nicht mehr direkt sieht, ist alles gut, denn alles übrige interessiert einen nicht mehr, daran, dass man die Dinge zu Ende denkt, ist niemand interessiert."

Jemand der die Dinge gern zu Ende denkt respektive die Kohlen aus dem Feuer holt hat keine Freude an den Berufen, die darauf angelegt sind, die Kohlen aus dem Feuer zu holen, aber in denen das System die im Beruf tätigen Personen gerade verleitet, etwas hinzupfuschen, damit die Angelegenheit (vordergründig) erledigt ist.

Und nun ? Leidenschaft heißt irgendwie "Windhundprinzip." Es ist wie beim Hunderennen, sieht man die Beute (= das Ziel bzw. die berufliche Leidenschaft) dann setzt man sich ein und hechelt der Beute hinterher. Sieht man kein Ziel, so bleibt man an der Startlinie stehen.

Der Beruf den ich ausübe ... hmm ... ich wollte ihn nutzen mit dem Kontakt zu interessanten Menschen, doch findet man zu oft nur Kontakt zu Allerweltsmenschen. Die Firmen, die Kontakt zu interessanten Menschen haben, nehmen sich keine gescheiterten Personen wie mich und eigentlich wollte ich immer in Leitungs- und Führungsfunktionen tätig sein; ich könnte das auch durch die Eröffnung einer eigenen Firma, doch habe ich erlebt, wie groß der Streß ist, den ich dann habe - vor allem weil vieles nur Kontakt mit "langweiligen" Allerweltsmenschen im Umgang mit Allerweltsproblemen.

Tja, und so leide ich, Fehlentscheidungen sind da, und was mich am meisten stört ist diese Mentalität "Erfolg sucht Erfolg." Kommt es immer nur auf den Erfolg an ? In Kliniken gibt es ein Hauen und Stechen, jeder gegen jeden, doch bleibt offen, wie das zu einer seelisch gesunden Arbeitswelt führen soll. Die Suche nach den Leuten mit Potenzial und gescheiterten Lebensläufen führt mit Sicherheit zu einem angenehmeren Betriebsklima, denn wer gelitten hat, läßt andere nicht leiden, trägt zu einer guten Kollegialität und zu einem Erfolg im Team bei. Aber soweit ist die Suche nach Leuten in unserer Welt nicht.

Es heißt immer: Hast Erfolg ? Dann ist alles gut, aber wir nehmen den mit Erfolg; hast keinen Erfolg, heißt das "Du taugst nichts" auch wenn die vielen Absagen auf Bewerbungen zu oft den Satz enthalten "dies soll kein Zweifel an Ihrer Qualifikation sein."

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

Geht mir genauso! Am Besten auch immer durch das Wort “Karriere” irgendwas suggerieren, obwohl es in der Regel nur stumpfe Arbeit ist.

WiWi Gast schrieb am 30.09.2021:

bin Controller und habe dabei null Leidenschaft. Ich sehe Arbeit als Mittel zum Zweck. Also quasi tausche Lebenszeit für Geld.

Diesen bullshit von HR von wegen Spaß bei der Arbeit etc. empfinde ich als total unnötig. Hier lügen sich die Mädels selbst was vor.

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

Ziemlich gut beschrieben - vor allem das Beraterbusiness sowie anonyme Konzerne.

WiWi Gast schrieb am 30.09.2021:

In meinen Berufen heißt das "Es ist schwarzer Dreck da, aber tief hinschauen ist nicht gewünscht: Man streiche auf den Schwarzen Dreck etwas weiße Farbe, dann wieder etwas mehr, ist der Dreck dann etwas heller, und wenn man den schwarzen Dreck nicht mehr direkt sieht, ist alles gut, denn alles übrige interessiert einen nicht mehr, daran, dass man die Dinge zu Ende denkt, ist niemand interessiert."

Jemand der die Dinge gern zu Ende denkt respektive die Kohlen aus dem Feuer holt hat keine Freude an den Berufen, die darauf angelegt sind, die Kohlen aus dem Feuer zu holen, aber in denen das System die im Beruf tätigen Personen gerade verleitet, etwas hinzupfuschen, damit die Angelegenheit (vordergründig) erledigt ist.

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

Habe früher gerne geschrieben und fotografiert. Habe nebst dem Studium auch in diesen Bereichen gearbeitet und bin nun im Online Marketing gelandet, was schon weniger Spass macht als Journalist/Fotograf. Disruption eben...

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

Ich wollte immer was mit Luftfahrt machen, wäre fast Fluglotse geworden aber leider medizinisch untauglich. Jetzt bin ich im Einkauf und die Arbeit macht mir schon Spaß, aber ich brenne auf keinen Fall dafür.

Ich glaube, sowas ist außerhalb von selbstständigkeit extrem selten. Ich arbeite primär um gefordert zu werden und Geld zu verdienen für Dinge die mir Spaß machen. Bin (laut Bewertungen jedenfalls) ziemlich gut in meinem Job, erreiche bzw. übererfülle meine Ziele auch ohne dafür zu brennen. Bin jetzt nochmal befördert worden auf eine Stelle ohne Führung für 100k Gehalt mit guter BAV usw.

Denke die werde ich bis zum Ende meiner beruflichen Laufbahn ausführen, sehe keinen Grund daran was zu ändern. Komme mit 30-35h die Woche hin, das Geld reicht mir locker.

Mit meiner Frau zusammen verdienen wir wirklich gut, unser Haus wird locker abgetragen, fürs Alter ist vorgesorgt - alles super. Das einzige was mich vielleicht nochmal reizen würde wäre Einkauf bei Lufthansa/Airbus und co., um doch noch in Richtung Luftfahrt zu gehen. Aber warum das gemachte Nest, in dem man akzeptiert ist und sich bestens auskennt verlassen?

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

SnisniBrisni schrieb am 30.09.2021:

Je nach Studienrichtung würde ich mir eine Branche aussuchen, die du für sinnvoll erachtest. Als IT'ler in einer Versicherung verkauft man halt seine Seele, wohingegen man bei der Polizei etwas gutes tut (Überwachung á la BND mal ausgenommen).

Man muss nicht unbedingt sein Hobby studieren, denn dann verliert man es (weil es zum Beruf wird). Leidenschaften habe ich viele, bin aber zu schlecht darin, um damit Geld zu verdienen. Ist aber nicht schlimm, denn so bleibt es ein schönes Hobby.

Wie meinst du das, in der Versicherung seine Seele zu verkaufen? Findest du das Versicherungsgeschäft unmoralisch?

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

Ja hatte ich sehr stark, aber hat auch extrem nachgelassen. Naja ich beneide jeden, der sich das so lange erhalten kann, mir persönlich nehmen Unternehmen und die Fremdbestimmung ziemlich viel Leidenschaft. Möglich, dass ich mich noch selbstständig mache. Der Bullshitanteil in der Unternehmenswelt ist sehr groß und es geht immer nur darum nocht mehr Kohle für Investoren zu verdienen und den Kunden noch etwas mehr auszuquetschen.

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

Entweder gutes Gehalt und WLB anstreben und max. 40h/Woche arbeiten. Oder dann richtig Karriere/Leidenschaft, wo man die Zeit und das Geld nicht mehr zählt. (Leider) hat sich bei mir Letzteres nicht ergeben bisher und ich versuche den Flow aus privaten Tätigkeiten zu erlangen.

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 30.09.2021:

Entweder gutes Gehalt und WLB anstreben und max. 40h/Woche arbeiten. Oder dann richtig Karriere/Leidenschaft, wo man die Zeit und das Geld nicht mehr zählt. (Leider) hat sich bei mir Letzteres nicht ergeben bisher und ich versuche den Flow aus privaten Tätigkeiten zu erlangen.

80 Stunden hat man pro Woche, wo man nicht schläft. 40 Stunden davon etwas zu tun, was man grundsätzlich ungern tut ist eigentlich sehr ungesund. Da kann man noch so ein tolles Hobby haben.

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 29.09.2021:

Habt ihr eine Leidenschaft und ist diese auch euer Beruf? Oder weshalb habt ihr euch für den Beruf entschieden, den ihr ausübt?

Du bist hier in WiWi Treff, glaubst du wirklich irgendjemand hat hier einen wahnsinnig erfüllenden Job oder verändert die Welt?

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Voice of Reason

Leidenschaft im Beruf

Echt traurig was ich hier lese.
Dafür wäre mir die viele Lebenszeit zu schade, die auf Arbeit entfällt.
Aber jeder wie er mag - oder halt eben wie er anscheinend muss...

antworten
WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 30.09.2021:

Entweder gutes Gehalt und WLB anstreben und max. 40h/Woche arbeiten. Oder dann richtig Karriere/Leidenschaft, wo man die Zeit und das Geld nicht mehr zählt. (Leider) hat sich bei mir Letzteres nicht ergeben bisher und ich versuche den Flow aus privaten Tätigkeiten zu erlangen.

80 Stunden hat man pro Woche, wo man nicht schläft. 40 Stunden davon etwas zu tun, was man grundsätzlich ungern tut ist eigentlich sehr ungesund. Da kann man noch so ein tolles Hobby haben.

Ich dachte, hier im wiwi-treff bräuchten alle Highperformer nur 5 Stunden Schlaf, und jetzt kommst du hier mit 12,5 Stunden. Bist du ein Koala? 🐨

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 01.10.2021:

Entweder gutes Gehalt und WLB anstreben und max. 40h/Woche arbeiten. Oder dann richtig Karriere/Leidenschaft, wo man die Zeit und das Geld nicht mehr zählt. (Leider) hat sich bei mir Letzteres nicht ergeben bisher und ich versuche den Flow aus privaten Tätigkeiten zu erlangen.

80 Stunden hat man pro Woche, wo man nicht schläft. 40 Stunden davon etwas zu tun, was man grundsätzlich ungern tut ist eigentlich sehr ungesund. Da kann man noch so ein tolles Hobby haben.

Ich dachte, hier im wiwi-treff bräuchten alle Highperformer nur 5 Stunden Schlaf, und jetzt kommst du hier mit 12,5 Stunden. Bist du ein Koala? 🐨

Siehe Diskussion am Abend zwischen Louis Litt und Harvey Specter.
Die neuen Einsteiger sind nicht belastbar, zuverlässig und All-Nighter können sie auch nicht.
Typisch weichgespülte SJW/Gleichmacher-Gesellschaft.

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

Voice of Reason schrieb am 01.10.2021:

Echt traurig was ich hier lese.
Dafür wäre mir die viele Lebenszeit zu schade, die auf Arbeit entfällt.
Aber jeder wie er mag - oder halt eben wie er anscheinend muss...

Sei froh, dass du scheinbar eine Leidenschaft hast, mit der sich Geld verdienen lässt.
Das Glück hat nicht jeder. Und viele haben leider nicht den Luxus sagen zu können "Och dafür brenne ich jetzt nicht so krass, also lasse ich es."
Irgendeinen Job muss man halt machen und im Zweifel muss man einen Kompromiss aus "Gefällt mir" und "Zahlt sich aus" finden.

Ich finde meinen Job auch ganz nett - mehr aber eben nicht. Gibt auch genug Aspekte an ihm, die mich stören. Meine echten Leidenschaften, bei denen ich die Zeit vergesse liegen jedoch wo anders und sind in der Kategorie "Hobby" einzuordnen. Dafür bezahlt mich leider keiner.

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

Voice of Reason schrieb am 01.10.2021:

Echt traurig was ich hier lese.
Dafür wäre mir die viele Lebenszeit zu schade, die auf Arbeit entfällt.
Aber jeder wie er mag - oder halt eben wie er anscheinend muss...

Kann es auch nicht so ganz nachvollziehen... Gerade als Akademiker hat man doch die Auswahl. Zumindest mehr als mit einem schlechten Hauptschulabschluss. Am Ende ist es sicherlich ein Kompromiss aus Gehalt und Spaßfaktor, aber auch hier schlägt der Interessierte immer den, der es nur aus montetären Gründen macht.

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 30.09.2021:

Die Leute, die keine Leidenschaft für ihren Beruf empfinden und sich morgens aus dem Bett quälen müssen, sind auch die, die jetzt für mehr als 2 Tage Homeoffice die Woche plädieren.

Das sind eher die die Montags was von "Schon wieder Montag" im Aufzug heucheln und am Freitag "Endlich Freitag" schreien und dann auch so früh wie möglich Freitags aus dem Office verschwunden sind. Das sind dann auch die, die jungen Leuten, die noch am Anfang ihrer Karriere stehen und hochmotiviert sind, dann gleich als erstes sagen "Arbeite erstmal ein paar Jahre, dann verstehst du das", nach dem Prinzip "dann bist du genauso depressiv wie wir".

Ich fande das bei meinem ersten Praktikum einen unglaublich bedrückenden Eindruck, als ich im Aufzug stand, mit Leuten, nur ein paar Jahren älter als ich, die vielleicht gerade erst 2-3 Jahre im Beruf standen, und einem gegenüber dann solche Sprüche ablassen. Das war an einem Montag und die Stimmung, weil ja wieder eine neue Arbeitswoche losging, wie auf ner Beerdigung. Für mich war die generelle Einstellung Vieler bzgl. der Arbeit, als diese Mittel zum Zweck um an Geld zu kommen aber für das man eigentlich keinerlei Begeisterung hat (außer die nach außen oberflächlich gespielte), eines der schlimmsten Dinge wärend der Praktikumszeit. Da habe ich mir geschworen, nicht den selben Fehler, wie die zu machen. Dazu hat mich das schon nur währen dem Praktikum zu depri gemacht.

