DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
WiWi-NewsIndustrie

Deutsche Industrie im Höhenflug - Einkaufsmanager-Index steigt auf 54,3 Punkte

Die deutsche Industrie hat im Dezember 2013 zum Höhenflug angesetzt und verzeichnete den stärksten Produktionsanstieg seit zweieinhalb Jahren. Dank kräftiger Zuwächse bei Fertigung und Auftragseingang schuf das Verarbeitende Gewerbe auch erstmals seit März wieder neue Stellen.

Industrie 4.0

Deutsche Industrie im Höhenflug - Einkaufsmanager-Index steigt auf 54,3 Punkte
Frankfurt, 21.01.2014 (bme) - Die deutsche Industrie hat im Dezember 2013 zum Höhenflug angesetzt und verzeichnete den stärksten Produktionsanstieg seit zweieinhalb Jahren. Dank kräftiger Zuwächse bei Fertigung und Auftragseingang schuf das Verarbeitende Gewerbe auch erstmals seit März wieder neue Stellen. Das belegt der saisonbereinigte Markit/BME-Einkaufsmanager-Index (EMI), der sich gegenüber November um 1,6 Punkte auf 54,3 erhöhte. Er notierte damit zum sechsten Mal in Folge oberhalb der neutralen 50-Punkte-Wachstumsschwelle.



„Die rasante Zunahme der Auftragseingänge und die stärkste Ausweitung der Einkaufsmenge seit zweieinhalb Jahren lassen uns optimistisch ins neue Jahr blicken“, betonte Dr. Christoph Feldmann, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME). Das nun schon seit Mai 2013 anhaltende Produktionswachstum dürfte sich auch in den nächsten Monaten fortsetzen, so Feldmann weiter.

„Zum Jahresende 2013 setzte nicht nur der deutsche Aktienmarkt zu Höhenflügen an, sondern auch der EMI. Während der DAX historische Höchststände markierte, reichte es hingegen beim EMI ‚nur‘ zu einem Zweieinhalbjahreshoch“, sagte Dr. Gertrud R. Traud, Chefvolkswirtin der Helaba Landesbank Hessen-Thüringen, dem BME. Die konjunkturellen Signale für 2014 seien eindeutig aufwärts gerichtet. „Einen Anstieg des deutschen Bruttoinlandsprodukts von 2,0 Prozent halte ich daher 2014 für sehr wahrscheinlich; Wachstumsraten wie in den Jahren 2010 und 2011 von bis zu 4,0 Prozent sind dagegen eher nicht zu erwarten“, betonte Traud. Im damaligen Umfeld sei der EMI im Februar 2011 bis auf 62,7 nach oben geklettert. Dieser Wert dürfte in diesem Zyklus vermutlich nicht zu erreichen sein. So scheine auch die Entwicklung am deutschen Aktienmarkt weitgehend ausgereizt. 2014 müsse deshalb mit Rückschlägen gerechnet werden.

„Das konjunkturelle Umfeld für das neue Jahr ist vielversprechend. Bei der Auftragsentwicklung aus dem Inland, zunehmend aber auch beim Export, spüren die Unternehmen Besserung“, sagte Dr. Dirk Schlotböller, Leiter des Referats Konjunktur, Wachstum, Unternehmensbefragungen beim DIHK.

Die Entwicklung der EMI-Teilindizes im Überblick:
Industrieproduktion: Dank prall gefüllter Auftragsbücher weiteten sowohl Global Player als auch KMU ihre Produktion so kräftig aus wie zuletzt im Mai 2011. Dies traf vor allem für den Vorleistungs- und Investitionsgüterbereich zu, während die Konsumgüterhersteller abermals nur eine minimale Steigerungsrate verbuchen konnten.

Auftragseingang
Der Teilindex konnte nicht nur zum sechsten Mal hintereinander zulegen, der Zuwachs war sogar so stark wie seit April 2011 nicht mehr. Zu verdanken war dies auch dem florierenden Exportgeschäft. Hier waren die Orderbücher so gut gefüllt wie zuletzt vor zweieinhalb Jahren. Wieder angezogen hat vor allem auch die Nachfrage aus den Emerging Markets.

Auftragsbestände/Beschäftigung
Das kräftige Auftragsplus verursachte bei einer Reihe von Firmen Kapazitätsengpässe und führte dazu, dass sich die Auftragsbestände im Berichtsmonat zum dritten Mal in Folge stapelten. Der entsprechende Teilindex schnellte im Dezember in die Höhe und landete auf dem höchsten Wert seit April 2011. Dies zog auch den ersten Jobaufbau seit März vergangenen Jahres nach sich. Obwohl noch verhalten, erreichte der Teilindex Beschäftigung den höchsten Wert seit Januar 2012.

