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China löst Deutschland als Exportweltmeister ab

Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, wurden im Jahr 2009 von Deutschland Waren im Wert von 803,2 Milliarden Euro ausgeführt und Waren im Wert von 667,1 Milliarden Euro eingeführt.

Eine bunt beleuchtete Parkanlage in China.

China löst Deutschland als Exportweltmeister ab
Wiesbaden, 11.02.2010 (destatis) - Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, wurden im Jahr 2009 von Deutschland Waren im Wert von 803,2 Milliarden Euro ausgeführt und Waren im Wert von 667,1 Milliarden Euro eingeführt. Die deutschen Ausfuhren waren damit im Jahr 2009 um 18,4 Prozent und die Einfuhren um 17,2 Prozent niedriger als im Jahr 2008. Sowohl einfuhr-als auch ausfuhrseitig war das der höchste Rückgang eines Jahresergebnisses der Außenhandelsstatistik seit 1950. In der Rangliste der weltweit größten Exportnationen wurde Deutschland im Jahr 2009 von China an der Spitze abgelöst. Die Ausfuhren Chinas beliefen sich nach Angaben des chinesischen Handelsministeriums im Jahr 2009 auf 1 201,7 Milliarden US-Dollar, die deutschen Ausfuhren auf umgerechnet 1.121,3 Milliarden US-Dollar.

Die deutsche Außenhandelsbilanz schloss im Jahr 2009 mit einem Überschuss von 136,1 Milliarden Euro ab. Im Jahr 2008 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz 178,3 Milliarden Euro betragen.  Zusammen mit den Salden für Dienstleistungen (-15,8 Milliarden Euro), Erwerbs-und Vermögenseinkommen (+ 43,3 Milliarden Euro), laufende Übertragungen (-33,0 Milliarden Euro) sowie Ergänzungen zum Außenhandel (-11,3 Milliarden Euro) schloss -nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank -die Leistungsbilanz im Jahr 2009 mit einem Überschuss von 119,4 Milliarden Euro ab. Im Jahr 2008 hatte die deutsche Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 165,2 Milliarden Euro ausgewiesen.

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im Jahr 2009 Waren im Wert von 503,5 Milliarden Euro versandt und Waren im Wert von 431,0 Milliarden Euro von dort bezogen. Gegenüber dem Jahr 2008 sanken die Versendungen in die EU-Länder um 19,1 Prozent und die Eingänge aus diesen Ländern um 15,9 Prozent. In die Länder der Eurozone wurden im Jahr 2009 Waren im Wert von 344,9 Milliarden Euro (-16,1 Prozent) geliefert und Waren im Wert von 306,5 Milliarden Euro (-13,6 Prozent) aus diesen Ländern bezogen. In die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, wurden im Jahr 2009 Waren im Wert von 158,7 Milliarden Euro (-25,0 Prozent) ausgeführt und Waren im Wert von 124,5 Milliarden Euro (-21,1 Prozent) von dort eingeführt.

In die Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittländer) wurden im Jahr 2009 Waren im Wert von 299,7 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 236,1 Milliarden Euro aus diesen Ländern importiert. Gegenüber dem Jahr 2008 nahmen die Exporte in die Drittländer um 17,1 Prozent und die Importe
von dort um 19,4 Prozent ab. Im Monat Dezember 2009 wurden von Deutschland Waren im Wert von 69,0 Milliarden Euro ausgeführt. Die Ausfuhren lagen damit erstmals seit Oktober 2008 wieder über dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats: Sie stiegen gegenüber Dezember 2008 um 3,4 Prozent. Die Wareneinfuhren nach Deutschland beliefen sich im Dezember 2009 auf 55,5 Milliarden Euro, 6,5 Prozent weniger als im Dezember 2008. Kalender-und saisonbereinigt nahmen im Dezember 2009 die Ausfuhren um 3,0 Prozent und die Einfuhren um 4,5 Prozent gegenüber November 2009 zu.
 

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WiWi Gast

Super Beiträge, die bezüglich den aktuellen Entwicklungen zurecht kritisch sind.

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