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 01.10.2021:

Voice of Reason schrieb am 01.10.2021:

Echt traurig was ich hier lese.
Dafür wäre mir die viele Lebenszeit zu schade, die auf Arbeit entfällt.
Aber jeder wie er mag - oder halt eben wie er anscheinend muss...

Kann es auch nicht so ganz nachvollziehen... Gerade als Akademiker hat man doch die Auswahl. Zumindest mehr als mit einem schlechten Hauptschulabschluss. Am Ende ist es sicherlich ein Kompromiss aus Gehalt und Spaßfaktor, aber auch hier schlägt der Interessierte immer den, der es nur aus montetären Gründen macht.

Ich denke aber auch, dass per se überhaupt nur ca. 5% der Jobs wirklich Spass machen können. Vieles ist der Organisation, Prozessen etc. geschuldet und da gibt's halt viele Bullshit, repetitive, nonsense Jobs und vin menschlichen Faktoren möchte kch gar nicht erst reden. Dazu kommt auch die Macht der Gewohnheit.

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

Kann es auch nicht so ganz nachvollziehen... Gerade als Akademiker hat man doch die Auswahl. Zumindest mehr als mit einem schlechten Hauptschulabschluss. Am Ende ist es sicherlich ein Kompromiss aus Gehalt und Spaßfaktor, aber auch hier schlägt der Interessierte immer den, der es nur aus montetären Gründen macht.

Die Krankenschwester, die gegenüber wohnt, hat einen Hauptschulabschluß, Krankenschwester gelernt, ein Kind und ist glücklich damit, im Schichtdienst auf der Intensiv die Patienten zu versorgen, haben sie nun Corona oder nicht;

sie ist glücklicher als ich der ich einen deutschen und einen ausländischen Uni - Abschluß habe.

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 01.10.2021:

Voice of Reason schrieb am 01.10.2021:

Echt traurig was ich hier lese.
Dafür wäre mir die viele Lebenszeit zu schade, die auf Arbeit entfällt.
Aber jeder wie er mag - oder halt eben wie er anscheinend muss...

Kann es auch nicht so ganz nachvollziehen... Gerade als Akademiker hat man doch die Auswahl. Zumindest mehr als mit einem schlechten Hauptschulabschluss. Am Ende ist es sicherlich ein Kompromiss aus Gehalt und Spaßfaktor, aber auch hier schlägt der Interessierte immer den, der es nur aus montetären Gründen macht.

Ich denke aber auch, dass per se überhaupt nur ca. 5% der Jobs wirklich Spass machen können. Vieles ist der Organisation, Prozessen etc. geschuldet und da gibt's halt viele Bullshit, repetitive, nonsense Jobs und vin menschlichen Faktoren möchte kch gar nicht erst reden. Dazu kommt auch die Macht der Gewohnheit.

Jeder Job kann Spaß machen. Es liegt nicht am Job, sondern an euch. Ich empfehle euch das "FISH-Prinzip" als Buch oder als Video. Der persönliche Umgang mit dem Job macht die Zufriedenheit, nicht der Job an sich. So gibt es zum Beispiel Profi-Fußballer, die wegen ihres Jobs depressiv sind, und es gibt glückliche Klofrauen und -männer...

Mir persönlich hilft es, jeden Morgen bewusst die Entscheidung zu treffen, glücklich und zufrieden zu sein. Es funktioniert, aber ich muss es auch wieder regelmäßig neu lernen, dass positiver Spirit nicht von selbst kommt, sondern harte Arbeit ist. Ebenfalls merke ich, wie eine besonders positive Ausstrahlung an guten Tagen auch gut auf mich zurück fällt.

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SnisniBrisni

Leidenschaft im Beruf

Eine Versicherung ist eine Wette auf das eigene Pech. In Versicherungen gibt es Abteilungen mit dem Namen Schadenabwehr, wo nur Juristen arbeiten. Es sind nicht nur Ausnahmen, in denen Schäden abgelehnt werden, sondern das ist das Geschäftsmodell. Aus meiner Sicht jetzt nicht so im Sinne des Gemeinwohls. Sieht auch kaum jemand anders, außer ein paar verstrahlten, die sich das schönreden

WiWi Gast schrieb am 30.09.2021:

SnisniBrisni schrieb am 30.09.2021:

Je nach Studienrichtung würde ich mir eine Branche aussuchen, die du für sinnvoll erachtest. Als IT'ler in einer Versicherung verkauft man halt seine Seele, wohingegen man bei der Polizei etwas gutes tut (Überwachung á la BND mal ausgenommen).

Man muss nicht unbedingt sein Hobby studieren, denn dann verliert man es (weil es zum Beruf wird). Leidenschaften habe ich viele, bin aber zu schlecht darin, um damit Geld zu verdienen. Ist aber nicht schlimm, denn so bleibt es ein schönes Hobby.

Wie meinst du das, in der Versicherung seine Seele zu verkaufen? Findest du das Versicherungsgeschäft unmoralisch?

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

Ich bin Software-Entwickler und liebe meinen Job. Mache nach Feierabend teilweise einfach weiter wenn es gerade interessant ist.

Einziger Haken: wer weiter kommen will mit der Karriere, muss weiter weg von der Technik.

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

Dann sei doch so gut und verzichte auf Deine Sozialversicherung (Kranken, Pflege, Arbeitslosigkeit, Rente und Unfall) sowie auf Deine Haftpflicht- und etwaige Krankenzusatzversicherung. Ich hoffe, Du fährst kein eigenes Auto, denn dafür benötigt man eine Kfz-Haftpflicht.

SnisniBrisni schrieb am 01.10.2021:

Eine Versicherung ist eine Wette auf das eigene Pech. In Versicherungen gibt es Abteilungen mit dem Namen Schadenabwehr, wo nur Juristen arbeiten. Es sind nicht nur Ausnahmen, in denen Schäden abgelehnt werden, sondern das ist das Geschäftsmodell. Aus meiner Sicht jetzt nicht so im Sinne des Gemeinwohls. Sieht auch kaum jemand anders, außer ein paar verstrahlten, die sich das schönreden

WiWi Gast schrieb am 30.09.2021:

SnisniBrisni schrieb am 30.09.2021:

Je nach Studienrichtung würde ich mir eine Branche aussuchen, die du für sinnvoll erachtest. Als IT'ler in einer Versicherung verkauft man halt seine Seele, wohingegen man bei der Polizei etwas gutes tut (Überwachung á la BND mal ausgenommen).

Man muss nicht unbedingt sein Hobby studieren, denn dann verliert man es (weil es zum Beruf wird). Leidenschaften habe ich viele, bin aber zu schlecht darin, um damit Geld zu verdienen. Ist aber nicht schlimm, denn so bleibt es ein schönes Hobby.

Wie meinst du das, in der Versicherung seine Seele zu verkaufen? Findest du das Versicherungsgeschäft unmoralisch?

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

SnisniBrisni schrieb am 01.10.2021:

Eine Versicherung ist eine Wette auf das eigene Pech. In Versicherungen gibt es Abteilungen mit dem Namen Schadenabwehr, wo nur Juristen arbeiten. Es sind nicht nur Ausnahmen, in denen Schäden abgelehnt werden, sondern das ist das Geschäftsmodell. Aus meiner Sicht jetzt nicht so im Sinne des Gemeinwohls. Sieht auch kaum jemand anders, außer ein paar verstrahlten, die sich das schönreden

SnisniBrisni schrieb am 30.09.2021:

Je nach Studienrichtung würde ich mir eine Branche aussuchen, die du für sinnvoll erachtest. Als IT'ler in einer Versicherung verkauft man halt seine Seele, wohingegen man bei der Polizei etwas gutes tut (Überwachung á la BND mal ausgenommen).

Man muss nicht unbedingt sein Hobby studieren, denn dann verliert man es (weil es zum Beruf wird). Leidenschaften habe ich viele, bin aber zu schlecht darin, um damit Geld zu verdienen. Ist aber nicht schlimm, denn so bleibt es ein schönes Hobby.

Wie meinst du das, in der Versicherung seine Seele zu verkaufen? Findest du das Versicherungsgeschäft unmoralisch?

Dafür gibt es immer Allgemeine Versicherungsbestimmungen, die klar angeben, was versichert ist und was nicht. Leider lesen die Kunden selten das "Kleingedruckte", wenn sie etwas abschliessen.

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

Wie kann man eigentlich für einen Konzernjob Leidenschaft entwickeln?

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

Voice of Reason schrieb am 01.10.2021:

Echt traurig was ich hier lese.
Dafür wäre mir die viele Lebenszeit zu schade, die auf Arbeit entfällt.
Aber jeder wie er mag - oder halt eben wie er anscheinend muss...

Nunja, es finden viele halt nicht mal ihr Traumgebiet, andere müssen eine Stelle annehmen etc. Aber mich als Studentin graust es schon etwas, dass ich mich mal jeden Tag genervt zur Arbeit schleppen muss.

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

Ich bin Software-Engineer und mag meinen Job definitiv. Eine wirkliche Leidenschaft würde ich es nicht nennen. Ich arbeite täglich 8-9h und bin dann i.d.R. auch froh, den restlichen Tag Freizeit zu haben. Gehe gern in die Natur, verbringe Zeit mit Freunden etc.

Die Kollegen von mir, die offensichtlich "Leidenschaft" für ihren Job empfinden arbeiten bis zu 12h. Gefühlt kann man mit ihnen über nichts anderes als die Arbeit sprechen. Auch den Großteil ihrer Freizeit verbringen sie mit privater Weiterbildung im IT Bereich. Ein paar Stunden wird dann noch gezockt. Letztendlich verbringen diese Leute 90% der Zeit, die sie nicht schlafen, vorm PC. Mir wäre das ehrlich gesagt zu viel und zu wenig abwechslungsreich.

Dennoch gehören diese Leute zu den absolut besten in ihrem Bereich, die ich kenne. Ob es einem Wert ist, fast alles, was nicht mit Arbeit zu tun hat im Leben über Bord zu werfen muss jeder für sich wissen.

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

Meine Leidenschaft war es und ist Selbstständig zu sein. Mir gefällt der Gedanke. Aktuell stelle ich mir die Weichen hierfür. Die Arbeitsbelastung ist sicherlich ein Thema, aber wenn ich überlege was ich als Angestellter leisten muss (in Beratung kann das mühselig sein) frage ich mich ob das so viel schlimmer werden kann. Am Wochenende oder im Urlaub werde ich dennoch kontaktiert, obwohl angestellt.
Ja es ist Stress aber ganz ehrlich das Gefühl das ich nur für mich arbeite befriedigt mich ungemein.
Man muss als Selbstständiger auch das Risiko tragen - so what ? Trage ich als Angestellter irgendwie auch. Oder glaubt ihr das ein Projekt verdumbeutelt werden kann und keiner erlebt hierfür die Konsequenzen ?

Ich mag meinen Job wirklich aber die Zeit von einem Anderen gesagt zu bekommen was zu tun ist, ist bei mir einfach vorbei. Ich plane nächstes Jahr damit loszulegen und habe es definitiv vor. (Entschluss habe ich Ende 2019 gefasst, in 2022 endlich Freiberufler zu sein). Beschäftige mich hauptsächlich mit dem Networking, lote Potentiale aus und Plane bereits an meiner Marketing Struktur.
Bin selbst 30 Jahre alt und habe mittlerweile 4 Jahre Berufserfahrung, ich empfinde das Angestellten Dasein einfach nur schlecht. Ich bin mittlerweile sogar auf den Trichter das ich als Ein Mann Söldner mit irgendwie durchkommen glücklicher bin als Angestellter. Verdammt mich dafür aber das ist meine Sicht der Dinge.

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

Nunja, aber dass Versicherungen an sich eine essenzielle Dienstleistung anbieten, wird hoffentlich auch nicht bestritten? Man kann die Umsetzung kritisieren, aber ohne die Möglichkeit lebensverändernde Schäden abzusichern würde es uns allen deutlich schlechter gehen...

SnisniBrisni schrieb am 01.10.2021:

Eine Versicherung ist eine Wette auf das eigene Pech. In Versicherungen gibt es Abteilungen mit dem Namen Schadenabwehr, wo nur Juristen arbeiten. Es sind nicht nur Ausnahmen, in denen Schäden abgelehnt werden, sondern das ist das Geschäftsmodell. Aus meiner Sicht jetzt nicht so im Sinne des Gemeinwohls. Sieht auch kaum jemand anders, außer ein paar verstrahlten, die sich das schönreden

WiWi Gast schrieb am 30.09.2021:

SnisniBrisni schrieb am 30.09.2021:

Je nach Studienrichtung würde ich mir eine Branche aussuchen, die du für sinnvoll erachtest. Als IT'ler in einer Versicherung verkauft man halt seine Seele, wohingegen man bei der Polizei etwas gutes tut (Überwachung á la BND mal ausgenommen).

Man muss nicht unbedingt sein Hobby studieren, denn dann verliert man es (weil es zum Beruf wird). Leidenschaften habe ich viele, bin aber zu schlecht darin, um damit Geld zu verdienen. Ist aber nicht schlimm, denn so bleibt es ein schönes Hobby.