Einkaufsmenge/Lieferzeiten
Wegen der deutlich gestiegenen Produktionsanforderungen weiteten die Branchenakteure die Einkaufsmenge im Dezember so zügig aus wie zuletzt vor zweieinhalb Jahren. Prompt verlängerten sich daraufhin erneut die durchschnittlichen Lieferzeiten. Seit fünf Monaten notiert der entsprechende Teilindex bereits unter der neutralen Marke von 50 Punkten.

Einkaufs-/Verkaufspreise
Der Anstieg der Einkaufspreise beschleunigte sich ebenfalls, so dass der entsprechende Teilindex auf den höchsten Wert seit Oktober 2012 kletterte. Der Langzeit-Durchschnittswert wurde jedoch unterschritten. Die Verkaufspreise der deutschen Hersteller zogen dagegen nur moderat an. Dennoch reagierten viele Unternehmen auf die höheren Einkaufspreise, indem sie die Mehrkosten an ihre Kunden weitergaben.

 

Der Markit/BME-Einkaufsmanager-Index (EMI) ist ein monatlicher Frühindikator zur Vorhersage der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland. Der Index erscheint seit 1996 unter Schirmherrschaft des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME), Frankfurt. Er wird von der britischen Forschungsgruppe Markit Economics, London, erstellt und beruht auf der Befragung von 500 Einkaufsleitern/Geschäftsführern der verarbeitenden Industrie in Deutschland (nach Branche, Größe, Region repräsentativ für die deutsche Wirtschaft ausgewählt). Der EMI orientiert sich am Vorbild des US-Purchasing Manager´s Index (PMI).

 

 

Im Forum zu Industrie

1 Kommentare

Profileinschätzung UB

WiWi Gast

Hallo zusammen, ich stehe vor dem Wechsel von Industrie zu UB und würde vorher gerne mal eine Einschätzung zu meinem Profil von euch haben: - 24 J - Abi: 1,4 - B.Eng. Maschinenbau: 1,5 (dual) ...

2 Kommentare

Berufliche Perspektiven in der Industrie nach FACT Master?!

WiWi Gast

Quasi alles in den 4 Bereichen des Masters. Es wird dir kaum jemand eine spezifische Antwort geben können ohne, dass du den Bereich, der dich am meisten interessiert, nennst.

1 Kommentare

Master Uni, FH oder Ausland für Industrie

WiWi Gast

Hallo, ich stehe momentan vor der Entscheidung wo ich meinen Master mache, Kurz zu mir: Letztes Semester Bachelor BWL Schwerpunkt Unternehmensführung + Finanzdienstleistungen FH in Nordbayern, 21 ...

7 Kommentare

Master für die Industrie

WiWi Gast

Hey zusammen, ich war der Ersteller. Vielen Dank für eure Antworten. Ich komme tatsächlich aus dem süddeutschen Raum. Habe mir Operations Management auf jeden Fall schon angeschaut und werde mi ...

13 Kommentare

Wann wechseln ?

WiWi Gast

Ich hatte eigentlich an ein Jahr gedacht. In der Probezeit sieht es ja eh meist schlecht aus mit Bewerbung.

24 Kommentare

Wie Karriere in Industrie auf 200k+ level?

WiWi Gast

schweiz lohnt sich durchaus - höchste Gehälter gibt's in Zürich, dann im Kanton mit dem niedrigsten Steuersatz wohnen (in Zug, 20 min von Zürich entfernt) , wenn man ca. 100 k euro brutto verdient, ha ...

14 Kommentare

Richtungswechsel ab Ü30 - raus aus der Industrie

WiWi Gast

WiWi Gast schrieb am 12.03.2020: War in 3 Konzernen und habe immer wieder genau dies erlebt, extrem eingeschränkte Themengebiete, Selbstdarsteller, Networking >>> Leistung, da diese eh kaum mess ...

Artikel kommentieren

Als WiWi Gast oder Login

Zum Thema Industrie

Ein alter Industriekran und ein Nebengebäude.

Industrie schafft deutliche Trendwende

Der Markit/BME-Einkaufsmanager-Index (EMI) kletterte um stattliche 3,8 Punkte auf 49,8. Die Rückkehr zum Produktionswachstum und die Stabilisierung der Auftragseingänge trugen wesentlich dazu bei, dass der wichtige Konjunkturfrühindikator im Monatsvergleich den größten Schub seit Mitte 2009 erhalten hat.

