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Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie im August 2004

Die Verbraucherstimmung ist uneinheitlich. Während die Konjunkturerwartung geringfügig und die Anschaffungsneigung etwas deutlicher an Wert zulegten, ging es mit der Erwartung an die persönliche Einkommensentwicklung leicht bergab.

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Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie im August 2004
Nürnberg, 30. August 2004 (gfk) - Gegenüber dem Monat Juli, in dem alle Indikatoren, die die Verbraucherstimmung in Deutschland erfassen, auf Talfahrt gewesen waren, vermitteln die Veränderungen der Indikatorwerte im August ein eher diffuses Bild. Die gute Nachricht ist, dass sich der Abwärtstrend der Einzelindikatoren nicht ebenso eindeutig wie noch im Vormonat fortgesetzt hat, die schlechte, dass eine klare Aufwärtsbewegung weiterhin nicht in Sicht ist. Während die Deutschen ihre Einkommenserwartungen leicht zurückschrauben, steigt ihre Neigung, größere Anschaffungen zu tätigen, wieder an. In Bezug auf die Erwartungen an die Konjunktur ist der Wert gegenüber dem Vormonat nur unbedeutend gestiegen. Der Konsumklimaindikator prognostiziert - nach revidiert 3,0 Punkten im August – einen Wert in Höhe von 2,0 Punkten.
Generell zeigt sich dabei, dass die Verbraucher in den so genannten alten Bundesländern deutlich positiver eingestellt sind als die in den neuen Bundesländern.

Die Untersuchungen von ZEW und ifo zeigen, dass sich die Erwartungen der Finanzanalysten und der Unternehmer an die Konjunktur erstmals wieder denen der Verbraucher annähern. Ihre Einschätzungen fielen – trotz weiterhin positiver Exportzahlen – anders als in den Vormonaten im August wieder etwas verhaltener aus.

Konjunkturerwartung: schwache Aufwärtsbewegung
Nachdem es im Vormonat mit den Erwartungen der Deutschen an die Konjunktur bergab gegangen war, erholte sich der Indikator im August um 2,1 auf minus 18,4 Punkte. Diese leichte Steigerung gleicht die Verluste des Vormonats - der Indikator war um 8,5 Punkte gesunken - jedoch nicht aus: Entsprechend setzt sich der Trend fort, demzufolge jeweils der Zuwachs des Indikators eines Monats schwächer war als der Wertverlust des Vormonats. Die gute Exportentwicklung spielt in den Einschätzungen der Konsumenten offensichtlich eine eher untergeordnete Rolle, solange sie sich nicht in einer durchgreifenden Besserung der Arbeitsmarktlage niederschlägt.

Die rege Exporttätigkeit deutscher Unternehmen – derzeit wesentlicher Motor der wirtschaftlichen Erholung – könnte sich zudem als Achillesferse erweisen: Denn die heimische Konjunkturentwicklung ist stark mit der anderer Länder verknüpft. Entsprechend bescheiden fielen im August die Wachstumsprognosen der Finanzanalysten (ZEW) aus, die ihre Konjunkturerwartungen um 3,1 Punkte auf 45,3 Punkte zurückschraubten. Auch die im ifo-Index zum Ausdruck kommenden Erwartungen deutscher Unternehmer an Geschäftsentwicklung fielen bescheidener aus als im Vormonat. Finanzexperten und Unternehmer befürchten offenbar, dass der stark gestiegene Ölpreis der weltweiten konjunkturellen Erholung einen Rückschlag bereiten könnte. Darüber hinaus gibt nach Ansicht von Experten die sich abschwächende Wachstumsdynamik vor allem in den USA Anlass zu der Befürchtung, dass sich die erst seit kurzem eingesetzte schwache Konjunkturerholung in der Bundesrepublik als vorübergehendes Strohfeuer erweist.
  1. Seite 1: Verbraucherstimmung und Konjunkturerwartung
  2. Seite 2: Einkommensentwicklung, Anschaffungsneigung und Konsumklima
  3. Seite 3: Zur Studie

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