Wie meinst du das, in der Versicherung seine Seele zu verkaufen? Findest du das Versicherungsgeschäft unmoralisch?

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 01.10.2021:

Gefühlt kann man mit ihnen über nichts anderes als die Arbeit sprechen.

Das trifft aber auf die meisten Leute zu. Maximal kommt noch Sport, Netflix und Urlaub hinzu, ist doch auch immer das gleiche.

antworten
WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

Ich war im Studium recht gut und anfangs auf diese Karriereschiene getrimmt.
Mit Ende 20 habe ich dann gemerkt, dass ich außer Arbeit im Leben eigentlich nichts habe und kann außer PP & Excel.

Bin dann wieder in die Heimat gezogen, 37,5h-Woche, 4mal die Woche Sport, Freundin und könnte nicht glücklicher sein.
Ich denke mittlerweile nicht, dass ich der Underperformer bin, sondern die, die in Frankfurt im Hochhaus sind ihr Leben an sich vorbei ziehen lassen.

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

Voice of Reason schrieb am 01.10.2021:

Echt traurig was ich hier lese.
Dafür wäre mir die viele Lebenszeit zu schade, die auf Arbeit entfällt.
Aber jeder wie er mag - oder halt eben wie er anscheinend muss...

Dann sei froh das du zB nicht bei einer Big 4 arbeiten musst und Freude an deinem Beruf hast. Das ist unbezahlbar.

antworten
WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 01.10.2021:

Meine Leidenschaft war es und ist Selbstständig zu sein. Mir gefällt der Gedanke. Aktuell stelle ich mir die Weichen hierfür. Die Arbeitsbelastung ist sicherlich ein Thema, aber wenn ich überlege was ich als Angestellter leisten muss (in Beratung kann das mühselig sein) frage ich mich ob das so viel schlimmer werden kann. Am Wochenende oder im Urlaub werde ich dennoch kontaktiert, obwohl angestellt.
Ja es ist Stress aber ganz ehrlich das Gefühl das ich nur für mich arbeite befriedigt mich ungemein.
Man muss als Selbstständiger auch das Risiko tragen - so what ? Trage ich als Angestellter irgendwie auch. Oder glaubt ihr das ein Projekt verdumbeutelt werden kann und keiner erlebt hierfür die Konsequenzen ?

Ich mag meinen Job wirklich aber die Zeit von einem Anderen gesagt zu bekommen was zu tun ist, ist bei mir einfach vorbei. Ich plane nächstes Jahr damit loszulegen und habe es definitiv vor. (Entschluss habe ich Ende 2019 gefasst, in 2022 endlich Freiberufler zu sein). Beschäftige mich hauptsächlich mit dem Networking, lote Potentiale aus und Plane bereits an meiner Marketing Struktur.
Bin selbst 30 Jahre alt und habe mittlerweile 4 Jahre Berufserfahrung, ich empfinde das Angestellten Dasein einfach nur schlecht. Ich bin mittlerweile sogar auf den Trichter das ich als Ein Mann Söldner mit irgendwie durchkommen glücklicher bin als Angestellter. Verdammt mich dafür aber das ist meine Sicht der Dinge.

Aber du hast keine Sozialkontakte bei der Arbeit, wenn du solo-selbständig oder Söldner bist.

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 01.10.2021:

Die Leute, die keine Leidenschaft für ihren Beruf empfinden und sich morgens aus dem Bett quälen müssen, sind auch die, die jetzt für mehr als 2 Tage Homeoffice die Woche plädieren.

Das sind eher die die Montags was von "Schon wieder Montag" im Aufzug heucheln und am Freitag "Endlich Freitag" schreien und dann auch so früh wie möglich Freitags aus dem Office verschwunden sind. Das sind dann auch die, die jungen Leuten, die noch am Anfang ihrer Karriere stehen und hochmotiviert sind, dann gleich als erstes sagen "Arbeite erstmal ein paar Jahre, dann verstehst du das", nach dem Prinzip "dann bist du genauso depressiv wie wir".

Ich fande das bei meinem ersten Praktikum einen unglaublich bedrückenden Eindruck, als ich im Aufzug stand, mit Leuten, nur ein paar Jahren älter als ich, die vielleicht gerade erst 2-3 Jahre im Beruf standen, und einem gegenüber dann solche Sprüche ablassen. Das war an einem Montag und die Stimmung, weil ja wieder eine neue Arbeitswoche losging, wie auf ner Beerdigung. Für mich war die generelle Einstellung Vieler bzgl. der Arbeit, als diese Mittel zum Zweck um an Geld zu kommen aber für das man eigentlich keinerlei Begeisterung hat (außer die nach außen oberflächlich gespielte), eines der schlimmsten Dinge wärend der Praktikumszeit. Da habe ich mir geschworen, nicht den selben Fehler, wie die zu machen. Dazu hat mich das schon nur währen dem Praktikum zu depri gemacht.

Mittlerweile kann man Leute, die Spaß an ihrem Job haben wirklich mit der Lupe suchen. Finde das echt schlimm. Allein schon im Dienstleistungsbereich. Stellt euch mal vor da hat der Koch, Friseur, Kosmetiker keinen Bock auf seinen Job. Da fühlt man sich als Kunde ja auch komplett unwohl.

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 01.10.2021:

Voice of Reason schrieb am 01.10.2021:

Echt traurig was ich hier lese.
Dafür wäre mir die viele Lebenszeit zu schade, die auf Arbeit entfällt.
Aber jeder wie er mag - oder halt eben wie er anscheinend muss...

Dann sei froh das du zB nicht bei einer Big 4 arbeiten musst und Freude an deinem Beruf hast. Das ist unbezahlbar.

Niemand wird gezwungen bei Big 4 zu arbeiten. Niemand wird gezwungen BWL zu studieren, was in den meisten Fällen zu solchen Jobs führt.

Dann sagen hier einige "Ich hab zwar ein Hobby aber davon kann man nicht Leben", wo dann jemand Photographie nennt, wovon man, wenn man sich die richtige Spezialisierung sucht, sogar sehr gut leben kann.

Ich glaube eher, der Punkt ist der, dass viele dieser 'Leidenschaftsberufe' sich nur durch Selbsständigkeit oder eben einen steinigen Weg in anfangs lange Zeit schlecht bezahlten Angestelltenverhältnissen umsetzen lassen. Die Meisten sind nicht dazu bereit diese Riesiken oder lange steinige Wege in Kauf zu nehmen. Die wollen schnell und sicher gleich ihr geregeltes 50k Einkommen.

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 01.10.2021:

Ich bin Software-Engineer und mag meinen Job definitiv. Eine wirkliche Leidenschaft würde ich es nicht nennen. Ich arbeite täglich 8-9h und bin dann i.d.R. auch froh, den restlichen Tag Freizeit zu haben. Gehe gern in die Natur, verbringe Zeit mit Freunden etc.

Die Kollegen von mir, die offensichtlich "Leidenschaft" für ihren Job empfinden arbeiten bis zu 12h. Gefühlt kann man mit ihnen über nichts anderes als die Arbeit sprechen. Auch den Großteil ihrer Freizeit verbringen sie mit privater Weiterbildung im IT Bereich. Ein paar Stunden wird dann noch gezockt. Letztendlich verbringen diese Leute 90% der Zeit, die sie nicht schlafen, vorm PC. Mir wäre das ehrlich gesagt zu viel und zu wenig abwechslungsreich.

Dennoch gehören diese Leute zu den absolut besten in ihrem Bereich, die ich kenne. Ob es einem Wert ist, fast alles, was nicht mit Arbeit zu tun hat im Leben über Bord zu werfen muss jeder für sich wissen.

Bin mir nicht sicher, ob diese Leute nicht trotzdem glücklicher sind als so mancher 9 to 5 Angestellter. Ärzte zum Beispiel haben ja auch furchtbare Arbeitszeiten, aber viele von ihnen wirken zufrieden. Aber klar, es besteht die Gefahr, einen Burnout zu kriegen.

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 01.10.2021:

Ich war im Studium recht gut und anfangs auf diese Karriereschiene getrimmt.
Mit Ende 20 habe ich dann gemerkt, dass ich außer Arbeit im Leben eigentlich nichts habe und kann außer PP & Excel.

Bin dann wieder in die Heimat gezogen, 37,5h-Woche, 4mal die Woche Sport, Freundin und könnte nicht glücklicher sein.
Ich denke mittlerweile nicht, dass ich der Underperformer bin, sondern die, die in Frankfurt im Hochhaus sind ihr Leben an sich vorbei ziehen lassen.

Oh man wie viele junge Leute gehen wohl gerade deinen Weg?

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

Ist Ansichtssache.

Meine Jobs waren bisher alle cool und ich war zufrieden.
Ich habe aber noch keinen Job gehabt der geiler ist, als tagsüber am See zu sitzen die Angel reinzuhängen und mit nem Kumpel einen bei nem Bier einen durchziehen und darauf zu warten, dass ne geile Forelle oder ein Hecht anbeißt.
Das ist für mich leben.

Könnt ich ohne Langeweile auch easy 12h am Tag machen. Wenn ich genug Fisch essen könnte. Ich bezweifle, dass jemand der 60h/Woche oder mehr arbeitet glücklicher ist als ich, nur weil meine Definition von „leben genießen“ nicht 12h auf den Bildschirm starren ist.

Auch bei Ärzten ist es unterschiedlich.
Die welche 3 Schichten hintereinander in der Notaufnahme abrackern müssen sagen bestimmt nicht „Geil, so hab ich mir mein Leben nach dem Studium vorgestellt“.
Der Arzt, der ne gemütliche Privatpraxis hat und 4 Tage/Woche Sprechstunde wird bestimmt glücklich sein. Weil er halt auch wieder Freizeit hat um Zeit mit Kindern/Freunden zu verbringen.

Gibt natürlich immer Ausnahme. Manche definieren sich ausschließlich über ihren Beruf. Für die ist es das größte Kompliment, wenn der Chef ihnen am Ende des Monats paar % mehr Gehalt überweist und sie von jetzt an Senior Engineer nennt.

Jeder wie er mag, Leben und leben lassen

WiWi Gast schrieb am 01.10.2021:

Ich bin Software-Engineer und mag meinen Job definitiv. Eine wirkliche Leidenschaft würde ich es nicht nennen. Ich arbeite täglich 8-9h und bin dann i.d.R. auch froh, den restlichen Tag Freizeit zu haben. Gehe gern in die Natur, verbringe Zeit mit Freunden etc.

Die Kollegen von mir, die offensichtlich "Leidenschaft" für ihren Job empfinden arbeiten bis zu 12h. Gefühlt kann man mit ihnen über nichts anderes als die Arbeit sprechen. Auch den Großteil ihrer Freizeit verbringen sie mit privater Weiterbildung im IT Bereich. Ein paar Stunden wird dann noch gezockt. Letztendlich verbringen diese Leute 90% der Zeit, die sie nicht schlafen, vorm PC. Mir wäre das ehrlich gesagt zu viel und zu wenig abwechslungsreich.

Dennoch gehören diese Leute zu den absolut besten in ihrem Bereich, die ich kenne. Ob es einem Wert ist, fast alles, was nicht mit Arbeit zu tun hat im Leben über Bord zu werfen muss jeder für sich wissen.

Bin mir nicht sicher, ob diese Leute nicht trotzdem glücklicher sind als so mancher 9 to 5 Angestellter. Ärzte zum Beispiel haben ja auch furchtbare Arbeitszeiten, aber viele von ihnen wirken zufrieden. Aber klar, es besteht die Gefahr, einen Burnout zu kriegen.

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

Ich arbeite in der Finanzverwaltung und prüfe Betriebe.
Dabei habe ich zwar einen Plan, was ich zu erfüllen habe, aber über das wie und wann kann ich relativ frei entscheiden.
Wenn ich am Ende einer Prüfung dann mit einem Mehrergebnis weiter ziehe, dann ist das schon befriedigend, auch wenn es mir keinen monetären Vorteil in Form von Boni bringt. Einfach zu wissen, dass ich der Allgemeinheit mehr Steuern eingebracht habe ist motivierend.

Selbst wenn ein Steuerpflichtiger durch Irrtum etwas falsch erfasst hat und es im Rahmen der Prüfung mal zu einem Minderergebnis kommt, ist das motivierend, weil ich dann einem Betrieb geholfen habe, sich nicht schlechter zu stellen als notwendig.

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

Voice of Reason schrieb am 01.10.2021:

Echt traurig was ich hier lese.
Dafür wäre mir die viele Lebenszeit zu schade, die auf Arbeit entfällt.
Aber jeder wie er mag - oder halt eben wie er anscheinend muss...

Also ich arbeite gerne in dem Sinne, dass mir die Arbeit nicht zum Hals raushängt. Ich habe spannende Themen, einen super Chef und tolle Kollegen. Dazu kriege ich viel Geld und tolle Benefits drumherum. Ist aber halt trotzdem nicht meine Passion. Wenn ich für Handball (meine Passion) genauso gut oder sagen wir 60% bezahlt werden würde, SOFORT. Aber das ist leider nicht der Fall. Meiner Passion gehe ich dann außerhalb der Arbeit nach.