Weiteres zum Thema WiWi-News

Jahreswirtschaftsbericht 2017 - Bruttoinlandsprodukt wächst um 1,4 Prozent

Nach dem Verzicht auf seine Kanzlerkandidatur stellte Sigmar Gabriel den aktuellen Jahresbericht 2017 vor. Aus dem Bericht mit dem Titel „Für inklusives Wachstum in Deutschland und Europa“ geht hervor, dass das Bundeskabinett eine Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts von 1,4 Prozent erwartet. Grund für den Rückgang im Vergleich zum Vorjahr von 1,7 auf 1,4 Prozent ist die geringere Anzahl von Arbeitstagen.

Wirtschaftsweisen - Der Sachverständigenrat für Wirtschaft zur wissenschaftlichen Politikberatung.

Wirtschaftsweisen legen Jahresgutachten 2016/17 »Zeit für Reformen« vor

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat sein Jahresgutachten 2016/17 vorgelegt. Das Jahresgutachten trägt den Titel »Zeit für Reformen«. Das neue Jahresgutachten hat drei Schwerpunktthemen: die Bewältigung der Flüchtlingsmigration, die Stärkung der Architektur der Europäischen Währungsunion und die Schaffung von Voraussetzungen für mehr Wachstum in Deutschland.

Ein Fenster mit einem Aufkleber: Made in Germany.

Herbstprojektion 2016 der Bundesregierung - Deutsche Wirtschaft wächst solide

In der aktuellen Herbstprojektion erwartet die Bundesregierung einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von preisbereinigt 1,8 Prozent im Jahr 2016, im Jahr 2017 um 1,4 Prozent und im Jahr 2018 um 1,6 Prozent. Die deutsche Wirtschaft wächst solide weiter, etwas weniger, als noch im Frühjahr angenommen. Der niedrige Ölpreis, der Wechselkurs und die Anstrengungen zur Bewältigung des Flüchtlingszustroms haben dazu beigetragen.

Ein weißes London-Taxi mit einer britischen Fahne auf der Motorhaube.

Brexit-Folgen für Deutschland: Ökonomen-Kommentare und Studien

Nach dem Brexit-Votum der Briten werden die wirtschaftlichen Folgen eines EU-Austritts für Deutschland unter Ökonomen heiß diskutiert. Millionen britische Brexit-Gegner protestieren derweil gegen das Brexit-Votum vom 23. Juni 2016. In einer Online-Petition fordern sie eine zweite Volksabstimmung und hoffen auf einen Regrexit, den Exit vom Brexit.

Ein Baugerüst mit einem alten Bild in schwarz weiß mit Arbeitern von früher.

DIHK-Konjunkturumfrage Frühsommer 2016: Wachstum profitiert von Bau und Konsum

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) rechnet für 2016 mit einem Wachstum von 1,5 Prozent, nachdem er zu Jahresbeginn noch einen Zuwachs von 1,3 Prozent prognostiziert hatte. Nach der jüngsten Konjunkturumfrage zieht das Wachstum an und die Erwartung der Unternehmen verbessert sich leicht.

Screenshot Homepage w-wie-wachstum.de

w-wie-wachstum.de - Portal zum Thema Wirtschaftswachstum

Das Bruttoinlandsprodukt ist in Deutschland seit 1991 zwar langsamer gestiegen als im Schnitt der Industrieländer. Doch in mancherlei Hinsicht war und ist das deutsche Wachstum nachhaltiger - zum Beispiel, weil viel Geld in die Forschung fließt. Zu den Schwachstellen zählen die eher niedrige Investitionsquote und der hohe Energieverbrauch. Fakten, Analysen, Grafiken und Videos zum Thema Wachstum bietet ein neues Portal des Institut der deutschen Wirtschaft Köln.

Screenshot ifw-glossar-zur-schuldenkrise

IfW-Glossar zur Schuldenkrise

Der IfW-Glossar zur Schuldenkrise erläutert die wichtigsten gut 30 Instrumente, Institutionen und Begriffe rund um die Finanzkrise. Zudem liefern gut 20 Links zu den Begriffen weiterführende Informationsquellen.