Insofern bin ich froh mit einer Arbeit die mich fordert, mit spannenden Themen, top Chef, top Kollegen, die mich gut bezahlt und mir daher ermöglicht sehr viel tolle Sachen außerhalb der Arbeit zu machen. Ich kann für meine Familie sehr gut vorsorgen, meinen Kindern viel bieten und ziemlich sicher auch früher aufhören zu arbeiten bzw. auf Teilzeit reduzieren.

Ich bin also sehr zufrieden - aber meine Passion oder Leidenschaft ist das verhandeln von Projekten und der Kontakt mit Lieferanten dennoch nicht.

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 01.10.2021:

Gefühlt kann man mit ihnen über nichts anderes als die Arbeit sprechen.

Das trifft aber auf die meisten Leute zu. Maximal kommt noch Sport, Netflix und Urlaub hinzu, ist doch auch immer das gleiche.

Stimmt im Prinzip hast du Recht. Aus diesem Grund habe ich immer weniger Lust mich mit Leute zu treffen. Irgendwie komisch wie einen Corona verändert hat. Die Urlaubs Konsumenten gehen mir eigentlich dabei am meisten auf den Zeiger. "Toll schaut mich an ich zahle 2000 Euro und fahre in den Urlaub"...

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 01.10.2021:

Ich bin Software-Engineer und mag meinen Job definitiv. Eine wirkliche Leidenschaft würde ich es nicht nennen. Ich arbeite täglich 8-9h und bin dann i.d.R. auch froh, den restlichen Tag Freizeit zu haben. Gehe gern in die Natur, verbringe Zeit mit Freunden etc.

Die Kollegen von mir, die offensichtlich "Leidenschaft" für ihren Job empfinden arbeiten bis zu 12h. Gefühlt kann man mit ihnen über nichts anderes als die Arbeit sprechen. Auch den Großteil ihrer Freizeit verbringen sie mit privater Weiterbildung im IT Bereich. Ein paar Stunden wird dann noch gezockt. Letztendlich verbringen diese Leute 90% der Zeit, die sie nicht schlafen, vorm PC. Mir wäre das ehrlich gesagt zu viel und zu wenig abwechslungsreich.

Dennoch gehören diese Leute zu den absolut besten in ihrem Bereich, die ich kenne. Ob es einem Wert ist, fast alles, was nicht mit Arbeit zu tun hat im Leben über Bord zu werfen muss jeder für sich wissen.

Bin mir nicht sicher, ob diese Leute nicht trotzdem glücklicher sind als so mancher 9 to 5 Angestellter. Ärzte zum Beispiel haben ja auch furchtbare Arbeitszeiten, aber viele von ihnen wirken zufrieden. Aber klar, es besteht die Gefahr, einen Burnout zu kriegen.

Wenn du deine Arbeit als Hobby betrachtest, und das tun diese Leute, bekommst du keinen Burnout.

Ich habe mich mit meinem Hobby selbstständig gemacht und arbeite 7 Tage die Woche quasi nur. Nur empfinde ich das nicht als Arbeit, weil es eben total mein Hobby ist, für das es praktischerweise noch Geld gibt.

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 30.09.2021:

bin Controller und habe dabei null Leidenschaft. Ich sehe Arbeit als Mittel zum Zweck. Also quasi tausche Lebenszeit für Geld.

Diesen bullshit von HR von wegen Spaß bei der Arbeit etc. empfinde ich als total unnötig. Hier lügen sich die Mädels selbst was vor.

Na ja, aber so wie du schreibst, scheinst du zumindest Spaß daran zu haben, Dinge ordentlich abzuarbeiten, zu sortieren, aufzuräumen, abzurechnen usw.. Diese leicht autistische Pfennigfuchsermentalität kann man im Controlling gut gebrauchen und ist ja auch eine Art Talent bzw. Leidenschaft.

Du hast keine Ahnung, was Controlling ist, oder? :-D

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 01.10.2021:

WiWi Gast schrieb am 01.10.2021:

Gefühlt kann man mit ihnen über nichts anderes als die Arbeit sprechen.

Das trifft aber auf die meisten Leute zu. Maximal kommt noch Sport, Netflix und Urlaub hinzu, ist doch auch immer das gleiche.

Stimmt im Prinzip hast du Recht. Aus diesem Grund habe ich immer weniger Lust mich mit Leute zu treffen. Irgendwie komisch wie einen Corona verändert hat. Die Urlaubs Konsumenten gehen mir eigentlich dabei am meisten auf den Zeiger. "Toll schaut mich an ich zahle 2000 Euro und fahre in den Urlaub"...

Ja, viele Mitmenschen haben meiner Meinung nach leider wenig "Tiefgang" und interessieren sich auch nicht sonderlich für viele Themen und was sonst so auf der Welt abläuft. Auch was im Unternehmen/Branche oder Wirtschaft generell so abläuft interessiert sie überhaupt nicht - Hauptsache der Lohn wird pünktlich ausbezahlt.
Dies muss auch überhaupt nicht mit dem formalen Ausbildungsgrad im Zusammenhang stehen. Habe in Entwicklungsländern mit Leuten zu tun gehabt, die wahrscheinlich gar nicht richtig Lesen und Schreiben können, aber trotzdem eine gute Unterhaltung führen können.

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 01.10.2021:

Gefühlt kann man mit ihnen über nichts anderes als die Arbeit sprechen.

Das trifft aber auf die meisten Leute zu. Maximal kommt noch Sport, Netflix und Urlaub hinzu, ist doch auch immer das gleiche.

Stimmt im Prinzip hast du Recht. Aus diesem Grund habe ich immer weniger Lust mich mit Leute zu treffen. Irgendwie komisch wie einen Corona verändert hat. Die Urlaubs Konsumenten gehen mir eigentlich dabei am meisten auf den Zeiger. "Toll schaut mich an ich zahle 2000 Euro und fahre in den Urlaub"...

Ja, viele Mitmenschen haben meiner Meinung nach leider wenig "Tiefgang" und interessieren sich auch nicht sonderlich für viele Themen und was sonst so auf der Welt abläuft. Auch was im Unternehmen/Branche oder Wirtschaft generell so abläuft interessiert sie überhaupt nicht - Hauptsache der Lohn wird pünktlich ausbezahlt.
Dies muss auch überhaupt nicht mit dem formalen Ausbildungsgrad im Zusammenhang stehen. Habe in Entwicklungsländern mit Leuten zu tun gehabt, die wahrscheinlich gar nicht richtig Lesen und Schreiben können, aber trotzdem eine gute Unterhaltung führen können.

Du scheinst eine sehr eigene und seltsame Definition von „einer guter Unterhaltung“ zu haben aber jedem das seine.

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 01.10.2021:

Gefühlt kann man mit ihnen über nichts anderes als die Arbeit sprechen.

Das trifft aber auf die meisten Leute zu. Maximal kommt noch Sport, Netflix und Urlaub hinzu, ist doch auch immer das gleiche.

Stimmt im Prinzip hast du Recht. Aus diesem Grund habe ich immer weniger Lust mich mit Leute zu treffen. Irgendwie komisch wie einen Corona verändert hat. Die Urlaubs Konsumenten gehen mir eigentlich dabei am meisten auf den Zeiger. "Toll schaut mich an ich zahle 2000 Euro und fahre in den Urlaub"...

Ja, viele Mitmenschen haben meiner Meinung nach leider wenig "Tiefgang" und interessieren sich auch nicht sonderlich für viele Themen und was sonst so auf der Welt abläuft. Auch was im Unternehmen/Branche oder Wirtschaft generell so abläuft interessiert sie überhaupt nicht - Hauptsache der Lohn wird pünktlich ausbezahlt.
Dies muss auch überhaupt nicht mit dem formalen Ausbildungsgrad im Zusammenhang stehen. Habe in Entwicklungsländern mit Leuten zu tun gehabt, die wahrscheinlich gar nicht richtig Lesen und Schreiben können, aber trotzdem eine gute Unterhaltung führen können.

Diese Leute interessieren sich dann weniger für Gesellschaft und Wirtschaft und mehr für andere Dinge wie Sport, Serien, Musik. Ist ja auch okay. Schade finde ich nur, wenn sie sich auch für diese anderen Sachen nur halbherzig interessieren und von Leidenschaft in keinem Lebensbereich die Rede sein kann.

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 01.10.2021:

bin Controller und habe dabei null Leidenschaft. Ich sehe Arbeit als Mittel zum Zweck. Also quasi tausche Lebenszeit für Geld.

Diesen bullshit von HR von wegen Spaß bei der Arbeit etc. empfinde ich als total unnötig. Hier lügen sich die Mädels selbst was vor.

Na ja, aber so wie du schreibst, scheinst du zumindest Spaß daran zu haben, Dinge ordentlich abzuarbeiten, zu sortieren, aufzuräumen, abzurechnen usw.. Diese leicht autistische Pfennigfuchsermentalität kann man im Controlling gut gebrauchen und ist ja auch eine Art Talent bzw. Leidenschaft.

Du hast keine Ahnung, was Controlling ist, oder? :-D

Ich habe das sogar als Vertiefungsfach im Studium gehabt und da gearbeitet. Jetzt kommst du bestimmt mit "Controller sind keine Erbsenzähler, sie steuern Smart das Unternehmen". Das entspricht aber leider nicht der Wahrheit. Du bist derjenige, der die Zahlen im Blick hat, Anwalt der Zahlen sozusagen. Du hast keinen ganzheitlichen Blick auf die Dinge.

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 01.10.2021:

Ich bin Software-Engineer und mag meinen Job definitiv. Eine wirkliche Leidenschaft würde ich es nicht nennen. Ich arbeite täglich 8-9h und bin dann i.d.R. auch froh, den restlichen Tag Freizeit zu haben. Gehe gern in die Natur, verbringe Zeit mit Freunden etc.

Die Kollegen von mir, die offensichtlich "Leidenschaft" für ihren Job empfinden arbeiten bis zu 12h. Gefühlt kann man mit ihnen über nichts anderes als die Arbeit sprechen. Auch den Großteil ihrer Freizeit verbringen sie mit privater Weiterbildung im IT Bereich. Ein paar Stunden wird dann noch gezockt. Letztendlich verbringen diese Leute 90% der Zeit, die sie nicht schlafen, vorm PC. Mir wäre das ehrlich gesagt zu viel und zu wenig abwechslungsreich.

Dennoch gehören diese Leute zu den absolut besten in ihrem Bereich, die ich kenne. Ob es einem Wert ist, fast alles, was nicht mit Arbeit zu tun hat im Leben über Bord zu werfen muss jeder für sich wissen.

Bin mir nicht sicher, ob diese Leute nicht trotzdem glücklicher sind als so mancher 9 to 5 Angestellter. Ärzte zum Beispiel haben ja auch furchtbare Arbeitszeiten, aber viele von ihnen wirken zufrieden. Aber klar, es besteht die Gefahr, einen Burnout zu kriegen.

Jeder muss selbst für sein Glück sorgen. Ob diese Leute glücklich sind? Ja in ihrer Bubble sind sie das wohl tatsächlich. Trotzdem verpassen diese Leute meiner Meinung nach etwas im Leben. Kenne wirklich viele, die noch nie eine wirkliche Reise unternommen haben, mit 40 noch Single sind, kaum Freunde haben etc.
Ob sie es wohl mal bereuen werden? Weiß ich nicht. Ich weiß jedenfalls, dass keiner Mensch auf dem Sterbebett "Hätte ich doch mal nur mehr gearbeitet." sagt. Vor dieser späten Reue habe ich persönlich Angst. Deswegen wird mein Privatleben auch immer vor der Arbeit stehen, auch wenn es mir karrieretechnisch viele Türen schließt.

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 03.10.2021:

Ich bin Software-Engineer und mag meinen Job definitiv. Eine wirkliche Leidenschaft würde ich es nicht nennen. Ich arbeite täglich 8-9h und bin dann i.d.R. auch froh, den restlichen Tag Freizeit zu haben. Gehe gern in die Natur, verbringe Zeit mit Freunden etc.

Die Kollegen von mir, die offensichtlich "Leidenschaft" für ihren Job empfinden arbeiten bis zu 12h. Gefühlt kann man mit ihnen über nichts anderes als die Arbeit sprechen. Auch den Großteil ihrer Freizeit verbringen sie mit privater Weiterbildung im IT Bereich. Ein paar Stunden wird dann noch gezockt. Letztendlich verbringen diese Leute 90% der Zeit, die sie nicht schlafen, vorm PC. Mir wäre das ehrlich gesagt zu viel und zu wenig abwechslungsreich.

Dennoch gehören diese Leute zu den absolut besten in ihrem Bereich, die ich kenne. Ob es einem Wert ist, fast alles, was nicht mit Arbeit zu tun hat im Leben über Bord zu werfen muss jeder für sich wissen.

Bin mir nicht sicher, ob diese Leute nicht trotzdem glücklicher sind als so mancher 9 to 5 Angestellter. Ärzte zum Beispiel haben ja auch furchtbare Arbeitszeiten, aber viele von ihnen wirken zufrieden. Aber klar, es besteht die Gefahr, einen Burnout zu kriegen.

Jeder muss selbst für sein Glück sorgen. Ob diese Leute glücklich sind? Ja in ihrer Bubble sind sie das wohl tatsächlich. Trotzdem verpassen diese Leute meiner Meinung nach etwas im Leben. Kenne wirklich viele, die noch nie eine wirkliche Reise unternommen haben, mit 40 noch Single sind, kaum Freunde haben etc.
Ob sie es wohl mal bereuen werden? Weiß ich nicht. Ich weiß jedenfalls, dass keiner Mensch auf dem Sterbebett "Hätte ich doch mal nur mehr gearbeitet." sagt. Vor dieser späten Reue habe ich persönlich Angst. Deswegen wird mein Privatleben auch immer vor der Arbeit stehen, auch wenn es mir karrieretechnisch viele Türen schließt.

Kommt wohl auf jeden einzelnen drauf an, aber ich glaube, ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich sage, dass viele junge Leute in die falsche Richtung abbiegen. Am Anfang klingt die Karriere so geil. Viel Gehalt, Ansehen, Materieles, spannender Job etc. Selbst wenn es mit der Karriere klappen sollte, was auch nur bei wenigen der Fall ist. Dann geht das nur mit Trade-Offs. Wenig Freunde, wenig ausgehen, wenig von der Welt sehen, wenig S*x und oder keine Partnerin. Sieht man doch bei so vielen. Und am Ende wachen viele mit Anfang Mitte 30 auf und blicken zurück. Während die Bekannten oder Freunde spannende Storys erzählen, sind die Stolz auf ihre 50 Prozent mehr Gehalt (wenns gut läuft) und ihre tolle Position. Der größte Luxus ist ein Job, der Spaß macht und man sich fast alles leisten kann ohne übertriebenen Luxus mit genügend Freizeit. UB geht da teilweise klar. Kommt halt drauf an welche.

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 03.10.2021:

WiWi Gast schrieb am 01.10.2021:

Ich bin Software-Engineer und mag meinen Job definitiv. Eine wirkliche Leidenschaft würde ich es nicht nennen. Ich arbeite täglich 8-9h und bin dann i.d.R. auch froh, den restlichen Tag Freizeit zu haben. Gehe gern in die Natur, verbringe Zeit mit Freunden etc.

Die Kollegen von mir, die offensichtlich "Leidenschaft" für ihren Job empfinden arbeiten bis zu 12h. Gefühlt kann man mit ihnen über nichts anderes als die Arbeit sprechen. Auch den Großteil ihrer Freizeit verbringen sie mit privater Weiterbildung im IT Bereich. Ein paar Stunden wird dann noch gezockt. Letztendlich verbringen diese Leute 90% der Zeit, die sie nicht schlafen, vorm PC. Mir wäre das ehrlich gesagt zu viel und zu wenig abwechslungsreich.

Dennoch gehören diese Leute zu den absolut besten in ihrem Bereich, die ich kenne. Ob es einem Wert ist, fast alles, was nicht mit Arbeit zu tun hat im Leben über Bord zu werfen muss jeder für sich wissen.

Bin mir nicht sicher, ob diese Leute nicht trotzdem glücklicher sind als so mancher 9 to 5 Angestellter. Ärzte zum Beispiel haben ja auch furchtbare Arbeitszeiten, aber viele von ihnen wirken zufrieden. Aber klar, es besteht die Gefahr, einen Burnout zu kriegen.

Jeder muss selbst für sein Glück sorgen. Ob diese Leute glücklich sind? Ja in ihrer Bubble sind sie das wohl tatsächlich. Trotzdem verpassen diese Leute meiner Meinung nach etwas im Leben. Kenne wirklich viele, die noch nie eine wirkliche Reise unternommen haben, mit 40 noch Single sind, kaum Freunde haben etc.
Ob sie es wohl mal bereuen werden? Weiß ich nicht. Ich weiß jedenfalls, dass keiner Mensch auf dem Sterbebett "Hätte ich doch mal nur mehr gearbeitet." sagt. Vor dieser späten Reue habe ich persönlich Angst. Deswegen wird mein Privatleben auch immer vor der Arbeit stehen, auch wenn es mir karrieretechnisch viele Türen schließt.

Aber wenn du "Arbeit" jetzt mal mit "sinnvolle Tätigkeit, auf die ich Stolz bin und die mich mit Selbstbewusstsein erfüllt" ersetzt, dann ist es vielleicht schon nicht mehr so traurig, dass manche Leute voll in ihrem Job aufgehen. Die trennen Leben und Job einfach deswegen nicht, weil ihnen der Job so viel Spaß macht, dass sie keine "Privatleben" daneben brauchen. Natürlich sollte dann dazu gehören, dass man sich um seine Freunde und Familie trotzdem kümmert. Aber ein Hobby o.ä. muss man nicht haben, wenn die Arbeit schon Spaß macht. Du kannst ja auch bestimmte Dinge innerhalb deiner Arbeit als "Hobby" definieren. Also bestimmte Arbeiten, für die im Tagesgeschäft keine Zeit bleibt, die du dir aber trotzdem leistest. Etwa ein cooles Game nebenbei programmieren, wenn du eigentlich ERP-Software entwickelst.

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 30.09.2021:

Ich habe später dann Wirtschaftsinformatik studiert und bin seit knapp 10 Jahren im Beruf - inzwischen als Senior Software Architekt unterwegs (in einer IT Beratung).

Die Leidenschaft, das Brennen hat aber schon deutlich nachgelassen. Ich würde sagen schon nach 3-4 Jahren Job nahm das nach und nach ab. Irgendwann ist es einfach nicht mehr so spannend. Außerdem wird man mit den Dingen der realen Unternehmenswelt konfrontiert: Personalvorgesetzte, die einen nicht fördern, vielleicht sogar behindern, Beförderungen und Gehaltserhöhungen mehr nach Nasenfaktor, gesehen wird, wer am lautesten brüllt, schwierigere Kollegen, echt miese Aufgaben in Projekten etc.

Als jemand der selber in der IT tätig ist, kann ich das so zu 100% unterschreiben. So nach 3-4 Jahren hat auch bei mir massiv das Interesse nachgelassen. Ich interessiere mich zwar immer noch privat für neue technologische Entwicklungen in dem Bereich, weiß aber auch, dass das Jahre (wenn nicht Jahrzehnte) von der Praxis im Unternehmen entfernt ist.

Ich frage mich ziemlich oft nach der Sinnhaftigkeit meines Jobs. Die Realität ist aber leider, dass ich wohl keinen Job mit "Sinn" finden werde, wo ich für so wenig Arbeit so viel Geld bekomme.

Spiele ein bisschen mit dem Gedanken irgendwie selber Unternehmen zu werden, aber wenn ich mir so die Geschäftswelt ansehe, ist das wohl auch nicht viel besser.

antworten
WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 03.10.2021:

Ich bin Software-Engineer und mag meinen Job definitiv. Eine wirkliche Leidenschaft würde ich es nicht nennen. Ich arbeite täglich 8-9h und bin dann i.d.R. auch froh, den restlichen Tag Freizeit zu haben. Gehe gern in die Natur, verbringe Zeit mit Freunden etc.

Die Kollegen von mir, die offensichtlich "Leidenschaft" für ihren Job empfinden arbeiten bis zu 12h. Gefühlt kann man mit ihnen über nichts anderes als die Arbeit sprechen. Auch den Großteil ihrer Freizeit verbringen sie mit privater Weiterbildung im IT Bereich. Ein paar Stunden wird dann noch gezockt. Letztendlich verbringen diese Leute 90% der Zeit, die sie nicht schlafen, vorm PC. Mir wäre das ehrlich gesagt zu viel und zu wenig abwechslungsreich.

Dennoch gehören diese Leute zu den absolut besten in ihrem Bereich, die ich kenne. Ob es einem Wert ist, fast alles, was nicht mit Arbeit zu tun hat im Leben über Bord zu werfen muss jeder für sich wissen.

Bin mir nicht sicher, ob diese Leute nicht trotzdem glücklicher sind als so mancher 9 to 5 Angestellter. Ärzte zum Beispiel haben ja auch furchtbare Arbeitszeiten, aber viele von ihnen wirken zufrieden. Aber klar, es besteht die Gefahr, einen Burnout zu kriegen.

Jeder muss selbst für sein Glück sorgen. Ob diese Leute glücklich sind? Ja in ihrer Bubble sind sie das wohl tatsächlich. Trotzdem verpassen diese Leute meiner Meinung nach etwas im Leben. Kenne wirklich viele, die noch nie eine wirkliche Reise unternommen haben, mit 40 noch Single sind, kaum Freunde haben etc.
Ob sie es wohl mal bereuen werden? Weiß ich nicht. Ich weiß jedenfalls, dass keiner Mensch auf dem Sterbebett "Hätte ich doch mal nur mehr gearbeitet." sagt. Vor dieser späten Reue habe ich persönlich Angst. Deswegen wird mein Privatleben auch immer vor der Arbeit stehen, auch wenn es mir karrieretechnisch viele Türen schließt.

Nicht jeder hat das gleiche Bedürfnis nach sozialen Kontakten. Ich blühe auf, wenn ich mich stundenlang alleine mit Technikkram beschäftigen kann, aber empfinde es als unglaublich stressig mit Leuten z.B. am Abend weg zu gehen. Mein Beruf ist meine Erfüllung und man sollte bitte nicht immer glauben, dass das Wohlbefinden bei allen Personen durch die gleichen Dinge getrickert wird.

Ist das selbe wie das übliche Thema Kinder kriegen. Wenn man keine will, wird einem immmer unterstellt, dass man doch insgeheim schon welche wolle und es später einmal bereuen wird. Mir ist unverständlich warum Leute immer so zwanghaft ihr Bedürfnisbefinden auf ander abbilden und davon ausgehen müssen, dass das bei Anderen genauso, wie bei ihnen selbst sein muss.

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 03.10.2021:

Ich habe später dann Wirtschaftsinformatik studiert und bin seit knapp 10 Jahren im Beruf - inzwischen als Senior Software Architekt unterwegs (in einer IT Beratung).

Die Leidenschaft, das Brennen hat aber schon deutlich nachgelassen. Ich würde sagen schon nach 3-4 Jahren Job nahm das nach und nach ab. Irgendwann ist es einfach nicht mehr so spannend. Außerdem wird man mit den Dingen der realen Unternehmenswelt konfrontiert: Personalvorgesetzte, die einen nicht fördern, vielleicht sogar behindern, Beförderungen und Gehaltserhöhungen mehr nach Nasenfaktor, gesehen wird, wer am lautesten brüllt, schwierigere Kollegen, echt miese Aufgaben in Projekten etc.

Als jemand der selber in der IT tätig ist, kann ich das so zu 100% unterschreiben. So nach 3-4 Jahren hat auch bei mir massiv das Interesse nachgelassen. Ich interessiere mich zwar immer noch privat für neue technologische Entwicklungen in dem Bereich, weiß aber auch, dass das Jahre (wenn nicht Jahrzehnte) von der Praxis im Unternehmen entfernt ist.

Ich frage mich ziemlich oft nach der Sinnhaftigkeit meines Jobs. Die Realität ist aber leider, dass ich wohl keinen Job mit "Sinn" finden werde, wo ich für so wenig Arbeit so viel Geld bekomme.

Spiele ein bisschen mit dem Gedanken irgendwie selber Unternehmen zu werden, aber wenn ich mir so die Geschäftswelt ansehe, ist das wohl auch nicht viel besser.

Denke, dass das Motivations-Problem meist mit dem hohen Spezialisierungsgrad in den Jobs miteinhergeht. Da ist man im Unternehmen nur ein kleines Rädchen in einem Scrum-Team oder was auch immer mit wenig Einfluss.

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 03.10.2021:.

Nicht jeder hat das gleiche Bedürfnis nach sozialen Kontakten. Ich blühe auf, wenn ich mich stundenlang alleine mit Technikkram beschäftigen kann, aber empfinde es als unglaublich stressig mit Leuten z.B. am Abend weg zu gehen.

Mir geht es genauso, aber ich bin nicht so ganz sicher ob ich mir vielleicht nicht bloß einrede, wenig Kontakt zu brauchen. Habe auch oft Angst was zu verpassen, bin aber andererseits auch schon des öfteren wie die meisten anderen Leute in meinem Alter in Hostels gereist und habe dort die Sau rausgelassen, nur um dann festzustellen, dass mir das nicht wirklich Spaß macht und ich eigentlich nur mir selbst und anderen etwas vorspiele. Ich fühle mich da einfach fehl am Platze. Manchmal wäre ich gerne öfter auf Partys, wenn ich dann aber Mal auf einer bin und die Leute nur über die gleichen Themen wie immer reden, die mich nicht interessieren, wäre ich auch lieber vor meinem PC. Ich würde jederzeit sofort ein paar IQ-Punkte gegen etwas mehr Normalität eintauschen und mich leichter mit Leuten verbinden zu können. Ich glaube, mein Leben wäre dann entspannter.

Zusammengefasst: Ich kann zwar tun, was ich will, aber ich kann nicht wollen, was ich will.

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 01.10.2021:

WiWi Gast schrieb am 01.10.2021:

Ich denke aber auch, dass per se überhaupt nur ca. 5% der Jobs wirklich Spass machen können. Vieles ist der Organisation, Prozessen etc. geschuldet und da gibt's halt viele Bullshit, repetitive, nonsense Jobs und vin menschlichen Faktoren möchte kch gar nicht erst reden. Dazu kommt auch die Macht der Gewohnheit.