Beliebtes zum Thema News

Corona-Strategie: Thesenpapier Expertengruppe

Massive Kritik von Ärzten und Forschern an Corona-Strategie

Bereits Anfang November forderten zahlreiche Ärzteverbände mit den Top-Virologen Prof. Streeck und Prof. Schmidt-Chanasit eine zielführendere Coronapolitik und den Schutz der Risikogruppen. Eine Expertengruppe rund um das längjährige Sachverständigenratsmitglied Prof. Schrappe übt jetzt ebenfalls erhebliche Kritik an der aktuellen Corona-Strategie. Im ZDF-Interview bezeichnet Medizinprofessor Schrappe die Datengrundlage des RKI für den Teil-Lockdown als "das Papier nicht wert" und fordert fundiertere Maßnahmen. Insbesondere rügen die Experten den hochriskanten mangelnden Schutz der Risikogruppen. Über 37.000 internationale Ärzte und Wissenschaftler hatten ähnliches in einer Deklaration schon im Oktober angemahnt.

Coronavirus: Zwei Viren-Zellen unter einem Mikroskop.

UPDATE: Tipps, Links und neue Symptome zum Coronavirus

Was sind neue Symptome beim Coronavirus? Welche Schutzmaßnahmen und Hausmittel empfehlen Experten? Was ist beim Verdacht auf eine Ansteckung mit dem Virus zu tun? Gibt es Behandlungsmöglichkeiten? Wie viele Coronavirus-Fälle gibt es aktuell in Deutschland? Welche Tipps, Links und Hotlines sind zum Coronavirus in Deutschland besonders hilfreich?

Coronavirus-COVID-19 Resochin/Chloroquin Malaria-Medikament von Bayer AG

Nach US-Präsident Trump scheint auch Präsident Macron an Hydroxychloroquin interessiert

US-Präsident Donald Trump könnte Recht behalten mit seiner Notfallzulassung des deutschen Arzneimittels Resochin. Nach US-Präsident Trump scheint auch Präsident Macron an Hydroxychloroquin interessiert. Ärzte in Frankreich und Amerika haben Erfolge in der Behandlung von Covid-19 mit dem Medikament signalisiert. Bayer hatte den USA drei Millionen Tabletten des Malaria-Medikaments mit dem Wirkstoff Chloroquin gespendet. Deutschland hat sich das Medikament ebenfalls gesichert.

Das Bild zeigt ein Gerät für den COVID-19-Schnelltest auf den Coronavirus der Firma Bosch Healthcare Solutions und Randox Laboratories Ltd.

Bosch entwickelt COVID-19-Schnelltest

Das Unternehmen Bosch Healthcare Solutions hat einen COVID-19-Schnelltest zur Diagnose des Coronavirus entwickelt. Mit dem neuen Analysegerät Vivalytic soll das Test-Ergebnis innerhalb von zweieinhalb Stunden vorliegen. Mit dem COVID-19-Schnelltest will Bosch dazu beitragen, die Coronavirus-Pandemie einzudämmen.

Screenshot der Coronavirus-Karte für Deutschland »corona.rki.de« vom Robert-Koch-Institut.

Coronavirus-Karte: Coronavirus-Fälle in Deutschland

Coronavirus-Karte - Eine neue Karte vom Robert-Koch-Institut zeigt die Coronavirus-Fälle in Deutschland. Die interaktive Deutschland-Karte zeigt für alle Landkreise und Bundesländer, wie viele Fälle von Infizierten mit dem Coronavirus es dort gibt.

Präsident ifo Institut Prof. Dr. Dr. h.c. Clemens Fuest

Corona-Shutdown wird Deutschland bis zu 729 Milliarden Euro kosten

Das Coronavirus wird die deutsche Wirtschaft durch Produktionsausfälle, Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit Hunderte von Milliarden Euro kosten. Das zeigt eine Szenarioanalyse des ifo Instituts zur partiellen Stilllegung der Wirtschaft. Bei einem Shutdown von zwei Monaten erreichen die Kosten 255 bis 495 Milliarden Euro und das Bruttoinlandsprodukt sinkt um etwa 7-11 Prozent. Bei drei Monaten erreichen die Kosten 354 bis 729 Milliarden Euro und das BIP fällt um die 10-20 Prozent.

EU-Fahne: Grenze für Staatsdefizite ausgesetzt

EU setzt Schuldengrenze für Staatsdefizite aus

Die Coronavirus-Pandemie ist ein großer Schock für die europäische und globale Wirtschaft, der sich der Kontrolle der Regierungen entzieht. Die EU-Kommission schlägt daher vor, die im fiskalpolitischen Rahmen vorgesehene Ausweichklausel des Stabilitäts- und Wachstumspakts zu aktivieren.