Jeder Job kann Spaß machen. Es liegt nicht am Job, sondern an euch. Ich empfehle euch das "FISH-Prinzip" als Buch oder als Video. Der persönliche Umgang mit dem Job macht die Zufriedenheit, nicht der Job an sich. So gibt es zum Beispiel Profi-Fußballer, die wegen ihres Jobs depressiv sind, und es gibt glückliche Klofrauen und -männer...

Mir persönlich hilft es, jeden Morgen bewusst die Entscheidung zu treffen, glücklich und zufrieden zu sein. Es funktioniert, aber ich muss es auch wieder regelmäßig neu lernen, dass positiver Spirit nicht von selbst kommt, sondern harte Arbeit ist. Ebenfalls merke ich, wie eine besonders positive Ausstrahlung an guten Tagen auch gut auf mich zurück fällt.

So geht es mir auch. Unabhängig von allen anderen versuche ich nett, ehrlich, loyal und fair zu sein.
Was soll ich sagen: Bei uns im Konzern habe ich gerade deshalb auch eine gewisse Karriere auf den Weg gebracht...

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 04.10.2021:

WiWi Gast schrieb am 03.10.2021:

Ich habe später dann Wirtschaftsinformatik studiert und bin seit knapp 10 Jahren im Beruf - inzwischen als Senior Software Architekt unterwegs (in einer IT Beratung).

Die Leidenschaft, das Brennen hat aber schon deutlich nachgelassen. Ich würde sagen schon nach 3-4 Jahren Job nahm das nach und nach ab. Irgendwann ist es einfach nicht mehr so spannend. Außerdem wird man mit den Dingen der realen Unternehmenswelt konfrontiert: Personalvorgesetzte, die einen nicht fördern, vielleicht sogar behindern, Beförderungen und Gehaltserhöhungen mehr nach Nasenfaktor, gesehen wird, wer am lautesten brüllt, schwierigere Kollegen, echt miese Aufgaben in Projekten etc.

Als jemand der selber in der IT tätig ist, kann ich das so zu 100% unterschreiben. So nach 3-4 Jahren hat auch bei mir massiv das Interesse nachgelassen. Ich interessiere mich zwar immer noch privat für neue technologische Entwicklungen in dem Bereich, weiß aber auch, dass das Jahre (wenn nicht Jahrzehnte) von der Praxis im Unternehmen entfernt ist.

Ich frage mich ziemlich oft nach der Sinnhaftigkeit meines Jobs. Die Realität ist aber leider, dass ich wohl keinen Job mit "Sinn" finden werde, wo ich für so wenig Arbeit so viel Geld bekomme.

Spiele ein bisschen mit dem Gedanken irgendwie selber Unternehmen zu werden, aber wenn ich mir so die Geschäftswelt ansehe, ist das wohl auch nicht viel besser.

Denke, dass das Motivations-Problem meist mit dem hohen Spezialisierungsgrad in den Jobs miteinhergeht. Da ist man im Unternehmen nur ein kleines Rädchen in einem Scrum-Team oder was auch immer mit wenig Einfluss.

Einmal das und man muss sich auch damit abfinden, dass viele Aufgaben ziemlich stupide und / oder irrational sind. Bei uns in der SW-Entwicklung machen wir manchmal Projekte, wo man doch ernsthafte Zweifel daran hat, dass das zu bauende Produkt einen Mehrwert liefert oder jemals sinnvoll zum Einsatz kommen wird.

In den ersten Jahren meiner Laufbahn habe ich das noch kritisch hinterfragt. Irgendwann ist mein damaliger PL mit mir essen gegangen und hat mir zu verstehen gegeben, dass es zweitrangig ist, welchen Mehrwert unser Projekt generiert, sofern der Kunde zahlungswillig ist und das Projekt durchziehen will.

Man stumpft da über die Jahre ab. Während man anfangs noch die Welt verbessern will geht es relativ schnell nur noch darum, Projekte durchzuziehen ohne zu hinterfragen, ob diese Sinn machen.

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Leidenschaft im Beruf

Bei mir kam das Erwachen nach einigen Jahren BE. Im Studium bzw. nach dem Studium wollte ich richtig Gas geben & auch etwas übertrieben. Der Job hat mir Spaß gemacht - aber irgendwann reifte Erkenntnis, dass auch mit einer sehr guten Spezialisierung - am Ende ist man stets ein austauschbares Rädchen im System. Dann arbeitet sich halt irgendjemand anderes in die Materie rein. Am Ende ist jeder austauschbar und ersetzbar - Ich mache heute meine 40h & fahre damit ganz gut. Ich könnte sicherlich paar Euro mehr verdienen, wenn ich nun 50h arbeiten würde. Aber ist es mir wert ? Eher weniger. Lieber ein erfülltes Privatleben.

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 04.10.2021:

In den ersten Jahren meiner Laufbahn habe ich das noch kritisch hinterfragt. Irgendwann ist mein damaliger PL mit mir essen gegangen und hat mir zu verstehen gegeben, dass es zweitrangig ist, welchen Mehrwert unser Projekt generiert, sofern der Kunde zahlungswillig ist und das Projekt durchziehen will.

Man stumpft da über die Jahre ab. Während man anfangs noch die Welt verbessern will geht es relativ schnell nur noch darum, Projekte durchzuziehen ohne zu hinterfragen, ob diese Sinn machen.

Und genau das ist der Grund, warum ich in meinem IT Job immer unzufriedener werde.

Gerade seit ich mich aktiv mit "Persönlichkeitsentwicklung" beschäftige und damit immer häufiger hinterfrage, womit ich eigentlich so meine Zeit verschwende...

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

DerZynischeAnalytiker schrieb am 04.10.2021:

Bei mir kam das Erwachen nach einigen Jahren BE. Im Studium bzw. nach dem Studium wollte ich richtig Gas geben & auch etwas übertrieben. Der Job hat mir Spaß gemacht - aber irgendwann reifte Erkenntnis, dass auch mit einer sehr guten Spezialisierung - am Ende ist man stets ein austauschbares Rädchen im System. Dann arbeitet sich halt irgendjemand anderes in die Materie rein. Am Ende ist jeder austauschbar und ersetzbar - Ich mache heute meine 40h & fahre damit ganz gut. Ich könnte sicherlich paar Euro mehr verdienen, wenn ich nun 50h arbeiten würde. Aber ist es mir wert ? Eher weniger. Lieber ein erfülltes Privatleben.

So ähnlich ist es bei mir aus gelaufen, nur das die Erkenntnis wesentlich früher gekommen ist. Nach Bachelor + Master mit 1,X hab ich einen Job in meinem Wunschkonzern bekommen. Nach 1 Jahr Gas geben habe ich ebenfalls mich auf 35h beschränkt da ich einfach keinen Sinn sehe. Arbeite jetzt auch nur noch das erforderliche ab und treffe mich ab 16:00 Uhr mit Freunden und Familie.

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

Finde die meisten Kommentare ziemlich bedrückend. An die, die keine Sinn in ihrem Job sehen: Habt ihr nie darüber nachgedacht den Job zu wechseln, notfalls auch mit deutlichem Fachgebietsbruch? Ich bin gleich nach dem Studium mit meinem Hobby in die Selbsständigkeit gegangen, und wenn ich das hier so lese, wundere ich mich, wie Leute, das überhaupt aushalten, jahrelang Dinge zu tun, die sie nicht erfüllen. Also ich bekähm da ernsthafte Depressionen. Sehe da die "Flucht" in die Selbsständigkeit eher als Selbstschutz für meine mentale Gesundheit.

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 04.10.2021:

DerZynischeAnalytiker schrieb am 04.10.2021:

Bei mir kam das Erwachen nach einigen Jahren BE. Im Studium bzw. nach dem Studium wollte ich richtig Gas geben & auch etwas übertrieben. Der Job hat mir Spaß gemacht - aber irgendwann reifte Erkenntnis, dass auch mit einer sehr guten Spezialisierung - am Ende ist man stets ein austauschbares Rädchen im System. Dann arbeitet sich halt irgendjemand anderes in die Materie rein. Am Ende ist jeder austauschbar und ersetzbar - Ich mache heute meine 40h & fahre damit ganz gut. Ich könnte sicherlich paar Euro mehr verdienen, wenn ich nun 50h arbeiten würde. Aber ist es mir wert ? Eher weniger. Lieber ein erfülltes Privatleben.

So ähnlich ist es bei mir aus gelaufen, nur das die Erkenntnis wesentlich früher gekommen ist. Nach Bachelor + Master mit 1,X hab ich einen Job in meinem Wunschkonzern bekommen. Nach 1 Jahr Gas geben habe ich ebenfalls mich auf 35h beschränkt da ich einfach keinen Sinn sehe. Arbeite jetzt auch nur noch das erforderliche ab und treffe mich ab 16:00 Uhr mit Freunden und Familie.

Alles richtig gemacht.

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 04.10.2021:

In den ersten Jahren meiner Laufbahn habe ich das noch kritisch hinterfragt. Irgendwann ist mein damaliger PL mit mir essen gegangen und hat mir zu verstehen gegeben, dass es zweitrangig ist, welchen Mehrwert unser Projekt generiert, sofern der Kunde zahlungswillig ist und das Projekt durchziehen will.

Man stumpft da über die Jahre ab. Während man anfangs noch die Welt verbessern will geht es relativ schnell nur noch darum, Projekte durchzuziehen ohne zu hinterfragen, ob diese Sinn machen.

Und genau das ist der Grund, warum ich in meinem IT Job immer unzufriedener werde.

Gerade seit ich mich aktiv mit "Persönlichkeitsentwicklung" beschäftige und damit immer häufiger hinterfrage, womit ich eigentlich so meine Zeit verschwende...

Dann wechsel doch zu einem Unternehmen, wo hinterfragt wird, ob ein Projekt Sinn macht. Als ITler kann man sich doch die Jobs aussuchen und gezielt im Vorstellungsgespräch fragen, wie das gehandhabt wird.

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 03.10.2021:

Ich habe später dann Wirtschaftsinformatik studiert und bin seit knapp 10 Jahren im Beruf - inzwischen als Senior Software Architekt unterwegs (in einer IT Beratung).

Die Leidenschaft, das Brennen hat aber schon deutlich nachgelassen. Ich würde sagen schon nach 3-4 Jahren Job nahm das nach und nach ab. Irgendwann ist es einfach nicht mehr so spannend. Außerdem wird man mit den Dingen der realen Unternehmenswelt konfrontiert: Personalvorgesetzte, die einen nicht fördern, vielleicht sogar behindern, Beförderungen und Gehaltserhöhungen mehr nach Nasenfaktor, gesehen wird, wer am lautesten brüllt, schwierigere Kollegen, echt miese Aufgaben in Projekten etc.

Als jemand der selber in der IT tätig ist, kann ich das so zu 100% unterschreiben. So nach 3-4 Jahren hat auch bei mir massiv das Interesse nachgelassen. Ich interessiere mich zwar immer noch privat für neue technologische Entwicklungen in dem Bereich, weiß aber auch, dass das Jahre (wenn nicht Jahrzehnte) von der Praxis im Unternehmen entfernt ist.

Ich frage mich ziemlich oft nach der Sinnhaftigkeit meines Jobs. Die Realität ist aber leider, dass ich wohl keinen Job mit "Sinn" finden werde, wo ich für so wenig Arbeit so viel Geld bekomme.

Spiele ein bisschen mit dem Gedanken irgendwie selber Unternehmen zu werden, aber wenn ich mir so die Geschäftswelt ansehe, ist das wohl auch nicht viel besser.

Und wenn du einfach einen sinnvolleren, aber dafür nicht so gut bezahlten Job annimmst?

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

Bei mir ist das so, dass ich ein Haus haben muss, es ist so, sonst ist mein Leben nicht komplett. Also stelle ich im Job alles hintenan, hauptsache irgendwann bevor ich 30 bin kommt ein Haus dabei raus.

antworten
WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

Same bei mir, bin aber auch aus einer Ländlichen Region..

Alle Eltern meiner Freunde haben Häuser und es ist ein so unfassbarer Vorteil gegenüber irgend einer Wohnung, ich kann einfach nicht ohne.

Bei mir ist aber nicht mit 30 Jahren das Ziel zu bauen, sondern erst richtung 35 (Erst Karriere machen)

WiWi Gast schrieb am 04.10.2021:

Bei mir ist das so, dass ich ein Haus haben muss, es ist so, sonst ist mein Leben nicht komplett. Also stelle ich im Job alles hintenan, hauptsache irgendwann bevor ich 30 bin kommt ein Haus dabei raus.

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 04.10.2021:

Dann wechsel doch zu einem Unternehmen, wo hinterfragt wird, ob ein Projekt Sinn macht. Als ITler kann man sich doch die Jobs aussuchen und gezielt im Vorstellungsgespräch fragen, wie das gehandhabt wird.

Sowas gibt es im IT Bereich nicht. Weder auf Dienstleistungsseite (wo es nur um Geldverdienen geht) noch auf Kundenseite (wo es nur um interne Profilierung geht).

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 04.10.2021:

Ich habe später dann Wirtschaftsinformatik studiert und bin seit knapp 10 Jahren im Beruf - inzwischen als Senior Software Architekt unterwegs (in einer IT Beratung).

Die Leidenschaft, das Brennen hat aber schon deutlich nachgelassen. Ich würde sagen schon nach 3-4 Jahren Job nahm das nach und nach ab. Irgendwann ist es einfach nicht mehr so spannend. Außerdem wird man mit den Dingen der realen Unternehmenswelt konfrontiert: Personalvorgesetzte, die einen nicht fördern, vielleicht sogar behindern, Beförderungen und Gehaltserhöhungen mehr nach Nasenfaktor, gesehen wird, wer am lautesten brüllt, schwierigere Kollegen, echt miese Aufgaben in Projekten etc.

Als jemand der selber in der IT tätig ist, kann ich das so zu 100% unterschreiben. So nach 3-4 Jahren hat auch bei mir massiv das Interesse nachgelassen. Ich interessiere mich zwar immer noch privat für neue technologische Entwicklungen in dem Bereich, weiß aber auch, dass das Jahre (wenn nicht Jahrzehnte) von der Praxis im Unternehmen entfernt ist.

Ich frage mich ziemlich oft nach der Sinnhaftigkeit meines Jobs. Die Realität ist aber leider, dass ich wohl keinen Job mit "Sinn" finden werde, wo ich für so wenig Arbeit so viel Geld bekomme.

Spiele ein bisschen mit dem Gedanken irgendwie selber Unternehmen zu werden, aber wenn ich mir so die Geschäftswelt ansehe, ist das wohl auch nicht viel besser.

Und wenn du einfach einen sinnvolleren, aber dafür nicht so gut bezahlten Job annimmst?

IT macht generell keinen Sinn. Ich habe das auch ähnlich erfahren. Ursprünglich mal eine Ausbildung als Informatikkaufmann gemacht. Dann sehr technisch gearbeitet und ich habe dann noch die Phase kurz nach 2000 mitgemacht wo die Komplexität der Technologie explodiert ist, davor hätte ich dir eine ganze Firma alleine administrieren können. Deshalb dann auch noch ein BWL Studium angefangen jetzt manage ich den ganzen Irrsinn, da wusste ich wenigstens schon vorher das es keinen wirklich privat interessant zu erachtenden Aspekt gibt dafür wird es besser bezahlt.

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 04.10.2021:

Ich habe später dann Wirtschaftsinformatik studiert und bin seit knapp 10 Jahren im Beruf - inzwischen als Senior Software Architekt unterwegs (in einer IT Beratung).

Die Leidenschaft, das Brennen hat aber schon deutlich nachgelassen. Ich würde sagen schon nach 3-4 Jahren Job nahm das nach und nach ab. Irgendwann ist es einfach nicht mehr so spannend. Außerdem wird man mit den Dingen der realen Unternehmenswelt konfrontiert: Personalvorgesetzte, die einen nicht fördern, vielleicht sogar behindern, Beförderungen und Gehaltserhöhungen mehr nach Nasenfaktor, gesehen wird, wer am lautesten brüllt, schwierigere Kollegen, echt miese Aufgaben in Projekten etc.

Als jemand der selber in der IT tätig ist, kann ich das so zu 100% unterschreiben. So nach 3-4 Jahren hat auch bei mir massiv das Interesse nachgelassen. Ich interessiere mich zwar immer noch privat für neue technologische Entwicklungen in dem Bereich, weiß aber auch, dass das Jahre (wenn nicht Jahrzehnte) von der Praxis im Unternehmen entfernt ist.

Ich frage mich ziemlich oft nach der Sinnhaftigkeit meines Jobs. Die Realität ist aber leider, dass ich wohl keinen Job mit "Sinn" finden werde, wo ich für so wenig Arbeit so viel Geld bekomme.

Spiele ein bisschen mit dem Gedanken irgendwie selber Unternehmen zu werden, aber wenn ich mir so die Geschäftswelt ansehe, ist das wohl auch nicht viel besser.

Und wenn du einfach einen sinnvolleren, aber dafür nicht so gut bezahlten Job annimmst?

IT macht generell keinen Sinn. Ich habe das auch ähnlich erfahren. Ursprünglich mal eine Ausbildung als Informatikkaufmann gemacht. Dann sehr technisch gearbeitet und ich habe dann noch die Phase kurz nach 2000 mitgemacht wo die Komplexität der Technologie explodiert ist, davor hätte ich dir eine ganze Firma alleine administrieren können. Deshalb dann auch noch ein BWL Studium angefangen jetzt manage ich den ganzen Irrsinn, da wusste ich wenigstens schon vorher das es keinen wirklich privat interessant zu erachtenden Aspekt gibt dafür wird es besser bezahlt.

Was soll an Unternehmens-IT auch sinnstiftend sein. Interessanter ist da schon echte Forschung und Entwicklung, natürlich kein Admin Job oder einer bei dem man für einen Kunden irgendwelche Buchhaltungssoftware programmiert.

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

Dass alles im Leben einen Sinn haben muss, ist auch eine eher neuartige Erscheinung, wie es mir scheint. Vergesst nicht, dass die Leute früher ÜBERlebt haben und kaum gelebt. Da war nichts mit Urlaub, Arbeitsschutzgesetzen oder Feierabend um 17 Uhr. Da war man froh, wenn man seine Familie ernähren konnte und hat nicht nach einem Sinn gefragt. Heute gibts so viele Freiheiten wie nie und damit kommen einige irgendwie nicht klar.

antworten
WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 04.10.2021:

Dass alles im Leben einen Sinn haben muss, ist auch eine eher neuartige Erscheinung, wie es mir scheint. Vergesst nicht, dass die Leute früher ÜBERlebt haben und kaum gelebt. Da war nichts mit Urlaub, Arbeitsschutzgesetzen oder Feierabend um 17 Uhr. Da war man froh, wenn man seine Familie ernähren konnte und hat nicht nach einem Sinn gefragt. Heute gibts so viele Freiheiten wie nie und damit kommen einige irgendwie nicht klar.

Wenn man auch mit der reinen Lebenserhaltung beschäftigt ist, hat man ja auch einen Sinn in der Arbeit und zwar den, nicht zu verhungern. Wir leben in Zeiten in denen es uns normalerweise gut geht, also muss Arbeit dann auch einen anderen Sinn als reine Lebenserhaltung erfüllen. Das ist elementare Psychologie.

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 01.10.2021:

Ich bin Software-Entwickler und liebe meinen Job. Mache nach Feierabend teilweise einfach weiter wenn es gerade interessant ist.

Einziger Haken: wer weiter kommen will mit der Karriere, muss weiter weg von der Technik.

Ging mir genauso. Wobei irgendwann der Punkt kam wo die Lernkurve abnahm und sich Routine einschlich. Bin nun ins Projekmanagement gewechselt zwecks Karriere. Mal schauen wie mir das so taugt. Zur Not geht's halt wieder zurück in die Techniker Schiene.

antworten
WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

Ich bin auch der Ansicht nicht alles im Leben muss einen Sinn haben etc. Ich zB brauche kein erfüllenden Beruf, da ich ein sehr erfüllendes Privatleben habe. Allerdings könnte ich auch nicht einem Beruf nachgehen, der mich täglich ankotzt und in den Burnout treibt. Ich habe für mich glaube ich den Sweetspot gefunden: Gutes Gehalt (95k) bei guter WLB (~40h bei relativ freier Zeiteinteilung, bisschen Reisen dabei) in einem internationalen, fordernden Umfeld, mit der Möglichkeit zum weiteren Aufstieg und Entfaltung.

Der Job an sich ist definitiv nicht meine Leidenschaft aber hat durchaus interessante und spannende Seiten. Dazu kommt, dass die Produkte meines AGs, an denen ich als kleines Rädchen zumindest teilweise mitwirke, Menschen wirklich helfen, das finde ich schön und irgendwie sinnstiftend. Aber tatsächlich bin ich hauptsächlich froh ein sehr gutes Gehalt bei guter WLB zu kriegen.

Eventuell schaffe ich es noch eine Position aufzusteigen, der Gehaltssprung wäre riesig (130-140k) und die Arbeitszeit eher 45-50h, dafür auch mit mehr internationaler Reisetätigkeit, was ich ganz spannend finden würde.

Leidenschaft wirds dann aber dennoch nicht. Meine Leidenschaft liegt ganz einfach außerhalb vom beruflichen, daran wird sich auch nichts mehr ändern. Geld kann man damit aber leider nicht verdienen, insofern ist es auch nicht möglich, die Leidenschaft zum Beruf zu machen.

antworten
WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

Mir ist das Leben zu kurz, um mind. 8h am Tag mit einer Tätigkeit zu verbringen, die ich im schlimmsten Fall verabscheue.
Unter der Woche verbringt man im Schnitt über die Hälfte der zur Verfügung stehenden Zeit mit der Arbeit (8h Schlaf abgezogen) bzw. Tätigkeiten die damit zu tun haben (auch den Arbeitsweg nicht vergessen).

Es ist einfach eine ganz andere persönliche Lebensqualität, wenn man sich nicht zur Arbeit quälen muss, sondern mit Freude und Elan an die Sache rangehen kann. Dafür muss man aber eine Tätigkeit finden, die für einen auch Sinn ergibt. Heißt natürlich nicht, dass man das finanzielle außer Acht lassen sollte. Aber was nutzen einem ein paar Euros mehr im Monat, wenn man sich dafür permanent quälen muss?

Zeit ist die einzige wichtige Ressource des Menschen. Man hat nur eine bestimme Menge davon und kann sie nur ausgeben, aber nicht verdienen.

antworten
WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 05.10.2021:

Ich bin auch der Ansicht nicht alles im Leben muss einen Sinn haben etc. Ich zB brauche kein erfüllenden Beruf, da ich ein sehr erfüllendes Privatleben habe. Allerdings könnte ich auch nicht einem Beruf nachgehen, der mich täglich ankotzt und in den Burnout treibt. Ich habe für mich glaube ich den Sweetspot gefunden: Gutes Gehalt (95k) bei guter WLB (~40h bei relativ freier Zeiteinteilung, bisschen Reisen dabei) in einem internationalen, fordernden Umfeld, mit der Möglichkeit zum weiteren Aufstieg und Entfaltung.

Der Job an sich ist definitiv nicht meine Leidenschaft aber hat durchaus interessante und spannende Seiten. Dazu kommt, dass die Produkte meines AGs, an denen ich als kleines Rädchen zumindest teilweise mitwirke, Menschen wirklich helfen, das finde ich schön und irgendwie sinnstiftend. Aber tatsächlich bin ich hauptsächlich froh ein sehr gutes Gehalt bei guter WLB zu kriegen.

Eventuell schaffe ich es noch eine Position aufzusteigen, der Gehaltssprung wäre riesig (130-140k) und die Arbeitszeit eher 45-50h, dafür auch mit mehr internationaler Reisetätigkeit, was ich ganz spannend finden würde.

Leidenschaft wirds dann aber dennoch nicht. Meine Leidenschaft liegt ganz einfach außerhalb vom beruflichen, daran wird sich auch nichts mehr ändern. Geld kann man damit aber leider nicht verdienen, insofern ist es auch nicht möglich, die Leidenschaft zum Beruf zu machen.

Genau mein Humor. Schreibt dass er keinen erfüllenden Beruf braucht und erklärt dann ausführlich wie der Beruf ihn erfüllt.

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

Also ich habe Leidenschaft für meinen Beruf weil er sinnstiftend ist.
Dazu kommen im 3. Jahr nach dem Studium mittlerweile etwas mehr als 4000€ netto für einen "24h" Dienst (kann dabei 8h schlafen) und 3x von 8:00-14:30 pro Woche, also WL Balance auch top. Kann mich nicht beschweren

antworten
WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 05.10.2021:

Also ich habe Leidenschaft für meinen Beruf weil er sinnstiftend ist.
Dazu kommen im 3. Jahr nach dem Studium mittlerweile etwas mehr als 4000€ netto für einen "24h" Dienst (kann dabei 8h schlafen) und 3x von 8:00-14:30 pro Woche, also WL Balance auch top. Kann mich nicht beschweren

Als was arbeitest du wenn ich fragen darf?

antworten
WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 04.10.2021:

Dass alles im Leben einen Sinn haben muss, ist auch eine eher neuartige Erscheinung, wie es mir scheint. Vergesst nicht, dass die Leute früher ÜBERlebt haben und kaum gelebt. Da war nichts mit Urlaub, Arbeitsschutzgesetzen oder Feierabend um 17 Uhr. Da war man froh, wenn man seine Familie ernähren konnte und hat nicht nach einem Sinn gefragt. Heute gibts so viele Freiheiten wie nie und damit kommen einige irgendwie nicht klar.

Beschäftige dich mal mit der Geschichte der Arbeit. Du wirst dich wundern, wie wenig vor der Industrialisierung gearbeitet wurde, auf jeden Fall nicht mehr als heute. Auch gut zu Wissen: Lohnarbeit gibt es so noch gar nicht so lange.

antworten
WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 30.09.2021:

Die Leute, die keine Leidenschaft für ihren Beruf empfinden und sich morgens aus dem Bett quälen müssen, sind auch die, die jetzt für mehr als 2 Tage Homeoffice die Woche plädieren.

Gewagte These. Ich arbeite sehr gerne aber wozu ins Büro? Klaut nur jeden Tag 1,5h Lebenszeit.

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 05.10.2021:

Also ich habe Leidenschaft für meinen Beruf weil er sinnstiftend ist.
Dazu kommen im 3. Jahr nach dem Studium mittlerweile etwas mehr als 4000€ netto für einen "24h" Dienst (kann dabei 8h schlafen) und 3x von 8:00-14:30 pro Woche, also WL Balance auch top. Kann mich nicht beschweren

Das wäre genau mein Job. Könntest mir einen Tipp geben, in welchem Bereich so was geht?

antworten
WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 06.10.2021:

WiWi Gast schrieb am 04.10.2021:

Dass alles im Leben einen Sinn haben muss, ist auch eine eher neuartige Erscheinung, wie es mir scheint. Vergesst nicht, dass die Leute früher ÜBERlebt haben und kaum gelebt. Da war nichts mit Urlaub, Arbeitsschutzgesetzen oder Feierabend um 17 Uhr. Da war man froh, wenn man seine Familie ernähren konnte und hat nicht nach einem Sinn gefragt. Heute gibts so viele Freiheiten wie nie und damit kommen einige irgendwie nicht klar.

Beschäftige dich mal mit der Geschichte der Arbeit. Du wirst dich wundern, wie wenig vor der Industrialisierung gearbeitet wurde, auf jeden Fall nicht mehr als heute. Auch gut zu Wissen: Lohnarbeit gibt es so noch gar nicht so lange.

Genau! 1/3 des Jahres waren allein schon christliche Feiertage! In der Winterzeit war spätestens mit Sonnenuntergang Schluss

antworten
WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 05.10.2021:

WiWi Gast schrieb am 05.10.2021:

Also ich habe Leidenschaft für meinen Beruf weil er sinnstiftend ist.
Dazu kommen im 3. Jahr nach dem Studium mittlerweile etwas mehr als 4000€ netto für einen "24h" Dienst (kann dabei 8h schlafen) und 3x von 8:00-14:30 pro Woche, also WL Balance auch top. Kann mich nicht beschweren

Als was arbeitest du wenn ich fragen darf?
Ich bin Assistenzärztin

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 06.10.2021:

WiWi Gast schrieb am 05.10.2021:

Also ich habe Leidenschaft für meinen Beruf weil er sinnstiftend ist.
Dazu kommen im 3. Jahr nach dem Studium mittlerweile etwas mehr als 4000€ netto für einen "24h" Dienst (kann dabei 8h schlafen) und 3x von 8:00-14:30 pro Woche, also WL Balance auch top. Kann mich nicht beschweren

Das wäre genau mein Job. Könntest mir einen Tipp geben, in welchem Bereich so was geht?

Klingt nach Arzt o.ä.

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 06.10.2021:

WiWi Gast schrieb am 06.10.2021:

WiWi Gast schrieb am 04.10.2021:

Dass alles im Leben einen Sinn haben muss, ist auch eine eher neuartige Erscheinung, wie es mir scheint. Vergesst nicht, dass die Leute früher ÜBERlebt haben und kaum gelebt. Da war nichts mit Urlaub, Arbeitsschutzgesetzen oder Feierabend um 17 Uhr. Da war man froh, wenn man seine Familie ernähren konnte und hat nicht nach einem Sinn gefragt. Heute gibts so viele Freiheiten wie nie und damit kommen einige irgendwie nicht klar.

Beschäftige dich mal mit der Geschichte der Arbeit. Du wirst dich wundern, wie wenig vor der Industrialisierung gearbeitet wurde, auf jeden Fall nicht mehr als heute. Auch gut zu Wissen: Lohnarbeit gibt es so noch gar nicht so lange.

Genau! 1/3 des Jahres waren allein schon christliche Feiertage! In der Winterzeit war spätestens mit Sonnenuntergang Schluss.

Das war auch eine Subsistenz- und keine Wachstumsgesellschaft.

antworten
WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 06.10.2021:

Dass alles im Leben einen Sinn haben muss, ist auch eine eher neuartige Erscheinung, wie es mir scheint. Vergesst nicht, dass die Leute früher ÜBERlebt haben und kaum gelebt. Da war nichts mit Urlaub, Arbeitsschutzgesetzen oder Feierabend um 17 Uhr. Da war man froh, wenn man seine Familie ernähren konnte und hat nicht nach einem Sinn gefragt. Heute gibts so viele Freiheiten wie nie und damit kommen einige irgendwie nicht klar.

Beschäftige dich mal mit der Geschichte der Arbeit. Du wirst dich wundern, wie wenig vor der Industrialisierung gearbeitet wurde, auf jeden Fall nicht mehr als heute. Auch gut zu Wissen: Lohnarbeit gibt es so noch gar nicht so lange.

Genau! 1/3 des Jahres waren allein schon christliche Feiertage! In der Winterzeit war spätestens mit Sonnenuntergang Schluss.

Das war auch eine Subsistenz- und keine Wachstumsgesellschaft.

Und das macht die heutige Situation jetzt in wie weit besser? Wachstum gut und schön, nur was hab ich davon, wenn ich dafür nur noch am Arbeiten bin? Das PS starke Auto um von zu Hause zur Arbeit und zurück zu fahren?

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 06.10.2021:

Dass alles im Leben einen Sinn haben muss, ist auch eine eher neuartige Erscheinung, wie es mir scheint. Vergesst nicht, dass die Leute früher ÜBERlebt haben und kaum gelebt. Da war nichts mit Urlaub, Arbeitsschutzgesetzen oder Feierabend um 17 Uhr. Da war man froh, wenn man seine Familie ernähren konnte und hat nicht nach einem Sinn gefragt. Heute gibts so viele Freiheiten wie nie und damit kommen einige irgendwie nicht klar.

Beschäftige dich mal mit der Geschichte der Arbeit. Du wirst dich wundern, wie wenig vor der Industrialisierung gearbeitet wurde, auf jeden Fall nicht mehr als heute. Auch gut zu Wissen: Lohnarbeit gibt es so noch gar nicht so lange.

Wundert mich wirklich, da ich bei meinen Großeltern mitbekommen habe, was in der Landwirtschaft gearbeitet wurde. Das fängt doch schon damit an, dass sich das Vieh im Stall nicht wie ein Laptop zuklappen und für ein langes Wochenende in den Schrank stellen lässt.

Das hat ganz sicher nicht mit einer 35h Woche funktioniert.

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 06.10.2021:

Dass alles im Leben einen Sinn haben muss, ist auch eine eher neuartige Erscheinung, wie es mir scheint. Vergesst nicht, dass die Leute früher ÜBERlebt haben und kaum gelebt. Da war nichts mit Urlaub, Arbeitsschutzgesetzen oder Feierabend um 17 Uhr. Da war man froh, wenn man seine Familie ernähren konnte und hat nicht nach einem Sinn gefragt. Heute gibts so viele Freiheiten wie nie und damit kommen einige irgendwie nicht klar.

Beschäftige dich mal mit der Geschichte der Arbeit. Du wirst dich wundern, wie wenig vor der Industrialisierung gearbeitet wurde, auf jeden Fall nicht mehr als heute. Auch gut zu Wissen: Lohnarbeit gibt es so noch gar nicht so lange.

Wundert mich wirklich, da ich bei meinen Großeltern mitbekommen habe, was in der Landwirtschaft gearbeitet wurde. Das fängt doch schon damit an, dass sich das Vieh im Stall nicht wie ein Laptop zuklappen und für ein langes Wochenende in den Schrank stellen lässt.

Das hat ganz sicher nicht mit einer 35h Woche funktioniert.

Geht wohl um die Epoche vor der Sesshaftigkeit (Vieh-/Ackerbau).

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 30.09.2021:

Die Leute, die keine Leidenschaft für ihren Beruf empfinden und sich morgens aus dem Bett quälen müssen, sind auch die, die jetzt für mehr als 2 Tage Homeoffice die Woche plädieren.

Oder von Leuten, die noch ein Leben ausserhalb des Berufs haben.
Ich sitze seit letztem Jahr März zu 100% im HomeOffice und habe dieses Jahr eine sehr nette Leistungsprämie bekommen, weil ich in den 7,48h die ich am Tag arbeite auch ohne brennende Leidenschaft höchst effizient bin. Mehr noch, weil ich problemlos auf Toilette oder in die Küche gehen kann, ohne von gelangweilten Kollegen angequatscht zu werden.

Die Verfechter des Büros sind meiner Erfahrung nach die, die mit so viel Freizeit nichts anzufangen wissen und auch auf der Arbeit nicht ausgelastet sind oder unliebsame Aufgaben vor sich her schieben.

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 06.10.2021:

Dass alles im Leben einen Sinn haben muss, ist auch eine eher neuartige Erscheinung, wie es mir scheint. Vergesst nicht, dass die Leute früher ÜBERlebt haben und kaum gelebt. Da war nichts mit Urlaub, Arbeitsschutzgesetzen oder Feierabend um 17 Uhr. Da war man froh, wenn man seine Familie ernähren konnte und hat nicht nach einem Sinn gefragt. Heute gibts so viele Freiheiten wie nie und damit kommen einige irgendwie nicht klar.

Beschäftige dich mal mit der Geschichte der Arbeit. Du wirst dich wundern, wie wenig vor der Industrialisierung gearbeitet wurde, auf jeden Fall nicht mehr als heute. Auch gut zu Wissen: Lohnarbeit gibt es so noch gar nicht so lange.

Weder wurde vor der Industrialisierung weniger gearbeitet, noch ist Lohnarbeit eine neue Erfindung, sondern sehr alt. Nur wurde damals pro Tag statt pro Stunde gezahlt

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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 06.10.2021:

Dass alles im Leben einen Sinn haben muss, ist auch eine eher neuartige Erscheinung, wie es mir scheint. Vergesst nicht, dass die Leute früher ÜBERlebt haben und kaum gelebt. Da war nichts mit Urlaub, Arbeitsschutzgesetzen oder Feierabend um 17 Uhr. Da war man froh, wenn man seine Familie ernähren konnte und hat nicht nach einem Sinn gefragt. Heute gibts so viele Freiheiten wie nie und damit kommen einige irgendwie nicht klar.

Beschäftige dich mal mit der Geschichte der Arbeit. Du wirst dich wundern, wie wenig vor der Industrialisierung gearbeitet wurde, auf jeden Fall nicht mehr als heute. Auch gut zu Wissen: Lohnarbeit gibt es so noch gar nicht so lange.

Genau! 1/3 des Jahres waren allein schon christliche Feiertage! In der Winterzeit war spätestens mit Sonnenuntergang Schluss.

Das war auch eine Subsistenz- und keine Wachstumsgesellschaft.

Und das macht die heutige Situation jetzt in wie weit besser? Wachstum gut und schön, nur was hab ich davon, wenn ich dafür nur noch am Arbeiten bin? Das PS starke Auto um von zu Hause zur Arbeit und zurück zu fahren?

  • keine Angst vor Hunger/Ernteausfällen
  • ein warmes Zuhause
  • Geld für diverse Hobbies (Playstation,Reisen, Scubadiving, Skifahren, Fitnessstudio...)
  • Hilfe bei diversen Krankheiten und ein längeres Leben
  • funktionierende Kanalisation
  • keine Angst vor Verdienstausfall durch Krankheit
  • Blitzableiter, Alarmanlage, Geschirrspühlmaschine, Waschmaschine, Rasenmäher
  • sauberes Trinkwasser jeden Tag
  • Schutz vor Naturkatastrophen
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WiWi Gast

Leidenschaft im Beruf

WiWi Gast schrieb am 06.10.2021:

Dass alles im Leben einen Sinn haben muss, ist auch eine eher neuartige Erscheinung, wie es mir scheint. Vergesst nicht, dass die Leute früher ÜBERlebt haben und kaum gelebt. Da war nichts mit Urlaub, Arbeitsschutzgesetzen oder Feierabend um 17 Uhr. Da war man froh, wenn man seine Familie ernähren konnte und hat nicht nach einem Sinn gefragt. Heute gibts so viele Freiheiten wie nie und damit kommen einige irgendwie nicht klar.

Beschäftige dich mal mit der Geschichte der Arbeit. Du wirst dich wundern, wie wenig vor der Industrialisierung gearbeitet wurde, auf jeden Fall nicht mehr als heute. Auch gut zu Wissen: Lohnarbeit gibt es so noch gar nicht so lange.

Genau! 1/3 des Jahres waren allein schon christliche Feiertage! In der Winterzeit war spätestens mit Sonnenuntergang Schluss.

Das war auch eine Subsistenz- und keine Wachstumsgesellschaft.

Und das macht die heutige Situation jetzt in wie weit besser? Wachstum gut und schön, nur was hab ich davon, wenn ich dafür nur noch am Arbeiten bin? Das PS starke Auto um von zu Hause zur Arbeit und zurück zu fahren?

Wenn du stattdessen gerne ein einfacher Arbeiter vor 300, 400 Jahren gewesen wärst gerne. Du arbeitest zum Überleben. Dein Körper wird verschlissen, dass du deinen 50. Geburtstag erlebst ist sehr unwahrscheinlich. Und du arbeitest bis du umfällst. Dein Haus bietet vor allem ein Dach über dem Kopf. Im Winter bist du froh es irgendwie warm zu kriegen.
Wenn man das wirklich als erstrebenswerter erachtet als eine 40 h Woche heute plus im Schnitt über 15 Jahre Rente.

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